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Dokumentenidentifikation DE4206467A1 09.09.1993
Titel Drehstation
Anmelder Packmaster System Entwicklung GmbH, 90559 Burgthann, DE
Erfinder Kraft, Lothar, 8501 Schwaig, DE
Vertreter Hafner, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Stippl, H., Dipl.-Ing.Univ., Pat.-Anwälte, 90482 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 02.03.1992
DE-Aktenzeichen 4206467
Offenlegungstag 09.09.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.09.1993
IPC-Hauptklasse B65G 17/48
IPC-Nebenklasse B65B 35/24   B65G 47/22   
IPC additional class // B65G 21/20,B65B 21/00,35/44,43/52  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Drehstation für ein endloses Transportband oder Bearbeitungsband, insbesondere zum Transport von zu verpackenden Gegenständen wie etwa Flaschen, wobei die Drehstation (11) in das Transportband (10) integriert ist und mit diesem mitläuft, die Oberfläche der Drehstation (11) relativ zur Bewegungsrichtung des Transportbandes (10) drehbar ist und Teilbereiche der Oberfläche der Drehstation (11) im Bereich der Wendepunkte des endlosen Transportbands (10) gegeneinander verschwenkbar sind.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Drehstation für ein endloses Transportband oder Bearbeitungsband, insbesondere zum Transport von zu verpackenden Gegenständen wie z. B. Flaschen.

In fast allen Bereichen der automatischen Förder- und Bearbeitungstechnik ist es notwendig, die zu bearbeitenden Gegenstände während des Transportvorgangs um 90° zu drehen, um beispielsweise die Stirnseiten der Gegenstände entsprechend bearbeiten zu können. Man denke an eine Verpackungsstraße, bei der beispielsweise die Stirnseiten einer Mehrfachverpackung eingefaltet und verklebt werden. Es gibt hierzu bereits verschiedene Lösungsansätze aus dem Stand der Technik. Diesbezüglich sind bereits Transportbänder mit Drehstationen bekannt, bei denen zur Drehung der jeweiligen Drehstation der gesamte Ablauf gestoppt wird, die Drehung erfolgt und anschließend das Band wieder angefahren wird. Derartige Systeme sind bei den heutzutage hohen Anforderungen hinsichtlich der Durchlaufgeschwindigkeiten (z. B. 40 m/min im Bereich der Verpackungsindustrie) nicht mehr geeignet. Ferner sind Systeme bekannt, die zwar im kontinuierlichen Prozeß eine Drehung von Gegenständen gewährleisten, diese Drehungen aufgrund der konstruktiven Eigenarten dieser bekannten Systeme (Verwendung von Bändern und dergleichen) zu ungenau sind.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Drehstation zu schaffen, welche während des Transports - d. h. in einem kontinuierlichen Prozeß - bei hohen Durchlaufgeschwindigkeiten eine exakte Drehung des zu transportierenden Gegenstands gewährleistet und darüber hinaus konstruktiv besonders einfach zu realisieren sein soll.

Diese Aufgabe wird durch die Gesamtkombination der Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche betreffen zweckmäßige Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Drehstation bzw. des erfindungsgemäßen Transportbandes. Die erfindungsgemäße Drehstation ist in einen schnellen Transportablauf integrierbar, ohne daß zur Durchführung der jeweiligen Drehung der Drehstation das Transportband angehalten zu werden braucht. Die Drehstation wirkt im Bereich der jeweiligen Wendepunkte des Transportbandes, an denen regelmäßig die zu transportierenden Gegenstände aufgenommen bzw. abgegeben werden, nicht störend, da Teilbereiche der Oberfläche der Drehstation im Bereich der Wendepunkte des endlosen Transportbandes gegeneinander verschwenkbar sind und demzufolge die aufgenommenen Gegenstände nicht angehoben oder ausgehebelt werden. Darüber hinaus ist eine sehr gute Zugänglichkeit der zu transportierenden Gegenstände sowohl von oben herab als auch von der Seite her gegeben.

Die Verschwenkbarkeit der Teilbereiche der Oberfläche einer jeden Drehstation kann zweckmäßigerweise dadurch erfolgen, daß die Drehstation mehrere Segmente aufweist, die jeweils im Bereich der Wendepunkte des Transportbands quer zur Bewegungsrichtung des Transportbands liegen, dort entlang ihrer Seitenkanten gegeneinander verschwenken und die Drehung der jeweiligen Drehstation in geradlinigen Bereich des Transportbandes erfolgt. Die im Bereich der Wendepunkte des Transportbandes "abknickenden" Segmente einer jeweiligen Drehstation ermöglichen eine einwandfreie Aufnahme bzw. Abgabe des jeweiligen Gegenstands am Transportband, ohne daß dieser einseitig emporgehoben wird.

Eine besonders einfache Konstruktion und Ansteuerung wird dadurch erzielt, daß lediglich das durch den Mittelpunkt der Drehachse der Drehstation verlaufende Segment bezüglich seiner Drehbewegung angetrieben ist und die Drehbewegung dieses Segments die Drehung der restlichen, hinsichtlich ihrer Drehbewegung lose angeordneten Segmente mit bewirkt.

Der Gegenstand des Unteranspruchs 4 bietet zum einen die Möglichkeit einer einfachen Montage der jeweiligen Drehstationen, d. h. der einzelnen Segmente der Drehstationen auf besonderen Trägerteilen des Transportbandes sowie einer von unten erfolgenden Ansteuerung der einzelnen Drehstationen zur Gewährleistung der Drehung von unten, wodurch eine gute Zugänglichkeit des Transportbandes erzielbar ist.

Der Gegenstand des Unteranspruchs 5 bietet die Möglichkeit einer konstruktiv besonders einfachen und dementsprechend kostengünstig zur realisierenden Führung der Drehbewegung der Segmente einer jeden Drehstation, welche im Bereich der jeweiligen Wendepunkte des Transportbandes nicht störend wirkt.

Dadurch, daß als Führung einzelne, den jeweiligen Segmenten zugeordnete Halteringsegmente vorgesehen sind, die mit dem jeweiligen Trägerteil des Transportbandes lösbar verbunden sind, wird zum einen eine konstruktiv sehr einfache Führung geschaffen, welche darüber hinaus zusätzlich die ansonsten lose angeordneten Segmente festhält und eine schnelle Montage bzw. Demontage eines jeden Drehtellers ermöglicht.

Gegenstand des Unteranspruchs 7 bietet den Vorteil, auf einen aufwendigen Antrieb der einzelnen Drehstationen zur Gewährleistung der Drehbewegung derselben zu verzichten. Die Drehung der einzelnen Drehstationen wird unter Zuhilfenahme einer entlang des gesamten Transportbandes oder zumindest abschnittsweise an dem selben angeordneten, ortsfesten Führung, z. B. in Form einer Führungsnut, in die ein der jeweiligen Drehstation zugeordnetes Führungsteil bewegbar und drehbar eingreift, gewährleistet. Die Führung ist dabei so ausgebildet, daß an den Stellen des Transportbandes, an denen die z. B. 90° Drehung der Drehstation erfolgen soll, eine Richtungsänderung der Führung vorgesehen ist, die gleichsam von dem Führungsteil abgetastet wird und sich auf die Drehstation als Drehbewegung überträgt.

Die Führung ist darüber hinaus zweckmäßigerweise in ihrem Verlauf veränderbar ausgebildet, so daß die nach den gegebenen Erfordernissen die Positionen der einzelnen Drehbewegungen entlang des Transportbandes verändert, erhöht oder reduziert werden können.

Zur Abtastung der Führung weist das Einsatzteil zweckmäßigerweise an dessen dem Segment abgewandten Ende einen drehfest angeordneten Querarm, der das Führungsteil dreht und am anderen Ende einen verbreiterten Kopf auf, welcher mit dem Segment verbindbar, vorzugsweise verschraubbar ist. Hierdurch wird in einfacher Weise eine sehr wirksame Auslösung der Drehbewegung des jeweiligen Drehtellers erzielt.

Um zu vermeiden, daß beispielsweise Abfall, z. B. durch Glasbruch verursachte Glasscherben in die Zwischenräume der einzelnen Segmente hineinfallen und den Betrieb des Transportbandes hierdurch gefährden, sind zweckmäßigerweise die Zwischenräume zwischen den einzelnen Segmenten und/oder den zugehörigen Trägerteilen gegen den durchfallenden Schmutz oder Abfall gesichert.

Auch dies kann in konstruktiv besonders einfacher Weise dadurch erzielt werden, daß die Seitenkanten der jeweiligen Segmente an deren Oberseite je einen Vorsprung sowie Einschnitt aufweisen und der jeweilige Vorsprung den zugehörigen Einschnitt bei ebener Ausrichtung der Segmente, insbesondere jedoch auch bei zueinander verschwenkter Ausrichtung derselben überdeckt.

Um zu vermeiden, daß - z. B. besonders leichte - auf dem Transportband zu transportierenden Behältnisse während der Drehung auf der Drehstation in ihrer Lage verändert werden, ist die Drehstation mit einer Halteeinrichtung ausgestattet.

Aufgrund der durch die Drehstation gewährleisteten Exaktheit der Drehbewegung genügt es, daß die Halteeinrichtung lediglich mehrere Vorsprünge umfaßt, die seitlich an den transportierenden Behältnis anliegen.

Die Erfindung betrifft darüber hinaus ein Endlostransportband, insbesondere zum Transport von zu verpackenden Gegenständen wie etwa Flaschen, mit einer Aufnahmestation zur Aufnahme der Gegenstände, mindestens einer Bearbeitungsstation, einer Abgabestation zur Abgabe der bearbeiteten Gegenstände sowie gegebenenfalls einer Steuerung oder Taktung des Antriebs. Dieses Endlostransportband ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine, insbesondere jedoch eine Vielzahl von Drehstationen gemäß mindestens einem der Ansprüche 1-13 aufweist. Hierdurch kann entlang des Endlostransportbands während dessen Bewegung eine beispielsweise um 90° erfolgende Drehung der zu transportierenden Gegenstände erfolgen. Das Transportband kann - ohne daß es jeweils gestoppt werden muß - mit hoher Durchlaufgeschwindigkeit gefahren werden. Es ist hinsichtlich seiner Konstruktion einfach zu realisieren und bietet eine sehr gute Zugänglichkeit sowohl von der Seite als auch von oben.

Zweckmäßigerweise greifen die Führungsteile der einzelnen Drehstationen während des Betriebs des Transportbands entlang einer gemeinsamen, ortsfesten Führung ein, wodurch in Abhängigkeit des Verlaufs der Führung die Drehungen der Drehstationen an bestimmten Abschnitten des Transportbandes vollzogen werden können.

Unteranspruch 16 gewährleistet die Möglichkeit, die während der Bearbeitung entlang des Transportbandes beispielsweise quer positionierten Gegenstände am Ende des Transportbandes wieder in Längsrichtung zu positionieren und in dieser Ausrichtung auf ein nachfolgendes Transportband (z. B. Rollenband) zu überführen. Im Bereich der Verpackungs- bzw. Abfüllindustrie kommt es häufig vor, das hunderte von Metern über Transportbänder zurückgelegt werden müssen, so daß es konstruktiv sehr aufwendig wäre (zu breite Transportbänder), Gegenstände quer zu ihrer Längserstreckung zu transportieren.

Das erfindungsgemäße Transportband ist zweckmäßigerweise weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß es einzelne quer zur Bewegungsrichtung verlaufende Bandsegmente aufweist, in die die einzelnen Drehstationen in Form von Drehtellern integriert sind. Um die Möglichkeit zu schaffen, die Anzahl der Drehstationen zu erniedrigen oder zu erhöhen, sind die einzelnen Bandsegmente derart ausgebildet, daß sie aus dem Transportband herausnehmbar sind. Hierdurch kann eine schnelle Anpassung des Transportbandes an die jeweils erforderlichen Umstände erfolgen.

Eine zweckmäßige Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Verpackungsstraße zur Verpackung einer Mehrzahl von Behältnissen zu sog. Mehrfachgebinden in Seitenansicht;

Fig. 2 die Verpackungsstraße gemäß Fig. 1 in Draufsicht;

Fig. 3 eine erfindungsgemäße Drehstation in Draufsicht;

Fig. 4 eine Schnittdarstellung der Drehstation gemäß Fig. 3 entlang der Linie I-I sowie

Fig. 5 eine Schnittdarstellung der Drehstation gemäß Fig. 3 entlang der Linie II-II.

Der Einfachheit halber sind identische Merkmale in den Zeichnungen lediglich nur einmal mit einer entsprechenden Bezugsziffer gekennzeichnet. Identische Bezugsziffern der verschiedenen Figuren stehen für identische Merkmale.

Ziffer 1 in Fig. 1 beschreibt eine Verpackungsstraße zur Verpackung einer Anordnung bestehend aus mehreren Behältnissen zu einem stapelbaren oder transportbaren sog "Mehrfachgebinde"

Auf der rechten Seite in Fig. 1 werden - vgl. auch Fig. 2 - die

Anordnungen der einzelnen Behältnisse 4 mit einem Verpackungsmaterialzuschnitt bestehend z. B. aus Karton entlang der Längsseite der Anordnung der Behältnisse 4 eingebunden und die beiden offenen Enden des Gebindes 3 miteinander verleimt. Zu diesem Zweck ist eine Falt- und Verleimstation 5 - jeweils zu beiden Seiten der die Mehrzahl der Behältnisse 4 transportierenden Fördereinrichtung 2 angeordnet.

Diese sog. Mehrfachgebinde 3 werden anschließend über eine aus einfachen Rollen bestehende Übergabestation 6 auf ein weiteres Transportband 10 übergeben, wobei die Übergabe derart vollzogen wird, daß jedes in der Verpackungsstraße 1 vorgefertigte Mehrfachgebinde über die Übergabestation 6 auf eine Drehstation 11 des zweiten Transportbandes 10 gelangt und dort aufgenommen wird.

Das Transportband 10 ist ebenfalls als Endlosband ausgebildet und wird über eine Antriebswelle 5, die mit den Antriebswellen der Verpackungsstraße 1 gekoppelt ist, synchron zum Lauf der Verpackungsstraße 1 angetrieben.

Aus Fig. 2 ist zu erkennen, daß das Transportband 10 selbst aus einzelnen Bandsegmenten 12 besteht, die quer zur Bewegungsrichtung des Transportbandes verlaufend angeordnet sind. Die einzelnen Bandsegmente 12 stehen mit einer (nicht dargestellten Kette oder dergleichen) in Verbindung, die in der jeweiligen Seitenführung 16 bzw. 17 untergebracht ist. Die einzelnen Bandsegmente 12 sind mit der Kette bzw. seitlichen Führung so verbunden, daß diese jeweils problemlos demontierbar sind. Im Bereich der Wendepunkte des Transportbands 10 schwenken die einzelnen Bandsegmente 12 entlang ihrer Längskanten entsprechend dem Verlauf der Seitenführung 16 bzw. 17 ein.

Wie aus Fig. 2 ferner deutlich wird, beinhaltet das Transportband eine Mehrzahl von Drehstationen 11, an deren Oberseite die jeweiligen Mehrfachgebinde 3 angeordnet sind. Die Oberseite der einer jeden Drehstation 11 umfaßt hierbei jeweils eine Halteeinrichtung in Form von mehreren Haltevorsprüngen 14, die an den Längsseiten des Mehrfachgebindes 3 angreifen und dieses in Position halten bzw. eine Positionsverschiebung verhindern.

Die einzelnen Drehstationen 11 sind - wie nachstehend näher erläutert werden wird - während der Bewegung des Transportbandes 10 drehbar ausgebildet und ermöglichen, eine z. B. um 90° erfolgende Drehung des an der Aufnahmestation zunächst in Längsrichtung einlaufenden Mehrfachgebindes 3 zu vollziehen, so daß durch beidseitig der Transportstraße 10 angeordnete Leimstationen 7 die Stirnseiten des Gebindes zunächst verleimt, anschließend eingefaltet und über eine ebenfalls beidseitig angeordnete Stirnseitenanpreßvorrichtung 8, die über einen vorgegebenen Weg entlang des Transportbandes 10 wirksam ist, angepreßt werden.

Anschließend wird das fertiggestellte Mehrfachgebinde erneut um z. B. 90° gedreht und verläßt über eine an der Abgabestation des Transportbandes 10 befindliche Übergabestation 9 diese Bearbeitungsstraße - und zwar erneut in Längsausrichtung.

Nachstehend werden die einzelnen Merkmale der jeweiligen im Transportband 10 vorgesehenen Drehstation 11 näher erläutert.

Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, besteht die Drehstation 11 aus drei kreisabschnittförmig ausgebildeten Segmenten 30, 31, 32, von denen das mittlere, d. h. das durch den Drehpunkt der Drehstation 11 verlaufende Segment 30 sich über die gesamte Breite des Transportbands 10 erstreckt.

Die drei Segmente 30, 31, 32 sind an deren Außenumfangsfläche von einem Haltering, welcher aus einzelnen Halteringsegmenten 21, die mit dem zugehörigen Trägerteil 20 über Schraubverbindungen 22 verbunden sind, gehalten.

Wie aus Fig. 3 in Verbindung mit Fig. 4 deutlich wird, weist sowohl das mittige Segment 30 als auch das darunter befindliche, zugeordnete Trägerteil 20 jeweils eine zentrische Bohrung 27 bzw. 28 auf, durch die hindurch sich ein an der Oberseite erweitertes Einsatzteil 25 hindurcherstreckt, wobei der erweiterte Teil des Einsatzteils 25 in das Segment 30 bündig zu dessen Oberfläche versenkt ist und gleichzeitig über mehrere Schrauben 26 mit dem letzteren in drehfester Verbindung steht. An der Unterseite des Einsatzteiles 25 ist ebenfalls über eine Schraubverbindung 37 ein Querarm 29 angeordnet, an dessen freiem Ende ein Führungsteil 33 sitzt.

Das Führungsteil 33 hat die Aufgabe, in eine entsprechend ausgebildete am Transportband 10 ortsfest installierte Führung 34 (vgl. Fig. 3) einzugreifen. Die Führung 34 ist an denjenigen Bereichen des Transportbandes, an denen keine Drehung der Drehstation 11 erfolgen soll, parallel zum Transportband 10 verlaufend ausgebildet. An denjenigen Stellen jedoch, an denen die Drehung der Drehstation 11 eingeleitet werden soll, wird die Richtung der Führung 34 verändert, was zur Folge hat, daß diese Richtungsveränderung über das in der Führung verschiebbar und drehbar angeordnete Führungsteil 33 über den Querarm 29 auf das Einsatzteil 25 und folglich auf das Segment 30 als Drehbewegung übertragen wird, mit der Folge, daß die Segmente 30, 31, 32 entsprechend der Richtungsänderung der Führung 34 gedreht werden.

Das Segment 30 ist - wie aus Fig. 4 zu erkennen ist - an dessen seitlicher Umfangsfläche mit einer Ausnehmung 24 versehen, in die eine entsprechend ausgebildete Nase 23 des jeweiligen Halteringsegments 21 eingreift, wodurch sowohl eine Haltefunktion des Halteringsegments 21 als auch eine Führungsfunktion gewährleistet wird.

Die Bemessung der einzelnen Teile zueinander ist derart gehalten, daß das Segment 30 sich auf dem Trägerteil problemlos drehen läßt.

Das jeweilige Halteringsegment 21 ist über mehrere Schrauben mit dem zugehörigen Trägerteil 20 lösbar verbunden. Das Trägerteil 20 steht wiederum über ein Verbindungselement 19 mit der Kette 18 in Verbindung, die in der jeweiligen Seitenführung 17 des Transportbandes 10 untergebracht ist.

Die besondere Einleitung der Drehung der jeweiligen Drehstation 11 durch die Führung 34 ist unabhängig von der jeweiligen Steuerung sowie Taktung des Transportbandes und erfordert zudem lediglich geringfügige konstruktive Zusatzmaßnahmen.

Dadurch, daß von den drei Segmenten 30, 31 sowie 32 einer jeden Drehstation 11 lediglich das mittlere Segment 30 geführt wird, die beiden übrigen Segmente 31 sowie 32 jedoch hinsichtlich ihrer Kippbeweglichkeit lose angeordnet sind, tritt im Bereich der Wendepunkte des Transportbandes 10 ein Abkippen der dem mittleren Segment 30 benachbarten Segmente 31 und 32 auf, wodurch störende Anhebe- oder Hebeleffekte, die bei einem durchgehenden hinsichtlich seiner Verschwenkbarkeit starren Drehteller auftreten würden, vollständig vermieden werden.

Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, wird das mittlere Segment 30 auch im Bereich der Wendepunkte des Transportbands über die Führung 34 geführt.

Um zu vermeiden, daß Abfall wie z. B. Glasbruch oder dergleichen zwischen die einzelnen Segmente 30, 31 oder 32 oder die dazugehörigen Trägerteile gelangen kann und hierdurch den Betrieb des Transportbands 10 nachteilig beeinflussen kann, sind an der Oberseite der oberen Seitenkante eines jeden Segments jeweils ein Einschnitt 36 sowie ein entsprechender Vorsprung 35 vorgesehen, mit der Folge, daß hierdurch bei plan ausgerichteten Segmenten der dazwischen befindliche Zwischenraum vollständig abgedeckt wird. Um eine Abdeckung auch bei gegeneinander verkippten Segmenten zu erzielen, können in den Seitenbereichen der Segmente noch zusätzliche Vorsprünge 38 sowie Ausnehmungen 39 vorgesehen sein, die derart ineinandergreifen, daß sie auch noch im jeweiligen Wendebereich des Transportbands 10 einen undurchlässigen Spalt bilden, wie sich aus Fig. 5 deutlich ergibt.

Bezugszeichenliste

1 Verpackungsstraße

2 Fördereinrichtung

3 Gebinde

4 Behältnis

5 Falt- und Verleimstation 6 Übergabestation

7 Leimstation

8 Stirnseiten-Anpreßvorrichtung

9 Übergabestation

10 Transportband

11 Drehstation

12 Bandsegment

13 Drehpunkt

14 Haltevorsprünge

15 Antriebswelle

16 Seitenführung

17 Seitenführung

18 Kette

19 Verbindungselement

20 Trägerteil

21 Halteringsegment

22 Schraube

23 Nase

24 Ausnehmung

25 Einsatzteil

26 Schraube

27 Bohrung/Segment

28 Bohrung/Trägerteil

29 Querarm

30 Drehbares, angesteuertes Segment

31 Drehbares Segment

32 Drehbares Segment

33 Führungsteil

34 Führung

35 Vorsprung

36 Einschnitt

37 Schraubverbindung

38 Vorsprung

39 Ausnehmung


Anspruch[de]
  1. 1. Drehstation für ein endloses Transportband oder Bearbeitungsband, insbesondere zum Transport von zu verpackenden Gegenständen wie etwa Flaschen, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehstation (11) in das Transportband (10) integriert ist und mit diesem mitläuft, die Oberfläche der Drehstation (11) relativ zur Bewegungsrichtung des Transportbandes (10) drehbar ist und Teilbereiche der Oberfläche der Drehstation (11) im Bereich der Wendepunkte des endlosen Transportbands (10) gegeneinander verschwenkbar sind.
  2. 2. Drehstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehstation (11) mehrere Segmente (z. B. 30, 31, 32) aufweist, die jeweils im Bereich der Wendepunkte des Transportbands (10) quer zur Bewegungsrichtung des Transportbandes (10) liegen, dort entlang ihrer Seitenkanten gegeneinander verschwenken und die Drehung der jeweiligen Drehstation im geradlinigen Bereichen des Transportbands (10) erfolgt.
  3. 3. Drehstation nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich das durch den Mittelpunkt der Drehachse der Drehstation (11) verlaufende Segment (30) der Drehstation bezüglich seiner Drehbewegung angetrieben ist und die Drehbewegung dieses Segments (30) die Drehung der restlichen Segmente (31, 32) der Drehstation (11) mit bewirkt.
  4. 4. Drehstation nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Segment (z. B. 30, 31, 32) auf je einem Trägerteil (20) des Transportbandes (10) in deren Verbindungsebene verschwenkbar gehalten ist, das angetriebene Segment (30) und das zugehörige Trägerteil (20) je eine Bohrung (27, 28) aufweisen, durch die hindurch sich ein drehfest mit dem Segment (30) verbundenes Einsatzteil (25) erstreckt, welches mit dem Antrieb in Verbindung steht.
  5. 5. Drehstation nach den Ansprüchen 2-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Segmente (30, 31, 32) kreisabschnittförmig ausgebildet sind und in ihrer Gesamtheit eine Kreisfläche bilden, eine Führung vorgesehen ist, die zwar eine Rotation der einzelnen Segmente (30, 31, 32) um einen gemeinsamen Mittelpunkt aber keine wesentliche Quer- und/oder Längs- und/oder Höhenverschiebung der Segmente (30, 31, 32) relativ zur Transportbandebene zuläßt und die Führung jeweils im Bereich der Übergangsstellen der einzelnen Segmente (30, 31, 32) unterbrochen ist.
  6. 6. Drehstation nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Führung einzelne, den jeweiligen Segmenten (30, 31, 32) zugeordnete Halteringsegmente (21) vorgesehen sind, die mit dem jeweiligen Trägerteil (20) des Transportbands (10) lösbar verbunden sind.
  7. 7. Drehstation nach den Ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb zur Drehbewegung der jeweiligen Drehstation (11) über eine entlang des gesamten Transportbands (10) oder zumindest abschnittsweise an dem selben angeordnete Führung (34) erzielt wird, in die ein der jeweiligen Drehstation (11) zugeordnetes Führungsteil (33) bewegbar und drehbar eingreift.
  8. 8. Drehstation nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (34) in ihrem Verlauf veränderbar ausgebildet ist.
  9. 9. Drehstation nach den Ansprüchen 4-8, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsatzteil (25) an dessen dem Segment (30) abgewandten Ende einen drehfest angeordneten Querarm (29) aufweist, der das Führungsteil (33) trägt und das andere Ende einen verbreiterten Kopf aufweist, welcher mit dem Segment (30) verbindbar, vorzugsweise verschraubbar ist.
  10. 10. Drehstation nach den Ansprüchen 2-9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenräume zwischen den einzelnen Segmenten (30, 31, 32) und/oder deren Trägerteile (20) gegen hindurchfallenden Schmutz oder Abfall gesichert sind.
  11. 11. Drehstation nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenkanten der jeweiligen Segmente (30, 31, 32) an deren Oberseite je einen Vorsprung (35) sowie Einschnitt (36) aufweisen und der jeweilige Vorsprung (35) den zugehörigen Einschnitt (36) bei ebener Ausrichtung der Segmente (30, 31, 32), insbesondere auch bei zueinander verschwenkter Ausrichtung überdeckt.
  12. 12. Drehstation nach den Ansprüchen 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehstation (10) mit einer Halteeinrichtung ausgestattet ist.
  13. 13. Drehstation nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung mehrere Haltevorsprünge (14) umfaßt, die seitlich an dem zu transportierenden Behältnis (4) angreifen.
  14. 14. Endlostransportband, insbesondere zum Transport von zu verpackenden Gegenständen wie etwa Flaschen mit einer Aufnahmestation zur Aufnahme der Gegenstände, mit mindestens einer Bearbeitungsstation, einer Abgabestation zur Abgabe der bearbeitenden Gegenstände und einem Antrieb sowie gegebenenfalls einer Steuerung oder Taktung des Antriebs, gekennzeichnet durch mindestens eine, vorzugsweise eine Vielzahl von Drehstationen (10) gemäß mindestens einem der Ansprüche 1-13.
  15. 15. Transportband nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsteile (33) der einzelnen Drehstationen (11) während des Betriebs des Transportbandes (10) entlang einer gemeinsamen, ortsfesten Führung (34) verlaufen.
  16. 16. Transportband nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Aufnahmestation und Abgabestation zweimal eine Drehung der jeweiligen Drehstation (11) um 90° erfolgt.
  17. 17. Transportband nach den Ansprüchen 14-16, dadurch gekennzeichnet, daß es einzelne quer zur Bewegung verlaufende Bandsegmente (12) aufweist, in die die einzelnen Drehstationen (11) jeweils in Form von Drehtellern integriert sind.
  18. 18. Transportband nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Segmente (12) aus dem Transportband (10) herausnehmbar sind.
  19. 19. Transportband nach den Ansprüchen 14-18, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bearbeitung von Mehrfachverpackungen als Bearbeitungsstation eine Verleimstation (7) mit nachfolgender Stirnseitenanpreßstation (18) vorgesehen ist.






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