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Dokumentenidentifikation DE3786349T2 17.02.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0292492
Titel DRUCKMASCHINE.
Anmelder Morgan, John Henry, Wooton-Under-Edge, Gloucestershire, GB
Erfinder Morgan, John Henry, Wooton-Under-Edge, Gloucestershire, GB
Vertreter Walter, H., Dipl.-Ing.; Eggers, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 81243 München
DE-Aktenzeichen 3786349
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 03.02.1987
EP-Aktenzeichen 879010866
WO-Anmeldetag 03.02.1987
PCT-Aktenzeichen GB8700077
WO-Veröffentlichungsnummer 8704665
WO-Veröffentlichungsdatum 13.08.1987
EP-Offenlegungsdatum 30.11.1988
EP date of grant 23.06.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.02.1994
IPC-Hauptklasse B41F 13/44
IPC-Nebenklasse B41F 13/24   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckmaschine und ist insbesondere auf eine Druckmaschine zum Offset-Lithografie- Druck gedacht, bei der ein Zylinder zum Bedrucken einer Papierbahn verwendet wird.

Bekannte derartige Maschinen weisen einen Transferzylinder auf, dem Druckfarbe mittels Rollen zugeführt wird; sie weisen ferner einen Druckzylinder auf, der die Druckfarbe vom Transferzylinder abnimmt, um sie auf die Papierbahn zu übertragen; schließlich ist ein Gegendruckzylinder vorgesehen, der die Papierbahn mit dem zweckmäßigen Druck an den Druckzylinder anlegt. Der Gegendruckzylinder hat einen Umfang, der entweder der gesamten Drucklänge entspricht oder einer Drucklänge, die sich als exakte Teillänge des Umfanges des Druckzylinders ergibt. Benötigt ein Betreiber einer solchen Maschine eine Drucklänge, die sich nicht aus einer exakten Teilung des Umfangs des Druckzylinders bilden läßt, so ist es notwendig, den Zylinder zu wechseln und um das zu ermöglichen, wurde bereits vorgeschlagen Druckzylinder und Transferzylinder einem verschiebbaren Wagen oder Schlitten zuzuordnen, der axial so verstellt werden kann, daß Druckzylinder und Transferzylinder sich nicht mehr über der Papierbahn befinden. Durch diese Maßnahme ist es möglich, Druckzylinder und Transferzylinder einfach zu wechseln bzw. auch nur zu reinigen. Eine solche Maschine ist in EP-A-0 095 423 beschrieben.

Falls es notwendig ist, eine Papierbahn beidseitig zu bedrucken, ist es üblich, die Papierbahn durch ein erstes Druckwerk bzw. einen ersten Druckturm hindurchzuführen, um eine Seite der Papierbahn zu bedrucken, die einseitig bedruckte Papierbahn nach dem Verlassen des ersten Druckwerkes bzw. stromabwärts von diesem zu wenden und die gewendete Papierbahn durch ein zweites Druckwerk bzw. einem zweiten Druckturm hindurchzuführen, um in diesem die zweite Papierbahnseite zu bedrucken. Dabei kommt die zuerst bedruckte Seite der Papierbahn in Berührung mit dem Gegendruckzylinder des zweiten Druckwerkes. Da der Druckvorgang üblicherweise mit hoher Geschwindigkeit erfolgt, kann es häufig vorkommen, daß die auf die erste Seite der Papierbahn aufgetragene Druckfarbe noch nicht ganz getrocknet ist, wenn die Papierbahn in das zweite Druckwerk eingeführt wird und die noch nicht ganz getrocknete Druckfarbe von der ersten Seite der Papierbahn auf den Gegendruckzylinder des zweiten Druckwerkes übertragen wird. Das bedeutet kein Problem, wenn der Umfang des Gegendruckzylinders des zweiten Druckwerkes eine exakte Teillänge des Umfangs des Druckzylinders des zweiten Druckwerkes ist. Ist dies nicht der Fall, ist also im zweiten Druckwerk der Umfang des Gegendruckzylinders nicht eine exakte Teillänge des Druckzylinderumfangs, so kann es zum sogenannten "Geisterdruck" kommen, bei dem der Druck auf der ersten Seite der Papierbahn als etwas blasserer, verschobener Druck neben dem Druck auf der zweiten Seite der Papierbahn erscheint, der auf der zweiten Papierbahnseite vom Gegendruckzylinder aufgetragen worden ist. Um einen solchen Geisterdruck zu vermeiden, ist es notwendig, sowohl den Transferzylinder und den Druckzylinder als auch den Gegendruckzylinder im zweiten, stromabwärtigen Druckwerk zu wechseln, wenn Transfer- und Druckzylinder im ersten, stromaufwärtigen Druckwerk gewechselt werden. Im Hinblick auf die Tatsache, daß die Papierbahn über den Gegendruckzylinder geführt wird, ist es notwendig, bei bekannten Maschinen die Papierbahn zu entfernen, wenn der Gegendruckzylinder ausgewechselt werden soll, was sehr lästig ist, insbesondere wenn eine Druckmaschine eine größere Anzahl von Druckwerken aufweist. Es ist allgemein bekannt, daß die Wiedereinfügung einer Papierbahn in eine Druckmaschine ein langer und komplizierter Vorgang sein kann, durch den die Maschine eine lange Stillstandzeit hat.

Bei einer bekannten Maschine sind Transferzylinder, Pruckzylinder und Gegendruckzylinder in einer Baueinheit zusammengefaßt, die als diese Einheit in eine Druckmaschine ein- und aus der Maschine ausgebaut werden kann und eine Bedienungsperson hat zum Wechseln mehrerer Einheiten mit unterschiedlich bemessenen Zylindern zur Verfügung. Solche Baueinheiten mit jeweils drei Zylindern sind jedoch sehr viel teurer als eine gleiche Anzahl von einzelnen Zylindern, die einzeln ausgewechselt werden können. Jede solche Einheit ist außerdem schwer und schwierig zu handhaben. Schließlich ist es entscheidend, daß zum Ein- und Ausbau einer Dreizylindereinheit die zu bedruckende Papierbahn entfernt werden muß.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Entwicklung einer Druckmaschine, bei der der Gegendruckzylinder, über den die zu bedruckende Papierbahn geführt wird, aus- und eingebaut werden kann, ohne daß die Papierbahn durchgeschnitten oder entfernt werden muß.

Mit der Erfindung wird eine Druckmaschine vorgeschlagen, die ein erstes Druckwerk mit einem Druck- und einem Gegendruckzylinder zum Bedrucken einer Seite einer Papierbahn und ein zweites Druckwerk mit einem Druck- und einem Gegendruckzylinder zum Bedrucken der anderen Papierbahnseite aufweist und die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Gegendruckzylinder im zweiten Druckwerk axial relativ zum zugehorigen Druckzylinder verstellbar ist, so daß, wenn sich der Druckzylinder im ersten Druckwerk so verändert hat, daß die Drucklänge nicht exakt teilbar ist in den Umfang des Druckzylinders des ersten Druckwerkes, der Gegendruckzylinder des zweiten Druckwerkes in eine Position seitwärts von der Papierbahn gebracht werden kann, um ausgewechselt werden zu können gegen einen, dessen Umfang in die Drucklänge exakt teilbar ist.

Eine Anordnung, wie sie im vorhergehenden Abschnitt beschrieben ist, ermöglicht das Verstellen des Gegendruckzylinders im zweiten Druckwerk in eine Position seitlich von der Papierbahn, so daß dieser Gegendruckzylinder danach ausgewechselt werden kann, ohne daß die Papierbahn durchgeschnitten oder entfernt werden muß.

Vorzugsweise ist der Gegendruckzylinder auf einem Verschiebemittel angeordnet, so daß der Gegendruckzylinder in seine Position seitlich von der Papierbahn gebracht werden kann.

Der Gegendruckzylinder ist vorzugsweise zwischen voneinander beabstandeten Haltemitteln, beispielsweise Seitenplatten angeordnet. Der Gegendruckzylinder kann drehbar in Drehlagern der Haltemittel gelagert sein. Die Haltemittel können Flächen aufweisen, die mit den vorgenannten Verschiebemitteln zusammenwirken. Solche Flächen können bogenförmige Ausschnitte sein, in denen die Verschiebemittel angeordnet sind und denen gegenüber bzw. in denen die Verschiebemittel verstellbar sind.

Solche Flächen können an den unteren Enden der Haltemittel angeordnet sein.

Der Druckzylinder, der vorzugsweise mit einem Druckkissen bzw. Blanket versehen ist, das mit dem Gegendruckzylinder in geeigneter Weise zusammenwirkt, kann zwischen weiteren Haltemitteln, wie weiteren Seitenplatten angeordnet sein. Die weiteren Haltemittel können von Bauteilen gestützt werden, die es möglich machen, den Druckzylinder in eine Position seitlich von der Papierbahn in axialer Richtung zu verstellen. Diese Bauteile können Lager sein, die Gleitbewegungen zulassen und vorzugsweise als Schienen ausgebildet sind.

Der Druckzylinder und der Gegendruckzylinder des zweiten Druckwerkes können drehbar mit Getrieberädern verbunden sein, die außer Eingriff gebracht werden können, wenn einer der beiden Zylinder in seine Position seitlich von der Papierbahn gebracht werden soll. Das Getrieberad des Gegendruckzylinders ist vorzugsweise so angeordnet, daß es dem Antrieb des Getrieberades des Druckzylinders dient. Findet ein mit einem Überzug versehener Zylinder Anwendung, so wirkt das Getrieberad des Druckzylinders (d. h. des mit einem Druckkissen versehenen Zylinders) vorzugsweise mit einem Getrieberad zusammen, das drehend dem beschichteten Zylinder zugeordnet ist, um diesen anzutreiben. Vorzugsweise kommt das Getrieberad des Gegendruckzylinders außer Eingriff vom Antriebsgetriebe, wenn der Gegendruckzylinder in seine Position seitlich von der Papierbahn gebracht wird.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird die von einem Hauptantriebsleistungseingang kommende Antriebskraft auf den Gegendruckzylinder des zweiten Druckwerkes über ein einstellbares Zwischenrad übertragen. Das Getriebezwischenrad kann auf einem verstellbaren Hebel angeordnet sein, um das Zwischenrad so einzustellen, daß es mit dem Getrieberad des jeweiligen Gegendruckzylinders bestimmter Größe zusammenwirken kann. Auf diese Weise ist es möglich, unterschiedlich bemessene Getrieberäder verschiedener Gegendruckzylinder mit einem Zwischenrad zusammenwirken zu lassen, das vorzugsweise ständig mit einem Antriebsgetriebe zusammenwirkt. Vorzugsweise ist der Hebel, an dem das Zwischenrad gelagert ist, um eine Achse des Antriebsgetriebes schwenkbar.

Es können Verriegelungsmittel vorgesehen sein, um den vorgenannten Hebel in der Position festlegen zu können, in der das Zwischenrad zuverlässig mit dem Antriebsgetriebe zusammenwirkt. Das Verriegelungsmittel kann eine Schraube mit Feststellmutter sein.

Eine erfindungsgemäße Druckmaschine wird nachfolgend beispielhaft und anhand der Zeichnung beschrieben; in der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 als schematische Seitenansicht eine Druckmaschine für den Offset-Lithografie-Druck

Fig. 2 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht einer bekannten Druckmaschine mit einer Anordnung, die einen beschichteten Druckzylinder und einen Gegendruckzylinder aufweist,

Fig. 2a eine Ansicht auf die Anordnung gemäß Fig. 2 in Richtung des Pfeiles II in Fig. 2,

Fig. 3 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht auf die Zylinderanordnung einer Offset-Lithografie-Druckmaschine gemäß der Erfindung,

Fig. 4 eine Ansicht auf die Zylinderanordnung gemäß Fig. 3 in Richtung des Pfeiles IV in Fig. 3,

Fig. 5 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht auf eine Offset-Lithografie-Druckmaschine mit zwei Druckwerken, von denen eines erfindungsgemäß ausgebildet ist,

Fig. 6 eine Seitenansicht auf eine bevorzugte Ausführungsform auf eine Druckmaschine gemäß der Erfindung,

Fig. 7 die Druckmaschine gemäß Fig. 6 als Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 6 und

Fig. 8 die Druckmaschine gemäß Fig. 6 als Schnitt nach der Linie VIII-VIII in Fig. 6.

Gemäß Fig. 1 weist die beispielhaft ausgewählte Druckmaschine einen Hauptrahmen bzw. ein Maschinenbett 10 auf, dem eine Zuführungsrolle 12 aus zu bedruckendem Papier zugeordnet ist, das bahnförmig abgezogen wird und zwischen Förderrollen 13 stromaufwärts von einem Druckwerk 14 hindurchgeführt wird.

Das Druckwerk enthält in bekannter Weise in turmartiger Ausgestaltung einen Transferzylinder 15, einen Druckzylinder 16 und einen Gegendruckzylinder 17; Druckfarbe wird dem Transferzylinder 15 mit einem Farbrollensystem 18 und Feuchtigkeit wird dem Transferzylinder 15 mit einem Feuchtrollensystem 19 zugeführt. Die bedruckte Papierbahn gelangt durch Aufnahmerollen 20 hindurch zur Speicherung auf eine Speichertrommel 22.

Bisher ist es bekannt, die Zylinder 15, 16 und 17 zwischen seitlichen Stahlplatten 23 gemäß Fig. 2, 2a zu lagern, um eine einstückige Einheit zu bilden. Wird eine andere Zylindergröße benötigt, so kann die bisherige Anordnung als Baueinheit vom Hauptrahmen abgebaut werden, um durch die gewollte neue Einheit ersetzt zu werden. Um im Zusammenwirken der drei Zylinder die notwendige Arbeitsgenauigkeit gewährleisten zu können, müssen die Seitenplatten 23 extrem robust sein, weshalb die Einheit aus Seitenplatten und Zylindern sehr schwer und gelegentlich schwierig zu handhaben ist. Darüber hinaus ist jede solche Einheit sehr teuer, weil sie drei komplette Zylindersysteme enthält, während es in der Praxis Fälle gibt, in denen nur der Andrückzylinder oder der Transfer und der Druckzylinder ausgewechselt werden muß bzw. müssen. Es wurden von uns bereits früher Maschinen vorgeschlagen, bei denen Transfer- und Druckzylinder auf einem Wagen montiert sind, wodurch es möglich ist, Transfer- und Druckzylinder unabhängig vom Gegendruckzylinder aus zubauen, wobei letzterer zunächst noch an Ort und Stelle im Maschinenhauptrahmen verbleibt und erst dann nach oben ausgebaut wird, nachdem die Papierbahn entfernt worden ist. Während diese spezielle Ausgestaltung als zufriedenstellend befunden wurde, ist es noch notwendig, zum Abbau des Gegendruckzylinders vom Grundrahmen die Papierbahn zu zerschneiden oder von der Druckmaschine zu entfernen.

Deshalb ist gemäß der Erfindung der Gegendruckzylinder gemäß Fig. 3, 4 zwischen Endplatten 24 montiert, die mittels geeigneter Stangen 24a voneinander beabstandet sind (Fig. 3). Der Gegendruckzylinder und die Seitenplattenanordnung bilden so als Gesamtheit einen Wagen 21, der auf Führungsstangen 25, die über die Haupttragplatten 1 im Hauptrahmen gehalten sind, verschiebbar ist, so daß der Druckzylinder auf eine Seite der Papierbahn verschoben werden kann.

Auf diese Weise ist es möglich, den Gegendruckzylinder 17 in axialer Richtung so zu verschieben, daß er sich nicht mehr unterhalb der Papierbahn befindet, wie es in Fig. 4 durch den Strich-Punkt-Linienzug gezeigt ist, so daß er ausgewechselt werden kann, ohne daß es notwendig wäre, die Papierbahn von der Maschine zu nehmen. Der Transferzylinder 15 und der Druckzylinder 16 sind einem gemeinsamen Wagen 26 auf Führungsschienen 27 zugeordnet. Die Anordnung gemäß Fig. 3 ist insbesondere dann nützlich, wenn die Druckmaschine mit mehr als einem Druckwerk ausgerüstet ist, indem gemäß Fig. 5 das strömungsobere Druckwerk 30 zum Bedrucken der einen Papierbahnseite und das strömungsuntere Druckwerk zum Bedrucken der anderen Seite der Papierbahn angeordnet ist und die Papierbahn in einer Wendestation 32 zwischen beiden Druckwerken gewendet wird. Wie oben erwähnt ist es übliche Praxis, zum Bedrucken der Papierbahn mit einem zweiten Druckwerk die Papierbahn zu wenden und in einem solchen Fall ist es wichtig, daß der Gegendruckzylinder 17 im strömungsabwärtigen bzw. -unteren Druckwerk eine Umfangslänge hat, die exakt teilbar ist durch die vom strömungsaufwärtigen bzw. -oberen Druckwerk aufgebrachten Drucklänge. Hat in einem solchen Fall das strömungsabwärtige Druckwerk einen Druckzylinder, der diese Bedingung nicht erfüllt, so ist es bisher erforderlich, die Papierbahn durchzutrennen oder sie ganz zu entfernen und den Gegendruckzylinder 17 des strömungsabwärtigen Druckwerkes 31 auszubauen oder alle drei Zylinder zu ersetzen, falls das Druckwerk die drei Zylinder in einer Einheit zusammengefaßt hat, wie es in Fig. 2 dargestellt ist. Bei der Maschine nach Fig. 5 hat das strömungsabwärtige Druckwerk eine Anordnung der Zylinder gemäß der Erfindung.

Die vorliegende Erfindung vermeidet die Notwendigkeit, die Papierbahn zu entfernen bzw. auszubauen, wenn der Gegendruckzylinder 17 des strömungsabwärtigen Druckwerkes 31 ausgewechselt werden muß. Auch macht es die Anordnung mit zwei verschiebbaren Wagen, wie sie in Fig. 3, 4 und 5 dargestellt ist möglich, daß die Seitenplatten weniger robust sein können als sie es bei der Anordnung gemäß Fig. 2 sein müssen. Deswegen stellt Fig. 3 einen preisgünstigeren Vorschlag dar. Ein Gegendruckzylinder einer alternativen Größe ist in Fig. 3 durch einen unterbrochenen Linienzug dargestellt.

In Fig. 4 ist ein Weg aufgezeigt, bei dem sich die Führungsschienen 25, 27 über die einander gegenüberliegenden Kanten der Materialbahn hinaus erstrecken können, so daß der verstellbare Wagen 26 mit dem Druckzylinder und dem Transferzylinder zu der in Fig. 4 rechten Zeichnungsseite verstellt werden kann, während der verstellbare Wagen 21 mit dem Gegendruckzylinder nach links verstellt werden kann. In diesem Fall wird ein Gleichgewichtszustand beibehalten, wenn die beiden Zylindergruppen axial verstellt werden, um die Papierbahn gleichzeitig freizumachen.

Es wird nun auf Fig. 6 bis 8 Bezug genommen, in denen eine bevorzugte Ausführungsform einer Druckmaschine gemäß der Erfindung dargestellt ist. Teile in Fig. 6 bis 8, die den Teilen in Fig. 1 bis 5 entsprechen, sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Die Haupttragplatten 1 sind gemäß Fig. 7 voneinander beabstandet. Die Haupttragplatte 1 rechterhand hält ein Getriebe 40, das von einer Eingangswelle 42 angetrieben wird, die ihrerseits von einem nicht dargestellten Hauptmotor angetrieben wird. Das Zahnrad 44 überträgt die Antriebsleistung auch auf ein Rollensystem 18, 19 der in Fig. 1 dargestellten Art mittels eines Zahnriemens, der nicht dargestellt ist. Die Antriebswelle 46 ist drehbar in Hauptlagern 47, 48 an den Hauptplatten 1 gelagert sowie in einem äußeren Lager 49, das mittels Haltestangen 50, von denen nur eine dargestellt ist, an der Haupttragplatte 1 rechterhand gehalten ist. Die Antriebswelle 46 ist drehfest mit dem Getriebezahnrad 52 verbunden, das mit einem Zwischenrad 53 zusammenwirkt, das seinerseits in Lagern 54 an einem Hebel 55 gelagert ist. Dieser Hebel 55 ist in einem Lager 56 drehbar auf der Antriebswelle 46 gelagert. Der Hebel 55 ist mit einem Handgriff 58 versehen und drehbar mit einer Verriegelungsstange 57. Der Handgriff 58 weist einen Gewindezapfen 59 auf, der durch einen bogenförmigen Schlitz 60 in der linken Haupttragplatte 1 hindurchgesteckt und in einen Vorsprung 62 des Hebels 55 eingeschraubt ist. Die Verriegelungsstange 57 weist einen Kopf 63 auf, der auf den Gewindezapfen 59 aufgeschraubt ist und als Rastmutter für den Gewindezapfen 59 wirkt. Befindet sich der Kopf 63 in einer Entriegelungsstellung, so kann der Handgriff 58 in dem Schlitz 60 nach oben und unten verstellt werden, um den Hebel 55 in dem Lager 56 zu drehen und um das Zwischenrad 53 zu veranlassen, auf dem Außenumfang des Zahnrades 52 abzurollen. Befindet sich die Verriegelungsstange 57 in einer gewollten Position, so wird sie gedreht, um mit der zugehörigen Haupttragplatte 1 in der Weise zusammenzuwirken, daß der Gewindezapfen 59 gegenüber der Haupttragplatte festgelegt ist.

Das Zwischenrad 53 ist so angeordnet, daß es mit dem Getrieberad 64 zusammenwirkt, das drehbar mit einem Gegendruckzylinder 17 verbunden ist. Zwischen dem Getrieberad 64 und dem Gegendruckzylinder 17 befindet sich eine Abstandsscheibe 65. Der Gegendruckzylinder ist einstückig mit Lagerzapfen 66 versehen, mit denen er drehbar in Lagern 67, 68 gelagert ist. Die Lager 67, 68 sind in Seitenplatten 24 gehalten, die mittels geeigneter Stangen 24a im notwendigen Abstand voneinander gehalten sind. Gemäß Fig. 6 weist die in Fig. 7 linke Seitenplatte 24 zwei Arme 69 auf, von denen jeder am unteren Ende mit einem bogenförmigen Schlitz 70 versehen ist. Mit diesen Schlitzen 70 sind die Arme 69 an den oberen Enden von jeweils einer der Führungsschienen 25 gelagert, die zwischen den Hauptplatten 1 verlaufen und mit diesen verbunden sind (Fig. 8). Die Lager 67, 68 sind an oberen Verlängerungen 61 von jeder der Seitenplatten 24 angeordnet und durch die Stangen 24a miteinander verbunden, um eine einstückige Einheit in der Form des Wagens 21 zu bilden, der zwischen der in Fig. 7 in ausgezogenen Linien dargestellten linken und der nur teilweise in unterbrochenen Linien dargestellten rechten Position verstellbar ist.

In der durch unterbrochene Linien dargestellten Position ist der Gegendruckzylinder so angeordnet, daß er sich gegenüber der einen Seite der Papierbahn W befindet, so daß er ausgewechselt werden kann, ohne daß die Papierbahn durchgeschnitten oder von der Druckmaschine entfernt werden muß.

In der durch unterbrochene Linien dargestellten Position wirkt das Getrieberad 64 nicht mit dem Zwischenrad 53 zusammen und ein neuer Gegendruckzylinder kann ein Zahnrad 64 anderer Größe aufweisen. Um sicherzustellen, daß das neue Getrieberad 64 mit dem Zwischenrad zusammenwirkt, wird die Position dieses Zwischenrades durch entsprechendes Drehen des Hebels 55 mittels des Handgriffes 55 so eingestellt, daß es mit dem neuen Getrieberad zusammenwirkt, wenn der Gegendruckzylinder in die Stellung gebracht wurde, die in Fig. 7 durch ausgezogenen Linien dargestellt ist. Die Seitenplatte 24 zur rechten Hand (die in ihrer Form entsprechend der Seitenplatte 24 zur linken Hand ausgebildet ist, wie Fig. 6 zeigt) ist mit zwei Zapfenöffnungen 71 versehen, die mit Lagerhülsen 72 ausgekleidet sind. Die Öffnungen 71 (nur eine von ihnen ist dargestellt) in der rechten Hauptplatte 1 nehmen Zapfen 73 auf, die die Position des Gegendruckzylinderwagens 21 relativ zur Platte 1 zuverlässig festlegen. Entsprechende Zapfen 73a (Fig. 6) sind auf der Seitenplatte 1 zur linken Hand vorgesehen, um in Zapfenaufnahmeöffnungen 72a in der Platte 24 zur linken Hand befindlich ebenfalls die Position des Gegendruckzylinders zuverlässig festzulegen. Ist der Wagen 21 einmal in die durch ausgezogene Linien gekennzeichnete Position gelangt, so hält ein geeignetes Verriegelungsmittel (nicht dargestellt) den Wagen 21 in seiner Position.

Fig. 8 zeigt die Führungsschienen 25 in ihren Einzelheiten. Das Ende jeder Schiene 25 zur linken Hand ist mit einem axialen Gewindeloch 74 versehen, das das ein Gewinde aufweisende Ende 75 reduzierten Durchmessers einer Schienenverlängerung 76 aufnimmt. Die Schienenverlängerungen 76 haben den gleichen äußeren Durchmesser wie die Schienen 25 und werden zur Wirkung gebracht, wenn es notwendig ist, um den Gegendruckzylinder 21 nach links zu bewegen, um aus dem Bereich der Papierbahn W zu kommen. Die in Fig. 4 dargestellte Anordnung ist sehr ähnlich, die Hauptführungsschiene ist mit 25 bezeichnet und die Verlängerung mit 76.

Das Getrieberad 64 wirkt mit einem Getrieberad 75 zusammen, das drehend an einem Druckzylinder 16 befestigt ist. Zwischen dem Getrieberad 75 und dem Druckzylinder ist eine Abstandsscheibe 76 angeordnet. Der Druckzylinder ist in Lagern 77 drehbar auf einer Achse 78 gelagert, die mittels Einstellelementen 88, 89 in einer linken und einer rechten oberen Seitenplatte 99 gehalten ist. Das Getrieberad 75 wirkt mit einem Getrieberad 82 zusammen, das drehend an einem Transferzylinder 15 befestigt ist. Zwischen dem Getrieberad 82 und dem Transferzylinder 15 ist eine Abstandsscheibe 83 angeordnet. Einstückig mit dem Transferzylinder 15 sind diesem Lagerzapfen 84 zugeordnet, mit denen der Transferzylinder drehbar in Lagern 85 gelagert ist, die mittels einstellbarer Zwischenelemente 86, 87 den oberen Seitenplatten 80 zugeordnet sind. Der Transferzylinder 16 kann nach unten verstellt werden, um einen Druck auf die Papierbahn auszuüben, das durch den Gegendruckzylinder unterstützt wird, wobei Einstellelemente 88, 89 vorgesehen sind und der Transferzylinder kann an dem Druckzylinder in Anlage gehalten werden mittels Elementen 86, 87. Einstellvorrichtungen (nicht gezeigt) können auch vorgesehen sein, um den Gegendruckzylinder 27 an den Druckzylinder anzunähern oder ihn von diesem zu entfernen.

Die oberen Seitenplatten 80, 81 sind mit Stangen 92 zusammengehalten und mit den Zylindern 15, 16 verbunden, um einen Wagen 26 zu bilden, um diesen verstellbar nach links von der Papierbahn freizubekommen, wie es mit unterbrochenen Linien in Fig. 7 dargestellt ist.

Die oberen Endplatten 80 weisen untere Kanten auf, denen Montageschienen 27 zugeordnet sind, die mittels Rollen 93 verschiebbar auf den Hauptplatten 1 angeordnet sind, wobei die Rollen 93 horizontale Achsen haben, und zwischen Rollen 94, die vertikale Achsen haben. Einer der Schienen 27 ist ein Handgriff 100 zugeordnet, um den Wagen 26 zu einer Seite verstellen zu können. Das Ende rechterhand jeder Schiene 27 ist entsprechend dem Ende linkerhand jeder Schiene 25 ausgebildet, um es möglich zu machen, Verlängerungen 95 anzuschrauben, ehe der Wagen verstellt wird. Ähnlich dem Zapfen 73 und seiner Anordnung kann ein Zapfensystem mit einem Schlitz 71 als Festlegungsmittel vorgesehen sein, wie es für die Festlegung des Wagens 26 dient.

Wie in Fig. 4 können die Wagen 21, 26 in einander entgegengesetzten Richtungen verstellt werden, um von der Papierbahn freizukommen.

Werden die Wagen in die durch ausgezogene Linien in Fig. 7 dargestellte Positionen verbracht, so werden die Rollen von Hand leicht gedreht, um sicherzustellen, wenn das nötig ist, daß die Getrieberäder 53, 64 (vergl. auch Fig. 4) der Rollen zum Zusammenwirken miteinander gebracht werden.


Anspruch[de]

1. Druckmaschine mit einem ersten Druckturm (30) mit einem Druck- und einem dagegen wirkenden Andrückzylinder zum Bedrucken einer Seite einer Materialbahn (W), einem zweiten Druckturm (31) mit einem Druck- und einem dagegen wirkenden Andrückzylinder (16, 17) zum Bedrücken zur Gegenseite der Materialbahn, dadurch gekennzeichnet, daß der Andrückzylinder (17) im zweiten Druckturm (31) dem zugehörigen Druckzylinder (16) gegenüber axial verstellbar angeordnet ist, um während des Betriebes, wenn der Druckzylinder (16) im ersten Druckturm sich in einer Stellung befindet, in der ein Druckmuster nur ungenau dem Umfang des Andrückzylinders des ersten Druckturms zugeordnet ist, den Andrückzylinder im zweiten Druckturm von der Materialbahn entfernen und in eine Stellung bringen zu können, in der das Druckmuster dem Andrückzylinder genau zugeordnet ist.

2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Andrückzylinder (17) des zweiten Druckturms (31) einem Gleitmittel (25) zugeordnet ist, um gleitend in eine unwirksame Stellung verbracht werden zu können.

3. Druckmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Andrückzylinder (17) des zweiten Druckturms (31) zwischen voneinander beabstandeten Lagermitteln (24) angeordnet ist.

4. Druckmaschine nach Anspruch 3 in dessen Rückbeziehung auf Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagermittel Flächen (70) aufweisen, die mit dem Gleitmittel zusammenwirken.

5. Druckmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Gleitmittel zusammenwirkenden Flächen der Lagermittel im Bereich von unteren Kanten der Lagermittel angeordnet sind.

6. Druckmaschine nach einem der vorstehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckzylinder (16) im zweiten Druckturm zwischen voneinander beabstandeten weiteren Lagermitteln (80) angeordnet ist.

7. Druckmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Lagermittel (80) auf einer Halterung (27) angeordnet sind, um translatorisch in eine von dem Gewebe (W) entfernte Stellung verschiebbar zu sein.

8. Druckmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (27) gleitend verstellbar in Lagern (93, 94) angeordnet ist.

9. Druckmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe (W) durch eine Umkehrstation (32) zwischen den Drucktürmen geführt ist.







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