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Dokumentenidentifikation DE3820105C2 02.12.1993
Titel Ventil zum Regeln eines Luftstroms
Anmelder Kelley, Winfield LeRoy, Miami, Fla., US
Erfinder Kelley, Winfield LeRoy, Miami, Fla., US
Vertreter Diehl, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 80639 München; Glaeser, J., Dipl.-Ing., 22767 Hamburg; Hiltl, E., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Burger, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 80639 München
DE-Anmeldedatum 13.06.1988
DE-Aktenzeichen 3820105
Offenlegungstag 27.04.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.12.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.12.1993
IPC-Hauptklasse F24F 13/10
IPC-Nebenklasse F24F 11/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Ventil zum Regeln eines Luftstroms mit einer ersten und einer zweiten Seitenwand. Beide Seitenwände weisen eine Mehrzahl von Öffnungen auf. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf ein solches Ventil, bei dem die Seitenwände relativ zueinander in einer Richtung von einer ersten offenen Stellung zu einer geschlossenen Stellung und zu einer zweiten offenen Stellung verschiebbar sind. Das Ventil kann auch eine Einrichtung zum Kompensieren von Druckänderungen, die von einer Luftquelle stammen, aufweisen. Die relativ zueinander beweglichen Seitenwände können auch aus einer Seitenwand, die in Richtung einer horizontalen Achse bewegbar ist, und einer Seitenwand, die in Richtung einer vertikalen Achse bewegbar ist, bestehen.

Ventile zum Regeln eines Luftstroms sind in der Technik bekannt. Die US-A-35 40 484 beschreibt eine Luftverteilungsvorrichtung für Heiz-, Belüftungs- und Klimaanlagen unter Verwendung von Konstantvolumenreglern und Bypass-Ventilen mit einem Hohlzylinder mit Luftdurchgängen vorgegebener Form und einem Kolben unter Federspannung, der durch ein Druckdifferential in einem Zylinder axial beweglich ist, um bei sich ändernden Drücken der zugeführten Luft ein weitgehend konstantes Volumen aufrechtzuerhalten.

Auch die Herstellung von Ventilen unter Verwendung von konzentrischen, mit Öffnungen versehenen Zylindern ist bekannt, wie aus der US-A-3 04 443 und der US-A- 31 35 293 ersichtlich ist.

Die Verwendung einer Feder als Teil eines Systems zur Kompensierung von Druckänderungen wird z.B. in der US-A-31 31 716 angegeben. Dort richtet sich die Federkraft gegen den Druck einer Flüssigkeitsquelle, wobei sich der Widerstand gegen den Strom verstärkt, wenn der Druck zunimmt.

Die oben angeführten Patente bieten jedoch kein leicht zu wartendes Ventil, das sich auf Druckänderungen in der Luftversorgung einstellt. Gemäß der US-A- 3 131 716 wird keine Drehbewegung zum Regeln des Luftstroms angewandt. Gleiches gilt für die US-A-3 540 484, die sich außerdem auf einen komplizierten Mechanismus zur Anpassung an Druckänderungen bezieht. Außerdem werden die obigen Ventile im allgemeinen so geöffnet, daß ein Bauteil in eine bestimmte Richtung bewegt wird, und so geschlossen, daß dasselbe Bauteil in Gegenrichtung bewegt wird. Es wäre ein Ventil vorteilhaft, das durch Bewegen ein und desselben Bauteils in der gleichen Richtung geöffnet, dann geschlossen und dann wieder geöffnet wird.

Die US-A-4 030 518 beschreibt ein Luftventil mit einem Schieber. Das Ventil hat jedoch nur jeweils eine offene und eine geschlossene Stellung.

Aus dem DE-GM 6912407 ist ein Lüftungsgitter bekannt, das aus zwei, übereinstimmende Ausnehmungen aufweisenden Schlitzschiebern besteht, die zum Öffnen und Schließen des Luftdurchlasses zueinander verschiebbar sind. Die Schlitzbleche weisen in gleichen Abständen abwechselnd nach hinten und nach vorne gerichtete, mit den Ausnehmungen versehene Schrägflächen auf und greifen mit den durch die Schrägflächen gebildeten Vertiefungen bzw. Erhöhungen ineinander. Dieses Lüftungsgitter erlaubt es aber nicht, zum Regeln eines Luftstroms ein Bauteil in nur einer Richtung in eine erste geöffnete Stellung, in eine geschlossene Stellung und in eine zweite geöffnete Stellung des Lüftungsgitters zu bringen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ventil zum Regeln eines Luftstroms anzugeben, das durch Bewegen eines Bauteils in nur einer Richtung in eine erste geöffnete Stellung, in eine geschlossene Stellung und in eine zweite geöffnete Stellung bringbar ist. Dabei soll das Ventil zur Steuerung von Zusatzgeräten eine Regelunempfindlichkeitszone in geschlossener Stellung aufweisen und bei Änderung des Primärdrucks einen relativ konstanten Luftstrom aufrechterhalten.

Diese Aufgabe löst die Erfindung mit einem Ventil gemäß dem Patentanspruch 1. Bevorzugte Ausführungsformen dieses Ventils sind in den Patentansprüchen 2 bis 4 angegeben.

Bei dem erfindungsgemäßen Ventil kann eine erste Seitenwand entlang einer horizontalen Achse und eine zweite Seitenwand wahlweise auf einer der beiden Seiten einer festen Seitenwand entlang einer vertikalen Achse verschiebbar sein. Auch ist es möglich, ein Luftregelventil mit einer unbeweglichen Seitenwand mit gewellter Oberfläche auszubilden, wobei auf der einen Seite der Seitenwand eine horizontal bewegliche Seitenwand angeordnet ist.

Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um ein Ventil, das einen Luftstrom auf dem Weg vom Einlaß zum Auslaß des Ventils durch die Bewegung einer ersten Seitenwand relativ zu einer zweiten Seitenwand regelt. Die erste und zweite Seitenwand weisen jeweils eine Mehrzahl an Öffnungen auf. Die erste Seitenwand liegt verschiebbar über der zweiten Seitenwand, so daß die Luft bei entsprechend ausgerichteten Öffnungen vom Lufteinlaß zum Luftauslaß strömen kann. Die Vorrichtung erlaubt eine den Luftstrom regelnde Bewegung der beiden Seitenwände relativ zueinander, so daß die Öffnungen in einer ersten geöffneten Stellung aufeinander ausgerichtet sind, in einer geschlossenen Stellung nicht aufeinander ausgerichtet sind und schließlich in einer zweiten geöffneten Stellung ausgerichtet sind, in der mindestens eine Öffnung in der ersten Seitenwand auf eine von der ersten Stellung verschiedene Öffnung ausgerichtet ist. Die Bewegung von der ersten offenen Stellung zur geschlossenen Stellung und zur zweiten offenen Stellung erfolgt in der gleichen Richtung. Außerdem bietet die Bewegung von der ersten offenen Stellung zur zweiten offenen Stellung eine Regelunempfindlichkeitszone, in der Zusatzgeräte, wie Heiz- oder Kühlgeräte für Heiz-, Belüftungs- oder Klimatisierungsanlagen, in Betrieb gesetzt werden können.

Die erste und zweite Seitenwand können Teile jeweils eines konzentrischen ersten und zweiten Zylinders sein. Der zweite Zylinder befindet sich innerhalb des ersten Zylinders und die Seitenwände stehen miteinander in Gleitkontakt oder sie haben nur einen geringen Abstand, so daß ein Luftstrom durch das Ventil nur dann merkbar ist, wenn die Öffnungen in den offenen Stellungen aufeinander ausgerichtet sind. Wenn die Zylinder verwendet werden, kann eine Feder daran befestigt sein, die bei der Kompensierung von Druckschwankungen am Ventileinlaß mithilft.

Dieses erfindungsgemäße Ventil bietet viele Vorteile, denn die Feder erlaubt eine axiale Bewegung des zweiten Zylinders, die trotz Schwankungen des Einlaßdrucks ein relativ konstantes Luftvolumen fließen läßt. Dies erleichtert die Temperaturregelung eines zu heizenden oder zu kühlenden Raumes durch ein solches Ventil. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das Ventil eine erste offene Stellung, eine geschlossene Stellung und eine zweite offene Stellung durch die Bewegung eines Bauteiles in nur einer Richtung aufweist. Dadurch wird die Regelung von Heizung und Kühlung verbessert, da das Ventil durch eine Bewegung in nur einer Richtung von Heizung auf Kühlung umschalten kann, ohne daß durch eine Änderung der Bewegungsrichtung Unterbrechungen auftreten. Außerdem hat gerade dieses Ventil den Vorteil, daß es eine Regelunempfindlichkeitszone bietet, wodurch Heiz- oder Kühlgeräte nach Belieben einschaltbar sind.

Die erste und zweite Seitenwand können relativ zueinander und zu einer unbeweglichen, vertikalen Seitenwand mit Öffnungen verschiebbar sein. Die verschiebbaren Seitenwände sind auf einer der beiden Seiten der unbeweglichen Seitenwand befestigt. Eine der verschiebbaren Seitenwände ist entlang einer horizontalen Achse bewegbar, während die andere auf einer vertikalen Achse verschiebbar ist, oder es bewegen sich zumindest zwei verschiebbare Seitenwände auf Achsen, die rechtwinklig zueinander angeordnet sind. Die erste verschiebbare Seitenwand bewegt sich von einer ersten Stellung, in welcher ihre Öffnungen auf die Öffnungen der unbeweglichen und der zweiten verschiebbaren Seitenwand ausgerichtet sind, in eine geschlossene Stellung und weiter in eine zweite Position, in der ihre Öffnungen auf verschiedene Öffnungen der unbeweglichen Seitenwand und der zweiten verschiebbaren Seitenwand ausgerichtet sind.

Nachfolgend wird die Erfindung durch in der Zeichnung schematisch dargestellte Ausführungsbeispiele erläutert.

Die Fig. 8 und 9 erläutern die Merkmale der welligen, unbeweglichen und der welligen, verschiebbaren Seitenwand des erfindungsgemäßen Ventils während die Fig. 1 bis 7 andere Merkmale dieses Ventils verdeutlichen.

Es zeigen:

Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des Ventils;

Fig. 2 den zweiten Zylinder des Ventils gemäß Fig. 1;

Fig. 3 den ersten Zylinder des Ventils gemäß Fig. 1;

Fig. 4 einen Längsschnitt des Ventils gemäß Fig. 1;

Fig. 5A ein zweites Ausführungsbeispiel des Ventils;

Fig. 5B einen Querschnitt des Ventils gemäß Fig. 5A entlang der Linie D-D;

Fig. 6 ein drittes Ausführungsbeispiel des Ventils;

Fig. 7 eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung der drei Platten gemäß Fig. 6;

Fig. 8 eine unbewegliche Platte eines vierten Ausführungsbeispiels des Ventils, die stromaufwärts angeordnet ist, vor der Wellung; und

Fig. 9 die Platte gemäß Fig. 8 mit Wellung und mit einer welligen beweglichen Platte stromaufwärts.

Fig. 1 zeigt bevorzugte Merkmale eines ersten Ausführungsbeispiels der vorliegende Erfindung. Ein Ventil 1 besteht aus einem ersten Zylinder 2 und einem konzentrischen zweiten Zylinder 6, der im Inneren des ersten Zylinders 2 angeordnet ist.

Der erste Zylinder 2, wie in Fig. 1 und 3 dargestellt ist, besitzt eine Seitenwand 4 und Öffnungen 12. Die Öffnungen 12 sind vorzugsweise rechteckig. Der erste Zylinder 2 weist außerdem einen Trennwandflansch 24 auf, der so am Zylinderumfang befestigt ist, daß er den Luftstrom aus dem Zylinder 2 durch die Öffnungen 12 nicht behindert. Der Zylinder 2 weist außerdem eine Drehhebelausnehmung 22 auf, durch den ein Drehhebel 20 hindurchragt, wie in Fig. 1 dargestellt ist.

Wie Fig. 2 zeigt, hat der zweite Zylinder 6 eine Seitenwand 8, eine daran befestigte Stirnwand 10 sowie Öffnungen 14 in der Seitenwand 8. Vorzugsweise sind die Öffnungen 14 rechteckig. Der zweite Zylinder 6 weist auch einen Drehhebel 20 auf, der an der Seitenwand 8 angebracht ist, und zwar im Bereich des von der Stirnwand 10 abgewandten Endes.

Üblicherweise ist der erste Zylinder 2 ortsfest, und der zweite Zylinder 6 bewegt sich innerhalb des ersten Zylinders 2. Der zweite Zylinder 6 kann sich sowohl innerhalb des ersten Zylinders 2 in den Richtungen V drehen, wodurch ein Luftstrom geregelt wird, als auch sich axial innerhalb des ersten Zylinders 2 in den Richtungen P bewegen, um sich auf Druckänderungen einzustellen, wie im folgenden beschrieben wird.

Fig. 4 zeigt das Ventil 1, wie es einen Lufteinlaßraum 40 mit einem Luftauslaßraum 50 verbindet. Der Lufteinlaßraum 40 und der Luftauslaßraum 50 werden durch eine Trennwand 30 getrennt. Der erste Zylinder 2 ist durch den Trennwandflansch 24 an der Trennwand 30 befestigt und dichtet den Lufteinlaßraum 40 vom Luftauslaßraum 50 ab.

Das Ventil 1 reguliert das Luftvolumen, das vom Lufteinlaßraum 40 zum Luftauslaßraum 50 strömt, indem der zweite Zylinder 6 innerhalb des ersten Zylinders 2 gedreht wird. Dabei kann die Luft durch die Öffnungen 14 des zweiten Zylinders 6 strömen, wenn sie auf die Öffnungen 12 des ersten Zylinders 2 ausgerichtet sind. Die Seitenwand 4 kann beim Verschieben die Seitenwand 8 berühren oder einen geringen Abstand davon haben, so daß der Luftstrom vernachlässigbar ist, wenn die Öffnungen 12, 14 nicht aufeinander ausgerichtet sind. Die Druckänderungen im Lufteinlaßraum 40 werden durch die axiale Bewegung des zweiten Zylinders 6 kompensiert, die entgegen der Feder 26 erfolgt, welche die axiale Ausrichtung der Öffnungen 12, 14 verändert. Die Druckänderungen im Lufteinlaßraum 40 werden in erster Linie durch Last- oder Bedarfsänderungen in den verschiedenen Bereichen eines Luftverteilungssystems verursacht.

Eine Feder 26 ist am Drehhebel 20 und dem Trennwandflansch 24 befestigt. Die durch die Feder 26 ausgeübte Kraft ändert sich linear mit der Dehnungslänge bei ihrer Bewegung, entsprechend der folgenden Formel:

d = p × A/k

wobei A die Fläche der Stirnwand 10 bedeutet, d die Dehnungslänge bei der Bewegung der Feder aus dem ungespannten Zustand, k die Federkonstante und p den Druckunterschied zwischen dem Lufteinlaßraum 40 und dem Luftauslaßraum 50.

Die Innenseite der Seitenwand 4 des ersten Zylinders 2 kann Teile der Seitenwand 8 des zweiten Zylinders 6 berühren. Es kann deshalb sein, daß Reibung die axiale Bewegung des zweiten Zylinders 6 in einem bestimmten Ausmaß dämpft.

Der erste und zweite Zylinder 2, 6 können aus Metall bestehen und gegebenenfalls jeweils mit Polytetrafluorethylen beschichtet sein. Der Drehhebel 20 kann entweder manuell oder durch einen Temperaturregler, wie einen Thermostaten 31, betätigt werden.

Es ist wichtig, daß die Drehbewegung des ersten Zylinders 6 in den Richtungen V es dem Ventil 1 gestatten, aus der offenen zur geschlossenen und wieder zur offenen Stellung durch einen Schub in nur einer Richtung zu gelangen. Dies erlaubt eine Reguliersequenz mit Umkehrung innerhalb eines linearen Schubes.

Bei einer typischen Betriebsweise fließt Luft einer festgelegten Temperatur durch das Ventil 1 in der ersten offenen Stellung, in der jede Öffnung 12 auf eine Öffnung 14 ausgerichtet ist. Wenn ein Temperaturregler bestimmt, daß die Temperatur stromaufwärts vom Ventil 1 verändert werden soll, verschiebt sich das Ventil 1 in die geschlossene Stellung. Die Heiz- oder Kühlschlangen 41 (schematisch dargestellt), welche stromabwärts vom Ventil 1 angeordnet sind, können je nach Bedarf in Funktion treten, während sich das Ventil 1 in der geschlossenen Stellung befindet. Die Heiz- oder Kühlschlangen 41 sind stromabwärts vom Ventil 1 angeordnet. Beide sind in einem herkömmlichen Luftkanal 42 montiert. Das Ventil 1 kann dann auf die zweite offene Stellung weiterschalten, in der alle Öffnungen 12 auf von der ersten offenen Stellung verschiedene Öffnungen 14 ausgerichtet sind, und läßt wiederum Luft der festgelegten Temperatur aus dem Ventil 1 austreten und die Heiz- oder Kühlschlangen 41umströmen. Die Drehhebelausnehmung 22 ist vorzugsweise so bemessen, daß der Drehhebel 20 nur eine erste offene Stellung, eine geschlossene Stellung und eine zweite offene Stellung zuläßt.

Es ist außerdem wichtig, daß das Ventil 1 eine Regelunempfindlichkeitszone aufweist. Dazu muß die Länge des Umfangsabschnitts B zwischen den Öffnungen 12 des ersten Zylinders 2 größer sein als die Breite der Öffnungen 14. Auch muß die Länge des Umfangsabschnitts A zwischen den Öffnungen 14 des zweiten Zylinders 6 größer sein als die Breite der Öffnungen 12. Vorzugsweise sind sowohl die Umfangsabschnitte A, B als auch die Öffnungen 12, 14 etwa gleich groß bemessen. Das Verhältnis zwischen den Größen der Öffnungen 12, 14 und den Längen der Umfangsabschnitte A, B sind notwendig, um die besondere Eigenschaft der Regelunempfindlichkeitszone des Ventils 1 auszubilden. Die Regelunempfindlichkeitszone erlaubt es dem Ventil 1, in einem einzigen linearen Schub über die geschlossene Stellung hinwegzufahren, um eine Bewegung zur Aktivierung von Mikroschaltern auszuführen und die Heiz- oder Kühlschlangen 41 einzuschalten. Die Regelunempfindlichkeitszone macht das Ventil anpassungsfähig, wenn festzulegen ist, ob in seiner geschlossenen Stellung die Heiz- oder Kühlschlangen 41 in Funktion treten sollen oder nicht.

Fig. 5A und 5B zeigen bevorzugte Merkmale eines zweiten Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung in Form eines Flachventils 61, im Unterschied zu dem oben besprochenen zylindrischen Ventil 1. Das Ventil 61 besteht aus einer ersten Seitenwand 60 und einer zweiten Seitenwand 64. Die erste Seitenwand 60 weist Öffnungen 62 auf, die vorzugsweise rechteckig ausgebildet sind. Die zweite Seitenwand 64 weist Öffnungen 66 auf, die ebenfalls vorzugsweise rechteckig ausgeführt sind. Die ersten Seitenwände 60, 64 überlappen sich und sind relativ zueinander verschiebbar angeordnet, so daß sie, wie im Falle des oben beschriebenen Ventils 1, eine erste offene Stellung, eine geschlossene Stellung, und eine zweite offene Stellung ermöglichen. Alle Öffnungen 62 in der ersten Seitenwand 60 haben die gleiche Größe. Auch haben alle Öffnungen 66 der zweiten Seitenwand 64 die gleiche Größe. Vorzugsweise haben alle Öffnungen 62, 66 die gleiche Größe. Die Länge C in der Parallelregulierbewegungsrichtung X und der Abstand zwischen den einander benachbarten Paaren der Öffnungen 62 in der Seitenwand 60 ist gleich der Länge E in der Parallelregulierbewegungsrichtung X und dem Abstand zwischen den einander benachbarten Paaren der Öffnungen 66 in der Seitenwand 64. Die Länge C ist vorzugsweise größer als die Länge der Öffnungen 62, 66, um die Regelunempfindlichkeitszone auszubilden, wie sie beim Ventil 1 beschrieben wurde.

Das Ventil 61 kann manuell oder durch einen Temperaturregler, wie einen Thermostaten 31, gesteuert werden. Das Ventil 1 kann auch mit stromabwärts angeordneten Heiz- oder Kühlschlangen (nicht gezeigt) betrieben werden und hat damit alle Vorteile, wie sie zuvor beim Ventil 1 beschrieben wurden, nämlich eine erste offene Stellung, eine geschlossene Stellung und eine zweite offene Stellung. Die Seitenwände 60, 64 können aus Metall gefertigt und mit Polytetrafluorethylen beschichtet sein, um die Gleitreibung zu reduzieren. Sie können miteinander Kontakt haben oder einen geringen Abstand voneinander aufweisen, wie in Fig. 5B dargestellt ist, um die Reibung zu reduzieren. Falls die Seitenwände 60, 64 einen geringfügigen Abstand voneinander haben, erlaubt dies einen geringen Luftstrom durch das Ventil 61, selbst wenn es geschlossen ist. Dieser Luftstrom ist jedoch vernachlässigbar und beeinträchtigt die Funktion des Luftverteilungssystems nicht.

Fig. 6 stellt bevorzugte Merkmale eines dritten Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung dar, eingebaut in einen rechtwinkligen Luftkanal 70 mit einer Heizschlange 72. Das Ventil besteht aus drei Platten 74, 76, 78. Die Platte 74 hat Öffnungen 120, die Platte 76 hat Öffnungen 130 sowie 140 und die Platte 78 hat Öffnungen 150 und 160. Die Platte 76 hat Flansche 80 und 82, die durch Bolzen, Nieten oder Schweißstellen an dem Luftkanal 70 befestigt sind. Auf beiden Seiten der Platte 76 stehen Stifte 84, 86 ab. Die Platte 74 ist auf der Einlaßseite der Platte 76 angeordnet und mittels der Stifte 84 und der Schlitze 88 in der Platte 74 horizontal verschiebbar ausgebildet. Ein Temperaturregler 89 ist an den Platten 74, 76 befestigt, der die Platte 74 aus einer Stellung in Ausrichtung mit den Öffnungen der Platten 76, 78 auf eine Stellung der Nichtausrichtung und weiter wieder in eine Stellung der Ausrichtung verschiebt. Die Platte 78 ist durch Stifte 86 an der Platte 76 und durch Schlitze 90 an der Auslaßseite der Platte 76 befestigt. Die Schlitze 88, 90 haben ein erweitertes Ende, um sie über die Köpfe der Stifte 84, 86 setzen zu können. Innerhalb des Luftkanals 70 ist ein Balg 92 eingebaut, der mit der Hochdruckseite des Ventils durch Druckübertragungsröhren 94 in Verbindung steht. Bei sich änderndem Druck zieht sich der Balg 92 zusammen oder dehnt sich aus. An Befestigungspunkten 96, 98 sind die Platte 78 und der Balg 92 drehbar an einer Schubstange 100 befestigt, um abhängig von der Ausdehnung oder Zusammenziehung des Balgs 92 die Platte 78 nach oben oder nach unten bewegen zu können. Eine Feder 102 ist am Befestigungspunkt 96 und am Luftkanal 70 befestigt, um der Platte 78 eine nach unten gerichtete Vorspannung zu geben.

Beim Einsatz des Ventils gemäß Fig. 6 und 7 richten sich die Öffnungen 130, 150 in den Platten 76, 78 jeweils auf die Öffnungen 120 aus, wenn sich die Platte 74in der ersten offenen Stellung befindet. In der zweiten offenen Stellung erfolgt die Ausrichtung mit den Öffnungen 140, 160.

Fig. 8 und 9 illustrieren in einem vierten Ausführungsbeispiel das spezielle Merkmal der vorliegenden Erfindung, wonach die unbewegliche Seitenwand oder Platte 176 gewellt ausgeführt ist, um eine größere Anzahl von Öffnungen 230, 240 in dem Ventil zu ermöglichen, was den Druckabfall bei einer vorgegebenen Strömungsgeschwindigkeit im Vergleich mit dem Ventil gemäß Fig. 6 und 7 reduziert. Die unbewegliche Platte 176 ist in einem Abschnitt 300 abgewinkelt, um einen Flansch 182 zu bilden, der an dem rechteckigen Luftkanal 170 befestigt ist. Die unbewegliche Platte ist in einem Abschnitt 301 gebogen, um eine wellige Form mit Öffnungen 230, 240 zu erhalten, die sich nur in einer planaren Oberfläche der Wellenform befinden. Auf der stromaufwärts liegenden Seite der unbeweglichen Platte 176 ist an Stiften 184 eine wellenförmige, geschlitzte Seitenwand oder Platte 174 mit Öffnungen befestigt, ähnlich der Platte 74, die sich horizontal in gleicher Weise wie Platte 74 in Fig. 6 und 7 bewegt. Die Funktionen der Deckung und Nichtdeckung der Öffnungen in der Platte 174 mit den Öffnungen 230, 240 in der unbeweglichen Platte 176 sind die gleichen wie im Falle der Platte 74 und der unbeweglichen Platte 76. Die Schlitze in der Platte 174 haben ein erweitertes Ende, um sie über die Stifte 184 setzen zu können.


Anspruch[de]
  1. 1. Ventil zum Regeln eines Luftstroms, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (1) aus einer welligen, unbeweglichen Seitenwand (176) mit darin befindlichen Öffnungen (230, 240) und einer welligen, verschiebbaren Seitenwand (174) mit Öffnungen, die an einer Seite der unbeweglichen Seitenwand (176) befestigt ist und in einer Richtung relativ zu der unbeweglichen Seitenwand (176) bewegbar ist, besteht, wobei die verschiebbare Seitenwand (174) mit einem Lufteinlaß in Verbindung steht und die unbewegliche Seitenwand (176) mit einem Luftauslaß in Verbindung steht sowie die verschiebbare Seitenwand (174) aus einer ersten offenen Stellung, in der die Öffnungen der verschiebbaren Seitenwand (174) auf die Öffnungen (230, 240) der unbeweglichen Seitenwand (176) ausgerichtet sind, in eine geschlossene Stellung, in der die Öffnungen der verschiebbaren Seitenwand (174) nicht auf die Öffnungen (230, 240) der unbeweglichen Seitenwand (176) ausgerichtet sind, und weiter in eine zweite offene Stellung, in der die Öffnungen der verschiebbaren Seitenwand (174) auf die Öffnungen (230, 240) der unbeweglichen Seitenwand (176) ausgerichtet sind, bewegbar ist, und eine Vorrichtung zum Bewegen der verschiebbaren Seitenwand (174) vorgesehen ist, die durch Temperaturänderungen gesteuert wird, sowie die unbewegliche Seitenwand (176) Mittel aufweist, an denen die verschiebbare Seitenwand (174) verschiebbar montiert ist.
  2. 2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der unbeweglichen Seitenwand (176) die Mittel, an denen die verschiebbare Seitenwand (174) verschiebbar montiert ist, aus Stiften (184) mit Köpfen bestehen.
  3. 3. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebbare Seitenwand (174) Schlitze aufweist, in denen die Stifte (184) angeordnet sind und die Schlitze ein erweitertes Ende zum Hindurchführen der Köpfe der Stifte (184) aufweisen.
  4. 4. Ventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze in der verschiebbaren Seitenwand (174) so angeordnet sind, daß sie eine horizontale Bewegung der verschiebbaren Seitenwand (174) zulassen.






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