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Dokumentenidentifikation DE69002706T2 17.03.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0405769
Titel Unbewachter Austausch von Plotter-Schreibstiften.
Anmelder Hewlett-Packard Co., Palo Alto, Calif., US
Erfinder Johnson, David A., Bonsall, California 92003, US
Vertreter Boehmert, A., Dipl.-Ing.; Hoormann, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., 28209 Bremen; Goddar, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 80801 München; Stahlberg, W.; Kuntze, W.; Kouker, L., Dr.; Huth, M.; Ebert-Weidenfeller, A., Dr. jur., 28209 Bremen; Nordemann, W., Prof. Dr., 10719 Berlin; Nordemann, A., Dr.jur., Rechtsanwälte, 28717 Bremen; Liesegang, R., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., 80801 München; Winkler, A., Dr.rer.nat., 28209 Bremen; Tönhardt, M., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 40593 Düsseldorf; Vinck, K., Dr.; Hertin, P., Prof. Dr.; vom Brocke, K., 10719 Berlin; Omsels, H., 80801 München; Hummel, H.; Pasetti, M., Dr., 10719 Berlin; Titz, G., Rechtsanwälte, 04103 Leipzig
DE-Aktenzeichen 69002706
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 05.06.1990
EP-Aktenzeichen 903061224
EP-Offenlegungsdatum 02.01.1991
EP date of grant 11.08.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.03.1994
IPC-Hauptklasse B43L 13/02
IPC-Nebenklasse G01D 9/30   G01D 15/16   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft computergesteuerte Plotter, oder Zeichengeräte, die mehrere Stifte verwenden, welche in einem drehbaren revolverkopfartigen Aufbau untergebracht sind, und insbesondere eine Vorrichtung, welche die verbrauchten Zeichenstifte automatisch austauschen kann, ohne daß ein menschliches Eingreifen notwendig wäre.

Mit dem Aufkommen billiger Mikroprozessoren wurden Stiftplotter hoher Geschwindigkeit und Auflösung immer anspruchsvoller. Solche Stiftplotter, die normalerweise durch Befehle von einem externen Computer angesteuert werden, umfassen eine Vorrichtung zum Halten von Papier oder anderen Tinte empfangenden Medien, einen Mechanismus zum vorwärts und rückwärts Bewegen des Papiers oder der anderen Tinte empfangenden Medien während des Zeichnens, einen Schlitten, oder Wagen, der während des Zeichenbetriebes einen Stift hält, einen Mechanismus zum Bewegen des Schlittens senkrecht zur Bewegung des Papieres während des Zeichnens, einen Stiftrevolverkopf oder -aufbau zum Aufbewahren mehrerer Stifte, die beim Zeichnen verwendet werden, und einen Mechanismus zum Drehen des Aufbaus.

Die Verwendung des Stiftaufbaus erlaubt den Gebrauch mehrerer Stifte für verschiedene Farben, verschiedene Stiftspitzenbreiten und dgl., um eine Vielfalt von Stiftzeichnungen vorzusehen. Der Mikroprozessor erlaubt der Bedienungsperson, die Reihenfolge der Stifte, die für die Zeichnung verwendet werden sollen, auszuwählen und steuert dann den Motor des Stiftaufbaus zu geeigneten Zeitpunkten an, um den Aufbau zu drehen, wenn ein bestimmter Stift von diesem gewählt werden soll.

Die US-A-4,417,258 von Tribolet et al., veröffentlicht am 22. November 1983, beschreibt eine bidirektionale Stiftwechselvorrichtung , bei der ein Stiftwagen mit Greifklauen einen Stift, der zum Zeichnen verwendet werden soll, von einem Stiftstall mit zusammenwirkenden Greifern ergreift und den Stift nach Gebrauch in seinen Stall zurückbringt. Mehrere Stiftställe können an jedem Ende der Schieberstange für den Stiftwagen angeordnet sein, und die Stiftställe können senkrecht zum Stiftwagen verschoben werden, um wahlweise mit dem Stiftwagen in Eingriff zu kommen.

Die US-A-4,573,129 von Tribolet et al., veröffentlicht am 25. Febraur 1986, beschreibt, wie die Anwesenheit oder Abwesenheit von Zeichenstiften bei Verwendung zusammenwirkender Greifer ermittelt werden kann, sowie eine Initialisierungsroutine, die immer dann abläuft, wenn der Plotter eingeschaltet wird. Diese Technik funktioniert ohne den Einsatz mechanischer Schalter oder optischer Sensoren.

Die US-A-4,716,420 von Glassett, veröffentlicht am 29. Dezember 1987, beschreibt eine typische Anordnung nach dem Stand der Technik, bei dem ein drehbarer "Revolverkopf" dem Stiftwagen eine Vielfalt von Stiften liefert. Dieses Patent beschreibt auch, wie der Revolverkopf gedreht werden kann, ohne daß ein Motor nur für diesen Zweck notwendig wäre.

Die US-A-4,533,924 von Takahashi, veröffentlicht am 6. Augsut 1985, beschreibt eine Plotterstiftanordnung, bei der ein Sortiment Teil des Stiftwagens ist und sich mit diesem bewegt.

Diese Plotter nach dem Stand der Technik erfüllen ihre Zwecke gut, jeder von ihnen erfordert jedoch, daß eine menschliche Bedienungsperson anwesend ist, um verbrauchte Stifte durch frische, unverbrauchte Stifte zu ersetzen.

Erfindungsgemäß ist eine Anordnung von Stiftmagazinen, die jeweils mehrere frische Stifte der gleichen Art enthalten, an einem Ende der Schlittenanordnung eines Plotterstiftes vorgesehen, der einen revolverkopfartigen Aufbau mit Schlitzen zum Halten mehrerer Stifte unterschiedlicher Art verwendet. Ein Übergabeschlitten ist zwischen dem Magazin und dem Aufbau angeordnet. Dieser Übergabeschlitten entfernt verbrauchte Plotterstifte vom Aufbau und wirft sie weg. Danach entfernt der Übergabeschlitten einen frischen, unverbrauchten Stift von dem passenden Magazin, das so positioniert wurde, das es mit dem Übergabeschlitten in Eingriff kommt, und führt den Stift durch eine Gabel, die eine Kappe von der Stiftspitze abnimmt. Schließlich bringt der Übergabeschlitten den frischen Stift derselben Art in einen Schlitz im Aufbau ein, der von dem vorherigen verbrauchten Stift frei gemacht wurde.

Dieser Fortschritt gegenüber dem Stand der Technik erlaubt einen langandauernden unbeaufsichtigten Betrieb des Plotters, woraus sich erhebliche Kosteneinsparungen für den Benutzer ergeben.

In den Figuren zeigen:

Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf ein automatisches Plotterstiftaustauschsystem;

Fig. 2A bis 2K jeweils eine schematische Draufsicht der Vorrichtung, wobei schrittweise gezeigt ist, wie der Übergabeschlitten einen frischen Stift vom Ersatzstiftmagazin aufnimmt und ihn an den Aufbau übergibt, der dann gedreht wird, um den frischen Stift an den Plotterstiftschlitten zu übergeben;

Fig. 3 eine Vorderansicht eines Teiles des Systems von Fig. 1, wobei ein Sperrtor für verbrauchte Stifte und eine Gabel zum Entfernen der Kappe von einem frischen Stift in vergrößerten Maßstab gezeigt sind; und

Fig. 3A eine Draufsicht auf die Gabel zum Entfernen der Stiftkappen von Fig. 3.

In der gesamten vorliegenden Anmeldung wird Bezug genommen auf Greifklauen oder Finger, die zum Übergeben von Plotterstiften zusammenwirken. Solche Greifer sind aus dem Stand der Technik gut bekannt, und Beispiele solcher Greifer sind in der US-A-4,573,129 beschrieben, auf deren Offenbarung hierin Bezug genommen wird.

Fig. 1 zeigt einen Vorrichtung für den automatischen Austausch verbrauchter Plotterstifte P in einem Plotter, oder Zeichengerät 1. Ein revolverkopfartiger Stiftaufbau 2 herkömmlicher Bauart ist vorgesehen, wie allgemein in der US- A-4,716,420 gezeigt. Der Stiftaufbau 2 ist auf dem Rahmen des Plotters in der Nähe eines Endes einer Stiftschlitten- Schieberstange 22 montiert. Der Aufbau 2 ist um eine sich vertikal erstreckende Achse drehbar und wird von einem nicht gezeigten Motor gedreht.

Der Aufbau 2 hat mehrere Stiftschlitze 8, in denen normalerweise jeweils eine andere Art von Zeichenstiften P stecken, die verschiedene Farben und Spitzendicken aufweisen können. Jeder Stift P wird lösbar in einem Schlitz 8 in dem Stiftaufbau 2 von zwei gegenüberliegenden Greifelementen 12 gehalten, die in dem Schlitz 8 angebracht sind. Die Greifelemente 12 haben vorzugsweise einen stationären Finger 14 und einen schwenkbar angebrachten Finger 16, der gegen den stationären Finger 14, d.h. in die Stifthalteposition, gedrückt wird, und zwar durch eine den Greifelementen 12 eigene Fedrigkeit oder durch eine nicht gezeigte Vorspannfeder. Die Finger 16 haben ein freies Ende in Form eines abgeschnittenen Widerhakens 17, wie in Fig. 2D gezeigt.

Der Stiftwagen oder Stiftschlitten 20 ist auf einer Schieberstange 22 einer Schlittenanordnung montiert, um einen Zeichenstift P über die Zeichenoberfläche 24 zu tragen. Die Position des Stiftschlittens 20 wird von einem Positioniermotor 26 und einem Kopplungsriemen 28 gesteuert. Der Positioniermotor 26 wird wiederum von einer Zentraleinheit (CPU) angesteuert, wie bei herkömmlichen Systemen. Der Stiftschlitten 20 weist ein auf diesem montiertes Paar gegenüberliegender elatischer Greifklauen 30, 31 auf, die einen Stift P zum Zeichnen fest in Position halten und die Übergabe der Plotterstifte P zu und von dem Aufbau 2 erleichtern.

Eine geradlinige Anordnung 40 von Stiftmagazinen 42, welche jeweils unverbrauchte Stifte mit Kappen enthalten, ist auf einer Magazinschieberstange 44 für eine Bewegung in einer Richtung senkrecht zur Bewegung des Stiftschlittens 20 auf der Schieberstange 22 montiert. Die Position der Anordnung 40 kann von einem Positioniermotor 46 und einem Kopplungsriemen 48 oder einer anderen Positioniervorrichtung gesteuert werden, die keinen Teil der vorliegenden Erfindung bildet. Der Fachmann auf diesem Gebiet weiß, daß die Anordnung 40 von Stiftmagazinen keine geradlinig angeordnete Anordnung sein muß, sondern statt dessen radial in einem Stiftturm angeordnet sein kann, so lange das Stiftabgabeende jedes Magazins in der Anordnung auf geeignete Weise in eine Position gebracht werden kann, die in der Nähe des Übergabeschlittens liegt, um einen frischen Stift des richtigen Typs an diesen abzugeben. Der Positioniermotor 46 wird von einer Zentraleinheit (CPU) in zeitlicher Relation zur Notwendigkeit, unverbrauchte Stifte an den Plotter zu liefern, gesteuert.

Für jeden Stiftschlitz 8 im Stiftaufbau 2 gibt es vorzugsweise mindestens ein entsprechendes Stiftmagazin 42 in der Anordnung 40, wobei dann, wenn jeder Schlitz 8 eine andere Stiftart P enthält, Magazine verwendet werden können, die jeweils mehrere Stifte einer Art enthalten, um verbrauchte Stifte derselben Art in den Schlitzen des Aufbaus zu ersetzen. Jedes Stiftmagazin 42 hat ein Stiftabgabeende oder - abwurfende 43, das mit einem Paar Stiftgreifelemente oder Finger 50,51 ausgerüstet ist, ähnlich den Greiffingern 14,16 am Aufbau 20, welche einen unverbrauchten Ersatzstift zur Entnahme durch einen Übergabeschlitten 52 in Position halten. Eine Kompressionsfeder 54 oder ein anderes Druckmittel ist in jedem Stiftmagazin 42 vorgesehen, um den Vorrat an Stiften immer gegen die Greiffinger 50, 51 am Abgabeende 43 des Magazines 42 zu drücken. Die Feder 54 wird so gewählt, daß sie stark genug ist, um einer entgegengesetzten Kraft zu widerstehen, die von dem Übergabeschlitten 52 während einer Stiftübergabe ausgeübt wird.

Der Übergabeschlitten 52 ist auf einer Schieberstange 60 zur Bewegung zwischen der Magazinanordnung 40 und dem Stiftaufbau 2 angebracht. Eine Positioniervorrichtung in der Form eines Motors 62 und eines Antriebsriemens 64 bewegt den Übergabeschlitten 52 zwischen einer in Fig. 2A gezeigten Warteposition, einer in Fig. 2C gezeigten Aufnahmeposition für frische Stifte und einer in Fig. 2E gezeigten Position zur Abgabe eines frischen Stiftes und Aufnahme eines verbrauchten Stiftes. Der Übergabeschlitten 52 ist mit gegenüberliegenden Stiftgreifklauen 66, 68 ausgestattet. Die Klauen oder Greifer 66 sind so positioniert, daß dann, wenn der Übergabeschlitten 52 von seiner Warteposition (Fig. 2A) durch eine Zwischenposition (Fig. 2B) zu seiner Autnahmeposition für frische Stifte (Fig. C) bewegt wird, die Klaue 66 mit dem schwenkbar angebrachten Finger 51 am Abgabeende 43 des Stiftmagazins in Eingriff gebracht wird und diesen öffnet. Der schwenkbar angebrachte Greiffinger 51 ist normalerweise durch eine nicht gezeigte Feder in seine obere oder Stifthalteposition vorgespannt.

Wenn der Übergabeschlitten 52 von seiner Stiftaufnahmeposition in seine Position zur Aufnahme eines verbrauchten/Abgabe eines frischen Stiftes (Fig. 2E), in der Zeichnung nach rechts, bewegt wird, wird der Schlitten 52 in die unmittelbare Nähe des Aufbaus 2 gebracht. Wie in den Fig. 2D und 2E dargestellt, werden die Greifer 66 am Schlitten 52 von unten in Eingriff gebracht, um die Schlittengreifer durch ein Angreifen an mit der Unterseite des schwenkbar angebrachten Fingers 16 der Stiftgreifelemente 12 am Aufbau 2 zu öffnen. In jedem der mehreren Schlitze 8 des Aufbaus ist ein ähnlicher Satz von Stiftgreifelementen 12 angebracht.

Nachdem er einen frischen Stift aufgenommen hat, wird der Aufbau 2 (um ungefähr 180º, wie gezeigt) in die in Fig. 2G gestrichelt gezeichnete Position gedreht, um den Schlitz mit dem frischen Stift darin benachbart einem Ende des Weges der Stiftschlitten-Greifklauen 30, 31 zu positionieren, und den frischen Stift an den Stiftschlitten 20 zu übergeben oder einen verbrauchten Stift von diesem aufzunehmen. Hierzu weisen die Stiftschlitten-Greifklauen 30, 31 einen ähnlichen Aufbau wie die oben beschriebenen Greifklauen 66, 68 am Übergabeschlitten 52 auf.

Zwischen der Warteposition des Übergabeschlittens 52 von Fig. 2A und dem Stiftabgabeende 43 des Stiftmagazins ist ein Abgabetor 80 für verbrauchte Stifte angeordnet. Das Tor 80 weist ein gabelförmiges winkliges Bauglied auf, das für eine Schwenkbewegung um eine vertikale Achse 82 montiert ist. Das Tor 80 ist durch eine Feder vorgespannt, um das Tor in Richtung gegen den Uhrzeigersinn zu drücken, wie mit durchgezogenen Linien dargestellt, wobei ein Bein 84 des winkligen Tores normalerweise gegen einen Stopp-Pfosten 86 gedrückt wird, und ein Paar vertikal voneinander entfernter Stiftsperrbeine 88 (Fig. 3) des winkligen Baugliedes versperrt die Bewegungsbahn eines verbrauchten Stiftes im Übergabeschlitten 52, während es das Kippen des Stiftes und die Bewegung des Stiftes nach links über das Tor 80 hinaus verhindert. Eine fortgesetzte Bewegung des Übergabeschlittens 52 nach links, nach dem vorhergehenden Ergreifen eines verbrauchten Stiftes mit den Sperrbeinen 88 bewirkt das Auseinanderspreizen der Greifer 66, 68, so daß der verbrauchte Stift freigegeben wird und dann durch Schwerkraft in einen Behälter oder auf eine Aufnahmerutsche fallen kann. Das Tor 80 läßt sich leicht im Uhrzeigersinn verschwenken (wie in Fig. 1 gezeigt), wenn ein frischer Stift im Übergabeschlitten 52 mit den Sperrbeinen 88 in Eingriff kommt, ohne daß die Beine 88 den frischen Stift vom Übergabeschlitten 52 nehmen.

Jeder frische Stift in der Magazinanordnung 40 hat normalerweise eine entfernbare Schnappkappe, die die Stiftspitze vor Beschädigung schützt und Auslecken von Tinte oder Verdunstungsverluste verhindert. Zum Entfernen der Kappen C von den frischen Stiften weist jede Kappe einen ringförmigen Flansch F auf. Die Stiftkappenentfernungsvorrichtung umfaßt eine stationäre geneigte Gabel 90, die bei einer festen Position im Bewegungspfad des Übergabeschlittens 52 angebracht ist. Die Gabel 90 hat ein Paar voneinander entfernter Finger 92, wie in Fig. 3A gezeigt, die vertikal über einem Aufnahmebehälter R für Abfallkappen angeordnet ist. Wenn Stifte P mit Kappen von Übergabeschlitten 52 zur Bewegung nach rechts in Richtung zum Aufbau 2 gehalten werden, kommen die Flansche F der Kappen C mit der Unterseite der beabstandeten Finger 92 in Eingriff, welche die Kappen nach unten drücken, um die Kappen C von den frischen Stiften zu entfernen. Die entfernten Kappen fallen in einem Aufnahmebehälter R oder eine andere Entsorgungsvorrichtung.

Betrieb

Der Plotter 1 kann einen herkömmlichen optischen Sensor verwenden, um zu ermitteln, wann ein Zeichenstift P verbraucht ist. Wenn ermittelt wird, daß der aktuelle Stift verbraucht ist, sendet der Sensor ein Signal zur Zentraleinheit (CPU) des Plotters, der so programmiert ist, daß er das Anheben des Stiftes P von der Zeichenoberfläche 24 und einen vorübergehenden Halt für einen automatischen Stiftwechsel bewirkt. Der Stiftschlitten 20 wird dann durch den Betrieb des Motors 26 und des Riemens 28 in unmittelbarer Nähe des Stiftaufbaus 2 positioniert. Der Aufbau 2, der nicht gedreht wurde, seitdem der aktuelle Stift P zuletzt von diesem entnommen wurde, weist einen leeren Schlitz 8 auf, der sich bereits in der in Fig. 2G gestrichelt gezeichneten Position befindet, um den verbrauchten Stift P vom Stiftschlitten 20 anzunehmen. Der Stiftschlitten 20 wird in Richtung zum Aufbau 2 bewegt, bis der Stiftschlittengreifer 31 mit dem schwenkbar angebrachten Finger 16 am Aufbau in Eingriff kommt und dabei den Finger 16 des Aufbaus in die geöffnete Position bringt, so daß der verbrauchte Stift P zur Greifvorrichtung im leeren Schlitz 8 des Stiftaufbaus 2 übergeben werden kann.

Der Stiftaufbau 2 wird dann um ungefähr 180º gedreht, um den Stiftschlitz 8 mit dem verbrauchten Stift in die in Fig. 2G durchgezogenen gezeichnete Position zu bringen, um den verbrauchten Stift an den Übergabeschlitten 52 zu übergeben, der dann in seine Position zur Aufnahme verbrauchter/Abgabe frischer Stifte (Fig. 2E) gebracht wird, wobei der verbrauchte Stift an den Übergabeschlitten 52 übergeben wird, nachdem der bewegliche Greifer 66 am Übergabeschlitten 52 durch den schwenkbar angebrachten Finger 16 am Aufbau 2 geöffnet wurde. Gleichzeitig mit diesem Ablauf wird die Anordnung 40 der Ersatzstift-Magazine 42 durch den Motor 46 und den Riemen 48 längs der Schieberstange 44 derart positioniert, daß das Magazin 42, das Ersatzstifte der dem verbrauchten Stift P entsprechenden Art enthält, für den Eingriff mit dem Übergabeschlitten 52 ausgerichtet ist.

Daraufhin wird der Übergabeschlitten 52 (in der Zeichnung nach links) an seiner Warteposition (Fig. 2A) vorbei durch seine Zwischenposition (Fig. 2B) bewegt, bei der der verbrauchte Stift in ein Behältnis fallengelassen wird, während der bewegliche Greifer 66 des Übergabeschlittens von dem verbrauchten Stift aufgedrückt wird, wenn der verbrauchte Stift mit dem schwenkbar angebrachten Tor 80 in Eingriff kommt und bevor der Übergabeschlitten 52 vollständig seine Position zur Aufnahme frischer Stifte (Fig. 2C) erreicht, bei der ein Ersatzstift vom Magazin 42 an den Übergabeschlitten 52 übergeben wird.

Die Erfindung wurde mit Bezug auf einen Plotter 1 beschrieben, bei dem der Stiftaufbau 2 an einem stationären Teil des Plotters in der Nähe eines Endes einer Schieberstange 22 des Stiftschlittens 20 angebracht ist, man kann jedoch leicht erkennen, daß der Stiftaufbau 2 stattdessen auch am Stiftschlitten 20 zur Bewegung mit diesem angebracht sein kann.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung für den unbewachten Austausch eines verbrauchten Plotterstiftes in einer rechnergesteuerten Plotterstifteinrichtung mit einem beweglichen Plotterstiftschlitten, der eine Vorrichtung zum lösbaren Halten eines Plotterstiftes in einer Zeichenposition aufweist, mit

a) einem auf der Plotterstifteinrichtung montierbaren Stiftaufbau, der mehrere Stiftschlitze aufweist, um eine Vielzahl brauchbarer Zeichenstifte zu halten, wobei jeder der mehreren Stiftschlitze eine darin angebrachte Greifvorrichtung aufweist, um einen Stift zu halten, und wobei die Stiftgreifvorrichtung bei Drehung des Aufbaus zwischen einer ersten Stiftübergabeposition und einer zweiten Stiftübergabeposition bewegbar ist,

b) einer Vorrichtung zum Drehen des Aufbaus, um die Stiftschlitze und die Stiftgreifvorrichtungen darin zwischen der ersten und dem zweiten Position zu bewegen,

c) mehreren Stiftmagazinen, die jeweils mehrere frische Zeichenstifte halten können und an ihrem einen Ende eine Greifvorrichtung zum Halten eines frischen Stiftes in einer dritten Stiftübergabeposition und eine Vorrichtung zum Bewegen der frischen Stifte in den Magazinen in Richtung auf die dritte Stiftübergabeposition in die Stiftgreifvorrichtung hinein aufweisen,

d) einer Vorrichtung zum Bewegen der mehreren Stiftmagazine, um die Greifvorrichtung einer der Stiftmagazine wahlweise bei der dritten Stiftübergabeposition zu positionieren,

e) einem Stiftübergabeschlitten und einer Vorrichtung zum Bewegen des Stiftübergabeschlittens zwischen der zweiten Stiftübergabeposition zum Übergeben der Stifte zu und von dem Aufbau und der dritten Stiftübergabeposition zum Aufnehmen der frischen Stifte von einem der Stiftmagazine, wobei der Stiftübergabeschlitten eine Stiftgreifvorrichtung aufweist, und

f) ein zwischen dem Aufbau und den Magazinen angeordnetes Ausgabetor für verbrauchte Stifte, um einen verbrauchten Stift in dem Übergabeschlitten zu ergreifen und diesen verbrauchten Stift von dem Übergabeschlitten zu lösen, wenn sich der Übergabeschlitten in Richtung der Magazine bewegt, wobei die Stiftgreifvorrichtung auf dem Übergabeschlitten mit der Stiftgreifvorrichtung auf dem Aufbau in Eingriff bringbar ist, wenn sowohl der Aufbau als auch der Übergabeschlitten in der zweiten Stiftübergabeposition sind, um einen Stift zwischen diesen in einer der beiden Richtung zu übergeben, und mit der Stiftgreifvorrichtung an den Magazinen in Eingriff bringbar ist, wenn der Stiftschlitten in der dritten Stiftübergabe-Position ist, um einen Stift von dem Magazin zu dem Übergabeschlitten zu übergeben, und wobei die Stiftgreifvorrichtung an dem Aufbau mit der Vorrichtung auf dem Zeichenstiftschlitten in Eingriff bringbar ist, welche einen Stift lösbar in der Zeichenposition hält, wenn die Stiftgreifvorrichtung auf dem Aufbau in der ersten Stiftübergabeposition ist, um Stifte zwischen dem Aufbau und dem Zeichenstiftschlitten in beide Richtungen zu übergeben.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, mit ferner einer Vorrichtung bei der zweiten Stiftübergabeposition zum Greifen eines frischen, sich bewegenden Stiftes, um eine Kappe von dem frischen Stift abzunehmen, und einer Vorrichtung zum Annehmen der entfernten Stiftkappe, wobei die Vorrichtung zum Annehmen der entfernten Stiftkappe unter der Bewegungsbahn der Stifte angeordnet ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der die verbrauchten Stifte von dem Stifübergabeschlitten an der dritten Stiftübergabeposition abgegeben werden, wenn der frische Stift von der Greifvorrichtung entgegengenommen wird, wobei die verbrauchten Stifte durch Schwerkraft an eine Auffangvorrichtung abgegeben werden.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei die Anzahl der Stiftmagazine gleich der Anzahl der Stiftschlitze in dem Aufbau ist.

5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der die Vorrichtung zum Bewegen der frischen Stifte in den Magazinen in Richtung zur Greifvorrichtung ein Federelement aufweist.

6. Rechnergesteuertes Plotterstiftgerät in Kombination mit der Vorrichtung für den unbewachten Austausch eines verbrauchten Zeichenstiftes nach einem der Ansprüche 1 bis 4.







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