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Dokumentenidentifikation DE4237963A1 19.05.1994
Titel Grundrahmen für Aggregate
Anmelder Erich Edlinger KG, 72213 Altensteig, DE
Erfinder Edlinger, Erich, 7271 Egenhausen, DE
Vertreter Ott, E., Dipl.-Ing., 72160 Horb; Neubauer, H., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 85051 Ingolstadt
DE-Anmeldedatum 11.11.1992
DE-Aktenzeichen 4237963
Offenlegungstag 19.05.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1994
IPC-Hauptklasse F16M 1/026
IPC-Nebenklasse F04B 21/00   F04C 15/00   
Zusammenfassung Es wird ein Grundrahmen für Aggregate, insbesondere für Antriebsaggregate von Hydraulikanlagen, vorgeschlagen, der aus zwei Seitenteilen (3, 4) besteht, die über Distanzelemente (10 bis 14) miteinander verbunden sind. Die Seitenteile (3, 4) sind als Gußteile mit Längsnuten (7, 8) ausgebildet, wobei deren C-förmiges Profil eine im Grundrahmen einliegende und längsverschiebbare Ölwanne (18) seitlich umgreift.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Grundrahmen für Aggregate gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es sind Grundrahmen für Antriebsaggregate von Hydraulikpumpen bekannt, die als Schweißkonstruktion aus Walzprofilen hergestellt sind. Die Walzprofile werden auf die jeweilige Länge geschnitten, geheftet, geschweißt, gerichtet und sandgestrahlt. Oftmals sind noch Schweißspannungen vorhanden, die sich beim spanabhebenden Bearbeiten durch Fräsen oder dergleichen freisetzen und zu Unebenheiten führen. Ein Hauptnachteil bekannter Grundrahmen besteht darin, daß die Befestigungslöcher immer individuell für die einzelnen Aggregate - wie Elektromotor, Pumpe, Verdichter - angefertigt werden müssen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Grundrahmen für Aggregate zu schaffen, der auf einfache Weise an Aggregate unterschiedlicher Abmessungen anpaßbar ist.

Die Lösung dieser Aufgabe erhält man durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale. Der Grundrahmen besteht im wesentlichen aus zwei parallel im Abstand angeordneten Leisten, die über Distanzstücke miteinander verbunden sind. In den Leisten ausgebildete T-Nuten ermöglichen in Verbindung mit T-Nutmuttern eine Positionierung der Befestigungsschrauben an beliebiger Stelle im Bereich der T-Nuten. Dadurch kann eine Anpassung an unterschiedliche Längsabstände von Befestigungslöchern auf einfachste Weise erreicht werden. Eine Anpassung an Aggregate mit sehr unterschiedlichen Breiten kann ebenfalls sehr einfach erfolgen, indem Distanzstücke zur Verbindung der Leisten mit entsprechender Länge ausgewählt werden. Der Grundrahmen erhält eine äußerst hohe Stabilität, wenn dessen Seitenteile, die die Leisten bilden, als Gußteile hergestellt werden. Ausführungen in Sphärogußkonstruktion besitzen eine besonders hohe Zähigkeit und Festigkeit. Derartige Gußkonstruktionen haben außerdem den Vorteil eines besseren Dämpfungsgrades als Stahlkonstruktionen aus Walzprofilen. Insbesondere bei Grundrahmen für Hydraulikaggregate ist die Dämpfung und die Vermeidung von Körperschall oftmals besonders wichtig.

Die Seitenteile können wenigstens eine durchgehende T-Nut aufweisen, wobei das linke und das rechte Seitenteil identisch sein können. Die Seitenteile haben vorzugsweise eine in etwa C-förmige Querschnittsform und sind so angeordnet, daß eine zwischen den Seitenteilen befindliche Ölwanne in den Seitenbereichen von den Seitenteilen geringfügig umschlossen wird. Dabei ist es besonders vorteilhaft, die Ölwanne längsverschiebbar im Grundrahmen anzubringen, so daß die Position der Ölwanne den jeweiligen Anforderungen entsprechend eingestellt werden kann. Für die Lagerhaltung und den Versand kann die Ölwanne vollständig in den Grundrahmen eingeschoben werden, um eine platzsparende Lagerung zu erhalten.

Eine aus Stabilitätsgründen sehr günstige Querschnittsform besitzt eine C-förmige Innenkontur und eine in etwa U- förmige Außenkontur. Die Enden der Schenkel der profilierten Seitenteile weisen zueinander und sind über Distanzelemente miteinander verschraubt oder in anderer Weise miteinander verbunden. Die in Grundrahmen einliegende Ölwanne kann auf Gummi lagern verschiebbar und mittels eines gummiummantelten Arretierelements in beliebiger Position arretierbar sein. Anstelle von Gummielementen können auch andere elastische Elemente Verwendung finden, um eine akustische Abkoppelung der Ölwanne vom Grundrahmen und damit auch von dem jeweiligen Aggregat zu erhalten. Körperschallschwingungen werden dadurch nicht auf die relativ großflächige Ölwanne übertragen.

Die Seitenteile können auch mehr als eine in deren Längsrichtung verlaufende T-Nut aufweisen, um Aggregate mit in unterschiedlichem Seitenabstand angeordneten Befestigungslöchern auf dem Grundrahmen befestigen zu können, ohne die Distanzelemente austauschen zu müssen. Der Grundrahmen kann dann auch einschließlich der Verbindungselemente zwischen den Seitenteilen als Gesamt- Gußkonstruktion ausgebildet sein.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Grundrahmens mit an seiner Stirnseite übersehender Ölwanne,

Fig. 2 das Profil der Seitenteile,

Fig. 3 die Stirnseite eines Grundrahmens ohne Ölwanne,

Fig. 4 die Seitenansicht eines Grundrahmens mit Ölwanne,

Fig. 5 die stirnseitige Ansicht des in Fig. 4 dargestellten Grundrahmens mit Ölwanne und

Fig. 6 ein Seitenteil mit seitlicher Lagerung für die Ölwanne.

In Fig. 1 ist ein Grundrahmen dargestellt, an dessen Oberseite ein hier nicht dargestelltes Aggregat, beispielsweise ein Antriebsaggregat eine Hydraulikpumpe, befestigt werden kann. Der Grundrahmen besitzt zu diesem Zweck im Abstand zueinander parallel verlaufende Befestigungsleisten 1, 2, die gleichzeitig die Seitenteile 3, 4 des Grundrahmens bilden. Die Seitenteile 3, 4 besitzen jeweils an der Auflagefläche 5, 6 eine in Längsrichtung verlaufende T-Nut 7, 8 in die T-Nutmuttern 9 längsverschiebbar eingreifen.

Die Seitenteile 3, 4 sind über Distanzelemente 10 bis 14 miteinander verschraubt, wodurch ein stabiler Grundrahmen entsteht. An dem Distanzelement 10 ragt nach unten ein elastisches Arretierelement 16 ab, das mittels einer Schraube 17 in der Höhe verstellt und gegen die darunter befindliche Ölwanne 18 gedrückt werden kann. Auf diese Weise kann die Ölwanne 18 in jeder gewünschten Position fixiert werden. Seitlich wird die Ölwanne 18 von der C- förmigen Innenkontur der Seitenteile 3, 4 teilweise umgriffen, wobei zusätzlich hier nicht dargestellte seitliche Führungselemente eine exakte Seitenführung für die Ölwanne 18 bilden können.

In Fig. 2 ist das Profil der Seitenteile 3, 4 gezeigt. Beide Seitenteile 3, 4 sind identische Gußteile mit jeweils einer T-Nut 7, 8, wie dies bei dem Grundrahmen von Fig. 1 der Fall ist.

In Fig. 3 sind die Seitenteile 3, 4, mittels Distanzelementen 10, 11 verbunden, wobei diese zusammen mit den Seitenteilen 3, 4 auch einen in Sphärogußkonstruktion hergestellten einstückigen Grundrahmen bilden können.

Die Seitenansicht von Fig. 4 zeigt mit unterbrochener Linie 19 wie weit die Ölwanne 18 aus dem Grundrahmen an der Stirnseite 20 überstehen kann.

In Fig. 5 ist die Stirnseite 20 des Grundrahmens von Fig. 4 mit Ölwanne 18 dargestellt. Das Arretierelement 16 steht an dem Distanzelement 10 nach unten ab und drückt gegen die Ölwanne 18, die an ihrer Unterseite auf elastischen Lagerelementen 21, 22 aufliegt. Die Lagerelemente 21, 22 können an einem unteren Distanzelement 11 nach oben abstehen, so daß durch ein Verstellen des Arretierelements 16 nach unten die Ölwanne 18 zwischen Arretierelement 16 und den elastischen Lagerelementen 21, 22 in einer gewünschten Position festgeklemmt werden kann.

Fig. 6 zeigt den Querschnitt des linksseitigen Seitenteils 3 im Bereich eines seitlich an der Ölwanne 18 angreifenden elastischen Lagerelements 23. Dieses Lagerelement hat ein U-förmiges Profil, besteht aus Gummi oder dergleichen und liegt in einem U-förmigen Bügel 24 ein, der mittels einer Stellschraube 25 gegen die Ölwanne 18 verstellbar ist. Mittels einer Kontermutter 26 kann das Lagerelement 23 in der gewünschten Position arretiert werden. Das Lagerelement 23 verhindert die Übertragung von Körperschall auf die Ölwanne 18 und dient gleichzeitig als Längsführung für die Ölwanne 18.


Anspruch[de]
  1. 1. Grundrahmen für Aggregate, insbesondere für Antriebsaggregate von Hydraulikpumpen, der zwei im Abstand zueinander parallel verlaufende Befestigungsleisten hat, an denen mittels Befestigungselementen ein an deren Auflageflächen aufgesetztes Aggregat lösbar zu befestigen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Befestigungsleisten (1, 2) Seitenteile (3, 4) des Grundrahmens bilden, mit jeweils einer an deren Auflageflächen (5, 6) eingelassenen, in Längsrichtung verlaufenden T-Nut (7, 8), in die T-Nutmuttern (9) längsverschiebbar eingesetzt sind, wobei die Seitenteile (3, 4) über Distanzelemente (10 bis 14) miteinander verbunden sind.
  2. 2. Grundrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenteile (3, 4) Gußteile mit jeweils einer durchgehenden T-Nut (7, 8) sind.
  3. 3. Grundrahmen nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenteile (3, 4) eine C-förmige Querschnittsform haben.
  4. 4. Grundrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Seitenteilen (3, 4) im Grundrahmen eine in Längsrichtung an einer Stirnseite (20) des Grundrahmens herausschiebbare und arretierbare Ölwanne (18) wenigstens teilweise einliegt.
  5. 5. Grundrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenkontur des Querschnitts der Seitenteile (3, 4) C- förmig und die Außenkontur U-förmig ist, wobei die offene Seite des Profils eines Seitenteils dem jeweils anderen Seitenteil zugewandt ist.
  6. 6. Grundrahmen nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das C- förmige Profil der Seitenteile (3, 4) die einliegende Ölwanne (18) seitlich umgreift.
  7. 7. Grundrahmen nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ölwanne (18) mittels elastischer Lagerelemente (21, 22) gelagert ist und ein elastisches Arretierelement (16) zur Arretierung an der Ölwanne (18) angreift.
  8. 8. Grundrahmen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerelemente (23) seitlich an der Ölwanne (18) angreifen und eine Längsführung bilden.
  9. 9. Grundrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Seitenteil zwei oder mehr parallele T-Nuten an der Auflagefläche (5, 6) ausgebildet sind.






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