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Dokumentenidentifikation DE3611960C2 10.02.1994
Titel Schneidemaschine für Flacherzeugnisse
Anmelder Monguzzi di Usuelli Jole & Figli S.n.c., Carugate, Mailand/Milano, IT
Erfinder Monguzzi, Paolo, Carugate, Mailand/Milano, IT;
Monguzzi, Carlo, Carugate, Mailand/Milano, IT
Vertreter Kuhnen, R., Dipl.-Ing.; Fürniß, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Wacker, P., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anwälte, 85354 Freising
DE-Anmeldedatum 09.04.1986
DE-Aktenzeichen 3611960
Offenlegungstag 30.10.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.02.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.02.1994
IPC-Hauptklasse B26D 1/09
IPC-Nebenklasse B26D 7/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schneidemaschine bzw. Randschneidemaschine für Flacherzeugnisse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Als Flacherzeugnisse gelten plattenförmige Produkte wie Papier, Pappe, Holz, Metallbleche usw., insbesondere Holzfurniere.

Es sind Schneidemaschinen für das Beschneiden von Rändern von in einem Paket angeordneten Flacherzeugnissen bekannt, bei denen für den Fall, daß auf beiden Seiten des Pakets ein paralleler Randschneidevorgang auszuführen ist, das Paket zunächst auf der einen Seite beschnitten wird und anschließend um 180° gedreht und auf der entgegengesetzten Seite nachgeschnitten wird. Vorteil ist hier die frei wählbare Schnittführung.

Des weiteren sind gattungsgemäße Schneidemaschinen bekannt, (CH-PS 645 568), die über mindestens zwei fest montierte Schneiden mit unveränderlichem parallelen Abstand verfügen, und als wesentlichen Vorteil das parallele Randbeschneiden zweier Seiten gleichzeitig ermöglichen.

Die erstgenannten Schneidemaschinen haben jedoch den Nachteil, daß eine Entfernung des Niederhalters notwendig ist, um die Drehung des Pakets und die anschließende Heranführung an die für die gewünschte Breite erforderliche Position zu ermöglichen, sowie den weiteren Nachteil, daß bisweilen als Folge von möglichen geringfügigen Verschiebungen der einzelnen Platten während der Drehbewegung Produkte mit nicht exakt parallelen Seitenkanten entstehen.

Die letztgenannten Schneidmaschinen vermeiden zwar diesen soeben genannten Nachteil dadurch, daß wenigstens zwei Schneiden zueinander parallel und fest montiert sind, berauben aber damit gleichzeitig den Benutzer der Möglichkeit, eine beliebige Breite zwischen den Schneiden als Schnittbreite einzustellen.

Der Nachteil einer nicht genauen Parallelität ist insbesondere dann fühlbar, wenn die Produkte Furniere sind, die exakt zueinander passen müssen und die demzufolge, wenn sie diesen Mangel haben, nicht weiterverarbeitet werden können.

Der Nachteil einer nicht frei wählbaren Schnittbreite führt insbesondere bei plattenförmigen Produkten wie z. B. Furnieren zu nicht akzeptablem Verschnitt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das exakt parallele Randbeschneiden von plattenförmigen Produkten mit variabler Schnittbreite zu ermöglichen.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch kennzeichnende Merkmale des Anspruchs 1.

Vorteil dieser Lösung ist die gleichzeitige Ausführung von zwei exakt parallelen Schnitten ohne Verlust der frei wählbaren Schnittbreite.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Gemäß Anspruch 2 wird die horizontale Bewegung des oberen Niederhalters dadurch bewirkt, daß der obere Niederhalter mit eingebauter Klinge in Längsrichtung von zwei Hydraulikzylindern geführt ist, welche je an einem Schlitten gelagert sind, die wiederum horizontal synchron durch Schneckengetriebe bewegt werden.

Wenn die Platten des auf den unteren festen Tisch aufgelegten Plattenpakets ausgerichtet sind, kann der Niederhalter mit eingebauter Klinge auf die gewünschte Stellung abgesenkt, und können sowohl die obere Klinge, welche gemäß Anspruch 3 von einem Klingenträger getragen ist, der von einem Hydraulikzylinder in eine parallel geführte Schwenkbewegung versetzbar ist, welcher in dem genannten Niederhalter oben angelenkt ist, als auch die untere Klinge gleichzeitig über zwei hydraulische Kolben mit einer Druckkraft beaufschlagt werden, die zu einer gekoppelten Dreh- und Längsbewegung der Klingen führt, wodurch zwei exakt parallele Schnitte erhalten werden.

Die genaue Parallelität der Druckfläche des Niederhalters in bezug auf den Tisch ist gemäß Anspruch 4 durch eine Längs- Torsionswelle sichergestellt, die an ihren Enden Zahnräder aufweist, die in entsprechende Zahnstangen eingreifen, welche an seitlichen, mit dem Niederhalter fest verbundenen Wänden befestigt sind.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert.

Es zeigt

Fig. 1 schematisch vereinfacht eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Schneidemaschine, und

Fig. 2 schematisch vereinfacht eine Seitenansicht der Schneidemaschine nach Fig. 1.

In den Zeichnungen ist ein Paket von Platten 1, die zwischen einem unteren Tisch 2 und einem oberen Niederhalter 6 komprimiert werden, zu sehen. Das Schneidmaß des hinteren Teils des Pakets wird durch Verschieben des hinteren Registers 3bestimmt, dessen Bewegung durch Gewindeschrauben 4, die durch einen Motor mit Vorgelege 5 angetrieben werden, gesteuert wird. Die endgültige Breite A, die das beschnittene Paket 1 haben muß, kann praktisch zwischen 0 mm, wobei die beiden Klingen, d. h. die untere Klinge 2&min; und die obere Klinge 6&min;, genau gegenüber liegen, und 1000 mm eingestellt werden, wobei dieses Endmaß durch ein elektronisches Sichtgerät, das die Verschiebung des Niederhalters 6 von vorne nach hinten bis zur Erreichung des gewünschten Maßes steuert, bestimmt werden kann. Diese horizontale Verschiebung des Niederhalters 6 mit eingebauter Klinge 6&min; erfolgt durch zwei Kugelumlaufschrauben 7, die durch einen Motor mit Vorgelege 8 angetrieben werden und die jeweils in einer Gewindeschnecke 11 drehen, die mit zwei horizontalen seitlichen Schlitten 10 fest verbunden ist. Letztere halten jeweils eine hydraulische Zylinder- und Kolbeneinheit 12, welche am oberen Ende den Niederhalter 6 mit den darin eingebauten Elementen tragen. Die mechanische Verbindung zwischen den beiden Schrauben 7 wird durch eine Längswelle sichergestellt, die an den beiden Enden mit Schnecken 9 versehen ist, die in Ellipsoidzahnräder eingreifen, wobei letztere die Drehbewegung als Folge der Drehbewegung, die der Längswelle von dem Motor mit Vorgelege 8 verliehen wird, direkt auf die Schrauben 7 übertragen. Selbstverständlich finden alle beschriebenen Horizontalverschiebungen statt, wenn der Niederhalter 6 nicht auf dem Plattenpaket 1 aufliegt.

Nachdem die Breite A in der beschriebenen Weise bestimmt wurde, beginnt das vertikale Absenken des Niederhalters 6 mit eingebauter Klinge 6&min; durch die Einwirkung der beiden Hydraulikzylinder 12. Um sicherzustellen, daß das Absenken in bezug auf die Ebene des festen Tisches 2 in genau senkrechter Richtung erfolgt, ist der Niederhalter 6 mit einer Längs-Torsionswelle versehen, die an den beiden Enden Zahnräder 13 aufweist, die in entsprechende Zahnstangen eingreifen, welche fest an den beiden seitlichen, wiederum fest mit dem Niederhalter 6 verbundenen Wänden befestigt sind, wobei die vertikale Bewegung des Niederhalters 6 ohne jede Möglichkeit der horizontalen Verschiebung von Führungen geführt wird, die Stelleisten 14 aufweisen.

Um zu ermöglichen, daß das hintere Register 3 in einer Lage unterhalb des Niederhalters 6 bleibt, ohne verformt zu werden, ist ein Endstück B vorgesehen, das in vertikalen Führungen 18 beweglich ist und das von Federn nach oben gedrückt wird, so daß, wenn der Niederhalter die Vertikalbewegung ausführt, unabhängig von Stärke und Breite des zu schneidenden Paketes 1 jede Verformung und jeder Bruch des Registers 3 vermieden werden.

Während der Niederhalter 6 fest gegen das Plattenpaket 1 gedrückt wird, führen eine Klingenführung 15 im Inneren des beweglichen Niederhalters 6 und ein Klingenträger 16, der in dem festen Tisch angeordnet ist, durch eine synchrone Rotations- und Translationsbewegung, die durch zwei Hydraulikzylinder 17 so gesteuert wird, daß die Klingen 2&min; und 6&min; sich schräg und nach oben bzw. nach unten bewegen, gleichzeitig die Schneidoperation aus. Nach Durchführung des Schneidevorganges werden die Klingen zurückgezogen, und der obere Niederhalter wird angehoben, so daß das beschnittene Plattenpaket entnommen und durch ein neues noch zu beschneidendes Paket ersetzt werden kann.

Nach erfolgtem Ersatz kann der gesamte Zyklus sofort von neuem beginnen, wenn die neuen randzubeschneidenden Platten auf die gleiche Breite A zu beschneiden sind, oder aber es kann eine entsprechende Regulierung vorgenommen werden, falls ein anderes Maß einzuhalten ist.

Wenn auch die Erfindung auf der Grundlage eines spezifischen Ausführungsbeispiels dargestellt wurde, so ist es dennoch klar, daß von einem Fachmann Varianten und/oder Modifikationen vorgenommen werden können, ohne daß damit der Erfindungsrahmen verlassen würde. So könnten die beschriebenen Vorgänge durch ein geeignetes, von einer entsprechenden elektronischen Vorrichtung betätigtes Ausführungsprogramm in einer zweckmäßigen Abfolge gesteuert werden. Analog dazu könnte die Rotations-Translationsbewegung der oberen und unteren Klinge statt in gleicher Richtung, wie in Fig. 1 dargestellt, in entgegengesetzter Richtung erfolgen, wobei beispielsweise die Anlenkungen der oberen Klinge 6&min; und des entsprechenden Hydraulikzylinders 17 in einer zu der dargestellten Richtung entgegengesetzten Richtung angeordnet werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Schneide- bzw. Randschneidemaschine für Flacherzeugnisse, mit mindestens zwei Klingen (2&min;,6&min;), die an einem unteren festen Tisch (2) und an einem vertikal beweglichen oberen Niederhalter (6) angelenkt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederhalter (6) auch horizontal beweglich ist, und daß mittels dessen Horizontalbewegung die Breite (A) des beschnittenen Guts einstellbar ist.
  2. 2. Schneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederhalter (6) mit eingebauter Klinge (6&min;) in Längsrichtung von zwei Hydraulikzylindern (12) geführt ist, die je an einem Schlitten (10) gelagert sind, die horizontal synchron durch Schneckengetriebe (7, 11) bewegbar sind.
  3. 3. Schneidemaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinge (6&min;) des Niederhalters (6) von einem Klingenträger (15) getragen ist, der von einem Hydraulikzylinder (17) in eine parallel geführte Schwenkbewegung versetzbar ist, welcher in dem genannten Niederhalter (6) oben angelenkt ist.
  4. 4. Schneidemaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederhalter (6), der vertikal und horizontal beweglich ist, mit einer Längs-Torsionswelle versehen ist, die an ihren Enden Zahnräder (13) aufweist, die in entsprechende Zahnstangen eingreifen, welche an seitlichen, mit dem genannten Niederhalter (6) fest verbundenen Wänden befestigt sind.






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