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Dokumentenidentifikation DE3884076T2 10.02.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0298680
Titel Herbizide Zusammensetzungen von acylierten 1,3-Dicarbonyl-Herbiziden und Antidots dafür.
Anmelder Zeneca Inc., Wilmington, Del., US
Erfinder Buren Lawrence L., Buren Lawrence L., Cupertino, CA 95014, US;
Ensminger Michael P., Ensminger Michael P., San Jose, CA 95136, US;
Poletika Nicholas N., Poletika Nicholas N., Visalia, CA 93277, US;
Hsu Joanna K., Hsu Joanna K., Sunnyvale, CA 94087, US;
Duerksen Charles J., Duerksen Charles J., Visalia, CA 93277, US;
Rodriguez Benjamin P., Rodriguez Benjamin P., Visalia, CA 93277, US
Vertreter Jaeger, K., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Köster, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Mattusch, G., Ing.Faching. f. Schutzrechtswesen, Pat.-Anwälte, 82131 Gauting
DE-Aktenzeichen 3884076
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 04.07.1988
EP-Aktenzeichen 883060717
EP-Offenlegungsdatum 11.01.1989
EP date of grant 15.09.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.02.1994
IPC-Hauptklasse A01N 25/32
IPC-Nebenklasse A01N 35/06   A01N 35/10   A01N 43/40   A01N 43/16   A01N 43/18   A01N 43/54   A01N 41/10   A01N 37/42   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft acylierte 1,3-Dicarbonyl-Herbizide und Antidots dafür sowie die Herstellung und die Verwendung davon.

Ein Herbizid ist eine Verbindung, welche das Pflanzenwachstum kontrolliert oder modifiziert. Dies kann beispielsweise bis zu einer Vernichtung der Pflanze, zu einer Wachstumsverlangsamung, zur Entlaubung, zur Austrocknung, zur Wachstumsregulierung, zur Entwicklungshemmung, zur Sprossung, zur Wachstumsstimulierung und zu Zwergwachstum führen. Der Ausdruck "Pflanze" bezieht sich auf alle Pflanzenteile, beispielsweise Samen, Sämlinge, Schößlinge, Wurzeln, Knollen, Stämme, Halme, Blätter und Früchte. Der Ausdruck "Pflanzenwachstum" bezieht sich auf alle Entwicklungsphasen von der Keimung bis zum natürlichen oder induzierten Absterben der Pflanze.

Herbizide dienen im allgemeinen zur Unkrautkontrolle bzw. Unkrautvernichtung. Sie haben eine hohe wirtschaftliche Bedeutung erlangt, da gezeigt werden konnte, daß eine derartige Kontrolle die Ernteerträge steigern und Erntekosten reduzieren kann.

Zu den verbreitetsten Verfahren der Herbizid-Anwendung zählen: Einarbeitung in den Boden vor Anpflanzung; Aufbringung in Samen enthaltenden Furchen und dem angrenzenden Erdreich; Oberflächenbehandlung von besamten Böden vor der Emergenz bzw. dem Auswuchs; Behandlung von Pflanze und Erde nach der Emergenz und Behandlung der Samen vor dem Pflanzen.

Ein Herbizid-Hersteller empfiehlt im allgemeinen Anwendungsverhältnisse und Konzentrationen, die so berechnet sind, daß eine optimale Unkrautkontrolle erreicht wird. Der entsprechende Bereich liegt etwa zwischen 0,01 bis 50 lb/ac (0,00111 bis 56 Kilogramm pro Hektar [kg/ha]). Gewöhnlicherweise wird ein Bereich von 0,1 bis 25 lb/ac (0,112 bis 28 kg/ha) gewählt. Der Ausdruck "herbizid wirksame Menge" beschreibt eine Menge an einer Herbizidverbindung, welche das Pflanzenwachstum kontrolliert und beeinflußt. Die tatsächlich eingesetzte Menge hängt von verschiedenen Überlegungen ab, beispielsweise von der Unkrautanfälligkeit und den festgesetzten Gesamtkosten.

Ein wichtiger Faktor, welcher die Nützlichkeit eines gegebenen Herbizids beeinflußt, stellt dessen Selektivität gegenüber der Nutzpflanze dar. In einigen Fällen ist eine Nutzpflanze für die Wirkungen des Herbizids anfällig. Außerdem sind bestimmte herbizide Verbindungen gegenüber einigen Unkrautspezies phytotoxisch, gegenüber anderen jedoch nicht. Um wirksam zu sein, muß ein Herbizid bei der Nutzpflanze eine möglichst minimale Schädigung (vorzugsweise überhaupt keine Schädigung) hervorrufen, während es die Unkrautspezies, welche den Locus der Nutzpflanze infiziert, maximal schädigt.

Es wurden viele Herbizid-Antidots mit dem Ziel hergestellt, die gewünschten Herbizid-Wirkungen zu erzielen und die Schädigung für die Nutzpflanze zu minimieren. Diese Antidots reduzieren oder eliminieren die Schädigung für die Nutzpflanze, ohne daß sie die schädigende Wirkung des Herbizids auf die Unkrautspezies vermindern. Diesbezüglich wird beispielsweise verwiesen auf US-PS 4 021 224, 4 021 229 und 4 230 874.

Der genaue Mechanismus, nach dem ein Antidot eine Nutzpflanzenschädigung durch Herbizide verringert, konnte noch nicht aufgeklärt werden. Eine als Antidot wirkende Verbindung kann als "Heilmittel", als ein "eingreifendes Mittel", als "Schutzmittel" oder als Antagonist wirken. Der hier gebrauchte Begriff "Antidot" beschreibt eine Verbindung, die in der Lage ist, eine herbizide Selektivität auszuüben, d.h. die durch das Herbizid ausgeübte herbizide Phytotoxizität gegenüber Unkrautspezies beizubehalten und gegenüber den kultivierten Nutzpflanzenspezies nur reduziert oder überhaupt nicht phytotoxisch zu sein. Der Ausdruck "als Antidot wirksame Menge" bezeichnet eine Menge der Antidotverbindung, die einer von einem Herbizid verursachten phytotoxischen Wirkung bei einer Nutzpflanze entgegenwirkt.

Es hat sich herausgestellt, daß acylierte 1,3-Dicarbonyl- Verbindungen sehr wirksame Herbizide mit einer breiten allgemeinen herbiziden Aktivität gegenüber einer Vielzahl von Pflanzenspezies sind. Um die Vegetation mit den Verbindungen zu kontrollieren, kann man beispielsweise eine herbizid wirksame Menge der Verbindungen, gewöhnlicherweise mit einem inerten Träger, auf die Fläche auftragen, auf der eine Herbizid-Kontrolle gewünscht wird. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß die herbiziden acylierten 1,3-Dicarbonyl-Verbindungen in einigen Fällen die Kultivierung einer Vielzahl von Nutzpflanzen beeinflussen oder stören. Daher wird die wirksame Verwendung dieser Herbizide zur Unkrautkontrolle in Anwesenheit derartiger Nutzpflanzen dadurch verstärkt - dies kann in einigen Fällen erforderlich sein - , daß eine als Antidot wirksame Menge einer Verbindung, die mit dem Herbizid als Antidot wirksam ist, zugegeben wird.

Es wurde nun gefunden, daß bestimmte, in einer als Antidot wirksamen Menge eingesetzte Verbindungen wirksame Antidots darstellen, welche eine Vielzahl von Nutzpflanzen vor einer herbiziden Schädigung schützen oder eine herbizide Schädigung reduzieren, die durch die Verwendung einer als Herbizid wirksamen Menge einer acylierten 1,3-Dicarbonyl- carbocyclischen oder -heterocyclischen Herbizidverbindung hervorgerufen wird.

Die erfindungsgemäßen herbiziden acylierten 1,3-Dicarbonyl- Verbindungen weisen auf bzw. entsprechen der folgenden allgemeinen Formel (A)

in der R eine wie nachstehend definierte Gruppe bedeutet (es kann sich dabei im allgemeinen um eine gewünschtenfalls substituierte aromatische Einheit handeln).

Verbindungen dieser Art sind in einer Vielzahl von Druckschriften als nützlich beschrieben worden, beispielsweise als chemische Zwischenverbindungen und/oder Pestizide. Der in der Formel (A), welche die Dicarbonyl-Gruppe aufweist, gezeigte, jedoch undefinierte Rest des Moleküls besitzt im allgemeinen eine cyclische Struktur. Im allgemeinen kann die cyclische Struktur, zu der die cyclische 1,3-Dicarbonyl-Verbindung sowie ein 5- bis 6-gliedriger Ring gehört, carbocyclischer oder heterocyclischer Natur sein und zudem weiterhin gewünschtenfalls mit einer oder mehreren aromatischen Gruppen substituiert sein.

Bei den erfindungsgemäßen herbiziden, carbocyclischen oder heterocyclischen Verbindungen ist eine Tautomerie möglich. So können beispielsweise die erfindungsgemäßen, die cyclische 1,3-Dicarbonyl-Gruppe enthaltenden, herbiziden Verbindungen aufgrund der Tautomerie folgende vier Strukturformeln aufweisen

worin die undefinierten Substituenten weiter unten definiert sind. Eine ähnliche Tautomerie wird für entsprechende heterocyclische Verbindungen beobachtet.

Das mit einem Kreis eingeschlossene Proton der vier tautomeren Formen ist verhältnismäßig labil. Diese Protonen sind sauer und können mit einer Base entfernt werden, wobei ein mit einem Anion versehenes Salz der folgenden vier resonanten Formen gebildet wird:

worin die undefinierten weiteren Substituenten nachstehend näher definiert sind.

Kationen dieser Basen sind beispielsweise anorganische Kationen, wie Alkalimetalle, Lithium, Natrium, Kalium, Erdalkalimetalle, beispielsweise Barium, Magnesium, Calcium und Strontium, oder organische Kationen, wie substiuiertes Ammonium, Sulfonium oder Phosphonium, wobei der Substituent eine aliphatische oder aromatische Gruppe ist.

Acylierte carbocyclische 1,3-Dicarbonyl-Verbindungen dieser Art haben die folgende allgemeine Formel (B)

worin R eine wie nachstehend definierte gewünschtenfalls substituierte aromatische Einheit bedeutet und n für 2 oder 3, vorzugsweise für 3, steht. Der Ring kann unsubstituiert sein (alle X- und Y-Gruppen stehen für Wasserstoff). Jedoch können auch ein oder mehrere Wasserstoffatome durch aliphatische, aromatische, heterocyclische oder Alkylen-Gruppen, insbesondere Kohlenwasserstoffgruppen, substituiert sein. Zu derartigen Kohlenwasserstoffgruppen zählen beispielsweise Alkyl-, insbesondere niedrige Alkyl-, Phenyl- und C&sub2;-C&sub5;-Alkylen- Gruppen, wie Dimethylen, Trimethylen und dergleichen. In diesem Falle haben die Verbindungen eine Spiro-Struktur. Der carbocyclische Ring kann gesättigt oder ungesättigt sein sowie eine olefinische Bindung enthalten, welche die Kohlenstoffatome in 4- und 5-Stellung verbindet.

Erfindungsgemäße herbizide heterocyclische acylierte 1,3- Dicarbonyl-Verbindungen haben die folgende allgemeine Formel (I)

worin R die nachstehend angegebenen Bedeutungen besitzt und Z eine Kette darstellt, die mindestens 2 oder 3 Ringatome enthält, von denen mindestens eines ein Stickstoff-, Sauerstoff- oder Schwefelatom ist. Die Stickstoffatome in derartigen Ringen können unsubstituiert oder durch eine C&sub1;-C&sub4;-Alkylgruppe substituiert sein. Die Kohlenstoffatome in derartigen Ringen können unsubstituiert oder in ähnlicher Weise wie die oben beschriebenen carbocyclischen Verbindungen substituiert sein. Wenn möglich, können die heterocyclischen Ringe gesättigt oder ungesättigt sein.

Zu derartigen heterocyclischen 1,3-Dicarbonyl-Strukturen zählen beispielsweise Barbitursäurederivate, Hydroxypyrone, 3,5-Dioxotetrahydropyrane und -thiopyrane, cyclische Oxolactone, cyclische Oxothiolactone und Oxalactame.

Eine besondere Klasse von herbiziden Verbindungen ist diejenige, bei der die Dicarbonyl-Verbindung ein gewünschtenfalls substituiertes Cyclohexadion ist und die acylierende Gruppe eine substituierte Benzoyl-Einheit ist. Es handelt sich dabei um solche Verbindungen der oben gezeigten Formel (B), worin R für substituiertes Phenyl steht. Diese Verbindungen haben im allgemeinen die folgende Formel:

worin

R¹, R², R³, R&sup4;, R&sup5; und R&sup6; unabhängig voneinander Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl bedeuten oder

R¹ oder R³ für RaO - steht, worin

Ra steht für C&sub1;-C&sub4; Alkyl, Phenyl, gewünschtenfalls substituiert mit 2 bis 5 Methyl-Gruppen, oder R³ für Hydroxyl steht und R¹, R², R&sup4;, R&sup5; und R&sup6; unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen, oder worin R¹ und R² oder R³ und R&sup4; zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen (diese Verbindungen besitzen eine Spiro- Struktur) stehen;

R&sup7; für Halogen (Chlor, Brom, Jod oder Fluor), Cyan, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, RkSOn, worin Rk für C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht und n = 0, 1 oder 2 ist, C&sub1;-C&sub4; Alkoxy oder Nitro steht,

R&sup8;, R&sup9; und R¹&sup0; unabhängig voneinander stehen für Wasserstoff oder Substituenten, einschließlich Halogen, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, Trifluormethoxy, Cyan, Nitro, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, C&sub1;-C&sub4; Alkylthio, Phenoxy oder substituiertes Phenoxy, wobei der Substituent Halogen oder Halomethyl oder beides ist, RbS(O)n, worin n für 0, 1 oder 2 steht und Rb für C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, Phenyl oder Benzyl steht,

Rc NH-, worin Rc für C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

-NRdRe, worin Rd und Re unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen,

RfC(O)- worin Rf für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkoxy steht,

SO&sub2;NRgRh, worin Rg und Rh unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen,

oder R&sup8; und R&sup9; zusammen mit den beiden benachbarten Kohlenstoffatomen des Phenylringes, an die sie gebunden sind, eine Ringstruktur bilden.

Verbindungen dieses Typs mit verschiedenen Substituenten entweder an einem der Cycloxan- oder Phenylringe oder an beiden Ringen sind beschrieben in: der europäischen Patentanmeldung, Publikationsnummer 90262; den folgenden gemieinsam anhängigen US-Patentanmeldungen, die auf die hier in Rede stehende Anmelderin übertragen wurden und den Titel besitzen "Bestimmte 2-(2-substituierte Benzoyl)-1,3-cyclohexandione", Ser.No. 634 408, eingereicht am 31. Juli 1984; Ser.No. 640 791, eingereicht am 17. August 1984; Ser.No. 752 702, eingereicht am 8. Juli 1985 und Ser.No. 722 593, eingereicht am 5. September 1985; den folgenden US-Patentanmeldungen, die auf die hier in Rede stehende Anmelderin übertragen wurden, Ser.No. 683 900, eingereicht am 20. Dezember 1984 und Ser.No. 802 135, eingereicht am 29. November 1985, mit dem Titel "Bestimmte 2-(2-Nitrobenzoyl)-1,3-cyclohexandione"; Ser.No. 683 899, eingereicht am 20. Dezember 1984, mit dem Titel "Bestimmte 2-(2'-Cyanbenzoyl)-1,3-cyclohexandione"; Ser.No. 683 898, eingereicht am 20. Dezember 1984 und Ser.No. 802 133, eingereicht am 29. November 1985 mit dem Titel "Bestimmte 2- (2'-substituierte Benzoyl)-1,3-cyclohexandione"; Ser.No. 683 884, eingereicht am 20. Dezember 1984 und Ser.No. 802 134, eingereicht am 29. November 1985 mit dem Titel "Bestimmte 2- (2'-Alkylbenzoyl)-1,3-cyclohexandione" (alle diese Patentanmeldungen betreffen Verbindungen mit herbizider Wirkung); und in den japanischen Patentanmeldungen (Publikations- Nummern) 51/13750 und 51/13755 von Nippon Soda K.K., welche einige Verbindungen dieses Typs als Zwischenverbindungen für Herbizide beschreiben. Auf die Offenbarungen dieser Druckschriften wird hiermit ausdrücklich Bezug genommen.

Bestimmte Verbindungen dieser heterocyclischen acylierten 1,3- Dicarbonyl-Herbizidverbindungen sind beispielsweise: Barbitursäurederivate der Formel (IV)

worin R¹&sup8; und R¹&sup9; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen und R substuiertes Phenyl, beispielsweise

worin R¹&sup5; , R¹&sup6; und R¹&sup7; über die hier angegebenen Bedeutungen verfügen, besitzt. Derartige Verbindungen sind beispielsweise in der gleichzeitig anhängenden US-Patentanmeldung 872 068, eingereicht am 9. Juni 1986; mit dem Titel "Bestimmte S-(2- substituierte Benzoyl)-Barbitursäuren" beschrieben; auf diese Offenbarung wird hiermit ausdrücklich Bezug genommen; Oxolactame der Formel (V)

worin R¹¹ bis R¹&sup4; und R²&sup0; unabhängig für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen oder R¹¹ und R¹² zusammen fur C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen, t für 0 oder 1 steht und R substituiertes Phenyl bedeutet, wie

worin R¹&sup5; für Wasserstoff, Halogen, C&sub1;-C&sub2; Alkyl, C&sub1;-C&sub2; Alkoxy, Nitro, Cyan, C&sub1;-C&sub2; Haloalkyl, RaSOn, worin Rm C&sub1;-C&sub2; Alkyl bedeutet und n für 0, 1 oder 2 steht, Trifluormethyl oder Difluormethyl, oder Trifluormethoxy oder Difluormethoxy steht. Vorzugsweise bedeutet R¹&sup5; Chlor, Brom, C&sub1;-C&sub2; Alkyl, C&sub1;-C&sub2; Alkoxy, Trifluormethyl, Cyan, Nitro, C&sub1;-C&sub2; Alkyl, C&sub1;-C&sub2; Alkoxy, Trifluormethyl, Cyan, Nitro, C&sub1;-C&sub2; Alkylthio oder C&sub1;-C&sub2; Alkylsulfonyl. Außerdem bedeuten R¹&sup6; und R¹&sup7; unabhängig voneinander (1) Wasserstoff, (2) Halogen, (3) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (4) C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, (5) Trifluormethoxy, (6) Cyan, (7) Nitro, (8) C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl und (9) RbS(O)n-, worin n die ganze Zahl 0, 1 oder 2 bedeutet und Rb für (a) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (b) mit Halogen oder Cyan substituiertes C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (c) Phenyl, oder (d) Benzyl steht. Derartige Verbindungen sind beispielsweise in der gleichzeitig anhängenden, gemeinsam übertragenen US- Anmeldung 871 973, eingereicht am 9. Juni 1986, mit dem Titel "Bestimmte 3-(Benzoyl-4-oxolactame)" beschrieben; auf diese Offenbarung wird hiermit ausdrücklich Bezug genommen; herbizide Oxolactone und Oxothiolactone der erfindungsgemäßen Art mit der Formel (VI)

worin R²¹ bis R²&sup4; unabhängig voneinander stehen für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder R²¹ und R²² zusammen C&sub2;-C&sub5; Alkylen bedeuten oder R²³ und R²&sup4; zusammen C&sub2;-C&sub5; Alkylen bedeuten oder R²¹ und R²³ zusammen eine Bindung bilden und R für substituiertes Phenyl steht, wie

worin R¹&sup5; bis R¹&sup7; die oben angegebenen Bedeutungen besitzen und W für Sauerstoff oder Schwefel steht. Bilden R²¹ und R²³ zusammen eine Bindung, dann enthalten die Verbindungen einen ungesättigten heterocyclischen Ring. Derartige Verbindungen sind beispielsweise in der gleichzeitig anhängenden gemeinsam übertragenen US-Anmeldung 871 975, eingereicht am 9. Juni 1986, mit dem Titel "Bestimmte 4-Oxo-benzoyl-valerolactone und -thiolactone" beschrieben; auf diese Offenbarung wird hiermit ausdrücklich Bezug genommen; und

Dioxotetrahydropyrane und -thiopyrane, wie diejenigen der Formel (VII)

worin R²&sup6; bis R²&sup9; unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen oder R²&sup6; und R²&sup7; zusammen C&sub2;-C&sub5; Alkylen bedeuten oder R²&sup8; und R²&sup9; zusammen C&sub2;-C&sub5; Alkylen bedeuten, W² für Sauerstoff, Schwefel oder Sulfonyl steht und R³&sup0; für substituiertes Phenyl steht, wie

worin R¹&sup5; bis R¹&sup7; die oben angegebenen Bedeutungen besitzen. Derartige Verbindungen sind beispielsweise in der gleichzeitig anhängigen, gemeinsam übertragenen US-Anmeldung 872 080, eingereicht am 9. September 1986, mit dem Titel "Bestimmte substituierte 4-Benzoyl-3,5-oxotetrahydropyrane und -thiopyrane", beschrieben.

Eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform betrifft eine herbizide Zusammensetzung, die ein 2-(2-substituiertes Benzoyl)-4-(substituiertes oder unsubstituiertes Phenyl)- cyclohexadione und ein Antidot mit einem inerten Träger dafür aufweist. Die 1,3-Cyclohexandion-Einheit ist vorzugsweise mit den hier nachstehend definierten Gruppen substituiert. Die Benzoyl- und Cyclohexandion-Einheiten können weiter substituiert sein.

Zu dieser Ausführungsform zählen Verbindungen, worin R in der oben angegebenen Formel (B) einen substituierten Phenylrest darstellt. Diese Verbindungen haben im allgemeinen die Formel (VIII):

worin R¹&sup4;&sup0; für Halogen, C&sub1;-C&sub2; Alkyl, C&sub1;-C&sub2; Alkoxy, Trifluormethoxy oder Difluormethoxy, Nitro, Cyan, C&sub1;-C&sub2; Haloalkyl, RaSOn-, worin n für 0 oder 2 steht und Ra für C&sub1;-C&sub2; Alkyl steht, Trifluormethyl oder Difluormethyl steht. (Besonders interessante Verbindungen sind diejenigen, worin R¹&sup4;&sup0; für Chlor, Brom, C&sub1;-C&sub2; Alkyl, C&sub1;-C&sub2; Alkoxy, Trifluormethyl, Cyan, Nitro, C&sub1;-C&sub2; Alkylthio oder C&sub1;-C&sub2; Alkylsulfonyl und insbesondere für Chlor, Nitro, Methyl, Trifluormethyl oder Methylsulfonyl steht),

R¹³¹ für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R¹³² für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R¹³¹ und R¹³² zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen,

R¹³³ für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R¹³&sup4; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R¹³³ und R¹³&sup4; zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen,

R¹³&sup5;, R¹³&sup6;, R¹³&sup7; und R¹³&sup8; unabhängig voneinander für (1) Wasserstoff, (2) Chlor, Fluor oder Brom, (3) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (4) C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, (5) Trifluormethoxy, (6) Cyan, (7) Nitro, (8) C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, (9) RbS(O)n-, worin n für eine ganze Zahl 0, 1 oder 2 steht und Rb für (a) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (b) mit Halogen oder Cyan substituiertes C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (c) Phenyl oder (d) Benzyl steht,

(10) -NRcRd, worin Rc und Rd unabhängig voneinander Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl bedeuten,

(11) ReC(O)- worin Re für C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkoxy steht,

(12) -SO&sub2;NRcRd, worin Rc und Rd die angegebenen Bedeutungen besitzen oder

(13) -N(Rc)C(O)Rd, worin Rc und Rd die angegebenen Bedeutungen besitzen, steht und

R¹³&sup9; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht.

Vorzugsweise befindet sich R¹³&sup5; in der 3-Stellung und stehen R¹³&sup5; und R¹³&sup7; für Wasserstoff, Chlor, Fluor, Trifluormethyl, Cyan, C&sub1;-C&sub4; Alkoxy oder C&sub1;-C&sub4; Thioalkyl; oder R¹³&sup5; und R¹³&sup7; stehen für Wasserstoff und R¹³&sup6; und R¹³&sup8; befinden sich in der 4-Stellung, wobei R¹³&sup6; und R¹³&sup8; für Halogen, Cyan, Trifluormethyl oder RbSO&sub2;, worin Rb für C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl steht, stehen.

Verbindungen dieser Art sind in der gleichzeitig anhängenden US-Anmeldung mit der Ser.No. 906 462, eingereicht am 12. September 1986, beschrieben.

Eine weitere bevorzugte erfindungsgemäße Ausführungsform betrifft eine Herbizidzusammensetzung, die ein als herbizid wirksames 2-(substituiertes Benzoyl)-1,3-cyclohexandion, bei dem die acylierende Gruppe eine substituierte Benzoyleinheit darstellt, und ein Antidot mit einem inerten Träger dafür aufweist. Die 4- und 6-Stellungen der 1,3-Cyclohexandion- Einheit sind vorzugsweise mit hier definierten Gruppen substituiert, am meisten bevorzugt mit Wasserstoff- oder Methylgruppen. Die substituierten Benzoyl- und 1,3-Cyclohexandion-Einheiten können auch noch weiter substituiert sein.

Zu dieser Ausführungsform zählen Verbindungen, bei denen der Rest R in der oben gezeigten Formel (B) für substituiertes Phenyl steht. Diese Verbindungen haben im allgemeinen die Formel (IX)

worin

R&sup5;&sup0; für Halogen, C&sub1;-C&sub2; Alkyl, C&sub1;-C&sub2; Alkoxy, Trifluormethoxy oder Difluormethoxy, Nitro, Cyan, C&sub1;-C&sub2; Haloalkyl, RaSOn-, worin n für 0 oder 2 steht und Ra C&sub1;-C&sub2; Alkyl bedeutet, Trifluormethyl oder Difluormethyl steht,

R&sup4;¹ für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup4;² für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup4;¹ und R&sup4;² zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen,

R&sup4;³ für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup4;&sup4; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup4;³ und R&sup4;&sup4; zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen,

R&sup4;&sup5;, R&sup4;&sup6;, R&sup4;&sup7; und R&sup4;&sup8; unabhängig voneinander stehen für: (1) Wasserstoff, (2) Halogen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Chlor, Fluor oder Brom, (3) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (4) C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, (5) Trifluormethoxy, (6) Cyan, (7) Nitro, (8) C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, (9) RbS(O)n-, worin n für die ganze Zahl 0,1 oder 2 und Rb für (a) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (b) mit Halogen oder Cyan substituiertes C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (c) Phenyl oder (d) Benzyl stehen,

(10) -NRcRd, worin Rc und Rd unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen,

(11) ReC(O)-, worin Re für C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkoxy steht,

(12) -SO&sub2;NRcRd, worin Rc und Rd die angegebenen Bedeutungen besitzen oder

(13) -N(Rc)C(O)Rd, worin Rc und Rd die angegebenen Bedeutungen besitzen, und

R&sup4;&sup9; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht.

Von besonderem Interesse sind Verbindungen, bei denen sich der Rest R&sup4;&sup5; in der 3-Stellung befindt und R&sup4;&sup5; für Wasserstoff, Chlor, Fluor, Trifluormethyl, Cyan, C&sub1;-C&sub4; Alkoxy oder C&sub1;-C&sub4; Thioalkyl steht oder R&sup4;&sup5; für Wasserstoff steht, oder sich der Rest R&sup4;&sup6; in der 4-Stellung befindet und R&sup4;&sup6; für Halogen, Cyan, Trifluormethyl oder RbSO&sub2; steht, wobei Rb C&sub1;-C&sub4; Alkyl, vorzugsweise Methyl, oder C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, Difluormethyl oder Trifluormethyl bedeutet.

Verbindungen dieser Art sind in der gleichzeitig anhängenden US-Patentanmeldung Ser.No. 906 461, eingereicht am 12. September 1986, beschrieben.

Eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform betrifft eine Herbizid-Zusammensetzung, die ein herbizid wirksames 2-(2-substituiertes Benzoyl)-4-(substituiertes oxy oder substituiertes thio)-1,3-cyclohexandion und ein Antidot mit einem inerten Träger dafür aufweist. Die 5- und 6-Stellungen der 1,3-Cyclohexandion-Einheit sind vorzugsweise mit nachstehend definierten Gruppen, am meisten bevorzugt mit Wasserstoff- oder Methylgruppen, substituiert. Die substituierten Benzoyl- und Cyclohexandion-Einheiten können auch noch weiter substituiert sein.

Zu dieser Ausführungsform zählen Verbindungen mit der folgenden Strukturformel (X)

worin

X für Oxy, Thio, Sulfinyl oder Sulfonyl steht,

R&sup5;&sup0; für Halogen, C&sub1;-C&sub2; Alkyl, C&sub1;-C&sub2; Alkoxy (vorzugsweise Methoxy, Trifluormethoxy, Difluormethoxy), Nitro, Cyan, C&sub1;-C&sub2; Haloalkyl, RaSOn-, worin n für 0 oder 2, vorzugsweise für 2, und Ra für C&sub1;-C&sub2; Alkyl stehen, Trifluormethyl oder Difluormethyl steht. (R&sup5;&sup0; steht vorzugsweise für Chlor, Brom, C&sub1;-C&sub2; Alkyl, C&sub1;-C&sub2; Alkoxy, Trifluormethyl, Cyan, Nitro, C&sub1;-C&sub2; Alkylthio oder C&sub1;-C&sub2; Alkylsulfonyl und insbesondere bevorzugt für Chlor, Nitro, Methyl, Trifluormethyl oder Methylsulfonyl),

R&sup5;¹ für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, Phenyl oder substituiertes Phenyl steht,

R&sup5;² für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht oder

R&sup5;¹ und R&sup5;² zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen,

R&sup5;³ für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, Phenyl oder substituiertes Phenyl stehen, mit der Maßgabe, daß nicht beide Reste R&sup5;¹ und

R&sup5;³ Phenyl oder substituiertes Phenyl bedeuten,

R&sup5;&sup4; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup5;&sup5; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup5;&sup6; für C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl oder Phenyl steht und

R&sup5;&sup7; und R&sup5;&sup8; unabhängig voneinander folgende Bedeutungen besitzen: (1) Wasserstoff, (2) Halogen, (3) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (4) C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, (5) Trifluormethoxy, (6) Cyan, (7) Nitro, (8) C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, (9) RbS(O)n-, worin n für die ganze Zahl 0, 1 oder 2 steht und Rb für (a) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (b) mit Halogen oder Cyan substituiertes C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (c) Phenyl oder (d) Benzyl steht,

(10) -NRcRd, worin Rc und Rd unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen,

(11) ReC(O)-, worin Re für C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkoxy steht,

(12) -SO&sub2;NRcRd, worin Rc und Rd die angegebenen Bedeutungen besitzen oder

(13) N(Rc)C(O)Rd, worin Rc und Rd die angegebenen Bedeutungen besitzen.

Verbindungen dieser Art sind in der gleichzeitig anhängigen US-Patentanmeldung Ser.No. 919 280, eingereicht am 16. Oktober 1986, (EP-A-268 795), beschrieben.

Eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform betrifft eine herbizide Zusammensetzung, die ein herbizid wirksames 2-(2- substituiertes Benzoyl)-4-(substituiertes imino-, oximino- oder carbonyl)-1,3-cyclohexandion und ein Antidot mit einem inerten Träger dafür aufweist. Die 5- und 6-Stellungen der 1,3-Cyclohexandion-Einheit können mit nachstehend definierten Gruppen, vorzugsweise mit Wasserstoff- oder Methylgruppen, substituiert sein. Die Benzoyl- und Imino-, Oximino- oder Carbonyl-Einheiten können substituiert sein.

Eine weiterhin erfindungsgemäße Ausführungsform betrifft neue Verbindungen mit der folgenden Strukturformel (XI)

worin

X für Sauerstoff oder NR&sup6;&sup9; steht, wobei R&sup6;&sup9; für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkoxy steht,

R&sup6;&sup0; für Halogen, C&sub1;-C&sub2; Alkyl, C&sub1;-C&sub2; Alkoxy, Trifluormethoxy oder Difluormethoxy, Nitro, Cyan, C&sub1;-C&sub2; Haloalkyl, RaSOn-, worin n für 0 oder 2 und Ra für C&sub1;-C&sub2; Alkyl stehen, Trifluormethyl oder Difluormethyl steht (vorzugsweise steht R&sup6;&sup0; für Chlor, Brom, C&sub1;-C&sub2; Alkyl, C&sub1;-C&sub2; Alkoxy, Trifluormethyl, Cyan, Nitro, C&sub1;-C&sub2; Alkylthio oder C&sub1;-C&sub2; Alkylsulfonyl; insbesondere bevorzugt sind Chlor, Nitro, Methyl, Trifluormethyl und Methylsulfonyl),

R&sup6;¹ für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, Phenyl oder substituiertes Phenyl steht,

R&sup6;² fur Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht oder

R&sup6;¹ und R&sup6;² zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen,

R&sup6;³ für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, Phenyl oder substituiertes Phenyl steht, mit der Maßgabe, daß die Reste R&sup6;¹ und R&sup6;² nicht beide Phenyl oder substituiertes Phenyl bedeuten,

R&sup6;&sup4; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup6;&sup5; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup6;&sup6; für C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl steht und

R&sup6;&sup7; und R&sup6;&sup8; unabhängig voneinander folgende Bedeutungen besitzen: (1) Wasserstoff, (2) Halogen, (3) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (4) C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, (5) Trifluormethoxy, (6) Cyan, (7) Nitro, (8) C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, vorzugsweise Trifluormethyl, (9) RbS(O)n-, worin n für die ganze Zahl 0, 1 oder 2, vorzugsweise 2, und Rb für (a) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (b) mit Halogen oder Cyan substituiertes C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (c) Phenyl oder (d) Benzyl stehen,

(10) -NRcRd, worin Rc und Rd für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen,

(11) ReC(O)-, worin Re für C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkoxy steht,

(12) -SO&sub2;NRcRd, worin Rc und Rd die angegebenen Bedeutungen besitzen, oder

(13) -N(Rc)C(O)Rd, worin Rc und Rd die angegebenen Bedeutungen besitzen.

Bei dieser Ausführungsform befindet sich der Rest R&sup6;&sup7; vorzugsweise in der 3-Stellung. Zudem steht R&sup6;&sup7; vorzugsweise für Wasserstoff, Chlor, Fluor, Trifluormethyl, Cyan, C&sub1;-C&sub4; Alkoxy oder C&sub1;-C&sub4; Thioalkyl. Der Rest R&sup6;&sup8; befindet sich vorzugsweise in der 4-Stellung und steht vorzugsweise für Halogen, Cyan, Trifluormethyl oder RbSO&sub2;, wobei Rb für C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, vorzugsweise Chlormethyl, Difluormethyl oder Trifluormethyl, steht.

Verbindungen dieser Art sind in der gleichzeitig anhängigen US-Patentanmeldung Ser.No. 919 278, eingereicht am 16. Oktober 1986, (EP-A-264 737), beschrieben.

Eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform betrifft eine Herbizid-Zusammensetzung, die ein herbizid wirksames 2-(2-substituiertes Bezoyl)-4-(substituiertes)-1,3-cyclohexandion und ein Antidot mit einem inerten Träger dafür aufweist. Die 5- und 6-Stellungen und die 4-Stellung der 1,3-Cyclohexandion- Einheit sind vorzugsweise mit nachstehend definierten Gruppen substituiert, am meisten bevorzugt mit Halogen- oder Methylgruppen. Die Benzoyl-Einheit kann mit hier aufgeführten Gruppen ebenfalls substituiert sein.

Zu dieser Ausführungsform zählen Verbindungen mit der folgenden Strukturformel:

worin

R&sup7;&sup0; für Halogen, C&sub1;-C&sub2; Alkyl, C&sub1;-C&sub2; Alkoxy, Trifluormethoxy, Difluormethoxy, Nitro, Cyan, C&sub1;-C&sub2; Haloalkyl, RaSOn-, worin n für 0 oder 2 und Ra für C&sub1;-C&sub2; Alkyl stehen, Trifluormethyl oder Difluormethyl steht (R&sup7;&sup0; steht vorzugsweise für Chlor, Brom, C&sub1;-C&sub2; Alkyl, C&sub1;-C&sub2; Alkoxy, Trifluormethyl, Cyan, Nitro, C&sub1;-C&sub2; Alkylthio oder C&sub1;-C&sub2; Alkylsulfonyl, besonders bevorzugt für Chlor, Nitro, Methyl, Trifluormethyl oder Methylsulfonyl),

R&sup7;¹ fur Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, Halogen, Phenyl oder substituiertes Phenyl steht,

R&sup7;² für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht oder

R&sup7;¹ und R&sup7;² zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen,

R&sup7;³ für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, Phenyl oder substituiertes Phenyl steht, mit der Maßgabe, daß die Reste R&sup7;¹ und R&sup7;³ nicht beide Phenyl oder substituiertes Phenyl bedeuten,

R&sup7;&sup4; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup7;&sup5; für Wasserstoff, Halogen oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup7;&sup6; für Halogen, Nitro, Cyan, Trifluormethyl, -C(O)NR&sub2;b, worin Rb für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub2; Alkyl steht, steht und

R&sup7;&sup7; und R&sup7;&sup8; unabhängig voneinander folgende Bedeutungen besitzen: (1) Wasserstoff, (2) Halogen, (3) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (4) C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, (5) Trifluormethoxy, (6) Cyan, (7) Nitro, (8) C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, (9) RbSOn-, worin n für die ganze Zahl 0, 1 oder 2 und Rb für (a) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (b) mit Halogen oder Cyan substituiertes C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (c) Phenyl oder (d) Benzyl stehen, (10) -NRcRd, worin Rc und Rd unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen,

(11) ReC(O)-, worin Re für C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkoxy steht,

(12) -SO&sub2;NRcRd, worin Rc und Rd die hier angegebenen Bedeutungen besitzen oder

(13) -N(Rc)C(O)Rd, worin Rc und Rd die hier angegebenen Bedeutungen besitzen.

Bei dieser Ausführungsform befindet sich der Rest R&sup7;&sup7; vorzugsweise in der 3-Stellung und bedeutet vorzugsweise Wasserstoff, Chlor, Fluor, Trifluormethyl, Cyan, C&sub1;-C&sub4; Alkoxy oder C&sub1;-C&sub4; Thioalkyl; der Rest R&sup7;&sup8; befindet sich vorzugsweise in der 4-Stellung und steht vorzugsweise für Halogen, Cyan, Trifluormethyl oder RbSO&sub2;, worin Rb für C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, vorzugsweise Chlormethyl, Difluormethyl odwer Trifluormethyl, steht.

Verbindungen dieser Art sind in der gleichzeitig anhängigen US-Patentanmeldung Ser.No. 919 277, eingereicht am 16 Oktober 1986, (EP-A-264 859), beschrieben.

Der Ausdruck "C&sub1;-C&sub4; Alkyl" umfaßt folgende Bedeutungen: Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, sec-Butyl, iso- Butyl und t-Butyl. Der Ausdruck "Halogen" bezeichnet Chlor, Brom, Jod und Fluor. Der Ausdruck "C&sub1;-C&sub4; Alkoxy" umfaßt folgende Bedeutungen: Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, iso-Propoxy, n-Butoxy, sec-Butoxy, iso-Butoxy und t-Butoxy. Der Ausdruck "C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl" umfaßt folgende Bedeutungen: die oben unter C&sub1;-C&sub4; Alkyl definierten Alkylgruppen, bei denen ein oder mehr Wasserstoffatome durch Chlor, Brom, Jod oder Fluor ersetzt sind.

Die Salze der oben beschriebenen Verbindungen sind ebenfalls erfindungsgemäß umfaßt.

Ein Verfahren zur Herstellung der acylierten Dicarbonyl- Verbindungen ist in der europäischen Patentanmeldung, Publikations-Nummer 90262, beschrieben und beinhaltet die Umsetzung eines gewünschtenfalls substituierten 1,3- Cyclohexandions mit einem substituierten Benzoylcyanid. Die Umsetzung wird in Anwesenheit von Zinkchlorid und Triethylamin durchgeführt.

Nachstehend ist eine Liste für beispielhafte Verbindungen wiedergegeben, die zu den oben beschriebenen aktiven Herbiziden zählen.

Bindung

Erfindungsgemäß ist auch ein zweiteiliges herbizides System umfaßt, das (a) das hier beschriebene Herbizid und (b) ein wirksames Antidot dafür aufweist. Es wurde gefunden, daß derartige Antidot-Verbindungen aus einem weiten Bereich von chemischen Substanzen ausgewählt werden können, die sich als Herbizid-Antidots für die oben beschriebenen acylierten 1,3- Dicarbonyl-Herbizide herausgestellt haben. Die erfindungsgemäß bevorzugten Zusammensetzungen können eines oder mehrere derartiger Antidots mit den Herbiziden aufweisen. Die Vielzahl von Nutzpflanzen, für die die oben beschriebenen Herbizide eingesetzt werden können, kann durch die Verwendung eines Antidots signifikant erweitert werden, um eine oder mehrere Nutzpflanzen vor einer Schädigung davor zu schützen und die Zusammensetzung gegenüber Unkräutern selektiver zu machen. Einige der wichtigeren Arten von Antidots sind Amide von Haloalkansäuren, aromatische Oximderivate, Thiazolcarbonsäuren und Derivate davon sowie 1,8-Naphthalsäureanhydrid.

Amide von Haloalkansäuren haben die allgemeine Formel

worin R eine Mono- oder Poly-haloalkylgruppe bedeutet. Bei den Halogenen kann es sich um Chlor, Brom oder Jod in beliebiger Kombination handeln. Chlor und Brom stellen die bevorzugten Halogene dar. Die bevorzugte Gruppe für den Rest R in diesen Verbindungen ist die Dichlormethyl-Gruppe (Cl&sub2;CH-); bei den Verbindungen handelt es sich beispielsweise um Dichloressigsärue und Amide von Dibrompropionsäure. Bei diesen Verbindungen kann das Stickstoffatom durch mindestens eine weitere funktionelle Gruppe weiter substituiert sein. Zu dieser Klasse von Verbindungen zählen auch solche, bei denen das Stickstoffatom einen Teil eines heterocyclischen Ringes mit Substituenten darstellt, wie dies nachstehend beschrieben wird.

Antidots dieser Art sind in einer Vielzahl von Publikationen beschrieben, beispielsweise in US-PSen 4 021 224, 4 256 481 und 4 294 764 sowie im britischen Patent 1 521 540. Die US-PS 4 021 224 beschreibt eine große Vielfalt derartiger Typen von Verbindungen und erläutert eine große Vielzahl von Möglichkeiten für die Mono- oder Disubstitution an dem Stickstoffatom.

Derartige nützliche Antidots sind beispielsweise Amide von Haloalkansäuren mit der Formel

worin n für 1 oder 2 steht, Y für Chlor oder Brom steht und R&sup8;'sowie R&sup9;' unabhängig voneinander für C&sub1;-C&sub1;&sub2; Alkyl, C&sub2;-C&sub1;&sub2; Alkenyl, mit Phenyl substituierts C&sub1;-C&sub4; Alkylen, Dialkoxyalkyl, wobei die Alkoxy- und Alkylgruppen jeweils 1-4 Kohlenstoffatome besitzen, stehen und R&sup8;' sowie R&sup9;' zusammen stehen für C&sub1;-C&sub4; Alkylenoxyalkylen oder Alkylenthioalkylen, substituiert mit einem 5- bis 6-gliedrigen heterocyclischen Spiro-Ring, Phenyl, Alkyl, Alkoxyalkyl oder Alkylthioalkyl.

Zu den bevorzugten derartigen Antidots zählen solche, bei denen n für 1 oder 2 steht, R&sup8;' und R&sup9;' unabhängig voneinander für C&sub1;-C&sub6; Alkyl, C&sub2;-C&sub6; Alkenyl, Dialkoxyethyl, cyclisches Acetal oder mit Phenyl substituiertes C&sub1;-C&sub2; Alkylen stehen. Weitere Ausführungsformen betreffen solche Antidots, bei denen n für 2 steht und R&sup8;' und R&sup9;' unabhängig voneinander für C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub2;-C&sub4; Alkenyl, Dimethoxyethyl, Dioxolanylmethyl oder Benzyl stehen.

Ein Typ eines derartigen Antidots ist in dem US-Patent 4 021 224 beschrieben. Es handelt sich um N,N-Diallyldichloracetamid:

Diese Verbindung wird im allgemeinen als R-25788 bezeichnet und wird als Antidot in verschiedene Handelsprodukte, die Thiolcarbamat-Herbizide enthalten, einverleibt.

Eine weitere Klasse von Amiden von Haloalkansäuren stellt diejenige dar, bei der das Stickstoffatom in einem Oxazolidin- oder Thiazolidinring enthalten ist. Der Rest R steht dabei vorzugsweise für Dichlormethyl. Diese Oxazolidine und Thiazolidine haben die allgemeine Formel

worin R&sup8;&sup0;, R&sup8;¹, R&sup8;², R&sup8;³, R&sup8;&sup4; und R&sup8;&sup5; unabhängig voneinander für Wasserstoff, Niedrigalkyl, Alkoxyalkyl, Alkylthioalkyl, Niedrigalkylsulfonylmethyl oder -phenyl stehen oder R&sup8;&sup0; und R&sup8;¹ zusammen eine Alkylengruppe, vorzugsweise eine Butylen-, Pentylen- oder Hexylengruppe, die gewünschtenfalls mit einer oder mehreren Methylgruppen substituiert ist, bilden und X für Sauerstoff oder Schwefel steht. Derartige Verbindungen sind in einer Vielzahl von Patenten beschrieben. Dazu zählen beispielsweise die US-PSen 4 021 224 und 4 256 481.

Repräsentative Verbindungen dieses Typs sind beispielsweise (sofern nichts anderes angegeben, stellt der Rest Wasserstoff dar):

2-2-Dimethyl-N-dichloracetyloxazolidin (R&sup8;&sup0; und R&sup8;¹ = Methyl) (bekannt als 7);

2,2,5-Trimethyl-N-dichoracetyloxazolidin (R&sup8;&sup0;, R&sup8;¹ und R&sup8;² = Methyl) (bekannt als 2);

2,2-Dimethyl-5-n-propyl-N-dichloracetyloxazolidin (R&sup8;&sup0;, R&sup8;¹ = Methyl, R&sup8;² = n-Propyl);

2,2-Dimethyl-5-phenyl-N-dichloracetyloxazolidin (R&sup8;&sup0;, R&sup8;¹ = Methyl, R&sup8;² = Phenyl) (bekannt als 3);

2,2-Spirocyclohexyl-N-dichloracetyloxazolidin (R&sup8;&sup0; plus R&sup8;¹ zusammen = Pentamethylen); und

2,2-Dimethyl-N-dichloracetyl-5-ethyloxazolidin (R&sup8;&sup0;, R&sup8;¹ = Methyl, R&sup8;² = Ethyl).

Andere Verbindungen, in welchen R&sup8;&sup0; und R&sup8;¹ zusammen Alkylen sind, sind beispielsweise in den britischen Patenten 1 512 540, 2 023 582 und in dem ungarischen Patent 181 621 offenbart.

Eine dritte Art von Haloalkansäureamid ist im Prinzip im US- Patent 4 294 764 offenbart und hat die allgemeine Formel

worin R&sup8;&sup6; eine von einer Vielzahl von Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinyl-Einheiten sein kann, R&sup8;&sup7;, R&sup8;&sup8;, R&sup8;&sup9; und R&sup9;&sup0; unabhängig voneinander für Wasserstoff oder Methyl stehen und n für 0 oder 1 steht. Eine repräsentative Verbindung dieses Typs ist das N-(1,3-dioxolan-2-yl-methyl)-N-(2-propenyl)-2,2- dichloracetamid, welches die folgende Formel besitzt:

Dies entspricht der vorherigen Formel (3.), worin R&sup8;&sup6; für 2- Propenyl, R&sup8;&sup7; und R&sup8;&sup8; beide für Wasserstoff und n für 0 stehen,

Oximderivate, die als Antidots mit Herbiziden Anwendung finden können, sind beispielsweise in den US-PSen 4 070 389 und 4 269 775 beschrieben und besitzen die allgemeine Formel

worin Ar für einen Phenyl- oder substituierten Phenylrest steht, bei dem die Substituenten gewünschtenfalls Methyl, Methoxy, Chlor, Cyan oder Trifluormethyl sind, oder worin Ar einen Naphthylrest bedeutet,

R&sup9;¹ für Cyan,

NHNH2, - -N(Rc)(Rd),

oder -CN(Rg)(Rh) steht, wobei Ra und Rb unabhängig voneinander für Niedrigalkyl stehen oder zusammen mit dem Kohlenstoff einen Sauerstoff oder Schwefel enthaltenden, 5- oder 6- gliedrigen heterocyclischen Ring bilden, der unsubstituiert oder mit Niedrigalkyl, Halogen und/oder Nitro substituiert ist,

(Rc) und (Rd) unabhängig voneinander für Wasserstoff, Niedrigalkyl, Cycloalkyl, das unsubstituiert oder mit einem oder mehreren Halogen-, Niedrigalkoxy- und/oder Cyanresten substituiert ist, stehen,

(Rg) und (Rh) zusammen mit dem Stickstoffatom einen 5- bis 6- gliedrigen Ring bilden, der unsubstituiert oder durch Halogen, Cyan und/oder Niedrigalkyl mono- oder polysubstituiert ist und durch ein Stickstoff-, Sauerstoff- oder Schwefelatom unterbrochen sein kann. Repräsentative Verbindungen dieser Art sind solche, bei denen R&sup9;¹ für Cyan und solche, bei denen R&sup9;¹ für 1,3-Dioxolan-2-yl steht. Letztere Verbindung hat den chemischen Namen O-[2-(1,3-dioxolanyl)methyl]-alpha- cyanbenzaldoxim.

Thiazolcarbonsäuren und Derivate davon, die zur Verwendung als Antidots geeignet sind, sind in der US-PS 4 199 506 beschrieben und besitzen die allgemeine Formel

worin R&sup9;² für Alkyl, Haloalkyl oder Trialkoxymethyl steht,

R&sup9;³ in unterschiedlicher Weise für Wasserstoff, landwirtschaftlich verträgliche Kationen oder verschiedene Kohlenwasserstoff- oder substituierte Kohlenwasserstoff- Einheiten steht,

m für 0 oder 1 steht und

R&sup9;&sup4; für Chlor, Brom, Jod, Niedrigalkoxy oder substituiertes bzw. unsubstituiertes Phenoxy steht. Ein repräsentatives Mitglied dieser Klasse ist die folgende Verbindung: Benzyl-2- chlor-4-trifluormethyl-5-thiazolcarboxylat (R&sup9;² = Trifluormethyl; R&sup9;³ = Benzyl; R&sup9;&sup4; = Chlor; m = 1).

Eine weitere als Herbizid-Antidot nützliche Verbindung ist beschrieben in EP-A-0 104 495 und besitzt die folgende Formel:

worin R&sup9;&sup5; die Gruppe -C(O)-R&sup9;&sup8; bedeutet, bei der R&sup9;&sup8; einen C&sub1;- C&sub3; Haloalkylrest mit 1 bis 3 Halogenatomen oder eine gewünschtenfalls substituierte Phenylgruppe darstellt. R&sup9;&sup6; bedeutet ein Wasserstoffatom, eine Methylgruppe oder eine Phenylgruppe. R&sup9;&sup7; bedeutet eine C&sub1;-C&sub8; Alkylgruppe, eine C&sub5;-C&sub6; Cycloalkylgruppe, eine Cyclohexylmethylgruppe, eine gewünschtenfalls substituierte Phenylgruppe, eine gewünschtenfalls substituierte Benzylgruppe, eine Allyl- oder Propargylgruppe. n bedeutet 0 oder 1.

Ein weiterhin nützliches Antidot ist 1,8-Naphthalsäureanhydrid.

Ein repräsentatives Antidot dieser Gruppe ist das folgende:

Die Menge eines gegebenen Antidots, das in Kombination mit der erfindungsgemäßen Herbizid-Zusammensetzung verwendet wird, und die Art des Einsatzes sowie die erzielte Wirksamkeit können von verschiedenen Parametern abhängen. Dazu zählt beispielsweise das konkret eingesetzte Antidot, die zu schützende Nutzpflanze bzw. Feldfrucht, die Menge oder Rate des zum Einsatz gebrachten Herbizids, die Bodenbedingungen sowie die klimatischen Bedingungen des landwirtschaftlichen Einsatzgebietes, auf das die Mischung aufgebracht wird. Die Wahl eines spezifischen Antidots zur Verwendung mit der herbiziden Zusammensetzung, die Art und Weise, wie sie angewendet wird (z.B. Tankmischung, Anwendung in Furchen, Samenbehandlung etc.), die Bestimmung der nicht-phytotoxischen jedoch als Antidot wirksamen Aktivität und die zur Erzielung dieses Ergebnisses erforderliche Menge kann durch Einsatz der in den zitierten Patenten, beispielsweise in der US-PS 4 021 224, beschriebenen Testverfahren in Übereinstimmung mit dem Wissen des Fachmannes ohne Schwierigkeiten festgestellt werden.

Weitere Beschreibungen von Antidots und von Verfahren zu deren Anwendung sind beispielsweise beschrieben in: US-PS 3 959 304, Teach, 25. Mai 1976; US-PS 3 989 503, Pallos, 2. November 1976; US-PS 3 131 509, Hofmann, 5. Mai 1964; US-PS 3 564 768, Hoffman, 3. Februar 1971; US-PS 4 137 070, Pallos, 30. Januar 1979; US-PS 4 294 764, Rinehart, 13. Oktober 1981; US-PS 4 256 481, Gardi, 17. Mai 1981; US-PS 4 415 353, Pallos, 15. November 1983; und US-PS 4 415 352, Pallos, 15. November 1983.

Das Antidot wird in Zusammenhang mit dem Herbizid in einer nicht-phytotoxischen, als Antidot wirksamen Menge zum Einsastz gebracht. Mit dem Ausdruck "nicht-phytotoxisch" wird eine Menge an Antidot bezeichnet, die für die gewünschten Nutzpflanzen bzw. Feldfruchtspezies eine möglichst geringe oder überhaupt keine Schädigung verursacht. Mit dem Ausdruck "als Antidot wirksam" wird ein Antidot bezeichnet, das in einer Menge zum Einsatz gebracht wird, die ausreicht, damit diese Verbindung als Antidot mit dem Herbizid zur Erniedrigung des Ausmaßes der durch das Herbizid für die Nutzpflanzenspezies hervorgerufenen Schädigung ausreicht. Das bevorzugte Gewichtsverhältnis von Herbizid zu Antidot beträgt etwa 0,1:1 bis etwa 30:1. Ein weiterhin bevorzugtes Gewichtsverhältnis beträgt etwa 1:1 bis etwa 20:1. Ein weiterhin bevorzugtes Gewichtsverhältnis beträgt etwa 2:1 bis etwa 15:1. Die folgenden Beispiele dienen lediglich zu Erläuterungszwecken und sind nicht notwendigerweise für die durchgeführten Gesamttestverfahren repräsentativ. Sie stellen insbesondere keine Beschränkung der Erfindung dar. Ein Fachmann weiß, daß beim Testen von Herbiziden eine signifikante Faktorenzahl, die nicht ohne weiteres kontrollierbar ist, die Ergebnisse der einzelnen Tests beeinflussen und nicht-reproduzierbar machen kann. So können die Ergebnisse beispielsweise von Umweltfaktoren, wie der Menge an Sonnenlicht und Wasser, dem Bodentyp, dem pH-Wert des Bodens, der Temperatur und der Feuchtigkeit abhängen, um nur einige Faktoren zu nennen. Auch kann die Pflanztiefe, die Anwendungsmenge des Herbizids, die Anwendungsmenge des Antidots und das Verhältnis der Herbizid- zu-Antidot-Anwendung sowie die Art der getesteten Nutzpflanzen bzw. Feldfrüchte die Testergebnisse beeinflussen. Die Ergebnisse können von Ernte zu Ernte und innerhalb der Erntebedingungen variieren.

ANTIDOTS

Die folgenden Antidots wurden in den Beispielen I, II und III sowie in den Tabellen I, II, III und IV eingesetzt.

1 = N,N-Diallyldichloracetamid

2 = 2,2,5-Trimethyl-N-dichloracetyloxazolidin

3 = 2,2-Dimethyl-5-n-propyl-N-dichloracetyloxazolidin

I = α-(Thionomethoxyamino)-benzacetonitril

II = O-(2-(1,3-Dioxalyl)-methyl)-α-cyanobenzaldoxim

SC = 2-Chlor-4-(trifluormethyl)-5-thiazol-carbonsäurebenzylester

1291 = N-Allyl-N-(2-(1,3-dioxalanyl)- methyldichloracetamid

RR = 2-Chlor-N-isopropylacetanilid

124 = para-Chlorphenyl-N-methylcarbamat

CDAA = 2-Chlor-N,N-di-2-propenylacetamid

TCA = Trichloressigsäure

4 = 2,2-Spirocyclohexyl-N-dichloracetyloxazolidin

NA = Naphthalsäureanhydrid

BEISPIEL I

In einer post-Emergenz-Anwendung (Anwendung nach dem Auflaufen) wurden die folgenden Zusammensetzungen auf einen zwei-blättrigen Mais aufgetragen. Es handelte sich dabei um die Verbindung Nr. 24D in einer Menge von 0,125 lb/A und eine Tankmischung mit dem Antidot Nr. 2 in einer Menge von 0,125 + 0,15 lb/A. Die Schädigung des Mais bei der Verbindung Nr. 24D betrug 60 bis 75% Chlorose und 20% Wachstumsverkümmerung. Die Kombination mit Nr. 2 führte zu 12 bis 20% Chlorose und 2% Wachstumsverkümmerung. Bei diesem Test wurde auch die Verbindung Nr. 8D alleine in einer Menge von 0,75 lb/A und in einer Tankmischung mit dem Antidot 2 in einer Menge von 0,75 + 0,25 lb/A untersucht. Die Schädigung des Mais bei 0,75 lb/A betrug 10 bis 18% Chlorose und 2% Wachstumsverkümmerung; mit Nr. 2 betrug die Chlorose 2%, und es wurde keine Wachstumsverkümmerung beobachtet.

BEISPIEL II

Es handelte sich um einen Feldtest-Plot. Das logarithmische Sprüh-Verfahren wurde zur Anwendung gebracht, das so ausgelegt war, daß 5 Halbwertzeiten in einem Streifen mit Abmessungen von 6,7 Fuß x 95 Fuß abgegeben wurden. Dieser Test wurde in einer Feld-Plot-Umgebung durchgeführt. Vom Beginn bis zum Ende des Sprayversuches wurde die Menge an 8D und 8F bei 2 lb ai/A konstant gehalten; ähnliches galt für die Verbindung 24D mit 0,125 lb ai/A. Für jede Verbindung wurde 2 von einer Anfangsmenge von 0,05 lb/A bis zu einer Endmenge von 0,032 lb/A gesprüht, obwohl am Ende des Sprayversuches 0,032 als Endmenge gemessen wurde. In der nachstehenden Tabelle ist die Abnahme der Intensität der Bleichschädigung beim Mais wiedergegeben. Es ist ersichtlich, daß 8D, 8F und 24D auf das Antidot 2 ansprechen.

Saatgut: Mais

Unkräuter: Natürliches Auftreten und angesäte grüne Borstenhirse

Ausmaß des Bleichens
Antidot Herbizid

Die natürlichen Unkräuter und die angesäte grüne Borstenhirse reagierten auf das Antidot gegenüber 24D bei einer Antidotmenge im Bereich von 0,25 bis 0,5 lb/A. Für 8F und 8D wurde kein Unkraut-Antidoting festgestellt.

BEISPIEL III

Verschiedene Verbindungen wurden einer pre-Emergenz-Anwendung auf der Oberfläche (Vor-Auflauf-Anwendung auf der Bodenoberfläche; PES) alleine und mit 2 unterworfen, um das Antidoting gegenüber Mais, Sorghum und Unkräutern zu bewerten. Die Plots bzw. Bodenparzellen wurden mit den technischen Herbiziden und formuliertem Antidot behandelt, die nacheinander aufgetragen wurden, um eine Tankmischung und mögliche Inkompatibilitätsprobleme zu vermeiden, falls eines von beiden existieren sollte. Der Versuchsaufbau war ein willkürlich verteilter kompletter Block unter Verwendung von zwei Replikationen. Bei dem Boden handelte es sich um sandigen Lehm mit 2,3% organischem Material. 3/4 der Front jedes Plots wurde mit einer Reihe jeweils an Mais (Zea mays), cv. DeKalb XL-6060, und Kornsorghum (Sorghum bicolor), cv. Funk's G-251, bepflanzt. Über das hintere Viertel wurden Sudangras (Sorghum halepense), grüne Borstenhirse (Setaria viridis), große Hirse (giant foxtail; Setaria faberi), Purpurwinde (Ipomoea purpurea) und kanadische Gänsekresse (Cassia) gepflanzt. Während der ersten beiden Wochen nach der Anwendung überwogen warme Tage und kühle Nächte, so daß in etwa Frühlingsbedingungen herrschten. Die vollständige Behandlungsliste und die anfänglichen Bewertungen von Mais und Unkraut sind in der nachstehenden Tabelle wiedergegeben.

Bei Sorghum konnte fast eine totale Nekrose bei allen Herbiziden und kein Ansprechen auf das Antidot festgestellt werden. Bei Mais wurde ein guter Schutz vor Chlorose und Wachstumsverkümmerung bei allen Verbindungen beobachtet, obwohl 2 zur Wachstumsverkümmerung bei den 51A- und 4D- Behandlungen beizutragen schien. Ein stand count bei diesem Feldversuch war aufgrund von Vogelfütterung nicht gleichmäßig. Dies beeinflußte jedoch die Bewertung des Antidoting-Effekts und die anschließende Beurteilung nicht. Es konnte ein geringes Unkraut-Antidoting festgestellt werden.

Mittlere Prozenttoleranzen bei Mais und Unkrautkontrolle 2 Wochen nach Behandlung
Verbindungen und Formulierung Mengen (lb ai/A) Toleranz bei Mais Sudangras grüne Borstenhirse große Borstenhirse Purpurwinde kanad. Gänsekresse CONT SUPP KONTROLLE CONT = Kontrole SUPP = Suppression 1 = Auftreten von Chlorose 2 = Schwere der Chlorose 3 = Wachstumsverkümmerung T = technisches Material

BEISPIEL IV Samenbehandlung

Verschiedene Kombinationen von Herbiziden und Antidots wurden auf ihren Schutz für Mais und Sorghum gegenüber Herbizidschädigung in einem PES-Versuch untersucht. Bei dem Bodentyp handelte es sich um sandigen Lehm mit 2,3% organischem Material. Die Herbizid-Behandlungen wurden durchgeführt in einem willkürlichen vollständigen Block-Design mit zwei Replikationen. Das vordere 3/4 jedes Herbizid-Plots wurde mit vier Reihen jeweils an Mais (zea mays), c.v. DeKalb XL-6060 und Kornsorghum (sorghum bicolor), cv. Funk's G 251 bepflanzt. Diese Reihen erhielten keine Samenbehandlungen, und Samenbehandlungen wurden bei 1, 2 und 3 durchgeführt. Über das hintere Viertel der Plots wurden Sudangras (sorhum halapense), grüne Borstenhirse (setaria viridis), große Borstenhirse (setaria faberi), Purpurwinde (Ipomoea purpurea) und kanadische Gänsekresse (cassia) angesät. Während der ersten zwei Wochen nach der Anwendung herrschten günstige Wetterbedingungen, nämlich warme Tage und kühle Nächte. Die Behandlungskombinationen und die Bewertungen von Mais und Unkraut am Anfang sind in der nachstehenden Tabelle wiedergegeben.

Bei allen Behandlungen erreichte die Nekrose von Sorghum 100%. Unterschiede in den Maisständen zwischen Samenbehandlungen hatten ihre Ursache hauptsächlich in nicht-gleichmäßigen Pflanztiefen von Reihe zu Reihe. Die Herbizid/Antidot- Kombinationen schienen den Maisstand nur wenig zu beeinflussen. Der Schutz gegenüber Chlorose variierte von Herbizid und Antidot.

Die hier wiedergegebenen Ergebnisse wurden nach folgender Gleichung berechnet:

[% Schädigung mit Antidot/% Schädigung ohne Antidot]

Mittlere prozentuale bei Korn und Unkrautkontrolle 2 Wochen nach Behandlung
Verbindungen % Formulierung Mengen (lb ai/A + ai/W%) Maistoleranz Sudangras grüne Borstenhirse große Borstenhirse Purpurwinde kanad. Gänsekresse CONT SUPP KONTROLLE * = Samenbehandlung, gepulverte Formulierung CONT = Kontrolle; SUPP = Suppression 1 = Auftreten von Chlorose 2 = Schwere der Chlorose T = technisches Material 2E und 6E reprasentieren Formulierungen, die 2 und 6 lbs/gal und einen Emulgator enthalten

TESTS TABELLEN I, II, III, IV

Testbedingungen: Tankmischung und Samenbehandlung;

Bodentyp: Sandiger Lehm;

Anwendungsverfahren und Vorgehensweise: vor-Auflauf-Anwendung bzw. pre-Emergenz-Anwendung auf die Oberfläche, aufgetragen als Tankmischung (pre-emergence surface applied as tank mix; PES-TM); oder Samenbehandlung von 10 g Samen behandelt mit Antidot;

Verbindung mit verschiedenen Gewichtsprozenten gemäß Angabe;

Bewertungen gemäß Angabe;

Setzlinge: Nutzpflanze:

Mais 25A - CN 25A

Mais 55A - CN 55A

Mais XL-379 - CN XL-379

Mais XL-67 - CN XL-67

Mais XL-71 - CN XL-71

Mais Funks G-4315 - CN G-4315

Mais XL-447 - CN XL-447

Mais XL-23A - CN XL-23A

Mais Pioneer 3475 - CN 3475

Mais Sweet - CN Sweet

Unkraut:

Zypergras (Yellow Nutsedge- YNS)

grüne Borstenhirse (Green Foxtail - GFT)

Paspalum (Watergrass - WG)

Shattercane - SHC

Das Herbizid wurde auf die Oberfläche aufgetragen vor dem Auflaufen auf den gepflanzten, behandelten Samen. Die aufgelaufenen Pflanzen wurden drei Wochen nach der Behandlung bewertet. Die Pflanzen wurden mit Pflanzen verglichen, die keine Behandlungen erhalten hatten.

TABELLE I PES-Tankmischung bewertet nach 26 Tagen
Behandlung Herbizid + Antidot Menge* lb/A FUNKS * Herbizid + Antidot
TABELLE II PES Tankmischung - Antidot-Test bewertet nach 3 Wochen
Behandlung: Herbizid + Antidot Menge* lb/A
TABELLE III Samenbehandlung (10 g Samen/5 mg Antidot: 0,05% Gew./Gew.) bewertet nach 3 Wochen
Behandlung: Herbizid + Antidot Menge* lb/A * - Herbizid + Antidot
TABELLE IV PES Tankmischung (25 gal/A) bewertet nach 16 Tagen
Behandlung Herb.+ Ant. Menge lb/A
TABELLE IVA
Anwendung: PES Tankmischung (50 gal/A) Boden: Sandiger Lehm Flats: 9" x 6" x 4" Aluminium Flats Bewertet: 23 Tage nach Behandlung Setzlinge: SETVI (grüne Borstenhirse), XL-55A Mais, XL-23A Mais, Pioneer 3475 Mais Behandlung Menge (lb/A) Kontrolle

TABELLEN V, V-A, V-B MATERIAL UND METHODEN

Die folgenden Herbizid/Antidot-Tests wurden mit verschiedenen Pflanzenspezies durchgeführt. Die in jedem Test für die Tabellen V, V-A und V-B eingesetzten Maishybride und Unkrautspezies waren folgende:

AMARE - Amaranthus retroflexus - (zurückgebogener Fuchsschwanz)

SETVI - Setaria viridis - (grüne Borstenhirse)

ECHCG - Echinochloa crusgalli - (Hühnerhirse)

Mais - DeKalb XL64; DeKalb XL-23A, Pioneer 3475

Die in den Tests eingesetzten Herbizid-Verbindungen und Antidots wurden in einer Aceton/Wasser-Lösung gesprüht, die einen Polyoxyethylensorbitanmonolaurat-Emulgator enthielt. Die Herbizide und Antidots wurden als pre-Emergenz-Tankmischungslösung (PES) mit einem Deckvolumen von 25 gal/A zur Anwendung gebracht. Alle Samen wurden in Aluminiumflats bzw. -schalen (16x23x7 cm) gesät, in deren Boden Löcher gestanzt waren, um das Wasser abfließen zu lassen. Die Samen wurden in einer Tiefe von 3 cm gepflanzt, mit Ausnahme jedoch von AMARE (Amaranthus retroflexus), das in einer Tiefe von 1,5 cm gepflanzt wurde, und zwar in einen sandigen Lehmboden, der mit einem Dünger (17-17-17; Garden Valley Fertilizer Co., San Jose, CA 95112) und dem Fungizid Captan 80W verstärkt war. Alle Verbindungen wurden in Form einer pre-Emergenz- Tankmischung verwendet und alle Verbindungen wurden mit einem linearen Sprühtisch aufgebracht.

Nach der Behandlung wurden alle Flats in ein Gewächshaus gestellt. Die Gewächshäuser wurden bei etwa 25 º und 20 ºC (Tag- bzw. Nachttemperatur) gehalten. Alle Flats wurden durch Sprinkeln von oben bewässert. Nach der Behandlung wurden die visuellen Bewertungen der Unkrautkontrolle und der Nutzpflanzenschädigung aufgezeichnet. Die Bewertungen wurden als prozentuale Kontrolle oder Schädigung jeder einzelnen Spezies festgestellt, verglichen mit einer nichtbehandelten Kontrolle.

Die Schädigungsbewertungen reichten von 0 bis 100%, wobei 0 keine Auswirkung auf das Wachstum anzeigt und 100 eine vollständige Tötung anzeigt.

TABELLEN V, V-A, V-B

Die folgenden Verbindungen wurden als Beispiele für Antidots in den Tabellen V, V-A und V-B eingesetzt.

1 N,N-Diallyldichloracetamid

5 2,2-bis-(Ethylthio)N,N-diallylacetamid

6 2,2-Dichlor-N-ethyl-N-benzylacetamid

7 2,2-Dimethyl-3-dichloracetyloxazolidin

2 2,2,5-Trimethyl-N-dichloracetyloxazolidin

8 2-Methyl-2-ethyl-N-dichloracetyloxazolidin

4 2,2-Spirocyclohexyl-N-dichloracetyloxazolidin

9 2,2-Dimethyl-N-dichloracetylthiazolidin

10 2-Propyl-3-dichloracetyloxazolidin

11 2,5-Dimethyl-3-dichoracetyloxazolidin

12 2-Methyl-2-isopropyl-3-dichloracetyloxazolidin

13 N-t-Butyl-2,3-dibrompropionamid

14 2,2,4-Trimethyl(3-dichloracetyl)-1,3-oxazolidin

15 N-t-Pentyl-2,3-dibrompropionamid

16 2,2,4-Trimethyl-3-dichloracetyloxazolidin

17 2,2,5,5-Tetramethyl-3-dichloracetyloxazolidin

18 2,2-Dimethyl-3-dichloracetyl-5-propyloxazolidin

19 3-Dichloracetyl-2,2,5-trimethylthiazolidin

20 2,2,4,5-Tetramethyl-3-dichloracetyloxazolidin

21 N-(Dimethyl-2-butinyl)-2,3-dibrompropionamid

22 2,2-Dimethyl-N-dichloracetyl-5-ethyloxazolidin

23 2,5-Dimethyl-2-ethyl-3-dichloracetyloxazolidin

24 2,2-Dimethyl-3-dichloracetyl-5-butyloxazolidin

25 2,2-Dimethyl-3-dichloracetyl-5-methoxymethyloxazolidin

26 2,2-Dimethyl-3-dichloracetyl-5-ethoxymethyloxazolidin

27 2,2-Dimethyl-3-dichloracetyl-4,5-tetramethylenoxazolidin

28 2,2-Dimethyl-3-dichloracetyl-4,5-trimethylenoxazolidin

29 2,2-Dimethyl-3-dichloracetyl-5-ethyl-thiomethyloxazolidin

30 N-Dichloracetyl-2-trichlormethyl-5-methyloxazolidin

31 2,2,5-Trimethyl-3-hydroxyacetyloxazolidin

32 2-Methyl-2-dichlormethyl-1,3-dioxolan

TABELLE V BEWERTUNG 3 WOCHEN NACH DER BEHANDLUNG
Bewertung Menge kg/ha Herb+Ant.
TABELLE V - Fortsetzung
Bewertung Menge kg/ha Herb+Ant.
TABELLE V - Fortsetzung
Bewertung Menge kg/ha Herb+Ant.
TABELLE V - Fortsetzung
Bewertung Menge kg/ha Herb+Ant.
TABELLE V - Fortsetzung
Bewertung Menge kg/ha Herb+Ant
TABELLE V - Fortsetzung
Bewertung Menge kg/ha Herb+Ant.
BEWERTUNG 20 TAGE NACH BEHANDLUNG
Menge lb/A Herb+Ant.
TABELLE V - Fortsetzung Bewertung 20 Tage nach Behandlung - Fortsetzung
Bewertung Menge lb/A Herb+Ant.
TABELLE V - Fortsetzung Bewertung 20 Tage nach Behandlung - Fortsetzung
Bewertung Menge lb/A Herb+Ant.
TABELLE V-A BEWERTUNG 23 TAGE NACH DER BEHANDLUNG
Bewertung Menge lb/A Herb+Ant.
TABELLE V-A - Forsetzung BEWERTUNG 23 TAGE NACH DER BEHANDLUNG
Bewertung Menge lb/A Herb+Ant.
TABELLE V-A - Forsetzung BEWERTUNG 23 TAGE NACH DER BEHANDLUNG
Bewertung Menge lb/A Herb+Ant.
BEWERTUNG 24 TAGE NACH DER BEHANDLUNG
TABELLE V-A - Forsetzung BEWERTUNG 24 TAGE NACH DER BEHANDLUNG
Bewertung Menge lb/A Herb+Ant.
BEWERTUNG 25 TAGE NACH DER BEHANDLUNG
TABELLE V-A - Forsetzung BEWERTUNG 25 TAGE NACH DER BEHANDLUNG
Bewertung Menge lb/A Herb+Ant.
TABELLE V-B BEWERTUNG 24 TAGE NACH DER BEHANDLUNG
Bewertung Menge kg/ha Herb+Ant.

TABELLE VI, VII, VIII, IX, X, XI

Die folgenden Verbindungen wurden als Beispiele für Antidots in den Tabellen VI, VII, VIII, IX, X und XI verwendet, wie dies in den entsprechenden Tabellen angezeigt ist.

18 2,2-Dimethyl-3-dichloracetyl-5-n-propyloxazolidin

19 3-(Dichloracetyl)-2,2,5-trimethylthiazolidin

33 2,2-Dimethyl-N-dichloracetyl-5-isopropoxymethyloxazolidin

25 2,2-Dimethyl-3-dichloracetyl-5-methoxymethyloxazolidin

26 2,2-Dimethyl-3-dichloracetyl-5-ethoxymethyloxazolidin

29 2,2-Dimethyl-3-dichloracetyl-5-ethyl-thiomethyloxazolidin

34 2-2-Dimethyl-3-(dichloracetyl)-5-(ethylsulfonylmethyl)1- 3-oxazolidin

35 2-Methyl-2-carboethoxymethyl-3-dichloracetylthiazolidin

36 2-Methyl-2-carbomethoxymethyl-3-dichloracetylthiazolidin

37 2-Methyl-2-ethyl-3-dichloracetyl-1,3-thiazolidin

38 2-Butin-1-yl-p-toluolsulfonylcarbamat

39 2,2,2-Trifluorethyl-p-chlorphenylcarbamat

Die Verfahren für die Tabelle VI, VII, VIII und IX sind im wesentlichen die gleichen wie oben dargelegt. Die Nutzpflanzensamen und Unkräuter waren folgende:

Unkraut:

SETVI - grüne Borstenhirse (Setaria viridis)

ECHCG - Hühnerhirse (Echinochloa crusgalli)

AMARE - Zurückgebogener Fuchsschwanz (Amaranthus retroflexus)

Mais: Mais Varianten CN64; CN72AA; XL55; CN23A; CN447; CN3475; CN405W; CN7780; CN3541; CN7751; CN22; CN5340; CN8415; CN Golden Jubiliee (CN GJ); CN6060; CNC6595; CNL17; CNLH74; CNL123; CN123; CN179; CN872; CN59; CN73; CN397; CN4256; CN3535; CN 1100;

TABELLE VI BEWERTUNG 29 TAGE NACH DER BEHANDLUNG
Behandlung Menge lb/A Herb+Ant.
TABELLE VI - Forsetzung
Behandlung Menge lb/A Herb+Ant.
TABELLE VI - Forsetzung
Behandlung Menge lb/A Herb+Ant.
TABELLE VII BEWERTUNG 27 TAGE NACH DER BEHANDLUNG
Behandlung Menge lb/A Herb+Ant.
TABELLE VII - Forsetzung
Behandlung Menge lb/A Herb+Ant.
TABELLE VII - Forsetzung
Behandlung Menge lb/A Herb+Ant.
TABELLE VIII BEWERTUNG 26 TAGE NACH DER BEHANDLUNG
Behandlung Menge lb/A Herb+Ant.
TABELLE IX BEWERTUNG 13 TAGE NACH DER BEHANDLUNG
Behandlung Menge lb/A Herb+Ant.

Die Verbindung IV-13 (Originalprobe) wurde als pre-Emergenz- Tankmischung mit entweder Verbindung 1, Verbindung 2, Verbindung 9, Verbindung 13 oder Verbindung 39 aufgetragen. Das Herbizid und/oder das Antidot wurden auf drei Maishybride aufgetragen: (Zea Mais), Gerste, Milo, Weizen, Reis und auf die Unkräuter ELEIN und ABUTH. Alle Verbindungen waren technisch und wurden in Aceton/Wasser (60:40) gelöst, wobei 0,5% Tween 20 hinzugegeben wurde. Alle Samen wurden in eine Tiefe von 2 cm in Aluminiumflats (10 x 21 x 6 cm Tiefe) gepflanzt; beim Bodentyp handelt es sich um einen sandigen Lehmboden, pH 6,7, Gehalt 0,8% organisches Material und 8,95 Ton. Der Boden wurde mit Dünger (17-17-17) und Captan 80W for dem Sähen verstärkt. Die Anwendungen wurden mit dem Trägervolumen von 25 gal/A. durchgeführt. Die Bewertungen wurden 18 Tage nach der Behandlung vorgenommen.

TABELLE X
Verbindung Herbizid + Antidot Menge (lb/A)
TABELLE X
Verbindung Herbizid + Antidot Menge (lb/A) Mais Durchschnitt Gerste Weizen
TABELLE XI frühe Bewertung späte Bewertung
Verbindung Herbizid + Antidot Menge (lb/A) Mais Durchschnitt* (BL = Bleichen) (ST = Wachstumsverkümmerung)

TABELLE XII Samenbehandlung

Herbizide: 8D und 51A

Antidot: Verbindung 32

Das Antidot wurde zur Samenbehandlung eingesetzt (0,0625% bis 0,5% des Antidots pro Samen, bezogen auf das Gewicht).

Die Pflanztiefe betrug 2 cm in sandigem Lehmboden.

Die Bewertungen wurden 12 Tage nach der Behandlung und 21 Tage nach der Behandlung vorgenommen.

Zwei Unkrautspezies:

ABUTH indianische Malve (Abutilon theophrasti)

ELEIN Süßgras (Eleusine indica)

Maisvarianten:

Mais 3737

Mais 7751

Es wurden der Durchschnitt für das Ausbleichen (Bleaching; BL) und die Wachstumsverkümmerung (Stunting; ST) berechnet.

Herbizid Antidot Mais Durchschnitt Verbindungen Zeit (Tage) Menge (lb/A + Gew./Gew.-%)

Mit dem Begriff "Formulierung" wird hier die Verarbeitung eines Stoffes zu einer Form, mit der Nutzpflanzen und Unkräuter unmittelbar behandelt werden können, bezeichnet. Der genannte Stoff der Formulierung wird hier als "zu formulierender Stoff" bezeichnet. Der zu formulierende Stoff kann entweder eine Antidotverbindung alleine oder eine Zusammensetzung aus einem Herbizid und einem Antidot sein. Zweck der Formulierung ist es, den zu formulierenden Stoff am gewünschten Ort bzw. Locus einer Nutzpflanze anzuwenden, an dem mittels eines geeigneten Verfahrens eine herbizide Selektivität erreicht werden soll. Bei dem "Locus" kann es sich um Erde, Samen, Nutzpflanzen, Nutzpflanzensamen, Sämlinge und Vegetation handeln.

Die hier beschriebenen Antidots können in einer Vielzahl von Arten für eine geeignete Anwendung formuliert werden: (a) das Antidot kann zur direkten Anwendung auf den Nutzpflanzensamen formuliert werden; (b) das Antidot und das Herbizid können getrennt formuliert und getrennt zur Anwendung gebracht werden oder gleichzeitig in einem geeigneten Gewichtsverhältnis zur Anwendung gebracht werden, beispielsweise als Tankmischung; oder (c) das Antidot und das Herbizid können zusammen in dem geeigneten Gewichtsverhältnis formuliert werden.

Geeignete Formulierungen der erfindungsgemäßen Verbindungen können auf übliche Weise hergestellt werden. Dazu gehören Stäube, Körnchen, Mikrokapseln, Pellets, Lösungen, Suspensionen, Emulsionen, benetzbare Pulver, emulgierbare Konzentrate und dergleichen. Viele von diesen können direkt auf den Locus aufgetragen werden. Sprühbare Formulierungen können in einem geeigneten Medium gestreckt werden, und Sprayvolumina von einigen Litern bis zu mehreren Hundert Litern pro Hektar können Anwendung finden.

Zusammensetzungen mit einer hohen Stärke werden vorwiegend als Zwischenverbindungen für eine weitere Formulierung verwendet. Diese Formulierungen enthalten im allgemeinen etwa 0,1 % bis 99 Gew.-% des aktiven Herbizids und des Antidots (diese stellen den Bestandteil bzw. die Bestandteile dar) und mindestens (a) etwa 0,1 % bis 20 Gew.-% eines oder mehrerer grenzflächenaktiver Mittel und/oder (b) 1 % bis 99,9 % eines oder mehrerer fester oder flüssiger inerter Verdünnungsmittel. Die Formulierungen können diese Bestandteile in den nachstehend angegebenen, ungefähren Anteilen enthalten.

TABELLE 2
Gewichtsprozent * aktives Herbizid und Antidot Bestandteile Verdünnungsmittel grenzflächenaktive Mittel(s) benetzbare Pulver Ölsuspensionen Emulsionen, Lösungen (einschließlich emulgierbare Konzentrate) wässrige Suspensionen Stäube Körnchen und Pellets Zusammensetzungen mit hoher Konzentration * Aktiver Bestandteil plus mindestens ein grenzflächenaktives Mittel oder ein Verdünnungsmittel machen 100 Gew.-% aus.

Es können natürlich höhere oder niedrigere Konzentrationen des aktiven Bestandteils in Abhängigkeit von der gewünschten Verwendung und den physikalischen Eigenschaften der Verbindung vorhanden sein. Höhere Verhältnisse von grenzflächenaktiven Mitteln zu aktiven Bestandteilen sind manchmal wünschenswert und werden durch Einverleibung in die Formulierung oder durch Tankmischen erreicht.

Stäube sind freifließende Pulverzusammensetzungen, welche den zu formulierenden Stoff enthalten, mit welchem ein teilchenförmiger Träger imprägniert ist. Die Partikelgröße der Träger beträgt im allgemeinen 30 bis 50um. Geeignete Träger sind beispielsweise Talk, Bentonit, Diatomeenerde und Pyrophyllit. Die Zusammensetzung enthält im allgemeinen bis zu 50% des zu formulierenden Stoffes. Es können auch Mittel, die das Zusammenbacken verhindern sollen, und antistatische Mittel zugegeben werden. Die Stäube können durch Sprühen aus mit an einem Tank angeschlossene Sprühgeräten oder Handsprühgeräten, auch von Flugzeugen aus, appliziert werden.

Benetzbare Pulver sind fein verteilte Zusammensetzungen, die einen bestimmten Träger aufweisen, der mit dem zu formulierenden Stoff imprägniert ist, und außerdem ein oder mehrere grenzflächenaktive Mittel enthält. Die grenzflächenaktiven Mittel beschleunigen die schnelle Verteilung des Pulvers in einem wässrigen Medium unter Bildung stabiler, spraybarer bzw. sprühbarer Suspensionen. Es können viele grenzflächenaktive Agentien Anwendung finden, beispielsweise langkettige Fettalkohole und Alkalimetallsalze von sulfatierten Fettalkoholen; Salze von Sulfonsäuren, Ester von langkettigen Fettsäuren und mehrwertige Alkohole, bei denen die Alkoholgruppen frei sind, und omega-substituierte Polyethylenglykole mit einer verhältnismäßig langen Kettenlänge. Eine Liste von grenzflächenaktiven Agentien, die zur Verwendung in landwirtschaftlichen Formulierungen geeignet sind, findet sich in Wade van Valkenburg, Pesticide Formulations (Marcel Drekker, Inc., N.Y., 1973) auf den Seiten 79 bis 84.

Granulate bzw. Körnchen enthalten den zu formulierenden Stoff auf einem teilchenförmigen inerten Träger mit einer Partikelgröße von 1 bis 2 mm Durchmesser. Die Körnchen können hergestellt werden, indem eine Lösung des zu formulierenden Stoffes in einem flüchtigen Lösungsmittel auf den granulären Träger gesprüht wird. Geeignete Träger für die Herstellung von Körnchen sind beispielsweise Ton, Vermiculit, Sägespäne und granulierte Kohle.

Mikrokapseln und andere Formulierungen mit langsamer Freigabe stellen vorteilhafte Formulierungen zur Abgabe und Verteilung der Wirkstoffe dar. Mikrokapseln bestehen aus voll geschlossenen Tröpfchen oder Körnchen, welche die aktiven Materialien bzw. Wirkstoffe enthalten, wobei das einschließende Material eine inerte poröse Membran ist, die so ausgeprägt ist, daß die eingeschlossenen Materialien durch das Umgebungsmedium in kontrollierten Mengen während einer bestimmten Zeitspanne entweichen können. Eingekapselte Tröpfchen besitzen typischerweise einen Durchmesser von 1 bis 50 um. Die eingeschlossene Flüssigkeit macht typischerweise etwa 50 bis 95 % des Gewichts der gesamten Kapsel aus und kann zusätzlich zu den aktive Materialien eine Lösungsmittelmenge enthalten. Eingekapselte Körnchen sind durch poröse Membranen charakterisiert, welche die Öffnungen der Poren des körnerförmigen Trägers verschließen und somit die Flüssigkeit einschließen, welche die aktiven Komponenten im Inneren. enthält, so daß eine kontrollierte Abgabe erfolgt. Der Durchmesser eines typischen Körnchen beträgt 1 mm bis 1 cm. Bei Anwendungen in der Landwirtschaft beträgt die Körnchengröße im allgemeinen 1 bis 2 mm, bezogen auf den Durchmesser. Granulate bzw. Körnchen, die durch Extrudieren, Agglomerieren oder durch Zusammenklumpen hergestellt wurden, können erfindungsgemäß zum Einsatz gebracht werden. Dies trifft auch für Materialien in ihrer natürlich vorkommenden Form zu. Beispiele derartiger Träger sind Vermiculit, gesinterte Tonkörnchen, Kaolin, Attapulgitton, Sägemehl und granulierte Kohle. Geeignete Verkapselungsmaterialien sind natürliche und synthetische Gummis, celluloseartige Materialien, Styrol-Butadien-Copolymere, Polyacrylonitrile, Polyacrylate, Polyester, Polyamide, Polyharnstoffverbindungen, Polyurethane und Stärkexanthate.

Emulgierbare Konzentrate bestehen aus einer Öllösung des zu formulierenden Stoffes plus einem Emulgator. Vor der Verwendung wird das Konzentrat mit Wasser unter Bildung einer suspendierten Emulsion von Öltröpfchen verdünnt. Die zum Einsatz gebrachten Emulgatoren sind im allgemeinen eine Mischung aus anionischen und nicht-ionischen grenzflächenaktiven Mitteln. Andere Additive, beispielsweise Suspendiermittel und Verdickungsmittel, können in die emulgierbaren Konzentrate einverleibt werden.

Handelt es sich bei dem zu formulierenden Stoff um eine Antidot- und Herbizidzusammensetzung, dann beträgt der Anteil der Antidotverbindung bezüglich der Herbizidverbindung im allgemeinen etwa 0,001 bis 30 Gew.-Teile an Antidotverbindung pro Gewicht der Herbizidverbindungen.

Die Formulierungen enthalten im allgemeinen zusätzlich zu dem zu formulierenden Stoff sowie zu dem Träger oder Agens verschiedene Additive. Dazu zählen inerte Ingredientien, verdünnende Träger, organische Lösungsmittel, Wasser, Öl und Wasser, Wasser in Ölemulsionen, Träger für Stäube und Körnchen, grenzflächenbenetzende, dispergierende und emulgierende Agentien. Düngemittel, beispielsweise Ammoniumnitrat, Harnstoff und Superphosphate, können einverleibt werden. Wurzel- und Wachstumshilfen, beispielsweise Kompost, Mist, Humus und Sand können ebenfalls vorhanden sein.

In alternativer Weise können die Antidotverbindungen und das Herbizid und die Antidotzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung auf eine Nutzpflanze durch Zugabe des zu formulierenden Stoffes zum Bewässerungswasser zur Anwendung gebracht werden, welches auf das zu behandelnde Feld ausgebracht wird. Diese Anwendungsart ermöglicht die Penetration der Zusammensetzungen in den Boden, wenn das Wasser absorbiert wird.

Eine weitere Alternative besteht darin, den zu formulierenden Stoff in Form von einer Lösung in einem geeigneten Lösungsmittel auf den Boden auszubringen. Zu den für diese Formulierungen häufig eingesetzten Lösungsmitteln zählen Kerosin, Brennöl, Xylol, Mineralölfraktionen mit Siedebereichen oberhalb von Xylol und aromatische Mineralölfraktionen, die reich an methylierten Naphtalinen sind. Flüssige Lösungen, wie Stäube, können durch Rühren aus mit einem Tank versehenen Sprühgeräten oder Handsprühgeräten, auch von Flugzeugen aus, zur Anwendung gebracht werden.

BEISPIEL

Stäube: Die folgenden Substanzen werden zur Formulierung von (a) einem 5%-igen und (b) einem 2%-igen Staub verwendet:

(a)

5 Teile des Wirkstoffes

95 Teile Talk;

(b)

2 Teile des Wirkstoffes

1 Teil von hochdispergierter Kieselsäure

97 Teile Talk

Die Wirkstoffe bzw. aktiven Substanzen werden mit den Trägern vermischt sowie gemahlen und in dieser Form zu Stäuben für die Anwendung weiter verarbeitet.

BEISPIEL

Granulat: Die folgenden Substanzen werden zur Formulierung eines 5%-igen Granulats verwendet:

5 Teile des Wirkstoffes

0,25 Teile Epichlorhydrin

0,25 Teile Cetylpolyglykolether

3,25 Teile Polyethylenglycol

91 Teile Kaolin (Partikelgröße 0,3 bis 0,8 mm).

Der Wirkstoff wird mit Epichlorhydrin vermischt und die Mischung wird in 6 Teilen Aceton gelöst. Dann werden Polyethylenglykol und Cetylpolyglykolether hinzugegeben. Die erhaltene Lösung wird auf Kaolin gesprüht, und das Aceton wird im Vakuum evaporiert.

BEISPIEL

Benetzbare Pulver: Die folgenden Bestandteile werden zur Formulierung eines benetzbaren Pulvers mit (a) 70%, (b) 40%, (c) und (d) 25% und (e) 10% verwendet.

(a)

70 Teile Wirkstoff

5 Teile Natriumdibutylnaphtylsulfonat

3 Teile Naphtalinsulfonsäure/Phenolsulfonsäure/Formaldehyd-Kondensat (3:2:1)

10 Teile Kaolin

12 Teile Champagnerkalk

(b)

40 Teile Wirkstoff

5 Teile Natriumligninsulfonat

1 Teil Natriumdibutylnaphtalinsulfonsäure

54 Teile Kieselsäure

(c)

25 Teile Wirkstoff

4,5 Teile Kalziumligninsulfat

1,9 Teile Champagnerkalk/Hydroxyethyl cellulosemischung (1:1)

1,5 Teile Natriumdibutylnaphtalinsulfonat

19,5 Teile Kieselsäure

19,5 Teile Champagnerkalk

28,1 Teile Kaolin

(d)

25 Teile Wirkstoff

2,5 Teile Isooctylphenoxy-polyethylen-ethanol

1,7 Teile Champagnerkalk/Hydroxyethylcellulosemischung (1:)

8,3 Teile Natriumaluminiumsilikat

16,5 Teile Kieselguhr

46 Teile Kaolin

(e)

10 Teile Wirkstoff

3 Teile einer Mischung aus den Natriumsalzen von gesättigten Fettalkoholsulfaten

5 Teile Naphtalinsulfonsäure/Formaldehydkondensat

82 Teile Kaolin.

Die Wirkstoffe werden gründlich in geeigneten Mischvorrichtungen mit den Additiven vermischt und in geeigneten Mahl- und Rollvorrichtungen gemahlen. Es werden benetzbare Pulver mit einer ausgezeichneten Benetzbarkeit und suspensionskraft erhalten. Diese benetzbaren Pulver können mit Wasser zu Suspensionen mit der gewünschten Konzentration verdünnt werden und können insbesondere zur Behandlung von Pflanzenteilen Anwendung finden.

BEISPIEL

Emulgierbares Konzentrat: Die folgenden Substanzen werden zur Formulierung eines 25%-igen emulgierbaren Konzentrats verwendet:

25 Teile Wirkstoff

2,5 Teile epoxydiertes Pflanzenöl

10 Teile Alkylarylsulfonat/Fettalkoholpolyglykolethermischung

5 Teile Dimethylformamid

57,5 Teile Xylol.

Durch Verdünnen eines derartigen Konzentrats mit Wasser können Emulsionen mit der gewünschten Konzentration erhalten werden, die insbesondere zur Anwendung auf Blättern geeignet sind.


Anspruch[de]

1. Herbizide Zusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine herbizid wirksame Menge einer acylierten 1,3-Dicarbonylverbindung der folgenden allgemeinen Formel:

worin R¹, R², R³, R&sup4;, R&sup5; und R&sup6; unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen

oder R¹ oder R³ für RaOC(O)- steht, worin Ra steht für C&sub1;-C&sub4; Alkyl, Phenyl, gewünschtenfalls substituiert mit 2 bis 5 Methylgruppen, oder R³ für Hydroxyl steht und R¹, R², R&sup4;, R&sup5; und R&sup6; unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen, oder worin R¹ und R² oder R³ und R&sup4; zusammen für C&sub2;- C&sub5; Alkylen stehen;

R&sup7; für Halogen, Cyan, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, RkSOn, worin Rk für C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht und n 0, 1 oder 2 bedeutet, C&sub1;-C&sub4; Alkoxy oder Nitro steht,

R&sup8;, R&sup9; und R¹&sup0; unabhängig voneinander stehen für Wasserstoff oder Substituenten, die ausgewählt sind unter Halogen, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, Trifluormethoxy, Cyan, Nitro, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, C&sub1;-C&sub4; Alkylthio oder gewünschtenfalls durch Halogen und/oder Halomethyl substituiertes Phenoxy,

RbS(O)n, worin n 0, 1 oder 2 bedeutet und Rb für C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, Phenyl oder Benzyl steht,

RcC(O)NH-, worin Rc für C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

-NRdRe, worin Rd und Re unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen,

RfC(O)-, worin Rf für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkoxy steht,

SO&sub2;NRgRh, worin Rg und Rh unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen,

oder R&sup8; und R&sup9; zusammen mit zwei benachbarten Kohlenstoffatomen des Phenylringes, an den sie gebunden sind, eine Ringstruktur vervollständigen,

oder der Formel:

worin R²¹-R²&sup4; unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen, oder R²¹ und R²² zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen, oder R²³ und R²&sup4; zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen, oder R²¹ und R²³ zusammen eine Bindung bilden und

R für substituiertes Phenyl steht:

worin R¹&sup5; für Wasserstoff, Halogen, C&sub1; oder C&sub2; Alkyl, C&sub1; oder C&sub2; Alkoxy, Nitro, Cyan, C&sub1; oder C&sub2; Haloalkyl, RmSOn, worin Rm C&sub1; oder C&sub2; Alkyl bedeutet und n für 0, 1 oder 2 steht, Tri- oder Di-fluormethyl oder Tri- oder Di- fluormethoxy bedeutet, und

R¹&sup6; und R¹&sup7; unabhängig voneinander stehen für Wasserstoff, Halogen, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, Trifluormethoxy, Cyan, Nitro, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, RbS(O)n, worin n für 0, 1 oder 2 steht und Rb für C&sub1;-C&sub4; Alkyl, durch Halogen oder Cyan substituiertes C&sub1;-C&sub4; Alkyl, Phenyl oder Benzyl steht,

W steht für Sauerstoff oder Schwefel, wenn R²¹ und R²³ eine Bindung bilden, wobei die Verbindungen einen ungesättigten heterocyclischen Ring enthalten;

oder der Formel:

worin R²&sup6;-R²&sup9; unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen oder R²&sup6; und R²&sup7; zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen oder R²&sup8; und R²&sup9; zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen;

W² Sauerstoff, Schwefel oder Sulfonyl bedeutet und R³&sup0; substituiertes Phenyl bedeutet:

worin R¹&sup5; für Wasserstoff, Halogen, C&sub1; oder C&sub2; Alkyl, C&sub1; oder C&sub2; Alkoxy, Nitro, Cyan, C&sub1; oder C&sub2; Haloalkyl, RmSOn, worin Rm für C&sub1; oder C&sub2; Alkyl steht und n 0, 1 oder 2 bedeutet, Tri- oder Di-fluormethyl oder Tri- oder Di- fluormethoxy und

R¹&sup6; und R¹&sup7; unabhängig voneinander für Wasserstoff, Halogen, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, Trifluormethoxy, Cyan, Nitro, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, RbS(O)n, worin n 0, 1 oder 2 bedeutet und Rb für C&sub1;-C&sub4; Alkyl, durch Halogen oder Cyan substituiertes C&sub1;-C&sub4; Alkyl, Phenyl oder Benzyl steht;

oder der Formel:

worin

R¹&sup4;&sup0; für Halogen, C&sub1; oder C&sub2; Alkyl, C&sub1; oder C&sub2; Alkoxy, Tri- oder Di-fluormethoxy, Nitro, Cyan, C&sub1; oder C&sub2; Haloalkyl, RaSOn-, worin n 0 oder 2 bedeutet und Ra C&sub1; oder C&sub2; Alkyl bedeutet, oder Tri- oder Di-fluormethyl steht,

R¹³¹ für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R¹³² für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R¹³¹ und R¹³² zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen,

R¹³³ für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R¹³&sup4; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R¹³³ und R¹³&sup4; zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen,

R¹³&sup5;, R¹³&sup6;, R¹³&sup7; und R¹³&sup8; unabhängig voneinander für (1) Wasserstoff, (2) Chlor, Fluor oder Brom, (3) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (4) C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, (5) Tri-fluormethoxy, (6) Cyan, (7) Nitro, (8) C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, (9) RbSOn-, worin n 0, 1 oder 2 bedeutet und Rb für (a) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (b) mit Halogen oder Cyan substituiertes C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (c) Phenyl oder (d) Benzyl steht,

(10) -NRcRd, worin Rc und Rd unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen,

(11) ReC(O)-, worin Re für C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkoxy steht,

(12) -SO&sub2;NRcRd, worin Rc und Rd die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, und

(13) -N(Rc)C(O)Rd, worin Rc und Rd die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, stehen und

R¹³&sup9; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht;

oder der Formel

worin R&sup5;&sup0; für Halogen, C&sub1; oder C&sub2; Alkyl, C&sub1; oder C&sub2; Alkoxy, Tri- oder Di-fluormethoxy, Nitro, Cyan, C&sub1; oder C&sub2; Haloalkyl, RaSOn-, worin n 0 oder 2 bedeutet und Ra C&sub1; oder C&sub2; Alkyl bedeutet, oder Tri- oder Di-fluormethyl steht,

R&sup4;¹ für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup4;² für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup4;¹ und R&sup4;² zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen,

R&sup4;³ für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup4;&sup4; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup4;³ und R&sup4;&sup4; zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen,

R&sup4;&sup5;, R&sup4;&sup6;, R&sup4;&sup7; und R&sup4;&sup8; unabhängig voneinander für (1) Wasserstoff, (2) Chlor, Fluor oder Brom, (3) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (4) C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, (5) Trifluormethoxy, (6) Cyan, (7) Nitro, (8) C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, (9) RbSOn-, worin n 0, 1 oder 2 bedeutet und Rb für (a) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (b) mit Halogen oder Cyan substituiertes C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (c) Phenyl oder (d) Benzyl steht,

(10) -NRcRd, worin Rc und Rd unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen,

(11) ReC(O)-, worin Re für C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkoxy steht,

(12) -SO&sub2;NRcRd, worin Rc und Rd die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, oder

(13) -N(Rc)C(O)Rd, worin Rc und Rd die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, stehen und

R&sup4;&sup9; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht;

oder der Formel:

worin R&sup5;&sup0; für Halogen, C&sub1; oder C&sub2; Alkyl, C&sub1; oder C&sub2; Alkoxy, Tri- oder Di-fluormethoxy, Nitro, Cyan, C&sub1; oder C&sub2; Haloalkyl, RaSOn-, worin n 0 oder 2 bedeutet und Ra C&sub1; oder C&sub2; Alkyl bedeutet, oder Tri- oder Di-fluormethyl steht,

R&sup5;¹ für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder gewünschtenfalls substituiertes Phenyl steht,

R&sup5;² für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht oder

R&sup5;¹ und R&sup5;² zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen,

R&sup5;³ für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder gewünschtenfalls substituiertes Phenyl steht, mit der Maßgabe, daß nicht beide Reste R&sup5;¹ und R&sup5;³ für Phenyl oder substituiertes Phenyl stehen,

R&sup5;&sup4; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup5;&sup5; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup5;&sup6; für C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl oder Phenyl steht,

R&sup5;&sup7; und R&sup5;&sup8; unabhängig voneinander für (1) Wasserstoff, (2) Halogen, (3) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (4) C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, (5) Trifluormethoxy, (6) Cyan, (7) Nitro, (8) C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, (9) RbSOn-, worin n 0, 1 oder 2 bedeutet und Rb für (a) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (b) mit Halogen oder Cyan substituiertes C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (c) Phenyl oder (d) Benzyl steht,

(10) -NRcRd, -SO&sub2;NRcRd, -N(Rc)C(O)Rd, worin Rc und Rd unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen, oder

ReC(O)-, worin Re C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkoxy bedeutet, stehen und

R&sup4;&sup9; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht;

oder der Formel:

worin X für Sauerstoff oder NR&sup6;&sup9; steht, worin R&sup6;&sup9; für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkoxy steht,

R&sup6;&sup0; für Halogen, C&sub1; oder C&sub2; Alkyl, C&sub1; oder C&sub2; Alkoxy, Tri- oder Di-fluormethoxy, Nitro, Cyan, C&sub1; oder C&sub2; Haloalkyl, RaSOn-, worin n 0 oder 2 bedeutet und Ra für C&sub1; oder C&sub2; Alkyl steht, oder Tri- oder Difluormethyl steht,

R&sup6;¹ für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder gewünschtenfalls substituiertes Phenyl steht,

R&sup6;² für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht, oder

R&sup6;¹ und R&sup6;² zusammen für C&sub2;-C&sub5; Aklylen stehen,

R&sup6;³ für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder gewunschtenfalls substituiertes Phenyl stehen, mit der Maßgabe, daß nicht beide Reste R&sup6;¹ und R&sup6;³ für Phenyl oder substituiertes Phenyl stehen,

R&sup6;&sup4; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup6;&sup5; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup6;&sup6; für C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl steht,

R&sup6;&sup7; und R&sup6;&sup8; unabhängig voneinander für (1) Wasserstoff, (2) Halogen, (3) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (4) C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, (5) Trifluormethoxy, (6) Cyan, (7) Nitro, (8) C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, (9) RbS(O)n-, worin n 0, 1 oder 2 bedeutet und Rb für (a) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (b) mit Halogen oder Cyan substituiertes C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (c) Phenyl oder (d) Benzyl steht,

(10) -NRcRd, -SO&sub2;NRcRd und -N(Rc)C(O)Rd, worin Rc und Rd unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen, oder

(11) ReC(O)-, worin Re für C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkoxy bedeutet, stehen,

oder der Formel:

worin

R&sup7;&sup0; für Wasserstoff, C&sub1; oder C&sub2; Alkyl, C&sub1; oder C&sub2; Alkoxy, Tri- oder Di-fluormethoxy, Nitro, Cyan, C&sub1; oder C&sub2; Haloalkyl, RaSOn-, worin n für 0 oder 2 steht und Ra C&sub1; oder C&sub2; Alkyl bedeutet, Tri- oder Di-fluormethyl, Cyan, Nitro, C&sub1; oder C&sub2; Alkylthio oder C&sub1; oder C&sub2; Alkylsulfonyl steht,

R&sup7;¹ für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, Halogen oder gewünschtenfalls substiuiertes Phenyl steht,

R&sup7;² für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht oder

R&sup7;¹ und R&sup7;² zusammen für C&sub2;-C&sub5; Alkylen stehen,

R&sup7;³ für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder gewünschtenfalls substituiertes Phenyl steht, mit der Maßgabe, daß nicht beide Reste R&sup7;¹ und R&sup7;³ für Phenyl oder substituiertes Phenyl stehen,

R&sup7;&sup4; für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup7;&sup5; für Wasserstoff, Halogen oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

R&sup7;&sup6; für Halogen, Nitro, Cyan, Trifluormethyl oder -C(O)NRb&sub2;, worin Rb Wasserstoff oder C&sub1; oder C&sub2; Alkyl bedeutet, steht, und

R&sup7;&sup7; und R&sup7;&sup8; unabhängig voneinander für (1) Wasserstoff, (2) Halogen, (3) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (4) C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, (5) Trifluormethoxy, (6) Cyan, (7) Nitro, (8) C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, (9) RbSOn-, worin n für 0, 1 oder 2 steht und Rb für (a) C&sub1;-C&sub4; Alkyl, (b) mit Halogen oder Cyan substituiertes C&sub1;-C&sub4; Älkyl, (c) Phenyl oder (d) Benzyl steht,

(10) -NRcRd, -SO&sub2;NRcRd und N(Rc)C(O)Rd, worin Rc und Rd unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen, oder

(11) ReC(O)-, worin Re C&sub1;-C&sub4; Alkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkoxy bedeutet, stehen,

und eine nicht phytotoxische, als Antidot wirksame Menge einer Verbindung, die ausgewählt ist unter Amiden von Haloalkansäuren, aromatischen Oximderivaten, Thiazolcarbonsäuren und Derivaten davon und 1,8- Naphthalsäureanhydrid, enthält, wobei das Gewichtsverhältnis der Herbizidkomponente:Antidotkomponente 0,1:1 bis 30:1 beträgt.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei der die als Antidot wirksame Komponente ein Amid einer Haloalkansäure, vorzugsweise Dichloressigsäure, ist.

3, Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die als Antidot wirksame Komponente ein Amid einer Haloalkansäure ist, wobei sich das Stickstoffatom des Amids in einem Oxaziolidin- oder Thiazolidinring befindet.

4, Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die als Antidot wirksame Komponente der folgenden allgemeinen Formel:

worin n für 1 oder 2 steht,

Y für Chlor oder Brom steht und

R&sup8;' und R&sup9;' unabhängig voneinander für C&sub1;-C&sub1;&sub2; Alkyl, C&sub2;- C&sub1;&sub2; Alkenyl, mit Phenyl substituiertes C&sub1;-C&sub4; Alkylen, Dialkoxyalkyl, worin die Alkoxy- und Alkylgruppen jeweils 1 bis 4 Kohlenstoffatome besitzen, stehen, und R&sup8;' und R&sup9;' zusammen stehen für C&sub1;-C&sub4; Alkylenoxyalkylen oder Alkylenthioalkylen substituiert mit einem 5- oder 6gliedrigen heterocyclischen Spiroring, Phenyl oder Alkyl, Alkoxyalkyl oder Alkylthioalkyl;

oder der Formel

worin R&sup8;&sup0;, R&sup8;¹, R&sup8;², R&sup8;³, R&sup8;&sup4; und R&sup8;&sup5; unabhängig voneinander für Wasserstoff, Alkyl, Alkoxyalkyl, Alkylthioalkyl, Alkylsulfonylmethyl oder -phenyl stehen oder R&sup8;&sup0; und R&sup8;¹ zusammen für Alkylen stehen, und X für Sauerstoff oder Schwefel, gewünschtenfalls substituiert mit einer oder zwei Methylgruppen, steht und

X für Sauerstoff oder Schwefel steht,

oder der Formel

worin R&sup8;&sup6; für Alkyl, Alkenyl odwer Alkinyl steht,

R&sup8;&sup7;, R&sup8;&sup8;, R&sup8;&sup9; und R&sup9;&sup0; unabhängig voneinander für Wasserstoff oder Methyl stehen und

n für 0 oder 1 steht,

oder der Formel

worin R&sup9;&sup5; für -C(O)R&sup9;&sup8; steht, worin R&sup9;&sup8; für C&sub1;-C&sub3; Haloalkyl mit 1 bis 3 Halogenatomen oder gewünschtenfalls substituiertes Phenyl steht,

R&sup9;&sup6; für Wasserstoff, Methyl oder Phenyl steht,

R&sup9;&sup7; für C&sub1;-C&sub8; Alkyl, C&sub5; oder C&sub6; Cycloalkyl, Cyclohexylmethyl, gewünschtenfalls substituiertes Phenyl, gewünschtenfalls substituiertes Benzyl, Allyl oder Propargyl steht und

n für 0 oder 1 steht, entspricht.

5. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die als Antidot wirksame Komponente 2,2-Dimethyl-N- dichloracetylthiazolidin ist.

6. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die als Herbizid wirksame Komponente 11 bis 42 Kohlenstoffatome aufweist.

7. Verfahren zur Herstellung einer Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponenten vermischt werden.

8. Verfahren zur Kontrolle einer ungewünschten Vegetation in Anwesenheit einer gewünschten Vegetation, dadurch gekennzeichnet, daß es die Anwendung einer Zusammensetzung nach Anspruch 1 umfaßt.

9. Verfahren zum Reduzieren der Schädigung von Nutzpflanzen, wobei die Schädigung durch eine als Herbizid wirksame Komponente gemäß Anspruch 1 hervorgerufen wurde, dadurch gekennzeichnet, daß eine nicht-phytotoxische, als Antidot wirksame Menge einer als Antidot wirksamen Komponente nach Anspruch 1 auf den Boden, die Nutzpflanze oder die Nutzpflanzen aufgetragen wird, wobei das Gewichtsverhältnis von Herbizidkomponente:Antidotkomponente 0,1:1 bis 30:1 beträgt.

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, bei dem die als Herbizid wirksame Komponente der folgenden allgemeinen Formel entspricht:

worin R¹, R², R³, R&sup4;, R&sup5; und R&sup6; unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen

oder R¹ oder R³ für RaOC(O)- steht, worin

Ra steht für C&sub1;-C&sub4; Alkyl, Phenyl, gewünschtenfalls substituiert mit 2 bis 5 Methylgruppen, oder

R³ für Hydroxyl steht und

R¹, R², R&sup4;, R&sup5; und R&sup6; unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen,

oder worin R¹ und R² oder R³ und R&sup4; zusammen für C&sub2;- C&sub5; Alkylen stehen;

R&sup7; für Halogen, Cyan, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, RkSOn, worin Rk für C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht und n 0, 1 oder 2 bedeutet, C&sub1;-C&sub4; Alkoxy oder Nitro,

R&sup8;, R&sup9; und R¹&sup0; unabhängig voneinander stehen für Wasserstoff oder Halogen, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Alkoxy, Trifluormethoxy, Cyan, Nitro, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, C&sub1;-C&sub4; Alkylthio oder gewünschtenfalls durch Halogen und/oder Halomethyl substituiertes Phenoxy,

RbS(O)n, worin n 0, 1 oder 2 bedeutet und Rb für C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl, Phenyl oder Benzyl steht,

RcC(O)NH-, worin Rc für C&sub1;-C&sub4; Alkyl steht,

-NRdRe, worin Rd und Re unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen,

RfC(O)-, worin Rf für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4; Alkyl, C&sub1;-C&sub4; Haloalkyl oder C&sub1;-C&sub4; Alkosy steht,

SO&sub2;NRgRh, worin Rg und Rh unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4; Alkyl stehen,

oder R&sup8; und R&sup9; zusammen mit zwei benachbarten Kohlenstoffatomen des Phenylringes, an den sie gebunden sind, einen Ring bilden.







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