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Die Verwendung von L-(-)-Menthol als Akarizid. - Dokument DE68912498T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE68912498T2 23.06.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0363888
Titel Die Verwendung von L-(-)-Menthol als Akarizid.
Anmelder Daikin Industries, Ltd., Osaka, JP
Erfinder Suita, Yasunori, Matsubara-shi Osaka-fu, JP;
Masutani, Tetsuya, Osaka-shi Osaka-fu, JP
Vertreter Eitle, W., Dipl.-Ing.; Hoffmann, K., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Lehn, W., Dipl.-Ing.; Füchsle, K., Dipl.-Ing.; Hansen, B., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Brauns, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Görg, K., Dipl.-Ing.; Kohlmann, K., Dipl.-Ing.; Ritter und Edler von Fischern, B., Dipl.-Ing.; Kolb, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte; Nette, A., Rechtsanw., 81925 München
DE-Aktenzeichen 68912498
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 10.10.1989
EP-Aktenzeichen 891187759
EP-Offenlegungsdatum 18.04.1990
EP date of grant 19.01.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.06.1994
IPC-Hauptklasse A01N 31/06

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft die Verwendung von L-(-)-Menthol als ein Milbenmittel und ein Milbenbekämpfungspräparat und eine Milbenbekämpfungszusammensetzung, die dieses enthält. Das Milbenbekämpfungsmittel und das Milbenbekämpfungspräparat und die Zusammensetzung sollen im Hause befindliche Milben töten oder vertreiben.

Dermatophagoides farinae und Dermatophagoides pteronyssinus können Dermatitis und Allergien verursachen. Chelacaropsis sp. Bisse können ein Jucken verursachen. Demnach sind derartige Milben zuhause für die menschliche Gesundheit schädlich und verschlechtern die hygienischen Zustände.

Um die Milben zu kontrollieren, wurden viele Insektizide, z.B. organische Phosphate und Pyrethroide vorgeschlagen und auf den Markt gebracht. Jedoch haben sie eine unzureichende Wirksamkeit, d.h. sie können das Wachstum von Milben nur temporär unterdrücken. Demzufolge is die wiederholte Verwendung der Insektizide erforderlich, was insbesondere für Kinder und alte Personen eher toxisch als hygienisch vorteilhaft ist, insbesondere in dem Fall von synthetischen Insektiziden vom Spraytyp.

Es wurde festgestellt, daß die Milben typischerweise in Bettzeug, wie eine Matratze, eine Decke, ein Kissen und Tücher wachsen. Die epidemiologische Korrelation zwischen dieser Tatsache und einem Asthmaanfall während des Aufenthaltes im Bett wird durch viele Ärzte hervorgehoben. Jedoch war ein effizientes und sicheres Milbenbekärnpfungsmittel nicht bekannt.

Ein Ziel dieser Erfindung liegt darin, ein hochwirksames und sicheres Milbenbekämpfungsmittel zur Verfügung zu stellen. Diese Erfinder haben nun festgestellt, daß L-(-)-Menthol eine stark steuernde Wirkung gegen Milben zuhause aufweist. Demgemäß schlägt diese Erfindung die Verwendung von L-(-)- Menthol als ein Milbenmittel, ein Milbenbekämpfungspräparat in der Form einer synthetischen Harzform, umfassend L-(-)- Menthol als eine Wirksubstanz, und eine Milbenbekämpfungszusammensetzung vor, besehend aus dem Milbenbekämpfungspräparat und einem Trocknungsmittel.

Die Fig. 1a, 1b, 2a, 2b, 3a, 3b, 4a und 4b zeigen die milbenvertreibende Wirkung nach dem Anordnen dieses Milbenbekämpfungsmittels und des Milbenbekämpfungspräparates in Schalen, die die Milben enthalten. Die Zusätze "a" und "b" zu den Figurennummern beziehen sich auf das Milbenmittel bzw. das Milbenbekämpfungspräparat. Die schwarzen Punkte in den Figuren zeigen die Stelle der Milben.

Fig. 1a und 1b zeigen die milbenvertreibende Wirkung unmittelbar nach der Anordnung der Proben, die unmittelbar nach ihrer Herstellung verwendet wurden.

Fig. 2a und 2b zeigen die milbenvertreibende Wirkung 10 Minuten nach der Anordnung der Proben, die unmittelbar nach ihrer Herstellung verwendet wurden.

Die Fig. 3a und 3b zeigen die milbenvertreibende Wirkung unmittelbar nach der Anordnung der Proben, die 24 Stunden nach ihrer Herstellung verwendet wurden.

Die Fig. 4a und 4b zeigen die milbenvertreibende Wirkung 10 Minuten nach der Anordnung der Proben, die 24 Stunden nach ihrer Herstellung verwendet wurden.

L-(-)-Menthol, das eines der Hauptbestandteile von Pfefferminzöl ist, ist für den menschlichen Körper vollkommen sicher und wurde in Kosmetika, Nahrungsmittel, Medizin u.s.w. verwendet.

Obwohl Pfefferminzöl als solches natürlich für die Milbenbekämpfung aktiv ist, ist es weniger wirksam als L-(-)- Menthol pro Gewichtsteinheit, wie im nachfolgend beschriebenen Beispiel 1 gezeigt wird. Weiterhin kann von Pfefferminzöl nicht immer erwartet werden daß es eine gleichmäßige Wirksamkeit aufweist, da die Zusammensetzung eines derartigen natürlichen Materials variieren kann. Daher ist L-(-)-Menthol mehr als das Milbenmittel bevorzugt als Pfefferminzöl.

Ebenso ist bei der Herstellung des Milbenbekämpfungspräparates, das unten beschrieben ist, L-(-)-Menthol vorteilhafter als Pfefferminzöl. Bei einer normalen Temperatur ist das zuerst genannte in einer kristallinen Form vorhanden, während das zuletzt genannte in flüssiger Form vorliegt. Daher kann das zuerst genannte leichter mit dem synthetischen Harz verknetet und dann geformt werden, insbesondere wenn die aktive Substanz in einer hohen Konzentration verwendet wird.

L-(-)-Menthol ist ein stark flüchtiges Material. Daher kann es als solches verwendet werden, wenn eine temporäre milbenbekämpfende Wirkung erforderlich ist.

Um das allgemeine Erfordernis einer lang anhaltenden milbenbekämpfenden Wirksamkeit zu erfüllen, kann L-(-)- Menthol in die synthetische Harzform eingefügt werden. L-(-)- Menthol, das gegebenenfalls in eine Mikrokapsel oder mit Cyclodextrin eingekapselt werden kann, wird mit dem synthetischen Marz geknetet und dann geformt, unter Erhalt des erfindungsgemäßen Milbenbekämpfungspräparates in der Form des Blattes, einer Platte, eines Körnchens und so weiter.

Der Gehalt an L-(-)-Menthol bei dem Präparat kann in dem Bereich von 0,1 bis 99 Gew.% unter Berücksichtigung beispielsweise der Art der Milbe, die kontrolliert werden soll, und der Zusammensetzung des Präparates variieren.

Als synthetisches Harz können sowohl wärmehärtbare als auch thermoplastische Harze verwendet werden.

Beispiele des wärmehärtbaren Harzes sind Harnstoff- Formaldehydharz, Melamin-Formaldehydharz, Phenolnovolak, Resolharz, Epoxyharz und ungesättigtes Polyesterharz. L-(-)- Menthol wird in einem Präpolymer des wärmehärtbaren Harzes aufgelöst oder dispergiert und dann zur Bildung einer gewünschten Form ausgehärtet.

Als thermoplastisches Harz können die folgenden Harze verwendet werden: Polyolefine wie Polyethylen und Polypropylen, halogenierte Polyolefine wie Polyvinylchlorid und Polyvinylidenchlorid, Polystyrol und Derivate davon, Acrylharz, Polyacrylstyrol, ABS-Harz, Polyacetalharz, Polyethylenterephthalatharz und Polybutylentherephthalatharz.

Es ist ebenso moglich, ein Elastomer wie Polybutadien, Polyisopren, natürlicher Gummi oder Styrol-Butadien-Copolymer zu verwenden. In einem solchen Fall wird L-(-)-Menthol mit dem Elastomer verknetet und dann wird damit eine Vulkanisierung durchgeführt.

Aus der Harzform wird gasförmiges L-(-)-Menthol graduell freigelassen. Der verzögernde milbenbekämpfende Effekt kann somit erzieht werden. Die Milben werden entsprechend der Konzentration des gasförmigen Menthols getötet oder vertrieben.

Die verzögerte Freilassung von L-(-)-Menthol kann weiter verbessert werden, wenn Menthol, das durch ein anorganisches Material absorbiert wird, in das synthetische Harz eingefügt wird. Als anorganisches Absorbens können beispielsweise Silicagel, Alumina, Zeolith, Kalziumcarbonat und Aktivkohle verwendet werden.

Erfindungsgamäß kann das Milbenbekämpfungspräparat, umfassend L-(-)-Menthol als aktive Substanz, mit einem Trocknungsmittel wie Kalziumchlorid, Silicagel, Natriumsulfat, Magnesiumsulfat, Calciumcarbonat oder Phosphorpentoxid kombiniert werden, zur Herstellung der Milbenbekämpfungszusammensetzung. Wenn diese Milbenbekämpfungszusammensetzung verwendet wird, kann das Kontrollieren der Milben und die Entfeuchtung des Bettzeugs gleichzeitig durchgeführt werden. Somit ist die Milbenbekämpfungszusammensetzung aufgrund des Gehaltes des Trocknungsmittels synergistisch wirksam.

Diese Erfindung wird detaillierten unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Beispiele erlautert.

Beispiel 1

Milbenbekämpfungswirkung gegen Dermatophagoides farinae.

20 Milben wurden an ihrer Rückseite auf einem Objektträger mit Hilfe eines doppelt beschichteten Klebebandes fixiert. Der Objektträger wurde in einer Petrischale aus Kunststoff mit einem Durchmesser von 14 cm (Volumen 240 ml) angeordnet.

Dann wurde in die Schale ein Beobachtungsglas mit einem Durchmesser von 6 cm angeordnet, das eine vorher bestimmte Menge eines Testmaterials enthielt. Ein Filterpapierstück, das Wasser enthielt, wurde ebenfalls in die Schale für den Feuchtigkeitsrückhalt gegeben. Dann wurde die Schale mit einem Deckel bedeckt. Die milbenbekämpfende Wirkung wurde nach 24 Stunden bewertet. Die Testmaterialien waren L- Menthol, L-Menthon und Pfefferminzöl.

Da L-Menthol in einer kristallinen Form vorlag, wurde es in n-Hexan aufgelöst und in das Beobachtungsglas gegossen. Das Lösungsmittel wurde dann bei einer normalen Temperatur zur Herstellung einer L-Mentholprobe eingeengt.

Als eine Kontrolle wurde die gleiche Untersuchung durchgeführt, ohne daß irgendein Testmaterial verwendet wurde.

Die Ergebnisse waren wie folgt:

Milbenbekämpfende Wirkung:
L-Menthol Wirkung L-Menthon Wirkung Pfefferminzöl Wirkung Bemerkung: ++ = Vollständiger Tod + = Todesrate 80% - = Todesrate weniger als 30%.

Beispiel 2

Vergleich der Dauer der milbenbekämpfenden Wirkung von L-(-)- Menthol und Pellets, die dieses enthielten, gegen Dermatophagoides farinae.

Ein Beobachtungsglas, das ein Testmaterial enthielt, wurde in die gleiche Petrischale gegeben, die bei Beispiel 1 verwendet wurde. Nachdem die Schale 2 Stunden lang unbedeckt gelassen war, wurde der gleiche Objektträger mit 20 Milben wie bei Beispiel 1 in die Schale gegeben. Dann wurde die Schale mit einem Deckel bedeckt und mit einem Kunststoffilm geschlossen. Nach 15 Stunden wurden die überlebenden Milben gezählt.

Die folgenden Testmaterialien wurden verwendet:

A. 1 mg L-(-)-Menthol

B. 3 Pellets mit einem Gesamtgewicht von 50 mg, die durch Einfügen von L-(-)-Menthol (Gesamtgewicht 0,8 mg) in Solpren bergestellt waren, das ein Harz ist, verkauft von ASAHI CHEMlCAL INDUSTRY.

Die Ergebnisse waren wie folgt:

Testmaterial Überlebenszahl

Beispiel 3

Vergleich der Dauer der milbenvertreibenden Wirkung von L-(-)-Menthol und eines Pellets, das dieses enthält, gegen Tyrophagus putrescentiae.

Ein Stück Filterpapier (2 x 2 mm), das 0,3 mg L-(-)-Menthol adsorbiert, und ein Pellet, das 0,24 mg L-(-)-Menthol enthält, das auf die gleiche Weise wie die Pellets von Beispiel 2 hergestellt war, wurden als Testproben verwendet. Diese Proben wurden unmittelbar nach ihrer Herstellung und nach einer Lagerung von 24 Stunden bei Raumtemperatur untersucht.

In Petrischalen, die jeweils einen Durchmesser von 6 cm hatten, wurde eine Vielzahl der Milben gegeben. Jede Probe wurde in die Mitte der Schale gegeben. Mikrophotographische Aufnahmen der Schalen wurden unmittelbar nach und 10 Minuten nach der Anordnung der Proben aufgenommen. Eine Kopie einer Serie von mikrophotographischen Aufnahmen ist in den Figuren gezeigt, wobei schwarze Punkte in den Figuren die Stelle der Milben anzeigen.

Fig. 1a und 1b zeigen die milbenvertreibende Wirkung unmittelbar nach der Anordnung der Proben, die unmittelbar nach ihrer Herstellung verwendet wurden. Nachfolgend beziehen sich die Zusätze "a" und "b" bei den Figurenzahlen auf die Filterpapierprobe bzw. die Pelletprobe.

Fig. 2a und 2b zeigen die milbenvertreibende Wirkung 10 Minuten nach der Anordnung der Proben, die unmittelbar nach ihrer Herstellung verwendet wurden.

Fig. 3a und 3b zeigen dis milbenvertreibende Wirkung unmittelbar nach der Anordnung der Proben, die 24 Stunden nach ihrer Herstellung verwendet wurden.

Fig. 4a und 4b zeigen die milbenvertreibende Wirkung 10 Minuten nach der Anordnung der Proben, die 24 Stunden nach ihrer Herstellung verwendet wurden.


Anspruch[de]

1. Verwendung von L-(-)-Menthol als ein Milbenbekämpfungsmittel.

2. Milbenbekämpfungspräparat in der Form einer synthetischen Harzförm umfassend L-(-)-Menthol als eine aktive Substanz.

3. Milbenbekämpfungspräparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein anorganisches Adsorbens nit L-(-)-Menthol in das synthetische Harz eingefügt ist.

4. Milbenbekämpfungspräparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es in der Form eines Kügelchens vorhanden ist.

5. Milbenbekämpfungszusammensetzung, bestehend aus dem Milbenbekämpfungspräparat nach Anspruch 2 und einem Trocknungsmittel.







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