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Dokumentenidentifikation DE4201854C2 28.10.1993
Titel Lagerung für die Verstellspindel eines Zirkels
Anmelder Intertech Zeichengeräte GmbH, 91448 Emskirchen, DE
Erfinder Partes, Günther, 8535 Emskirchen, DE
Vertreter Kessel, E., Dipl.-Ing.; Böhme, V., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 90402 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 24.01.1992
DE-Aktenzeichen 4201854
Offenlegungstag 29.07.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.10.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.10.1993
IPC-Hauptklasse B43L 9/22

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lagerung für die Verstellspindel eines Zirkels, die aus jeweils einem an jedem Zirkelschenkel im Bereich eines Durchgangs gehaltenen, von der Gewindebohrung für die Verstellspindel durchdrungenen Lagerkörper besteht, der in der Schwenkebene der Zirkelschenkel über dieselben seitlich nach außen vorsteht.

Eine solche Lagerung ist aus der DE-OS 32 07 991 bekannt. Dabei wird der Lagerkörper von einem gabelartigen Bauteil gebildet, dessen Gabelschenkel auf ihrer Außenseite je ein Rastelement aufweisen, während die Gabelbasis mit der Gewindebohrung versehen ist. Die Gabelschenkel werden - elastisch zusammengedrückt - in einen Durchgang des Zirkelschenkels eingeführt, in dem die Rastelemente von der elastischen Rückstellkraft in Rastausnehmungen bewegt werden und den Lagerkörper am Zirkelschenkel fixieren. Der wesentliche Nachteil dieser bekannten Lagerung besteht darin, daß der Lagerkörper seitlich weit über den Zirkelschenkel vorsteht, was eine extrem große Baulänge der Verstellspindel zur Folge hat; das weite seitliche Vorstehen des Lagerkörpers beruht darauf, daß die Gabelschenkel, um sich beim Einführen des Lagerkörpers in den Durchgang des Zirkelschenkels weit genug elastisch zusammendrücken zu lassen, verhältnismäßig lang sein müssen, so daß die gesamte Gabelbasis mit der Gewindebohrung außerhalb des Zirkelschenkels zu liegen kommt. Darüber hinaus ist hier auch wegen der konstruktionsbedingten Einteiligkeit des Lagerkörpers ein Spiel zwischen Gewindebohrung des Lagerkörpers und Verstellspindel unvermeidbar.

Dieser zuletzt genannte Nachteil läßt sich durch Verwendung von Lagerkörpern mindern bzw. gänzlich vermeiden, die wie im Fall der aus der DE-PS 36 06 572 bekannten Lagerung in den Längsmittelebene der Gewindebohrung geteilt sind. Solche zweiteiligen Lagerkörper erfordern jedoch einen zusätzlichen konstruktiven und montagetechnischen Aufwand, da die beiden Teilkörper gegen ein Herausfallen aus dem Zirkelschenkel gesichert werden müssen; das geschieht durch auf die Schenkelaußenseiten aufgebrachte Spannmittel, welche die nach außen weisende Fläche der Teilkörper drückend beaufschlagen und deren nach innen gerichtete, mit dem Gewinde versehene Fläche gegen die Verstellspindel anpressen. Außerdem haftet dieser bekannten Lagerung der Nachteil an, daß die Verstellspindel nur über einen sehr kurzen Bereich geführt ist, da die Länge jedes Teilkörpers mit Rücksicht auf die Breite des Zirkelschenkels klein sein muß, was eine sehr kurze Gewindebohrung zur Folge hat.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschriebene bekannte Lagerung so weiterzubilden, daß diese außer einer leichten Montierbarkeit auch die Vorteile einer spielfreien Lagerung der Verstellspindel und - trotz eines sich lang erstreckenden Führungsbereichs - einer kurzen Baulänge der Verstellspindel besitzt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Lagerkörper aus zwei Teilkörpern zusammengesetzt ist und daß jeder Teilkörper in Form eines Bügels ausgebildet ist, dessen Bügelschenkel in der Einbaulage des Teilkörpers parallel zur Schwenkebene liegen und jeweils eine der beiden parallel zur Schwenkebene orientierten Begrenzungswandungen des Durchgangs jedes Zirkelschenkels zwischen sich aufnehmen, wobei der jeweils innerhalb des Durchgangs angeordnete Bügelschenkel der beiden Teilkörper eine Basisplatte bildet, die an ihrer dem anderen Teilkörper zugewandten Innenseite eine sich über ihre gesamte Länge erstreckende, mindestens über einen Teil der Länge mit Gewinde versehene Rille aufweist, und wobei der jeweils außerhalb des Durchgangs angeordnete Bügelschenkel der beiden Teilkörper einen federnden Ansatz bildet, der eine in etwa rechtwinklig zur Längsachse der Rillen an seiner der Basisplatte zugewandten Seite vorspringende Nase trägt, die in ein in der Begrenzungswandung befindliches Loch einrastbar ist.

Bei dieser Ausgestaltung schafft die Zweiteiligkeit des Lagerkörpers die Voraussetzung für eine spielfreie Lagerung der Verstellspindel. Der federnde Ansatz mit der nach innen vorspringenden Nase ermöglicht eine besonders einfache Montage, indem die beiden außenliegenden Ansätze unter elastischer Spreizung über die beiden einander gegenüberliegenden Außenseiten des Zirkelschenkels geschoben werden, bis die Nasen in dafür im Zirkelschenkel vorgesehene Löcher einrasten. Bei dieser Montage gelangt ein erheblicher Teil der beiden Basisplatten mit Gewindebohrung in den Durchgang des Zirkelschenkels, so daß der seitliche Überstand des Lagerkörpers trotz eines sich lang erstreckenden Führungsbereichs kleiner als bei der bekannten Lagerung ist, bei welcher der gesamte Führungsbereich außerhalb des Zirkelschenkels liegt; die Baulänge der Verstellspindel kann daher kurz gehalten werden.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Teilkörper des Lagerkörpers identisch ausgebildet und bestehen aus einem Kunststoff mit federelastischen Eigenschaften. Die Teilkörper lassen sich im Spritzgießverfahren herstellen, was einfach und kostengünstig ist; außerdem gestaltet sich die Lagerhaltung denkbar einfach.

Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung stehen aus der Innenseite der Basisplatte des einen Teilkörpers Stifte vor, die mit Einstecköffnungen auf der Innenseite der Basisplatte des gegenüberliegenden Teilkörpers korrespondieren. Das bringt montagetechnische Vorteile mit sich; außerdem ermöglicht es den Ausgleich eines etwa vorhandenen Spiels.

Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn der federnde Ansatz sich über die gesamte Länge des Teilkörpers erstreckt, wobei eine stegartige Verbindung mit der Basisplatte an einem Ende und die Nase am anderen Ende angeordnet sind. Auf diese Weise läßt sich das Spreizen der Ansätze bei der Montage des Lagerkörpers problemlos bewerkstelligen, ohne daß die Gefahr eines Abbrechens der Ansätze besteht.

In Fortsetzung des Gedankens, mit nur einem einzigen Teilkörper auszukommen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, die Rillen ein links-rechts überschnittenes Gewinde aufweisen zu lassen. Beim Zusammenbau des Lagerkörpers braucht also nicht darauf geachtet zu werden, ob zwei zueinander passende Teilkörper verwendet werden; die Teilkörper passen immer zueinander.

Um mit einer möglichst geringen Baulänge der Verstellspindel auszukommen, empfiehlt es sich, den mit dem Gewinde versehenen Bereich der Rillen an deren den Nasen zugeordnetem Ende anzuordnen. Diese Ausgestaltung gewinnt allerdings nur dann Bedeutung, wenn die Rillen nicht über ihre ganze Länge, sondern lediglich teilweise mit Gewinde versehen sind.

In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.

Es zeigen

Fig. 1 den Lagerkörper mit Verstellspindel in auseinandergezogener Stellung,

Fig. 2 den Lagerkörper mit Verstellspindel in zusammengebauter Stellung,

Fig. 3 einen Längsschnitt durch einen mit dem Lagerkörper bestückten Zirkelschenkel und

Fig. 4 einen mit den Lagerkörpern ausgerüsteten vollständigen Zirkel.

In den Fig. 1 und 2 ist ein Lagerkörper 1 dargestellt, der aus zwei identischen Teilkörpern 1a und 1b besteht, die zwischen sich eine Verstellspindel 2 eines Zirkels 3 erfassen. Jeder Teilkörper 1a und 1b weist eine Basisplatte 4 auf, die über eine stegartige Verbindung 5 mit einem Ansatz 6 versehen ist, der sich im Abstand von und parallel zu der Basisplatte 4 über deren gesamte Länge erstreckt. Auf den einander zugewandten Innenseiten 7a der Basisplatten 4 ist je eine entlang ihrer Längsmittelebene verlaufende Rille 8a bzw. 8b vorgesehen, die sich ebenfalls über die gesamte Länge der Basisplatte 4 erstreckt und mindestens über einen Teil ihrer Länge mit einem links-rechts überschnittenen Gewinde versehen ist, wobei die sich gegenüberliegenden Rillen 8a, 8b zusammen eine Bohrung 8 bilden. Falls nur ein Bereich der Bohrung 8 mit Gewinde versehen ist, befindet dieser sich in der Darstellung der Fig. 1 und 2 unten bzw. in der Darstellung der Fig. 4 innen.

Die Rillen 8a und 8b bilden auf der Innenseite 7a ihres Teilkörpers 1a und 1b die Symmetrieachse für Stifte 9 und Einstecköffnungen 10. Die Anordnung dieser Stifte 9 und Einstecköffnungen 10 auf bzw. in der Basisplatte 4 ist so gewählt, daß auf der einen Seite der Rille 8a bzw. 8b ein Stift 9 und eine Einstecköffnung 10 sowie auf der anderen Seite der Rille 8a bzw. 8b - spiegelsymmetrisch dazu - eine Einstecköffnung 10 und ein Stift 9 vorgesehen sind. Auf diese Weise besitzt der Lagerkörper 1 eine Viereck-Steckverbindung, bei welcher der Durchmesser der vier Stifte 9 so bemessen ist, daß sie mit Preßsitz in den Einstecköffnungen 10 gehalten sind; dadurch ist nach dem Herstellen der Steckverbindung bei eingelegter Verstellspindel 2 jegliches Spiel auf Dauer ausgeschaltet.

Am freien Ende des Ansatzes 6 ist auf dessen Innenseite eine Nase 11 vorgesehen, deren Längsachse zu der Längsachse der Rillen 8a bzw. 8b rechtwinklig verläuft; zwischen dem freien Ende der Nase 11 und der Außenseite 7b der Basisplatte 4 ist ein Abstand belassen. Die Nasen 11 sind im montierten Zustand des Lagerkörpers 1 (s. Fig. 3 und 4) in im Zirkelschenkel 12 angebrachten Löchern 13 eingerastet; der Lagerkörper Fig. 1 ist um die Längsachse dieser Nasen 11 schwenkbeweglich (s. den Pfeil x in Fig. 4). In den beiden Zirkelschenkeln 12 ist je ein Durchgang 14 zur Aufnahme der Basisplatten 4 des Lagerkörpers 1 und als Durchtrittsöffnung für die Verstellspindel 2 vorgesehen.

Die Montage des Zirkels 3 geht im wesentlichen so vor sich, daß zunächst die beiden Zirkelschenkel 12 jeweils auf eine Seite der Verstellspindel 2 aufgeschoben, dann auf deren beide nach außen überstehende Bereiche je ein Lagerkörper 1 durch Zusammenpressen der beiden Teilkörper 1a und 1b fixiert und schließlich je ein Lagerkörper 1 auf einen Zirkelschenkel 12 aufgeklipst wird, indem die Ansätze 6 über die Wandbereiche des Durchgangs 14 geschoben werden, wobei die Ansätze 6 gespreizt werden, bis ihre Nasen 11 sich über den Löchern 13 befinden und in diese einrasten. Während dieses Vorgangs sind die Basisplatten 4 in den Durchgang 14 gelangt. Abschließend werden die Zirkelschenkel 12 im Zirkelkopf 15 miteinander verbunden.

Bezugszeichenliste

1 Lagerkörper

1a), 1b) Teilkörper

2 Verstellspindel

3 Zirkel

4 Basisplatte

5 stegartige Verbindung

6 Ansatz

7a Innenseite

7b Außenseite

8 Bohrung

8a), 8b) Rille

9 Stifte

10 Einstecköffnungen

11 Hase

12 Zirkelschenkel

13 Löcher

14 Durchgang

15 Zirkelkopf

x Pfeil


Anspruch[de]
  1. 1. Lagerung für die Verstellspindel eines Zirkels, die aus jeweils einem an jedem Zirkelschenkel im Bereich eines Durchgangs gehaltenen, von der Gewindebohrung für die Verstellspindel durchdrungenen Lagerkörper besteht, der in der Schwenkebene der Zirkelschenkel über dieselben seitlich nach außen vorsteht, dadurch gekennzeichnet,

    daß der Lagerkörper (1) aus zwei Teilkörpern (1a, 1b) zusammenfügbar ist,

    daß jeder Teilkörper (1a, 1b) in Form eines Bügels ausgebildet ist, dessen Bügelschenkel in der Einbaulage des Teilkörpers (1a, 1b) parallel zur Schwenkebene liegen und jeweils eine der beiden parallel zur Schwenkebene orientierten Begrenzungswandungen des Durchgangs (14) jedes Zirkelschenkels (12) zwischen sich aufnehmen, wobei der jeweils innerhalb des Durchgangs (14) angeordnete Bügelschenkel der beiden Teilkörper (1a, 1b) eine Basisplatte (4) bildet, die an ihrer dem anderen Teilkörper (1a, 1b) zugewandten Innenseite (7a) eine sich über ihre gesamte Länge erstreckende, mindestens über einen Teil der Länge mit Gewinde versehenen Rille (8a, 8b) aufweist, und wobei der jeweils außerhalb des Durchgangs (14) angeordnete Bügelschenkel der beiden Teilkörper (1a, 1b) einen federnden Ansatz (6) bildet, der eine in etwa rechtwinklig zur Längsachse der Rillen (8a, 8b) an seiner der Basisplatte (4) zugewandten Seite vorspringende Nase (11) trägt, die in ein in der Begrenzungswandung befindliches Loch einrastbar ist.
  2. 2. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilkörper (1a, 1b) des Lagerkörpers (1) identisch ausgebildet sind und aus einem Kunststoff mit federelastischen Eigenschaften bestehen.
  3. 3. Lagerung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Innenseite (7a) der Basisplatte (4) des einen Teilkörpers (1a, 1b) Stifte (9) vorstehen, die mit Einstecköffnungen (10) auf der Innenseite (7a) der Basisplatte des gegenüberliegenden Teilkörpers (1a, 1b) korrespondieren.
  4. 4. Lagerung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der federnde Ansatz (6) sich über die gesamte Länge des Teilkörpers (1a, 1b) erstreckt, wobei eine stegartige Verbindung (5) mit der Basisplatte (4) an einem Ende und die Nase (11) am anderen Ende angeordnet sind.
  5. 5. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rillen (8a, 8b) eine links-rechts überschnittenes Gewinde aufweisen.
  6. 6. Lagerung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Gewinde versehene Bereich der Rillen (8a, 8b) an deren den Nasen (11) zugeordneten Ende angeordnet ist.






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