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Dokumentenidentifikation DE4214682A1 04.11.1993
Titel Naßzelle für Wandtafeln zum Aufbewahren von Wandtafelschreib- und Reinigungsgeräten
Anmelder Ehrlich Plastic GmbH, 6208 Bad Schwalbach, DE
Erfinder Klimas, Michael, 6208 Bad Schwalbach, DE
Vertreter Fuchs, J., Dipl.-Ing. Dr.-Ing. B.Com.; Luderschmidt, W., Dipl.-Chem. Dr.phil.nat., 65189 Wiesbaden; Seids, H., Dipl.-Phys., 6200 Wiesbaden; Mehler, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Weiß, C., Dipl.-Ing.Univ., Pat.-Anwälte, 65189 Wiesbaden
DE-Anmeldedatum 02.05.1992
DE-Aktenzeichen 4214682
Offenlegungstag 04.11.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.11.1993
IPC-Hauptklasse B43L 21/00
IPC-Nebenklasse B43L 25/04   B65D 6/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Naßzelle (1) für Schulwandtafeln zum Aufbewahren von Schreib- und Reinigungsgeräten, mit zwei Kastenteilen (2, 3), die durch ein Gelenk (7) miteinander klappbar verbunden sind. Das wegklappbare Kastenteil (3) weist eine Schalenform (8) zur Aufnahme der Schreib- und Reinigungsgeräte auf. Dabei ist in der Schalenform (8) ein Schmutzwassersammelbereich (14) ausgebildet, so daß das sich ansammelnde Schmutzwasser weder im geschlossenen noch im geöffneten Zustand des Kastens (1) ausfließen kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Naßzelle für Schulwandtafeln zum Aufbewahren von Schreib- und Reinigungsgeräten, mit zwei Kastenteilen, die durch ein Gelenk miteinander klappbar verbunden sind.

Üblicherweise werden Schreib- und Reinigungsgeräte für Schulwandtafeln, wie Kreide, Kreidestifte, Schwämme, Reinigungstücher usw. getrennt voneinander aufbewahrt.

An einigen Typen von Schulwandtafeln ist ein offener Kasten zur Aufnahme dieser Geräte vorgesehen. Oder es ist ein Ablagebrett, meistens an der Unterkante der Schulwandtafel vorgesehen, um diese Geräte darauf ablegen zu können. Die Reinigungsgeräte, die in der Regel Schmutzwasser enthalten, werden auch im feuchten oder nassen Zustand auf dieses Ablagebrett oder in den Ablagekasten gelegt, so daß das ablaufende Schmutzwasser mit den Schreibgeräten in Berührung kommt. Dadurch kommt es zur Verschmutzung sowohl der Schreib- und Reinigungsgeräte als auch der Ablageelemente.

Diese Ablageelemente besitzen keine Ablaufmöglichkeit für das Schmutzwasser, so daß diese im Laufe der Zeit völlig durchnäßt sind und verschmutzen. In der Regel werden diese Ablageelemente nur selten gereinigt und das sich ansammelnde Schmutzwasser beseitigt. Darüber hinaus ist es nicht möglich, die Ablageelemente einfach zu entnehmen, um eine Reinigung durchzuführen, da diese Ablageelemente starr mit der Schulwandtafel verbunden sind.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Naßzelle für Schulwandtafeln zum Aufbewahren von Schreib- und Reinigungsgeräten zu schaffen, in dem neben den Schreibgeräten zusätzlich in Verbindung mit Wasser einsetzbare Reinigungsgeräte, wie Schwämme, Tücher usw. auch im nassen Zustand aufbewahrt werden können, wobei sich ansammelndes Schmutzwasser weder im geschlossenen noch im geöffneten Zustand des Kastens ausfließen kann.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß im wegklappbaren Kastenteil wenigstens eine Schalenform zur Aufnahme der Schreib- und Reinigungsgeräte vorgesehen ist, wobei die Schalenform einen Schmutzwassersammelbereich aufweist, der das Schmutzwasser im offenen und geschlossenen Zustand des Kastens behält.

Eines der Kastenteile, nämlich das dem wegklappbaren Kastenteil gegenüberliegende Kastenteil, ist mit Befestigungsmitteln versehen, mit dem der Kasten an einer Basiswand befestigt werden kann. Diese Befestigungsmittel befinden sich vorzugsweise an der Rückwand des dem wegklappbaren Kastenteil gegenüberliegenden Kastenteils oder an dessen Oberwand. Dabei liegt die Ausbildung der Befestigungsmittel und die Art der Befestigung im Ermessen des Durchschnittsfachmannes.

In bevorzugter Ausführung des erfindungsgemäßen Kastens ist das Gelenk an der Unterkante des an der Basiswand zu befestigenden Kastenteils angebracht. Dennoch ist auch eine seitliche Anbringung des Gelenks am zu befestigenden Kastenteil möglich.

In weiterer Ausbildung der Erfindung weist die Schalenform einen Boden, jeweils eine sich daran anschließende Seitenwand und jeweils die Seitenwände mit dem Boden verbindende, sich gegenüberliegende Stirnseitenwände auf, wobei die eine in der Nähe des Gelenks befindliche Stirnseitenwand einen erweiterten Abschnitt aufweist, der zum Inneren der Schalenform geneigt ist und mit den Seitenwänden verbunden ist, um eine muldenartige Gestalt zu bilden. Dabei reicht der sich erweiternde Abschnitt der einen Stirnseitenwand bis in das Innere des anderen Kastenteils im geschlossenen Zustand des Kastens hinein, wobei die Vorderkante der Stirnseitenwand bis an die Rückwand dieses Kastenteils reichen kann. Die Vorderkante dient dabei als Ausgießtülle für das angesammelte Schmutzwasser in der Schalenform, wenn diese aus dem Kastenteil herausgenommen wird.

Obwohl das wegklappbare Kastenteil selbst die Schalenform bilden kann, indem dieses Kastenteil, wie zuvor beschrieben, ausgebildet ist, kann auch eine in das wegklappbare Kastenteil einsetzbare separate Schale vorgesehen sein, die in gleicher Weise ausgebildet ist.

In weiterer erfindungsgemäßer Ausbildung ist in der Schalenform zumindest ein quer oder parallel zu den Seitenwänden angeordnetes Unterteilungselement vorgesehen, um mehrere Aufnahmefächer im Kasten zu bilden. Dieses Unterteilungselement kann in seinem unteren Bereich zumindest mit einer Öffnung versehen sein, um ein Abfließen des Schmutzwassers am Boden der Schalenform zu gewährleisten.

Darüber hinaus ist das wegklappbare Kastenteil mit dem anderen Kastenteil an der dem Gelenk gegenüberliegenden Seite mit einem Halteelement verbunden, welches das wegklappbare Kastenteil im geöffneten Zustand des Kastens in im wesentlichen horizontaler Ebene arretiert. Damit wird ein vollständiges Herunterklappen des wegklappbaren Kastenteils verhindert und die horizontale Lage der Schalenform im geöffneten Zustand des Kastens ermöglicht. Als Halteelemente eignen sich beispielsweise Schnüre oder Klappgelenke.

Bei Gebrauch des Kastens wird das nicht an der Basiswand befestigte Kastenteil in seine horizontale Ebene heruntergeklappt, die durch die Ausbildung und Länge des Halteelementes bestimmt wird. In der Schalenform sind Schreib- bzw. Reinigungsgeräte einsortiert, wobei sich in diesem geöffneten Zustand des Kastens das von den Reinigungsgeräten ablaufende Schmutzwasser der Reinigungsgeräte auf dem Boden der Schalenform ansammelt. Bei Zurückklappen des Kastenteils in den geschlossenen Zustand des Kastens fließt das angesammelte Schmutzwasser von der Bodenwand der Schalenform über die Verbindungskante zur Stirnseitenwand mit dem erweiterten Abschnitt, so daß sich das Schmutzwasser in der Muldenform, die durch den erweiterten Abschnitt in Verbindung mit den daran angeordneten Seitenwänden der Schalenform gebildet wird, sammelt. Es sollte darauf geachtet werden, daß sich nur soviel Schmutzwasser in der Schalenform ansammelt, daß der Wasserspiegel im geschlossenen Zustand des Kastens die ins Innere des Kastens gerichtete Kante des sich erweiternden Abschnittes der Stirnseitenwand nicht übersteigt. Sollte dieser Punkt allmählich erreicht werden, kann die Schalenform aus dem wegklappbaren Kastenteil herausgenommen und das Schmutzwasser weggekippt werden. Dennoch gewährleistet die Muldenform des erweiterten Abschnittes der Schalenform eine Ansammlung von Schmutzwasser, ohne daß dieses im geöffneten oder im geschlossenen Zustand des Kastens ausfließen kann.

An einem Ausführungsbeispiel soll die vorliegende Erfindung näher erläutert werden. Dazu zeigen die zugehörigen Zeichnungen in

Fig. 1 eine Seitenansicht im Schnitt des erfindungsgemaßen Kastens im geöffneten Zustand;

Fig. 2 eine Schnittdarstellung des Kastens in geschlossenem Zustand; und

Fig. 3 eine Vorderansicht des Kastens mit zwei Schalenformen im geöffneten Zustand.

In der am Ausführungsbeispiel gezeigten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Schalenform durch in das wegklappbare Kastenteil einsetzbare Schalen gebildet.

Der Kasten 1 besteht in seinen Hauptteilen aus einem ersten Kastenteil 2 und einem zweiten Kastenteil 3. Diese Kastenteile bestehen vorzugsweise aus Hohlkammerprofilen, beispielsweise aus Aluminium und Tafelelementen aus Kunststoff oder Holz oder Blech. Im Hohlkammerprofil werden in vorgesehenen Sicken Dichtungsprofile 4 eingelegt. Diese dienen vorzugsweise der Geräuschdämpfung beim Schließen und verhindern das Klappern der Tafelelemente.

Das eine Kastenteil 2 weist Befestigungspunkte für Befestigungsmittel 5 auf, die das Kastenteil 2 mit seiner Rückwand an einer Basiswand 6 befestigen.

An der Unterkante des Kastenteils 2 ist ein Gelenk 7 angeordnet, das mit dem Kastenteil 3 an dessen Unterkante befestigt ist. Dieses Gelenk 7 ist als Scharniergelenk ausgebildet und ermöglicht das Wegklappen des Kastenteils 3. Die Klapprichtung ist durch den Doppelpfeil in Fig. 1 dargestellt.

Ein weiterer Hauptbestandteil des Kastens 1 wird durch die Schalenform 8 gebildet, die als separates Teil in das Innere des Kastenteils 3 einsetzbar ist.

Die Schalenform 8 weist einen Boden 9, jeweils eine sich daran anschließende Seitenwand 10 und jeweils die Seitenwände 10 mit dem Boden 9 verbindende, sich gegenüberliegende Stirnseitenwände 11 und 12 auf. Die sich in der Nähe des Gelenks 7 befindende Stirnseitenwand 12 ist mit einem erweiterten Abschnitt 13 versehen, der zum Inneren der Schalenform 8 geneigt und mit den Seitenwänden 10 verbunden ist, um eine muldenartige Gestalt zu bilden. Diese muldenartige Gestalt bildet den Schmutzwassersammelbereich 14, wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist. Das Flüssigkeitsniveau des Schmutzwassersammelbereiches 14 wird durch die Kante 15 des erweiterten Abschnittes 13 begrenzt. Die der den erweiterten Abschnitt 13 aufweisenden Stirnseitenwand 12 gegenüberliegende Stirnseitenwand 11 setzt sich fort zu einem Griffteil 16, das zum Herausnehmen der Schalenform aus dem Kastenteil 3 dient.

In der Schalenform 8 sind zwei quer zur Seitenwand 10 verlaufende Unterteilungselemente 17 vorgesehen, die schräg zum Boden 9 der Schalenform 8 eingesetzt sind, um im geschlossenen Zustand des Kastens 1 ein Herausfallen der Schreib- und Reinigungsgeräte zu verhindern. Diese Unterteilungselemente 17 gewährleisten ein getrenntes Aufbewahren der Schreib- und Reinigungsgeräte.

An dem dem Gelenk 7 gegenüberliegenden Ende der Kastenteile 2 und 3 sind Befestigungspunkte 18 vorgesehen, an denen ein Halteelement 19 angebracht ist. Dieses Halteelement 19, das beispielsweise eine Schnur oder ein Klappgelenk ist, weist eine solche Länge auf, daß das Kastenteil 3 im geöffneten Zustand des Kastens 1 in horizontaler Ebene arretiert wird.

Fig. 3 zeigt den Kasten 1 im geöffneten Zustand, wobei dieser zwei Schalenformen 8 nebeneinander aufweist. Diese Schalen 8 können unterschiedliche Reinigungsgeräte einerseits bzw. Schreibgeräte andererseits aufnehmen. Zusätzlich ist der Kasten 1 verschließbar ausgebildet.

Im geöffneten Zustand des Kastens 1 sammelt sich das Schmutzwasser auf dem Boden 9 der Schalenform 8 im Kastenteil 3.

In jedem Fall sammelt sich das Schmutzwasser der abgelegten Reinigungsgeräte im nahegelegenen Bereich der Stirnseitenwand 12 am Boden 9 der Schalenform 8 ab, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Wird das Kastenteil 3 nach oben geklappt, so daß der Kasten 1 in seinen geschlossenen Zustand übergeht, fällt das Halteelement 19 in das Innere des Kastens 1 zurück. Gleichzeitig fließt das angesammelte Schmutzwasser in den Schmutzwassersammelbereich 14 der durch den erweiterten Abschnitt 13 gebildeten muldenartigen Gestalt der Schalenform 8, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Durch die Schalenform 8 und die muldenartige Gestalt des Schmutzwassersammelbereiches 14 wird ein Ausfließen des Schmutzwassers sowohl im geschlossenen als auch im geöffneten Zustand des Kastens verhindert.


Anspruch[de]
  1. 1. Naßzelle für Schulwandtafeln zum Aufbewahren von Schreib- und Reinigungsgeräten, mit zwei Kastenteilen, die durch ein Gelenk miteinander klappbar verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß im wegklappbaren Kastenteil (3) wenigstens eine Schalenform (8) zur Aufnahme der Schreib- und Reinigungsgeräte vorgesehen ist, wobei die Schalenform (8) einen Schmutzwassersammelbereich (14) aufweist, der das Schmutzwasser im offenen und geschlossenen-Zustand des Kastens (1) behält.
  2. 2. Naßzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dem wegklappbaren Kastenteil (3) gegenüberliegende Kastenteil (2) mit Befestigungsmitteln (5) zum Befestigen an einer Basiswand (6) versehen ist.
  3. 3. Naßzelle nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenk (7) an der Unterkante des an der Basiswand (6) zu befestigenden Kastenteils (2) angebracht ist.
  4. 4. Naßzelle nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalenform (8) einen Boden (9), jeweils eine sich daran anschließende Seitenwand (10) und jeweils die Seitenwände (10) mit dem Boden (9) verbindende, sich gegenüberliegende Stirnseitenwände (11, 12) aufweist, wobei die eine in der Nähe des Gelenks (7) befindliche Stirnseitenwand (12) einen erweiterten Abschnitt (13) aufweist, der zum Inneren der Schalenform (8) geneigt und mit den Seitenwänden (10) verbunden ist, um eine muldenartige Gestalt zu bilden.
  5. 5. Naßzelle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der sich erweiternde Abschnitt (13) der einen Stirnseitenwand (12) bis in das Innere des anderen Kastenteils (2) hineinreicht.
  6. 6. Naßzelle nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalenform (8) eine in das wegklappbare Kastenteil (3) einsetzbare Schale ist.
  7. 7. Naßzelle nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Schalenform (8) zumindest ein quer oder parallel zu den Seitenwänden (10) angeordnetes einsetzbares Unterteilungselement (17) vorgesehen ist.
  8. 8. Naßzelle nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das wegklappbare Kastenteil (3) mit dem anderen Kastenteil (2) an der dem Gelenk (7) gegenüberliegenden Seite mit einem Haltelement (19) verbunden ist, das das wegklappbare Kastenteil (3) im geöffneten Zustand des Kastens (1) in im wesentlichen horizontaler Ebene arretiert.






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