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Dokumentenidentifikation DE4223951A1 27.01.1994
Titel Stützeinrichtung für Wechselbehälter
Anmelder Boese, Peter, Dr.-Ing., 88718 Daisendorf, DE
Erfinder Boese, Peter, Dr.-Ing., 88718 Daisendorf, DE
DE-Anmeldedatum 21.07.1992
DE-Aktenzeichen 4223951
Offenlegungstag 27.01.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.01.1994
IPC-Hauptklasse B65D 90/14
IPC-Nebenklasse B60P 7/18   B60P 1/64   B60S 9/00   
Zusammenfassung Stützeneinrichtung für Wechselbehälter, die den kompletten Bewegungsablauf beim Aus- und Einfahren der Stützen, Verriegeln der Streben und Betätigung der Behälterverriegelung (Twistlocks) mechanisieren und damit die zeit- und kraftraubenden manuellen Tätigkeiten des Fahrzeugs durch einfache und sichere automatische Betätigung der Stützenbewegungsmechanik ersetzt. Wesentliche Merkmale der Lösung sind die Zwangsführung der Stützenlagerachse mittels schraubenförmiger Nut in Verbindung mit der seitlich ausfahrbaren Strebe, deren Widerlager längs-, diagonal- oder kreisbogenförmig verschieblich am Behälterboden angebracht ist. Der mechanische oder hydraulisch/pneumatische Antrieb greift entweder am verschieblichen Strebenwiderlager oder an der Stützenlagerachse an. Durch Einhaltung der genormten Höhen und Anschlußmaße ist sichergestellt, daß die neu ausgestatteten Behälter mit den heutigen Behälter- und Fahrzeugflotten austauschbar sind.

Beschreibung[de]

Die Wechselbehältertechnik besitzt den großen Vorteil, daß die Behälter zum Zwecke des Be- oder Entladens oder Lagerns vom Fahrzeug abgesetzt oder zwischen Fahrzeugen ausgetauscht (Begegnungsverkehr, Kombinierter Verkehr) werden kann, wodurch unproduktive Standzeiten der Fahrzeuge vermieden werden.

Durch die Normung der Wechselbehälter- und der Fahrzeughöhen und Anschlußmaße ist sichergestellt, daß die Behälter zwischen verschiedenen Fahrzeugflotten austauschbar sind.

Ein bedeutender Nachteil der bestehenden Ausführungen der Stütz- und Verriegelungseinrichtungen ist der Zeit- und Kraftaufwand, der mit der manuellen Betätigung der Stütz- und Verriegelungseinrichtungen verbunden ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Stütz- und Verriegelungseinrichtung mechanisch anzutreiben und zu automatisieren, so daß sich der Zeit- und Arbeitsaufwand auf ein Minimum reduziert. Gleichzeitig soll die Stützeinrichtung innerhalb der erwähnten Normung bleiben, damit die mit der neuen Einrichtung ausgerüsteten Behälter mit den vorhandenen Fahrzeug- und Behälterflotten austauschbar bleiben.

Die erfindungsgemäße Zwangsführung der Stützenachse in Verbindung mit mechanischem Antrieb ermöglicht die Automatisierung des kompletten Bewegungsablaufs der Stützen, Streben und Verriegelungen, die bisher eine Reihe von manuellen Arbeitsvorgängen (des Fahrers) erfordern:

  • - Entriegeln und seitliches Ausfahren der Stütze in Richtung der im Lagerrohr geführten Stützenachse (die an der Stütze angelenkte Strebe wird gleichzeitig ausgefahren).
  • - Abklappen der Stütze in die senkrechte Absetzstellung
  • - Ausklappen und Verriegeln der Strebe im Widerlager am Behälterboden (damit ist die Stütze in Behälterlängs- und Querrichtung gesichert).
  • - Entriegeln der Behälterverriegelung am fahrzeugseitigen Auflagepunkt durch Dreh- und Senkbewegung des Verriegelungszapfens (Twistlock).


Beim Aufnehmen des Behälters durch das Fahrzeug vollzieht sich bei der heutigen Lösung der umgekehrte manuelle Tätigkeitsablauf.

Bei der erfindungsgemäßen Stützeneinrichtung wird das Entriegeln, seitliche Ausfahren und die 90°-Drehung der Stützenachse durch die schraubenförmige Zwangsführung in Verbindung mit dem Antrieb, der entweder an der Innenseite der Stützenachse (Anspruch 5) oder am längs- bzw. diagonal verschieblichen Widerlager der Strebenachse (Anspruch 6) angreift.

Ein Anführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Stützeinrichtung zeigt Fig. 1a (Sicht von unten mit ausgeklappter Stütze) und Fig. 1b (dto. mit beigeklappter Stütze). Am Wechselbehälterboden (1) ist die Stützeinrichtung befestigt. Wie bei herkömmlichen Stützeinrichtungen erfolgt die Befestigung der Stütze (2) an einer auskragenden Stützenlagerachse (3), die in einem Stützenlagerrohr (4) quer verschiebbar (5) gelagert ist. Dadurch kann die Stütze beigeklappt und unter den Behälter eingezogen werden (Fig. 1b). Die erfindungsgemäße Zwangsführung der Stützenlagerachse (3) durch eine schraubenförmige Nut (6) in dem Stützenlagerrohr (4) bewirkt die kombinierte Axial- und 90°-Drehbewegung der Stützenachse.

Gleichzeitig mit der Beiklappbewegung der Stützenachse erfolgt eine Verschiebebewegung (7) der Strebe (8). Diese wird dadurch ermöglicht, daß das Strebenwiderlager (9), z. B. auf einem Hebel (10) oder Kulissenstein am Behälterboden verschieblich gelagert und dadurch in Behälterlängs und -querrichtung eingezogen wird (7).

Die Verriegelung (11) der Strebe erfolgt selbsttätig beim Erreichen der Ausstellposition des verschieblichen Strebenwiderlagers.

Die Kraftübertragung vom Fahrzeug auf die Stützeneinrichtung des Behälters erfolgt bei der mechanischen Ausführung durch einen angetriebenen fahrzeugseitigen Mitnehmerzapfen, der in die Behälterunterseite eingreift und entweder die Stützenachse in Behälter-Querrichtung (5) oder das Strebenwiderlager in Behälterlängs- und -querrichtung (7) bewegt Bei der hydraulisch/pneumatischen behälterseitigen Antriebsausführung ist ein Druck-/ Zugzylinder (12) mit selbsttätigem Koppelventil (13) vorgesehen, das bei der Aufnahme des Behälters durch das Fahrzeug den Zylinder mit dem erforderlichen Druck versorgt.


Anspruch[de]
  1. 1. Stützeneinrichtung für Wechselbehälter (zwischen Fahrzeugen austauschbare Fahrzeugaufbauten, Wechselpritschen, Container), dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen mittels Zwangsführung und mechanischem Antrieb vor dem Behälterabsetzen seitlich ausgefahren und in Stützstellung ausgeklappt werden, während nach dem Behälteraufnehmen die Stützen durch den gleichen Mechanismus hochgeklappt und seitlich eingefahren werden.
  2. 2. Stützeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwangsführung zur Erreichung der kombinierten seitlichen Ausfahr- und 90°-Drehbewegung der Stützenlagerachse mittels schraubenförmiger Nuten im Lagerrohr der Stützenlagerachse (oder in der Stützenlagerachse selbst) sichergestellt wird.
  3. 3. Stützeneinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager der an der Stütze angelenkten Strebe gleichzeitig mit der Stützenlagerachse seitlich ausgefahren wird.
  4. 4. Stützeneinrichtung nach Anspruch 1, 2, und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager der Strebe parallel, diagonal oder kreisbogenförmig unter dem Behälterboden verschiebbar ausgeführt ist, so daß gleichzeitig mit der Ausklappbewegung der Stütze das Strebenwiderlager bis zur Ruhestellung an die Stütze herangefahren und dort selbsttätig verriegelt wird.
  5. 5. Stützeneinrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützenlagerachse mittels mechanischem, hydraulisch/pneumatischem Antrieb in Achsrichtung quer aus- oder eingeschoben wird und daß mittels der schraubenförmigen Zwangsführung die erforderliche 90°-Drehung für das Ab- oder Hochklappen der Stütze bewirkt wird.
  6. 6. Stützeneinrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß (alternativ zur Ausführung gem. Anspruch 5) das längs-, diagonal oder kreisbogenförmig verschiebliche Strebenwiderlager mittels mechanischem, hydraulisch/pneumatischem Antrieb bewegt wird, wodurch gleichzeitig die erforderliche 90°-Drehung zum Ab- oder Hochklappen der Stütze und damit auch das seitlich Aus- oder Einfahren der Stütze mittels der schraubenförmigen Zwangsführung (gem. Anspruch 2) bewirkt wird.
  7. 7. Stützeneinrichtung nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der mechanische oder hydraulisch/pneumatische Antrieb zum Aus- oder Einschieben der Stützenachse (gem. Anspruch 5) oder zum Längsverschieben des Strebenwiderlagers (gem. Anspruch 6) mittels selbsttätig ankoppelnder Kraftübertragung (z. B. Mitnehmerzapfen) oder Zylinder mit Druckübertragung (z. B. Koppelventil) vom absetzenden oder aufnehmenden Fahrzeug auf die behälterseitige Stützenmechanik übertragen wird.






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