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Dokumentenidentifikation DE68909934T2 07.04.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0412205
Titel Schutzhelm.
Anmelder Tisseront, André, Troyes, FR;
Tisseront, Herve, Troyes, FR
Erfinder Tisseront, Herve, Troyes, FR;
Tisseront, André, Troyes, FR
Vertreter Ackmann, G., Dr.-Ing., 47053 Duisburg; Menges, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 80469 München
DE-Aktenzeichen 68909934
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 11.08.1989
EP-Aktenzeichen 891149387
EP-Offenlegungsdatum 13.02.1991
EP date of grant 13.10.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.04.1994
IPC-Hauptklasse A42B 3/30

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schutzhelm mit einer schlagfesten äußeren Helmschale, mit einem auf der Innenseite der äußeren Helmschale angeordneten und aus Kopf-, Hals- und Kinnpolster bestehenden Schutzpolster, mit in dem Schutzpolster vorgesehenen, nach außen gerichteten und zum Helminneren hin durch eine verbliebene Schutzpolsterschicht abgedeckten Ausnehmungen, in denen als Teile einer Sprechfunkausrüstung wenigstens ein elektronisches Empfangsteil, ein Lautsprecher und eine Stromversorgungsbatterie untergebracht sind, und mit einer an der äußeren Oberfläche des Schutzpolsters vorgesehenen Funkantenne.

Derartige Schutzhelme oder Sicherheitshelme werden beispielsweise in Fahrschulen benutzt, um einerseits Kopfverletzungen des Motorradfahrschülers im Falle eines Verkehrsunfalls od. dgl. auszuschließen und um andererseits dem Fahrlehrer die Möglichkeit zu bieten, dem Fahrschüler während des Unterrichts Anweisungen zu geben. Weiter werden solche Schutzhelme oder Sturzhelme bei allen Motorsportarten, beim Gebirgssport, beim Fallschirmspringen, beim Skisport und bei jeder anderen Sportart benutzt, wo ein Helm erforderlich ist. Weiter sind solche Schutzhelme in der Industrie für Arbeiter geeignet, die gefährliche Arbeiten in lärmender Umgebung auszuführen haben und mit Überwachungspersonal in einer Steuerzentrale od. dgl. in Kontakt bleiben sollen.

Bei dem bekannten Schutzhelm der eingangs genannten Art (DE-GM 7 736 284) ist die äußere Helmschale mit Halspolstern sowie Kinnstützen ausgestattet, und in einer dieser Kinnstützen ist auf Ohrhöhe eine Ausnehmung vorgesehen, in die ein Lautsprecher eingebettet ist. Unter Sicherheitsgesichtspunkten ist diese Lage des Lautsprechers äußerst problematisch, weil bei einem seitlichen Schlag auf den Schutzhelm dessen Träger durch den Lautsprecher Verletzungen erleiden kann. Weiter ist hinter derselben Kinnstütze eine Batterie durch eine elastische Schlaufe gehalten und abgedeckt. Da sich diese Batterie praktisch ebenfalls auf Ohrhöhe befindet, stellt sie ebenfalls ein Sicherheitsproblem dar, weil sie ebenso wie der Lautsprecher die Schutzwirkung des Helms beeinträchtigt. Ferner ist bei dem bekannten Schutzhelm die innere Helmschale offenbar fest mit der äußeren Helmschale verbunden oder nur schwierig von dieser trennbar, weil die als Batteriefach vorgesehene Ausnehmung gegen das Helminnere durch eine herausnehmbare oder ausschwenkbare Platte abgedeckt ist. Das bringt ein weiteres Sicherheitsproblem mit sich, denn diese Platte kann verlorengehen oder der Schutzhelmbenutzer kann vergessen, diese Platte zu schließen, wodurch das Sicherheitsproblem, das die Batterie an sich darstellt, drastisch verschärft wird. Schließlich ist bei dem bekannten Helm nicht nur die Ausnehmung für den Lautsprecher, sondern auch die Ausnehmung für das elektronische Empfangsteil auf Ohrhöhe und daher seitlich in dem Schutzpolster vorgesehen. Diese Anordnung mag ausreichen, um wie angestrebt, die Gewichtsverteilung des Schutzhelms subjektiv nicht spürbar zu verändern, durch diese Anordnung dürfte die Gewichtsverteilung objektiv aber trotzdem verändert und zumindest die gleiche Verschärfing des Sicherheitsproblems wie durch die Batterieanordnung hervorgerufen werden. Diese seitlichen Teile, wo bei dem bekannten Schutzhelm Lautsprecher, Batterie und Empfangsteil untergebracht sind, sind unter Sicherheitsgesichtspunkten die heikelsten Stellen, da bei einem Unfall der Helm sehr häufig an diesen Stellen aufprallt.

Bei einem bekannten Sturzhelm für Motorradfahrer (DE-A1-2 547 372) sind Stereokopfhörer zwischen der äußeren Schale des Helms und dessen aus Schaumstoff bestehender Innenbekleidung angeordnet. Die Stereokopfhörer sind mit einer an dem Sturzhelm angeordneten elektrischen Steckdose verbunden. In die Steckdose wird ein Kabel eingesteckt. Das mit dem Kabel verbundene Sendegerät, insbesondere als Kassettenrekorder, ist an dem Sturzhelm oder an dem Motorrad befestigt. Die auf der Innenseite der äußeren Helmschale auf Ohrhöhe befestigten Stereokopfhörer bringen das gleiche Sicherheitsproblem mit sich wie die Lautsprecher bei dem oben beschriebenen bekannten Schutzhelm. Ein weiterer Nachteil ist, daß das außerhalb des Sturzhelms angeordnete Sendegerät durch die äußere Helmschale hindurchführende Verbindungsleitungen zu den Stereokopfhörern erfordert, welche die äußere Helmschale schwächen.

Ein weiterer bekannter Motorrad-Schutzhelm mit eingebauten Hörmuscheln zum Anschluß an einen am Motorrad angebrachten Kassettenrekorder (DE-A1-2 829 482) unterscheidet sich von dem zuvor beschriebenen bekannten Sturzhelm lediglich dadurch, daß die Hörmuscheln statt zwischen der äußeren Schale und der Innenbekleidung in Ausnehmungen eines gummielastischen Helmfutters eingesetzt, durch eine tuchartige Blende abgedeckt und durch feste Verbindungsleitungen mit zwei Anschlußbuxen im Helm verbunden sind, in die zur lösbaren elektrischen Verbindung der Hörmuscheln mit dem Kassettenrekorder zwei an den Enden eines flexiblen Verbindungskabels angebrachte Stecker eingesteckt werden können. Dieser bekannte Motorrad-Schutzhelm bringt daher die gleichen Sicherheitsprobleme wie der zuvor beschriebene bekannte Sturzhelm mit sich.

Bei einem weiteren bekannten Schutzhelm für Motorradfahrer (EP-A2-0 076 946) wird das durch die Lautsprecher oder Kopfhörer verursachte Sicherheitsproblem dadurch vermieden, daß statt derselben lediglich flexible Ohrmuscheln vorgesehen werden, die auf Ohrhöhe innen am Polster des Helms befestigt oder als Schalltrichter in die Polsterung des Helms integriert sind. Eine akustische Leitung, die an der Innenseite des Schutzhelms angebracht ist, mündet mit einem Ende im Ohr- bzw. Mundbereich des Helms, und das außerhalb des Schutzhelms gelegene Ende der Leitung ist mit einer Kupplung zum Anschließen einer weiteren akustischen Leitung versehen. Die Kommunikationseinrichtung dieses Schutzhelms ist nur für gemeinsam auf ein und demselben Motorrad fahrende Personen geeignet, weil deren Helme durch die akustische Leitung untereinander verbunden sein müssen. Wenn als Kommunikationseinrichtung eine Sprechfunkausrüstung und daher statt der Ohrmuscheln die üblichen Kleinlautsprecher oder Kopfhörer benutzt werden würden, ergäben sich die gleichen Sicherheitsprobleme wie bei den oben beschriebenen bekannten Helmen.

Schließlich ist ein allgemein für Helme bestimmter Träger mit Telefon-Sprecheinrichtung bekannt (DE-C2-3 043 030), der in abnehmbarer Weise an Helmen angebracht werden kann und ein Mikrofon, einen Hörempfänger oder Ohrhörer und einen Verstärker mit zugehöriger Batterie aufweist sowie ein Mittel für eine elektrische und/oder induktive Verbindung dieser Teile untereinander, um es mehreren Benutzern zu ermöglichen, miteinander in Verbindung zu treten. Die Benutzung dieses Trägers bei einem Schutzhelm führt zu den gleichen Sicherheitsproblemen wie bei dem zuerst beschriebenen bekannten Schutzhelm, denn die Ohrhörer kommen auf Höhe der Ohren des Benutzers zu liegen. Für die Verwendung dieses bekannten Trägers müssen die äußere Helmschale und deren Polsterung offenbar einstückig ausgebildet sein, weil der Träger mit Rippen versehen ist, die in entsprechende Sitze einpassbar sind, welche zwischen der äußeren Schale des Helms und einem Teil der Kante der mit der äußeren Schale einstückig ausgeführten Polsterung vorgesehen sind.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Schutzhelm der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß die bei den bekannten Helmen vorhandenen Sicherheitsprobleme, von denen vorstehend einige geschildert sind, beseitigt werden.

Diese Aufgabe ist ausgehend von einem Schutzhelm der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst,

- daß das Kopfpolster als eine gesonderte innere Helmschale ausgebildet ist, die in die äußere Helmschale herausnehmbar eingesetzt ist,

- daß sämtliche Ausnehmungen mit der darin untergebrachten Sprechfunkausrüstung in dem Kopfpolster hinten an der Rückseite des Kopfpolsters und am unteren Umfangsrand desselben vorgesehen sind, und

- daß die oder jede Lautsprecher-Ausnehmung über einen in dem Kopfpolster gebildeten akustischen Kanal mit einem akustischen Hohlraum verbunden ist, der seitlich am oder im Kopfpolster für das Ohr vorgesehen ist.

Bei dem Schutzhelm nach der Erfindung läßt sich zum Warten der Sprechfunkausrüstung, insbesondere zum Auswechseln der Stromversorgungsbatterie, das Kopfpolster als gesonderte innere Helmschale aus der äußeren Helmschale herausnehmen. Dadurch werden die Notwendigkeit von herausnehmbaren oder ausschwenkbaren Platten zur Abdeckung der als Batteriefach dienenden Ausnehmung und das damit verbundene Sicherheitsrisiko beseitigt. Da bei dem Schutzhelm nach der Erfindung alle elektronischen und akustischen Teile sowie die Stromversorgung in das Kopfpolster hinten in dessen Rückseite und am unteren Umfangsrand desselben integriert und dadurch unterhalb und hinterhalb der Ohren angeordnet sind, bleibt das Gleichgewicht des Helms objektiv und subjektiv unverändert, und, was am wichtigsten ist, auf Ohrhöhe und damit im Seitenbereich des Schutzpolsters befinden sich keine mechanischen Teile, welche bei einem seitlichen Aufprall des Helms im Bereich der Ohren oder der Schläfen Verletzungen verursachen könnten. Der akustische Kanal ist zweckmäßig einfach eine entsprechende rohrförmige Aussparung in dem Kopfpolster, der eine ausgezeichnete Schallübertragung bis zu den Ohren ermöglicht, ohne irgendein Sicherheitsproblem mit sich zu bringen. Die erfindungsgemäße Positionierung des Lautsprechers in Verbindung mit dem akustischen Kanal hat also den besonderen Vorteil, daß im Falle eines Aufpralls des Helms keinerlei Metall- oder Kunststoffteile auf der Höhe der Ohren oder Schläfen vorhanden sind. Da die gesamte Sprechfunkausrüstung in das Schutzpolster integriert ist, sind auch keine durch die äußere Helmschale hindurchführenden Verbindungsleitungen erforderlich, welche die äußere Helmschale schwächen könnten.

Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der Erfindung bilden den Gegenstand der Unteransprüche.

Das als gesonderte innere Helmschale ausgebildete Kopfpolster braucht nicht einstückig ausgebildet zu sein. Je nach Form der äußeren Helmschale kann es zweckmäßig sein, die innere Helmschale ein- oder mehrteilig auszuführen. Bei mehrteiliger Ausführung wird die innere Helmschale zweckmäßig so geteilt, daß das kleinere Teil oder die kleineren Teile jeweils eine Ausnehmung mit einem Lautsprecher aufweisen, wobei die elektrische Verbindung dieses Lautsprechers oder dieser Lautsprecher mit der übrigen Funkausrüstung in dem größeren Teil des Kopfpolsters dann über dünne, flexible elektrische Leitungen erfolgt.

An der Rückseite des Kopfpolsters an dessen unterem Rand werden die Ausnehmungen für die Funkausrüstung so verteilt, daß das Kopfpolster in jeder Richtung im Gleichgewicht bleibt. Aus demselben Grund wird die Antenne als Folien- oder Rahmenantenne ausgebildet und symmetrisch zur Vertikallängsschnitt-Mittelebene des Kopfpolsters angeordnet.

Ungeachtet dessen, ob bei dem Schutzhelm nach der Erfindung der akustische Hohlraum als seitlich am unteren Umfangsrand des Kopfpolsters vorgesehene, das Ohr freilassende Aussparung oder als auf Ohrhöhe in der Innenwand des Kopfpolsters ausgesparte Vertiefung ausgebildet ist, ist im Bereich des Ohres des Helmbenutzers kein Teil der Sprechfunkausrüstung vorhanden, das Verletzungen verursachen könnte.

Wenn die Sprechfunkausrüstung ein Sende-Empfangsteil aufweist, ist das erforderliche Mikrofon am oder im Hals- und/oder Kinnpolster vorgesehen. Es macht also keinerlei Änderungen des Kopfpolsters und auch keinerlei Kompromisse hinsichtlich von dessen Sicherheitsstandard erforderlich.

Die einzigen Durchbrechungen der äußeren Helmschale, welche bei dem Schutzhelm nach der Erfindung überhaupt erforderlich werden können, sind ausreichend klein ausführbare Bohrungen im Kinnbereich des Schutzhelms zum Vorsehen einer Batterieladungskontrollanzeige oder eines Ein/Aus-Schalters. Bei besonders hohem Sicherheitsstandard können diese Ausrüstungsteile weggelassen werden. In diesem Fall wird die Elektronik der Sprechfunkausrüstung mit einer Ruheschaltung versehen, die durch den Sprechvorgang der den Schutzhelm tragenden Person oder von außerhalb durch den entsprechenden Sender einschaltbar ist.

Zweckmäßig wird die innere Helmschale aus Polystyrol hergestellt, also aus einem leichten, zur Formteilherstellung bestens geeigneten Kunststoffmaterial.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben, in denen:

Fig. 1 in einer Vertikallängsschnittansicht eine erste Ausführungsform des Schutzhelms nach der Erfindung mit einteiligem Kopfpolster zeigt,

Fig. 1a eine vergrößerte Einzelheit des Kopfpolsters im Schnitt nach der Linie Ia-Ia in Fig. 1 zeigt,

Fig. 2 eine Rückansicht des Kopfpolsters des Schutzhelms nach Fig. 1 zeigt wobei in dieser Figur und in allen weiteren Figuren die äußere Helmschale der Übersichtlichkeit halber weggelassen worden ist,

Fig. 3 eine Rückansicht eines zweiteilig ausgebildeten Kopfpolsters einer zweiten Ausführungsform des Schutzhelms nach der Erfindung zeigt,

Fig. 4 in Rück- und Seitenansicht ein dreiteilig ausgebildetes Kopfpolster einer dritten Ausführungsform des Schutzhelms nach der Erfindung zeigt,

Fig. 5 in einer Vertikallängsschnittansicht das zusammengesetzte dreiteilige Kopfpolster nach Fig. 4 zeigt,

Fig. 5a in vergrößerter Darstellung eine Einzelheit des Kopfpolsters im Schnitt nach der Linie Va-Va in Fig. 5 zeigt, und

Fig. 6 als eine Einzelheit das Kopfpolster nach Fig. 1 zeigt.

In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform eines Schutzhelms in einer Vertikallängsschnittansicht vollständig dargestellt, d.h. nicht nur sein Kopfpolster 10, sondern auch alle übrigen Teile, wogegen in den weiteren Figuren jeweils nur das Kopfpolster und die in dieses integrierten Teile einer insgesamt mit 30 bezeichneten Sprechfunkausrüstung dargestellt sind. Der in Fig. 1 dargestellte Schutzhelm ist ein sogenannter Integralhelm, wie er als Sturzhelm von Motorradfahrern benutzt wird. Das ist aber lediglich ein beispielshalber beschriebener Verwendungszweck des Schutzhelms, den dieser eignet sich für weitere Verwendungszwecke, für die in der Beschreibungseinleitung einige Beispiele aufgezählt sind.

Der Schutzhelm nach Fig. 1 hat eine schlagfeste äußere Helmschale 16, die zwischen Kinn- und Stirnbereich eine Öffnung aufweist, welche mittels einer schwenkbaren, durchsichtigen Visirklappe 18 abgedeckt ist. Auf der Innenseite der äußeren Helmschale 16 ist ein Schutzpolster angeordnet, das aus dem Kopfpolster 10, einem Halspolster 12 und einem Kinnpolster 14 besteht.

Das Kopfpolster 10, das in den Fig. 1 und 6 im Schnitt und in Fig. 2 als Einzelheit in einer Rückansicht dargestellt ist, ist als eine gesonderte innere Helmschale ausgebildet, die in die äußere Helmschale 16 gemäß der Darstellung in Fig. 1 herausnehmbar eingesetzt ist. In das Kopfpolster 10 ist mit Ausnahme eines Mikrofons 20, welches an oder in dem Kinnpolster 14 angebracht ist, die vollständige Sprechfunkausrüstung 30 integriert. Wenn die Sprechfunkausrüstung 30 nur für Empfang ausgelegt ist, ist ein elektronisches Empfangsteil ausreichend. Wenn die Sprechfunkausrüstung 30 wie in dem dargestellten Fall für Senden und Empfangen ausgebildet und daher das Mikrofon 20 vorhanden ist, weist die Sprechfunkausrüstung ein elektronisches Sende-Empfangsteil 32 auf. Das Mikrofon 20 ist über eine flexible elektrische Leitung 34, die in Fig. 1 gestrichelt angedeutet ist, mit der übrigen Sprechfunkausrüstung 30 in dem Kopfpolster 10 verbunden.

Gemäß der Darstellung in Fig. 2 weist das Kopfpolster 10 mehrere nach außen gerichtete, zum Helminneren hin durch eine verbliebene Polsterschicht abgedeckte Ausnehmungen auf, in denen die übrige Sprechfunkausrüstung untergebracht ist. Im folgenden werden Bezugszeichen nur für die Ausnehmungen angegeben. Die dargestellten Ausnehmungen können auch als die darin untergebrachten Teile der Sprechfunkausrüstung angesehen werden, wodurch sich die Beschreibung vereinfacht.

Bei den Ausnehmungen handelt es sich in der Darstellung in Fig. 2 von links nach rechts um eine Ausnehmung 36 für einen linken Lautsprecher, eine Ausnehmung 32a für den HF-Teil des elektronischen Sende- Empfangsteils 32, Ausnehmungen 38 und 39 für Stromversorgungsbatterien, eine Ausnehmung 44 für einen Atennenverstärker des elektronischen Sende-Empfangsteils 32, Ausnehmungen 40, 41 und 42 für weitere Stromversorgungsbatterien, eine Ausnehmung 32b für den NF-Teil des elektronischen Sende-Empfangsteils 32 und eine Ausnehmung 46 für einen rechten Lautsprecher. Diese Ausnehmungen sind durch flache Rillen R verbunden, in denen im einzelnen nicht dargestellte elektrische Verbindungsleitungen verlegt sind. Oberhalb der Ausnehmung 44 ist eine als flache Rille ausgebildete, etwa rechteckförmige, nach außen offene Ausnehmung 48 für eine Rahmenantenne vorgesehen. Mit Ausnahme der etwas höher gelegenen Ausnehmung 48 für die Rahmenantenne sind alle Ausnehmungen an dem Kopfpolster 10 hinten an dessen Rückseite und am unteren Umfangsrand 15 desselben vorgesehen. Das Kopfpolster 10 besteht aus Polystyrol. Bei der Ausformung des Kopfpolsters als gesonderte innere Helmschale werden die vorstehend beschriebenen Ausnehmungen hergestellt, die aber stattdessen auch nachträglich in das Kopfpolster 10 eingearbeitet werden können.

Gemäß der Darstellung in Fig. 1a, die einen Schnitt nach der Linie Ia-Ia in Fig. 1 zeigt, schließt sich zum Helminneren hin an die Lautsprecher-Ausnehmung 46 ein Resonanzhohlraum 50 an, der über einen akustischen Kanal 52, welcher ebenfalls in dem Kopfpolster 10 ausgespart ist, mit einem akustischen Hohlraum 54 verbunden ist, der in Fig. 1 seitlich am Kopfpolster für das Ohr (nicht dargestellt) vorgesehen ist. In diesem Fall ist der akustische Hohlraum 54 eine seitlich am unteren Umfangsrand des Kopfpolsters 10 vorgesehene, das Ohr freilassende Aussparung. Dagegen ist in dem in Fig. 5 dargestellten Fall der akustische Hohlraum 54' eine Auf Ohrhöhe in der Innenwand des Kopfpolsters ausgesparte Vertiefung, worauf weiter unten noch näher eingegangen wird. Ein Resonanzhohlraum 50 und ein akustischer Kanal 52 der vorgenannten Art sind selbstverständlich auch der linken Lautsprecher-Ausnehmung 36 zugeordnet.

In dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Kopfpolster 10 aus einem Teil. Fig. 3 zeigt für eine zweite Ausführungsform des Schutzhelms nach der Erfindung ein Kopfpolster 10, das aus zwei Teilen 10' und 10'' besteht, die ungleich groß und in der äußeren Helmschale 16 zu der inneren Helmschale zusammensetzbar sind. Das Kopfpolster 10 ist so geteilt, daß das kleinere Teil 10' nur den Ohrbereich desselben einschließlich der linken Lautsprecher-Ausnehmung 36 umfaßt.

In dem Fall, der in den Fig. 4 und 5 gezeigt ist, besteht das Kopfpolster 10 für eine dritte Ausführungsform des Schutzhelms aus drei Teilen, d.h. aus zwei kleineren Teilen 10' und 10''' und aus einem größeren Teil 10''. Das Kopfpolster 10 ist so geteilt, daß die kleineren Teile 10' und 10''' nur den linken bzw. rechten Ohrbereich desselben einschließlich jeweils der linken Lautsprecher-Ausnehmung 36 bzw. der rechten Lautsprecher-Ausnehmung 46 umfassen. Flexible elektrische Leitungen V, über welche die Lautsprecher mit der übrigen Sprechfunkausrüstung in dem größeren Teil 10'' verbunden sind, sind in Fig. 4 wiederum lediglich angedeutet.

Gemäß der Darstellung in Fig. 5a, die einen Schnitt nach der Linie Va-Va in Fig. 5 zeigt, ist der akustische Hohlraum 54', der über den akustischen Kanal 52 mit dem Resonanzhohlraum 50 verbunden ist, eine kreisförmige Vertiefung in der Innenseite des Kopfpolsters 10. In Fig. 5a ist auch der rechte Lautsprecher L als flacher, kapselförmiger Lautsprecher angedeutet.

Wie erwähnt, sind zwischen den Lautsprecher-Aussparungen 36, 46 die übrigen Ausnehmungen mit den übrigen Teilen der Sprechfunkausrüstung so verteilt, daß das Kopfpolster 10 in jeder Richtung im Gleichgewicht ist. Die Verteilung kann dabei so wie in Fig. 2 oder so wie in Fig. 4 getroffen sein, d.h. ein Teil der Stromversorgungsbatterien (38 und 39) kann auf der einen Seite und ein Teil der Stromversorgungsbatterien (40-42) auf der anderen Seite der Vertikallängsschnitt-Mittelebene des Kopfpolsters 10 oder sämtliche Stromversorgungsbatterien können auf einer Seite dieser Ebene und das HF-Teil 32a und das NF-Teil 32b auf der anderen Seite dieser Ebene vorgesehen sein.

Die in dem Kopfpolster 10 untergebrachte Sprechfunkausrüstung ist über flexible elektrische Leitungen 58 mit einem Schalter 60 und einer Batterieladekontrollanzeige 62 an der äußeren Helmschale 16 verbunden, was in Fig. 1 schematisch mit gestrichelten Linien lediglich angedeutet ist.

Als Stromversorgungsbatterien werden bei dem dargestellten Schutzhelm Nickel-Cadmium-Knopfzellen benutzt.

Die Antenne kann einfach eine auf die äußere Oberfläche des Kopfpolsters aufgelegte Folienantenne sein, wobei dann die rillenförmige Aussparung 48 überflüssig wäre.

Die äußere Helmschale 16 besteht vorzugsweise aus Polycarbonat oder Kevlar.


Anspruch[de]

1. Schutzhelm mit einer schlagfesten äußeren Helmschale (16), mit einem auf der Innenseite der äußeren Helmschale (16) angeordneten und aus Kopf-, Hals- und Kinnpolster (10, 12, 14) bestehenden Schutzpolster, mit in dem Schutzpolster vorgesehenen, nach außen gerichteten und zum Helminneren hin durch eine verbliebene Schutzpolsterschicht abgedeckten Ausnehmungen, in denen als Teile einer Sprechfunkausrüstung (30) wenigstens ein elektronisches Empfangsteil, ein Lautsprecher und eine Stromversorgungsbatterie untergebracht sind, und mit einer an der äußeren Oberfläche des Schutzpolsters vorgesehenen Funkantenne, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfpolster (10) als eine gesonderte innere Helmschale ausgebildet ist, die in die äußere Helmschale (16) herausnehmbar eingesetzt ist, daß sämtliche Ausnehmungen (32a, 32b, 36, 38, 39, 40, 41, 42, 44, 46) mit der darin untergebrachten Sprechfunkausrüstung (30) in dem Kopfpolster (10) hinten an der Rückseite des Kopfpolsters (10) und am unteren Umfangsrand (15) desselben vorgesehen sind, und daß die oder jede Lautsprecher-Ausnehmung (36, 46) über einen in dem Kopfpolster (10) gebildeten akustischen Kanal (52) mit einem akustischen Hohlraum (54, 54') verbunden ist, der seitlich am oder im Kopfpolster (10) für das Ohr vorgesehen ist.

2. Schutzhelm nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei Ausnehmungen (36, 46) für zwei Lautsprecher, die hinten an der Rückseite des Kopfpolsters (10) und am unteren Umfangsrand (15) desselben links bzw. rechts außen vorgesehen sind.

3. Schutzhelm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfpolster (10) aus einem Teil besteht.

4. Schutzhelm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfpolster (10) aus zwei in der äußeren Helmschale (16) zusammensetzbaren, ungleich großen Teilen (10', 10'') besteht, wobei das Kopfpolster (10) so geteilt ist, daß das kleinere Teil (10') einen Ohrbereich desselben und eine Ausnehmung (36) mit einem Lautsprecher umfaßt.

5. Schutzhelm nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfpolster (10) aus drei in der äußeren Helmschale (16) zusammensetzbaren Teilen (10', 10'', 10"') besteht, und zwar zwei kleineren und einem größeren, wobei das Kopfpolster (10) so geteilt ist, daß die beiden kleineren Teile (10', 10"') den linken bzw. rechten Ohrbereich desselben und jeweils die eine bzw. andere Ausnehmung (36, 38) mit dern linken bzw. rechten Lautsprecher umfassen.

6. Schutzhelm nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Lautsprecher-Ausnehmungen (36, 46) die übrigen Ausnehmungen mit den übrigen Teilen der Sprechfunkausrüstung (30), die eine Ausnehmung (32a) mit einem HF-Teil des elektronischen Empfangsteils, Ausnehmungen (38, 39) mit Stromversorgungsbatterien, eine Ausnehmung (44) mit einem Antennenverstärker des elektronischen Empfangsteils, Ausnehmungen (40, 41, 42) mit weiteren Stromversorgungsbatterien und eine Ausnehmung (32b) mit einem NF- Teil des elektronischen Empfangsteils umfassen, so verteilt sind, daß das Kopfpolster (10) in jeder Richtung im Gleichgewicht ist.

7. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Funkantenne eine Rahmenantenne ist, die in einer flachen Ausnehmung symmetrisch zur Vertikallängsschnitt-Mittelebene des Kopfpolsters (10) angeordnet ist.

8. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Funkantenne als Blatt oder Folie auf die äußere Oberfläche des Kopfpolsters (10) symmetrisch zur Vertikallängsschnitt-Mittelebene des Kopfpolsters (10) aufgebracht ist.

9. Schutzhelm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Lage der mehreren Ausnehmungen (38-42) mit Stromversorgungsbatterien zwischen den Lautsprecher-Ausnehmungen (36, 46) das Kopfpolster (10) in bezug auf die Vertikallängsschnitt-Mittelebene austariert ist.

10. Schutzhelm nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der akustische Hohlraum (54) eine seitlich am unteren Umfangsrand des Kopfpolsters (10) vorgesehene und das Ohr freilassende Aussparung ist.

11. Schutzhelm nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der akustische Hohlraum (54') jeweils aus einer auf Ohrhöhe in der Innenwand der kleineren Kopfpolsterteile (10', 10"') ausgesparten Vertiefung besteht.

12. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die oder jede Lautsprecher-Ausnehmung (36, 46) ein Resonanzhohlraum (50) anschließt von dem aus der akustische Kanal (52) zu dem akustischen Hohlraum (54, 54') führt.

13. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dessen Sprechfunkausrüstung (30) ein Sende-Ernpfangsteil (32) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß am oder im Hals- und/oder Kinnpolster (12, 14) wenigstens ein Mikrophon (20) vorgesehen und durch flexible elektrische Leitungen (34) mit der übrigen Sprechfunkausrüstung in dem Kopfpolster (10) verbunden ist.

14. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem Kopfpolster (10) untergebrachte Sprechfunkausrüstung (30) über flexible elektrische Leitungen (58) mit einem Schalter (60) und/oder einer Batterieladekontrollanzeige (62) an der äußeren Helmschale (16) verbunden ist.

15. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfpolster (10) aus Polystyrol und die äußere Helmschale (16) aus Polycarbonat oder Kevlar besteht.







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