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Dokumentenidentifikation DE3612409C2 10.02.1994
Titel Vorrichtung zur Entnahme von Bodenproben für die Landwirtschaft
Anmelder Behringer, Paul, Dr., 86633 Neuburg, DE
Erfinder Behringer, Paul, Dr., 86633 Neuburg, DE
DE-Anmeldedatum 12.04.1986
DE-Aktenzeichen 3612409
Offenlegungstag 15.10.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.02.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.02.1994
IPC-Hauptklasse G01N 1/04
IPC-Nebenklasse E02D 1/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entnahme von Bodenproben für die Landwirtschaft, mit einem an einen Schlepper oder dergleichen Zuggerät anbaubaren Traggestell mit in Fahrtrichtung querstehender Achse und darauf angebrachtem drehbaren Arm, in dessen Verlängerung ein Rohr angebracht ist, das beim Fahren bei einer durch eine Scheibe vorgeschnittenen Stelle in den Boden einsticht, wobei die entnommene Erde durch einen Stab aus dem Rohr gedrückt und über eine Rutsche in einen Eimer geleitet wird.

In der Landwirtschaft ist heute die vermehrte Untersuchung von Böden auf Bodennährstoffe als Basis einer gezielten Düngung nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten unbedingt notwendig. Auch das Freisein von Schadorganismen, z. B. Nematoden, ist bei zunehmender Vereinfachung der Fruchtfolgen ein für die Bodenbewirtschaftung wichtiges Kriterium. Des weiteren stehen in Zukunft großräumige Bodenuntersuchungen auf Schadstoffe wie Blei, Cadmium, Quecksilber u. a. an. Die meisten landwirtschaftlichen Untersuchungsämter schreiben in ihren Arbeitsanleitungen für die Bodenprobenentnahme vor, daß in Schlangenlinie über das Grundstück gegangen werden soll und daß je Hektar an mindestens 16 gleichmäßig verteilten Stellen die Erde mit einem Bohrstock aus der Ackerkrume (0-30 cm) bzw. aus der Grasnarbe (0-10 cm) zu entnehmen ist. Andere Untersuchungsanstalten empfehlen die Probenentnahme an 30 Stellen. Dem Bestreben, noch mehr Bohrlöcher zu machen, steht allerdings der hohe Aufwand an Handarbeit entgegen.

Während die Untersuchung von Bodenproben auf Bodennährstoffe und Schadorganismen heute weitgehend perfektioniert und standardisiert ist, weist die ebenso wichtige Bodenprobenentnahme als Teilbereich des Bodenuntersuchungswesens noch eine Reihe von Problemen und Nachteilen auf. So ist der Handarbeitsaufwand hoch und teuer, die Flächenleistung ist gering und die Arbeitsgüte läßt oft zu wünschen übrig, da häufig nicht genau nach den Anleitungen gearbeitet wird.

Diese Nachteile führten zur Entwicklung eines Gerätes zur maschinellen Bodenprobenentnahme, das in der DE 29 36 145 B1 beschrieben ist. Trotz einer Reihe von Vorteilen gegenüber der Handentnahme (Steigerung der Arbeitsleistung einer Person um etwa das fünffache, laufend sehr viele kleine Portionen, Gewinnung von größeren Erdmengen für gleichzeitige Untersuchung auf Bodennährstoffe und Schadorganismen) weist dieses Gerät Mängel auf, die sich nur durch eine grundsätzliche Änderung des ganzen Systems beseitigen lassen. So ist die Abnützung des ständig im Boden gezogenen Schars und des Förderbandes sehr groß. Das genannte Gerät eignet sich durch die Furchenziehung nur unter Vorbehalt zum Einsatz auf bewachsenen Ackerböden und auf Grünland. Damit auch immer alle Schichten des Bodens erfaßt werden, müßte die Tiefenverstellung laufend in ganz kurzen Abständen erfolgen, was jedoch das Gerät noch mehr verteuern würde.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Entnahme von Bodenproben die Landwirtschaft zu schaffen, die bei einfachem Aufbau weniger Zugkraft am Schlepper erfordert, einer geringeren Abnützung unterliegt, auch auf bewachsenen Ackerböden und auf Grünland ohne Schadensverursachung einzusetzen ist und die beim jedem Einstich jeweils gleich das ganze Bodenprofil erfaßt.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Die Erfindung ist in folgendem anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 Eine Seitenansicht der gesamten Vorrichtung,

Fig. 2 eine Oberansicht der gesamten Vorrichtung,

Fig. 3 eine Vorderansicht der gesamten Vorrichtung,

Fig. 4 eine Teilansicht der Vorrichtung mit senkrecht stehendem Arm und Rohr zur Aufnahme der Erde,

Fig. 5 eine Teilansicht der Vorrichtung mit hochgenommener Rutsche,

Fig. 6 eine Teilansicht der Vorrichtung mit drehbarer Scheibe im Boden,

Fig. 7 einen Teilschnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 3.

In der Zeichnung ist mit 1a der vertikal stehende Rahmen des Traggestells, mit 1b der horizontal liegende Rahmen des Traggestells und mit 1c Verstrebungen des Traggestells bezeichnet. Die zur Fahrtrichtung querstehende Achse 2 ist an den beidseitigen, senkrecht stehenden Streben 3 befestigt. Auf der Achse 2 ist die Riemenscheibe 4 angebracht. Der Motor 5 weist die weitere Riemenscheibe 6 auf. Der Riemen 7 verbindet die Riemenscheiben 4 und 6 miteinander. Auf der zur Fahrtrichtung querstehenden Achse 2 ist der Arm 8 mit dem Lager 9 drehbar angebracht.

Die auf der querstehenden Achse 2 angebrachte Rutschkupplung besteht aus der mit der querstehenden Achse 2 fest verbundenen Platte 10, der auf der querstehenden Achse 2 beweglichen Platte 11 mit darauf angebrachten vier kurzen Rohrstücken 12, in die die vier mit der Platte 10 verbundenen Gewindestangen 13 etwa zur Hälfte eingreifen. Auf jeder der vier Gewindestangen 13 befindet sich die schraubbare Mutter 14 und die Druckfeder 15. Mit dem Arm 8 ist die Platte 16 fest verbunden. An dem Arm 8 ist der Ring 17 angebracht, der überall zur Achse 2 den gleichen Abstand aufweist. An dem Arm 8 ist vorne das Rohr 18 befestigt, das den durchgehenden Längsschlitz 19 aufweist. In dem Rohr 18 befindet sich der in Längsrichtung verschiebbare Stab 20, der vorne eine Nase 20a aufweist, die in den durchgehenden Längsschlitz 19 eingreift. Der Stab 20 endet hinten mit dem im stumpfen Winkel zum Stab 20 stehenden Arm 21 und dem Rad 22. Auf dem Arm 8 ist oben am Rohr 18 die Halterung 23 und unten die Halterung 24 angebracht, in denen der Stab 20 in Längsrichtung verschoben wird. Der Stab 20 ist zwischen der Platte 25 und der Halterung 23 mit der Druckfeder 26 umgeben. Am oberen Ende des Armes 8 ist die elastische Platte 27 angebracht, die in der Mitte einen Durchbruch für das Rohr 18 aufweist. Am horizontal liegenden Rahmen 1b des Traggestells ist der nach unten weisende Arm 28 befestigt, an der die Schiene 29 in einem Scharnier beweglich angebracht ist. Der doppelwirkende Hydraulikzylinder 30 ist mit der Schiene 29 und dem Arm 31 beweglich verbunden, der am horizontal liegenden Rahmen 1b des Traggestells angebracht nach unten weist.

Am horizontal liegenden Rahmen 1b des Traggestells sind nach innen weisend drei elektrische Schalter 32 angebracht, deren Laufräder 33 auf drei getrennten Bahnen 34 auf der Oberfläche des Ringes 17 aufliegen. An Stellen, bei denen eine elektrische Schaltung notwendig ist, ist die betreffende Bahn 34 durch den Hartgummistreifen 35 erhöht.

An dem unteren Querarm des vertikal stehenden Rahmens 1a des Traggestells ist die nicht sichtbare Achse mit dem unten abschließenden Ring 36 angebracht, die von dem drehbaren Rohr 37 umgeben ist. An dem Rohr 37 ist oben der Arm 38 mit dem Zapfen 39 in der Höhe beweglich angebracht. Am unteren Ende des Rohres 37 ist der doppelwirkende Hydraulikzylinder 41 befestigt, dessen beweglicher Teil 42 mit dem Arm 38 verbunden ist, wobei der Arm 38 am anderen Ende die drehbare Scheibe 40 aufnimmt.

An den beiderseitigen Streben 1c sind etwa auf halber Höhe die Lager 43 angebracht, in dem die Welle 44 drehbar gelagert ist. An der Welle 44 ist die Klappe 45 befestigt, die mit den Seitenwänden 46 eine Rutsche bildet. Der doppelwirkende Hydraulikzylinder 47 ist am horizontalliegenden Rahmen 1b des Traggestells und an der Klappe 45 eingebracht. Auf der Klappe 45 Quecksilberschalter 48 befestigt.

Auf dem schlepperseitigen Teil des horizontal liegenden Rahmens 1b ist der Drehkranz 49 befestigt, auf dem ringförmig Eimer 50 zum Einstülpen von Plastiktüten angebracht sind. Mittels Federdruck wird der am horizontalen Rahmen 1b des Traggestells angebrachte Motor 51 mit der Riemenscheime aus Hartgummi 52 an den äußeren Randes Drehkranzes 49 angedrückt. Auf dem horizontal liegenden Rahmen 1b des Traggestells und an und auf den Streben 1c des Traggestells ist auf jeder Seite der nach oben offene Behälter 54 befestigt.

Im Bereich der beiden senkrecht stehenden Streben 3 ist auf beiden Seiten des horizontal liegenden Rahmens 1b die vertikal verlaufende Halterung 55 befestigt, die den in der Höhe verstellbaren Arm 56 aufnimmt und an dem unten das Bodenrad 57 angebracht ist. In den beiden senkrecht stehenden, hohlen Armen des vertikal stehenden Rahmens 1a des Traggestells befindet sich der in der Höhe verstellbare Arm 58, der unten die Platte 59 aufweist. Am unteren Querbalken des vertikal stehenden Rahmens 1a des Traggestells ist auf beiden Seiten der Tragzapfen 60 und in der Mitte des oberen Querbalkens das Anhängemaul 61 angebracht, in die die strichpunktiert dargestellte Dreipunkthydraulik eines Schleppers einhängbar ist.

Die Funktionsweise der Vorrichtung ist wie folgt: Es wird zunächst die als Rutsche 45, 46 ausgebildete Klappe 45 , auf der die Erde vom vorhergehenden Einstich noch liegt, durch den Hydraulikzylinder 47 gehoben. Dadurch gleitet die Erde in den darunter liegenden Eimer 50 bzw. in die eingestülpte Plastiktüte. Durch diese Stellung der Rutsche 45, 46 ist der Weg frei für die drehende Bewegung des Armes 8 mit dem Rohr 18 zur Aufnahme der Erde. Der an der Rutsche 45, 46 angebrachte Quecksilberschalter 48 schließt bei Erreichen der oberen Endstellung der Rutsche 45, 46 den bis dahin unterbrochenen elektrischen Stromkreis und setzt den Motor 5 , der die querstehende Achse 2 dreht, in Bewegung.

Der Arm 8 mit dem Rohr 18 ist auf der Achse 2 drehbar gelagert. Die eine Scheibe 11 einer Rutschkupplung ist mit der Achse 2 verbunden, während die andere Scheibe 16 der Rutschkupplung auf der Achse 2 drehbar ist. Durch Federn 15 wird diese bewegliche Scheibe 16 an die Scheibe 11 , die mit dem auf der Achse 2 drehbarem Arm 8 verbunden ist, gedrückt. Der Federdruck der Rutschkupplung wird so eingestellt, daß die Achse 2 den Arm 8 bei nicht in den Boden gedrückten Rohr 18 in der drehbaren Bewegung mitnimmt. Stimmt jedoch die Bewegung des in den Boden gedrückten Rohres 18, die von der Fahrgeschwindigkeit anhängt, nicht der Bewegung der durch den Motor 5 angetriebenen Achse 2 überein, so wird diese Differenz im Bewegungsablauf durch die Funktion der Rutschkupplung ausgeglichen. Zu Spannungen kann es daher nicht kommen.

Der am Arm 8 angebrachte Ring 17 weist auf der Oberfläche drei voneinander getrennte Bahnen 34 auf, auf denen bei der drehenden Bewegung des Armes 8 die Laufräder 33 von drei elektrischen Schaltern 32 laufen, die am horizontalen Rahmen 1b des Traggestells 1a, 1b, 1c angebracht sind. Der elektrische Stromkreis wird geschlossen, wenn das Laufrad 33 des Schalters 32 durch die drehende Bewegung des Armes 8 auf die durch Hartgummistreifen 35 erhöhten Bahnen 34 gelangt. Durch den geschlossenen Stromkreis wird eine Bewegung beim Motor 5 bzw. bei den jeweiligen Hydraulikzylindern 30, 41, 47 ausgelöst.

In dem am Arm 8 befestigten Rohr 18 zur Aufnahme der Erde befindet sich ein Stab 20 zum Ausräumen der Erde, der nach hinten verlängert ist. Eine Druckfeder 26, die den Stab 20 umgibt, der auf dem Arm 8 in zwei HaI- terungen 23, 24 geführt wird, sorgt dafür, daß der Stab 20 zurückgeschoben und somit das Rohr 18 zur Aufnahme der Erde frei ist. Der Stab 20; endet mit einem im stumpfen Winkel angebrachten und nach außen weisenden kurzen Arm 21, an dem ein Rad 22 angebracht ist.

Der Stab 20 wird nach vorne bewegt, und damit das Rohr 18 von Erde entleert, wenn eine Schiene 29, die am horizontalen Rahmen 1b des Traggestells 1a, 1b, 1c beweglich angebracht ist, durch einen Hydraulikzylinder 30 auf das Rad 22 am Stab 20 drückt. Der Abstand zwischen der Schiene 29 und dem Rad 22, der etwa so groß ist wie der Durchmesser des Rades 22 sorgt dafür, daß bei eingezogenem Hydraulikzylinder 30 bei der drehenden Bewegung des Armes 8 mit dem Rohr 18 das Rad 22 an dem abgewinkeltem Arm 21 des Stabes 20 nicht mit der Schiene 29 in Berührung kommt.

Beim Fahren wird durch Schließen des Stromkreises bei dem an der Rutsche 45, 46 angebrachten Quecksilberschalter 48 der Motor 5 in Bewegung gebracht, der die in Fahrtrichtung querstehende Achse 2 antreibt. Der bis dahin in einem Winkel von 45° stehende Arm 8 mit dem Rohr 18 wird nach unten bewegt. Hat der sich nach unten drehende Arm 8 mit dem Rohr 18 eine Stellung von etwa 30° eingenommen, wird auf einer Bahn 34 des am Arm 8 angebrachten Ringes 17 das Laufrad 33 des Schalters 32 durch einen auf der Bahn 34 angebrachten Hartgummistreifens 35 angehoben und so der Stromkreis geschlossen durch den doppelwirkenden Hydraulikzylinder 47 wird die Rutsche 45, 46 in die fast waagerechte Ausgangsstellung zurückgebracht. Gleichzeitig wird durch den elektrischen Schalter 32 der doppelwirkende Hydraulikzylinder 41, der die Absenkung der am unteren Querbalken des horizontalen Rahmens 1b des Traggestells 1a, 1b, 1c angebrachten drehbaren Scheibe 40 bewirkt, in Gang gesetzt. Diese schneidet den Boden auf und ermöglicht so ein leichteres Eindringen des Rohres 18 zur Aufnahme der Erde, besonders auf hartem Boden.

Da der Stromkreis im Quecksilberschalter 48 für das Abklappen der Rutsche 45, 46 unterbrochen wird, wird der Motor 5 durch einen neuen Stromkreis bewegt; bereits vor dem Abklappen der Rutsche 45, 46 wird durch einen Schalter 32 der Stromkreis geschlossen, indem das Laufrad 33 auf der Bahn 34 des Ringes 17 durch einen Hartgummistreifen 35 angehoben wird. Der Motor 5 bleibt so lange durch das angehobene Laufrad 33 des elektrischen Schalters 32 in Bewegung, bis der Arm 8 mit dem Rohr 18 die Ausgangsstellung von 45° wieder eingenommen hat.

Der nach unten auf der querstehenden Achse 2 durch Motorkraft sich bewegende Arm 8 mit dem Rohr 18 sticht durch die nach vorwärts gerichtete Bewegung der gesamten Vorrichtung in den Boden ein und nimmt Erde in das Rohr 18 auf. Steht der Arm 8 mit dem Rohr 18 senkrecht, so ist das Rohr 8 mit der Erde des Bodenprofils bereits gefüllt. Da die Geschwindigkeit des durch Motorkraft angetriebenen Armes 8 mit dem Rohr 18 nur selten mit der Fahrtgeschwindigkeit des Schleppers übereinstimmt, sorgt die auf der querliegenden Achse 2 eingebaute Rutschkupplung für einen Ausgleich. Sobald jedoch das Rohr 18 durch die Vorwärtsbewegung der gesamten Vorrichtung wieder aus dem Boden kommt, wird der Arm 8 mit dem Rohr 18 wieder durch Motorkraft bis zur Ausgangsstellung bewegt. Die drehende Bewegung des Armes 8 kommt zum Stillstand, wenn das Laufrad 33 des Schalters 32 die durch einen Hartgummistreifen 35 erhöhte Bahn 34 wieder verläßt.

Hat der Arm 8 mit dem Rohr 18 eine etwa senkrechte Stellung eingenommen, wird der Stromkreis durch den Schalter 32 in der beschriebenen Weise für die Absenkung der Rutsche 45, 46 und der drehbaren Scheibe 40 unterbrochen. Auf der dritten Bahn 34 des Ringes 17 bleibt der Stromkreis durch einen Schalter 32 in der bereits beschriebenen Art so lange geschlossen, bis der bewegliche Arm 38 mit der drehbaren Scheibe 40 wieder die obere Ausgangsstellung erreicht hat.

Bei dem mit einem Winkel von etwa 45° zur Ruhe gekommenen Arm 8 mit Rohr 18, auf dem Stab 20 zum Ausräumen des Rohres 18 befestigt ist, wird mittels eines doppelwirkenden Hydraulikzylinders 33 durch Quecksilberschalter, auf dessen Beschreibung der Funktion hier verzichtet wird, die an einem Scharnier gelagerte Schiene 29 in Richtung des am unteren Stabende 20 an einem schrägen Arm 21 angebrachten Rades 22 bewegt, was durch Vorschieben des Stabes 20 das Entleeren der im Rohr 18 sich befindenden Erde bewirkt. Die Schiene 29 wird dann durch Einziehen des beweglichen Teils des Hydraulikzylinders 30 in die Ausgangslage zurückgebracht. Der Stab 20 geht durch die Entspannung der zusammengedrückten Feder 26 in die Ausgangslage zurück.

Die am Arm 8 angebrachte elastische Platte 27 , die einen Durchbruch für das Rohr 18 aufweist, bewirkt, daß die herabfallende Erde beim Ausräumen des Rohres 18 auf die Rutsche 45, 46 geleitet wird. Der auf dem horizontalen Rahmen 1b angebrachte Drehkranz 49 nimmt eine Reihe von kreisförmig angeordneten Eimern 50 auf, in die Plastiktüten eingehängt werden können. Die Erde fällt von der Rutsche 45, 46 jeweils in den unter ihr liegenden Eimer 50 bzw. in diese eingehängte Plastiktüte. Wenn die Erde von etwa 16 Einstichen oder mehr je Hektar im Eimer 50 bzw. in der Plastiktüte sich befindet, wird der Drehkranz 49 durch Motorantrieb so weit bewegt, bis der nächste Eimer 50 unter der Rutsche 45, 46 steht. Auf diese Weise können die Bodenproben laufend von mehreren Grundstücken ohne zeitliche Unterbrechung entnommen werden. Erst das Entleeren der gefüllten Eimer 50 bzw. Plastiktüten und das Einstülpen von neuen Plastiktüten macht ein Absteigen des Schlepperfahrers notwendig.

Beim Wechseln von einem Grundstück auf ein anderes wird der Ablauf aller Funktionen bei der mit der Schlepperhydraulik hochgehobener gesamten Vorrichtung getätigt. Das bewirkt, daß keine neue Erde aufgenommen wird und die vom letzten Grundstück auf der Rutsche 45, 46 sich befindende Erde noch in den dazugehörenden Eimer 50 bzw. in die Plastiktüte fällt.

Die am Traggestell 1a, 1b, 1c im Bereich der in Fahrtrichtung querstehenden Achse 2 angebrachten beiderseitigen Halterungen 55 mit den in der Höhe verstellbaren Armen 56 mit Laufrädern 57 bewirken eine ständig gleichbleibende Entnahmetiefe, die auf Ackerland je nach Krumentiefe bei 0-25 cm bzw. 0-30 cm und bei Grünland bei 0-10 cm liegt. Zwei in der Höhe verstellbare Standfüße 58, die in die vertikalen hohlen Rahmen 1a des Traggestells 1a, 1b, 1c eingefahren werden können, ermöglichen einen Stand der Vorrichtung ohne Verbindung mit dem Schlepper.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Entnahme von Bodenproben für die Landwirtschaft, mit einem an einen Schlepper oder dergleichen Zuggerät anbaubaren Traggestell (1a, 1b, 1c) mit in Fahrtrichtung querstehender Achse (2) und darauf angebrachtem drehbaren Arm (8), in dessen Verlängerung ein Rohr (18) angebracht ist, das beim Fahren bei einer durch eine Scheibe (40) vorgeschnittenen Stelle in den Boden einsticht, wobei die entnommene Erde durch einen Stab (20) aus dem Rohr (18) gedrückt und über eine Rutsche (45, 46) in einen Eimer (50) geleitet wird, wobei sich das Traggestell (1a, 1b, 1c) aus einem vertikal stehenden Rahmen (1a), einem horizontal liegenden Rahmen (1b) und aus Verstrebungen (1c) zusammensetzt, wobei die Achse (2) an zwei senkrecht stehenden Streben befestigt ist, wobei die Achse (2) eine Riemenscheibe (4) aufweist, die über den Riemen (7) von einem Motor (5) bewegt wird, wobei auf der Achse (2) der Arm (8) mit einem Lager (9) drehbar angebracht ist, wobei zwischen einer fest auf der Achse (2) angebrachten Scheibe (10) und einer auf der Achse (2) drehbaren und mit dem Arm (2) verbundenen Scheibe (16) eine Rutschkupplung (10-16) angebracht ist, wobei an dem Arm (8) ein Ring (17) mit jeweils gleichem Abstand zur Achse (2) befestigt ist, wobei das auf dem Arm (8) angebrachte Rohr (18) einen durchgehenden Längsschlitz (19) aufweist, wobei in dem Rohr (18) sich der Stab (20) befindet, wobei der Stab (20) eine in den Längsschlitz (19) vorstehenden Nase (20a) aufweist, wobei der Stab (20) mit seinem oberen Ende über die ganze Länge des Rohrs (18) bewegbar ist, wobei der Stab (20) nach hinten verlängert ist und am unteren Ende im stumpfen Winkel einen Arm (21) mit einem Rad (22) aufweist, wobei auf dem Arm (8) zwei Halterungen (23, 24) zur Aufnahme des in der Längsrichtung verschiebbaren Stabes (20) angebracht sind, wobei am Stab (20) an der vom Rohr abgewandten Seite eine Platte (25) angebracht ist, wobei der Stab (20) zwischen einer Halterung (23) am Rohr (18) und der Platte (25) von einer Druckfeder (26) umgeben ist, wobei am Ende des Armes (8) eine elastische Platte (27) mit einem Durchbruch für das Rohr (18) befestigt ist, wobei am horizontal liegenden Rahmen (1b) des Traggestells (1a, 1b, 1c) ein nach unten weisender Arm (31) angebracht ist, an dem ein doppelwirkender Hydraulikzylinder (30) befestigt ist, wobei der bewegliche Teil des Hydraulikzylinders (30) mit einer beweglichen Schiene (29) verbunden ist, wobei die bewegliche Schiene (29) an einem nach unten weisenden Arm (28) befestigt ist und wobei die Schiene (29) bei eingezogenem Hydraulikzylinder (30) einen Abstand zum Rad (22) aufweist, der etwa so groß ist wie der Durchmesser des Rades (22).
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Ringes (17) drei getrennte Bahnen (34) aufweist, die durch Hartgummistreifen (35) stellenweise erhöht sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am horizontalen Rahmen (1b) des Traggestells (1a, 1b, 1c) drei elektrische Schalter (32) angebracht sind, deren Laufräder (33) auf der Oberfläche des Ringes (17) bzw. auf den durch Hartgummistreifen (35) erhöhten Bahnen laufen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den zwei senkrecht stehenden Streben (1c) des Traggestells (1a, 1b, 1c) jeweils ein Lager (43) angebracht ist mit einer drehbaren Achse (44), an der die Klappe (45) der Rutsche (45, 46) befestigt ist und die durch einen doppelwirkenden Hydraulikzylinder (47), der auch am horizontal liegenden Rahmen (1b) des Traggestells angebracht ist, hebbar und senkbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem schlepperseitigen Teil des horizontal liegenden Rahmens (1b) des Traggestells (1a, 1b, 1c) der Drehkranz (49) zur Aufnahme von Eimern (50) mit einstülpbaren Plastiktüten angebracht ist, der durch den am horizontalen Rahmen (1b) des Traggestells angebrachten Motor (51) durch Federdruck mittels Anpressen der Hartgummischeibe (52) an den Rand (53) des Drehkranzes (49) bewegbar ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem unteren Querarm des vertikal stehenden Rahmens (1a) des Traggestells (1a, 1b, 1c) nach unten ein Arm (58) mit dem Abschlußring (36) angebracht ist, der von dem um den Arm (58) drehbaren Rohr (37) umgeben ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an dem, Rohr (37) oben ein Arm (38) in einem Zapfen (39) beweglich angebracht ist und der Arm (38) am anderen Ende die drehbare Scheibe (40) aufnimmt.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende des Rohres (37) ein doppelwirkender Hydraulikzylinder (41) befestigt ist, dessen beweglicher Teil (42) mit dem Arm (38) der drehbaren Scheibe (40) verbunden ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der beiden senkrechten Streben (3) für die Anbringung der in Fahrtrichtung querstehenden Achse (2) beiderseits am horizontal liegenden Rahmen (1b) des Traggestells (1a, 1b, 1c) eines vertikal verlaufende Halterung (55) angebracht ist, die einen in der Höhe verstellbaren Arm (56) mit einem Bodenrad (57) aufnimmt.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in den beiden vertikal stehenden hohlen Armen des vertikalen Rahmens (1a) des Traggestells (1a, 1b, 1c) sich aber in der Höhe verstellbare Arm (58) befindet, der unten eine Platte (59) aufweist.






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