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Dokumentenidentifikation DE4216753A1 25.11.1993
Titel Federstahlflügel in einem Rundballenhäcksler
Anmelder Völk Maschinenbau GmbH, 86899 Landsberg, DE
Erfinder Völk, Polykarp, 8910 Landsberg, DE
DE-Anmeldedatum 21.05.1992
DE-Aktenzeichen 4216753
Offenlegungstag 25.11.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.11.1993
IPC-Hauptklasse A01F 29/00
IPC-Nebenklasse A01F 29/02   B02C 18/06   
IPC additional class // A01D 87/10,89/00  
Zusammenfassung Es wird ein Federstahlflügel beschrieben, eingebaut in einem Rundballenhäcksler, der an seiner Flügelnabe befestigte Federblätter aufweist und an deren Ende U-förmige Flügelblätter zugeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Federstahlflügel, eingebaut in einen Rundballenhäcksler mit den Merkmalen des Gattungsteils des Anspruchs 1.

Es sind Rundballenhäcksler mit eingebauten konventionellen Flügelrädern allgemein bekannt. Bei diesen Rundballenhäckslern wird der Rundballen durch einen unten liegenden Förderboden an die Fräswalze gedrückt, wobei eine sofortige Drehung des Ballens erfolgt, so daß er gleichmäßig von außen nach innen abgefräst und das Stroh dem Flügelrad zugeführt und ausgeworfen wird. Diese konventionellen Flügelräder haben im Schnitt einen Durchmesser von 1,60 m und wiegen mit einer Grundplatte von 10 mm, einschließlich der vier oder fünf Förderschaufeln mit trapezförmigen Versteifungen ca. 200 Kilo und mehr. Dementsprechend ist gewichtsbedingt eine groß dimensionierte Aufnahme- und Antriebswelle bis zu 100 mm Durchmesser erforderlich.

Um Stroh zehn Meter und mehr in Tiefställe blasen zu können, sind Drehzahlen dieser schweren Flügel bis zu 1000 Upm. nötig. Um die schweren Flügel auf diese Drehzahlen zu bringen, können sie nur über die Motorzapfwelle starker Schlepper von 60 bis 80 PS und mehr angetrieben werden. Diese Großschlepper weisen aber schon eine beachtliche Breite auf, so daß zusammen mit den Strohstreuern nicht in schmale Altbauställe zu Einstreuarbeiten eingefahren werden kann. Es ist deshalb erforderlich, für die auf den Markt befindlichen Kleintraktoren, die über keine Zapfwelle verfügen, sondern hydrostatisch angetrieben werden, einen Rundballenhäcksler mit einem Leichtbauflügel, ölangetrieben, bei gleichbleibender Auswurfsleistung, auszustatten.

Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.

Direkt auf der Welle eines zentralen Ölmotors wird ein Leichtbauflügel befestigt. Dieser Leichtbauflügel verfügt über Federblätter, die an der Flügelradnabe befestigt sind und an deren Enden U-förmige starre Flügelblätter angebracht sind.

Dieser erfindungsgemäße Federstahlflügel wiegt nur ein Bruchteil eines konventionellen Flügelrades und kann deshalb direkt über einen Ölmotor angetrieben werden. Durch die Gewichtseinsparung von nahezu 200 kg kann jetzt dieser Rundballenhäcksler mit eingeladenem Rundballen noch von Kleinschleppern getragen, bzw. angetrieben werden, so daß erstmals eine Mechanisierung der Stroheinstreuung auch in Altbauställen mit schmalen Durchfahrten möglich ist. Dieser erfindungsgemäße Federstahlflügel ist bedingt durch sein geringes Eigengewicht wesentlich preisgünstiger herzustellen. Ein weiterer Vorteil ist der, daß dieser Federstahlflügel unverformbar ist, da er durch seine gefederte Ausführung jedem Fremdkörper ausweichen kann.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel anhand von Zeichnungen näher beschrieben.

Hier zeigt

Fig. 1 eine Draufsicht des erfindungsgemäßen Federstahlflügels.

Fig. 2 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Federstahlflügels.

Fig. 3 eine Seitenansicht des Rundballenhäckslers mit eingebautem erfindungsgemäßen Federstahlflügel.

Fig. 4 eine Draufsicht des Rundballenhäckslers mit eingebautem erfindungsgemäßen Federstahlflügel.

Im folgenden wird die Arbeitsweise des Rundballenhäckslers 1 mit dem eingebauten erfindungsgemäßen Federstahlflügel 6 anhand der Abbildungen näher erläutert.

Um einen Rundballen 2 abfräsen und ausstreuen zu können, wird in den Rundballenhäcksler 1 ein Rundballen 2 auf den Förderboden 3 abgelegt, so daß dieser an die Fräswalze 4 und an die Abrollwalze 5 geführt wird. Durch die entstehende Drehbewegung des Ballens 2 wird dieser von außen nach innen kontinuierlich von der Fräswalze 4 abgefräst, wobei das Stroh vom Federstahlflügel 6 gleichmäßig ausgeworfen wird. Dieser Federstahlflügel 6 ist direkt mit dem Ölmotor 9 gekoppelt und weist von der Flügelnabe 10 ausgehend Federblätter 7 auf, an deren Ende u-förmige Flügelblätter 8 zugeordnet sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Federstahlflügel (6) eingebaut in einem Rundballenhäcksler (1) mit Förderboden (3), Fräswalze (4), Abrollwalze (5), mit eingelegtem Rundballen (2) in bekannter Weise, dadurch gekennzeichnet, daß an der Flügelradnabe (10) Federblätter (7) befestigt sind und an deren Enden wiederum Flügelblätter (8) angebracht sind.
  2. 2. Federstahlflügel (6) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügelblätter (8) U-förmig ausgebildet sind.
  3. 3. Federstahlflügel (6) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügelblätter (8) sich an der Innenseite konisch nach außen erweitern.
  4. 4. Federstahlflügel (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Federstahlflügel (6) an seiner Rückseite genau an der Wand des Rundballenhäckslers (1) vorbeiläuft.






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