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Dokumentenidentifikation DE4127334C2 30.09.1993
Titel Schreib- und Zeichenplatte mit Führungselementen
Anmelder A. W. Faber-Castell GmbH & Co, 90547 Stein, DE
Erfinder Schmeißer, Helmut, 8682 Geroldsgrün, DE;
Zahn, Werner, 8682 Geroldsgrün, DE
DE-Anmeldedatum 19.08.1991
DE-Aktenzeichen 4127334
Offenlegungstag 25.02.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.09.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.09.1993
IPC-Hauptklasse B43L 13/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schreib- und Zeichenplatte nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Bei Zeichenplatten dieser Art haben sich Führungselemente in Form von Stegen oder Nuten auf dem Plattenkörper bewährt, weil damit ein besonders leichtes Verschieben eines darauf geführten Zeichengerätes möglich ist, ohne daß - wie dies bei einfachen Reißschienen der Fall ist - ein Ausrichten zum Andrücken an eine Seitenkante notwendig ist.

Eine Zeichenplatte dieser Art ist aus der DE-OS 33 14 344 bekannt. Die Zeichenschiene weist an ihrer Unterseite einen Steg auf, der in einem Teilbereich federnd gestaltet ist. Zwei Schlitze begrenzen zu diesem Zweck eine Zunge, die den eigentlichen Klemmsteg trägt. Beim Verschieben des Lineals liegt der Klemmsteg frei, während er zum Klemmen in die Nut gedrückt wird und dort infolge einer Keilwirkung klemmt. Nachteilig ist bei diesen Anordnungen, daß durch die Klemmung eine Verformung oder Beschädigung in der Führungsnut auftreten kann, die zu Ungenauigkeiten der Lage des Lineals führt. Dieser Effekt tritt sowohl in der Klemm- als auch in der Führungslage des Lineals auf, wird infolge der Länge des Zeichenlineals vergrößert und ist somit deutlich sichtbar.

Teilweise ist es bei arretiertem Lineal nicht möglich, dieses im Hinblick auf eine bereits gezeichnete Linie auszurichten.

Eine Anordnung von zwei zueinander im rechten Winkel verschiebbaren Linealen mit Führungs- und Klemmelementen zeigt die US-PS 4 599 805. Diese Führungs- und Klemmelemente wirken jedoch nicht unabhängig voneinander, sondern vielmehr entsteht eine Klemmwirkung nur im Zusammenwirken mit einem Teilbereich der Führungseinrichtung. Diese besteht aus einem Finger, der in eine Nut eingreift, wobei die Seitenkanten sowohl des Fingers als auch der Nut parallel verlaufen. Bei einer solchen Zuordnung ist ein Verschieben der beiden Lineale zueinander nur dann möglich, wenn ein Spiel zwischen dem Finger und der Nut vorhanden ist. Im Falle des Klemmens muß der Finger an einer Seitenkante der Nut angelegt werden, wobei zwangsläufig an den gegenüberliegenden Seiten ein größeres Spiel auftreten wird. Auch in diesem Fall liegt also keine Trennung der Funktionen "Führen und Trennen" vor. Es ist demnach nicht zu vermeiden, daß bei langzeitig einwirkendem Klemmen eine Verformung der Teile eintreten kann, insbesondere dann, wenn diese aus Kunststoff bestehen.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, Führungs- und Klemmelemente für Zeichenplatten zu schaffen, die auch bei häufigerem Gebrauch nur einer minimalen Abnutzung unterliegen, die keinen Einfluß auf die Lagegenauigkeit des benutzten Zeichenlineals hat.

Diese Aufgabe wird durch eine Ausgestaltung der Führungs- und Klemmelemente gemäß den Merkmalen nach Anspruch 1 gelöst.

Durch die Ausgestaltung der Zeichenplatte mit parallelen, getrennten Führungs- und Klemmnuten und daran angepaßten Linealen und ähnlichen Zeichengeräten, wie z. B. Schablonen, können die jeweiligen Führungs- und Klemmelemente zweckgerecht optimal gestaltet werden. Die Ausbildung der Führungsnut mit schräg geneigten Seitenwänden, an welchen Gleitbolzen geführt sind, bieten die Voraussetzung einer spielfreien Lagerung. Ein halbkugelförmiger Führungskopf am Gleitbolzen bietet eine annähernd punktförmige exakt bestimmte Auflagefläche mit guten Gleiteigenschaften.

Eine weitere Verbesserung der Gleiteigenschaften läßt sich durch eine Ausgestaltung nach den Merkmalen des Anspruches erreichen. In einem senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Flächenabschnitt ist der Führungskopf mit geringem Spiel geführt, wodurch am Lineal beim Verschieben und leichtem Verkanten eine Auflage an zwei Punkten erreicht wird. Die Haftreibung wird somit wesentlich reduziert und beim Verschieben sind konstante Reibungsverhältnisse gewährleistet. Im Stillstand wird ein exaktes Ausrichten des Lineals durch leichtes Aufdrücken oder durch Betätigung der Klemmvorrichtung automatisch schon allein durch die Bedienungskräfte erreicht.

Vorteilhaft ist eine weitere Ausbildung der Klemmnut mit parallelen Seitenwänden, die den Klemmelementen große Auflageflächen bieten und somit eine sichere Klemmung gewährleisten, ohne daß bleibende Deformationen entstehen können. Die erfindungsgemäße Ausbilung der Zeichenplatte und des Lineals bieten auch die Möglichkeit, eine optimale Materialpaarung zu wählen, da die Führungselemente nur funktionsgerecht eingesetzt werden und nicht zusätzlich die damit nicht zu vereinbarende Klemmung bewirken müssen.

Weitere Vorteile gehen aus der folgenden Beschreibung der Zeichnungen hervor, in denen Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind.

Es zeigen:

Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Plattenkörper mit aufliegendem Zeichenlineal,

Fig. 2 eine Teilansicht auf den Plattenkörper mit den Führungselementen und dem aufgesetzten Zeichenlineal, und

Fig. 3 einen Teilschnitt eines weiteren Ausführungsbeispieles der Führungsnut mit eingesetztem Gleitbolzen.

Alle funktionswesentlichen Teile sind aus dem Längsschnitt nach der Fig. 1 zu ersehen. Der Plattenkörper 1 weist parallel zu im rechten Winkel angeordneten Seitenkanten 2 in der Zeichenebene 3 vertieft eine Klemmnut 4 mit senkrechten Seitenwänden 5 auf und parallel dazu eine weitere Führungsnut 6, deren Seitenwände 7 schräg geneigt sind und die im wesentlichen einen v-förmigen Querschnitt aufweist. In die Führungsnut 6 sind Gleitbolzen 8 eingesetzt, die vorzugsweise mit je einem Führungskopf 9 ausgestattet sind, der an den schrägen Seitenwänden 7 anlegbar ist. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung gemäß Fig. 3 ist die Führungsnut 6 mit senkrechten Flächenabschnitten 10 versehen, die sich an die schrägen Seitenwände 7 anschließen. In der Gleitführungslage liegt der Führungskopf 9 an diesen senkrechten Flächenabschnitten 10 an, wobei eine Zweipunktauflage an gegenüberliegenden Anlagestellen erreicht wird, da der Benutzer beim Verschieben des Zeichenlineals 11 eine leichte Verkantung bewirkt. Der Führungskopf 9 ist im Falle des Ausführungsbeispieles nach der Fig. 3 über die Form einer Halbkugel hinaus gerundet.

Dies gestattet auch eine Führung des Lineals 11 bei extremer Schräglage, wenn beispielsweise auf dem Plattenkörper 1 eine Vielzahl von Aufzeichnungsträgern liegt. Es wird somit vermieden, daß die Begrenzungskante der Halbkugel an dem senkrechten Flächenabschnitt 10 ungewollt starke Abnutzungen bewirkt. Außerdem ist bei einer Verschiebung des Führungskopfes 9 zwischen den senkrechten Flächenabschnitten 10 der Führungsnut 6 eine sichere Führung gewährleistet, ohne daß das Zeichenlineal 11 aus der Führungsnut 6 gleiten kann. Die Gleitbolzen 8 sind gemäß der Figuren 1 und 2 in dem Zeichenlineal 11 befestigt; diese Art der Führung läßt sich auch auf Schablonen oder ähnliche Zeichengeräte übertragen. In bekannter Weise hat das in der Fig. 2 dargestellte Zeichenlineal 11 Maßskalen 12 und weist an einem schmalen stirnseitigen Ende eine federnde Zunge 13 auf, die einen Klemmsteg 14 trägt. Ein Federn der Zunge 13 wird durch die Schlitze 15 ermöglicht.

Zum Feststellen des Lineals 11 wird ein Druck auf die federnde Zunge 13 ausgeübt, die sich mit ihrem Klemmsteg 14 in der Klemmnut 4 verkeilt. Zum Lösen der Klemmung ist lediglich die federnde Zunge 13 an ihrem freien Ende nach oben zu bewegen.


Anspruch[de]
  1. 1. Schreib- und Zeichenplatte mit einem parallel zu einer Seitenkante (2) des Plattenkörpers (1) verlaufenden Führungsnut (6), in welche Führungselemente eines auf dem Plattenkörper (1) verschiebbaren Zeichenlineales (11) eingreifen, das eine Handhabe (13) aufweist, mit der ein am Zeichenlineal (11) angeordneter Klemmsteg (14) betätigt ist, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß in dem Plattenkörper (1) parallel zu der Führungsnut (6) verlaufend eine Klemmnut (4) mit zueinander parallelen Seitenwänden (5) angeordnet ist,
    2. - daß die Führungselemente des Zeichenlineales (11) zwei mit Abstand einander gegenüberliegende, an den gegenüberliegenden Längsseiten des Zeichenlineales angeordnete Gleitbolzen (8) sind, die in die Führungsnut (6) spielfrei eingreifen,
    3. - daß der Klemmsteg (14) durch Betätigung der Handhabe (13) in die Klemmnut (4) einführbar und dadurch an ihre gegenüberliegenden Seitenwände (5) unter Herbeiführen einer Verspannung innerhalb der Klemmnut (4) anlegbar ist.
  2. 2. Schreib- und Zeichenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnut (6) sich gegenüberliegende, zum Nutgrund hin zueinander geneigte Seitenwände (7) aufweist, an welchen die Gleitbolzen (8) geführt sind.
  3. 3. Schreib- und Zeichenplatte nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitbolzen (8) einen im wesentlichen halbkugelförmigen Führungskopf (9) tragen.
  4. 4. Schreib- und Zeichenplatte nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (7) der Führungsnut (6) in einem von dem Nutgrund beabstandeten und an die Nutoberfläche grenzenden Bereich je einen senkrecht zur Zeichenebene (3) verlaufenden Flächenabschnitt (10) aufweisen mit einem Abstand der Flächenabschnitte (10) zueinander, der dem Durchmesser eines Führungskopfes (9) entspricht, der sich kugelförmig an den Hals des Gleitbolzens (8) anschließt.
  5. 5. Schreib- und Zeichenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmnut (4) im wesentlichen u-förmig ausgebildet ist.
  6. 6. Schreib- und Zeichenplatte nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Material des Gleitbolzens (8) eine höhere Festigkeit als das des Plattenkörpers (1) aufweist.






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