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Dokumentenidentifikation DE4237022A1 05.05.1994
Titel Schneeräum-Gerät und dessen Verwendung in einem Schneeräumungsverfahren
Anmelder Hofmann, Josef, 84416 Taufkirchen, DE
Erfinder Hofmann, Josef, 84416 Taufkirchen, DE
Vertreter Hartmann, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 81679 München
DE-Anmeldedatum 02.11.1992
DE-Aktenzeichen 4237022
Offenlegungstag 05.05.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.05.1994
IPC-Hauptklasse E01H 5/10
IPC-Nebenklasse E01H 5/09   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Schneeräum-Gerät mit einem fahrbaren oder selbstfahrenden Untersatz, einer darauf montierten Schneefräse sowie einem gegebenenfalls auswechselbaren, geschlossenen, innenbeheizbaren Tank mit Schnee-Einfüllschacht und Wasser-Ablaufstutzen sowie ein Verfahren zum Schneeräumen unter Verwendung des vorstehend beschriebenen Schneeräumgerätes.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schneeräum-Gerät mit einem fahrbaren oder selbstfahrenden Untersatz (Chassis) und einer darauf montierten Schneefräse sowie ein unter Verwendung dieses Schneeräum-Gerätes durchgeführtes Schneeräumungsverfahren.

In der modernen Industriegesellschaft ist es für die Aufrechterhaltung des Ganzjahresbetriebes wichtig, daß auch in schneereichen Wintern in Industrieanlagen und auf öffentlichen Straßen und Plätze sowie auch auf Gehwegen und Garagenzufahrten von Privathäusern in Städten und Gemeinden schnell und kostengünstig der Schnee entfernt wird, um störungsfreie Verkehrsverhältnisse zu gewährleisten.

Die bisher praktizierte Schneeräumung in Industrieanlagen, Städten und Gemeinden ist nicht nur teuer und zeitaufwendig, sondern auch außerordentlich arbeitsintensiv. Mittels Schneefräsen wird der Schnee von den Straßen geräumt und seitlich am Straßenrand und auf den Gehsteigen abgelagert, bis die dadurch bedingten Verkehrsbehinderungen ein Abtransportieren der vorübergehend gelagerten Schneemassen mittels LKW erforderlich machen. Mittels dieser in aller Regel von Hand beladenen LKW mit Kipperaufbau wird der Schnee dann an eine Stelle transportiert, an der er abgeladen und gelagert werden kann, ohne Verkehrsstörungen zu verursachen, bis ihn einsetzendes Tauwasser zum Schmelzen bringt.

Diese Art der Schneeräumung, wie sie derzeit in den Städten und Gemeinden praktiziert wird, ist, wie aus dem vorstehend geschilderten Arbeitsablauf ersichtlich, außerordentlich arbeits- und kostenintensiv, zumal der Abtransport des den Straßenverkehr behindernden Schnees mit einem zusätzlichen Verkehrsaufkommen verbunden ist, das die ohnehin beengten innerstädtischen Verkehrsverhältnisse noch weiter einschränkt. Darüber hinaus entstehen dadurch Plätze und Anlagen mit häßlichen Schneedeponien, die sich bei einsetzendem Tauwetter in einen schlammigen Morast verwandeln. Der zeitliche Aufwand, bedingt durch die Schneeräumung mittels Fräsen und die Ablagerung des ausgeräumten Schnees mittels LKW auf Schneedeponien, ist ganz erheblich.

Man ist daher seit langem bestrebt, die Schneeräumung von Industrieanlagen sowie der Verkehrswege von Städten und Gemeinden im Winter schneller und wirtschaftlicher zu gestalten.

Aufgabe der Erfindung war es daher, einen Weg zu finden, der eine schnellere und wirtschaftliche Schneeräumung von Industrieanlagen, Städten und Gemeinden erlaubt, die auch umweltverträglich ist.

Es wurde nun gefunden, daß diese Aufgabe gelöst werden kann mit einem Schneeräum-Gerät mit einem fahrbaren oder selbstfahrenden Untersatz (Chassis) und einer darauf montierten Schneefräse, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es zusätzlich einen auf dem Untersatz (Chassis) angeordneten, gegebenenfalls auswechselbaren, geschlossenen, innenbeheizbaren Tank mit einem Schnee-Einfüllschacht im oberen Bereich des Tanks, der mit dem Schnee-Auswurfschacht der Schneefräse in Verbindung steht, und einem Wasser-Ablaufstutzen im unteren Bereich des Tanks aufweist, und dessen Verwendung in einem Schneeräumungs-Verfahren.

Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Art der Schneeräumung in Industrieanlagen, Städten und Gemeinden im Winter bietet gegenüber der bisherigen Praxis zahlreiche Vorteile, ohne daß es dazu übermäßig hoher Neuinvestitionen bedarf.

So können beispielsweise die bisher schon im Einsatz befindlichen Schneeräum-Geräte mit fahrbarem oder selbstfahrendem Untersatz und einer darauf montierten Schneefräse verwendet werden, wobei lediglich zusätzlich noch ein auswechselbarer, geschlossener, Tank mit Schnee-Einfüllschacht und Wasser-Ablaufstutzen montiert werden muß, der auf an sich bekannte Weise innenbeheizt werden kann, beispielsweise mittels geeigneter Heizstäbe, mittels eines Dampfstrahlers (einer Dampfstrahlpumpe) oder mittels eines Wärmeaustauschers. Zu diesem Zweck können die bereits im Einsatz befindlichen LKW mit Kipperaufbau entsprechend umgerüstet werden für den Winterbetrieb, so daß bezüglich der Fahrzeuge kein zusätzlicher Investitionsbedarf besteht.

Die erfindungsgemäß vorgeschlagene neue Art der Schneeräumung bietet außerdem den Vorteil, daß der Schnee von den Flächen, die geräumt werden sollen, sofort und dauerhaft entfernt wird, ohne daß zeit-, kosten- und personalaufwendige Umschichtungen und Ablagerungen erforderlich sind. Dadurch, daß der Schnee erfindungsgemäß durch sofortige Verflüssigung an Ort und Stelle von der Straßenoberfläche entfernt und umweltfreundlich, beispielsweise in das Straßen-Kanalnetz, sofort und endgültig entsorgt wird, kann ein Großteil des bisher für die Schneeräumung erforderlichen LKW-Verkehrs entfallen, der ja ebenfalls ganz erheblich zur Umweltverschmutzung beiträgt. Die erfindungsgemäß vorgeschlagene neue Art der Schneeräumung kann vollautomatisch betrieben werden, so daß zur Schneeräumung und endgültigen Schneebeseitigung pro Fahrzeug nur eine Person erforderlich ist. Dadurch lassen sich auch Salzstreu-Arbeitsgänge einsparen, die ebenfalls zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Umwelt (beispielsweise durch Schädigung von Alleebäumen) beitragen und erhebliche volkswirtschaftliche Schäden durch Korrosion an den Fahrzeugen verursachen. Durch den gleichzeitigen Einsatz von möglichst vielen Schneeräum-Geräten gemäß der Erfindung läßt sich auch die Dauer der Schneeräumung erheblich verkürzen, so daß die dadurch bedingten Verkehrsbehinderungen in engen Grenzen gehalten werden können.

Die erfindungsgemäß vorgeschlagene neue Art der Schneeräumung ist sowohl für den Tagbetrieb als auch für den Nachtbetrieb geeignet und erlaubt daher eine Schneeräumung notfalls rund um die Uhr. Durch die sofortige und endgültige Entsorgung der unerwünschten Schneemassen entfällt auch die bisher im Winter stets zu beobachtende weitgehende Blockierung von Parkplätzen und Garagenausfahrten durch Schneeansammlungen ebenso wie die nicht unerhebliche Verkehrsgefährdung durch an den seitlichen Fahrbahnrändern abgelagerten, gegebenenfalls festgefrorenen Schnee, der sich bei anhaltendem Frost häufig wochenlang nicht mehr entfernen läßt.

Mit der vorliegenden Erfindung kann bei einsetzendem Schneefall der Schnee an den unerwünschten Stellen auf "kurzem Wege" sofort und dauerhaft entfernt werden, wobei es dann nicht mehr darauf ankommt, ob anschließend Tauwetter einsetzt oder die Frostperiode anhält mit allen damit verbundenen Verkehrsgefährdungen. Darüber hinaus kann der Winter-Streudienst nach der Schneeräumung gemäß der vorliegenden Erfindung auf einen Bruchteil seines derzeitigen Umfanges eingeschränkt werden, da nur noch eventuell zurückbleibende geringfügige Schneereste bzw. eine dünne Frostschicht auf der Straßenoberfläche durch Salzstreuung zum Abtauen gebracht werden muß. Dadurch lassen sich erhebliche Kosten für Personal und Streumaterial einsparen und darüber hinaus sind auch die durch das Streusalz verursachten Schäden an Pflanzen und Fahrzeugen wesentlich geringer.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Tank des Schneeräum-Geräts doppelwandig ausgebildet und er weist vorzugsweise eine zusätzliche Wärmeisolierung in dem Doppelwandzwischenraum auf.

Zwischen dem Schnee-Auswurfschacht der Schneefräse und dem Schnee-Einfüllschacht des Tanks besteht vorzugsweise eine geschlossene starre oder auch elastische Verbindung.

Der im unteren Bereich des Tanks angeordnete Wasser-Ablaufstutzen ist vorzugsweise teleskopartig ausziehbar ausgebildet und verschließbar.

Gemäß einer weiten bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist der Tank des Schneeräum-Gerätes innenseitig angebrachte Heizstäbe zum Aufheizen des Innenraums auf, die elektrisch oder mittels einer Kraftstoffheizung, die im Tankinnenraum (wasserdicht verkapselt) oder außerhalb des Tanks angebracht sein kann, beheizbar sind. Anstelle der Heizstäbe oder zusätzlich zu diesen kann auch ein Dampfstrahler zum Beheizen des Innenraums des Tanks angebracht sein, der ebenfalls elektrisch oder mittels einer Kraftstoffheizung beheizbar ist. Das Wasser für den Dampfstrahler kann aus einem im Innern des Tanks angebrachten offenen oder geschlossenen Wasserbehälter stammen oder von außen zugeführt werden. Es ist aber auch möglich, im Innern des Tanks ein Leitungsrohr zwischen dem Dampfstrahler und dem Tankauslaufstutzen vorzusehen, mit dessen Hilfe das sich am Boden des Tanks sammelnde Wasser zum Betrieb des Dampfstrahlers angesaugt werden kann.

Im Innern des Tanks des Schneeräum-Gerätes kann vorzugsweise auch ein (zusätzlicher) Wärmeaustauscher zum Beheizen des Innenraums angebracht sein, dem mittels der umgeleiteten Auspuffgase des Antriebsmotors für das Schneeräum-Gerät von außen Wärme zugeführt werden kann.

Die Heizstäbe, der Dampfstrahler und/oder der Wärmeaustauscher für die Innenbeheizung des Tanks des Schneeräum-Gerätes können entweder in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Schnee-Einfüllschacht oder auch weiter entfernt im unteren Teil des Tanks angeordnet sein, um die nach oben steigende Warmluft zum Schmelzen des eingefüllten Schnees auszunutzen.

Der am Boden des Tanks des Schneeräum-Gerätes vorgesehene Wasser-Ablaufstutzen hat vorzugsweise einen kreisförmigen Querschnitt und steht mit seinem oberen Rand in den Tankboden einige cm nach innen über, so daß um den Wasserablaufstutzen herum ein Wasserreservoir für den Betrieb des Dampfstrahlers entsteht, das beim Entleeren des Tanks nicht abläuft. Vorzugsweise ist um den Wasser-Ablaufstutzen herum der Tankboden etwas vertieft, so daß sich in der ringförmigen Tankbodenvertiefung das beim Entleeren des Tanks nicht ablaufende Restwasser sammelt.

Der Wasser-Ablaufstutzen ist vorzugsweise möglichst weit rechts in Fahrtrichtung des Schneeräum-Gerätes im Boden des Tanks angebracht, so daß er zum Entleeren des gefüllten Tanks bequem über einen der Kanalgully-Gitter angeordnet werden kann, die sich in der Regel am rechten Straßenrand befinden. Dadurch werden auch das Öffnen und Verschließen sowie das teleskopartige Ausziehen des Wasserauslaufstutzens erleichtert.

Im übrigen kann sich der Wasser-Ablaufstutzen zwischen den beiden Radachsen des Fahrzeugs oder hinter der hinteren Radachse befinden, je nach Gestaltung des Innenraums des Tanks.

Das erfindungsgemäße Schneeräum-Gerät hat vorzugsweise die Form eines motorgetriebenen Tankwagen-LKW mit Fahrerkabine und fest montierter Schneefräse, dessen Tank abnehmbar und gegen einen normalen LKW-Kipper für den Sommerbetrieb austauschbar ist. Die Kapazität des Tanks ist vorzugsweise so groß, daß er möglichst selten entleert werden muß, dennoch aber die Beweglichkeit des Schneeräum-Geräts insgesamt gewährleistet ist. In der Regel faßt der Tank 8 bis 20, vorzugsweise 10 bis 15 m3 Wasser.

Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung kann das Schneeräum-Gerät aber auch die Form eines von Hand schiebbaren oder motorgetriebenen Untersatzes mit fest montierter Schneefräse und auswechselbarem Tank für die Schneeräumung von Hand vor Privathäusern oder in öffentlichen Anlagen haben. In diesem Falle ist die Kapazität des auswechselbaren Tanks entsprechend niedriger.

In beiden Fällen kann der Motor für den Betrieb der Schneefräse vorzugsweise gleichzeitig auch die Innenheizung des Tanks betreiben. Es ist auch möglich, den Motor für den Betrieb der Schneefräse mit einer Saugeinrichtung auszustatten, um auf diese Weise überschwemmte Straßenbereiche oder überflutete Keller von Häusern leerpumpen zu können.

Im übrigen ergeben sich bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Schneeräum-Gerätes aus den Unteransprüchen.

Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Schneeräumungs- Verfahren, das unter Verwendung des vorstehend beschriebenen Schneeräum-Gerätes durchgeführt wird, das dadurch gekennzeichnet ist, daß der mittels der Schneefräse angesaugte Schnee durch Schnee-Auswurf- und Schnee-Einfüllschacht in den innenbeheizten Tank befördert wird, in dem der Schnee z. B. mittels eines Dampfstrahlers zum Schmelzen gebracht und das dabei entstehende Wasser in einem Tank bei geschlossenem Wasserablauf-Stutzen so lang gesammelt wird, bis mittels eines Flüssigkeitsniveaustandanzeigers im Innern des Tanks bei einer vorgegebenen Tankfüllhöhe die Schneefräse abgeschaltet wird. Dann wird das Schneeräum-Gerät zu der Wasserentladestelle, vorzugsweise einem Straßenkanal-Gully, transportiert wird, wo der Wasser-Ablaufstutzen des Tanks bis auf die gewünschte Länge ausgezogen und geöffnet wird zur schnellen Entleerung des Tanks und danach wieder geschlossen und eingefahren wird zur Fortsetzung der Schneeräumung.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist gegenüber der bisher praktizierten Schneeräumung in Städten und Gemeinden außerordentlich wirtschaftlich und umweltfreundlich und führt kurzfristig zu einer beträchtlichen Verbesserung der Straßenverhältnisse, so daß dadurch auch große volkswirtschaftliche Schäden, hervorgerufen durch ungünstige winterliche Straßenverhältnisse (beispielsweise Verkehrsunfälle, Zeitverzögerungen, Verkehrsbehinderungen, Korrosionsschäden an den Fahrzeugen, Pflanzenschädigungen) vermieden werden können bei gleichzeitiger Verbesserung der Umweltverträglichkeit des Winter-Räumungsdienstes.

Das erfindungsgemäße Schneeräum-Gerät und das erfindungsgemäße Schneeräumverfahren eignen sich nicht nur für den großtechnischen Einsatz in Industrieanlagen, Städten und Gemeinden, sondern auch für die Schneeräumung vor Privathäusern und für die Schneeräumung von öffentlichen Grünanlagen in dem Umfange, wie es von der Pflege der Grünanlagen (Rasenmäharbeiten) im Sommerbetrieb bekannt ist. Daneben kann es bei geeigneter Ausstattung auch zum Abpumpen von Wasser bei Überflutungen eingesetzt werden.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der bei liegenden Zeichnungen näher erläutert.

Fig. 1 zeigt die schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Schneeräum-Gerätes mit einem fahrbaren oder selbstfahrenden Untersatz (Chassis) 1 und einer darauf montierten Schneefräse 2 sowie einem zusätzliche auf dem Untersatz (Chassis) 1 angeordneten, vorzugsweise auswechselbaren, geschlossenen, innenbeheizbaren Tank 3 mit einem Schnee-Einfüllschacht 4 im oberen Bereich des Tanks 3, der mit dem Schnee-Auswurfschacht 5 der Schneefräse 2 in Verbindung steht, einer Heizeinrichtung 9 und einem Wasser-Ablaufstutzen 6 im unteren Bereich des Tanks 3. Der Wasser-Ablaufstutzen 6 ist entweder zwischen den Fahrzeugachsen oder hinter der hinteren Fahrzeugachse (in Fahrtrichtung betrachtet) möglichst weit rechts im Boden des Tanks 3 angeordnet, so daß er bequem über dem Ablaufgitter eines StraßenkanalisationsGullys angeordnet werden kann, um dort nach Öffnen seines Verschlußdeckels und gegebenenfalls nach Verlängerung durch teleskopartigen Auszug bis unmittelbar über die Oberfläche des Straßengullys das im Tank 3 befindliche Wasser ohne größere vermeidbare Wärmeverluste zu entleeren.

Im Innern des Tanks 3 ist der Wasser-Ablaufstutzen 6, der vorzugsweise einen kreisförmigen Querschnitt hat, vorzugsweise von einer gitterartig ausgebildeten Heizschlange 12 umgeben und überdeckt, so daß eine Verstopfung des Wasserablauf s beim Entleeren des Tanks 3 als Folge von gegebenenfalls zusammen mit dem Schnee eingebrachten nichtschmelzbaren Fremdkörpern zuverlässig vermieden wird.

Zur Innenreinigung des Tanks 3 kann gewünschtenfalls neben dem Wasser-Ablaufstutzen auch noch ein kleines, ver-. schließbares Wasserentleerungsventil 13 vorgesehen sein, um sämtliches Wasser aus dem Tankinhalt, beispielsweise zur Reinigung desselben, zu entfernen.

Zwischen dem Schnee-Einfüllschacht 4 im oberen Bereich des Tanks 3 und dem Schnee-Auswurfschaft 5 der Schneefräse 2 besteht vorzugsweise eine geschlossene starre oder elastische Verbindung 8; und

Fig. 2 zeigt den beispielhaften Aufbau eines erfindungsgemäß verwendeten geschlossenen, innenbeheizbaren Tanks 3 mit Schnee-Einfüllschacht 4 und Wasser-Ablaufstutzen 6.

Im Innern des Tanks 3 befindet sich die Heizung 9, die weiter oben bereits beschrieben worden ist. Der Tank 3 ist vorzugsweise doppelwandig (7, 7&min;) ausgebildet und innerhalb des Zwischenraums zwischen der Doppelwand befindet sich vorzugsweise eine Wärmeisolierung. Dadurch werden die Wärmeverluste auf ein Minimum reduziert.

Der Boden des Tanks 3 kann eben sein, wobei das obere Ende 10 des Wasser-Ablaufstutzens 6 vorzugsweise nach innen einige Zentimeter übersteht. Um den Wasser-Ablaufstutzen 6 herum kann aber auch eine Vertiefung 11 in dem Boden des Tanks 3 vorgesehen sein, in der sich das beim Entleeren nicht ablaufende Restwasser sammelt zum Betrieb eines eventuell verwendeten Dampfstrahlers. Auf dem oberen Rand 10 des Wasser-Ablaufstutzens 6 im Tankinnern ist vorzugsweise eine gitter- bzw. siebartig ausgebildete Heizspirale 12 angeordnet, die eine Verstopfung des Wasser-Ablaufs durch versehentlich in den Tank 3 eingebrachte Fremdkörper zuverlässig vermeidet und darüber hinaus eventuell ungeschmolzen gebliebene Schneereste oder Eisklumpen verflüssigt. Diese Heizspirale kann zweckmäßig in gleicher Weise betrieben werden wie die Heizung 9.

Unmittelbar neben dem Wasser-Ablaufstutzen 6 befindet sich vorzugsweise ein verschließbares Wasserauslaufventil 13, mit dessen Hilfe auch das Restwasser aus dem Tank 3 abgelassen werden kann, beispielsweise zu Reinigungszwecken.


Anspruch[de]
  1. 1. Schneeräum-Gerät mit einem fahrbaren oder selbstfahrenden Untersatz (Chassis) und einer darauf montierten Schneefräse, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich einen auf dem Untersatz (Chassis) (1) angeordneten, gegebenenfalls auswechselbaren, geschlossenen, innenbeheizbaren Tank (3) mit einem Schnee-Einfüllschacht (4) im oberen Bereich des Tanks (3), der mit dem Schnee-Auswurfschacht (5) der Schneefräse (2) in Verbindung steht, und einem Wasser-Ablaufstutzen (6) im unteren Bereich des Tanks (3) aufweist.
  2. 2. Schneeräum-Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tank (3) doppelwandig (7, 7) ausgebildet ist und gegebenenfalls eine zusätzliche Wärmeisolierung in dem Doppelwandzwischenraum aufweist.
  3. 3. Schneeräum-Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Schnee-Auswurfschacht (5) der Schneefräse (2) und dem Schnee-Einfüllschacht (4) des Tanks (3) eine starre oder elastische geschlossene Verbindung (8) besteht.
  4. 4. Schneeräum-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der im unteren Bereich des Tanks (3) angeordnete Wasserablauf-Stutzen (6) teleskopartig ausziehbar und verschließbar ist.
  5. 5. Schneeräum-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Tank (3) innenseitig angebrachte Heizstäbe (9) zum Aufheizen des Innenraums aufweist, die elektrisch oder mittels einer Kraftstoffheizung beheizbar sind.
  6. 6. Schneeräum-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern des Tanks ein Dampfstrahler zum Beheizen des Innenraums angebracht ist, der elektrisch oder mittels einer Kraftstoffheizung beheizbar ist.
  7. 7. Schneeräum-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern des Tanks (3) außerdem ein Wärmeaustauscher zum Beheizen des Innenraums angebracht ist, dem mittels der umgeleiteten Auspuffgase des Antriebsmotors für das Schneeräum-Gerät von außen Wärme zugeführt werden kann.
  8. 8. Schneeräum-Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampfstrahler benachbart zu dem Schnee- Einfüllschacht (4) mit nach unten gerichtetem Dampfstrahl angeordnet ist.
  9. 9. Schneeräum-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasser-Ablaufstutzen (6) des Tanks (3) einen kreisförmigen Querschnitt hat und mit seinem oberen Rand (10) in dem Tankboden nach innen übersteht, so daß um den Wasser-Ablaufstutzen (6) herum eine ringförmige Tankboden-Vertiefung (11) entsteht, in der sich das nicht ablaufende Restwasser für die Beschickung des Dampfstrahlers sammelt.
  10. 10. Schneeräum-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Tank (3) im Innern in Nachbarschaft zu dem Dampfstrahler einen geschlossenen oder oben offenen Vorratsbehälter für Wasser für den Betrieb des Dampfstrahlers aufweist.
  11. 11. Schneeräum-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß es in Form eines motorgetriebenen Tankwagen-LKW mit Fahrerkabine und fest montierter Schneefräse vorliegt.
  12. 12. Schneeräum-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß es in Form eines von Hand schiebbaren oder motorgetriebenen Untersatzes mit fest montierter Schneefräse und auswechselbarem Tank für den Handbetrieb zur Schneeräumung vor Privathäusern oder in öffentlichen Anlagen vorliegt.
  13. 13. Verfahren zum Schneeräumen unter Verwendung des Schneeräum-Gerätes nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der mittels der Schneefräse angesaugte Schnee durch Schnee-Auswurf- und Schnee-Einfüllschächte in den innenbeheizten Tank befördert wird, in dem der Schnee vorzugsweise mittels einer Heizung und/oder eines Dampfstrahlers zum Schmelzen gebracht und das dabei entstehende Wasser in einem Tank bei geschlossenem Wasserablauf-Stutzen so lang gesammelt wird, bis mittels eines Flüssigkeitsniveaustandanzeigers im Innern des Tanks bei einer vorgegebenen Tankfüllhöhe die Schneefräse abgeschaltet und das Schneeräum-Gerät zu der Wasserentladestelle, vorzugsweise ein Straßenkanal-Gully, transportiert wird, an der der Wasser-Ablaufstutzen des Tanks bis auf die gewünschte Länge ausgezogen und geöffnet wird zur schnellen Entleerung des Tanks und danach wieder geschlossen und eingefahren wird zur Fortsetzung der Schneeräumung.






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