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Pendelstütze mit federndem Stützkörper - Dokument DE4235878A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4235878A1 28.04.1994
Titel Pendelstütze mit federndem Stützkörper
Anmelder Knorr-Bremse AG, 80809 München, DE
Erfinder Hölzl, Stefan, 8000 München, DE;
Philipp, Roland, O-1170 Berlin, DE;
Reichert, Peter, O-1035 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 23.10.1992
DE-Aktenzeichen 4235878
Offenlegungstag 28.04.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.1994
IPC-Hauptklasse B60G 11/26
IPC-Nebenklasse B61F 5/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Pendelstütze an Schienenfahrzeugen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu erarbeiten, bei der der für die Herstellung der federnden Pendelstütze erforderliche Aufwand gesenkt wird und die beim Ausschwenken auftretenden Querkräfte und der entsprechende Verschleiß auf ein Minimum begrenzt werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Ende der gefederten Pendelstütze, speziell gestaltet, in einem Auflagekörper mit definierten Führungsflächen angeordnet wird, während das andere Ende über ein Axialgelenklager am Kolben eines Hydraulikzylinders befestigt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Pendelstütze an Schienenfahrzeugen.

Pendelstützen werden zur parallelen Verschiebung von Bauteilen an Schienenfahrzeugen verwendet. Diese Pendelstützen bestehen aus länglichen Körpern, deren Enden gewölbte Flächen oder Kugelflächen besitzen und die sich zumeist auf ebenen Druckflächen abstützen. Zur Verhinderung einer seitlichen Verschiebung der Pendelstützen werden Führungen verwendet, deren eine Fläche von einer zykloidischen Kurve und die andere von einem Kreiszylinder gebildet wird.

Es sind Pendelstützen bekannt, bei denen der Stützkörper nicht starr ist, sondern von zwei teleskopartig ineinander verschiebbaren Hülsen gebildet wird, wobei eine Schraubenfeder die Stützkraft von einem Teil der Stütze auf den anderen überträgt. Beispiele zeigen die DE 8 10 333 und 833 745.

Die bekannten Lösungen haben den Nachteil, daß die zykloidische Kurve für die eine seitliche Führungsfläche in der Fertigung teuer ist und daß bei federnden Pendelstützen zusätzliche Führungselemente zur Aufnahme von Querkräften erforderlich sind, die verschleißbehaftet sind und deshalb geschmiert werden müssen, wobei hinzukommt, daß auch die Seitenführungsflächen gewisse Querkräfte aufzunehmen haben, wenn infolge der Teleskopführung die beiden Kalotten nicht mehr denselben Mittelpunkt haben, sobald die Stütze aus der Mittellage schwenkt.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu erarbeiten, bei der der für die Herstellung der federnden Pendelstütze erforderliche Aufwand gesenkt wird und die beim Ausschwenken auftretenden Querkräfte und der entsprechende Verschleiß auf ein Minimum begrenzt werden.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Ende der gefederten Pendelstütze, speziell gestaltet, in einem Auflagekörper mit definierten Führungsflächen angeordnet wird, während das andere Ende über ein Axialgelenklager am Kolben eines Hydraulikzylinders befestigt ist.

Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden. Es zeigt:

Fig. 1 Darstellung der erfindungsgemäßen Lösung

Es ergibt sich folgende Anordnung:

An dem oberen Bauteil 9 des Schienenfahrzeuges ist ein Zylinder 7 befestigt in dem ein Kolben 6 geführt wird , der einen Kolbenraum 8 bildet, welcher mit einem Druckspeicher 14 in Verbindung steht, und in dem sich unter Druck stehendes Öl befindet. Am Kolben 6 ist über ein Gelenk 5 das Ende 4 der Stütze 1 der Pendelstütze befestigt.

Das andere Ende 2 der Stütze 1 weist eine Endfläche 15 auf, die sich, kugelförmig gestaltet, auf der Fläche 11 des am unteren Bauteil 3 befestigten Bauteiles 10 abstützt und dessen Mantelfläche 12, die durch Kreissegmente mit unterschiedlichen Radien, deren Einstichpunkte auf der Fläche 11 bei der Mittelstellung der Stütze 1 liegen, erzeugt wird, sich also bei den praktisch vorkommenden Ausschwenkwinkeln noch einwandfrei klemmungsfrei abstützen kann.

Alternativ kann auch die Fläche 11 kugelförmig gestaltet werden, während die Endfläche 15 des Endes 2 der Stütze 1 eben gestaltet ist, oder es kann die Gegenfläche 13 am Bauteil 10 eine Rotationsfläche mit zwei oder mehr kreisförmigen Kurven sein, während die Mantelfläche 12 als gerade, kreiszylindrische Fläche ausgebildet ist.

Es zeigt sich folgende Funktion:

Das im Kolbenraum 8 befindliche Hydrauliköl wirkt in Verbindung mit dem Druckspeicher 14 als elastisches Medium und federt damit das Bauteil 9, an dem der Zylinder 7 befestigt ist, gegenüber dem Bauteil 3 ab. Die Stützkraft wird dabei über den Kolben 6 in das Gelenk 5 und von diesem in die Stütze 1 und damit in das Bauteil 3 geleitet. Bei Querbewegungen des Bauteiles 9 schwenkt die Stütze 1 aus und das Ende 2 der Stütze 1 rollt auf der Fläche 11 ab, wobei die Mantelfläche 12 klemmungsfrei an der Gegenfläche 13 entlanggleitet und damit eine Querbewegung der Stütze 1 verhindert. Da der Radius der Endfläche 15, kugelförmig gestaltet, größer ist als der Abstand des Gelenkes 5 von der Fläche 11, ergibt sich bei Querbewegungen des Bauteiles 9 ein rückstellendes Moment, das infolge des konstanten Abstandes des Gelenkes 5 von der Fläche 11 unabhängig vom Federweg des Bauteiles 9 ist.

Bezugszeichenliste

1 Stütze

2 Ende

3 Bauteil

4 Ende

5 Gelenk

6 Kolben

7 Zylinder

8 Kolbenraum

9 Bauteil

10 Bauteil

11 Ebene

12 Fläche

13 Gegenfläche

14 Druckspeicher

15 Kugelfläche


Anspruch[de]
  1. 1. Pendelstütze mit federndem Stützkörper, angeordnet an Schienenfahrzeugen zwischen zwei Bauteilen,wobei der Stützkörper aus einem Zylinder (7) mit einem Kolben (6), dessen Kolbenraum (8) mit einem Druckspeicher (14) in Verbindung steht, und einer Stütze (1) gebildet wird, gekennzeichnet dadurch, daß das untere Ende (2) der Stütze (1) sich auf einer Fläche (11) des Bauteiles (10) abstützt , wobei die Endfläche (15) des unteren Endes (2) der Stütze (1) und/oder die Fläche (11) als Kugelfläche ausgestaltet ist während das obere Ende (4) der Stütze (1) über ein Gelenk (5) an dem Kolben (6) des Zylinders (7) befestigt ist und daß die Mantelfläche (12) des unteren Endes (2) der Stütze (1) oder deren Gegenfläche (13) am Bauteil (10) eine Rotationsfläche mit zwei oder mehr kreisförmigen Kurven als Erzeugende ist, während die jeweils andere Fläche (12) oder (13) als gerade, kreiszylindrische Fläche ausgebildet ist.
  2. 2. Pendelstütze nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Endfläche (15) des unteren Endes (2) der Stütze (1) als Kugelfläche und die Fläche (11) des Bauteiles (10) eben ausgebildet ist, und daß die Mantelfläche (12) des unteren Endes (2) der Stütze (1) eine Rotationsfläche mit zwei oder mehr kreisförmigen Kurven als Erzeugende ist, während die Gegenfläche (13) als gerade, kreiszylindrische Fläche ausgebildet ist.






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