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Dokumentenidentifikation DE4225578A1 17.02.1994
Titel Vorrichtung zur Energiegewinnung
Anmelder Bauer, Friedrich, 91719 Heidenheim, DE
Erfinder Bauer, Friedrich, 91719 Heidenheim, DE
DE-Anmeldedatum 03.08.1992
DE-Aktenzeichen 4225578
Offenlegungstag 17.02.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.02.1994
IPC-Hauptklasse F03G 7/08
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Energiegewinnung über mindestens eine durch einen Energieträger betätigbare Kolbenzylindereinheit. Hierbei ist die Kolbenzylindereinheit 4 der als Rolldruckmotor ausgebildeten Vorrichtung unterhalb von durch ein Verkehrsmittel 1, 2 beaufschlagten Druckplatte 3 angeordnet, wobei die Kolbenzylindereinheit 4 über mindestens ein Ventil 7 mit einer Turbine 8 verbunden ist. Diese Turbine 8 steht mit einem zur Kolbenzylindereinheit 4 führenden Ausgleichsbehälter 9 in Verbindung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Energiegewinnung über mindestens eine durch einen Energieträger betätigbare Kolbenzylindereinheit.

Die Grundüberlegung besteht in der Nutzung bzw. Umwandlung von vorhandener, ungenutzter Bewegungsenergie. Derartige Bewegungsenergie liegt bspw. im Straßen-, Bundesbahn- und Straßenbahnverkehr vor. Speziell bei Kraftfahrzeugen rollen täglich millionen Kraftfahrzeuge weltweit über die Straßen; dabei werden sehr große Mengen von Bewegungsenergie frei und gehen ungenutzt verloren.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, diese Bewegungsenergie zu nutzen und zu verwerten.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Kolbenzylindereinheit der als Rolldruckmotor ausgebildeten Vorrichtung unterhalb von durch ein Verkehrsmittel beaufschlagten Druckplatte angeordnet ist, daß die Kolbenzylindereinheit über mindestens ein Ventil mit einer Turbine verbunden ist und daß die Turbine mit einem zur Kolbenzylindereinheit führenden Ausgleichsbehälter in Verbindung steht.

Dadurch erfolgt vorteilhafterweise eine Betätigung von Kolben, welche über übliche Energieaufbereitungsmöglichkeiten (z. B. Kurbelwelle, Druckbehälter oder Schwungräder) zu gleichmäßiger, gleichbleibender Energie umgewandelt und umgesetzt werden kann.

Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben.

In der Zeichnung zeigt

Fig. 1 bis 11 verschiedene Ausführungsmöglichkeiten in schematischer Seitenansicht, teils geschnitten.

Fig. 1 stellt bspw. in schematischer Seitenansicht einen PKW 1 dar, durch welchen beim Überfahren einer Druckplatte 3 diese nach unten gedrückt wird. Diese Bewegung wird über nicht näher dargestellte Umlenkgelenke auf einen Kolben 5 einer Kolbenzylindereinheit 4 übertragen, wobei der Kolben 5 nun einen Energieträger 6, bspw. Öl oder Luft komprimiert, und diesen Energieträger 6 durch ein Rückstauventil 7 direkt auf eine Turbine 8 drückt.

Nach dem Prinzip des Bremskraftzylinders treibt damit der Energieträger 6 über das Rückstauventil 7, welches einen wesentlich geringeren Querschnitt hat als der die Kompression herbeiführende Kolben 5, die Turbine 8 an. Damit wirkt ein entsprechend großer Druck 3 auf diese Turbine.

Nach der Turbine 8 fließt der Energieträger 6 zurück in einen Ausgleichsbehälter. Vom Ausgleichsbehälter 9 wiederum fließt der Energieträger 6 noch während der Kompressionsphase in den Zylinder 10 nach. Er wird während der Entspannungsphase, d. h. beim Anheben des Kolbens 5 innerhalb des Zylinders 10 nach dem Prinzip des Zweitaktmotors durch entsprechende Kanäle in den Kompressionsraum 12 gedrückt. Dieser Vorgang wiederholt sich bei jedem Überfahren der Druckplatte 3 durch den PKW 1. Das Anheben des Kolbens 5 innerhalb des Zylinders 10 erfolgt bspw. über eine Kurbelwelle oder eine entsprechende Feder.

An der so angetriebenen Turbine 8 kann nun die gewonnene Bewegungsenergie in eine andere Energieform, bspw. in Strom umgewandelt werden. Gemäß Fig. 2 findet als Vekehrsmittel ein Zug 2 Anwendung, welcher wiederum über Druckplatten 3 unterhalb von nicht näher dargestellten Schienen läuft. Hierbei ist zwischen der Kolbenzylindereinheit 4 und der Turbine 8 ein Druckbehälter 19 geschaltet.

Fig. 3 zeigt das Prinzip Zweitakt-Otto-Motor.

Nach Fig. 4 dient als Verkehrsmittel wiederum ein Zug 2, wobei die Druckplatten 3 Teil einer Schiene sind. Von der Turbine 8 erfolgt eine Kraftentnahme; die dadurch gewonnene Bewegungsenergie wird entsprechend umgewandelt, wobei diese Energie entweder einem Speicher (Batterie) zugeführt oder als Kraftwerksstrom genutzt werden kann.

Nach Fig. 5 und 6 ist zwischen dem Kolben 5 und der Turbine 8 jeweils ein Druckbehälter 19 angeordnet.

Dieser Behälter 19 findet auch bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 Anwendung, wobei außerdem zwei Turbinen 8 und 8&min; eingesetzt werden.

Fig. 3 zeigt in schematischer Seitenansicht Druckplatten, welche oberhalb von Kolben 5 angeordnet sind, die innerhalb eines Zylinders 10 auf und ab bewegt werden können. Hier findet wiederum das Zweitakt-Otto-Motorsystem Anwendung.

Nach Fig. 9 sind drei Kolben 5 zusammengeschaltet, welche jeweils in Zylindern 10 laufen. Nach Fig. 10a beaufschlagt das schematisch dargestellte Kraftfahrzeug 1 wiederum Kolben 5, wobei der Energieträger 6 mindestens eine Turbine 8 und einen Behälter 19 durchströmt.

Mach Fig. 10b findet eine Kurbelwelle 15 Anwendung, welche mit schematisch dargestellten Kolben 5 verbunden ist.

Gemäß Fig. 11 sind die Druckplatten 3 bspw. Teil eines Pflasters, unterhalb welchem sich die Kolben 5 und die Zylinder 10 befinden. Diese wirken über den Energieträger 6 analog den vorgenannten Ausführungsformen mit einer Turbine 8 zusammen.

Durch die vorgenannten, schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele wird eine Umwandlung von vorhandener, ungenutzter Bewegungsenergie bewirkt. Es ist damit möglich, die Bewegungsenergie der Kraftfahrzeuge extern in eine andere Energieform, bspw. in Strom umzuwandeln. Diese so gewonnene Energie kann ebenfalls extern für alle möglichen Bereiche genutzt werden. Damit liegt eine kostengünstige und umweltfreundliche Art von Energiegewinnung vor, welche zudem ohne zusätzlichen Energieeinsatz möglich ist.

Es handelt sich hierbei um einen rein mechanischen Ablauf, welcher sich vielfältig ausschöpfen läßt. Bei dieser erfindungsgemäßen Konstruktion sind weder eine Verbrennung noch eine chemische Reaktion zur Energiegewinnung notwendig.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Energiegewinnung über mindestens eine durch einen Energieträger betätigbare Kolbenzylindereinheit, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Kolbenzylindereinheit (4) der als Rolldruckmotor ausgebildeten Vorrichtung unterhalb von durch ein Verkehrsmittel (1, 2) beaufschlagten Druckplatte (3) angeordnet ist,

    daß die Kolbenzylindereinheit (4) über mindestens ein Ventil (7) mit einer Turbine (3) verbunden ist und

    daß die Turbine (3) mit einem zur Kolbenzylindereinheit (4) führenden Ausgleichsbehälter (9) in Verbindung steht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Turbine (8) der Ausgleichsbehälter (9) nachgeschaltet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch mit den Kolben (5) der Kolbenzylindereinheit (4) und den Druckplatten (3) verbundene Umlenkgelenke.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile (7) zwischen der Kolbenzylindereinheit (4) und der Turbine (3) als Rückstauventile (7) ausgebildet sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine mit dem Kolben (5) der Kolbenzylindereinheit (4) verbundene Kurbelwelle.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mit dem Kolben (5) der Kolbenzylindereinheit (4) verbundene Federn.






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