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Dokumentenidentifikation DE3883385T2 09.12.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0349546
Titel ELEKTRISCHER MOTOR.
Anmelder Innoke OY, Hämeenlinna, FI
Erfinder Porro, Antti, SF-13600 HämeenlinnaFinland, FI
Vertreter Cohausz, W., Dipl.-Ing.; Knauf, R., Dipl.-Ing.; Cohausz, H., Dipl.-Ing.; Werner, D., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Redies, B., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Schippan, R., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Thielmann, A., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 40237 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 3883385
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 18.02.1988
EP-Aktenzeichen 889018461
WO-Anmeldetag 18.02.1988
PCT-Aktenzeichen FI8800025
WO-Veröffentlichungsnummer 8806376
WO-Veröffentlichungsdatum 25.08.1988
EP-Offenlegungsdatum 10.01.1990
EP date of grant 18.08.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.12.1993
IPC-Hauptklasse H02K 29/12

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrischen Motor mit einem Stator und mindestens zwei Polpaaren am Rotor mit einem integralen Drehmelder (Resolver) oder ähnlichem Signalumformer. Ein besonders bevorzugtes Anwendungsgebiet des erfindungsgemäß ausgebildeten elektrischen Motors betrifft genaue Servomotoren mit geringer Größe und hoher Leistung.

Gegenwärtig werden Riickkopplungsinformationen, die von Servomotoren benötigt werden, normalerweise von mindestens teilweise separaten Signalumformeinrichtungen erhalten, die an den Motoren befestigt sind, wie beispielsweise einem optischen oder magnetischen Codierer, einem Tachogenerator oder Drehmelder (siehe GB-A-13 82 670). Ein Nachteil dieser bekannten Lösungen besteht darin, daß das Volumen und das Gewicht der Motoren groß sind. Darüber hinaus ist das Einstellsystem anfällig gegenüber Störungen, was auf das vorhandene Spiel und die Flexibilität der Kupplung zurückzuführen ist.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die vorstehend beschriebenen Nachteile zu vermeiden. Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß der Drehmelder in die Basiskonstruktion des Motors integriert werden kann, wenn die Zahl der Polpaare im Motor mindestens zweimal so hoch ist wie die des Drehmelders. Mit dieser Art von Motor werden die vorstehend beschriebenen Nachteile des Standes der Technik durch die Merkmale ausgeschaltet, daß der Drehmelder ein solcher mit einem rotierenden Umformer ist, so daß die Primärwicklung des Drehmelders im Rotor des Motors angeordnet ist, und daß eine Sekundärwicklung des Drehmelders derart um den Stator des Motors gewickelt ist, daß der Wicklungsdraht abwechselnd innerhalb und außerhalb des Stators verläuft.

Wie bekannt, können somit die Absolutwinkelposition, Geschwindigkeit und Richtung des Rotors auf der Basis von Signalen, die in der Sekundärwicklung des Drehmelders erzeugt werden, festgelegt werden. Diese können zum weiteren Steuern der Kommutation, Geschwindigkeit und Ruhephase des Motors verwendet werden.

Erfindungsgemäß ist es möglich, falls gewünscht, einen Synchro oder irgendeine andere Signaluinformeinrichtung des Typs mit einem rotierenden Umformer in die Basiskonstruktion des Motors zu integrieren. Von diesen stellt jedoch der Drehmelder (Resolver) die nützlichste Alternative beispielsweise in bezug auf die Steuerung des Servomotors dar, aus welchem Grund er im vorliegenden Fall verwendet wird. Der hier verwendete Begriff "Drehmelder" soll jedoch eine größere Bedeutung haben, und zwar in der vorstehend beschriebenen Weise.

Ein erfindungsgemäß realisierter Motor ist deutlich kleiner und leichter als bekannte Motoren, die einen separaten Drehmelder zum Erhalten von Rückkopplungsinformationen verwenden. Er ist daher besonders geeignet für Anwendungsfälle, bei denen zu den an den Motor gestellten Basisanforderungen eine geringe Größe und ein geringes Gewicht gehören. Solche Anwendungsfälle schließen beispielsweise Flugzeuge ein. Darüber hinaus wird durch die erfindungsgemäße Konstruktion die Anfälligkeit gegenüber Störungen beseitigt, die durch die Flexibilität und das vorhandene Spiel verursacht werden. Ein weiterer Hauptvorteil besteht darin, daß der Motor billiger ist als Motoren des Standes der Technik.

Nachfolgend werden die Erfindung sowie ihre bevorzugten Ausführungsformen in größeren Einzelheiten in Verbindung mit den Ausführungsbeispielen der beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

Figur 1 einen Teillängsschnitt durch einen bürstenfreien Perinanentmagnetmotor, wenn die Zahl der Polpaare im Drehmelder 1 beträgt,

Figur 2 eine Schnittansicht des Motors der Figur 1 in Richtung der Linie A-A,

die Figuren 3a und 3b eine Ausführungsform zum Wickeln der Sekundärwicklungen des Drehmelders des in den Figuren 1 und 2 gezeigten Motors,

die Figuren 3c und 3d eine andere Ausführungsform zum Wickeln der Wicklung der Figuren 3a und 3b,

Figur 4 eine vereinfachte Darstellung der Sekundärwicklung des Drehmelders als Draufsicht zur Demonstration der Rauschspannung,

Figur 5 eine in der Sekundärwicklung des Drehmelders bei einem Vierpolmotor auftretende Rauschspannung und

Figur 6 eine in der Sekundärwicklung des Drehmelders bei einem bipolaren Motor auftretende Rauschspannung.

Die Figuren 1 und 2 zeigen einen hexapolaren bürstenfreien Permanentmagnetmotor, dessen Rotor und Stator mit den Bezugszeichen 1 und 2 versehen sind. Der Rotorumfang wird durch sechs Magnetpole N1 bis N6 gebildet, von denen die drei oberen Pole N1 bis N3 in der Schnittansicht der Figur 2 sichtbar sind. Die Primärwicklung oder Rotorwicklung des Drehmelders wird durch zwei Wicklungen 4a und 4b gebildet, die bei dem in den Figuren gezeigten speziellen Motor um Polmagneten gewickelt sind, die unter einem Winkel von 180º zueinander angeordnet sind. Somit ist nur die obere Wicklung 4a in den Figuren 1 und 2 sichtbar; aus Klarheitsgründen wurde jedoch die untere Wicklung 4b, die unter einem Winkel von 180º zur Wicklung 4a angeordnet ist, mit ihrem eigenen Bezugszeichen versehen. Die Bezugswechselspannung des Drehmelders wird über eine induktive Kupplung an die Wicklungen 4a und 4b gelegt. Bei diesem speziellen Motor findet dies gleichzeitig mit Hilfe von induktiven Schaltern (Wicklungen) 5 statt, die an beiden Enden des Stators angeordnet sind. Von diesen induktiven Schaltern wird die Bezugsspannung in Wicklungen 7 induziert, die an den Enden des Rotors angeordnet sind. Die Wicklungen 7 sind wiederum in Reihe mit den beiden Rotorwicklungen 4a und 4b des Drehmelders geschaltet. Bei diesem speziellen Motor ist die induktive Kupplung so ausgebildet, daß sie eine Welle 8 des Motors als einen Teil des Magnetkreises benutzt. Daher muß die Welle eine spezielle Konstruktion besitzen. Im Bereich des Rotors muß sie ferromagnetisch und magnetisch weich sein, während sie im Bereich der Wellenenden vorzugsweise nicht-ferromagnetisch sein sollte. Natürlich sind auch andere Lösungen zur Realisation einer induktiven Kupplung möglich sowie auch andere Wege zum Anlegen einer Bezugsspannung an die Rotorwicklungen 4a und 4b des Drehmelders, beispielsweise Schleifringe. Die induktive Kupplung arbeitet ohne Bürsten, wie dies bei allen Teilen eines bürstenfreien Motors wünschenswert ist.

Eine Statorwicklung 10 ist in Wicklungsschlitzen 9 angeordnet, die in bekannter Weise im Stator 2 ausgebildet sind. Die Sekundärwicklung oder Statorwicklung des Drehmelders ist um den Stator 2 gewickelt. Sie wird durch zwei Wicklungen 11a und 11b gebildet, die unter einem Winkel von 90º zueinander angeordnet sind. Im Schnitt der Figur 2 sind die Wicklungsdrähte paarweise sichtbar, wobei ein Draht zur Wicklung 11a und der andere Draht zur Wicklung 11b gehört. Der Wicklungsdraht in beiden Wicklungen verläuft abwechselnd am Stator 2 und im Wicklungsschlitz 9. Figur 1 zeigt zwei Drahtpaare der Sekundärwicklung des Drehmelders in der oberen Hälfte des Motors im Schnitt, wobei zu erkennen ist, daß sich diese schiefwinklig erstrecken.

Die Figuren 3a und 3b zeigen in genaueren Einzelheiten die Art des Wickelns der Sekundärwicklungen 11a und 11b des Drehmelders bei diesem speziellen Zahnmotor, bei dem die Wicklungsschlitze 9 in Längsrichtung über einen Zwischenraum abgeschrägt sind. Figur 3a zeigt die Wicklung 11a, und Figur 3b zeigt die Wicklung 11b. Beide Wicklungen sind in der Draufsicht gezeigt; die Wicklung ist in der Mitte aufgeschnitten, und die Hälften sind derart miteinander verbunden, daß eine Hälfte in der Kupplung der Umkehrung der anderen entspricht. Der im Wicklungsschlitz 9 angeordnete Wicklungsdrahtabschnitt ist mit einer gestrichelten Linie dargestellt, während der am Stator 2 angeordnete Wicklungsdrahtabschnitt durch eine durchgezogene Linie gekennzeichnet ist. Wie aus Figur 3a hervorgeht, verläuft der Wicklungsdraht der Wicklung 11a zuerst um 180º in jedem übernächsten Wicklungsschlitz 9, kehrt dann zum Ausgangspunkt zurück und verläuft in jedem übernächsten Wicklungsschlitz 9, wonach er sich über die andere Hälfte der 180º in entsprechender Weise erstreckt. Der Wicklungsdraht der Wicklung 11b verläuft in entsprechender Weise, wie in Figur 3b gezeigt, jedoch mit einer Verschiebung von 90º relativ zur Wicklung 11a. Wenn die Wicklung in der vorstehend beschriebenen Weise durchgeführt wird, wird sie bei diesem speziellen Gleichstrommotor, bei dem die Wicklungsschlitze über einen Zwischenraum abgeschrägt sind, gleichmäßig verteilt. Im Prinzip reicht eine einzige Windung von einer in den Figuren 3a und 3b gezeigten Wicklung von 180º aus, um ein Drehmeldersignal zu erhalten. Der Rest verstärkt nur das Signal.

Figur 3c zeigt eine andere Ausführungsform in bezug auf den in Figur 3a gezeigten Wicklungsvorgang. In diesem Fall erstreckt sich der Wicklungsdraht zuerst um 180º in jedem übernächsten Wicklungsschlitz 9, verläuft dann über die andere Hälfte der 180º, wobei er dies zweimal in jedem übernächsten Wicklungsschlitz 9 durchführt, wonach er zur ersten Hälfte der 180º zurückkehrt und sich um diese in jedem übernächsten Wicklungsschlitz 9 erstreckt. Eine entsprechende Alternative für die in Figur 3b gezeigte Wicklungsart ist in Figur 3b dargestellt. Der Wicklungsdraht einer in Figur 3d gezeigten Wicklung 12b verläuft ähnlich wie der Wicklungsdraht der Wicklung 12a in Figur 3c, jedoch mit einer Verschiebung von 90º hierzu. Es versteht sich, daß bei den in den Figuren 3a bis 3d gezeigten Wicklungen ihr Ausgangspunkt willkürlich entlang dem Umfang des Stators angeordnet sein kann, wobei sich die Art der Präsentation entsprechend ändern kann. Es ist weiter klar, daß unabhängig von der Art der Wicklung die Wicklungsdrähte diverse Male gewickelt werden müssen, wobei ein einziger Wicklungsdraht durch einen diverse Drähte umfassenden Strang ersetzt werden kann.

Nachfolgend werden mögliche Rauschspannungen und die Anforderungen, die sie an den Motor stellen, erläutert. Eine Rauschspannung kann in der Sekundärwicklung 11a, 11b oder 12a, 12b des Drehmelders aufgrund (i) der Rotation des permanenten Magnetfeldes innerhalb des Stators 2 und (ii) von Statorströmen verursachten Wechselmagnetfeldern auftreten. Ihre Auswirkungen auf die Sekundärwicklung des Drehmelders können durch eine imaginäre Draufsicht auf die Sekundärwicklung des Drehmelders gemäß Figur 4 und durch Vereinfachung der Wicklung auf eine typische Wicklung in jeder Wicklungshälfte (a und b), die, wie in Figur 4 gezeigt, in Reihe geschaltet sind, dargestellt werden. In bekannter Weise kann die in der Wicklung induzierte elektromotorische Kraft E durch die Formel

E = -N d /dt

errechnet werden, wobei N die Zahl der Windungen der Wicklung und der Magnetfluß bedeuten. Wenn die Windungen der Wicklung gleichmäßig um den Stator herum angeordnet sind, gibt der Änderungsbereich des Magnetfeldes die induzierte Gesamtspannung innerhalb der Bereiche a und b wieder. Wenn die Wicklungshälften in der vorstehend beschriebenen Weise verbunden sind, wird ein Zustand für einen Nullwert der Polspannung erreicht, wenn die Gesamtänderung des Feldes innerhalb des Bereiches a reduziert um die Gesamtänderung des Feldes innerhalb des Bereiches b gleich Null ist. Ein Spezialfall dieses Zustandes ist der, wenn die Gesamtänderung des Feldes sowohl innerhalb des Bereiches a als auch innerhalb des Bereiches b gleich Null ist.

Fall (i) wird zuerst erläutert, d.h. die in der Sekundärwicklung des Drehmelders durch das im Stator rotierende Permanentmagnetfeld induzierte Rauschspannung. Es wird davon ausgegangen, daß das von den Polen verursachte Feld sinusförmig ist, wobei die Änderung des Feldes ebenfalls sinusförmig ist, obwohl sie um 90º hierzu phasenverschoben ist. Der Änderungswert

(d /dt)

des Feldes besitzt daher abwechselnd seinen Minimal- und Maximalwert an Verschiebungspunkten zwischen den Polen, an denen der Wert ( ) des Feldes Nulldurchgänge hat. Figur 5 zeigt eine Situation, in der ein Vierpol-Permanentmagnetfeld in einem bestimmten Moment im Stator 2 rotiert. Die Kurve gibt somit den Änderungswert

d /dt des Feldes wieder; aus Einfachheitsgründen ist die Kurve nicht sinusförmig dargestellt, sondern durch geradlinige Teile gebildet, da die Form des Feldes in diesem Fall das Endergebnis nicht beeinflußt. Die Felder müssen vielmehr an jedem Pol (N1, N2 ..) die gleiche Form besitzen. Die Horizontalachse in Figur 5 gibt die Länge des Umfangs des Stators wieder, und der Abschnitt eines jeden Poles ist mit dem entsprechenden Bezugszeichen N1 bis N4 bezeichnet. Wie aus der Figur hervorgeht, werden die Änderungsbereiche separat sowohl im Bereich a als auch im Bereich b kompensiert, wodurch die induzierte Polspannung Null ist. Dies ist der Fall, wenn die Zahl der Pole gerade ist und mindestens 4 beträgt.

Im Fall (ii) sind die durch die Statorströme verursachten Magnetfelder analog zu den vorstehend beschriebenen Permanentmagnetfeldern. Das gleiche trifft auf deren Änderungen zu. Im Vergleich zu Fall (i) besteht der einzige Unterschied in der Phasenverschiebung um 90º, wenn der Motor in idealer Weise arbeitet. Die durch die Statorströme verursachten Magnetfelder erzeugen daher keine zusätzliche Spannung in der Sekundärwicklung des Drehmelders, wenn die Zahl der Pole gerade ist und mindestens vier beträgt.

Figur 6 zeigt eine Situation, die der der Figur 5 entspricht, wenn ein bipolares Magnetfeld im Stator 2 alterniert. Wie aus dieser Figur hervorgeht, besitzt der Änderungsbereich einen bestimmten Gesamtwert (nicht schraffierter Bereich) sowohl im Bereich a als auch im Bereich b, der von der Position der Pole in bezug auf die Bereiche a und b abhängt. Es wird somit eine Spannung in der Sekundärwicklung des Drehmelders erzeugt. Ferner geht aus der Figur hervor, daß eine Spannung in den Sekundärwicklungen des Drehmelders erzeugt wird, wenn ein Magnetfeld mit einer geraden Zahl von Polen im Stator alterniert. Eine absolute Voraussetzung für den erfindungsgemäß ausgebildeten Motor ist die, daß der Motor eine gerade Zahl von Polen besitzt, die mindestens vier beträgt.

Entsprechend dem Vorstehenden ist es ferner möglich, den Beweis darüber zu führen, daß im Falle einer asymmetrischen Form der Magnetfelder und ihrer Änderungskurven keine zusätzliche Spannung in den Sekundärwicklungen des Drehmelders auftritt, wenn die Zahl der Pole im Feld mindestens zwei beträgt. Eine Voraussetzung hierfür ist die, daß sämtliche Felder entsprechend asymmetrisch sind.

Durch die kombinierte Wirkung des Bezugsstromes und der Drehbewegung des Rotors 1 wird ebenfalls ein Rauschsignal erzeugt, das proportional zur Drehgeschwindigkeit des Rotors in den Sekundärwicklungen 11a und 11b oder 12a und 12b des Drehmelders ist. Dies ist unerwünscht, da die Amplitude des Drehmeldersignales nicht von der Drehgeschwindigkeit abhängig sein sollte. Es kann jedoch nachgewiesen werden, daß dieses Rauschsignal ziemlich unbedeutend ist und daß seine Auswirkungen in bekannter Weise kompensiert werden können, falls dies als erforderlich angesehen werden sollte.

Störungen können aus den folgenden Gründen auftreten:

A. Die Permanetmagnetpole (N1, N2 ..) besitzen ungleiche Flußwerte relativ zueinander, die ein Ungleichgewicht erzeugen. Ungleiche Flußwerte können beispielsweise auf eine geringfügig unterschiedliche Magnetisierung der Magneten zurückzuführen sein.

B. Die Montage des Rotors ist exzentrisch, und die Größe des Luftspaltes kann aufgrund von Herstelltoleranzen schwanken.

C. Die Sekundärwicklung des Drehmelders ist nicht gleichmäßig um den Stator herum verteilt.

Die vorstehend genannten Störquellen können jedoch in geeigneter Weise auf ein Minimum gebracht werden, wenn sie die Ausgangssignale der Sekundärwicklungen des Drehmelders zu stark verzerren. Diese Minimierung kann beispielsweise durch magnetisches Ausgleichen des Rotors und elektronische Kompensation der Störungen durchgeführt werden.

Eine Rauschspannung kann möglicherweise auch auftreten, wenn die Wicklungsströme und Magnetfelder auf die induktive Kupplung der Bezugsspannung des Drehmelders einwirken, die in Figur 1 mit den Bezugszeichen 5 und 7 versehen ist. Die Auswirkungen der Ströme der Statorwicklung 10 können jedoch dadurch kompensiert werden, daß man gleichzeitig eine Bezugsspannung an beide Enden des Rotors anlegt, wie in Figur 1 gezeigt. Die Richtungen der Ströme sollten dabei so gewählt werden, daß der Statorstrom die Bezugsspannung an einem Ende verstärkt und sie am anderen Ende schwächt. Die Form und Abmessungen der Statorwicklungen sollten an beiden Enden gleich sein.

Im Prinzip ist es auch möglich, daß eine Rauschspannung in den Primärwicklungen 4a und 4b des Drehmelders induziert wird, wenn sich ein äußeres Magnetfeld relativ dazu bewegt. Durch Permanentmagnete induzierte Felder induzieren jedoch keine Spannung in den Primärwicklungen des Drehinelders, da ihre Position relativ zu den Primärwicklungen fest ist. Andererseits kann nachgewiesen werden, daß die durch die Statorwicklungen 10 in den Primärwicklungen 4a und 4b des Drehmelders induzierte Gesamtspannung Null ist, wenn die Wicklungen 4a und 4b in Reihe geschaltet sind.

Es ist somit offensichtlich, daß die Magnetfelder des Motors im Prinzip die Drehmeldersignale nicht beeinflussen. Es können jedoch Störungen auftreten, die durch Herstellungenauigkeiten verursacht werden. Diese können jedoch durch sorgfältiges Planen eliminiert werden. Darüber hinaus wird in entsprechender Weise wie bei anderen Drehmeldern ein unbedeutendes Zusatzsignal erzeugt, das proportional zur Drehgeschwindigkeit des Rotors ist.

Die vorstehende Erläuterung betrifft einen in die Basiskonstruktion des Motors integrierten Drehmelder, der ein Polpaar besitzt. Ein Drehmelder, der eine größere Zahl von Polpaaren besitzt, wird in der nachfolgenden Weise erhalten: Es wird angenommen, daß eine Kombination aus einem Drehmelder mit einem Polpaar und einem Motor an einer Seite getrennt wird; der Stator und der Rotor werden in einen Sektor mit einem Winkel von 360º verteilt, der durch eine gewünschte Zahl von Polpaaren im Drehmelder geteilt wurde. Dieser Sektor wird an anderen Sektoren befestigt, die auf entsprechende Weise erhalten wurden. Die Kupplungen zwischen diesen Wicklungen werden nach den gleichen Prinzipien,wie vorstehend in bezug auf die Kupplungen eines Drehmelders mit einem Polpaar erläutert, realisiert. Aus vorstehendem geht hervor, daß eine absolute Voraussetzung zum Integrieren eines Drehmelders, der diverse Polpaare besitzt, in die Basiskonstruktion des Motors darin besteht, daß die Zahl der Polpaare im Motor mindestens doppelt so groß sein muß wie die Zahl der Polpaare im Drehmelder.

Der erfindungsgemäß ausgebildete Motor kann insbesondere bei genauen Servomotoren mit geringer Größe und hoher Leistung Anwendung finden, da das Volumen und Gewicht der Rückkopplungssignalumformeinrichtungen von solchen Motoren einen wesentlichen Teil des Gesamtmotors ausmachen. Was die unterschiedlichen Motortypen anbetrifft, so ist das nachfolgende festzustellen. Im Prinzip ist diese spezielle Konstruktion sowohl für Synchron- als auch Asynchronmotoren geeignet, unabhängig davon, ob diese einen mit Zähnen versehenen Stator oder einen zahnlosen Stator aufweisen. Der Rotor kann als Zylinder, Ring oder Scheibe ausgebildet sein. Diesbezüglich sind jedoch zylinder- und ringförmige Rotoren am praktischsten.

Ein Anwendungsfall ist ein Schrittmotor mit ausgeprägten Polen, wenn er so konstruiert ist, daß mindestens vier Pole gleichzeitig und identisch magnetisiert werden, mit der Ausnahme, daß aufeinanderfolgende Felder unterschiedliche Richtungen besitzen müssen.


Anspruch[de]

1. Elektrischer Motor mit einem Rotor (1), einem Stator (2), mindestens zwei Polpaaren am Rotor (1) und einem integralen Drehmelder oder entsprechenden Signalumformeinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehmelder einen rotierenden Signalumformer aufweist, so daß eine Primärwicklung (4a, 4b) des Drehmelders im Rotor (1) des Motors angeordnet ist, und daß eine Sekundärwicklung (11a, 11b; 12a, 12b) des Drehmelders derart um den Stator (2) des Motors gewickelt ist, daß der Wicklungsdraht abwechselnd innerhalb und außerhalb des Stators angeordnet ist.

2. Permanentmagnetmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklung (4a, 4b) des Drehmelders zwischen Magnetpolen (N1, N2..) angeordnet ist, die entlang dem Rotorumfang vorgesehen sind.

3. Induktionsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklung (4a, 4b) des Drehmelders am Umfang des Rotors (1) angeordnet ist.

4. Motor nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklungen des Drehmelders durch zwei Wicklungen (4a, 4b) gebildet sind, die unter einem Winkel von 180º zueinander angeordnet und in Reihe geschaltet sind.

5. Motor nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärwicklung (11a, 11b; 12a, 12b) des Drehmelders so angeordnet ist, daß der Wicklungsdraht abwechselnd in einem Wicklungsschlitz (9) des Stators (2) und am Stator (2) geführt ist.

6. Motor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Wicklungsdraht der Sekundärwicklungen (11a, 11b; 12a, 12b) des Drehmelders so angeordnet ist, daß er um den Stator über 180º und in jeden übernächsten Wicklungsschlitz (9) geführt ist.

7. Motor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Wicklungsdraht der Sekundärwicklungen (11a, 11b; 12a, 12b) so angeordnet ist, daß er zweimal um die gleichen 180º geführt ist, wobei die Wicklungsschlitze (9) der ersten und zweiten Windung der Wicklung unterschiedliche Schlitze sind.

8. Motor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß beide Sekundärwicklungen (11a, 11b; 12a, 12b) im Drehmelder durch zwei Hälften gebildet sind, die sich über 180º um den gesamten Stator (2) erstrecken.







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