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Dokumentenidentifikation DE4239632A1 01.06.1994
Titel Rundballenhäcksler mit zwei Auswurf-Versionen
Anmelder Völk Maschinenbau GmbH, 86899 Landsberg, DE
Erfinder Völk, Polykarp, 8910 Landsberg, DE
DE-Anmeldedatum 26.11.1992
DE-Aktenzeichen 4239632
Offenlegungstag 01.06.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.1994
IPC-Hauptklasse A01F 29/12
Zusammenfassung Es wird ein Rundballenhäcksler beschrieben, bei dem das stirnseitig angeordnete Gebläse zwei Auswurföffnungen aufweist, so daß über eine einstellbare Windwurfklappe die seitliche Strohwurfrichtung wahlweise eingestellt werden kann und durch Schließen derselben mittels Türe und Entfernen der unteren Gebläse-Wanne das Stroh nahezu drucklos auch nach unten ausgetragen werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Rundballenhäcksler zum Häckseln von Stroh- und Heurundballen mit den Merkmalen des Gattungsteils des Anspruchs 1.

Es sind Rundballenhäcksler mit messerbestückten Abfräswalzen, Förderboden, und stirnseitig angeordneten Austragsflügeln allgemein bekannt.

So ist aus der FR 2 585 535 ein Rundballenhäcksler bekannt, der eine Abfräswalze, einen Förderboden, und einen dahinter geschalteten Austragsflügel aufweist. Dieser Rundballenhäcksler fördert mittels dem dahinter geschalteten Austragsflügel das gehäckselte Stroh in Fahrtrichtung rechts oben, sowie in Fahrtrichtung links unten über ein sich verjüngendes Auswurfrohr aus. Der relativ kleine Durchlaß erfordert eine hohe Flügeldrehzahl, da sonst Verstopfungen auftreten. Außerdem werden durch den konzentrierten Strohstrahl die sich im Stroh befindlichen Steine mit ausgeschleudert, was gerade beim Einstreuen in Ställen zu Verletzungen der Tiere führen kann. Durch die hohe Drehzahl des Flügelrades ist auch eine erhebliche Lärmbelästigung gegeben, die zur Beunruhigung der Tiere führt. Eine gewünschte Teppich-Strohlage für die verschiedensten Stallsysteme kann mit der oben genannten Maschine nicht durchgeführt werden.

Weiterhin ist ein Rundballenhäcksler bekannt, der den Rundballen in bekannter Weise über einen Förderboden zum Drehen bringt und über die dahinter geschaltete Frästrommel den Rundballen kontinuierlich abfräst, so daß das Stroh in voller Breite nach unten abfällt und den gewünschten Strohteppich erzielt. Nachteilig ist bei dieser Ausführung, daß durch Fehlen eines Gebläses das Stroh nicht über größere Distanzen gefördert werden kann.

Es stellt sich daher die Aufgabe einen Rundballenhäcksler der eingangs genannten Art zu schaffen, der die aufgeführten Nachteile vermeidet und insbesondere die Möglichkeit bietet für die verschiedenen Stallarten die Strohaustragung zu wählen.

Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des kennzeichneten Teils des Anspruchs 1 gelöst.

Das Gebläse-Gehäuse weist einen nach oben ansteigenden Auswurfkanal auf, der eine groß dimensionierte Öffnung hat, die etwa bis zur Mitte des Gebläse-Gehäuses reicht. In diesem Auswurfkanal ist eine einstellbare Windleitklappe zugeordnet, so daß wahlweise die gewünschten Strohauswurfrichtungen eingestellt werden können. Gleichzeitig weist die erfindungsgemäße Vorrichtung eine unten abnehmbare Bodenwanne auf, so daß durch Schließen des oberen Auswurfkanals mittels Türe und ganz nach unten eingestellter Windwurfklappe das Stroh mit geringem Druck nach unten ausgetragen und so der gewünschte Strohteppich erzielt wird.

Durch die erfindungsgemäße Anordnung wird eine verblüffend einfache variable Strohaustragung erzielt. Ein weiterer Vorteil ist der, daß durch die großen Auswurfschächte auch bei geringer Drehzahl des Flügelrades das Stroh nahezu drucklos ausgebracht wird und ein Verstopfen des Gebläses nicht auftreten kann.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen näher beschrieben.

Hier zeigt

Fig. 1 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Rundballenhäckslers mit aufgenommenen Rundballen.

Fig. 2 eine Frontsicht des erfindungsgemäßen Rundballenhäckslers.

Im folgenden wird die Arbeitsweise des Rundballenhäckslers anhand der Abbildungen näher erläutert.

Um einen Rundballen 9 zu verarbeiten, wird der Rundballenhäcksler 1 über Anlenkpunkte 5 am Schlepper befestigt und über die Zapfwelle 10 angetrieben. Der Rundballen 9 wird in den Häcksler 1 eingebracht und gelangt auf den Förderboden 8, wobei er kontinuierlich in Drehung versetzt und mittels Frästrommel 7 abgefräst und das gehäckselte Gut dem Flügelrad 4 zugeführt wird.

Das Gebläse-Gehäuse 12 weist einen nach oben steigenden Auswurfkanal 11 auf, in dem sich eine einstellbare Windleitklappe 2 befindet, so daß das Stroh in die jeweils gewünschte Richtung geblasen werden kann. Die Öffnung des Wurfkanals 11 ist groß dimensioniert und reicht nahezu bis zur Mitte des Gebläse-Gehäuses 12.

Soll das Stroh nach unten ausgetragen werden, wird dies durch Abnehmen der unteren Gebläse-Wanne 6 erzielt, wobei die Windleitklappe 2 nach unten gestellt und die Türe 3 am Wurfkanal 11 geschlossen wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Rundballenhäcksler (1) für Stroh- und Heurundballen (9), mit einem Förderboden (8), einer Abfräswalze (7), einem Auswurfflügel (4), dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse-Gehäuse (12) einen nach oben ansteigenden großdimensionierten Auswurfkanal (11), sowie einen unteren Auswurfschacht (13) aufweist, der durch Abnehmen der unteren Gebläse-Wanne (6) frei wird.
  2. 2. Rundballenhäcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich im oberen Auswurfkanal (11) eine einstellbare Windleitklappe (2) befindet.
  3. 3. Rundballenhäcksler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswurfkanal (11) mittels einer Türe (3) verschließbar ist.






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