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Dokumentenidentifikation DE4226036A1 10.02.1994
Titel Eisenbahngüterwagen mit unterer und oberer Ladeplattform für den Transport von Straßenfahrzeugen
Anmelder Linke-Hofmann-Busch Waggon-Fahrzeug-Maschinen GmbH, 38239 Salzgitter, DE
Erfinder Uhlich, Klaus, 3300 Braunschweig, DE;
Böhm, Wolfgang, Dipl.-Ing., 3300 Braunschweig, DE;
Hahne, Jochen, Dipl.-Ing., 3300 Braunschweig, DE
DE-Anmeldedatum 06.08.1992
DE-Aktenzeichen 4226036
Offenlegungstag 10.02.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.02.1994
IPC-Hauptklasse B61D 3/18
IPC-Nebenklasse B61D 3/02   
Zusammenfassung Um bei einem Eisenbahngüterwagen mit unterer und höhenverstellbarer, oberer Ladeplattform für den Transport von Straßenfahrzeugen zwei weitere, in Wagenquerrichtung gegenüberliegend angeordnete Tragsäulen in Fahrstellung der oberen Ladeplattform zur formschlüssigen Aufnahme von Längskräften einzubeziehen, wird an diesen Tragsäulen im Bereich der oberen Ladeplattform je ein Längsanschlag angeordnet, der in jeder zulässigen Fahrtstellung der oberen Ladeplattform gegen einen an der oberen Ladeplattform angeordneten Längsanschlag die Längsverschieblichkeit der oberen Ladeplattform gegenüber den Tragsäulen in beiden Längsrichtungen durch formschlüssige Elemente (Längsanschläge) verhindert oder mindestens eng begrenzt, womit bei Anlage der Längsanschläge gegeneinander ein Einleiten von Kräften in die Tragsäulen ermöglicht wird.

Beschreibung[de]

Aus der DE-25 01 036 A1 ist es bekannt, einer absenkbaren oberen Ladeplattform an einem Ende in zwei in Fahrzeugquerrichtung gegenüberliegenden Tragsäulen vertikale Trapezführungen und am anderen Ende in zwei in Fahrzeugquerrichtung gegenüberliegenden Tragsäulen vertikale Führungsflächen vorzusehen. In die Trapezführungen ist jeweils ein Arretierbolzen der oberen Ladeplattform einschieb- und verspannbar, womit die Ladeplattform in Längsrichtung formschlüssig mit den Tragsäulen verbunden ist. Die Arretierbolzen am anderen Ende der Ladeplattform sind auf den vertikalen Führungsflächen kraftschlüssig verspannbar, womit der Einbezug der die vertikalen Führungsflächen tragenden Tragsäulen zur Längskraftaufnahme aus der oberen Ladeplattform abhängig von der Verspannung auf Reibschluß basiert und über längere Betriebszeiträume recht ungewiß erscheint (Verschleiß, Witterung etc.).

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Eisenbahngüterwagen der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß mindestens ein weiteres Paar von gegenüberliegenden Tragsäulen mindestens in jeder zulässigen Fahrtstellung der oberen Ladeplattform zur formschlüssigen Aufnahme von Längskräften einbeziehbar ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Zweckmäßige Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen 2-4 angegeben.

Die Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel erläutert:

Es zeigt

Fig. 1 einen Eisenbahngüterwagen in horizontaler Stellung der oberen Ladeplattform in Längsansicht;

Fig. 2 die Einzelheit X des Eisenbahngüterwagens gemäß Fig. 1;

Fig. 3 den Bügel im Teilschnitt nach der Linie III-III der Fig. 2.

Die obere Ladeplattform 1 ist an einem Ende B zwischen zwei in Fahrzeugquerrichtung gegenüberliegenden Tragsäulen 2 an denselben in Längsrichtung formschlüssig abgestützt. Die Abstützung erfolgt durch eine feste Lagerung 3 mit horizontaler Drehachse, um die die obere Ladeplattform 1 schwenkbar ist, oder durch eine vertikale Führungsbahn, die zwar Vertikalbewegungen, jedoch keine Längsbewegungen der oberen Ladeebene 2 gegen die Tragsäulen 2 zuläßt und damit eine vertikal verschiebbare Lagerung 3 darstellt. Wesentlich ist der Formschluß in Längsrichtung. Am anderen Ende A ist die Ladeplattform 1 über eine nicht dargestellte Hubeinrichtung (z. B. Seil- oder Kettenzug) höhenverstellbar zwischen zwei Tragsäulen 4 angeordnet und mittels einer nicht dargestellten Arretiereinrichtung an den beiden gegenüberliegenden Tragsäulen 4 arretierbar.

An den Tragsäulen 4 ist im Bereich der oberen Ladeplattform 1 ein Längsanschlag 5 angeordnet, der in zulässiger Fahrtstellung der oberen Ladeplattform 1 gegen einen an der oberen Ladeplattform 1 angeordneten Längsanschlag 6 zur Anlage kommt oder mit begrenztem Grundspiel auf Abstand bleibt. Somit ist die Längsverschieblichkeit der oberen Ladeplattform 1 gegenüber den Tragsäulen 4 in beiden Längsrichtungen durch formschlüssige Elemente (Längsanschläge 5, 6) verhindert oder mindestens eng begrenzt.

Der an den Tragsäulen 4 angeordnete Längsanschlag 5 ist als nach unten offener Bügel ausgebildet und angeordnet, und weist zwei Schenkel 7 und einen diese verbindenden Steg 8 auf.

Die Schenkel 7 des Bügels (Längsanschlag 5) übergreifen den an der oberen Ladeplattform 1 angeordneten Längsanschlag 6.

Der Steg 8 des Bügels (Längsanschlag 5) ist oberhalb des Längsanschlags 6 angeordnet und ist als Höhenanschlag zur Hubbegrenzung der oberen Ladeplattform 1 ausgebildet.

Die Schenkel 7 des Bügels (Längsanschlag 5) liegen entweder an den vertikalen Flächen 6a des Längsanschlags 6 an oder sind mit begrenztem Grundspiel auf Abstand gehalten.

Bei einem Einleiten von Längskräften, z. B. von Stoßkräften in das Untergestell des Eisenbahngüterwagens am Ende A, hat die obere Ladeplattform 1 das Bestreben zu verharren. Durch die formschlüssige Verbindung mit den Tragsäulen 2 über die Lagerung 3 erfolgt über die Tragsäulen 2 eine Krafteinleitung in die obere Ladeplattform 1. Zusätzlich erfolgt über die Tragsäulen 4 und die Längsanschläge 5 und 6 eine Krafteinleitung am Ende A des Eisenbahngüterwagens in die obere Ladeplattform 1, nachdem die vertikale Fläche 6a des Längsanschlags 6 nach Aufbrauchen des vorgegebenen Grundspiels gegen den Schenkel 7 des Längsanschlags 5 zur Anlage gekommen ist.

Durch den Einbezug aller vier Tragsäulen 2, 4 zur Kraft- und Energieaufnahme wird die Stabilität und somit auch das Fahrverhalten des gesamten Eisenbahngüterwagens günstig beeinflußt.

Bezugsziffern

1 obere Ladeplattform 2 Tragsäulen 3 Lagerung 4 Tragsäulen 5 Längsanschlag 6 Längsanschlag 6a vertikale Fläche des Längsanschlags 67 Schenkel des Längsanschlags 58 Steg des Längsanschlags 5


Anspruch[de]
  1. 1. Eisenbahngüterwagen mit unterer und oberer Ladeplattform für den Transport von Straßenfahrzeugen, wobei die obere Ladeplattform mindestens an einem Ende zwischen zwei in Wagenquerrichtung gegenüberliegend angeordneten Tragsäulen gegen Längsverschiebung gegenüber den Tragsäulen durch formschlüssige Elemente gehalten ist und wobei die obere Ladeplattform mindestens an einem Ende zwischen zwei in Wagenquerrichtung gegenüberliegend angeordneten Tragsäulen mittels einer Hubeinrichtung vertikal verstell- und schrägstellbar sowie zur Entlastung der Hubeinrichtung an den Tragsäulen arretierbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens an zwei- weiteren in Wagenquerrichtung gegenüberliegenden Tragsäulen (4) im Bereich der oberen Ladeplattform (1) ein Längsanschlag (5) angeordnet ist, der mindestens in jeder zulässigen Fahrtstellung der oberen Ladeplattform (1) gegen einen an der oberen Ladeplattform (1) angeordneten Längsanschlag (6) die Längsverschieblichkeit der oberen Ladeplattform (1) gegenüber den Tragsäulen (4) in beiden Längsrichtungen durch Formschluß (Längsanschlag 6 gegen Längsanschlag 5) verhindert oder nach Aufbrauchen eines vorgegebenen Grundspiels mindestens eng begrenzt.
  2. 2. Eisenbahngüterwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der an den Tragsäulen (4) angeordnete Längsanschlag (5) als nach unten offener Bügel mit zwei Schenkeln (7) und einem diese verbindenden Steg (8) ausgebildet ist.
  3. 3. Eisenbahngüterwagen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (7) des Bügels (Längsanschlag 5) den an der oberen Ladeplattform (1) angeordneten Längsanschlag (6) von oben übergreifen.
  4. 4. Eisenbahngüterwagen nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (8) des Bügels (Längsanschlag 5) oberhalb des Längsanschlags (6) angeordnet ist und als Höhenanschlag zur Hubbegrenzung der oberen Ladeplattform (1) ausgebildet ist.






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