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Dokumentenidentifikation DE68909918T2 24.02.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0383894
Titel LÜFTUNGSVENTIL.
Anmelder Halton Oy, Kausala, FI
Erfinder PARKKILA, Raimo, SF-47400 Kausala, FI
Vertreter Tiedtke, H., Dipl.-Ing.; Bühling, G., Dipl.-Chem.; Kinne, R., Dipl.-Ing.; Pellmann, H., Dipl.-Ing.; Grams, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 80336 München
DE-Aktenzeichen 68909918
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.08.1989
EP-Aktenzeichen 899097703
WO-Anmeldetag 25.08.1989
PCT-Aktenzeichen FI8900156
WO-Veröffentlichungsnummer 9002296
WO-Veröffentlichungsdatum 08.03.1990
EP-Offenlegungsdatum 29.08.1990
EP date of grant 13.10.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.02.1994
IPC-Hauptklasse F24F 13/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Lüftungsventil mit einem ersten Lüftungskanalbauteil bzw. einem ersten Luftklappenbauteil und einem zweiten Lüftungskanalbauteil bzw. Luftklappenbauteil, von denen mindestens eines zum Verkleinern oder Vergrößern der Durchströmöffnung zwischen den Luftklappenbauteilen linear bewegbar ist.

Die Patentschrift US 4653384 zeigt einen Luftzufuhr-Einstellmechanismus einer Klimaanlage mit zwei Luftklappenbauteilen, zwischen denen sich eine Luftdurchströmöffnung befindet. Die Luftklappenbauteile sind so angebracht, daß sie eine unabhängige Schwenkbewegung zum Einstellen der Form der Durchströmöffnung beschreiben.

Es sind Lüftungsventile in der Technik bekannt, bei denen das Luftungsventil aus zwei Teilabschnitten, d.h. aus zwei Einstell-Luftklappen besteht, die relativ zueinander bewegbar sind. Bei Lüftungsventilen nach dem Stand der Technik wächst der Strömungsquerschnitt zwischen den Luftklappenbauteilen in Strömungsrichtung an. Der bestmögliche Luftdurchgang ist durch diese Anordnung nicht gewährleistet.

Zum Beispiel zeigt die Patentschrift GB 1537167 ein Abluftentluftungsgerät, das zwei Luftklappenbauteile mit einer zwischen ihnen definierte Durchströmöffnung hat, deren Strömungsquerschnitt in Richtung des Luftstromes zunimmt.

Die Ziel der Erfindung bezieht sich auf ein Lüftungsventil mit einem breiten Einstellbereich, das den Gebrauch einer Vorrichtung derselben Anordnung für unterschiedliche Zwecke gestattet. Die Aufgabe der Erfindung bezieht sich insbesondere auf ein Lüftungsventil, bei dem Messen und Einstellen einfach ist. Das Ziel der Erfindung bezieht sich auf ein Lüftungsventil, bei dem die aerodynamischen Eigenschaften vorteilhaft gestaltet sind, und bei dem Resonanzerscheinungen vermieden werden.

Die Erfindung bezieht sich auf ein Lüftungsventil, das ein erstes Luftklappenbauteil und ein zweites Luftklappenbauteil hat, wobei jedes Luftklappenbauteil einen ersten gekrümmten Flächenabschnitt, der stromaufwärts der Strömung angeordnet ist, und einen zweiten Flächenabschnitt, der stromabwärts des ersten gekrümmten Flächenabschnitt angeordnet ist, hat, wobei mindestens das zweite Luftklappenbauteil bewegbar ist, um die Größe der Durchströmöffnung zwischen den Luftklappenbauteilen zu ändern,

dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Flächenabschnitt mit der Mittelachse der Durchströmöffnung des Lüftungsventils in einen Winkel angeordnet ist, daß der zweite Flächenabschnitt jedes Luftklappenbauteils mit einem gekrümmten sich in der Nähe des hinteren Abschnitts der Strömung befindlichen Flächenabschnitt und mit dem ersten Flächenabschnitt verbunden ist, und

daß die Durchströmöffnung eine längliche Öffnung hat, die durch die Luftklappenbauteile gebildet ist, wobei sich die Durchströmöffnung hinsichtlich der Strömungsquerschnittsfläche in Strömungsrichtung verkleinert, und das bewegliche Luftklappenbauteil linear bewegbar ist, um die Durchströmöffnung zu verkleinern oder zu vergrößern.

Bevorzugte Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand schematischer Darstellungen, auf die die Erfindung jedoch nicht ausschließlich beschränkt sein soll, näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1A in axonometrischer Darstellung das erfindungsgemäße Lüftungsventil in zusammengebautem Zustand;

Figur 1B das erfindungsgemäße Lüftungsventil bei getrennter Darstellung der abnehmbaren Grundbestandteile in axonometrischer Darstellung;

Figur 2 das erfindungsgemäße Lüftungsventil bei entfernter Frontabdeckplatte in axonometrischer Darstellung;

Figur 3A eine prinzipielle Darstellung des erfindungsgemaßen Lüftungsventils, wobei die Darstellung in erster Linie entlang der Schnittlinie I-I nach Bild 2 erfolgt, und unter Bezugnahme auf Bild 2 vereinfacht wurde, und die Betriebsstellung eines Ventils, bei dem der maximale Luftstrom möglich ist, dargestellt ist;

Figur 3B das Ventil nach Figur 3A in der Betriebsstellung, bei der der minimale Luftstrom möglich ist;

Figur 4 das Betriebsdiagramm des Lüftungsventils;

Figur 5A eine erste vorteilhafte Lage der Einstellskala;

Figur 5B eine zweite vorteilhafte Lage der Einstellskala;

Figur 6A das Luftklappenbauteil in axonometrischer Darstellung und

Figur 6B die Schnittdarstellung II-II nach Figur 6A.

In Figur 1A ist das erfindungsgemäße Lüftungsventil 10 in zusammengebauten Zustand dargestellt. Die Richtung des Luftstromes wird durch den Pfeil L angezeigt. Wie in der Figur gezeigt, hat das Lüftungsventil 10 ein Ummantelungsbauteil 11, an dem die Frontabdeckung 13a befestigt ist. Die Frontabdeckung hat das Frontbauteil 13a und Kanten 13b. Die gesamte Frontabdeckung 13 ist vorzugsweise in gleichartiger Bauweise ausgeführt und hat Durchströmöffnungen 13c, die die Form von beispielsweise Spalten, Schlitzen, Löchern usw. haben. Die Frontabdeckung 13 kann ebenfalls in der Bauart eines planaren, öffnungslosen Plattenabschnitts ausgeführt sein, der an der Vorderseite der Luftklappenbauteiles angeordnet ist. Die Durchströmöffnung ist bzw. die Durchströmöffnungen sind dabei zwischen den Kanten des Plattenbauteils und der Einfassung des Ummantelungsbauteils 11 festgelegt. Bei dieser Bauart kann die Frontabdeckung 13 am Ummantelungsbauteil 11 mit hervorstehenden Eisen oder ähnlichen Anordnungen befestigt sein.

Figur 1B zeigt ein Lüftungsventil, bei dem die abnehmbaren zentralen Bauteile getrennt dargestellt sind. Das Lüftungsventil hat ein Ummantelungsbauteil 11 und ein an diesem befestigbares Einstellbauteil 12 und desweiteren ein abnehmbares Frontabdeckbauteil 13.

Das Ummantelungsbauteil 11 hat ein Kanalbauteil 14, das im Inneren einen Strömungskanal A1 aufweist. Die Stömungsdurchgangsrichtung wird ebenfalls in den Figuren 1A und 1B durch einen Pfeil L angezeigt. Die Ummantelung 11 hat ein an einem Endabschnitt des Kanalbauteils 14 ausgebildetes Einfassungbauteil 15. Die Einfassung hat eine Kante 15a, deren Ebene in Richtung der Längsachse X des Kanales verläuft. Die Einfassung 15 hat ebenfalls ein unteres Bauteil 15b, dessen Ebene senkrecht zur Längsachse X des Kanalabschnitts 14 ist. Auf der Oberseite des unteren Bauteils 15b ist eine Dichtungsschicht 15c aufgebracht.

Die innere Fläche 14a des Kanalbauteils 14 hat eine Befestigungseinrichtung 16, die an ihr befestigt ist. Es gibt zwei Stück dieser Befestigungseinrichtung 16, an denen ein hakenähnliches Endstück 16a ausgebildet ist, mit deren Hilfe die Rahmenteile 17 des Einstellbauteils 12 gegen die Dichtungsschicht 15c gepreßt werden. Die Befestigungseinrichtung 16 kann aus einem federndem Blechmaterial bestehen und kann auf vorteilhafte Weise am Kanalbauteil 14 mit Nieten befestigt sein.

Wie in Figur 1B gezeigt, ist das Einstellbauteil 12, das am Ummantelungsbauteil 11 mit der Befestigungseinrichtung 16 befestigt ist, getrennt vom Ummantelungsbauteil 11 angeordnet. Das Einstellbauteil 12 hat zwei Rahmenabschnitte 17. Der vorzugsweise einen L-förmigen Querschnitt aufweisende Rahmenabschnitt 17 hat, wenn das Einstellbauteil 12 eingesetzt ist, ein in Richtung der Achse X des Ummantelungsbauteils 11 angeordnetes Plattenbauteil 17a und ein Plattenbauteil 17b, das in einem 90º-Winkel zum Plattenbauteil 17a angeordnet ist, das mit diesem verbunden ist. Die Ebene des Plattenbauteils 17b ist senkrecht zur Achse X.

Das Einstellbauteil 12 hat ein erstes Klappenbauteil, Abschnitt 18a, und ein zweites Bauteil, Abschnitt 18b. Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1A und 1B ist das Luftklappenbauteil bewegbar, wie es in Figur 1B durch den Pfeil C gezeigt ist. Das Luftklappenbauteil 18b ist linear bewegbar.

In diesem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel kann nur eines der Luftklappenbauteile 18 bewegt werden. Im Anwendungsbereich der Erfindung ist auch ein solches Ausführungsbeispiel denkbar, bei dem beide Luftklappenbauteile relativ zueinander bewegbar sind.

Eine Positionseinstelleinrichtung 19 des bewegbaren Luftklappenbauteils 18b hat einen Stab 20, an dessen beiden Enden Triebräder 21, vorzugsweise Zahnräder, angebracht sind. Durch Drehung des Stabes 20 drehen sich die fest mit dem Stab 20 verbundenen Triebräder 21. Der Stab 20 kann einen sechseckigen Querschnitt haben, wodurch dieser mit einem Schraubenschlüssel drehbar ist. Die Triebräder 21 stehen mit der Anlagefläche 22 des Luftklappenbauteils 18b in Eingriff. Im günstigsten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel ist das Triebrad 21 ein Zahnrad und die Anlagefläche 22 bildet zusammen mit dem Zahnrad 21 eine ineinandergreifende Verzahnung 22. Der Zweck des Stabes 20 besteht in seiner Funktion als Synchronisierstab. Mit Hilfe des Stabes 20 werden beide Endabschnitte des bewegbaren Luftklappenbauteils 18b gleichzeitig bewegt. Dadurch verläuft die Bewegungsübertragung derart synchronisiert, daß beide Endabschnitte des Luftklappenbauteils um eine gleiche Strecke bewegt werden. Die Durchströmöffnung, die zwischen den Luftklappenbauteilen 18a und 18b festgelegt ist, bleibt in diesem Fall unverändert und verbleibt in der Arbeitsweise mit gewünschtem Durchströmquerschnitt bei allen eingestellten Werten des Ventils.

Zwischen dem ersten Luftklappenbauteil 18a und dem zweiten Luftklappenbauteil 18b ist eine Durchströmöffnung A2 ausgebildet. Die Durchströmöffnung verjüngt sich relativ zur Eintrittsrichtung L des Luftstromes. Die Durchströmöffnung A2 wird eingestellt, indem das Luftklappenbauteil 18b linear mit der Positionseinstelleinrichtung 19, wie durch den Pfeil C gezeigt, bewegt wird.

In Figur 2 ist das erfindungsgemäße Lüftungsventil detaillierter dargestellt. In Figur 2 ist das bewegbare Luftklappenbauteil 18b und die Vorrichtungen, die mit diesem zur Realisierung der linearen Einstellbewegung in Eingriff stehen, abgebildet. Die Positionseinstelleinrichtung 19 hat eine Befestigungsplatte 23, die am Rahmenabschnitt 17 an seinem Plattenabschnitt 17a befestigt ist. Die Platte 23 hat ein Loch 24, durch das der Stab 20 anordnungsbedingt verläuft. Die Befestigungsplatte 23 dient gleichzeitig als Lagerungspunkt für den Stab 20. Desweiteren sind die Endabschnitte des Stabes 20 derart angeordnet, um im Rahmen 17 durch die in seinem Plattenbauteil 17a befindlichen Löcher 25 zu verlaufen. Die Endabschnitte des Stabes 20 sind mit einer Kerbe 26 versehen, in die der Endabschnitt eines Werkzeuges, wie zum Beispiel eines Schraubenziehers, einpaßbar ist, um den Stab 20 zu drehen und damit den Abschnitt 18b zu bewegen.

Das Ummantelüngsbauteil 11 hat desweiteren eine Kerbe 27 am Kantenbauteil 15a der Einfassung 15, durch die hindurch ein Werkzeug am Stab 20 befestigbar ist.

Durch Drehen des Stabes 20 wird das Triebrad 21 gedreht, das betriebsfähig mit der Anlagefläche 22 verbunden ist, die fest am Luftklappenbauteil 18b befestigt ist; wobei besagte Anlagefläche vorzugsweise eine gerade Anlagefläche ist. Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 ist das Triebrad 21 ein Zahnrad und die Anlagefläche 22 eine Zahnstange. Besagte Bauteile sind vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt.

Die Anlagefläche 22 wird desweiteren gegen das Plattenbauteil 17b des Rahmens 17 gedrückt und ist in Anpassung an genanntes ebenes Plattenbauteil bewegbar. Die Anlagefläche 22 kann desweiteren ein separates Plattenbauteil haben, das mit der anderen Seite des Plattenabschnitts 17b des Rahmens 17 in Eingriff steht, wodurch das Luftklappenbauteil 18b am Rahmen 17 in allen Einsatzbedingungen sicher gehalten wird.

Wie in Figur 2 gezeigt, ist das Einstellbauteil 12 mit dem Rahmen 17 mittels einer Befestigungseinrichtung 16 verbunden. Die Befestigungseinrichtung 16 drückt den Rahmen 17 fest gegen das Ummantelungsbauteil 11.

Im Ausführungsbeispiel gemäß dieser Figur ist das Luftklappenbauteil 18a in einer bestimmten Position am Rahmen 17 angeordnet. Das Luftklappenbauteil 18a hat eine Befestigungsplatte 29, durch die ein Befestigungselement 30, zum Beispiel eine Niete, geführt ist; desweiteren ist dieses Befestigungselement am Plattenabschnitt 17b des Rahmens 17 befestigt.

Mit der Einstelleinrichtung 19 wird das Luftklappenbauteil 18b linear bewegt und die Position des genannten Luftklappenbauteils kann an der Skala 28, die vorzugsweise eine Millimeterskala ist, abgelesen werden. Im in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Skala an der Innenfläche 14a des Kanalbauteils 14 angeordnet.

In Figur 3A ist eine vereinfachte Darstellung des erfindungsgemäßen Lüftungsventils gezeigt und beinhaltet in erster Linie eine Darstellung entlang der Schnittlinie I-I nach Figur 2. Wie in der Figur gezeigt wird, ist das Luftklappenbauteil 18b linear bewegbar. Das Luftklappenbauteil 18b hat einen Abschnitt 31 mit einer geraden Fläche, um den Luftstrom zu führen, wobei die Ebene des genannten Abschnitts bezüglich der Mittelachse X der Lüftungsventil-Durchströmöffnung A2 in einem Winkel α angeordnet ist. Wie in Figur 3A gezeigt, verjüngt sich die Durchströmöffnung A2 relativ zur Fortschreitungsrichtung L des Luftstromes. Außerdem hat das Luftklappenbauteil 18 eine gleichmäßig gekrümmte Führungsfläche 32 für die Strömung, die im weiteren in den geraden Flanschabschnitt 33 übergeht, wobei der genannte Flanschabschnitt 33 ungefähr senkrecht auf der Achse X steht. Der Flanschabschnitt 33 wirkt als bewegliches Verschlußbauteil und ermöglicht die Einstellbewegung des Abschnitts und gestattet den Durchgang des Luftstromes lediglich zwischen den Luftklappenbauteilen 18a und 18b. In Figur 3A ist das Lüftungsventil in Arbeitsstellung gezeigt, bei der der Strömungsdurchgang A2 maximal ist.

In Figur 3B wurde das Luftklappenbauteil in eine Einstellung bewegt, bei der ein minimaler Luftstram realisiert wird, das heißt in eine Position, in der die Strömungsquerschnittsfläche A2 minimal ist. In Figur 3B zeigt der Pfeil c den Übergang des mobilen Abschnitts 18b in die Einstellung des Lüftungsventils an, bei dem der minimale Luftstrom realisiert ist.

Die Luftklappenbauteile 18a und 18b sind äquivalent, und aus diesem Grund besteht keine Notwendigkeit, mehr als eine Art von Luftklappenbauteilen herzustellen. Die Luftklappenbauteile 18a und 18b sind jeweilig so an der Konstruktion befestigt, daß die Hauptflächen der Luftklappenbauteile, oder die Flächenabschnitte 31, die die Strömung leiten, jeweilig zur Mittelachse X des Strömungskanals A2 in einem Winkel α angeordnet sind. Vorzugsweise liegt der Winkel α im Bereich zwischen 3º und 15º. Die Flächenabschnitte 31 sind vorzugsweise gerade Flächen, wodurch sich die Flächenebene in einem Winkel α relativ zur Mittelachse X des Strömungskanals A2 befindet. Hierdurch liegt α im Bereich von 3º bis 15º, vorzugsweise um 7º.

In Fig. 4 ist das Betriebsdiagramm des erfindungsgemäßen Lüftungsventils dargestellt. Wie die Erfindung lehrt, wird das Betriebsdiagramm in Figur 4 wie folgt genutzt. Auf der Meßskala wird die Öffnungseinstellung abgelesen und gleichzeitig der Druck im Lüftungsventil mit einem später beschriebenen Druckverbindungselement gemessen. Danach ist entsprechend der Öffnungseinstellung der Volumenstrom aus den Kurven ablesbar.

In Figur 5A ist eine vorteilhafte Anordnung der Skala 28 dargestellt. Im Ausführungsbeispiel nach Figur 5A befindet sich die Skala 28 an der Innenwand 14a des Kanals 14. Beim Bewegen des Luftklappenbauteils 18b wird die Öffnungseinstellung an der Kante E des Luftklappenbauteils 18b abgelesen.

Im Ausführungsbeispiel von Figur 5B ist die Skala 28 auf der Fläche des Plattenabschnitts 17b des Rahmens 17 angeordnet. Wird das Luftklappenbauteil 18b, wie durch den Pfeil c gezeigt, bewegt, so ist die Öffnungseinstellung an der Kante E ablesbar.

In Figur 6A ist ein Ausführungsbeispiel des Luftklappenbauteils 18 in axonometrischer Darstellung gezeigt. Das Luftklappenbauteil 18 hat einen inneren Hohlraum 34. Der Strömungskanal ist über Öffnungen 35 mit dem Raum 34 verbunden, um den Strömungsdruck an das Meßinstrument zu übertragen. Mehrere Öffnungen 35 sind benachbart zur hinteren Strömungskante angeordnet. Sie sind linienförmig im Abschnitt 18 angeordnet; aus diesem Grund werden ein zuverlässiges Meßergebnis und ein zuverlässiger Mittelwert über dem gesamten Strömungskanal erzielt. Ein Verbindungselement 36 verläuft von der Verteilerkammer 34 zum Druckmeßgerät. Das Verbindungselement 36 ist normalerweise verschlossen und ist nur dann in der Lage eine Messung vorzunehmen, wenn das Verbindungselement 36 mit dem Meßinstrument verbunden ist.

In Figur 6B ist ein Schnitt II-II nach Figur 6A gezeigt. Außerdem ist in Figur 6B ein Ausführungsbeispiel dargestellt, in dem das Luftklappenbauteil 18 einen durch eine Zwischenwand 37 unterteilten Innenraum 34 hat. Dadurch ist ein Druckverbindungselement 38 vom Raum 34a zu einem Sensor vorgesehen.

Es ist technisch möglich, innerhalb des Schutzbereiches der Erfindung auch andere Bauarten des Luftklappenbauteils 18 zu erstellen. Ein Bauteil aus Feinblech ist ebenfalls verwendbar.

Dadurch wird der Druck beim Druckmeßvorgang direkt durch die Öffnungen 35 zum Sammmelverbindungselement 36 und weiter zu einem Meßsensor geleitet. Eine Verteilungskammer wird hier nicht verwendet.

Die hinteren Kanten 39 des Luftklappenes 18 sind abgerundet. Die hintere Kante 39 darf nicht scharfkantig ausgeführt sein, da dadurch Turbulenzen verursacht werden; auch eine übermäßige Rundung ist nicht wünschenswert, da dadurch ebenfalls Turbulenzen verursacht werden. Aus diesem Grund hat das Lüftungsventil, wie die Erfindung lehrt, ein Luftklappenbauteil 18 mit einer Fläche 32 zur Führung der Strömung, die sich relativ zur Strömung an vorderster Stelle befindet, und eine zweite Fläche 31 zur Strömungsführung, vorzugsweise eine gerade Fläche, die mit dieser verbunden ist. Die Durchströmöffnung A2 läuft konisch, wie in der Erfindung gezeigt, zur vordersten Strömungsfläche zu. Das erfindungsgemäße Luftklappenbauteil hat desweiteren eine gekrümmte hintere Kante 39, die sich an die Strömungsfläche 31 des mittleren Luftklappenbauteiles anschließt.

Das erfindungsgemäße Lüftungsventil ist an einer Decke oder an einer Wand installierbar. Die Einrichtung kann ebenfalls mit Druckverteilungskammern nach dem Stand der Technik verbunden sein. Die Einrichtung der Erfindung ist geräuscharm, sogar im Bereich hoher Volumenströme. Resonanz tritt nicht auf. Die Einrichtung ist einfach demontierbar und aus diesem Grund einfach zu reinigen. Die Frontabdeckung 13 der Einrichtung ist architektonisch günstig.

Die Endabschnitte 40 des Luftklappenes 18 schließen dicht ab, wodurch die Änderungen von Meß- oder Einbautoleranzen in Längsrichtung eleminiert werden.

Das erfindungsgemäße Lüftungsventil dient sowohl als Lüftungsventil, als auch als Steuereinrichtung für den Luftstrom. Wie in der Erfindung gelehrt wird, werden mit dem konischen Strömungskanal, insbesondere mit dieser Verjüngung in Richtung des Luftstroms, folgende Vorteile erzielt. Die Luftgeschwindigkeit wächst und gleichzeitig wird, hervorgerufen durch die Oberflächenreibung zwischen Luftstrom und der Oberfläche des Luftklappenes, in Hinblick auf die Messung ein adäquater statischer Strömungsdruck erreicht. Aus diesem Grund kann, wenn eine zufriedenstellende Messung des statischen Drucks des Luftstroms vorgenommen wurde, die Einstellung der Einrichtung vorgenommen werden, und gleichzeitig die Luftstrommenge des Raumes gemessen werden. Folglich wird kein getrenntes Einstellbauteil benötigt.

Ein derartiges oben beschriebenes Lüftungsventil ist auch bei einer Ablufteinrichtung einsetzbar. Dabei wird durch besagtes Lüftungsventil, wie es in den sich auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beziehenden Figuren gezeigt ist, Luft aus einem Raum abgezogen. Die Erfindung deckt auch eine Ausführung ab, bei der das Lüftungsventil als Lufteintritts- Einrichtung eingesetzt wird. Bei dieser Ausführung sind die Luftklappen so zueinander angeordnet, daß die Durchströmöffnung zwischen den Luftklappen in Strömungsrichtung der Luft ebenfalls konisch zuläuft. Die Frontabdeckplatte 13 in dieser Ausführung ist in Richtung der Luftbewegung hinter der konischen Durchströmöffnung positioniert.


Anspruch[de]

1. Lüftungsventil (10), mit einem ersten Lüftungskanalbauteil (18a) und einem zweiten Lüftungskanalbauteil (18b), wobei jedes Lüftungskanalbauteil (18a, 18b) stromaufwärts der Strömung einen ersten gekrümmten Flächenabschnitt (32) und einen zweiten Fiächenabschnitt (31), der stromabwärts des ersten gekrümmten Flächenabschnitts (32) angeordnet ist, hat, wobei zumindest das zweite Lüftungskanalbauteil (18b) bewegbar ist, um die Größe der Durchströmoffnung (A2) zwischen den Lüftungskanalbauteilen (18a, 18b) zu ändern,

dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Flächenabschnitt (31) zur Mittelachse (X) der Durchströmöffnung (A2) des Lüftungsventils (10) in einem Winkel (α) angeordnet ist, daß der zweite Flächenabschnitt (31) jedes Lüftungskanalbauteils (18) mit einem gekrümmten, sich in der Nähe des hinteren Abschnitts der Strömung befindlichen Flächenabschnitt (39) und mit dem ersten Flächenabschnitt (32) verbunden ist, und

daß die Durchströmöffnung (A2) eine längliche Öffnung (A2) hat, die durch die Lüftungskanalbauteile (18a, 18b) gebildet ist, wobei sich die Durchströmöffnung (A2) hinsichtlich der Strömungsquerschnittsfläche in Strömungsrichtung verkleinert, und das bewegliche Lüftungskanalbauteil (18b) linear bewegbar ist, um die Durchströmöffnung (A2) zu verkleinern oder zu vergrößern.

2. Lüftungventil gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lüftungsventil (10) eine längliche Öffnung (A2) hat, die zwischen den Lüftungskanalbauteilen (18a, 18b) ausgebildet ist und sich in ihrem Querschnitt in stärkerem Maße stromabwärts als stromaufwärts verkleinert.

3. Lüftungsventil gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lüftungsventil (10) ein Frontabdeckungsbauteil (13) hat, daß vor den Luftungskanalbauteilen (18a, 18b) angeordnet ist, durch welches oder um welches herum der Luftstrom in die Durchstromöffnung (A2) zwischen den Lüftungskanalbauteilen (18a, 18b) eintreten kann.

4. Lüftungsventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lüftungsventil (10) eine Einstelleinrichtung (19) hat, die eine drehbare Einrichtung (20) hat, durch deren Drehung das Lüftungskanalbauteil (18b) bewegbar ist.

5. Lüftungsventil gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbare Einrichtung (20) mindestens ein Antriebsrad (21) hat, daß mit einer Anlagefläche (22) des bewegbaren Lüftungskanalbauteils (18b) in Eingriff steht, wobei durch Drehung der drehbaren Einrichtung (20) das Lüftungskanalbauteil (18b) linear bewegbar ist.

6. Lüftungsventil gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsrad (21) ein Zahnrad hat und die Anlagefläche (22) eine Anlageverzahnung oder eine Verzahnungsspur hat.

7. Lüftungsventil nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbare Einrichtung (20) einen Stab enthält, der an seinen beiden Enden einander entsprechende Antriebseinrichtungen hat, um das Lüftungskanalbauteil (18b) in die gewünschte Postion zu bewegen.

8. Lüftungsventil nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbare Einrichtung (20) Einrichtungen in Form von Verzahnungen (Identationen) oder mit einem sechseckigem Querschnitt hat, um die drehbare Einrichtung (20) und das Lüftungskanalbauteil (18b) zu bewegen.

9. Lüftungsventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lüftungsventil (10) ein abnehmbares Einstellbauteil (12) hat, das aus zwei Grundkörperabschnitten (17) besteht, an denen ein erstes Lüftungskanalbauteil (18a) und ein zweites Lüftungskanalbauteil (18b) befestigt sind, wobei zur Reinigung des Lüftungsventils (10) das Einstellbauteil (12) unter Benutzung der Befestigungseinrichtungen (16) entfernbar ist.

10. Lüftungsventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Lüftungskanalbauteil (18a, 18b) einen im wesentlichen geraden Flächenabschnitt (31) hat, der zur Mittelachse (X) der Durchströmoffnung (A2) zwischen den Lüftungskanalbauteilen (18a, 18b) des Ventils (10) im Winkel α angeordnet ist.

11. Lüftungsventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der Lüftungskanalbauteile (18b) mindestens eine Öffnung (35) hat, die sich in der Nähe zum hinteren Strömungsabschnitt (39) befindet, so daß der statische Druck des Luftstromes zur Messung der Luftstrommenge gemessen werden kann.

12. Lüftungsventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegbare Lüftungskanalbauteil durch den geraden Flanschabschnitt (33) bewegbar ist.

13. Lüftungsventil entsprechend Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (35) in eine inneren Verteilungskammer (34) des Lüftungskanalbauteils (18) öffnet, die über ein Verbindungselement (36) mit einem Druckmeßgerät in Verbindung steht.

14. Lüftungsventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lüftungsventil eine Skala (28) hat, wodurch die Ventilöffnung über die Kante (E) des bewegbaren Lüftungskanalbauteils (18b) ablesbar ist.

15. Lüftungsventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das erste Lüftungskanalbauteil (18a), als auch das zweite Lüftungskanalbauteil (18b) linear relativ zum Grundkörper (17) bewegbar sind.







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