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Dokumentenidentifikation DE68906527T2 04.11.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0379552
Titel LUFTVERTEILUNGSVERFAHREN UND VORRICHTUNG DAZU.
Anmelder Halton Oy, Kausala, FI
Erfinder VUORIMAA, Pekka, SF-47400 Kausala, FI;
VETOLA, Jari, SF-45100 Kouvola, FI
Vertreter Tiedtke, H., Dipl.-Ing.; Bühling, G., Dipl.-Chem.; Kinne, R., Dipl.-Ing.; Pellmann, H., Dipl.-Ing.; Grams, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 80336 München
DE-Aktenzeichen 68906527
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 22.06.1989
EP-Aktenzeichen 899077630
WO-Anmeldetag 22.06.1989
PCT-Aktenzeichen FI8900121
WO-Veröffentlichungsnummer 9000241
WO-Veröffentlichungsdatum 11.01.1990
EP-Offenlegungsdatum 01.08.1990
EP date of grant 12.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.11.1993
IPC-Hauptklasse F24F 7/00

Beschreibung[de]

In der Schwedischen Veröffentlichungsdruckschrift Nr. 348548 ist ein Luftverteilungsverfahren beschrieben, bei dem die Luft zur Ausbringung aus einer Eintrittslufteinrichtung vorgesehen ist, um, sich an Wandoberflächen anpassend nach oben gerichtet, und weiterhin sich an die Zimmerdeckenfläche anpassend, zum anderen Ende des Zimmerraums hin zu passieren. Bei dem in der SE-Veröffentlichungsdruckschrift beschriebenen Verfahren wurden Anstrengungen unternommen die Luft des Zimmerraumes aus der Eintrittslufteinrichtung von der Luftströmung veranlaßt zu zirkulieren. Es wurde jedoch in der Veröffentlichung keine Problemlösung vorgestellt bezüglich der Tatsache, wie die Zirkulation der Raumluft zu steuern ist, wenn die Strömungsgeschwindigkeit und/oder die Strömungsmengengeschwindigkeiten der zuströmenden Luftströmung variieren. In der Veröffentlichung ist daher keine Einrichtungsausgestaltung vorgestellt, mit der eine umfassende Zirkulation der Zimmerraumluft betreffend unterschiedliche Eintrittsluftströmungen in zufriedenstellender Weise implementiert werden könnte. In der Finnischen Patentanmeldung Nr. 841284 ist eine Eintrittslufteinrichtung beschrieben, die sich mittels der Schwerkraft schließt. In ähnlicher Weise ist in EP-A- 0174002 eine Eintrittslufteinrichtung beschrieben, die sich durch die Schwerkraft schließt und entsprechend der Strömung öffnet. In keinem der oben angeführten Patente ist eine umfassende Ausgestaltung für ein Ventilationssystem vorgestellt, das mittels der Eintrittsluftströmung des Zimmerraums einzustellen ist, wobei die Luft in den Zimmerraum von unten vertikal nach oben gerichtet gebracht wird.

Bei luftmengengesteuerten Installationen wird die Temperatur der Eintrittsluft annähernd konstant gehalten und die Luftmenge in Übereinstimmung mit Beladungsänderungen vergrößert oder verringert. Beim Blasen mit unterhitzter Eintrittsluft von unten entstehen Probleme aufgrund thermischer Kräfte. Bei einer hohen Luftmenge funktioniert die Eintrittslufteinrichtung gewöhnlich gut, aber wenn die Luftmenge verringert wird, kann sich die Einblasung aufgrund der geringen Anfangsgeschwindigkeit nicht nach oben gerichtet erheben, fällt nach unten und verursacht Zug. Andererseits bleibt der Einblasbereich im allgemeinen kurz, wodurch die Luftzirkulation und das Wohlbefinden gering sind. Der Einblasbereich und die Anfangsgeschwindigkeit stehen eindeutig in einer Wechselbeziehung. Damit der Einblasbereich annähernd konstant bleibt, ist es erforderlich, daß die Anfangsgeschwindigkeit innerhalb eines vorgegebenen Bereichs bleibt. Jedoch sollte bei einer kleinen Luftmenge die Anfangsgeschwindigkeit anwachsen, um die thermischen Gegenkräfte zu überwinden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, damit die oben beschriebenen Nachteile überwunden werden.

Die vorliegende Erfindung sieht ein Luftverteilungsverfahren vor, bei dem ein Luftstrom in den Luftraum eines Raumes aus einer Luftzuführung mit einer Luftklappeneinrichtung und einem durch Schwerkraft gesteuertem und verschließbarem Führungsglied gebracht wird, wobei der Luftstrom nach oben gerichtet und sich an eine Wandoberfläche anpassend gelenkt wird, das dadurch gekennzeichnet ist, daß der Luftstrom so zur Anpassung an die Wandoberfläche gelenkt wird, daß bei kleinen Luftmengen die Ausbringungsstrecke des Luftstroms weitgehend wenigstens genau so lang ist wie bei großen Luftmengen.

Auch sieht die Erfindung eine Luftzuführung vor zur Abgabe eines Luftstrom in den Luftraum eines Raumes derart, daß die Luft nach oben gerichtet und sich einer Wandoberfläche anpassend strömt, wobei die Luftzuführung eine Luftklappeneinrichtung und ein von der Schwerkraft verschließbares Führungsglied aufweist, das die Größe eines Luftströmungsdurchlasses zur Steuerung der Geschwindigkeit des Luftstroms steuert, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Luftzuführung den Luftstrom so zur Anpassung an die Wandoberfläche lenkt, daß bei kleinen Luftmengen die Ausbringungsstrecke des Luftstroms weitgehend wenigstens genauso lang ist wie bei großen Luftmengen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform gemäß der Erfindung wird die zuströmende Luft durch die Eintrittslufteinrichtung in den Zimmerraum durch Fokussieren der Lufteinblasung auf eine zum Schließen der Strömungsrohrleitung angeordnete und von der Schwerkraft gesteuerte Führungsplatte eingebracht. Der auf die Führungsplatte aufgrund des Luftstrahls wirkenden Kraft wird von einem Moment in der entgegengesetzten Richtung entgegenwirkt, das vom Gewicht der an einem Lagerpunkt angeordneten Führungsplatte hervorgerufen wird. Bei höheren volumetrischen Strömungsgeschwindigkeiten kann eine bestimmte Geschwindigkeit an der Oberfläche der Luftklappe gemessen werden, die über der gesamten Oberfläche annähernd konstant ist. Wenn der Luftstrom reduziert wird, neigt die Strömungsquerschnittsfläche dazu verringert zu werden, wobei bei einer kleineren Luftmenge eine kleinere Kraft auf die Führungsplatte fokussiert wird. Wenn die Führungsplatte geneigt ist, nimmt die Kraft auf die Führungsplatte zu und bei einem bestimmten Neigungswinkel stellt sich ein Gleichgewicht ein. Die Führungsplatte lenkt einen kleinen Volumenstrom mit hoher Geschwindigkeit in eine Verteilungskammer, von wo aus er durch eine Luftklappe in den Zimmerraum übertritt. Wenn die volumetrische Strömungsgeschwindigkeit klein ist, wird eine hohe Strömungsgeschwindigkeit und eine ausreichende Strömungslänge für die Strömungsergebnisse erzielt. Die hohe Geschwindigkeit wird zur Anpassung an die Wandoberfläche fokussiert. Demgemäß wird bei der Erfindung der Coanda-Effekt benutzt und die Luftströmung aus der Eintrittslufteinrichtung nahe bei der Wandoberfläche wird nach oben gerichtet geleitet.

Ein Hochgeschwindigkeitsluftstrom kann in vorteilhafter Weise über eine Wandoberfläche und/oder Speicherbatterien und/oder Fensterflächen fokussiert werden. Zudem wird in der vertikalen Strömung vom Coanda-Effekt der vertikalen Oberfläche Gebrauch gemacht. Mit dieser Strömung kann die 0berflächentemperatur des Fensters und/oder der Wand mittels der zuströmenden Luft verändert werden. Infolgedessen kann die kühle Luftströmung von den Anordnungen behindert werden und wirksam die von der Sonne verursachte Wärmebelastung verringern. Wenn die Luftströmung auf Thermosäulen fokussiert wird, wird zudem die Wärmestrahlung von diesen Säulen hinzugefügt. Bei dem Ventilationsverfahren gemäß der Erfindung kann Luft von außerhalb der Ruhezone befördert werden und die Luftkerneinblasung wird über die Ruhezone hinaus zirkuliert. Daher wird von der Lufteinblasung zur Ruhezone des Zimmerraums keine Zugluft verursacht. Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung kann für die Lufteinblasung eine längere als die normale Ausbringungsstrecke verfügbar sein, ohne einer sich in dem Raum aufhaltenden Person Schaden zuzufügen. Wie die Erfindung lehrt, kann auch ein gemeinsames Steuerungssystem für die Ventilation und die Heizung implementiert werden.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Beispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt in

Fig. 1A schematisch das Ventilationsverfahren gemäß der Erfindung in einer ersten Endstellung der Betätigungseinrichtung;

Fig. 1B das Verfahren gemäß der Erfindung, wenn die Einstellungseinrichtung zu einer zweiten Endstellung bewegt ist;

Fig. 2A und 2B schematisch die Wirkungsweise der Eintrittslufteinrichtung, wobei Fig. 2A der Stellung der Eintrittslufteinrichtung nach Fig. 1A entspricht, beziehungsweise Fig. 2B der Stellung der Betätigungseinrichtung nach Fig. 1B;

Fig. 3A einen Schnitt I-I nach Fig. 2A und Fig. 3B einen Schnitt II-II nach Fig. 2B;

Fig. 4A eine Ausführungsform gemäß der Erfindung bei welcher die Ablenkung des Hochgeschwindigkeitsluftstroms nicht mit Hilfe einer Luftklappe ausgeführt ist, sondern der Luftstrom direkt durch die Luftklappe in die Richtung der Wandoberfläche aus der Verteilungskammer abgelenkt wird;

Fig. 4B eine Ausführungsform der beim Verfahren gemäß der Erfindung benutzten Eintrittslufteinrichtung bei welcher die Strömung aus der Verteilungskammer mit Hilfe der Führungsflächen der Streifen der Luftklappeneinrichtung abgelenkt wird;

Fig. 5A eine Ausführungsform der Eintrittslufteinrichtung gemäß der Erfindung bei welcher das die Luftströmung regelnde Glied ein getrennt angeordnetes sowie entfernbares die Strömung führendes Bauteil aufweist;

Fig. 53 eine Ausführungsform der Eintrittslufteinrichtung gemäß der Erfindung bei welcher an der Führungsplatte ein Luftstromführungsteil angeordnet ist, das in Abhängigkeit von der Temperatur versetzbar ist;

Fig. 6 die Anordnung der Eintrittslufteinrichtung am Fensterbrett unterhalb des Fensters.

In Fig. 1A ist ein Querschnitt eines Zimmerraumes H dargestellt. Die Wandoberfläche ist mit dem Buchstaben S und der Fußboden mit L bezeichnet. Der eintretende Luftstrom wird aus einer Eintrittslufteinrichtung 10 eingebracht, deren Luftklappenabschnitt nahe dem Fußboden, in vorteilhafter Weise in Fußbodenhöhe angeordnet ist. Der eintretende Luftstrom wird von unten nach oben gerichtet und sich an die Wandoberfläche S anpassend eingebracht. Die Strömung wird in vorteilhafter Weise derart eingetragen, so daß sie die Innenflächen des Fensters I überstreicht. Die Strömung steigt sich der Wand S anpassend nach oben in die Nähe der Zimmerdecke K des Zimmerraumes und bewegt sich dort an die Zimmerdecke anpassend. Die Strömungsgeschwindigkeit muß ausreichend dafür sein, eine Zirkulation für die Ruhezone des Ziinmerraums H zur Verfügung zu stellen. In der Zeichnung ist die Zirkulation der Luft des Zimmerraumes H dargestellt, wobei diese von der zuströmenden Luft aus der Eintrittslufteinrichtung induziert wird. Die Luft wird beispielsweise durch eine Auslaßrohrleitung C in der Nähe der Zimmerdecke K des Zimmerraums H entfernt. Der Eintritt der Luft aus der Eintrittslufteinrichtung 10 befindet sich in dem durch L&sub1; angedeuteten Strömungsbereich.

Wie in Fig. 1A gekennzeichnet, kann die Menge der in die Eintrittslufteinrichtung 10 durch die Rohrleitung T eintretenden Strömung im Raum G mit einer Einstelleinrichtung 20 gesteuert werden. Durch eine Einstelleinheit 21 wird eine Steuerungsmeldung an eine in einer Rohrleitung E angeordneten Einstelleinrichtung 22 gebracht, welche den volumetrischen Strom der Luftströmung steuert.

In Fig. 1B ist eine Einstellposition der Eintrittslufteinrichtung 10 angedeutet, bei welcher durch die Eintrittslufteinrichtung eine größere Menge an Luft in den Zimmerraum H eingebracht wird als im Falle der Fig. 1A. Die Einstellung wird im Raum H mit der Einstelleinrichtung 20 ausgeführt.

Durch Anwendung sowohl der Eintrittslufteinrichtung gemäß der Erfindung als auch deren Anordnen in der Nähe der Wandoberfläche S, und durch Verbringen des Eintrittsluftstroms von unten nach oben gerichtet in den Zimmerraum H, sich an die Wandoberfläche S anpassend, wird eine ausreichende Zirkulation der Luft der Ruhezone des Zimmerraums H erreicht sowohl bei einer kleinen Menge an Luft, d. h., wie in Fig. 1A, als auch bei einer großen Menge an Luft, d. h., wie in Fig. 1B.

Es ist bei der vorrichtungsanordnung und dem Verfahren gemäß der Erfindung wesentlich, daß die Luft in den Zimmerraum H von unten nach oben gerichtet bewegt wird und so, daß die eintretende Luft zum Eintritt in den Zimmerraum H in vorteilhafter Weise aus einer Eintrittseinrichtung in der Nähe des Fußbodens vorgesehen ist. Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist zudem, daß die Eintrittslufteinrichtung zur Anordnung in der Nähe einer Wandoberfläche des Zimmers H vorgesehen ist. Eine oder mehrere Eintrittslufteinrichtungen können in der Nähe der Wandoberfläche angeordnet sein.

In Fig. 2A und 2B sind die Einstellungen entsprechend Fig. 1A und 1B dargestellt. Wie in Fig. 2A gezeigt, wird ein Hochgeschwindigkeitsluftstrom L&sub2; geradlinig nach oben gerichtet in den Zimmerraum und sich an die Wandoberfläche und/oder Fensteroberfläche anpassend gelenkt. Im unteren Teil der Fig. 2A ist eine entsprechende Stellung der Eintrittslufteinrichtung dargestellt. Die Luftmasse ist klein aber die Strömungsgeschwindigkeit dennoch groß. Unter Verwendung der Eintrittslufteinrichtung 10 gemäß der Erfindung wird die Luftströmung L&sub2; veranlaßt sich über eine ausreichende Distanz zu erstrecken, wobei deren Luftströmungsführungsplatte 14 den Luftstrom komprimiert und die Strömungsquerschnittsfläche im Strömungskanal 13 verringert. Die Führungsplatte 14 ist nicht zum Verschließen des gesamten Kanals 13 vorgesehen, sondern nur zum Schließen eines Abschnitts davon, wodurch die Strömung zur Geschwindigkeitserzielung gesteuert wird.

In Fig. 2B ist eine vollständig offene Stellung der Luftströmungsführungsplatte 14 der Eintrittslufteinrichtung dargestellt. Hierbei ist die Menge der Luftströmung groß und die Ausbringungsstrecke des Luftstroms ist dennoch gleich der im Falle der geringen Luftmasse nach Fig. 2A.

In Fig. 3A ist die Betriebsstellung nach Fig. 2A und in Fig. 3B die Betriebsstellung der Eintrittslufteinrichtung nach Fig. 2b dargestellt. Die Abgabe des Luftstroms aus der Eintrittslufteinrichtung 10 ist durch die Pfeile L&sub2; und L&sub3; angedeutet. Im Beispiel der Fig. 3A wird der Luftstrom zum Eintreten in den Zimmerraum H sich an die Wandoberfläche und/oder Fensteroberfläche und/oder Batterienoberfläche anpassend gelenkt. Die Kerneinblasung des Stroms trifft nicht die Ruhezone des Zimmerraums H. Im Beispiel der Fig. 3B ist die Luftmenge groß und die Ausbringungsstrecke gleich der des in Fig. 3A dargestellten Beispiels.

In Fig. 4A ist eine Ausführungsform des Ventilationsverfahrens und der Eintrittslufteinrichtung 10 gemäß der Erfindung dargestellt, in welcher ein Hochgeschwindigkeitsluftstrom entsprechend einer Wand 13' eines Luftkanals 13 direkt in die Nähe der Wandoberfläche S geführt wird. Die Mittelachse X des Kanals 13 befindet sich in der Richtung der Ebene der Wandoberfläche S, wenn sich die Einrichtung 10 in Gebrauch befindet. Die Eintrittslufteinrichtung 10 weist eine Körperumhüllung 11 für die Eintrittslufteinrichtung 10 auf. An einem Ende der Körperumhüllung 11 ist eine Luftklappe 12 mit einer Vielzahl von nahe beieinander liegender und den Strom steuernder Streifen 12a angeordnet. Die Körperumhüllung 11 umschließt und begrenzt darin einen Strömungskanal 13. Im Strömungskanal 13 ist eine den Luftstrom führende und ihn sowie seine Strömungsgeschwindigkeit und/oder Menge der Strömung steuernde Führungsplatte 14a angeordnet. Die Führungsplatte 14 ist zum Drehen an einem Ende 14a schwenkbar angeordnet. Die Führungsplatte 14 ist im Strömungskanal 13 angeordnet und zur Anordnung in einer Stellung versetzt, in welcher sie den Strömungskanal 13 gänzlich verschließt, wenn der Luftstrom keine Wirkung auf die Führungsplatte ausübt. Wenn der Luftstrom anfängt eine Wirkung auf die Führungsplatte 14 auszuüben, weicht sie von der geschlossenen Stellung zur gänzlich offenen Stellung ab. In Abhängigkeit vom Luftstrom kann auch eine Gleichgewichtsstellung der Führungsplatte zwischen diesen Endstellungen gebildet werden. Am Ende der Führungsplatte 14 zur Luftklappe 12 ist ein die Strömung ablenkender Abschnitt 15 angeordnet, der an der Oberflächenebene ein plattenähnlicher Abschnitt geneigt relativ zur Ebene der Führungsplatte 14 ist.

In Fig. 4A und 4B ist ein Gegengewicht 16 dargestellt, das an der Platte 14 angeordnet werden kann. Durch Ändern der Anordnungsstelle des Gegengewichts wird das von Gegengewicht erzeugte Moment relativ zum Anlenkpunkt 17 und zur Kraft der Luftströmung verändert, die zum Bewegen der Führungsplatte 14 erforderlich ist. In der Zeichnung ist mit dem Bezugszeichen 16' eine Einstelleinrichtung des Gegengewichts 16 angedeutet, in vorteilhafter Weise eine Einstellschraube. Das Gegengewicht kann an unterschiedlichen Stellungen in verschiedenen in der Führungsplatte 14 vorgesehenen Aussparungen befestigt werden, oder an eine unterschiedliche Stellung bewegt werden, wenn sich die Schraube 16' in der Nut der Führungsplatte 14 bewegt. Die Führungsplatte 14 ist, von einem Bundbauteil 18 getragen, zum Drehen angelenkt. Die Führungsplatte komprimiert die Strömung und zur selben Zeit steigt die Strömungsgeschwindigkeit an. Durch eine zwischen dem Führungsabschnitt 15 am Ende der Führungsplatte 14 und der Wand 13' des Strömungskanals 13 gebildeten Strömungsöffnung tritt der Luftstrom in die Verteilungskammer 19 ein. Aus der Verteilungskammer 19 tritt die Strömung von den Streifen 12a der Luftklappe 12 geführt aus der Eintrittslufteinrichtung aus.

In dem in Fig. 4A dargestellten Beispiel komprimiert die Führungsplatte 14 die Strömung deutlich und die Strömungsgeschwindigkeit steigt an. Der Hochgeschwindigkeitsstrom wird aus der Eintrittskammer 19 direkt über die Streifen 12a zur Anpassung an die Wandoberfläche S geführt.

Fig. 4B zeigt ebenfalls einen Hochgeschwindigkeitsstrom einer geringen Menge an Luft an der Wandoberfläche. Bei der Ausführungsform nach Fig. 4B befindet sich der Drehpunkt der Führungsplatte 14 an der im Vergleich mit Fig. 4A entgegengesetzten Wand. Die Strömung wird aus der Verteilungskammer 19 durch die Flächen 12a' gelenkt, wobei diese Flächen der Streifen 12a der Luftklappe 12 die Strömung auf die Wandoberfläche S ablenken. Der Luftstrom tritt sich an die Wandoberfläche anpassend nach oben gerichtet in den Zimmerraum und überstreicht die Fensterflächen und/oder Batterieflächen und vergrößert im letzt genannten Fall die Übertragung der Wärme in die Luft des Zimmerraumes H. Wie von der Erfindung gelehrt, induziert ein Hochgeschwindigkeitsluftstrom die Luft des Zimmerraum H zur Zirkulation wie in Fig. 1A und 1B gezeigt.

In Fig. 5A ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei welcher die Führungsplatte 14 einen Führungsabschnitt 15 aufweist, der die Strömung in schräger Stellung relativ zur Ebene der Führungsplatte führt. Der die Strömung führende Führungsabschnitt 15 ist zur getrennten Anordnung an der Führungsplatte 14 befestigt. Der Abschnitt 15 kann zudem in unterschiedlichen Anordnungen der Platte zur Erzielung der gewünschten Einstellung angeordnet werden.

Das Basisteil 15b der Platte 15 weist eine Einstellschraube 15c auf, mit deren Hilfe das die Strömung führende Bauteil 15 in vorteilhafter Weise relativ zur Führungsplatte 14 in der Nut der Führungsplatte 14 oder in für die Einstellschraube vorgesehenen getrennten Aussparungen angeordnet werden kann.

In Fig. 5B ist eine Ausführungsform gemäß der Erfindung dargestellt, bei welcher die Führungsplatte 14 ein am entgegengesetzten Ende relativ zum Drehpunkt 14a der Führungsplatte angeordnetes Führungsbauteil 15 aufweist, wobei dieses Bauteil ein gebogener Teil der glatte 14 oder ein an der Platte 14 befestigtes getrenntes Teil ist. Bei dieser Ausführungsform gemäß der Erfindung wurde das Führungsbauteil 15 am Ende der Luftströmungsführungsplatte 14 angeordnet, und dieses Teil ist ein bimetallisches Teil, das sich in Abhängigkeit von der Temperatur in eine von der Temperatur bestimmte Stellung biegt. Es ist daher mit dem bimetallischen Bauteil möglich, die Luftströmung auch in Abhängigkeit von der Temperatur einzustellen.

In Fig. 6 ist eine Ausführungsform gemäß der Erfindung dargestellt, bei welcher die Eintrittslufteinrichtung 10 im Fensterbrett unter dem Fenster I angeordnet ist. Der eintretende Luftstrom ist daher zum direkten Überstreichen der Fensterflächen angeordnet. Bei dieser Anordnung gemäß der Erfindung kann die vom Lecken der Fenster hervorgerufene schädliche Zugluft beseitigt werden. Der von der Eintrittslufteinrichtung abgegebene induzierende Strom führt auch den dort entlang durch das Fenster abgegebenen Leckstrom mit sich, und auf diese Weise dient der aus der Eintrittslufteinrichtung eintretende Strom als eine Art Vorhangeinblasung.

Mit dem Verfahren und der Einrichtungsausgestaltung gemäß der Erfindung werden eine Vielzahl von Vorteilen erzielt. Der Wirkungsgrad der Ventilation verbleibt gut, weil die Ausbringungsstrecke bei unterschiedlichen volumetrischen Strömungen annähernd konstant ist. Ein effizientes Mischen der Luft bereits im unteren Teil verbessert die Qualität der Luft in der Ruhezone. Bei dem System gemäß der Erfindung ist der für die Ausbringungsstrecke verfügbare Raum wesentlich größer als bei bekannten Einblas-Ausgestaltungen. Durch die Anordnung am Boden ist es möglich, mit der Führung der Lufteinblasung beispielsweise die Emittanz der Batteriewärme zu verbessern. Mit dem System gemäß der Erfindung ist die Luftverteilungseinrichtung unauffällig im Aussehen und paßt gut zu Möbeln und Gebäuden. Bei dem System gemäß der Erfindung sind die Innenströmungen und die Temperatur leicht zu steuern. Mit dem System gemäß der Erfindung kann die Wirkung der Temperatur der eintretenden Luft auf die Ausbringungsstrecke auch leicht ausgeglichen werden z. B. durch Gebrauch der in Fig. 5B dargestellten bimetallischen Führung. Daher sind die Anfangsgeschwindigkeit und infolgedessen auch die Ausbringungsstrecke leicht einzustellen und z. B. auf einen vorgegebenen Maximalwert zu begrenzen.


Anspruch[de]

1. Luftverteilungsverfahren, bei dem ein Luftstrom in den Luftraum eines Raumes aus einer Luftzuführung (10) mit einer Luftklappeneinrichtung (12) und einem durch Schwerkraft gesteuertem und verschließbarem Führungsglied (14) gebracht wird, wobei der Luftstrom nach oben gerichtet und sich an eine Wandoberfläche (S) anpassend gelenkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftstrom so zur Wandoberfläche (S) gelenkt wird, daß bei kleinen Luftmengen die Ausbringungsstrecke des Luftstroms weitgehend wenigstens genauso lang ist, wie bei großen Luftmengen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftstrom zur Anpassung an die Wandoberfläche mit einer Geschwindigkeit gelenkt wird, die bei kleinen Luftmengen größer ist, als bei großen Luftmengen.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftstrom nachfolgend entlang einer Zimmerdecke (K) eines Zimmerraumes (H) gelenkt wird, wobei die Zimmerdecke (K) nahe der Wandoberfläche (S) angeordnet ist, und daß die Luft zu einer Auslaßröhrenleitung (C) strömt, wodurch durch den Luftstrom innerhalb des Zimmerraumes (H) eine Luftzirkulation erzeugt wird.

4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftstrom zur Anpassung an Speicherbatterien und/oder Fensterflächen zur Zimmerdecke (K) der Zimmerraumes (H) hin geführt wird.

5. Luftzuführung (10) zur Abgabe eines Luftstromes in den Luftraum eines Raumes derart, daß die Luft nach oben gerichtet und sich einer Wandoberfläche (S) anpassend strömt, wobei die Luftzuführung Luftklappeneinrichtungen (12) und ein von der Schwerkraft verschließbares Führungsglied (14) aufweist, das die Größe eines Luftströmungsdurchlaßes zur Steuerung der Geschwindigkeit des Luftstromes steuert, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzuführung (10) den Luftstrom so zur Anpassung an die Wandoberfläche (S) lenkt, daß bei kleinen Luftmengen die Ausbringungsstrecke des Luftstroms weitgehend wenigstens genauso lang ist, wie bei großen Luftmengen.

6. Luftzuführung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsglied (14) drehbar in einer Strömungsrohrleitung (13) angeordnet ist und einen Teil der Strömungsrohrleitung (13) in einer ersten Stellung verschließt und in einer zweiten Stellung weitgehend mit einer Wand (11') der Strömungsrohrleitung (13) übereinstimmt.

7. Luftzuführung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftklappeneinrichtungen (12) stromabwärts des Führungsglieds (14) angeordnet sind.

8. Luftzuführung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsglied (14) eine weitgehend ebene Platte aufweist.

9. Luftzuführung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsglied (14) an einem Rand drehbar angeordnet ist.

10. Luftzuführung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsglied (14) weiterhin ein in einem geneigten Winkel relativ zur ebenen Fläche des Führungsglieds (14) angeordnetes Führungsbauteil (15) aufweist.

11. Luftzuführung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsbauteil (15) ein bimetallisches Teil aufweist, dessen Stellung relativ zum Führungsglied (14) sich entsprechend der Temperatur ändert.

12. Luftzuführung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsplatte (14) eine Zusatzmasse (16) aufweist, deren Stellung an der Führungsplatte (14) veränderbar ist.

13. Luftzuführung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsplatte (14) eine Zusatzmasse (16) aufweist.







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