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Dokumentenidentifikation DE3806338C2 07.04.1994
Titel Spendebehälter zur getrennten Aufbewahrung und wahlweisen Abgabe zweier fließfähiger Materialien
Anmelder Dart Industries Inc., Deerfield, Ill., US
Erfinder Ciaccio, Richard J., Wrentham, Mass., US
Vertreter Schmied-Kowarzik, V., Dr., 8000 München; Dannenberg, G., Dipl.-Ing., 60313 Frankfurt; Weinhold, P., Dipl.-Chem. Dr., 80803 München; Gudel, D., Dr.phil.; Schubert, S., Dipl.-Ing., 60313 Frankfurt; Barz, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 80803 München
DE-Anmeldedatum 27.02.1988
DE-Aktenzeichen 3806338
Offenlegungstag 05.01.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.04.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.04.1994
IPC-Hauptklasse B65D 83/06
IPC-Nebenklasse A47G 19/24   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Spendebehälter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zur getrennten Aufbewahrung und wahlweisen Abgabe zweier fließfähiger Materialien.

Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art, beispielsweise bei Salz- und Pfefferstreuern, werden meist getrennte Behälter mit jeweils eigenem Deckel verwendet. Es wurden auch Doppelkammer-Spender für unterschiedliche Materialien konstruiert, wobei jedoch jede Kammer mit einem eigenen Verschluß versehen ist.

Ein Spendebehälter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist bekannt aus der AT-PS 3 68 468. Bei dieser bekannten Ausführung ist der durch eine Trennwand in zwei Kammern geteilte Behälter mit einem stöpselartig in die obere Behälteröffnung einsetzbaren Verschlußteil versehen. Dieses Verschlußteil ist durch einen beim Einsetzen die Trennwand ergänzenden Trennwandteil als zweiteiliges Streueroberteil ausgebildet, mit jeweils den beiden Behälterkammern zugeordneten, oben offenen Bereichen, deren jedem ein am Verschlußteil schwenkbar angelenkter Deckel zugeordnet ist. Weil durch Betätigen eines Deckels jeweils die volle Öffnung einer Behälterkammer freigegeben wird, handelt es sich nicht um einen Streuer im eigentlichen Sinne, denn es fehlen Streuöffnungen für eine fein dosierte Abgabe von fließfähigem Material.

Weiter bekannt ist aus der US-PS 3 587 944 ein Spendebehälter, dessen Verschlußteil zwar Öffnungen für eine fein dosierte Abgabe aufweist, jedoch nur für einen Einzelbehälter. Dieser Behälter weist zwei in der Schließlage übereinander angeordnete Deckel auf, von denen der untere Streuöffnungen und der obere diese verschließende Vorsprünge zeigt. Es ist jedoch nicht ersichtlich, wie ein mehr als eine Kammer aufweisender Behälter nach diesem Vorbild anders ausgeführt werden könnte, als durch einfache Verdoppelung, also Zusammenfassung zweier solcher Behälter mit ihren Verschlußteilen, nebeneinander.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spendebehälter nach Art des in der AT-PS beschriebenen mit einem derart ausgebildeten Verschlußbauteil zu versehen, daß ein fein dosiertes Streuen wahlweise aus jeder Kammer möglich ist und dabei die äußere Kontur des Verschlußbauteils in der Schließlage eine dem Behälter angepaßte glatte Oberfläche bildet.

Diese Aufgabe wird durch eine Ausbildung des Spendebehälters gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Die Erfindung ist nachstehend in einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht des erfindungsgemäßen Spenders, und zwar vollständig geöffnet, so, wie er gegossen wurde, mit einem des besseren Verständnisses wegen weggebrochenen Abschnitt,

Fig. 2 eine schaubildliche Ansicht des teilweise geschlossenen Spenders,

Fig. 3 eine schaubildliche Ansicht des vollständig geschlossenen Spenders,

Fig. 4 einen Schnitt im wesentlichen nach der Linie 4-4 in Fig. 1 eines vergrößert dargestellten Merkmales,

Fig. 5 einen Schnitt mit einem zur Spendung vollkommen geöffneten Verschlußdeckel und, nur des besseren Verständnisses wegen, den teilweise offenen anderen Verschlußdeckel,

Fig. 6 einen Schnitt im wesentlichen nach der Linie 6-6 in Fig. 3, und

Fig. 7 einen Schnitt im wesentlichen nach der Linie 7-7 in Fig. 6.

Eine bevorzugte Ausführungsform wird nun anhand der Zeichnungen beschrieben. Dem erfindungsgemäßen Spender bzw. Spendebehälter ist die Bezugsnummer 10 zugeordnet, der derart ausgebildet ist, daß alle seine Bauteile einteilig im Spritzgußverfahren mit zwischen den Bauteilen zur wahlweisen Betätigung derselben liegenden und von ihnen begrenzten arbeitsfähigen Scharnieren hergestellt sind. Der Spender- bzw. Behälterwerkstoff kann ein geeigneter Kunststoff oder ein synthetisches Harz sein, wie Polyethylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid od. dgl., der gießfähig ist und strukturell stabile Behälter und einteilig ausgebildete biegsame Scharniere bilden kann. Wenn man annimmt, daß ein Nahrungsmittel gespendet wird, muß der Werkstoff für Nahrungsmittel verträglich sein.

Fig. 1 zeigt insbesondere, daß der Spender bzw. Spendebehälter einen Behälter 12 aufweist, der einen geschlossenen Boden 14 und eine sich davon senkrecht nach oben erhebende Mantelwand 16 aufweist, die in einem fortlaufenden äußeren oberen Rand 18 endet, der eine obere Behälteröffnung begrenzt.

Der Behälter 12 weist vorzugsweise einen rechteckigen Querschnitt auf, der zwei im wesentlichen parallele Seitenwandabschnitte 20 und sich dazwischen erstreckende schmälere Endwandabschnitte 22 der Mantelwand 16 begrenzt.

Eine innere Trennwand 24 ist einstückig und in gleicher Höhe mit den Seitenwandabschnitten 20 sowie dazwischen querverlaufend ausgebildet und teilt das Innere des Behälters in zwei im wesentlichen gleiche, gleich hohe Kammern 26, die jeweils eine obere Kammeröffnung aufweisen, die vom oberen Rand 18 der Mantelwand 16 und den in gleicher Ebene liegenden oberen Rand 28 der Trennwand 24 begrenzt ist.

Eine erste und zweite Verschlußbaugruppe 30 und 32 ist einteilig mit dem oberen Rand 18 in einer den Endwandabschnitten 22 entsprechenden Länge ausgebildet und durch jeweils im wesentlichen über die volle Länge einteilig gegossene Scharniere 34 und 36 verbunden. Unter Hinweis auf die verschiedenen Schnittzeichnungen können die Scharniere etwas hinterschnitten sein, um die gewünschte Biege- bzw. Schwenkbewegung zu erleichtern. Weiters können die Scharniere 34 und 36 so konstruiert sein, daß sie aus Gründen, die anschließend erklärt werden, bei der vollständig geschlossenen Stellung der Verschlußbaugruppen 30 und 32 nach außen vorstehende, verlängerte Rippen bzw. Lippen 38 und 40 entlang der jeweiligen oberen Randabschnitte begrenzen.

Die erste Verschlußbaugruppe 30 weist einen unmittelbar anschließenden und einteilig mit dem Scharnier 34 ausgebildeten Schüttelsieb- bzw. Streueroberteil 42 auf. Dieser Streueroberteil ist zum Verschließen der unmittelbar angrenzenden bzw. anschließenden Kammer 26 ausgebildet und weist dimensionsmäßig eine Größe auf, um über dem entsprechenden Abschnitt des äußeren oberen Randes 18 zu liegen. Um ein Verschließen der offenen Oberseite der Kammer 26 zu gewährleisten, weist das Streueroberteil 42 einen nach unten reichenden an der Außenseite liegenden Kragen 44 auf, der knapp innerhalb der oben offenen Kammerumgrenzung aufgenommen wird. Die äußere Wand des Kragens 44 liegt, bezogen auf das Scharnier 34, in gleicher Ebene mit der äußeren Kante des Streueroberteiles 42 und ist so ausgebildet, daß sie unmittelbar innerhalb der Trennwand 24 zu liegen kommt. Ein vorstehender Flansch 46erstreckt sich einteilig aus dem mittigen Abschnitt dieser äußeren Kante des Streueroberteiles 42, um teilweise über dem oberen Rand 28 der Zwischen-Trennwand 24 zu liegen. Die innere Wand des Kragens 44 sowie seine einander gegenüberliegenden Seitenwände sind an der Innenseite von den Rändern des Streueroberteiles abgesetzt und ermöglichen dem Oberteil, über den entsprechenden Abschnitten des oberen Randes 18 zu liegen, wobei der Kragen 44 mit der Kammer in Eingriff steht. Die reibungsschlüssige Arretierung des Kragens 44 innerhalb der oben offenen Kammer wird durch zwei vorstehende Ansätze 48 an den äußeren Flächen der einander gegenüberliegenden Wände des Kragens 44 verstärkt, die mit entsprechenden Ausschnitten oder Vertiefungen 50 in Eingriff kommen, die unmittelbar unter den leicht gerundeten Vorsprüngen an den inneren Flächen der einander gegenüberliegenden Abschnitte der Behälter-Wand 16 anschließend an deren Oberseite ausgebildet sind.

Die obere Fläche des Streueroberteiles 42 weist eine mittige Ausnehmung 52 auf, die sich in Längsrichtung über die gesamte Länge des Streueroberteiles 42 von dem inneren einteilig ausgebildeten Scharnier 34 zum äußeren querverlaufenden Rand 54 erstreckt, aus dem die Lippe bzw. der Flansch 46 herausragt. Die Ausnehmung 52 weist eine querverlaufende Breite von etwa einem Drittel der Breite des Streueroberteiles 42 auf und ist von rechteckiger Gestalt mit einander gegenüberliegenden parallelen Rändern 56 und mit einem ebenen Boden 58. Der querverlaufende Rand-Flansch 46 weist eine querverlaufende Länge auf, die etwa gleich der Breite der Ausnehmung 52 ist und, in der Ansicht von oben, eine ebene Fortsetzung derselben bildet.

Der Streueroberteil 42 ist durch mehrere vorzugsweise drei Spenderöffnungen 60 vervollständigt, die in Abständen mittig entlang der Ausnehmung 52 angeordnet sind. Diese Öffnungen 60 sind bei geschlossenem Streueroberteil 42 mit dem Inneren der zugeordneten Kammer 26 in Verbindung und ermöglichen die Spendung des Kammerinhaltes.

Die Verschlußbaugruppe 30 weist weiters einen Verschlußdeckel bzw. eine Kappe 62 mit einer inneren Kante auf, die mit dem äußeren Rand 54 des Streueroberteiles 42 mittels eines einteilig ausgebildeten Scharniers 64 verbunden ist. Das Scharnier 64 ist von zwei länglichen Abschnitten beiderseits der Streueroberteil-Ausnehmung 52 begrenzt.

Der Verschlußdeckel 62, der eine im wesentlichen gleiche Länge und Breite wie der ihm zugeordnete Streueroberteil 42 aufweist, besitzt eine mittige längliche Öffnung 66.

Die Öffnung 66 weist eine Breite etwa gleich der der Streueroberteil-Ausnehmung 52 auf und erstreckt sich von dieser, von der mittels eines Scharniers verbundenen inneren Kante des Verschlußdeckels 62 in linearer Ausrichtung. Die Öffnung 66 von im wesentlichen rechteckiger Gestalt begrenzt zwei Seitenplatten 68 von im wesentlichen gleicher Breite, die wiederum jeweils etwa ein Drittel der querverlaufenden Breite des Verschlußdeckels 62 beträgt. Die Öffnung 66 endet innerhalb des freien äußeren Randes 70 des Verschlußdeckels 62 und begrenzt eine einteilig und im wesentlichen in gleicher Breite ausgebildete querverlaufende Platte 72 zwischen den äußeren Endabschnitten der Seitenplatten 68, so daß eine im wesentlichen U-förmige Deckelgestalt entsteht. Die Dicke des Verschlußdeckels 62 ist im wesentlichen gleich der Tiefe der Ausnehmung 52. Der Verschlußdeckel 62 wird durch eine einteilig ausgebildete und verbundene Zunge 74 vervollständigt, die vom freien äußeren Rand 70 nach außen und senkrecht nach unten verläuft. Die Zunge 74 weist einen inneren hinterschnittenen Abschnitt 76 auf, der, wie am besten aus den Fig. 3 und 6 hervorgeht, zum Schnapp-Verschließen über dem abseits liegenden geklappten Scharnier 36 und der dadurch geformten Rippe 40 ausgebildet ist, was anschließend genauer erklärt wird.

Die zweite Verschlußbaugruppe 32 weist einen Streueroberteil 78 mit einem inneren Rand auf, der mit dem angrenzenden oberen Randabschnitt der entsprechenden Endwand 22 mittels eines im wesentlichen über die gesamte Breite reichenden, einteilig und dazwischenliegenden, gegossenen Scharnier verbunden ist.

Der Streueroberteil 78 weist entsprechend der angrenzenden Kammer 26 eine rechteckige Grundgestalt auf, um die Kammer und denjenigen Abschnitt des oberen äußeren Randes 18 zu überdecken, die die Kammer begrenzt. Zur zusätzlichen Abstützung des Streueroberteiles 78 ist weiters vorgesehen, daß der äußere Randabschnitt dieses Oberteiles wenigstens teilweise die oberen Ränder 28 der Trennwand 24 überdeckt.

Um die Abdichtung des oberen Endes der entsprechenden Kammer 26 zu verbessern, ist ein nach unten vorspringender Flansch oder Kragen 80 einteilig mit der Unterseite des Streueroberteiles 78 ausgebildet, und zwar innen in Abstand vom äußeren Rand des Oberteiles 78. Dieser Kragen 80 wird innerhalb der entsprechenden Kammer 26 aufgenommen und kommt im wesentlichen mit den Wandabschnitten derselben reibungsschlüssig in Eingriff. Die Randabschnitte des Streueroberteiles 78 außerhalb des Kragens 80 überdecken die Abschnitte und sitzen an den entsprechenden Abschnitten des oberen Randes 18. Ein lösbares Verschließen des Streueroberteiles 78 in der Kammerverschlußstellung wird durch Vorsehen von zwei Verschlußansätzen 84 begünstigt, die sich von den einander gegenüberliegenden, in Längsrichtung verlaufenden Seitenwänden des Kragens 80 nach außen erstrecken, wobei diese Verschlußansätze in passende Kerben oder Ausschnitte 85 einschnappen, die von den inneren Flächen der entsprechenden Wandabschnitte unmittelbar unter kleinen gerundeten Vorsprüngen im Anschluß an den oberen Rand begrenzt sind.

Die obere Fläche des Streueroberteils 78 weist einen erhöhten, rechteckigen mittigen Abschnitt 86 auf, der in Form und Höhe der Öffnung 66 im Verschlußdeckel 62 entspricht, um vollständig beim Schließen des Verschlußdeckels 62 über den Streueroberteil 78 in der Öffnung 66 Aufnahme zu finden, was anschließend erklärt wird.

Der erhöhte mittige Abschnitt 86, der sich vom äußeren Rand 88 des Streueroberteils 78 nach innen erstreckt, endet im Abstand vom inneren scharnierverbundenen Rand und begrenzt eine U-förmige Ausnehmung 90, die in Größe und Form mit der U-förmigen Gestalt des Verschlußdeckels 62 übereinstimmt. Zweckmäßige Spendeöffnungen 92, z. B. drei, sind in gleichmäßigen Abständen quer durch den Streueroberteil 78 verlaufend vorgesehen, und zwar innerhalb des Abschnittes der Ausnehmung 90 zwischen dem Scharnier 36 und dem erhöhten Abschnitt 86.

Es kann daher erkannt werden, daß die Spendeöffnungen 60 des ersten Streueroberteiles 42 sich mittig, und in Längsrichtung des Streueroberteiles 42 innerhalb der Ausnehmung 52, die in der oberen Fläche desselben ausgebildet ist, und daher in Längsrichtung über die zugeordnete Kammer erstrecken. Die Spendeöffnungen 92, die quer über den Streueroberteil 78 innerhalb der Ausnehmung 90, die an der Oberfläche desselben ausgebildet ist, angeordnet sind, erstrecken sich quer über die entsprechende Kammer 26 im Anschluß an deren äußere Endwand.

Die Verschlußbaugruppe 32 weist einen zweiten Verschlußdeckel 94 von länglicher, rechteckiger Gestalt auf, mit einer Breite, die im wesentlichen gleich der Breite des erhöhten mittigen Abschnittes 86 der oberen Fläche des entsprechenden Streueroberteiles 78 ist. Der Verschlußdeckel 94 ist schwenkbar mit dem Streueroberteil 78 mittels eines einstückig ausgebildeten Scharniers 96 verbunden und bildet eine einteilige Fortsetzung des erhöhten mittigen Abschnittes 86, die damit in gleicher Ebene liegt, zum Eingriff durch die mittige rechteckige Öffnung 66 des ersten Verschlußdeckels 62, wie in Fig. 2 zu sehen ist, sowie zur eng passenden Aufnahme innerhalb der länglichen rechteckigen Ausnehmung 52 des ersten Streueroberteiles 42. Der Verschlußdeckel 94 ist von gleicher Dicke wie die Tiefe der Ausnehmung 52, um bei geschlossener Stellung der gesamten Baugruppe eine ebene äußere Fläche zu begrenzen.

Das äußere Ende des Verschlußdeckels bzw. der Platte 94 weist eine einteilig ausgebildete, sich seitlich erstreckende Zunge 98 auf, die in ihrer Verschlußstellung nach unten gerichtet ist. Diese Zunge 98 weist einen nach innen gerichteten hinterschnittenen Abschnitt 100 auf, der zum lösbaren Schnappverschluß über das innerste, einstückig ausgebildete Scharnier 34 und die dadurch gebildete Rippe 38 ausgebildet ist, die der ersten Verschlußbaugruppe 30 zugeordnet ist.

Jedenfalls bedecken und dichten die Verschlußdeckel 62 und 94 die jeweiligen Spendeöffnungen 92 und 60. Dieses Dichten kann gefördert werden, wobei auch Vorkehrungen zum automatischen Reinigen der Öffnungen getroffen werden, indem einteilig gebildete Vorsprünge 102 und 104 vorgesehen sind, die von den jeweiligen Unterseiten der Verschlußdeckel 62 und 94 abstehen, und daran zum Eingriff in die entsprechenden Öffnungen angeordnet sind.

Es ist ersichtlich, daß der Verschlußdeckel 62 der ersten Verschlußbaugruppe 30 über dem Streueroberteil 78 der zweiten Verschlußbaugruppe 32 liegt und mit diesem zusammenwirkt, um in Verbindung damit eine Spendebaugruppe für eine der Kammern 26 abzugrenzen. In gleicher Weise liegt der Verschlußdeckel 94 der zweite Verschlußbaugruppe über dem Streueroberteil 42 der ersten Verschlußbaugruppe 30 und begrenzt dadurch die zweite Spendebaugruppe, die der zweiten Kammer 26 zugeordnet ist. Die ineinandergreifende Beziehung zwischen den Verschlußdeckeln 62 und 94 ermöglicht diesen, über den gegenüberliegenden Streueroberteilen 78 und 42 bzw. mit den jeweiligen Verschlußbaugruppen 30 und 32 zusammenzuwirken, die sich jeweils über die gesamte offene Oberseite des Behälters 12 erstrecken, und durch das Zusammenwirken der Öffnungen aufweisenden Ausnehmungen 52 und 90 eine ebene obere Fläche schaffen. Im wesentlichen wird die einzige Unterbrechung der glatten Außenfläche des Doppelkammer-Spendebehälters 10 von den zwei einander gegenüberliegenden Zungen 74 und 98 dargestellt, die zur manuellen Lösung der an Scharnieren hängenden Verschlußdeckel 62 und 94 ausgebildet sind. Nach Wunsch können kleine, einteilig ausgebildete Hebeflansche 106 von den einander gegenüberliegenden Seitenrändern der Oberteile 42 und 78 herausragen, um das Öffnen dieser Oberteile zwecks Nachfüllung od. dgl. zu unterstützen.

Wie in der Fig. 5 vorgeschlagen, ist jeder Deckel dazu ausgebildet, mittels eines Scharniers zwischen einer offenen Spendestellung und einer kammerschließenden Stellung zu schwenken. Obwohl normalerweise nur jeweils ein Deckel geöffnet sein wird, ist das Verhältnis der Verschlußdeckel zueinander so, daß jeder der unabhängig voneinander betätigbaren Deckel unabhängig von der Stellung des anderen Deckels geöffnet oder geschlossen werden kann.

Das überkreuzende Verhältnis der Deckel ist dadurch ausgeprägt, daß jeder Deckel, bezogen auf den Streueroberteil, mit der gegenüberliegenden Verschlußbaugruppe zusammenwirkt und betätigbar ist. Daher ist, wenn z. B. nur der Deckel 94 betätigt wird, der Streueroberteil 42 mittels seines direkten Eingriffs mit und innerhalb der zugeordneten Kammer 26 in seiner geschlossenen Stellung gehalten und lagemäßig festgelegt und mittels des einteilig ausgebildeten Deckels 62 in der Stellung über dem gegenüberliegenden Streueroberteil 78 eingeschnappt.

Es ist ersichtlich, daß alle Bauteile des Spenders bzw. Spendebehälters für die Herstellung in einem Stück in Spritzgußtechnik geformt sind und daher eine erhebliche Wirtschaftlichkeit der Herstellung geschaffen ist. Weiters ist trotz des Aufbaues des Behälters in einem Stück jede Kammer des Behälters mit einer vollständigen Spendebaugruppe versehen, die einen Verschlußdeckel und ein Streueroberteil aufweist, die unabhängig in einer Weise klappbar sind, daß der Verschlußdeckel in die offene Stellung bewegt werden kann, um den Streueroberteil für die Spendung des Gewürzes freizumachen, während der Streueroberteil selbst in eine offene Stellung geschwenkt werden kann, um die Kammer zum Nachfüllen od. dgl. freizumachen.


Anspruch[de]
  1. 1. Spendebehälter zur Speicherung, getrennten Aufbewahrung und wahlweisen Abgabe zweier fließfähiger Materialien, dessen Innenraum von einer Trennwand in zwei nebeneinanderliegende Kammern unterteilt ist, die zwei obenliegende Kammeröffnungen für jeweils eine Kammer aufweisen, mit zwei Streueroberteilen, die jeweils einer Kammer zum dichten Einsetzen in die entsprechende Kammeröffnung zugeordnet sind, und mit zwei den Streueroberteilen zugeordneten schwenkbaren Verschlußdeckeln zum wahlweisen Verschluß der Kammeröffnungen, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein Streueroberteil (42, 78) mit einem Verschlußdeckel (62, 94) eine schwenkbar am Behälterrand angebrachte Verschlußbaugruppe (30, 32) bildet, die sich in der Schließlage über beide Kammeröffnungen erstrecken, wobei die Streueroberteile nebeneinander liegen und die Verschlußdeckel mit komplementären Konturen ineinandergreifen und jeder Verschlußdeckel (62, 94) der einen Baugruppe (30 bzw. 32) Abgabeöffnungen (92 bzw. 60) im Streueroberteil (78 bzw. 42) der anderen Verschlußbaugruppe schließt, und wobei die Streueroberteile über erste Scharniere (34, 36) mit einander gegenüberliegenden Behälterwänden (22) und die Verschlußdeckel (62, 94) über zweite Scharniere (64, 96) mit den Streueroberteilen (42, 78) verbunden sind.
  2. 2. Spendebehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußdeckel (62, 94) jeder Verschlußbaugruppe (30, 32) eine längliche Plattenanordnung aufweist, die sich von dem zugeordneten Streueroberteil (42, 78) aufwärts erstreckt von einem an den Streueroberteil über das Scharnier (64, 96) angeschlossenen inneren Ende bis zu einem freien äußeren Rand (70, 88), wobei die Plattenanordnung der beiden Verschlußdeckel (62, 94) in ihren Schließstellungen parallel und seitlich nebeneinander liegen.
  3. 3. Spendebehälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattenanordnungen der Verschlußdeckel (62, 94) bei einer Schwenkbewegung jeder Verschlußbaugruppe (30, 32) aus der ersten, von den Abgabeöffnungen (60, 92) abgehobenen Stellung in die zweite, diese Öffnungen überdeckende Stellung aneinander vorbeigleiten und ineinandergreifen.
  4. 4. Spendebehälter nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattenanordnung eines der Verschlußdeckel (62) einem Paar in seitlichem Abstand liegender Platten und einer hiermit einstückigen und quer zwischen deren Endbereichen verlaufenden Querplatte besteht, wobei zwischen den in seitlichem Abstand liegenden Platten eine längliche Plattenöffnung (66) begrenzt ist, und daß die Plattenanordnung des anderen Verschlußdeckels (94) aus einer einzigen länglichen Platte besteht, die bei Bewegung der Verschlußbaugruppen (30, 32) zwischen ihren ersten und zweiten Stellungen gleitend durch die Plattenöffnung (66) des einen Verschlußdeckels (62) greift.
  5. 5. Spendebehälter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Streueroberteil (42, 78) eine nach oben gerichtete Ausnehmung (52, 90) ausgebildet ist, die entsprechend der darüberliegenden Plattenanordnung des Verschlußdeckels (94 bzw. 62) der jeweils anderen Baugruppe bemessen ist, wobei jede Baugruppe in der Schließstellung der Verschlußdeckel eine ebene Oberseite begrenzt und die durch die Streueroberteile verlaufenden Abgabeöffnungen (60, 92) in der jeweiligen darin befindlichen Ausnehmung vorgesehen sind.
  6. 6. Spendebehälter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das äußere Ende jedes Verschlußdeckels (62, 94) eine Zunge (74, 98) aufweist und daß das erste, den Streueroberteil (42, 78) mit den Wänden (22) einteilig verbindende Scharnier (34, 36) als Faltgelenk ausgebildet ist und bei Einsetzen des benachbarten Streueroberteiles in die benachbarte obere Kammeröffnung eine vorspringende Rippe (38, 40) bildet, an der die jeweilige Zunge (74, 98) in der Schließstellung lösbar angreift.
  7. 7. Spendebehälter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgabeöffnungen (60, 92) in jedem Streueroberteil unterschiedliche Muster bilden.
  8. 8. Spendebehälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Muster der Abgabeöffnung (60) in dem einen Streueroberteil (42) aus einer Reihe von in Längsabständen mittig über diesem Streueroberteil angeordneten Öffnungen und das Muster im anderen Streueroberteil (78) aus einer Reihe von in Querabständen über dem zweiten Streueroberteil angeordneten Öffnungen (92) besteht.
  9. 9. Spendebehälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Verschlußdeckel (62, 94) eine Dichteinrichtung vorgesehen ist, die aus einer Reihe in die Abgabeöffnungen (60, 92) eingreifender Vorsprünge (102, 104) besteht.






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