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Dokumentenidentifikation DE4217698A1 02.12.1993
Titel Entlang einer Förderbahn bewegbarer Tisch
Anmelder Hans Kremkau - Jul. Knappe GmbH, 1000 Berlin, DE
Erfinder Frohn, H. Josef, Dipl.-Ing., 1000 Berlin, DE
Vertreter Pfenning, J., Dipl.-Ing., 10707 Berlin; Meinig, K., Dipl.-Phys., 80336 München; Butenschön, A., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anwälte; Bergmann, J., Dipl.-Ing., Pat.- u. Rechtsanw., 10707 Berlin; Nöth, H., Dipl.-Phys., 80336 München; Hengelhaupt, J., Dipl.-Ing., 01097 Dresden; Kraus, H., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 80336 München
DE-Anmeldedatum 27.05.1992
DE-Aktenzeichen 4217698
Offenlegungstag 02.12.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.12.1993
IPC-Hauptklasse B65G 17/48
IPC-Nebenklasse B65G 69/24   B66F 3/22   
IPC additional class // B65G 39/18,47/26  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen entlang einer Förderbahn bewegbaren Tisch, der einen mit Förderelementen (1, 2) in Eingriff stehenden Rahmen (3) und eine über dem Rahmen befindliche Ablagefläche (4) aufweist. Die Ablagefläche wird über sich kreuzende Tragstreben (5) vom Rahmen getragen, die in ihrem Kreuzungspunkt zur Veränderung des Abstandes zwischen der Ablagefläche und dem Rahmen um eine senkrecht zur Förderbahn verlaufende Achse scherenartig gegeneinander verschwenkbar sind, so daß die Enden der Tragstreben jeweils an der Ablagefläche und am Rahmen in Förderrichtung gegeneinander bewegbar sind. Die Enden der Tragstreben am Rahmen sind jeweils drehbar mit dem einen Ende einer Hubstrebe (8) gekoppelt und die anderen Enden der Hubstreben sind drehbar miteinander verbunden und in einer Führung (11) gehalten. Der Abstand der Führung zum Rahmen ist in Förderrichtung veränderbar entsprechend dem jeweils längs der Förderbahn gewünschten Abstand zwischen der Ablagefläche und dem Rahmen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Tisch nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es ist bekannt, zur Beförderung von größeren Werkstücken entlang einer Montagelinie Tische zu verwenden, die auf einer Förderbahn bewegt werden und außerdem in der Höhe verstellt werden können, so daß sie die für den jeweiligen Montagevorgang geeignete Höhe einnehmen können. Um die Höhenverstellbarkeit der Tische zu erreichen, werden jedoch üblicherweise komplizierte Gerüstkonstruktionen eingesetzt, die nicht nur kostenaufwendig, sondern auch hinderlich sind, so daß ein zu bearbeitendes Werkstück beispielsweise nur von einer Seite zugänglich ist.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen entlang einer Förderbahn bewegbaren Tisch, der einen mit Förderelementen in Eingriff stehenden Rahmen und eine über dem Rahmen befindliche Ablagefläche aufweist, wobei die Ablagefläche über sich kreuzende Tragstreben vom Rahmen getragen wird und die Tragstreben in ihrem Kreuzungspunkt zur Veränderung des Abstandes zwischen der Ablagefläche und dem Rahmen um eine senkrecht zur Förderbahn verlaufende Achse scherenartig gegeneinander verschwenkbar sind, derart, daß die Enden der Tragstreben jeweils an der Ablagefläche und am Rahmen in Förderrichtung gegeneinander bewegbar sind, zu schaffen, dessen Hubvorrichtung einfach und platzsparend ausgebildet ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale. Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Tisches ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Dadurch, daß die Enden der Tragstreben am Rahmen jeweils drehbar mit dem einen Ende einer Hubstrebe gekoppelt sind, und daß die anderen Enden der Hubstreben drehbar miteinander verbunden und in einer Führung gehalten sind, deren Abstand zum Rahmen sich in Förderrichtung verändert entsprechend dem jeweils längs der Förderbahn gewünschten Abstand zwischen Ablagefläche und Rahmen, kann eine gegenseitige Bewegung der am Rahmen angeordneten Enden der Tragstreben in Förderrichtung und damit eine Einstellung der Höhe des Tisches auf einfache Weise erzielt werden, ohne daß die Hubvorrichtung seitlich oder nach oben über die Förderbahn hinausragt.

Als Führung für die Hubstrecken wird vorzugsweise eine unterhalb der Förderbahn installierte Schiene verwendet, die zweckmäßig in Längsrichtung in jeweils einzeln in ihrem Abstand zum Rahmen veränderbare Abschnitte unterteilt ist. Hierdurch ist eine schnelle Anpassung an etwaige Änderungen in der Montagelinie möglich.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen Abschnitt einer Förderbahn mit zwei Tischen in der Seitenansicht, und

Fig. 2 einen Schnitt durch die Förderbahn und einen Tisch quer zur Förderrichtung.

Eine in bekannter Weise ausgebildete Förderbahn weist an zwei parallelen horizontalen Trägern 1 auf den einander zugewandten Seiten angeordnete Laufrollen 2 auf. Zwischen den Trägern 1 sind mit ihren Seitenkanten Tische auf die Laufrollen 2 aufgesetzt. Die Tische bestehen aus einem auf den Laufrollen aufliegenden Rahmen 3, einer aus Tragrollen gebildeten Ablagefläche 4 zur Aufnahme eines zu montierenden Werkstücks, beispielsweise einer Waschmaschine, eines Kühlschranks oder dergleichen, sowie diese verbindenden Tragstreben 5. Jeder Tisch weist auf jeder Seite, d. h. senkrecht zur Förderachse hintereinanderliegend, ein Paar sich kreuzender Tragstreben 5 auf. Die in Fig. 1 auf der linken Seite angeordneten Enden der Tragstreben 5 sind so am Rahmen 3 bzw. an der Ablagefläche 4 befestigt, daß in Richtung der Förderbahn zwischen diesen keine Bewegung erfolgen kann. Hingegen sind die rechten Enden der Tragstreben 5 so gelagert, daß sie dem Rahmen 3 bzw. der Ablagefläche 4gegenüber horizontal, d. h. in Richtung der Förderbahn verschoben werden können. Dies wird durch den Vergleich der beiden Tische in Fig. 1 deutlich. Die Tragstreben 5 eines Paares sind in ihrem Kreuzungspunkt gegeneinander verschwenkbar miteinander verbunden, so daß eine Verschiebung des Endes der Tragstrebe 5 auf der rechten Seite im Rahmen 3 eine zwangsweise Verschiebung des Endes der Tragstrebe 5 auf der rechten Seite an der Ablagefläche 4 in der gleichen Richtung zur Folge hat. Die im Rahmen 3 und an der Ablagefläche 4 gelagerten Enden sowie der Kreuzungspunkt der Tragstreben 5 des einen Paares sind mit den entsprechenden Punkten des anderen Paares durch quer zur Förderbahn verlaufende Querstreben 6 miteinander verbunden.

Die Rahmen 3 sind mit Förderketten 7 in Eingriff, durch die sie auf den Laufrollen 2 in Pfeilrichtung gemäß Fig. 1 entlang der Förderbahn gezogen werden können.

Durch Veränderung des Abstandes jeweils zwischen den im Rahmen 3 oder zwischen den an der Ablagefläche 4 gelagerten Enden der Tragstreben 5 kann der Abstand zwischen der Ablagefläche 4 und dem Rahmen 3, d. h. die Höhe des Tisches verändert werden. Um diesen Abstand in gewünschter Weise einzustellen, sind an die die im Rahmen 3 gelagerten Enden der Tragstreben 5 verbindenden Querstreben 6 Enden von Hubstreben 8 angelenkt, deren jeweils entgegengesetzte Enden gegeneinander verschwenkbar miteinander verbunden sind. Die die Hubstreben 8 verbindende Achse 9 trägt an ihren Enden Gleitrollen 10, die in einer unterhalb und entlang der Förderbahn verlaufenden Führungsschiene 11 aus zwei einander zugewandten C-Profilen geführt sind.

Die Führungsschiene 11 ist so ausgebildet, daß ihr Abstand zu den Laufrollen 2 sich in gewünschter Weise ändert. Damit ist der Abstand zwischen dem Rahmen 3 eines Tisches und der Führungsschiene 11 bzw. den mit dem Tisch entlang der Förderbahn bewegten Gleitrollen 10 von der Stellung des Tisches in bezug auf die Förderbahn abhängig. Je größer dieser Abstand ist, desto geringer ist der Abstand zwischen den im Rahmen 3 gelagerten Enden der Tragstreben 5 und desto größer ist der Abstand zwischen dem Rahmen 3 und der Ablagefläche 4. Durch entsprechende Veränderung des Abstandes zwischen den Laufrollen 2 und der Führungsschiene 11 kann somit die Ablagefläche 4 in gewünschter Weise angehoben oder abgesenkt werden.

Fig. 1 zeigt zwar eine starre Führungsschiene 11; diese kann jedoch aus gelenkig miteinander verbundenen Längsabschnitten bestehen, die einzeln in ihrem Abstand gegenüber den Laufrollen 2 eingestellt werden können, so daß eine Anpassung an veränderten Montagebedingungen auf einfache Weise möglich ist.

Die gegenüber dem Rahmen 3 und der Ablagefläche 4 verschiebbaren Enden der Tragstreben 5 sind vorzugsweise mit Gleitrollen versehen, um eine möglichst reibungsfreie Verschiebung sicherzustellen.


Anspruch[de]
  1. 1. Entlang einer Förderbahn bewegbarer Tisch, der einen mit Förderelementen in Eingriff stehenden Rahmen und eine über dem Rahmen befindliche Ablagefläche aufweist, wobei die Ablagefläche über sich kreuzende Tragstreben vom Rahmen getragen wird und die Tragstreben in ihrem Kreuzungspunkt zur Veränderung des Abstandes zwischen der Ablagefläche und dem Rahmen um eine senkrecht zur Förderbahn verlaufende Achse scherenartig gegeneinander verschwenkbar sind, derart, daß die Enden der Tragstreben jeweils an der Ablagefläche und am Rahmen in Förderrichtung gegeneinander bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Tragstreben (5) am Rahmen (3) jeweils drehbar mit dem einen Ende einer Hubstrebe (8) gekoppelt sind, und daß die anderen Enden der Hubstreben (8) drehbar miteinander verbunden und in einer Führung (11) gehalten sind, deren Abstand zum Rahmen (3) sich in Förderrichtung verändert entsprechend dem jeweils längs der Förderbahn gewünschten Abstand zwischen Ablagefläche (4) und Rahmen (3).
  2. 2. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils das Ende einer Tragstrebe (5) in bezug auf die Ablagefläche (4) und den Rahmen (3) in Förderrichtung feststehend ist.
  3. 3. Tisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung für die Hubstreben (8) eine unterhalb der Förderbahn installierte Schiene (11) ist.
  4. 4. Tisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene in Längsrichtung in jeweils einzeln in ihrem Abstand zum Rahmen (3) veränderbare Abschnitte unterteilt ist.
  5. 5. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablagefläche (4) von zwei Paaren von senkrecht zur Förderrichtung hintereinanderliegenden, sich kreuzenden Tragstreben (5) getragen wird, die durch Querstreben (6) miteinander verbunden sind.
  6. 6. Tisch nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Paar Hubstreben (8) vorgesehen ist, deren eines Ende jeweils an eine Querstrebe (6) angelenkt ist.
  7. 7. Tisch nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die gegenüber der Ablagefläche (4) und dem Rahmen (3) sowie in der Schiene (11) in Förderrichtung bewegbaren Enden der Trag- (5) bzw. Hubstreben (8) Gleitrollen (10) tragen.
  8. 8. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (3) mit mindestens einer Förderkette (7) verbunden ist und auf Laufrollen (2) gleitet.
  9. 9. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablagefläche (4) aus Tragrollen gebildet ist.






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