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Dokumentenidentifikation DE68908276T2 24.03.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0344938
Titel Vorrichtung zum Erfassen des Durchgangs von mehreren übereinanderliegenden Seiten entlang einer Zuführbahn.
Anmelder NCR International Inc., Dayton, Ohio, US
Erfinder Douglas, Leslie Milne, Dundee DD5 1LF Scotland, GB
Vertreter Kahler, K., Dipl.-Ing., 87719 Mindelheim; Käck, J., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., 86899 Landsberg; Fiener, J., Pat.-Anwälte, 87719 Mindelheim
DE-Aktenzeichen 68908276
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 12.05.1989
EP-Aktenzeichen 893048330
EP-Offenlegungsdatum 06.12.1989
EP date of grant 11.08.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.03.1994
IPC-Hauptklasse B65H 7/12
IPC-Nebenklasse G07D 1/00   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erfassen des Durchlaufs vielfach übereinanderliegender Blätter entlang eines Förderwegs. Die Erfindung findet beispielsweise bei einer Vorrichtung zum Erfassen des Durchlaufs übereinanderliegender Geldscheine in einem Bargeldausgabemechanismus einer automatisierten Zahlmaschine (ATM) Anwendung.

In einem Bargeldauszahlungsmechanismus ist es wichtig, ein einfaches und zuverlässiges Mittel bereitzustellen, das entdeckt, wenn ein Geldschein auf einem Förderweg von einer Geldversorgungseinrichtung zu einem Banknotenausgabeschlitz über einen anderen gelegt worden ist, da eine solche Überlagerung ein nicht wünschenswertes Ergebnis hervorrufen kann, wie beispielsweise die Auszahlung eines zu hohen Geldbetrages. Zur Vereinfachung werden zwei oder mehr Blätter oder Scheine, die gegenseitig überlagert sind, im folgenden als Mehrfachblatt oder Mehrfachnote bezeichnet.

Ein bekannter Vorrichtungstyp zum Erfassen des Durchlaufs von Mehrfachnoten entlang eines Förderwegs verwendet einen Notendicke-Abtastmechanismus, durch den Scheine bei Betrieb gefördert werden und der eine Meßwalze umfaßt. Durchläuft eine Mehrfachnote (oder ein Schein mit übermäßiger Dicke) den Abtastmechanismus, wird die Achse der Meßwalze um einen Wert verschoben, so daß eine Notenzurückweisungseinrichtung betätigt wird, durch deren Betätigung die Noten oder der Schein in einen Ausmusterungsbehälter umgeleitet werden. Ein bei bekannten Vorrichtungen dieser Art festgestelltes Problem besteht darin, daß eine solche Vorrichtung nicht zwischen Mehrfachnoten und einem einzigen Schein unterscheiden können, der eine lokal größere Dicke aufweist, die beispielsweise durch ein Eselsohr oder eine Falte im Schein oder durch Anhaften von Fremdbestandteilen, wie beispielsweise Klebeband hervorgerufen wird. Daraus ergibt sich, daß eine derartige Vorrichtung dazu neigt, eine übermäßig große Anzahl Geldscheine zurückzuweisen. Die Verwendung einer derartigen Vorrichtung in einem Bargeldausgabemechanismus einer ATM würde eine Steigerung der Wartungskosten nach sich ziehen, da sich durch die Zurückweisung einer übermäßig großen Anzahl von Banknoten die Zeitabstände verringern würden, in denen die Maschine wieder mit Banknoten aufgefüllt werden müßte.

Eine Vorrichtung, die das oben erwähnte Problem lösen soll, wird z. B. in der britischen Patentanmeldung Nr. 2 001 038 A beschrieben. Ein Dickensensor mit einem Paar Meßwalzen ist so angeordnet, daß er einen Abschnitt eines Geldscheins vermißt und unter Ansprechen auf die Scheindicke ein Digitalsignal erzeugt, beispielsweise ein Logik-1-Signal als Signal für eine Mehrfachnotendicke und ein Logik-0-Signal als Signal für eine Einzelnotendicke. Der Digitalausgang des Dickensensors wird an eine Integrationsschaltung angelegt, die diesen Ausgang über fast die gesamte Länge des vermessenen Abschnitts des Geldscheins integriert. Der Ausgang der Integrationsschaltung wird mit einem Referenzsignal verglichen um zu bestimmen, ob es sich bei der vermessenen Banknote um eine Mehrfachnote oder um eine Einzelnote handelt. Obwohl diese bekannte Vorrichtung in der Lage ist, zwischen einer Mehrfachnote und einer Einzelnote mit eventuell durch Schmutz oder Eselsohren lokal erhöhter Dicke zu unterscheiden, ist sie nicht in der Lage, die Anzahl der abgetasteten Banknoten jederzeit zu bestimmen. Die Vorrichtung ist beispielsweise nicht in der Lage, zwischen zwei übereinandergelegten Noten und drei übereinandergelegten Noten zu unterscheiden.

In der EP-A-0 335 561, veröffentlicht am 4. Oktober 1989, wird eine Vorrichtung zum Erfassen einer Mehrfachnote offenbart, wobei die Vorrichtung aufweist: Spannungserzeugungsmittel zur Erzeugung einer Ausgangsspannung, die linear zur Bewegung der Achse einer Walze mit beweglicher Achse bezüglich der Achse einer Walze mit starrer Achse variiert und vom Durchlauf einer Note zwischen den Walzen herbeigeführt wird, Schaltungsmittel zum Speichern einer den Mindestwert der Ausgangsspannung während eines Umlaufs der Walze mit starrer Achse darstellenden Referenzspannung, wenn kein Blatt zwischen den Walzen hindurchläuft, und eine Subtraktionsvorrichtung zum Subtrahieren der Referenzspannung von der Ausgangsspannung, wenn eine Einzel- oder Mehrfachnote zwischen den Walzen hindurchläuft, um einen die Dicke dieser Note darstellenden Differenzwert zu erzeugen. Dieses Dokument offenbart kein Mittel zur Bestimmung der Anzahl der Noten, die zwischen den Walzen hindurchlaufen.

In der DE-A-32 00 364 wird eine Vorrichtung zum Bestimmen der Dicke eines Blattes offenbart, das zwischen zwei Walzen hindurchläuft, wobei die Achse der einen Walze auf die Achse der anderen zu oder von ihr weg bewegbar ist. Zur Berechnung der Blattdicke benutzt die Vorrichtung eine elektronische Integrationsschaltung, die die Abweichung der beweglichen Walze während eines Zeitraums summiert, in dem zumindest eine der Walzen eine ganzzahlige Anzahl an Umdrehungen vollführt. Ein Nachteil dieser Vorrichtung ist, daß die von der Integrationsschaltung erzeugten Werte zeitabhängig sind und deshalb von möglichen Abweichungen in der Geschwindigkeit des die Walzen antreibenden Motors beeinflußt werden können. Auch befaßt sich dieses Dokument nur mit der Berechnung der Blattdicke und nicht damit, eine Bestimmung der Anzahl der Blätter vorzunehmen, die zwischen den Walzen hindurchlaufen.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Erfassen einer Mehrfachnote zu schaffen, welche Vorrichtung von einfacher Bauart ist und die tatsächliche Anzahl der Noten bestimmen kann, aus denen eine erfaßte Mehrfachnote besteht.

Gemäß der Erfindung wird eine Vorrichtung zum Erfassen des Durchlaufs übereinanderliegender Blätter entlang eines Förderweges geschaffen, umfassend erste und zweite zusammenwirkende Walzen, wobei die erste Walze eine feste Rotationsachse aufweist, Mittel zur Förderung von Blättern entlang des Förderweges zwischen den Walzen, Mittel zu einer derartigen Befestigung der zweiten Walze, daß ihre Achse bezüglich derjenigen der ersten Walze beweglich ist und sie gegenüber der ersten Walze vorgespannt wird, damit die zweite Walze unter Ansprechen auf ein zwischen der ersten und zweiten Walze hindurchlaufendes Einzel- oder Mehrfachblatt von der ersten Walze weg bewegbar ist, und Spannungserzeugungsmittel, die der zweiten Walze zugeordnet und derart angeordnet sind, daß sie eine Ausgangsspannung erzeugen, die linear zur Bewegung der Achse der zweiten Walze auf die Achse der ersten Walze zu oder von ihr weg variiert, gekennzeichnet durch eine Analog-zu- Digital-Wandlervorrichtung, an die die Ausgangsspannung angelegt wird, Impulserzeugervorrichtungen zum Erzeugen von Taktimpulsen in taktmäßiger Beziehung zum Umlauf der Walzen, und Datenverarbeitungsvorrichtungen, die an den Ausgang der Wandlervorrichtung und an den Ausgang der Impulserzeugervorrichtungen angeschlossen sind, wobei die Datenverarbeitungsvorrichtungen angeordnet sind, um folgende Schritte durchzuführen: (a) Aufnehmen des Wertes der Ausgangsspannung, wie er vom Ausgang der Wandlervorrichtung eine vorbestimmte Anzahl von Malen für eine vollständige Umdrehung oder für eine ganzzahlige Anzahl vollständiger Umdrehungen einer der Walzen dargestellt wird, wenn kein Blatt zwischen den Walzen hindurchläuft, (b) Speichern eines ersten digitalen Wertes, der die Summe der Werte der in Schritt (a) aufgenommenen Ausgangsspannung darstellt, (c) Aufnehmen des Wertes der Ausgangsspannung, wie sie vom Ausgang der Wandlervorrichtung die vorbestimmte Anzahl von Malen für eine vollständige Umdrehung oder für eine ganzzahlige Anzahl vollständiger Umdrehungen der einen Walze dargestellt wird, wenn ein Einzel- oder Mehrfachblatt zwischen den Walzen hindurchläuft, (d) Speichern eines zweiten digitalen Wertes, der die Summe der Werte der in Schritt (c) aufgenommenen Ausgangsspannung darstellt, und (e) Subtrahieren des ersten digitalen Wertes von dem zweiten digitalen Wert, um einen dritten digitalen Wert zu erzeugen, auf dessen Basis eine Bestimmung der Blattanzahl vorgenommen wird, die in Schritt (c) zwischen den Walzen hindurchgelaufen ist.

Es versteht sich, daß eine erf indungsgemäße Vorrichtung, die in der Lage ist, die Anzahl der Blätter zu bestimmen, aus denen sich ein erfaßtes Mehrfachblatt zusammensetzt, von Bedeutung ist, da sie es beispielsweise beim Einsatz in einem Bargeldausgabemechanismus ermöglicht, eine Mehrfachnote in der richtigen Notenanzahl zu zählen und dann an einen Kunden auszugeben.

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nun beispielhaft unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in denen:

Fig. 1 eine Vorderansicht eines in einer erfindungsgemäßen Mehrfachnoten-Erfassungsvorrichtung verwendeten Notenabtastmechanismus ist;

Fig. 2 eine Seitenansicht in teilweiser Schnittdarstellung des Notenabtastmechanismus gemäß Fig. 1 entlang der Linie 2-2 in Fig. 1 ist;

Fig. 3 eine schematische Teilansicht eines den Notenabtastmechanismus der Fig. 1 und 2 umfassenden Bargeldauszahlungsmechanismus ist;

Fig. 4 ein Schaltdiagramm von Einrichtungen zur Erzeugung einer Ausgangsspannung ist, die entsprechend der Dicke einer abgetasteten Note variiert; und

Fig. 5 ein Blockschaltdiagramm der Mehrfachnoten- Erfassungsvorrichtung und zugeordneter Teile des Bargeldauszahlungsmechanismus ist.

Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 umfaßt ein Notenabtastmechanismus 10 einer erfindungsgemäßen Mehrfachnoten- Erfassungsvorrichtung eine Stahlwalze 12 mit fester Rotationsachse und eine damit zusammenwirkende Stahlwalze 14 mit beweglicher Rotationsachse, wobei der Durchmesser der Walze 12 genau zweimal so groß wie derjenige der Walze 14 ist. Wie später erläutert werden wird, ist die Walze 14 in federnden Eingriff mit der Walze 12 gespannt, und Geldscheine 16 (siehe Fig. 3) werden im Betrieb zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchgeführt, wobei sich die Längenausdehnung jedes Scheins 16 parallel zur Achse der Walze 12 erstreckt.

Die Walze 12 ist auf einer Antriebswelle 18 befestigt, die sich zwischen einem Paar Seitenrahmenelementen 20 und 22 erstreckt und drehbar bezüglich dieser Elemente gelagert ist, und die Walze 14 ist drehbar auf einer starren Stange 24 befestigt, die sich parallel zur Antriebswelle 18 erstreckt, wenn kein Geldschein 16 zwischen den Walzen 12 und 14 vorhanden ist. Die Walze 14 wird im Betrieb aufgrund ihres federnden Eingriffs mit der Walze 12 oder eines zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchlaufenden Scheines in Drehbewegung versetzt. Das rechte Ende (unter Bezugnahme auf Fig. 1) der Stange 24 ist mittels einer Schraube 26 an einer schmalen Kunststoffplatte 28 befestigt, die im allgemeinen parallel zum Seitenrahmenelement 22 angeordnet ist. Die Enden der Platte 28 sind mittels Bolzen 30 an dem Element 22 befestigt, und die Platte 28 ist durch Abstandshalterelemente 32 von der Innenfläche des Elements 22 beabstandet.

Ein Verbindungselement 34 ist schwenkbar an einem Stehbolzen 36 montiert, der an der Innenfläche des Seitenrahmenelementes 20 befestigt ist. Das von der Platte 28 entfernte Ende der Stange 24 ist von dem Verbindungselement 34 abgestützt, wobei dieses Ende festsitzend durch eine kreisförmige Öffnung 38 gesteckt ist, die in dem Verbindungselement 34 über dem Bolzen 36 ausgebildet ist. Das Verbindungselement 34 ist mit einem sich vertikal erstreckenden Anker 40 eines linear variablen Differentialtransformators (LVDT) 42 durch einen Arm 44 verbunden, der einstückig mit dem Verbindungselement 34 ausgebildet ist und sich davon weg in einer im allgemeinen horizontalen Richtung erstreckt. Der LVDT 42 ist auf einer am Seitenrahmenelement 20 befestigten Klammer 46 montiert, und das freie Ende des Arms 44 ist mittels einer Feder 48 an einem an dem Element 20 befestigten Stehbolzen 50 befestigt, wobei die Feder 48 dazu dient, die aus dem Verbindungselement 34 und dem Arm 44 bestehende Baugruppe in Gegenuhrzeigerrichtung (unter Bezugnahme auf Fig. 2) um den Bolzen 36 zu beaufschlagen. Die Platte 28 weist eine gewisse Eigenflexibilität auf, und aufgrund dieser Flexibilität ist die Stange 24 in gewissem Grad um einen Punkt schwenkbar, der sich im wesentlichen im Mittelpunkt der Platte 28 befindet. Normalerweise wird die Walze 14 unter dem Druck der Feder 48 mit der Walze 12 in Eingriff gebracht. Laufen eine oder mehrere Banknoten zwischen den Walzen 12 und 14 hindurch, führt dies eine Schwenkbewegung der Stange 24 in eine solche Richtung herbei, daß das linke Ende (unter Bezugnahme auf Fig. 1) der Stange 24 von der Antriebswelle 18 weg bewegt wird. Diese Schwenkbewegung der Stange 24 führt eine Schwenkbewegung des Verbindungselementes 34 im Uhrzeigersinn (unter Bezugnahme auf Fig. 2) um den Bolzen 36 gegen die Spannung der Feder 48 herbei, und diese Bewegung des Verbindungselementes 34 wiederum führt eine Abwärtsbewegung des Ankers 40 des LVDT 42 mittels des Arms 44 herbei. Sobald die Banknote oder Banknoten den Klemmpunkt der Walzen 12 und 14 passiert haben, stellt die Feder 48 die Stange 24 wieder auf ihre Ausgangsposition zurück, in der die Walze 14 mit der Walze 12 in Eingriff ist und bewegt auch den Anker 40 über den Arm 44 in einer Aufwärtsrichtung zurück in die Ruhestellung. Es ist ersichtlich, daß es die Art der Führung des Ankers 40 in dem Gehäuse 51 des LVDT 42 erlaubt, die Winkelbewegung des Arms 44 über den geringen Grad der im Betrieb auftretenden Schwenkbewegung der Stange 24 in eine Auf- und Abbewegung des Ankers 40 zu übersetzen.

Die Bewegung der Banknoten in einer Aufwärtsrichtung zwischen den Walzen 12 und 14 wird mittels eines Paares zusammenwirkender Gummi-Andrückwalzen 52 und 53 herbeigeführt, die auf Wellen 54 montiert sind, wobei sich die Wellen 54 zwischen den Seitenrahmenelementen 20 und 22 erstrecken und diesbezüglich drehbar befestigt sind. Die Andrückwalzen 52 und 53 und die Antriebswelle 18 für die Walze 12 werden über Übertragungsmittel (nicht gezeigt) von einem Elektromotor 56 (Fig. 5) angetrieben. Wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, sind die Andrückwalzen 52 unter den Walzen 12 und 14 angebracht, und die Andrückwalzen 53 sind über den Walzen 12 und 14 angebracht.

Eine Taktscheibe 58 ist am Ende der Antriebswelle 18 befestigt und ragt über das Seitenrahmenelement 22 hinaus, und die Scheibe 58 trägt eine Reihe von 90 sich radial erstreckenden, um die Achse der Welle 18 gleichmäßig beabstandeten Schwarzzonen (nicht gezeigt), wobei jedes aufeinanderfolgende Paar von Schwarzzonen durch eine Hellzone getrennt wird, die dieselbe Winkelbreite wie die Schwarzzonen hat. Die Scheibe 58 wirkt mit einem optischen Sensor 60 zusammen, der auf dem Seitenrahmenelement 22 befestigt ist, und im Betrieb erzeugt der Sensor 60 unter Ansprechen auf das Abtasten der von der Scheibe 58 getragenen Zeichen eine Reihe von Taktimpulsen. Der Sensor 60 erzeugt einen Taktimpuls für jeden Übergang, den er zwischen Schwarz- und Hellzonen auf der Taktscheibe 58 abtastet, und daher wird vom Sensor 60 für jede vollständige Umdrehung der Walze 12 eine Reihe von 180 gleich beabstandeten Taktimpulsen erzeugt. Ein weiterer optischer Sensor 62, der angeordnet ist, um die Annäherung einer Banknote an den Klemmpunkt der Walzen 12 und 14 abzutasten, ist auf einer am Seitenrahmenelement 20 befestigten Klammer 64 montiert.

Es wird nun auf Fig. 3 Bezug genommen, in der sich der Notenabtastmechanismus 10 in einem Bargeldausgabemechanismus 66 einer ATM befindet. Der Bargeldausgabemechanismus 66 umfaßt eine Geldscheinkassette 68, die angeordnet ist, um einen Stapel Banknoten 16 desselben vorbestimmten Nennwertes zu enthalten, wobei entsprechend lange Ränder davon auf der Bodenfläche 69 der Kassette 68 ruhen. Der Kassette 68 ist ein Greifmechanismus 70 zugeordnet. Sollen im Verlauf eines Bargeldauszahlungsvorganges eine oder mehrere Banknoten 16 aus der Kassette 68 entnommen werden, wird der Greifmechanismus 70 in Uhrzeigerrichtung verschwenkt, um den unteren Abschnitt des ersten Scheines 16 in dem Stapel aus der Kassette 68 heraus und in eine Position zu ziehen, in der der vorlaufende Rand dieses Scheines zwischen der äußeren Krümmung der Greifwalzeneinrichtung 72 mit D-förmigem Querschnitt und dem äußeren Umfang der damit zusammenwirkenden Walzeneinrichtung 74 eingeklemmt wird. Der erste Schein wird von den Walzeneinrichtungen 72 und 74 aus der Kassette 68 herausgefördert und durch eine Walze 78 und Führungsmittel 80 entlang einem Förderpfad 76 geführt, bis der vorlaufende Rand des Scheines von den Andrückwalzen 52 erfaßt wird.

Jede aus der Kassette 68 herausgezogene Banknote 16 wird von den Andrückwalzen 52 dem Klemmpunkt der Walzen 12 und 14 zugeführt, und nach Passieren der Walzen 12 und 14 wird die Note 16 im Normalbetrieb von den Andrückwalzen 53 einem herkömmlichen Auffangrad 82 zugeführt, das so angeordnet ist, daß es sich im Betrieb fortwährend in Gegenuhrzeigerrichtung dreht. Das Auffangrad 82 umfaßt eine Vielzahl von Stapelplatten 84, die in paralleler Beziehung entlang der Auffangradachse 86 beabstandet sind und wobei jede Stapelplatte 84 eine Reihe gekrümmter Zinken 88 umfaßt. Dem Auffangrad 82 ist eine Abstreiferplatte 90 in kammartiger Ausführungsform zugeordnet, und die Zinken 88 jeder Stapelplatte 84 sind so angeordnet, daß sie zwischen angrenzenden Zähnen der Abstreiferplatte 90 hindurchgreifen. Im Betrieb gelangt jede Banknote 16, die durch die Andrückwalzen 53 dem Auffangrad 82 zugeführt wird, zwischen angrenzende Zinken 88 der Stapelplatten 84, wie in Fig. 3 gezeigt, wird teilweise um die Achse des Auffangrades 82 befördert, durch die Abstreiferplatte 90 von dem Auffangrad 82 abgestreift und gegen einen normalerweise ortsfesten Riemen 92 gestapelt, wobei ein langer Rand der Note 16 an der Abstreiferplatte 90 anliegt. Wenn ein Notenbündel 16' (oder auch nur ein einziger Schein), das als Antwort auf eine Bargeldabhebungsforderung an einen Benutzer der ATM ausgezahlt werden soll, auf dem Riemen 92 gestapelt ist, wird der Riemen 92 von einem separaten Motor (nicht gezeigt) angetrieben, um das Notenbündel 16' zu einem Bargeldausgabeschlitz hin zu transportieren (nicht gezeigt).

Ein auf einer Welle 96 befestigtes Ablenkgatter 94 ist über dem Notenabtastmechanismus 10 in Verbindung mit den Andrückwalzen 53 befestigt. Ein Ende eines Armes 98 ist an der Welle 96 befestigt, das andere Ende des Armes 98 schwenkbar an einen Anker 100 gekoppelt, der mit einer Magnetspule 102 verbunden ist. Wie später erläutert werden wird, ist die Magnetspule 102 angeordnet, um unter Ansprechen auf die Mehrfachnoten- Erfassungsvorrichtung erregt zu werden, wenn diese entdeckt, daß eine ungültige Note oder eine Mehrfachnote den Notenabtastmechanismus 10 passiert hat. Die Anordnung ist derart, daß bei nicht-erregtem Zustand der Magnetspule 102 das Ablenkgatter 94 in der in Fig. 3 mit durchgezogenen Linien dargestellten Position ist, weg vom Förderpfad 76 für Banknoten 16 von der Führungswalze 78 zum Auffangrad 82. Wird die Magnetspule 102 erregt, veranlaßt der Anker 100, daß das Ablenkgatter 94 über den Arm 98 und die Welle 96 im Uhrzeigersinn in die Position verschwenkt wird, die in Fig. 3 in Strichlinien dargestellt ist, wobei das Ablenkgatter 94 auf dem Förderpfad 76 positioniert ist. In dieser letztgenannten Position dient das Ablenkgatter 94 dazu, ungültige oder Mehrfachnoten zu Andrückwalzen 104 zu leiten, die die Noten einem Ausmusterungsbehälter 106 zuführen, in den hinein sie durch einen Schlitz 108 abgelegt werden.

Zusätzlich zu dem optischen Sensor 62, der angeordnet ist, um die Annäherung einer Banknote 16 an den Klemmpunkt der Walzen 12 und 14 abzutasten, umfaßt der Bargeldausgabemechnismus 66 auch einen optischen Sensor 110, der zur Abtastung angeordnet ist, wenn ein Geldschein 16 vom Greifmechanismus 70 und zugeordneten Walzeneinrichtungen 72 und 74 aus der Kassette 68 herausgezogen worden ist.

Es wird nun auf Fig. 4 Bezug genomIflen, in der der LVDT 42 an einen LVDT-Signal-Aufbereiter 112 angeschlossen ist, wie beispielsweise den von der Firma Mullard Limited, London, erhältlichen Typ NE 5521. Wie bekannt ist, umfaßt der Signal- Aufbereiter 112 eine integrierte Schaltung mit einem amplitudenstabilen Sinuswellen-Oszillator mit geringer Verzerrung und mit programmierbarer Frequenz für die Beaufschlagung der Primärspule des LVDT 42, einen Synchron- Demodulator zum Umwandeln der LVDT-Ausgangsamplitude und -phase zur Informationsgewinnung und einen Ausgangsverstärker zur Verstärkung und Filterung des demodulierten Signals. Ein Kondensator 114 und ein Widerstand 116 stellen die Modulationsfrequenz der Primärspule des LVDT 42 auf 14 KHz ein. Der Ausgang des Signal-Aufbereiters 112 erscheint auf einer Ausgangsleitung 118, und der Demodulatorausgang des Signal- Aufbereiters 112 ist über einen Tiefbandfilter mit Kondensatoren 120 und 122 und Widerständen 124 und 126, die wie in Fig. 4 gezeigt verbunden sind, an die Ausgangsleitung 118 angeschlossen, und der Verstärkungsgrad des Ausgangs des Signal- Aufbereiters 112 wird von Widerständen 128 und 130 festgelegt. In der beschriebenen Ausführung reicht die auf der Leitung 118 auftretende Ausgangsspannung von +5 Volt bis -5 Volt, wenn sich der Anker 40 von seiner höchsten in die niedrigste Stellung in den LVDT 42 bewegt.

Die Ausgangsleitung 118 des Signal-Aufbereiters 112 ist über einen Widerstand 134 an den Negativanschluß eines Differentialverstärkers 132 angeschlossen, und dieser Anschluß ist über einen Widerstand 136 an die Ausgangsleitung 138 des Verstärkers 132 angeschlossen. Der positive Anschluß des Verstärkers 132 ist über einen Widerstand 140 an Masse und über einen Widerstand 142 an eine Stromquelle mit +7,5 Volt angeschlossen. Der Differentialverstärker 132 dient dazu, die Ausgangsleistung von +5 Volt bis -5 Volt des Signal- Aufbereiters 112 in eine Schwingung von 0 bis +10 Volt auf der Leitung 138 umzuwandeln. Die Leitung 138 ist über einen Widerstände 140 und 142 umfassenden Spannungsteiler und einen einen Widerstand 144 umfassenden RC-Filter sowie einen Kondensator 146 an den positiven Anschluß eines Rechenverstärkers 148 angeschlossen, dessen negativer Anschluß an die Ausgangsleitung 150 des Verstärkers 148 angeschlossen ist. Der Spannungsteiler 140, 142 dient dazu, die Ausgangsschwingung des Verstärkers 132 auf einen Ausschlag von 0 bis +5 Volt zu begrenzen, und die Kombination des RC- Filters 144, 146 mit dem Rechenverstärker 148 dient als Tiefbandfilter, um die Auswirkung der niederfrequenten mechanischen Schwingungen des LVDT-Ankers 40 zu unterdrücken, die durch die Rückstellfeder 48 (Fig. 1 und 2) ausgelöst werden. Es ist daher ersichtlich, daß es sich bei dem auf der Leitung 150 auftretenden Signal um eine Gleichspannung zwischen 0 und +5 Volt handelt, die linear zur Bewegung des Ankers 40 in und aus dem LVDT 42 variiert und deshalb auch linear zur Winkelbewegung der Achse der Walze 14 zu und von der Achse der Walze 12 variiert (Fig. 1 bis 3).

Es wird nun ebenfalls auf Fig. 5 Bezug genommen, in der die Ausgangsleitung 150 an einen ersten Eingang eines Analog-zu- Digital-(A/D)-Wandlers 152 angeschlossen ist, der dazu dient, die auf der Leitung 150 auftretende Spannung in ein 8-Bit- Digitalwort umzuwandeln, dessen Bits auf den Ausgangsleitungen 154 des A/D-Wandlers 152 erscheinen. An den A/D-Wandler 152 ist eine Steuerleitung 156 angeschlossen, und der Betrieb des Wandlers 152 wird durch einen an die Leitung 156 angelegten Steuerimpuls UMWANDELN mit niedrigem Pegel gesteuert. Unter Ansprechen auf das Erscheinen des Impulses UMWANDELN auf der Leitung 156 findet eine Analog-zu-Digital-Umwandlung statt, wobei dieser Impuls eine Dauer von ca. 50 us aufweist. Die Ausgangsleitungen 154 sind an einen Mikroprozessor 158 angeschlossen, wie beispielsweise einen Mikroprozessor 8049, erhältlich von Intel Corporation, wobei der Mikroprozessor 158 auf eine später noch zu beschreibende Weise zur Verarbeitung der Informationen angeordnet ist, die auf den Leitungen 154 erscheinen.

Der Ausgang des Taktscheibensensors 60 ist über eine Leitung 160 mit dem Mikroprozessor 158 verbunden. Wie zuvor erwähnt, erzeugt der Sensor 60 für jede vollständige Umdrehung der Walze 12 eine Reihe von 180 Taktimpulsen. Im Betrieb empfängt der Mikroprozessor 158 über eine Leitung 162 Niedrigpegelsignale SAMPLE von einem weiteren Mikroprozessor 164. Vor Empfang eines Signals SAMPLE hat der Mikroprozessor 158 die Zahl 180 (d. h. die Anzahl der für eine Umdrehung der Walze 12 erzeugten Taktimpulse) auf einem internen Speicherplatz 166 gespeichert, und der Inhalt eines weiteren internen Speicherplatzes 168 wurde auf Null gesetzt. Unter Ansprechen auf den Erhalt eines Signals SAMPLE sendet der Mikroprozessor 158 über eine Leitung 170 einen Niedrigpegelimpuls BEST als Bestätigung an den Mikroprozessor 164. Nachdem der Mikroprozessor 158 das Signal SAMPLE erhalten hat, vermindert jeder über die Leitung 160 an den Mikroprozessor 158 angelegte Taktimpuls den Inhalt des Speicherplatzes 166 um Eins und veranlaßt, daß über die Leitung 156 ein Steuerimpuls UMWANDELN an den A/D-Wandler 152 angelegt wird. Jeder an den A/D-Wandler 152 angelegte Impuls UMWANDELN veranlaßt den A/D-Wandler 152, an den Mikroprozessor 158 eine 8-Bit-Digital-Zahl anzulegen, die den Spannungswert darstellt, der in dem Augenblick auf der Leitung 150 auftritt, in dem der Impuls UMWANDELN an den A/D- Wandler 152 angelegt wird, wobei diese Zahl zu der auf dem Speicherplatz 168 enthaltenen Zahl (die anfänglich Null ist) addiert wird. Wenn der Inhalt des Speicherplatzes 166 auf Null zurückgeführt ist, wird das Anlegen weiterer Steuerimpulse UMWANDELN an den A/D-Wandler 152 unterbunden, und zu diesem Zeitpunkt enthält der Speicherplatz 168 eine 16-Bit-Zahl, die die Summe von 180 Probenahmen des Ausgangs des A/D-Wandlers 152 darstellt, mit anderen Worten die Summe von 180 Probenahmen des Wertes der Spannung, die im Verlauf einer vollständigen Umdrehung der Walze 12 auf der Leitung 150 auftritt.

Der Mikroprozessor 164 kann auch ein Mikroprozessor 8049 sein, erhältlich von Intel Corporation. Zu Beginn eines Bargeldausgabevorgangs legt der Mikroprozessor 164 über die Leitung 162 ein Signal SAMPLE an den Mikroprozessor 158 an, bevor eine Banknote 16 den Klemmpunkt der Walzen 12 und 14 erreicht. Es ist ersichtlich, daß der Mikroprozessor 158 unter Ansprechen auf dieses Signal SAMPLE auf dem Speicherplatz 168 die Speicherung einer 16-Bit-Zahl veranlaßt, die die Summe von 180 Probenahmen des Spannungswertes auf der Leitung 150 im Verlauf einer vollständigen Umdrehung der Walze 12 darstellt, wenn keine Banknote 16 zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchläuft. Danach wird eine 8-Bit-Digital-Zahl, die die acht Hauptbits (Hauptbyte) der auf dem Speicherplatz 168 gespeicherten Zahl darstellt, über einen Nachrichtenbus 172 an den Mikroprozessor 164 angelegt und auf einem internen Speicherplatz 174 des Mikroprozessors 164 gespeichert. In diesem Stadium wird der Inhalt des Speicherplatzes 168 auf Null zurückgestellt, und die Zahl 180 wird auf dem Speicherplatz 166 gespeichert. Es versteht sich, daß die auf dem Speicherplatz 174 gespeicherte Zahl eine Zahl ist, die den durchschnittlichen Wert der Spannung darstellt, die im Verlauf einer vollständigen Umdrehung der Walze 12 auf der Leitung 150 auftritt, wenn keine Banknote 16 zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchläuft.

Unmittelbar vor Eintritt einer Einzel- oder Mehrfachbanknote in den Klemmpunkt der Walzen 12 und 14 legt der Mikroprozessor 164 ein weiteres Signal SAMPLE an den Mikroprozessor 158 an. Bei Erhalt dieses Signales SAMPLE veranlaßt der Mikroprozessor 158 auf dem Speicherplatz 168 die Speicherung einer 16-Bit-Zahl, die die Summe von 180 Probenahmen des Spannungswertes auf der Leitung 150 während einer vollständigen Umdrehung der Walze 12 darstellt, in deren Verlauf die Einzel- oder Mehrfachnote zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchläuft, wobei die Spannung einen erhöhten Wert in dem Zeitraum aufweist, in dem die Einzel- oder Mehrfachnote sich zwischen den Walzen 12 und 14 befindet. Anschließend wird eine die acht Hauptbits der auf dem Speicherplatz 168 gespeicherten Zahl darstellende 8-Bit- Digitalzahl über den Bus 172 an den Mikroprozessor 164 angelegt und auf einem internen Speicherplatz 176 des Mikroprozessors 164 gespeichert. Es versteht sich, daß die auf dem Speicherplatz 176 gespeicherte Zahl eine Zahl ist, die den Durchschnittswert der während einer vollständigen Umdrehung der Walze 12 auf der Leitung 150 auftretenden Spannung darstellt, wenn die letztgenannte Einzel- oder Mehrfachnote zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchläuft. Als nächstes subtrahiert der Mikroprozessor 164 die auf dem Speicherplatz 174 gespeicherte Zahl von der auf dem Speicherplatz 176 gespeicherten Zahl und speichert die Restsumme auf einem weiteren internen Speicherplatz 178 des Mikroprozessors 164.

Es versteht sich, daß bei Rotieren der beiden Walzen 12 und 14 ohne dazwischen hindurchlaufende Banknote die Spannungsausgangsleistung des Signal-Aufbereiters 112 und demzufolge die auf der Leitung 150 auftretende Spannung aufgrund verschiedener Faktoren leicht variiert, wie beispielsweise Lagerverschleiß und -toleranzen, Schmutz auf den Walzen 12 und 14 und Walzenexzentrizität. Auf eine derartige Spannungsabweichung wird im folgenden als Walzenstörfaktor Bezug genommen. Wie zuvor erwähnt, ist der Durchmesser der Walze 12 mit starrer Achse genau doppelt so groß wie derjenige der Walze 14, so daß während einer vollständigen Umdrehung der Walze 12 genau zwei Umdrehungen der kleineren Walze 14 stattfinden. Demzufolge wird der gesamte Walzenstörfaktor bei einem Umlauf der Walze 12 mit starrer Achse erzeugt, und diese Störung wiederholt sich im wesentlichen von einem Umlauf zum nächsten. Die auf dem Speicherplatz 174 gespeicherte Zahl ist ein den Walzenstörfaktor darstellender Referenzwert. Da die Spannung auf der Leitung 150 linear zur Bewegung der Achse der Walze 14 auf die Achse der Walze 12 zu oder von ihr weg variiert, erhält man durch Subtrahieren des auf dem Speicherplatz 174 gespeicherten Referenzwertes von der auf dem Referenzplatz 176 gespeicherten Zahl einen Wert (die auf dem Speicherplatz 178 gespeicherte Zahl), der proportional zur Querschnittsfläche der Einzel- oder Mehrfachnote ist, die zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchlief, als die auf dem Speicherplatz 176 gespeicherte Zahl erzeugt wurde, wobei der Walzenstörfaktor keine Auswirkung auf diesen letztgenannten Wert hat.

Es ist ersichtlich, daß für zwei Banknoten 16, die in gänzlich überlagerter Beziehung zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchlaufen, derselbe Differenzwert, d. h. der auf dem Speicherplatz 178 gespeicherte Wert, erhalten wird, wie wenn dieselben zwei Noten 16 in teilweise überlappender Beziehung zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchlaufen. Desgleichen erhält man für eine Einzelnote 16 denselben Ergebniswert wie für dieselbe Note 16 in längs gefaltetem Zustand.

Bei anderen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung könnten die auf den Speicherplätzen 174 und 176 gespeicherten Zahlen Zahlen sein, die den Durchschnittswert der auf der Leitung 150 auftretenden Spannung für eine Zeitspanne darstellen, die mehr als einem kompletten Umlauf der Walze 12 entspricht; desgleichen ist es nicht wesentlich, daß der Durchmesser der Walze 12 doppelt so groß wie derjenige der Walze 14 ist.

Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel hat die Walze 12 einen Umfang von 180 mm. Da bei einem vollständigen Umlauf der Walze 12 180 Taktimpulse erzeugt werden, ist ersichtlich, daß bei Durchlauf einer Einzel- oder Mehrfachnote zwischen den Walzen 12 und 14 Abtastungen der auf der Leitung 150 auftretenden Spannungswerte in Abständen von 1 mm längs der Notenbreite vorgenommen werden. Allgemein ist es vorzuziehen, derartige Abtastungen in Abständen von 2 mm oder weniger längs der Notenbreite vorzunehmen.

Der Betrieb der Mehrfachnoten-Erfassungsvorrichtung und der zugeordneten Teile des Bargeldausgabemechanismus 66 wird nun unter besonderer Bezugnahme auf Fig. 5 beschrieben. Dieser Betrieb wird von den Mikroprozessoren 158 und 164 gesteuert, wobei der Mikroprozessor 164 über einen 8-Bit-Bus 180 an den Haupt-ATM-Prozessor 182 angeschlossen ist. Fordert der Haupt- ATM-Prozessor 182 als Antwort auf eine Bargeldabhebungsforderung eines Benutzers der ATM von dem Bargeldausgabemechanismus 66 die Ausgabe einer bestimmten Anzahl von Banknoten aus der Geldscheinkassette 68 (Fig. 3), speichert der Mikroprozessor 164 diese Zahl auf einem internen Speicherplatz 184. Der Mikroprozessor 164 schaltet daraufhin den Motor 56 ein, indem er ein Steuersignal MOTAN auf einer Leitung 186 auf niedrig setzt. Es versteht sich, daß der Motor 56 den Betrieb der Antriebswelle 18f der Andrückwalzen 52, 53 und 104, der zusammenwirkenden Walzeneinrichtungen 72, 74, der Walze 78 und des Auffangrades 82 steuert.

Der Mikroprozessor 164 legt dann über die Leitung 162 einen Niedrigpegelimpuls SAMPLE an den Mikroprozessor 158 an, um den

Mikroprozessor 158 dazu zu veranlassen, auf die zuvor beschriebene Weise auf dem Speicherplatz 168 die Summe von 180 Probenahmen der Walze 12 zu speichern, wenn keine Banknote zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchläuft. Nach Erhalt des Niedrigpegelimpulses SAMPLE sendet der Mikroprozessor 158 über die Leitung 170 einen Niedrigpegelimpuls BEST an den Mikroprozessor 164, wobei der Impuls BEST dazu dient, den Mikroprozessor zur Beendigung des Impulses SAMPLE auf der Leitung 162 zu veranlassen, die für den nächsten von dem Mikroprozessor 158 durchzuführenden Probenahmevorgang bereit ist. Wie zuvor beschrieben wird ein durch die 8 Hauptbits der auf dem Speicherplatz 168 gespeicherten Zahl dargestellter Referenzwert auf dem Speicherplatz 174 des Mikroprozessors 164 gespeichert.

Sobald ein Referenzspannungswert auf dem Speicherplatz 174 gespeichert ist, wird die benötigte Anzahl Banknoten 16 vom Greifmechanismus 70 aufgenommen. Dieser Aufnahmevorgang wird vom Mikroprozessor 164 gestartet, der über eine Leitung 187 ein niedriges Signal AUFNEHMEN an den Greifmechanismus 70 anlegt, wodurch der Greifmechanismus 70 bei ordnungsgemäßem Betrieb dazu veranlaßt wird, der Geldscheinkassette 68 die benötigte Anzahl Banknoten 16 eine nach der anderen zu entnehmen. Jeder aufgenommene Schein (der eine Mehrfachnote sein kann, wenn der Greifmechanismus 70 nicht ordnungsgemäß arbeitet) wird vom Sensor 110 erfaßt, der über eine Leitung 188 ein Signal an den Mikroprozessor 164 sendet und dem Mikroprozessor 164 mitteilt, daß ein Schein aufgenommen wurde.

Die aufgenommene Banknote 16 wird von den zusammenwirkenden Walzeneinrichtungen 72, 74 (Fig. 3) entlang des Förderpfades 76 zu den Andrückwalzen 52 gefördert, und nach Passieren der Andrückwalzen 52 wird die vorauslaufende Kante des aufgenommenen Scheins 16 von dem Sensor 62 erfaßt, kurz bevor diese Kante in den Klemmpunkt der Walzen 12 und 14 eintritt. Daraufhin sendet der Sensor 62 über eine Leitung 190 ein Signal an den Mikroprozessor 164 und teilt dem Mikroprozessor 164 mit, daß eine Banknote 16 sich dem Notenabtastmechanismus 10 nähert.

Bei Erhalt dieses Signals legt der Mikroprozessor 164 über die Leitung 162 einen weiteren Niedrigpegelimpuls SAMPLE an den Mikroprozessor 158 an, um einen weiteren Probenahmevorgang bezüglich des Spannungswertes auf der Leitung 150 für einen vollständigen Umlauf der Walze 12 in Gang zu setzen. Kurz nach Beginn dieses Probenahmevorgangs tritt die vorauslaufende Kante der aufgenommenen Note 16 in den Klemmpunkt der Walzen 12 und l4 ein, und die hintere Kante dieser Note verläßt den Klemmpunkt vor Vollendung des eben erwähnten vollständigen Umlaufs der Walze 12. Im Laufe dieser Umdrehung der Walze 12 speichert der Mikroprozessor auf die zuvor beschriebene Weise auf dem Speicherplatz 168 die Summe von 180 Probenahmen des auf der Leitung 150 auftretenden Spannungswertes, wobei diese Spannung während der Zeitspanne von erhöhtem Wert ist, während der die aufgenommene Note zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchläuft, und danach werden die 8 Hauptbits der auf dem Speicherplatz 168 gespeicherten Zahl auf dem Speicherplatz 176 des Mikroprozessors 164 gespeichert. Als nächstes subtrahiert der Mikroprozessor 164 den auf dem Speicherplatz 174 gespeicherten Referenzwert von der soeben auf dem Speicherplatz 176 gespeicherten Zahl und speichert den Rest auf dem Speicherplatz 178. Der auf dem Speicherplatz 178 gespeicherte Differenzwert ist proportional zur Querschnittsfläche der aufgenommenen Einzel- oder Mehrfachnote, die im Laufe des letztgenannten, von dem Mikroprozessor 158 durchgeführten Probenahmevorgangs zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchlief. Es versteht sich, daß der Mikroprozessor 158 nach Erhalt des weiteren Niedrigpegelimpulses SAMPLE einen weiteren Niedrigpegelimpuls BEST zwecks Beendigung des Impulses SAMPLE an den Mikroprozessor 164 sendet.

Nach Speicherung des zu der gerade aufgenommenen Einzel- oder Mehrfachnote proportionalen Differenzwertes auf dem Speicherplatz 178 vergleicht der Mikroprozessor 164 diesen Wert mit dem Inhalt einer auf einem internen Speicherplatz 192 des Mikroprozessors 164 befindlichen Nachschlagtabelle, um nach Möglichkeit die Anzahl der Noten zu bestimmen, die aufgenommen worden und zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchgelaufen sind. Der Inhalt der Nachschlagtabelle auf dem Speicherplatz 192 weist drei gesonderte Wertbereiche auf, die jeweils 1, 2 und 3 Noten entsprechen. Fällt der auf dem Speicherplatz 178 gespeicherte Wert unter einen dieser Bereiche, dann wird die Anzahl der aufgenommenen Noten entsprechend dem betreffenden Bereich auf einem internen Speicherplatz 194 des Mikroprozessors 164 gespeichert. Es versteht sich, daß der Greifmechanismus 70 bei einem normalen Aufnahmevorgang der Geldscheinkassette 68 eine einzelne Banknote 16 entnimmt, um sie dem Auffangrad 82 (Fig. 3) zuzuführen.

Der Mikroprozessor 164 vergleicht daraufhin die auf dem Speicherplatz 194 gespeicherte Zahl (d. h. die Anzahl der aufgenommenen Noten) mit der auf dem Speicherplatz 184 gespeicherten Zahl (d. h. die Anzahl der benötigten Noten). Ist die Zahl auf Platz 194 größer als diejenige auf Platz 184, ist eine Mehrfachnote aufgenommen worden, die mehr Noten umfaßt als benötigt, und in diesem Fall sendet der Mikroprozessor 164 über eine Leitung 196 ein Signal ABLENKEN an die Ablenk- Magnetspule 102 und aktiviert dadurch die Magnetspule 102 zu veranlassen, daß das Ablenkgatter 94 aus seiner in Fig. 3 mit durchgezogener Linie dargestellten Normalstellung in die strichliert dargestellte Position verschwenkt wird. Demnach wird die aufgenommene Mehrfachnote infolge des Sendens des Signals ABLENKEN an die Ablenk-Magnetspule 102 in den Ausmusterungsbehälter 106 (Fig. 3) abgelenkt; danach werden die Speicherplätze 176, 178 und 194 gelöscht, und aufgrund des weiterhin auf der Leitung 187 befindlichen Niedrigpegelsignals AUFNEHMEN findet ein weiterer Aufnahmevorgang statt. Ist die Zahl auf dem Platz 194 niedriger als oder genauso groß wie diejenige auf Platz 184, dann darf die aufgenommene Einzel- oder Mehrfachnote weiter zum Auffangrad 82 laufen, um auf dem Riemen 92 (Fig. 3) gestapelt zu werden, und die Zahl auf Platz 194 wird von derjenigen auf Platz 184 subtrahiert, wobei das Ergebnis der Subtraktion auf den Platz 184 überschrieben wird. Der Platz 184 enthält nun die Anzahl von Banknoten, die ggfs. noch aus der Kassette 68 entnommen und auf dem Riemen 92 gestapelt werden müssen. Ist die nun auf Platz 184 befindliche Zahl Null, dann wird auf eine später zu beschreibende Weise der Betrieb des Greifmechanismus 70 beendet, der Mikroprozessor 164 wird zurückgestellt, und der Bargeldausgabevorgang ist abgeschlossen. Ist die auf Platz 184 enthaltene Zahl nicht Null, dann werden die Speicherplätze 176, 178 und 194 gelöscht und der Bargeldausgebetrieb wird mittels Durchführung eines oder mehrerer zusätzlicher Aufnahmevorgänge wie zuvor beschrieben bis zu dem Zeitpunkt weitergeführt, zu dem die auf dem Speicherplatz 184 enthaltene Zahl auf Null verringert worden ist. Im Verlauf des oder jedes zusätzlichen Aufnahmevorgangs führt der Mikroprozessor 158 einen Probenahmeablauf für einen vollständigen Umlauf der Walze 12 durch, während dem die aufgenommene Note zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchläuft, wobei neue Werte bei Beendigung des Probenahmevorgangs auf den Speicherplätzen 176 und 178 gespeichert werden.

Wenn die auf dem Speicherplatz 184 enthaltene Zahl auf Null zurückgeführt ist, beendet der Mikroprozessor 164 das Niedrigpegelsignal AUFNEHMEN auf der Leitung 187, um den Betrieb des Greifmechanismus 70 zu beenden. Das zu diesem Zeitpunkt auf dem Riemen 92 gestapelte Notenbündel 16' umfaßt die Gesamtanzahl Scheine (möglicherweise eine einzige Note), die an den Benutzer der ATM ausgegeben werden soll. Danach wird der Riemen 92 in Gang gesetzt, um das Notenbündel 16' zur Bargeldausgabestation (nicht gezeigt) zu befördern, wo es vom Benutzer der ATM entgegengenommen wird, und der Mikroprozessor 164 schaltet durch Beenden des Niedrigpegelsignals MOTAN den Motor 56 ab und stellt die Speicherplätze 174, 176, 178, 184 und 194 auf Null zurück. Es versteht sich, daß vom Mikroprozessor 164 zu Beginn jedes Bargeldausgabevorgangs ein Niedrigpegelimpuls SAMPLE auf der Leitung 162 erzeugt wird, was bewirkt, daß ein Referenzwert, wie zuvor beschrieben, auf dem Speicherplatz 174 gespeichert wird, bevor die erste Note 16 vom Greifmechanismus 70 aufgenommen wird.

Bevor ein Bargeldausgabevorgang stattfindet, wird die auf dem Speicherplatz 192 befindliche Nachschlagtabelle erstellt, indem eine Reihe von Einzelnoten, eine Reihe von Doppelnoten (d. h. zwei übereinandergelegte Noten) und eine Reihe von Dreifachnoten (d. h. drei übereinandergelegte Noten) durch den Notenabtastmechanismus 10 geführt und die verschiedenen Differenzwerte, die die Querschnittsflächen der Einzel- oder Mehrfachnoten darstellen, aufgezeichnet werden, wobei die Differenzwerte auf die zuvor beschriebene Weise erhalten werden. Bei einem typischen Beispiel der Nachschlagtabelle liegt der Wertbereich für eine einzelne, zwischen den Walzen 12 und 14 hindurchlaufende Note zwischen 18 hex und 26 hex, der Wertbereich für eine Doppelnote liegt zwischen 38 hex und 46 hex, und der Wertbereich für eine Dreifachnote liegt zwischen 58 hex und 66 hex. Liegt im Verlauf eines Aufnahmevorgangs der auf dem Speicherplatz 178 gespeicherte Differenzwert zwischen den Bereichen oder außerhalb der Bereiche, aus denen sich die Nachschlagtabelle zusammensetzt, z. B. ein Wert zwischen 26 hex und 38 hex, ist dieser Wert ungültig, und der Mikroprozessor 164 sendet über die Leitung 196 ein Signal ABLENKEN an die Ablenk-Magnetspule 102 um zu veranlassen, daß die aufgenommene Einzel- oder Mehrfachnote, die zu diesem ungültigen Wert Anlaß gab, in den Ausmusterungsbehälter 106 abgelenkt wird. Eine aufgenommene Note könnte einen ungültigen Wert bewirken, wenn die Note beispielsweise zerrissen ist oder Teile der Note mittels Klebeband zusammengefügt sind. Die Nachschlagtabelle könnte auf einen Wertbereich erweitert werden, der vier übereinandergelegten Noten entspricht und eventuell sogar auf einen Wertbereich, der fünf übereinandergelegten Noten entspricht. Es ist jedoch äußerst unwahrscheinlich, daß so viele Scheine wie vier oder fünf bei einem einzigen Aufnahmevorgang aufgenommen werden. Desgleichen könnte die Nachschlagtabelle nur zwei Bereiche umfassen, die einer bzw. zwei Noten entsprechen würden.

Es versteht sich, daß die oben beschriebene Mehrfachnoten- Erfassungsvorrichtung in der Lage ist, übereinanderliegende Doppel- und Dreifachnoten, deren Gesamtbreite größer ist als die einer Einzelnote, zu zählen und an das Auffangrad 82 weiterzuleiten, vorausgesetzt daß eine solche Gesamtbreite nicht größer ist als der Umfang der Walze 12 mit starrer Achse minus der Entfernung vom Sensor 62 zum Klemmpunkt der Walzen 12 und 14. Bei der vorliegenden Ausführungsform werden übereinanderliegende Doppel- oder Dreifachnoten als ungültig behandelt, wenn der Sensor 62 abtastet, daß die Gesamtbreite der Noten größer ist als der Umfang der Walze 12 minus der Entfernung vom Sensor 62 zum Klemmpunkt der Walzen 12 und 14, und in diesem Fall sendet der Mikroprozessor 164 ein Signal ABLENKEN an die Ablenk-Magnetspule 102, damit die übereinanderliegenden Noten in den Ausmusterungsbehälter 106 abgelenkt werden.

Die oben beschriebene Mehrfachnoten-Erfassungsvorrichtung hat den Vorteil, daß der Walzenstörfaktor durch die Verwendung des am Anfang jedes Bargeldausgabevorgangs erzeugten Referenzwertes automatisch kompensiert wird. Diese Anordnung erlaubt es auch, die Walzen 12 und 14 und die entsprechenden Lager mit geringerer Toleranz zu produzieren, wodurch eine Verminderung der Herstellungskosten erreicht wird. Auch kann dadurch, daß aufgenommene Doppel- und Dreifachnoten genau gelesen und bei einem Bargeldausgabevorgang verwendet werden können (vorausgesetzt, die erzeugten abgetasteten Noten- Querschnittswerte fallen in den entsprechenden Bereich in der Nachschlagtabelle auf dem Speicherplatz 192), die Zeitspanne zwischen zwei Auffüllvorgängen der Geldscheinkassette 68 verlängert und dadurch die Ausfallzeit der ATM, ein Teil derer der Bargeldausgabemechanismus 66 ist, verkürzt werden. Da des weiteren die Querschnittsfläche des Teils einer aufgenommenen, den Klemmpunkt der Walzen 12 und 14 passierenden Einzel- oder Mehrfachnote eher als die Dicke der Note bestimmt wird, kann eine gefaltete Einzelnote genau als eine Note erfaßt werden, und übereinanderliegende Doppel- oder Dreifachnoten können genau als zwei bzw. drei Noten erfaßt werden < vorausgesetzt, ihre Gesamtbreite übersteigt einen gewissen Grenzwert nicht), und dadurch wird die Anzahl unnötig ausgemusterter Noten noch weiter reduziert. Noch ein Vorteil der oben beschriebenen Mehrfachnoten-Erfassungsvorrichtung ist, daß durch die Verwendung voneinander beabstandeter Bereiche für als gültig abgetastete Notenintegrationswerte in der Nachschlagtabelle auf dem Speicherplatz 192 zerrissene Geldscheine zurückgewiesen werden können, während das Risiko weitgehend ausgeräumt wird, daß eine aufgenommene Doppelnote als eine einzige Note ausgegeben wird.

Ein weiterer Vorteil der Mehrfachnoten-Erfassungsvorrichtung besteht darin, daß mögliche Schwankungen in der Geschwindigkeit des Motors 56, der die Walze 12 und die Taktscheibe 58 antreibt, ihren Betrieb nicht beeinträchtigen. Demzufolge erzeugt der Taktscheibensensor 60 alle 2 Grad der Umdrehung der Walze 12 und der Taktscheibe 58 einen Impuls, unabhängig von der Geschwindigkeit, mit der sich die Walze 12 und die Scheibe 58 drehen. Demgegenüber wären diese Werte bei Verwendung eines elektronischen Integrators anstelle des Mikroprozessors 158 zur Erzeugung der auf den Speicherplätzen 174 und 176 gespeicherten Werte abhängig von der Zeit, die die Walze 12 zur Vollendung eines kompletten Umlaufs benötigt.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Erfassen des Durchlaufs übereinanderliegender Blätter entlang eines Förderweges, umfassend erste und zweite zusammenwirkende Walzen (12, 14), wobei die erste Walze (12) eine feste Rotationsachse aufweist, Mittel (52, 53) zur Förderung von Blättern entlang des Förderweges zwischen den Walzen, Mittel (24, 28, 48) zu einer derartigen Befestigung der zweiten Walze (14), daß ihre Achse bezüglich derjenigen der ersten Walze beweglich ist und sie gegenüber der ersten Walze vorgespannt wird, damit die zweite Walze unter Ansprechen auf ein zwischen der ersten und zweiten Walze hindurchlaufendes Einzel- oder Mehrfachblatt von der ersten Walze weg bewegbar ist, und Spannungserzeugungsmittel (42, 112), die der zweiten Walze (14) zugeordnet und derart angeordnet sind, daß sie eine Ausgangsspannung erzeugen, die linear zur Bewegung der Achse der zweiten Walze (14) auf die Achse der ersten Walze (12) hin oder von ihr weg variiert, gekennzeichnet durch eine Analog-zu-Digital- Wandlervorrichtung (152), an die die Ausgangsspannung angelegt wird, Impulserzeugervorrichtungen (58, 60) zum Erzeugen von Taktimpulsen in taktmäßiger Beziehung zum Umlauf der Walzen (12, 14), und

Datenverarbeitungsvorrichtungen (158, 164), die an den Ausgang der Wandlervorrichtung und an den Ausgang der Impulserzeugervorrichtungen angeschlossen sind, wobei die Datenverarbeitungsvorrichtungen angeordnet sind, um folgende Schritte durchzuführen: (a) Aufnehmen des Wertes der Ausgangsspannung, wie er vom Ausgang der Wandlervorrichtung (152) eine vorbestimmte Anzahl von Malen für eine vollständige Umdrehung oder für eine ganzzahlige Anzahl vollständiger Umdrehungen einer der Walzen dargestellt wird, wenn kein Blatt zwischen den Walzen hindurchläuft, (b) Speichern eines ersten digitalen Wertes, der die Summe der Werte der in Schritt (a) aufgenommenen Ausgangsspannung darstellt, (c) Aufnehmen des Wertes der Ausgangsspannung, wie sie vom Ausgang der Wandlervorrichtung die vorbestimmte Anzahl von Malen für eine vollständige Umdrehung oder für eine ganzzahlige Anzahl vollständiger Umdrehungen der einen Walze dargestellt wird, wenn ein Einzel- oder Mehrfachblatt zwischen den Walzen hindurchläuft, (d) Speichern eines zweiten digitalen Wertes, der die Summe der Werte der in Schritt (c) aufgenommenen Ausgangsspannung darstellt, und (e) Subtrahieren des ersten digitalen Wertes von dem zweiten digitalen Wert, um einen dritten digitalen Wert zu erzeugen, auf dessen Basis eine Bestimmung der Blattanzahl vorgenommen wird, die in Schritt (c) zwischen den Walzen hindurchgelaufen ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der einen Walze (12) gleich dem Durchmesser der anderen Walze (14) oder ein Vielfaches davon ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungsvorrichtungen (158, 164) in den beiden Schritten (a) und (c) derart angeordnet sind, daß sie den Wert der Ausgangsspannung in gleichen Rotationswinkelintervallen von der einen Walze (12) aufnehmen.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in Schritt (c) die Datenverarbeitungsvorrichtungen (158, 164) während des Durchlaufes des Einzel- oder Mehrfachblattes zwischen den Walzen so angeordnet sind, daß sie den Wert der Ausgangsspannung in Abständen von nicht mehr als 2 mm entlang der Abmessung des Einzel- oder Mehrfachblattes parallel zum Förderweg (76) aufnehmen.

5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulserzeugervorrichtungen ein drehbares Taktgeberelement (58) aufweisen, das so angeordnet ist, daß es sich synchron zu der einen Walze (12) dreht und in zusammenwirkender Beziehung zu Sensorvorrichtungen (60) steht, die angeordnet sind, um unter Ansprechen auf die Rotation des Taktgeberelementes eine Reihe von Taktimpulsen zu erzeugen und diese Taktimpulse an die Datenverarbeitungsvorrichtungen (158, 164) anzulegen, und daß die Datenverarbeitungsvorrichtungen in den beiden Schritten (a) und (c) derart angeordnet sind, daß sie den Wert der Ausgangsspannung unter Ansprechen auf jeden während des jeweiligen Schrittes empfangenen Taktimpuls aufnehmen.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, daß die

Datenverarbeitungsvorrichtungen (158, 164) derart angeordnet sind, daß sie den dritten Wert mit einer Vielzahl gesonderter Wertbereiche vergleichen, die in einer Nachschlagtabelle (192) enthalten sind und jeweils verschiedenen Blattanzahlen entsprechen, wobei jeder Bereich von dem oder jedem anderen Bereich beabstandet ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungsvorrichtungen (158, 164) derart angeordnet sind, daß sie für den Fall, daß sich herausstellt, daß der dritte Wert nicht innerhalb eines dieser Bereiche liegt, ein Signal erzeugen, das anzeigt, daß das betreffende Einzel- oder Mehrfachblatt ungültig ist, wobei das Signal dazu dient, die Ablenkung des ungültigen Blattes in einen Behälter (106) für zurückgewiesene Blätter zu veranlassen.

8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der ersten Walze (12) doppelt so groß wie derjenige der zweiten Walze (14) ist.

9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Walze (14) drehbar auf einer im wesentlichen an einem Ende in Position gehaltenen, schwenkbar befestigten Stange (24) befestigt ist und ein von diesem einen Ende entfernter Endabschnitt der Stange mit einem Verbindungselement (34) verbunden ist, das schwenkbar an einer Tragkonstruktion (20) montiert ist und an die Spannungserzeugungsmittel (42) gekoppelt ist, wobei der Durchlauf eines Einzel- oder Mehrfachblattes zwischen der ersten und zweiten Walze das Verbindungselement zu einer Schwenkbewegung veranlaßt, die eine Abweichung in der Ausgangsspannung der Spannungserzeugungsmittel verursacht.

10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (34) mit einem Anker (40) eines linear variablen Differentialtransformators (42) verbunden ist, der ein Teil der Spannungserzeugungsmittel ist und die Schwenkbewegung des Verbindungselementes im Betrieb den Anker in Bewegung versetzt, so daß eine Änderung der Ausgangsspannung der Spannungserzeugungsmittel verursacht wird.

11. Bargeldausgabemechanismus zur Ausgabe von Banknoten, dadurch gekennzeichnet, daß der Mechanismus eine Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche zum Erfassen des Durchlaufs übereinanderliegender Banknoten entlang eines Förderweges aufweist, wobei der Mechanismus angeordnet ist, um im Laufe eines Bargeldausgabevorgangs eine Vielzahl von Aufnahmefunktionen durchzuführen, wobei jeder Aufnahmevorgang die Aufnahme einer Einzel- oder Mehrfachnote aus einem Banknotenbehälter (68) beinhaltet und den Durchlauf der aufgenommenen Einzel- oder Mehrfachnote zwischen den Walzen (12, 14) veranlaßt, und die Verarbeitungsvorrichtungen (158, 164) derart angeordnet sind, daß sie im Laufe des Bargeldausgabevorgangs den ersten digitalen Wert speichern, bevor eine aufgenommene Banknote die Walzen erreicht, und derart angeordnet sind, daß sie den zweiten und dritten digitalen Wert für jede Einzel- oder Mehrfachnote erzeugen und speichern, die im Laufe des Bargeldausgabevorgangs zwischen den Walzen hindurchläuft, wobei der erste digitale Wert für jeden dritten Wert unverändert bleibt, der erzeugt und gespeichert wird.







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