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Dokumentenidentifikation DE4229541A1 10.03.1994
Titel Vorrichtung an Kraftfahrzeugen zur Verbesserung der Radhaftung bei Schnee- und Eisglätte
Anmelder Schultz, Theodor, 96123 Litzendorf, DE
Erfinder Schultz, Theodor, 96123 Litzendorf, DE
DE-Anmeldedatum 04.09.1992
DE-Aktenzeichen 4229541
Offenlegungstag 10.03.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.03.1994
IPC-Hauptklasse E01H 5/10
IPC-Nebenklasse F01N 5/02   B60K 13/04   
Zusammenfassung Der Gedanke der Erfindung beruht auf der Basis, die Sicherheit so einfach wie möglich zu gestalten. Viele Autofahrer scheuen sich vor der komplizierten Anbringung von Schneeketten. Auch andere Anfahrtshilfen werden nur selten benutzt, da immer eine "unangenehme Arbeit" damit verbunden ist.
Durch die feste Montage der Vorrichtung wird dieses Hindernis aus dem Weg geräumt. Bei der Möglichkeit, die Leitung von Hand zu installieren, muß lediglich das Ende der Umlenkung über das Auspuff-Ende gestülpt werden. Noch schneller und leichter ist die elektrische oder mechanische Einschaltung. Durch einen Knopf oder Hebel im Innenraum wird die Vorrichtung ohne Arbeitsaufwand eingeschaltet. Eine Klappe leitet die Abgase in die Umleitung und die Wirkung wird sofort erzielt.
Die Erfindung ermöglicht bei langsamer Fahrt, daß die Reifen immer genügend Haftung erhalten. Dies führt schon bei leichtem Schneefall und Eisglätte zu einer wesentlich höheren Sicherheit.
Ein nicht unwesentlicher Aspekt ist der Umweltschutz. Durch die erhöhte Radhaftung ist die Unfallgefahr verringert. Die Salzstreuung kann um ein Vielfaches verringert werden, wenn alle Fahrzeuge damit ausgerüstet sind, da sich die Fahrer im Normalfall selbst helfen können. Durch den Wegfall der Schneeketten ist auch die Abnutzung des Straßenbelags geringer. Dies bedeutet auch, daß der Asphaltbelag seltener erneuert werden muß.
Die Kosten für die Vorrichtung sind relativ gering, da die einzelnen Teile keine ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine fest installierte Vorrichtung, bei der die Motorabgase von der Auspuff-Leitung, unabhängig vom Ort, umgeleitet werden. Der Austritt der Gase erfolgt unmittelbar vor den Antriebsrädern und wird direkt auf die Fahrbahn gelenkt.

Die Vorrichtung läßt sich sowohl bei Vorder-, als auch bei Hinterradantrieb verwenden. Ebenso Anwendung findet sie bei Lastkraftwagen. Bei Vorderradantrieb und bei einer Zwillingsbereifung muß die Austrittsöffnung verbreitert werden, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Damit eine gleichmäßige Verteilung erreicht wird, muß die Leitung von der Teilung (2) bis zum Austritt (3) jeweils gleich lang sein.

Die Vorrichtung läßt sich bei allen Fahrzeugen leicht montieren und ist fest mit dem Fahrzeug verbunden. Der Anschluß an die Auspuff-Leitung kann durch Aufsetzen von Hand (Fig. 1 und 4) erfolgen. Möglich ist jedoch auch eine Aktivierung vom Innenraum aus (Fig. 2 und 5). Dies kann elektrisch oder mechanisch erfolgen, indem die Umlenkung direkt mit der Auspuff-Leitung verbunden ist und mittels einer Klappe geöffnet oder geschlossen wird.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, bei Schnee- und Eisglätte die Reifenhaftung zu verbessern. Dies wird erreicht, indem die ca. 80-90 Grad heißen Auspuffgase direkt auf die Fahrbahn geleitet werden. Dadurch wird die Schnee- und Eisfläche angetaut und die Reifen erhalten einen gelockerten Untergrund auf dem sie besser greifen können. Dies führt dazu, daß bei langsamer Fahrt ein Durchdrehen der Reifen verhindert wird.

Fig. 1: Die Leitung zur Umlenkung der Abgase (6) wird auf das Ende der Abgas-Leitung (1) gestülpt (5) und mit einer Schelle befestigt. In der Fahrzeugmitte wird die Leitung geteilt (2). Danach verlaufen zwei gleich lange Zuleitungen zu den beiden Antriebsrädern (4). An den Leitungsenden befinden sich je eine Austrittsöffnung (3), die dem jeweiligem Fahrzeugtyp angepaßt ist.

Fig. 2: Im Unterschied zu Fig. 1 wird hier die Umlenkung (6) an der Abgasleitung (1) befestigt (9). Dadurch ist es möglich, die Umlenkung elektrisch oder mechanisch vom Fahrer im Innenraum durchzuführen.

Fig. 3: Dieses Bild verdeutlicht die Wirkungsweise der Vorrichtung. Die umgelenkten Abgase treten an der Öffnung (3) aus und gelangen so direkt auf die verschneite oder vereiste Fahrbahn (10). Die Anbringung der Austrittsöffnung (3) empfiehlt sich an der Innenseite des Kotflügels (8) vor den Antriebsrädern (4).

Fig. 4: Ebenso wie beim PKW (Fig. 1-3), läßt sich die Erfindung auch beim LKW anwenden. Auch hier werden die Abgase bis zur Öffnung umgeleitet. Bei Zwillingsbereifung ist jedoch die Austrittsöffnung (3) entsprechend verbreitert.

Fig. 5: Hier wird die Umlenkung (6) ebenso angebracht, wie beim PKW (9) in Fig. 2.

Fig. 6: Die Anbringung des Umlenkungs-Systems am LKW kann sehr einfach gestaltet werden. Die Leitung (6) wird am Fahrzeugrahmen (11) mittels Halterungen (12) befestigt. Die Anbringung ist immer vom jeweiligen Fahrzeugtyp abhängig im Bedarfsfall wird der Anfang der Leitung (6) einfach auf das Auspuff-Ende gestülpt (5). Ansonsten kann dieser Teil an der Unterseite der Ladebordwand angehängt werden. Die Austritts-Öffnungen (3) sind mit einer stabilen Halterung (13) am Haltebügel für den Reifenschutz befestigt.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Schnee- und Eisbeseitigung vor den Antriebsrädern durch Umleitung der Motor-Abgase, dadurch gekennzeichnet, daß eine Leitung vom Auspuff bis vor die Antriebsachse die Abgase auf die Straße leitet.

    Die vom Motor abgehenden Gase haben eine Temperatur von ca. 80-90 Grad. Diese Wärme wird vom Auspuff über die Leitung, die in der Achsmitte geteilt wird, direkt vor die Reifen der Antriebsachse gelenkt. Dadurch wird erreicht, daß Schnee und Eis angetaut wird und die Reifen eine bessere Haftung erhalten.

    Die Vorrichtung erspart durch die vorhandene Montage, das umständliche Anbringen der Schneeketten. Der Festeinbau ist sowohl bei der Fertigung, als auch nachträglich noch möglich.






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