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Dokumentenidentifikation DE3787811T2 10.02.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0395630
Titel BEINPROTHESE.
Anmelder Lindhs Ortopediska AB, Danderyd, SE;
Centri Gummifabrik AB, Järfälla, SE;
Rennerfelt, Gustav Bernhard, Lidingö, SE
Erfinder RENNERFELT, Gustav Bernhard, S-18147 Lidingö, SE
Vertreter Rehberg, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 37085 Göttingen
DE-Aktenzeichen 3787811
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 12.05.1987
EP-Aktenzeichen 879028611
WO-Anmeldetag 12.05.1987
PCT-Aktenzeichen SE8700233
WO-Veröffentlichungsnummer 8706819
WO-Veröffentlichungsdatum 19.11.1987
EP-Offenlegungsdatum 07.11.1990
EP date of grant 13.10.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.02.1994
IPC-Hauptklasse A61F 2/62

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Befestigung einer Prothese, mit einem Justierkopf, der am proximalen Ende eines prothetischen Beins angeordnet und zur Befestigung des prothetischen Beins an einer an dem prothetischen Bein gelagerten Fassung vorgesehen ist, um sowohl den Winkel als auch die translatorische Position des prothetischen Beins relativ zu einer imaginären Lastlinie zu justieren, wie im Oberbegriff des Anspruchs 1 spezifiziert. Eine solche Prothese ist jeweils aus der FR-A-2410998 und der GB-A-2141345 bekannt.

Beschreibung des Standes der Technik

Prothese aus dem Stand der Technik ist in Fig. 1 wiedergegeben und weist einen Rohrabschnitt 1 auf, der oben über ein erstes Gelenk 2 verschwenkbar an einem Kopf 3 gelagert ist. Der Kopf 3 ist seinerseits an einer äußeren Fassung 4 befestigt, die auf einem Innenfutter 5 angeordnet ist, welches über den Stumpf 6 gezogen ist. Unten, am distalen Ende des Rohrabschnitts ist eine zweites verschwenkbares, an einem Fuß 8 befestigtes Gelenk 7 vorgesehen. Die strichpunktierte Linie 9 gibt eine sogenannte Lastlinie wieder, d. h. eine imaginäre Linie, die sich zwischen der Sohle des Fußes (repräsentiert durch das Gelenk 7), dem Knie und dem Gewichtsschwerpunkt des Körpers erstreckt, wobei sich das Körpergewicht idealerweise entlang dieser Linie auswirkt.

Eine unkorrekte Justierung bedeutet, daß der Amputierte den Fuß unnatürlich belastet, was sich dahingehend auswirkt, daß, wenn der Amputierte geht, das Bewegungsmuster der Prothese unnatürlich sein wird, und auch, wenn noch ein Kniegelenk vorliegt, werden dieses und die Beinmuskeln unnatürlich belastet werden. Im Rahmen der Herstellung der Fassung 4 wird der Kopf 3 in der bestmöglichen Lage relativ zu der Lastlinie in Kunststoff ausgeformt. Beim abschließenden Gehtest muß üblicherweise eine Justierung durchgeführt werden, die teilweise mit der Hilfe des drehbaren Gelenks 2 durchgeführt wird, so daß das Gelenk 7 auf die Lastlinie 9 fällt, und die teilweise mit dem Gelenk 7 durchgeführt wird, so daß der Fuß die bestmögliche Ausrichtung relativ zur Bodenebene erhält. Der Aufbau kann mit einem Rohrabschnitt mit blockierbaren universalgelenken an beiden Enden verglichen werden.

Der Nachteil bei dieser Grundaufbau ist, daß die distalen Justiermittel, d. h. das Gelenk 7 ein Gewicht aufweisen, das beim Gehen ein unerwünschtes distales Lastmoment auf den Stumpf ausübt. Eine deutliche Tendenz in der Orthopädie ist, daß der künstliche Fuß so leicht wie möglich ausgebildet wird und daß mögliche Justiermittel im oberen Bereich der Prothese angeordnet werden.

Falls sämtliche Justiermittel am proximalen oder oberen Ende der Prothese anzuordnen sind und falls die Prothese dieselben Justiermöglichkeiten wie bei dem oben beschriebenen Aufbau aufweisen soll, muß sie sowohl eine Winkeljustiermöglichkeit so wie mit dem Schwenkgelenk 2 als auch eine geradlinig translatorische Justiermöglichkeit im wesentlichen in der Horizontalebene aufweisen.

Es gibt Anordnungen, bei denen das endgültige prothetische Bein während Versuchen vorübergehend durch einen Rohrabschnitt ersetzt wird, der an seinem oberen Ende eine Justiereinrichtung, wie beispielsweise ein Hosmer-Instrument, aufweist, welche sowohl eine winklige als auch eine translatorische Justierung ermöglicht. Nach Gehtests mit der vorübergehenden Rohrabschnittprothese und anschließender Justierung derselben, wird die gesamte vorübergehende Rohrabschnittprothese in einer Fixierungeinrichting angeordnet, in der der vorübergehende Rohrabschnitt und seine Justiereinrichtung durch das endgültige prothetische Bein ersetzt werden, welches an die äußere Fassung 4 mit Hilfe eines hitzehärtbaren Harzes angeformt wird.

Der Vorteil bei diesem Grundaufbau (, der immer weniger verwendet wird,) ist, daß die fertige Prothese sehr leicht sein wird. Dennoch sind die Nachteile unter anderem das zeitaufwendige zusätzliche Formen des Rohrabschnitts, das üblicherweise einen weiteren Anpassungsbesuch des Patienten erfordert, und die vergleichsweise schwere Justiereinrichtung, die das Bein während der Gehversuche mit einem Gewicht beaufschlagt, das sich erheblich von demjenigen der endgültigen Prothese unterscheidet. Wenn der endgültige Rohrabschnitt ausgeformt wurde, verbleibt keine Justiermöglichkeit. Dieser letzte Nachteil ist ernst zu nehmen, da insbesondere bei Amputationen der Stumpf seine äußere Form aufgrund von Änderungen der Schwellung während des Heilungsprozesses verändert. Es ist dann oft notwendig, nicht nur das Innenfutter 5 anzupassen, sondern ebenso wünschenswert eine zusätzliche Justierung winkliger oder translatorischer Natur durchzuführen.

Bei einer anderen bekannten Prothese wird von derselben Methode hinsichtlich der Justiereinrichtung und der Fixierung wie zuvor beschrieben Gebrauch gemacht, das endgültige prothetische Bein ist jedoch mit einem Justierkopf versehen, der gewisse, begrenzte, nachträgliche Justierungen ermöglicht. Die Nachteile bei dieser bekannten Prothese sind ebenfalls der erforderliche zusätzliche Anpassungsbesuch des Amputierten, die schwere Justiereinrichtung und der Aufwand im Zusammenhang mit der Anordnung der Prothese in der Fixierungeinrichtung.

Wenn die Prothese abschließend ausprobiert wird und fertig ist, wird sie in einem individuellen kosmetischen Anguß mit geschäumtem Kunststoff oder Gummimaterial verkleidet.

GB-A-2 141 345 bezieht sich auf eine justierbare Befestigungsvorrichtung für die einander angelenkten Teile der Prothese. Die Befestigungsvorrichtung weist ein oberes und ein unteres Befestigungsglied auf. Das obere Befestigungsglied ermöglicht die Winkelausrichtung der Prothese und weist ein in den unteren Bereich einer Fassung eingeformtes Bolzenglied auf. Das Bolzenglied ist mit einer unteren Stützfläche versehen, die mit einer oberen, sphärischen Stützfläche zusammenarbeitet, welche im oberen Bereich eines vertikal ausgerichteten, im wesentlichen zylindrischen Gehäuses angeordnet ist. Zwei Paare von Stellschrauben, die unter einen Winkel von 90º angeordnet sind, werden verwendet, um die Winkelposition der Prothese einzustellen und die Prothese in der eingestellten Position zu halten. Das untere Befestigungsglied ermöglicht eine translatorische Bewegung der Prothese in Bezug auf die Lastlinie und weist ein Bolzenglied auf, das mit dem oberen Bereich der Prothese verbunden ist und seinerseits eine obere ebene Oberfläche aufweist, welche mit einer unteren, ebenen, in dem unteren Bereich des zylindrischen Gehäuses vorgesehen Stützfläche zusammenwirkt. Die zwei Paare der Stellschrauben werden ebenfalls verwendet, um die translatorische Stellung der Prothese einzustellen und zu halten.

Diese bekannte Befestigungsvorrichtung hat bestimmte Nachteile, die ihre Verwendung einschränken.

Das zylindrische Gehäuse ist hoch und beschränkt so die Verwendung der Prothese auf kurze Stümpfe, wo ausreichend vertikaler Raum zwischen dem Stumpf und dem künstlichen Fuß zur Verfügung steht. Sie kann nicht für lang amputierte Beine mit kurzen zur Verfügung stehendem vertikalen Abstand zwischen dem künstlichen Fuß und dem unteren Bereich des Beins verwendet werden. Falls das zylindrische Gehäuse schwer ist, beeinflußt es das Gehen negativ.

Bei der bekannten Befestigungsvorrichtung ist der Bereich der Winkeleinstellung vom praktischen Gesichtspunkt her nicht ausreichend, da er auf einen Bereich der Größenordnung von ± 5 Grad beschränkt ist. Deshalb muß vor der letztendlichen, ausrichtenden Justierung eine spezielle Fixiereinrichtung verwendet werden. Sollte der Bereich der Winkeleinstellung vergrößert werden, dann müßte die Größe der Befestigungsvorrichtung erweitert werden, womit die Größe und das Gewicht der Befestigungsvorrichtung ansteigt, was vom kosmetischen Gesichtspunkt bzw. einem Gesichtspunkt des Bewegungsmusters her unerwünscht ist.

Der maximale Betrag der translatorischen Bewegung, der bei dieser bekannten Vorrichtung möglich ist, ist relativ klein, insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, daß 2-3 mm für eine translatorische Kompensationsbewegung benötigt werden, die infolge einer kombinierten Rotation und Verschiebung des Bolzens des oberen Befestigungsglieds im Anschluß an dessen Winkeleinstellung erforderlich ist, so daß nur wenige mm für ein translatorisches Einstellen einer korrekten Lastlinie verbleiben, wobei dieser Betrag viel zu klein ist, falls die Person beispielsweise x-beinig ist. In diesem Fall muß der obere Bereich der Prothese um eine große translatorische Distanz bewegt werden, um den unteren Bereich der Prothese in eine Lage vertikal unter dem Knie zu bringen und um damit eine ordnungsgemäße Lastlinie einzuhalten. Ebenso sind translatorische Bewegungen des prothetischen Beins entlang einer Richtung, die einen Winkel von beispielsweise 5, 10 oder 15º mit der Gehrichtung einschließt mit dieser bekannten Vorrichtung schwierig durchzuführen, falls nicht gar unmöglich.

Darüberhinaus findet die translatorische Bewegung in dem unteren Befestigungsglied statt, welches in einem Abstand unterhalb der Winkeleinstellmittel angeordnet ist. Dies impliziert, daß eine große translatorische Kompensationsbewegung des prothetischen Beins selbst bei kleinen Änderungen des Winkels der Steigung des prothetischen Beins erforderlich ist.

Die Tatsache, daß der Bolzen bei der bekannten Vorrichtung in die Fassung eingeformt ist, verursacht Probleme. Oft ist es wünschenswert, daß die zwei Schrauben eines Paars von Einstellschrauben zur Einstellung der Winkelposition entlang einer Linie liegen, die mit der Gehrichtung zusammenfällt, während die Einstellschrauben des zweiten Paars von Einstellschrauben für die Einstellung der Winkelposition in einer Richtung senkrecht zur Gehrichtung angeordnet sein sollten. Diese oft gewünschte Rotationsanordnung der Einstellschrauben erleichtert die Winkeljustierung des prothetischen Beins. Es ist daher erforderlich, daß die Rotationslage des Bolzens relativ zu der Fassung sorgfältig festgelegt wird, bevor der Bolzen in die Fassung eingeformt wird, da später keine Justierungen der Rotationslage des Bolzens mehr durchgeführt werden kann. Falls die korrekte Rotationslage des Bolzens verfehlt wird, muß die Einformprozedur wiederholt werden.

Die Tatsache, daß der Bolzen in die Fassung eingeformt wird, bedeutet außerdem, daß ein wesentlicher und teurer Bestandteil der Befestigungsvorrichtung, jedes Mal wenn die Fassung ausgetauscht wird, ersetzt werden muß. Wie oben ausgeführt sind Auswechslungen der Fassung häufig und erfolgen, wann immer es aufgrund der Änderungen der Stumpfform erforderlich ist.

Außerdem ist die Winkeleinstellung des prothetischen Beins bei der bekannten Vorrichtung schwierig. Sobald eine Stellschraube des ersten Paars der- Winkeleinstellschrauben gelöst worden ist und die gegenüberliegende Stellschraube des ersten Paars von Stellschrauben angezogen wird, um den Bolzen zu verdrehen, wird die Bewegung des Bolzens aufgrund von Reibung behindert, die durch die verbleibenden zwei Stellschrauben des zweiten Paars von Stellschrauben verursacht wird, weil diese verbleibenden zwei Stellschrauben weiterhin auf die gegenüberliegenden Seiten des Bolzens drücken. Es wird daher notwendig sein, wenigstens eine dieser verbleibenden zwei Stellschrauben zu lösen, um einen Freiraum zu schaffen, der dem Bolzen eine Drehbewegung zwischen den verbleibenden Stellschrauben ermöglicht. Entsprechend müssen mindestens drei Stellschrauben bedient werden, was zeitaufwendig ist. Aufgrund des Freiraums kann sich das prothetische Bein während der Winkeleinstellung frei verschwenken und verdrehen. Solche unkontrollierten Schwenk- und Drehbewegungen können negative Auswirkungen während der Einstellung der endgültigen Winkelposition des prothetischen Beins haben, insbesondere falls die Winkeleinstellung durchgeführt wird, während die Person die Prothese trägt.

Das französische Patent 2 410 998 bezieht sich auf ein prothetisches Bein mit Einrichtungen zum Justieren sowohl der Winkelals auch der translatorischen Position der Prothese. Die Winkeleinstelleinrichtung weist zwei schräg geschnittene Blöcke auf, die für eine gemeinsame Bewegung um eine sphärische Mutterund-Schrauben-Anordnung drehbar gelagert sind. Die Mutter-und- Schrauben-Anordnung ist ihrerseits verschiebbar innerhalb einer in einer Lagerplatte vorgesehenen Öffnung gelagert, wodurch eine translatorische Bewegung der Prothese innerhalb der Begrenzungen dieser Öffnung ermöglicht ist. Die Lagerplatte ist mit der Fassung über übliche Verbindungsmittel wie Zwischenstücke oder Doppelzwingen, die genietet, geschraubt oder geschweißt sein können, verbunden. Diese bekannte Vorrichtung hat verschiedene Nachteile.

Ihre Winkeleinstelleinrichtung ist sind von der Art, daß eine Einstellung der Winkelposition der Prothese in einer Ebene, zum Beispiel der vertikalen, in der Gehrichtung ausgerichteten Ebene, den zuvor in einer anderen vertikalen Ebene senkrecht zu dieser ersten vertikalen Ebene gesetzten Winkel verändern wird. Um den in der zweiten vertikalen Ebene eingestellten Winkel zu erhalten, ist eine zweite Winkeleinstelleinrichtung an dem Fuß der Prothese vorgesehen. Dies steigert das Gewicht der Prothese und beeinflußt das Gehen des Patienten negativ.

Die Höhe jeder Winkeleinstelleinrichtung des französischen Patentes ist groß und beschränkt die Brauchbarkeit dieser Mittel ausschl. auf lange Prothesen.

Bei dem französischen Patent umfaßt die Einrichtung für die Ermöglichung der translatorischen Bewegung eine Unterlegscheibe, die die Öffnung und die sie umgebende obere Oberfläche der Lagerplatte abdeckt, und die Mutter-und-Schrauben-Anordnung, die die Unterlegscheibe und die Winkeleinstelleinrichtung zusammen gegen die Lagerplatte drückt. Die Mutter dieser Mutter-und- Schrauben-Anordnung ist in dem geschlossenen Raum angeordnet, der zwischen der Lagerplatte und den Befestigungsmitteln für die Befestigung der Lagerplatte an der unteren Oberfläche der Fassung angeordnet. Entsprechend besteht kein Zugang zu der Mutter nachdem die Lagerplatte einmal an der Muffe befestigt worden ist. Es ist daher nicht möglich die translatorische Position der Prothese einzustellen, nachdem diese einmal an der Fassung befestigt ist. Keine nachfolgenden Justierungen können bei dieser bekannten Vorrichtung durchgeführt werden, während die Prothese an der Fassung befestigt ist. Nachfolgende Justierungen der translatorischen Position sind möglich, aber erfordern eine Demontage der Lagerplatte von der Fassung und sind daher schwierig und zeitaufwendig.

US-A-3 659 294 beschreibt ein prothetisches Bein mit dem grundsätzlichen Aufbau, auf den oben im Zusammenhang mit Fig. 1 Bezug genommen wurde. Das prothetische Bein weist keine Einrichtung zur Ermöglichung einer translatorischen Justierbewegung auf; das prothetische Bein ist ausschl. durch Drehbewegungen justierbar.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Befestigungsglied für ein prothetisches Bein bereitzustellen, das die Nachteile der aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen reduziert und das leicht und niedrig ist und das selbst nach Abschluß der Herstellung der Prothese, d. h. wann immer nötig, sowohl umfangreiche Winkeleinstellungen als auch translatorische Einstellungen der Position des prothetischen Beins an einem Punkt nahe des Stumpfes erlaubt.

Eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Befestigungsglied für ein prothetisches Bein bereitzustellen, bei dem die Drehposition desselben in Relation zu der Fassung in jede Position eingestellt werden kann. Weiterhin sollten nachträgliche Justierungen dieser Drehposition möglich sein während das prothetische Bein und sein Befestigungsglied an dem Stumpf befestigt sind, selbst wenn der Amputierte steht. In jeder horizontalen Richtung sollte eine Verschiebebewegung des prothetischen Beins leicht möglich sein.

Gemäß einem anderen Gesichtspunkt der Erfindung weist das Befestigungsglied für das prothetische Bein eine Winkeleinstelleinrichtung auf, die in an sich bekannter Weise zwei Paare von Einstellschrauben, die winklig unter 90º versetzt angeordnet sind, aufweist und eine Winkeleinstellung eines prothetischen Beins in zwei orthogonalen, vertikalen Ebenen ermöglicht, so daß die Einstellung eines Steigungswinkels des prothetischen Beins in der einen Vertikalebene die Einstellung eines anderen Steigungswinkels des prothetischen Beins in der anderen Vertikalebene, senkrecht zu der zuerst genannten Vertikalebene nicht beeinflußt.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, die Winkeleinstelleinrichtung so anzuordnen, daß nur zwei Einstellschrauben eines Paars betätigt werden müssen, um den Steigungswinkel des Befestigungsglieds für das prothetische Bein in der vertikalen Ebene in der das Paar der Einstellschrauben vorgesehen ist, einzustellen. Während die zwei Einstellschrauben des einen Paars betätigt werden, gleiten die Einstellschrauben des verbleibenden Paars stationär in zylindrischen Nuten relativ zu einer Lagerplatte des Befestigungsglieds für das prothetische Bein, wodurch sie das Befestigungsglied für das prothetische Bein stabilisieren und zu einer kontrollierte Winkelbewegung desselben in der vertikalen Ebene führen.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden detailliert und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die nur zur Illustration und somit nicht zur Beschränkung der vorliegenden Erfindung dienen. Dabei ist

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines bekannten prothetischen Beins,

Fig. 2 eine Seitenansicht des Befestigungsglieds für das prothetische Bein gemäß der Erfindung,

Fig. 3 zeigt das Befestigungsglied für das prothetische Bein in einem Querschnitt,

die Fig. 4, 5 und 6 geben eine Muffe, die bei dem Befestigungsglied für das prothetische Bein vorgesehen ist, in einem Axialschnitt, in einer Ansicht von oben und in einer Seitenansicht wieder,

die Fig. 7, 8 und 9 geben eine Lagerplatte, die bei dem Befestigungsglied für das prothetische Bein vorgesehen ist, in Vollansicht, einem Schnitt entlang der Linie IX-IX in Fig. 7 und in Seitenansicht wieder,

Fig. 10 ist eine Seitenansicht einer halbkugelförmigen Mutter, die in dem Befestigungsglied für das prothetische Bein gemäß der Erfindung vorgesehen ist.

Fig. 2 ist eine Seitenansicht eines Befestigungsglieds 11 für ein prothetisches Bein gemäß der Erfindung. Es verbindet das prothetische Bein in Form des Rohrabschnitts 10 mit einer äußeren Fassung 4 für den nicht dargestellten Stumpf. Das Befestigungsglied 11 für das prothetische Bein umfaßt einen oberen Flachring 12 und eine untere Stützplatte für den Flachring, wobei der Ring und die Platte relativ zueinander verschiebbar sind, nicht nur in der durch den Pfeil 14 angegebenen Richtung, sondern in allen anderen horizontalen Richtungen in der Zwischenfläche zwischen ihnen. Der Kopf 11 umfaßt außerdem eine Muffe 15, die am proximalen Ende des Rohrabschnitts 10 befestigt ist und eine Mehrzahl von Einstellschrauben 16 aufweist, deren Funktion weiter unten detailliert beschrieben wird. Die Längsachse des Rohrabschnitts 10 ist mit dem Bezugszeichen 17 versehen.

Fig. 3 ist ein Querschnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2 durch das Befestigungsglied für das prothetische Bein gemäß der Erfindung. Wie aus der Erfindung 3 ersichtlich ist, umfaßt der Ring 12 einen Flansch 18, der einstückig mit dem Ring ausgebildet und mit einer stufigen äußeren Kontur versehen ist. Die Fassung 4 endet offen und der Flansch 18 ist in die Wandung der Fassung 4 eingegossen. An der Innenseite des Flansches ist eine Schulter vorgesehen, auf der eine Abdeckung 19 ruht, zum Schutz gegen das Eindringen der Gußzusammensetzung in den unter der Abdeckung ausgebildeten Raum 20. Nach dem Eingießen des Rings 12 in die Wandung am offenen Ende der Fassung kann diese Abdeckung wahlweise entfernt oder belassen werden. Im letzteren Fall ist der Zentralbereich der Abdeckung aus einem Material hergestellt, welches beispielsweise von einem Schraubenzieher durchstochen werden kann. An der Oberseite des Rings 12 ist eine Rückhalteplatte 21 mit einem zentralen Loch vorgesehen. Eine Schraube 22, deren Kopf auf dieser Platte aufliegt, ist in eine halbkugelförmige Mutter 25 eingeschraubt, deren halbkugelförmige Oberfläche 26 sich gleitend gegen die komplementäre Oberfläche im oberen Bereich 27 der Muffe 15 abstützt. Beim Anziehen der Schraube 22 zwingt diese Anordnung die Platte 21 in Richtung auf die untere Stützplatte 13, so daß sich diese beiden an den Ring 12 anlagern. Die Rückhalteplatte 21 und die Stützplatte 13 sind vorzugsweise rund, während der Ring 12 eine zentrale, runde Öffnung 28 aufweist, welche eine translatorische Bewegung des Rohrabschnitts 10 ermöglicht. Die Abmessungen des Rings 12, der zentralen Öffnung 28 und des Durchmessers der Rückhalteplatte 21 sind so, daß das Befestigungsglied 11 für das prothetische Bein und somit auch der Rohrabschnitt 10 um ± 12,5 mm in allen Richtungen in der gemeinsamen Ebene zwischen dem Ring und der Stützplatte aus der in Fig. 3 gezeigten Position verschiebbar ist.

Die Muffe 15, die aus verschiedenen Blickwinkeln in den Fig. 4 bis 6 dargestellt ist, weist einen kurzen Hals 29 auf, der in den Rohrabschnitt 10 eingeschoben ist und der mit geeigneten, nicht dargestellten Mitteln, beispielsweise Blindnieten an dem Rohrabschnitt 10 befestigt ist. Die innere Wandung des oberen Endbereichs 27 der Muffe 15 ist abgerundet und weist im Querschnitt die Form eines Kreisbogenabschnitts auf, dessen Mittelpunkt durch das Bezugszeichen 30 angegeben ist. Der kugelförmige Bereich der halbkugelförmigen Mutter 25 weist wie in Fig. 10 wiedergegeben eine Oberfläche 31 auf, die komplementär zu der kugelförmigen Oberfläche 26 in dem oberen Endbereich 27 ist, d. h. daß die Oberflächen 26 und 27 denselben Radius und denselben Mittelpunkt 30 aufweisen, der seinerseits in dem Hals 29 angeordnet ist und auf die Längsachse 17 des Rohrabschnitts 10 fällt, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Wie in Fig. 10 wiedergegeben weist die halbkugelförmige Mutter 25 einen Schaftstummel 32 mit einer Schulter 33 und einem Kugelsegment 34 auf. Der Schaftstummel 32 hat ein Außengewinde 35, das in eine mit einem Gewinde versehene zentrale Öffnung 36 in der Stützplatte 13 eingreift (vgl. Fig. 8). Die Mutter ist weiterhin mit einem durchgehenden Innengewinde 37 für die Schraube 22 versehen.

Die Winkeljustierung der Längsachse 17 des Rohrabschnitts 10 wird vielleicht am einfachsten verstanden, falls man sich zunächst vorstellt, daß die Einstellschrauben 16 vollständig entfernt sind (, was ein normalerweise nicht gegebener Zustand ist). Der von der Muffe 15 gehaltene Rohrabschnitt 10 kann dann in verschiedene Winkelpositionen gebracht werden, wobei die innere Oberfläche des oberen Bereichs 27 der Muffe 15 auf der ruhenden Oberfläche 31 des Kugelsegments abgleitet. Die Winkeljustierbewegung des Rohrabschnitts 10 kann so durch Rotation um eine imaginäre Rotationsachse, die sich immer durch den Mittelpunkt 30 erstreckt, erfolgen. Somit wird klar, daß der Rohrabschnitt frei um den Mittelpunkt 30 herum drehbar ist.

Bei der dargestellten Ausführungsform der Erfindung kann die Winkeleinstellung des Rohrabschnitts um ± 12º in allen Richtungen aus der in Fig. 3 dargestellten Stellung justiert werden.

Eine Beschreibung, wie mit den Justierschrauben 12 die Winkelstellung des Rohrabschnitts 10 justiert und festgestellt wird, wird im folgenden gegeben. Eine Mehrzahl von Armen 38 erstreckt sich radial auswärts von der Wandung der Muffe 15 im Bereich des Grunds des oberen Endbereichs 27. Die Arme bilden einen Winkel von 680 mit der Längsachse der Muff e aus und steigen bis auf die Höhe des oberen Endbereichs 27 an. Die Arme, die einstückig mit der Muffe ausgebildet sind, sind jeweils mit einem ein Innengewinde aufweisenden Durchgangsloch 39 zur Aufnahme der Justierschrauben 16 versehen.

Diese Justierschrauben 16 sind an ihren vorderen Enden abgerundet und wirken auf Nuten 40 ein, die in die untere Oberfläche der Stützplatte 13 eingebracht sind. In ihrem zentralen Bereich weist die Platte eine Ausnehmung 41 zur Aufnahme des Endbereichs 27 (Fig. 4) der Muffe 15 auf. In der dargestellten Ausführungsform ist die Anzahl der Arme 38 und der Nuten 40 vorzugsweise 4 und sie sind in einer gleichmäßigen Verteilung, d. h. unter einem Winkel von jeweils 90º, um das Zentrum der mit einem Gewinde versehenen Öffnung 36 angeordnet. Im Querschnitt weisen die Nuten 40 die Form von Kreisbogen oder Ellipsenabschnitten auf und die Löcher 39 sind relativ zu der Längsachse der Muffe geneigt, so daß ein Einschrauben der Schraube 16 auf der linken Seite von Fig. 3 bei gleichzeitigem und entsprechendem Lösen der rechten Schraube dazu führt, daß die beiden anderen Schrauben, die nicht in Fig. 3 dargestellt sind, weil sie in einer rechtwinklig zur Zeichenebene ausgerichteten Ebene angeordnet sind, auf der Oberfläche ihrer jeweiligen Nuten 40 abgleiten, wobei das Zentrum dieser Drehbewegung in dem Mittelpunkt 30 liegt. Die Bewegung ist derart, daß die vorderen Enden der zwei nicht dargestellten Schrauben in den Nuten 40 gleiten und deren Verlauffolgen. Die Arme, in denen diese zwei nicht dargestellten Schrauben vorgesehen sind, halten auf diese Weise den Rohrabschnitt 10 während seiner Winkelbewegung lagestabil. Die Winkeljustierung des Rohrabschnitts ist somit erleichtert, weil die zwei nicht dargestellten Schrauben nicht gelöst werden müssen, wenn die Schrauben 16 in Fig. 3 gegeneinander verdreht werden. Es versteht sich, daß neben dem Feststellen der eingestellten Winkelposition die Schrauben auch eine Feinjustierung der Winkelposition des Rohrabschnitts ermöglichen. Ein wichtiges Detail der Erfindung ist, daß die Winkelposition des Rohrabschnitts selbst dann justiert werden kann, wenn die Schraube 22 abschließend festgezogen wurde. Es ist so möglich, nachdem die Prothese für gewisse Zeit in Verwendung war, ihre Winkelposition zu justieren, ohne daß es notwendig ist, sie von dem Amputierten zu entfernen, um einen Zugang zu der Schraube 22 zu ermöglichen. Daß eine solche nachträgliche Justierung möglich ist, ist aus der Tatsache heraus zu verstehen, daß die halbkugelförmige Mutter 15 an die Stützplatte 13 angeschraubt ist, um mit dieser eine einzige Einheit auszubilden. Ein Anziehen der Schraube 22 fixiert die translatorische Position der Stützplatte 13, da der Ring 12 fest zwischen der Rückhalteplatte 21 und der Stützplatte 13 eingeklemmt wird. Ein Festziehen der Schraube 22 beeinflußt nicht die Möglichkeit einer Winkeljustierung des Rohrabschnitts 12 mit den Justierschrauben 16.

Bei Verwendung von vier Justierschrauben 16, vier Armen 38 und vier Nuten 40, die jeweils in gleichmäßigen Winkelabständen, d. h. von 90º, angeordnet sind, wird der zusätzliche Vorteil erreicht, daß, nachdem der Winkel, der beispielsweise in Fig. 3 für den Rohrabschnitt in einer Ebene durch gegenläufiges Schrauben der in Fig. 3 dargestellten Schrauben eingestellt ist, eine Justierung des Winkels des Rohrabschnitts in einer Ebene, die rechtwinklig zu der Zeichenebene verläuft, durch gegenläufiges Schrauben der nicht dargestellten Schrauben 16 durchgeführt werden kann, ohne den zuvor eingestellten Winkel zu verändern. Sollten nur drei Arme, Schrauben und Nuten mit einem Winkel von 120º untereinander verwendet werden, würde eine zuvor eingestellte Winkelposition für eine Schraube durch eine Justierung des Winkels des Rohrabschnitts in einer anderen Ebene verändert werden und die Einstellung müßte anschließend rejustiert werden.

Die Stützplatte 13 weist weiterhin zwei durchgehende Gewindelöcher 42 zur Aufnahme von zwei Feststellschrauben auf, die in den Fig. 2 und 3 nicht dargestellt sind und mit deren Hilfe die Justierung der Stützplatte 13 relativ zu dem Ring 12 während des Ausprobierens der Prothese vorübergehend fixiert werden kann, bis die korrekte translatorische Position gefunden worden ist. Diese Schrauben können dann endgültig festgezogen werden. Jegliche später mögliche Winkeljustierung durch die Schrauben 16 wird durch diese abschließende Fixierung der translatorischen Position nicht beeinflußt.

Die Grundeinstellung eines prothetischen Beins mit der Hilfe des erfindungsgemäßen Befestigungsglieds für die Prothese läuft in der folgenden Weise ab:

1) Die Fassung des prothetischen Beins wird an dem Stumpf befestigt, der Rohrabschnitt wird in eine vertikale Position ausgerichtet.

2) Der Rohrabschnitt wird verschoben, so daß er mit der Lastlinie zusammenfällt.

3) Die nicht dargestellten Feststellschrauben in den Gewindelöchern 42 in der Stützplatte 13 werden angezogen.

4) Der Amputierte führt einen Gehtest durch.

5) Die Winkeleinstellung des Rohrabschnitts wird mit den Einstellschrauben 16 justiert, so daß sich der Rohrabschnitt beim Gehen nicht von Seite zu Seite in der vertikalen Ebene bewegt. Die Schritte 4) und 5) können wiederholt werden.

6) Die Kopffeststellschraube 22 wird festgezogen.

7) Der gesamte Justierkopf kann optionsweise eingegossen werden, während der Patient wartet. Die Justierschrauben 16 können ebenfalls mit einer dünnen und leicht entfernbaren Kunststoffschicht abgedeckt werden.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zur Befestigung einer Beinprothese, mit einem Rohrabschnitt (10), einem Justierkopf (11), der am proximalen Ende des Rohrabschnitts angeordnet und zur Befestigung der Prothese an einer auf dem Beinstumpf (6) angeordneten ersten Muffe (4) vorgesehen ist, ersten Mitteln (16, 38, 40) für die Einstellung der Winkellage des Rohrabschnitts relativ zu einer imaginären Lastlinie (9), zweiten Mitteln (12, 13, 21), die eine translatorische Verschiebung des Rohabschnitts ermöglichen, und mit Feststellmitteln (22, 25) zur Fixierung des Rohrabschnitts in einer gewünschten translatorischen Lage relativ zu der ersten Muffe (4), wobei sowohl die ersten als auch die zweiten Mittel an dem Justierkopf am proximalen Ende des Rohrabschnitts vorgesehen sind und eine Grundeinstellung des Rohrabschnitts bei einer an den Patienten angelegten Prothese erlauben, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Mittel eine am proximalen Ende des Rohrabschnitts (10) befestigte zweite Muffe (15) aufweisen, wobei die zweite Muffe einen mit einer Mehrzahl von sich radial erstreckenden Armen (38) versehenen Hals (29) aufweist, die so auf dem Hals angeordnet sind, daß sie mit der Longitudinalachse der zweiten Muffe einen Winkel ausbilden, und daß im Endbereich jedes Arms ein durchgehendes Loch (39) mit Gewinde und in jedem Loch eine Justierschraube (16) mit einem abgerundeten Ende vorgesehen ist, wobei die abgerundeten Enden in Widerlagern an einer unteren Oberfläche einer Stützplatte (13) anliegen, die unterhalb der ersten Muffe (4) angeordnet ist und ein Teil der zweiten Mittel (12, 13, 21) ausbildet.

2. Vorrichtung zur Befestigung einer Beinprothese nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Muffe (15) einen proximalen Endbereich (27) aufweist, dessen Inneres im Querschnitt die Form eines Kreissegments aufweist, so daß es eine Oberfläche (26) mit der Form eines Kugelsegments ausbildet.

3. Vorrichtung zur Befestigung einer Beinprothese nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützplatte (13) ein zentrales, durchgehendes Loch (36) für die Feststellmittel aufweist und daß die Widerlager die Form radial ausgerichteter Nuten (40) aufweisen, die es dem Zwischenglied ermöglichen, auf seine Symmetrieachse einwirkende Drehmomente aufzunehmen.

4. Vorrichtung zur Befestigung einer Beinprothese nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten einen kreisförmigen oder elliptischen Abschnitt als ihre Querschnittsform aufweisen, wobei das Zentrum des Abschnitts im wesentlichen in einer horizontalen, das Zentrum (30) der kugelförmigen Oberfläche (26) der zweiten Muffe (15) schneidenden Ebene angeordnet ist.

5. Vorrichtung zur Befestigung einer Beinprothese nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststellmittel eine halbkugelförmige Mutter (25) und eine Feststellschraube (22) aufweisen, wobei die halbkugelförmige Mutter einen Schaftstummel (32) mit einem Außengewinde (35) und ein Kugelsegment (34), das zur Anlage an dem inneren Proximalbereich der zweiten Muffe (15) vorgesehen ist, aufweist, während sich der Schaftstummel (32) durch diesen Proximalbereich hindurch erstreckt, wobei der mit dem Gewinde versehene Schaftstummel zum Einschrauben in das durchgehende Loch (36) der Stützplatte (13) vorgesehen ist und wobei die kugelförmige Mutter weiterhin ein Innengewinde (37) aufweist, das zum Ineinandereingreifen mit der Feststellschraube (22) vorgesehen ist.

6. Vorrichtung zur Befestigung einer Beinprothese nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Justierschrauben (16) und der Arme (38) an der zweiten Muffe sowie der Nuten (40) in der Stützplatte (13) vier ist, wobei diese Bauteile in einer Winkelbeziehung mit gleichen Abständen untereinander, d. h. jeweils 90º voneinander entfernt, angeordnet sind.

7. Vorrichtung zur Befestigung einer Beinprothese nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Mittel (12, 13, 21) die Stützplatte (13) mit einer darüber angeordneten Rückhalteplatte (21) und einen Ring (12), der vorzugsweise rund ist und der zwischen der Stützplatte (13) und der Rückhalteplatte (21) angeordnet ist, einschließen, wobei der innere Durchmesser des Rings (12) kleiner als die Ausdehnung der Rückhalteplatte (21) ist, wobei die Feststellmittel (22, 25) zum Blockieren des Rings zwischen der Rückhalteplatte (21) und der Stützplatte (13) und zum Befestigen der von der Rückhalteplatte (21), der Stützplatte (13) und dem Ring (12) ausgebildeten Anordnung an der zweite Muffe (15) vorgesehen sind und wobei der Ring einen überstehenden, schräg nach oben gerichteten Bund (18) zur Befestigung im unteren Bereich der ersten Muffe (4) aufweist.

8. Vorrichtung zur Befestigung einer Beinprothese nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststellmittel weiterhin Sperrschrauben umfassen, die in in der Stützplatte vorgesehene Gewinde (42) eingreifen, wobei die Sperrschrauben zum Einwirken auf den Ring vorgesehen sind.







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