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Dokumentenidentifikation DE69001428T2 18.11.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0435269
Titel Reinigungsgerät für Druckzylinder von Bogenoffsetdruckmaschinen.
Anmelder Dai Nippon Insatsu K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Nozaka, c/o Dai Nippon Insatsu K. K., Yoshiki, Tokyo-To, JP;
Fujino, c/o Dai Nippon Insatsu K. K., Shinya, Tokyo-To, JP;
Miyama, c/o Dai Nippon Insatsu K. K., Hiroshi, Tokyo-To, JP;
Kawakami, c/o Dai Nippon Kiko K. K., Isao, Tokyo-To, JP;
Otsuka, Hitoshi c/o Dai Nippon Kiko K. K., Kita-Ku, Tokyo-To, JP
Vertreter Deufel, P., Dipl.-Wirtsch.-Ing.Dr.rer.nat.; Hertel, W., Dipl.-Phys.; Rutetzki, A., Dipl.-Ing.Univ.; Rucker, E., Dipl.-Chem. Univ. Dr.rer.nat.; Huber, B., Dipl.-Biol. Dr.rer.nat.; Becker, E., Dr.rer.nat.; Steil, C., Dipl.-Ing., 80331 München; Kurig, T., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 83022 Rosenheim
DE-Aktenzeichen 69001428
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 27.12.1990
EP-Aktenzeichen 901255372
EP-Offenlegungsdatum 03.07.1991
EP date of grant 21.04.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.11.1993
IPC-Hauptklasse B41F 35/06
IPC-Nebenklasse B41F 35/00   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur automatischen Reinigung eines Druckzylinders einer Offsetbogendruckmaschine ohne Handbedienung.

Nach dem bekannten Stand der Technik ist es schwierig, eine Reinigung eines Druckzylinders einer Offsetbogendruckmaschine von Hand durchzuführen, da um den in der Offsetbogendruckmaschine angeordneten Druckzylinder, wenig Platz ist, und dementsprechend die Reinigung des Druckzylinders von Hand viel Mühe und Zeit für das Personal bedeutet. Um diesen Mangel zu beheben, ist eine Reinigungsvorrichtung vorgesehen, wie sie zum Beispiel im Japanischen Patent Offenlegungsschrift Nr. 63-92456 (92456/1988) offenbart ist, in der ein Reinigungstuch an seiner Rückseite gegen die Oberfläche des Druckzylinders unter Verwendung einer Blattklinge angedrückt wird.

In einem Beispiel der herkömmlichen Reinigungsvorrichtung wird ein Reinigungstuch zur Reinigung eines Druckzylinders schrittweise von einer Magazinrolle zu einer Aufwickelrolle bewegt und gleichzeitig wird die Rückseite des Reinigungstuches zum Beispiel mittels eines Blatteils gegen die Oberfläche des Druckzylinders gedrückt, während eine Reinigungsflüssigkeit zugeführt wird. Ein Führungsteil ist auf der Seite der Aufwickelrolle so angeordnet, daß ein Abschnitt des Reinigungstuches, durch das Blatteil angedrückt, einen gebogenen Berührungszustand entlang der äußeren Oberfläche des Druckzylinders zwischen dem Blatt und dem Führungsteil beibehält. Der Druckzylinder hat ein an einer Greifwelle befestigtes Greifteil zum Festhalten eines Endabschnittes eines Bogens und eine Greiferabstreifnocke ist an der Greifwelle befestigt, um das Greifteil, das über die Oberfläche der Greifwelle übersteht, daran zu hindern, das Reinigungstuch zu berühren.

Aus der EP-A-0364 901, die Stand der Technik gemäß Art. 54(3) und (4) EPÜ ist, ist eine Reinigungsvorrichtung bekannt, die ein Blatteil enthält, das sich im wesentlichen in radialer Richtung des Druckzylinders bewegt (dritte Ausführung), die aber kein plattenähnliches Führungsteil für ein Reinigungskissen enthält.

Die herkömmliche Reinigungsvorrichtung mit dem oben beschriebenen Aufbau ist so aufgebaut, daß der ganze Aufbau der Vorrichtung um eine Schwenkachse gedreht werden kann, um so das Reinigungstuch an den Druckzylinder mittels des Blatteils anzudrücken, und eine Reinigungsflüssigkeitsausströmdüse ist im Inneren der Vorrichtung vorgesehen. Jedoch ist es bei der Bogendruckmaschine zuerst notwendig, den Arbeitsgang des Positionierens des Blattes von Hand durchzuführen, um eine präzise und gleichmäßige Anwendung des Kontaktdruckes des Blattes auf den Druckzylinder zu gewährleisten. Darüberhinaus muß die Gestaltung einer Befestigungsklammer und eines Körpers der Offsetbogendruckmaschine in Übereinstimmung mit der Differenz der Durchmesser der zu verwendenden Druckzylinder und mit der Änderung der Gestaltung der Zylinder geändert werden. Wenn überdies die Reinigungsvorrichtung im oberen Bereich des Druckzylinders angeordnet ist, ist es notwendig, auf gegenseitige Behinderungen der Reinigungsvorrichtung und dem Endabschnitt des Bogens während des Druckvorgangs zu achten.

Zusammenfassung der Erfindung

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, die Fehler oder Nachteile des oben beschriebenen Stands der Technik auszuschalten, um eine Reinigungsvorrichtung für einen Druckzylinder einer Offsetbogendruckmaschine anzugeben, die mit minimaler Umbauarbeit einfach anzubringen und zu lösen ist und mit der sich die Oberfläche des Druckzylinders genau reinigen läßt.

Dies und andere Aufgaben werden erfindungsgemäß gelöst, indem eine Reinigungsvorrichtung für einen Druckzylinder einer Offsetbogendruckmaschine vorgesehen wird, die eine Reinigungseinheit mit einer Rahmeneinheit, eine Magazinrolle, um die ein Reinigungstuch zum Reinigen eines Druckzylinders gewickelt ist, eine Aufwickelrolle, die zum Aufwickeln des Reinigungstuchs während des schrittweisen Übertrags des Reinigungstuchs von der Magazinrolle angeordnet ist, Führungsrollen zum Führen des Reinigungstuchs, so daß das Reinigungstuch zwischen der Magazinrolle und der Aufwickelrolle einer Außenoberfläche des Druckzylinders gegenüberliegt, eine Reinigungstuch-Andrückanordnung, die auf einer Rückflächenseite des Reinigungstuchs über dem Druckzylinder angeordnet ist, wobei die Reinigungstuch-Andrückanordnung ein Blatt zum linearen Andrücken des Reinigungstuchs gegen die äußere Oberfläche des Druckzylinders beinhaltet, ein plattenähnliches Führungsteil und ein zwischen dem Blatt und dem plattenähnlichen Führungsteil angeordnetes Oberflächen- Andrückkissen, ein Führungsteil zum Führen der Reinigungstuch-Andrückanordnung, so daß das das Blatt sich im wesentlichen zwischen einer radialen Linie des Druckzylinders bewegt, und eine Mehrzahl von zueinander parallel angeordneten Luftzylindern zum Drücken der Reinigungstuch-Andrückanordnung gegen den Druckzylinder, ein Reinigungsflüssigkeitszufuhrteil zum Zuführen von ein oder zwei Arten Reinigungsflüssigkeit auf die äußere Oberflache des Druckzylinders, ein Teil zum Zuführen von ein oder zwei Arten Reinigungsflüssigkeit zum Reinigungsflüssigkeitszufuhrteil, und Steuermittel zum Steuern der Reinigungstuch-Andrückanordnung und des Teils zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit, und eine Befestigungsklammer, an der das Rahmenteil befestigt ist, und die an einem Abschnitt in der Nähe des Druckzylinders befestigt ist, umfaßt.

Das Blatteil ist vorzugsweise auf der Seite der Magazinrolle angeordnet, das plattenähnlich Führungsteil ist auf der Seite der Aufwickelrolle angeordnet und das plattenähnliche Führungsteil hat ein Vorderende, das nicht über das Oberflächenandrückkissen in Richtung des Druckzylinders übersteht. Der Druckzylinder ist mit einem Greifteil versehen, und die Reinigungseinheit umfaßt darüberhinaus einen Sensor zum Erkennen einer Position des Greifteils und zum Antreiben der Luftzylinder und eines Teils zum Verhindern einer Behinderung des Reinigungstuchs durch das Greifteil.

Die Magazinrolle ist vorzugsweise mit einer Federbremse versehen und die Aufwickelrolle ist mit einem Drehmomentmotor versehen, um eine an den Drehmomentmotor anzulegende Spannung zu einer Zeit zu erhöhen, wenn das Reinigungstuch aufgewickelt wird, so daß eine notwendige Menge von Reinigungstuch aufgewickelt werden kann. Gemäß der Reinigungsvorrichtung der oben beschriebenen Art sind eine Mehrzahl von Luftzylindern zum Andrücken des linearen Andrückblatts und des Oberflächenandrückkissens gegen die äußere Umfangsfläche des Druckzylinders parallel zueinander auf der Rückflächenseite des Reinigungstuchs gegenüber dem Druckzylinder angeordnet, so daß das Andrückblatt und das Andrückkissen gegen die Außenfläche des Druckzylinders völlig gleichmäßig über die ganze Länge des Druckzylinders hinweg angedrückt werden kann, wodurch die Oberfläche des Druckzylinders gleichmäßig und unter gleichem Druck gereinigt werden kann. Außerdem kann der wählbare Abschnitt des Reinigungstuchs durch Auswahl der gewünschten Luftzylinder unter der Kontrolle der Steuermittel gesteuert werden. Auf diese Weise kann die Position des Greifteils des Druckzylinders mit Hilfe eines von einem Kodierer in Abhängigkeit von der Rotation des Druckzylinders erzeugten Signals erfaßt werden, und die Position des Reinigungstuchs bezüglich des Luftzylinders bzw. des Druckzylinders kann so gesteuert werden, daß das Reinigungstuch vom Greifteil getrennt wird, ohne die Greiferabstreifnocke anzubringen, die nach dem Stand der Technik benötigt wurde.

Das Oberflächenandrückkissen besteht vorzugsweise aus Schaummaterial und die Anbringung des plattenähnlichen Führungsteils verhindert wirksam übermäßige Verforming des Schwammkissens durch die auf das Reinigungstuch wirkende Spannung und verbessert so die Reinigungswirkung. Die Anbringung der plattenähnlichen Führung verhindert darüberhinaus einen negativen Einfluß aufgrund der Spannung des Reinigungstuchs gegen das Schwammkissen, so daß das Andrückblatt in radialer Richtung des Druckzylinders ausgerichtet werden kann, was zur Ausschaltung des negativen Einflusses der Unterschiede der Durchmesser der zu verwendenden Druckzylinder und der Änderung ihrer Gestaltung führt. Außerdem kann die Reinigungseinheit, da sie von der Klammer leicht gelöst werden kann, leicht repariert oder ausgetauscht werden.

Darüberhinaus ist gemäß der vorliegenden Erfindung die Federbremse für die Magazinrolle und der elektrische Drehmomentmotor für die Aufwickelrolle vorgesehen, wodurch die notwendige Menge an Reinigungstuch aufgewickelt werden kann, indem die an den Drehmomentmotor anzulegende Spannung erhöht wird, wenn das Reinigungstuch aufgewickelt wird, wodurch ein Erschlaffen des Reinigungstuchs im wesentlichen verhindert wird. Außerdem ist das in der Reinigungseinheit angeordnete Düsenteil zum Ausstoßen der Reinigungsflüssigkeit so konstruiert, daß eine Mehrzahl von Arten von Reinigungsflüssigkeiten unabhängig voneinander ausgestoßen werden, so daß Tinte, die nur durch Lösungsmittel entfernt wird, und Gummiverschmutzung, die nur durch Wasser entfernt wird, sowie anderer Schmutz, z. B. Papierstaub, vollständig entfernt werden kann.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Figur 1 ist eine Seitenansicht einer Reinigungsvorrichtung für einen Druckzylinder einer Offsetbogendruckmaschine, gemäß der vorliegenden Erfindung;

Figur 2 zeigt eine Seitenansicht einer Druckeinheit, die die Reinigungsvorrichtung der Offsetbogendruckmaschine beinhaltet; und

Figur 3 ist eine Seitenansicht einer herkömmlichen Reinigungsvorrichtung.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungen

Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung, wird zunächst auf Fig. 3 als Beispiel eines Beispiels einer herkömmlichen Reinigungsvorrichtung für den Druckzylinder einer Offsetbogendruckmaschine hingewiesen, die eine Anordnung der Reinigungsvorrichtung bezüglich des Druckzylinders zeigt.

Betreffend Figur 3 wird ein Reinigungstuch zum Reinigen eines Druckzylinders 1 schrittweise von einer Magazinrolle 5 zu einer Aufwickelrolle 6 bewegt und gleichzeitig wird die Rückseite des Reinigungstuches 4 an die äußere Umfangsfläche des Druckzylinders 1 mittels eines Blattes 8 angedrückt, während eine Reinigungsflüssigkeit zugeführt wird. Ein Führungsteil 9 ist an der Seite der Aufwickelrolle 6 angeordnet, so daß ein Teil des Reinigungstuches durch das Blatt 8 angedrückt wird, um so seinen bogenförmigen Berührungszustand entlang der Oberfläche des Bogenzylinders 1 zwischen dem Blatt 8 und dem Führungsteil 9 aufrecht zu erhalten. Der Druckzylinder 1 weist ein Greifteil 3 auf, das an einer Greiferwelle 2 zum Halten eines Endabschnittes eines Bogens befestigt ist und eine Greiferabstreifnocke 14 ist an der Greiferwelle 2 befestigt, um das Greifteil, das von der Oberfläche der Greiferwelle 2 hervorragt, daran zu hindern das Reinigungstuches 4 zu berühren. Ein Greiferbefestigungsmechanismus, der die Greifwelle 2 und das Greifteil beinhaltet, ist in einer Aussparung 1a angeordnet, die an der äußeren Oberfläche des Druckzylinders 1 gebildet ist.

Ferner kennzeichnet in Figur 3 Bezugszeichen Nr. 7 ein Winkelträgerteil, das an seinen Enden das Blatt 8 und das Führungsteil 9 bildet, Nr. 10 ist ein bogenförmiges Andrückteil, Nr. 11 ist ein Reinigungsflüssigkeits-Zufuhrrohr, Nr. 12 ist ein Ventilteil zum Ausstoßen der Reinigungsflüssigkeit, Nr. 13 ist ein Rahmen und Nr. 15 ist eine Schwenkachse für den Rahmen 13.

Die herkömmliche Reinigungsvorrichtung weist, wie oben beschrieben, Probleme oder Mängel auf.

Die vorliegende Erfindung die zur Lösung der Probleme des Standes der Technik entwickelt worden ist, wird im Anschluß hieran unter Bezugnahme auf Figur 1 und Figur 2 beschrieben, wobei Figur 1 einen Seitenquerschnitt durch eine Reinigungsvorrichtung für einen Druckzylinder einer Offset-Bogendruckmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt. Die Reinigungsvorrichtung ist in einem oberen Abschnitt des Druckzylinders angeordnet, so daß die Reinigungsvorrichtung leicht lösbar an dem Druckzylinder montiert werden kann, im Hinblick auf die Festigkeit der Offset-Bogendruckmaschine ohne Anbringung eines Schienenmittels befestigt ist, und die unter Ausbildung eines Loches in einem Rahmen der Offset- Bogendruckmaschine am unteren Abschnitt des Druckzylinders angeordnet ist, um nicht die üblichen Tätigkeiten einer Bedienungsperson zu stören.

Wie in Figur 1 gezeigt, umfaßt die Reinigungsvorrichtung eine Reinigungseinheit 20, die ein Rahmenteil 19 eine Magazinrolle 5, die mit einer Federbremse eines Reinigungstuches 4 versehen ist, eine Aufwickelrolle 6 zum Aufwickeln des Reinigungstuches 4 während der stufenweisen Übertragung des Reinigungstuches 4 von der Magazinrolle 5 durch einen schrittweisen Aufwickeldrehmomentmotor 6a, Führungsrollen 15a und 15b zur Führung des Reinigungstuches 4, so daß das Reinigungstuch 4 der äußeren Oberfläche des Druckzylinders 1 zwischen der Magazinrolle 5 und der Aufwickelrolle 6 gegenüberliegt, und eine Mehrzahlzahl von Luftzylindern 18, die parallel angeordnet sind, und auf der Rückseite des Reinigungstuches 4, das den Druckzylinder 1 zwischen den Führungsrollen 15a und 15b gegenüberliegt, angebracht sind, umfaßt. Die Reinigungsvorrichtung 20 beinhaltet ferner eine Reinigungstuchandrückeinrichtung 23, die mit einem geradlinigen Andrückblatt 16 versehen ist, das das Reinigungstuch 4 geradlinig gegen den Druckzylinder 1 auf der Seite der Magazinrolle 5 andrückt, einen plattenförmigen Führer 24, der auf der Seite der Aufwickelrolle 6 angeordnet ist, und ein Oberflächenandrückkissen 17, das gegen die Oberfläche des Druckzylinders drückt, wobei der plattenförmige Führer 24, der ein Vorderende aufweist, das nicht über das Oberflächenandrückkissen 17 zur Oberfläche des Druckzylinders 1 übersteht. Das Oberflächenandrückkissen 17 ist bevorzugt aus einem Schwammaterial hergestellt und ist in einem nutförmigen Teil 17a, das z. B. aus Aluminium hergestellt ist, zwischen dem Blatt 16 und dem plattenförmigen Führer 24 angeordnet. Der Luftzylinder 18 bewegt die Reinigungstuchandrückeinrichtung 23 entlang eines im wesentlichen U-geformten Führers 22, so daß das geradlinige Andrückblatt 16 sich im wesentlichen entlang der radialen Richtung des Druckzylinders 1 bewegt. Ein Rohr (11), das eine Vielzahl von Düsenteilen 12 aufweist, ist am Rahmen 19 zum Auftragen der Reinigungs oder Waschflüssigkeit auf das Reinigungstuch 4 befestigt. Das Rahmenteil der Reinigungseinheit 20 ist lösbar an einer Klammer 21 mittels einer Einspannvorrichtung 19a, die an dem Rahmenteil befestigt ist, befestigt, so daß der Rahmen 19 parallel zum Druckzylinder 1 ist.

Bei der oben beschriebenen Ausführung unterliegt das Reinigungstuch 4 einer konstanten Spannung indem die Magazinrolle 5, die mit einer Federbremse 5a versehen ist, und der Drehmomentmotor 6a zusammen verwendet werden. Durch diese Anordnung kann die Erschlaffung des Reinigungstuches, die in einem System, das die herkömmliche Einwegkupplung verwendet, hervorgerufen werden kann, im wesentlichen eleminiert werden. Zusätzlich kann das Reinigungstuch 4 in einer notwendigen Menge durch Erhöhen einer an den Drehmomentmotor 6a anzulegenden Spannung nur im Tuchaufwickelzeitraum aufgewickelt werden, wodurch die Erschlaffung des Reinigungstuches wesentlich vermindert wird und dadurch eine Beeinflussung des Reinigungstuches durch das Greiferteils des Druckzylinders verhindert wird.

Das geradlinige Andrückblatt 16 ist unter Verwendung von Aluminiummaterial beispielsweise l-förmig hergestellt, mit einer Genauigkeit von 0,02 bis 0,1 mm und ein harter Chromüberzug ist auf dem Blatt 16 angebracht, um dessen Haltbarkeit zu verbessern.

Das Oberflächenandrückkissen 17 ist durch ein Verbindungsmittel an der Innenseite des Aluminiumnutteils 17a befestigt und das Nutteil 17a ist gemeinsam mit dem Oberflächenandrückkissen 17 zwischen dem geradlinigen Andruckblatt 16 und dem plattenförmigen Führer 24 angeordnet. Dementsprechend bildet der gemeinsame Aufbau des Oberflächenandrückkissens 17, des geradlinigen Andruckblattes 16 und des plattenförmigen Führers 24 die Reinigungstuchandrückeinrichtung 23, die durch die Mehrzahl von parallel angeordneten Luftzylindern 18 in Richtung des U-förmigen Führers 22 geführt wird, wodurch das Reinigungstuch 4 geradlinig gegen den Druckzylinder 1 durch das geradlinige Andrückblatt 16 gedrückt wird und auf den Druckzylinder 1 durch das Oberflächenandrückkissen 17 oberflächenangedrückt wird. Für den beschriebenen Vorgang, wird der plattenförmige Führer 24 an der Seite der Aufwickelrolle so angeordnet, daß das Blatt 16 und das Kissen 17 dicht an die gekrümmte Oberfläche des Druckzylinders 1 angedrückt sind, wobei das Kissen 17 nicht übermäßig durch die Spannung des Reinigungstuches 4 verformt wird.

Das Andrückblatt 16 ist so angeordnet, daß es in radialer Richtung des Druckzylinders 1 versetzt ist und der plattenförmige Führer ist so angeordnet, daß er eine Stellung entfernt von der Oberfläche des Druckzylinders 1 annimmt, wenn das Oberflächenandrückkissen 17 gegen die Oberfläche des Druckzylinders 1 gedrückt wird. Das Oberflächenandrückkissen 17 ist mit einer Neigung von über 5 bis 15 Grad bezüglich des Andrückblattes 16 angeordnet, so daß die Oberfläche des Kissens 17 exakt an der Oberfläche des Druckzylinders 1 anliegt. In Abänderung kann das exakte Anliegen des Kissens 17 durch irgend ein anderes Mittel durchgeführt werden, beispielsweise, durch Änderung der Dicke des Kissens. Um zusätzlich das Reinigungstuch 4 gleichzeitig und gleichmäßig gegen die Oberfläche des Druckzylinders 1 durch das Blatt 16 und das Kissen 17 anzudrücken, ist es nötig, daß das Kissen eine Schwammhärte von 5 bis 10 Grad hat und daß es aus einem Material mit lösungsmittelbeständigen und wasserbeständigen Eigenschaften, z.B. Polypropylen, Polyäthylen oder Vinylchlorid, hergestellt wird.

Gemäß des oben beschriebenen Aufbaus kann Schmutz, der Tinte oder ähnliches enthält und auf der Oberfläche des Druckzylinders 1 klebt durch das Reinigungstuch 4, das geradlinig durch das geradlinige Andrückblatt 16 angedrückt wird, abgeschabt und dann durch das Reinigungstuch 4 durch das Kissen 17 angedrückt wird abgewischt werden. Der Luftzylinder 18 kann durch einen Drehsteller ersetzt werden und ein hydraulischer Zylinder oder ein elektrisch betriebener Zylinder kann anstatt des Luftzylinders verwendet werden.

Das Rahmenteil 19 der Reinigungseinheit 20 ist an der Klammer 21, die im oberen Bereich des Druckzylinders 1 angeordnet ist, befestigt, und der Plattenähnliche Führer 24 ist außerhalb des geradlinigen Andrückblattesblattes 16 mit dem Oberflächenandrückkissen 17 dazwischen angeordnet, so daß eine übermäßigen Verformung des Kissens 17, das aus dem Schwammaterial besteht, durch die Spannung des Reinigungstuches 4 verhindert werden kann. Zusätzlich kann, da es möglich ist einen Luftzylinder mit Langhub zu verwenden, die Lücke zwischen der Oberfläche des Druckzylinders 1 und der Reinigungseinheit 20 erweitert werden, um so die Reinigungseinheit daran zu hindern, das Ende des Bogens zu beeinflussen. Da das geradlinige Andrückblatt 16 in radialer Richtung des Druckzylinders 1 ausgerichtet ist, kann die Anordnung im wesentlichen ungeachtet der Unterschiede der zu verwendenden Druckzylinders und der von dem Lay-out des Druckzylinders 1 herrührenden Gestaltungsänderung verwendet werden. Da darüberhinaus die Reinigungseinheit, die an der Befestigungsklammer befestigt ist, einfach lösbar ist, kann eine Schadensbehebung oder Austausch der Reinigungseinheit einfach durchgeführt werden.

Figur 2 ist eine Seitenansicht der Reinigungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, bei der in der gezeigten Perspektive die Reinigungseinheit 20 an einem linken oberen Abschnitt des Druckzylinders angeordnet ist, und bei der Bezugszeichen 25 ein Plattenzylinder, Bezugszeichen 26 ein Klammerzylinder und Bezugszeichen 27 einen Transferzylinder bezeichnen. Der an der Oberfläche des Zylinders 1 haftende Schmutz besteht im allgemeinen aus einer Tinte, aus im beim Druckvorgang verwendeten Wasser gelöstem Gummiarabikum und Papierstaub, so daß Wasser zusätzlich zum Lösungsmittel als Reinigungsflüssigkeit benutzt wird, wenn die Oberfläche des Druckzylinders 1 gewaschen und gereinigt wird. Zu diesem Zweck ist es notwendig, die ganze äußere Oberfläche des Druckzylinders 1 mit mindestens zwei Arten von Reinigungs- oder Waschlösungsmitteln gleichmäßig zu bedecken, und gemäß der vorliegenden Erfindung wird das Düsenteil benutzt, indem Ausstoßlöcher in ein Bronzerohr gebohrt werden, deren jedes einen Durchmesser von 0,3 bis 1,0 mm mit einem Abstand von 10 bis 50 mm hat.

Darüber hinaus ist wie in Figur 3 gezeigt, der Druckzylinder 1 im allgemeinen mit einem ausgesparten Bereich 1a versehen, und gemäß der vorliegenden Erfindung wird, um die Oberfläche des Druckzylinders gleichmäßig mit der Reinigungsflüssigkeit in der passenden Menge von ungefähr 5 bis 15 cm³ zu bedecken, um zu verhindern, daß unnötige Flüssigkeit in den ausgesparten Bereich gebracht wird, die Reinigungsflüssigkeit durch beide Endbereiche eines Rohrs 11 und eines Zufuhrteils 30 zugeführt. Das Zufuhrteil 30 führt ein oder zwei Arten von Reinigungsflüssigkeiten dem Rohr 11 zu, und wird durch eine Steuerung 31 gesteuert. Darüber hinaus ist gemäß der vorliegenden Erfindung die Reinigungseinheit so konstruiert, daß die Reinigungsflüssigkeit in Reaktion auf ein elektrisches Signal von einem Codierer 32 direkt ausgestoßen wird, nachdem der Greifer 3 das Düsenteil 12 Passiert hat. Zur gleichen Zeit wird der Luftzylinder 18 durch die Steuerung 31 in Reaktion auf das elektrische Signal vom Codierer 32 so gesteuert, daß der Greifer 3 das Reinigungstuch 4 nicht behindert. Zusätzlich können, da eine Passende, einmal in einer Zuleitung gespeicherte Menge von Reinigungsflüssigkeit durch Luft vollständig ausgestoßen werden kann, mehr als zwei Arten von Reinigungsflüssigkeiten abwechselnd durch das für ein Zufuhrrohr vorgesehene Düsenteil zugeführt werden. Es werden verschiedene Maßnahmen für die Instandhaltung der Offsetbodendruckmaschine betrachtet und z. B. können Präzisionsfilter, ein jeder mit einer Siebbreite von 10 bis 100 Mikrometer, für die jeweiligen Einheiten der Offsetbodendruckmaschine vorgesehen werden, um ein Zusetzen der Ausstoßlöcher des Düsenteils zu verhindern. Ein großflächiger Filter mit einer Siebbreite von ungefähr 50 Mikrometern bis 1,0 mm kann z. B. in einem Bereich bei einem Wassertank vorgesehen werden, wenn Wasser als Reinigungsflüssigkeit genutzt wird, um groben Schmutz oder ähnliches vor der Präzisionsfilterbehandlung zu entfernen. Darüber hinaus können gemäß der vorliegenden Erfindung, obwohl zwei Arten von Reinigungsflüssigkeiten durch das für ein Rohr vorgesehene Düsenteil ausgestoßen werden, mehr als zwei Arten von Reinigungsflüssigkeiten gemäß dem Grad der Verschmutzung der Oberfläche des Druckzylinders verwendet werden, und andernfalls können spezifische Düsenteile für die jeweiligen Reinigungsflüssigkeiten angebracht werden.

Die Reinigungstuchandrückanordnung 23 ist mit Hilfe der Luftzylinder 18 von dem Druckzylinder 1 definiert beabstandet, wobei der Spalt zwischen dem Druckzylinder und dem Reinigungstuch ungefähr 10 bis 20 mm mißt. Hierdurch ist gemäß der vorliegenden Erfindung ein Federmittel als Sicherheitsmechanismus angeordnet, um das Andrückblatt und das Andrückkissen vom Druckzylinder im Falle eines Zwischenfalls wie einem plötzlichen Luftleck zu trennen, und zusätzlich ist ein Sensor angebracht, um die Wirkung des Druckzylinderandruckbereichs zu erfassen, so daß im Fall des Auftretens abnormer Bedingungen oder eines Zwischenfalls der Betrieb der Maschine und der Reinigungsvorrichtung sofort gestoppt werden kann. Darüber hinaus kann ein Sensor zum Erfassen der Restmenge des Reinigungstuchs für die Seitenplatte vorgesehen werden, und ein Detektor zum Erfassen einer Restmenge von Reinigungsflüssigkeit ist für die Reinigungsflüssigkeitstank angebracht. Das Reinigungstuch und die Reinigungsflüssigkeit können gemäß der Erfassung dieser Sensoren ausgetauscht oder ergänzt werden. Es kann möglich sein, die Reinigungsvorrichtung so zu bauen, daß der Druckzylinder nicht gereinigt wird, wenn nicht ausreichend Reinigungstuch oder Reinigungsflüssigkeit vorhanden sind.

Gemäß der vorliegenden Erfindung kann, da das lineare Andrückblatt und das Oberflächenandrückkissen angeordnet sind, um gleichmäßig und vollständig über die ganze Außenoberfläche des Druckzylinders angedrückt zu werden, die Oberfläche des Druckzylinders gleichmäßig gedrückt werden, so daß die ganze Oberfläche des Druckzylinders gleichmäßig und wirksam gereinigt wird. Die kombinierte Verwendung des linearen Andrückblatts und des Oberflächenandrückkissens ermöglicht es, die Reinigungszeit für den Druckzylinder zu verkürzen und eine genaue Reinigungswirkung zu erzielen. Die Reinigungswirkung kann stark verbessert werden, indem die Luftzylinder, durch die Steuerungsmittel gesteuert, selektiv betrieben werden. Die Spannung wird nur zu der Zeit erhöht, wenn das Reinigungstuch in der notwendigen Menge aufgewickelt wird, indem die Federbremse an der Magazinrolle und der Drehmomentmotor an der Aufwickelrolle angebracht werden, wodurch das Erschlaffen des Reinigungstuchs, das nach dem Stand der Technik, bei dem eine Einwegkupplung verwendet wird, hervorgerufen wird, im wesentlichen ausgeschaltet werden kann.

Darüber hinaus kann gemäß der vorliegenden Erfindung die Automatisierung des Reinigungsvorgangs leicht durchgeführt werden, wodurch Gebrauchswert und Produktivität gesteigert werden. Die Anordnung der Reinigungsvorrichtung kann im Vergleich mit der Anordnung nach dem Stand der Technik, bei der es schwierig ist, die Reinigungseinheit im unteren Bereich des Druckzylinders anzuordnen, wirksam verbessert werden.

Es versteht sich, wie oben kurz beschrieben, daß die vorliegende Erfindung nicht auf die beschriebene Ausführung beschränkt ist und viele weitere Änderungen und Abwandlungen gemacht werden können, ohne den Rahmen der nachfolgenden Ansprüche zu verlassen.


Anspruch[de]

1. Reinigungsvorrichtung für einen Druckzylinder einer Offsetbogendruckmaschine, umfassend

eine Reinigungseinheit (20), die ein Rahmenteil (19) beinhaltet,

eine Magazinrolle (5), um die ein Reinigungstuch (4) zum Reinigen eines Druckzylinders (1) aufgerollt ist,

eine Aufwickelrolle (6), die zum Aufwickeln des Reinigungstuches während einer schrittweisen Übertragung des Reinigungstuches von der Magazinrolle angeordnet ist,

Führungsrollen (15a, 15b) zur Führung des Reinigungstuches, so daß das Reinigungstuch einer äußeren Oberfläche des Druckzylinders zwischen der Magazinrolle (5) und der Aufwickelrolle (6) gegenüberliegt,

eine Reinigungstuchandrückeinrichtung (23), die an der Rückseite des Reinigungstuches gegenüber dem Druckzylinder angeordnet ist, wobei die Reinigungstuchandrückeinrichtung (23) ein Blatteil (16) zum linearen Andrükken des Reinigungstuches gegen die äußere Oberfläche des Druckzylinders aufweist, wobei ein plattenförmiges Führungsteil (24) und ein Oberflächenandrückkissen (17) zwischen dem Blatteil (16) und dem plattenförmigen Führungsteil (25) zum Andrücken gegen die Oberfläche des Druckzylinders angeordnet ist,

ein Führungsteil (22) zur Führung der Reinigungstuchandrückeinrichtung (23), so daß sich das Blatteil (16) im wesentlichen in einer radialen Richtung des Druckzylinders bewegt, und

eine Vielzahl von Antriebseinrichtungen (18), die zum Andrücken der Reinigungstuchandrückeinrichtung (23) an den Druckzylinder parallel angeordnet sind,

ein Reinigungsflüssigkeitauftragsmittel (11, 12) zum Auftragen von ein oder zwei Arten von Reinigungsflüssigkeiten,

ein Mittel (30) zur Zufuhr von ein oder zwei Arten von Reinigungsflüssigkeiten zu dem Reinigungsflüssigkeitsauftragsmittel (11, 12), und

ein Steuermittel (31) zur Steuerung der Reinigungstuchandrückeinrichtung (23) und des Mittels (30) zur Zuführung der Reinigungsflüssigkeit; und

eine Befestigungsklammer (21), an der das Rahmenteil abnehmbar befestigt ist.

2. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Blatteil (16) an der Seite der Magazinrolle (5) angeordnet ist, bei der das plattenförmige Führungsteil (24) an der Seite der Aufwickelrolle (6) angeordnet ist, und bei der das plattenförmige Führungsteil (24), ein Frontende aufweist, welches über das Oberflächenandrückkissen (17) in Richtung des Druckzylinders nicht vorspringt.

3. Reinigungseinrichtung nach Anspruch 1, bei der der Druckzylinder (1) mit einem Greiferteil (3) versehen ist, und bei der die Vorrichtung ferner Mittel (32) zum Erkennen einer Position des Greiferteils zum Ausgeben eines elektrischen Signals an das Steuermittel umfaßt, so daß das Greiferteil nicht von dem Reinigungstuch beeinflußt wird.

4. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Oberflächenandrückkissen (17) aus einem Schwammaterial hergestellt ist.

5. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Oberflächenandrückkissen (17) gegen das lineare Blatteil (16) geneigt ist.

6. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Reinigungsflüssigkeitsauftragsmittel (11, 12) ein Rohr (11) umfaßt, das mit einer Vielzahl von Düsenteilen (12) zum Auftragen von ein oder zwei Arten von Reinigungsflüssigkeiten versehen ist.

7. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Magazinrolle (5) mit einer Federbremse (5a) versehen ist, und bei der die Aufwickelrolle (6) mit einem Drehmomentmotor (6a) versehen ist, um die an dem Drehmomentmotor angelegte Spannung zu einer Zeit, wenn das Reinigungstuch aufgewickelt wird zu erhöhen, so daß eine notwendige Menge des Reinigungstuches aufgewickelt werden kann.







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