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Dokumentenidentifikation DE68911952T2 28.07.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0330163
Titel Flammfeste Stapelfasermischung.
Anmelder Teijin Ltd., Osaka, JP
Erfinder Tanaka, Makoto, Toyonaka-shi Osaka, JP;
Katsu, Mutsuo, Iwakuni-shi Yamaguchi, JP;
Seki, Tadashi, Osaka-shi Osaka, JP
Vertreter Stellrecht, W., Dipl.-Ing. M.Sc.; Grießbach, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Haecker, W., Dipl.-Phys.; Böhme, U., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Beck, J., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Wößner, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 70182 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 68911952
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 22.02.1989
EP-Aktenzeichen 891030538
EP-Offenlegungsdatum 30.08.1989
EP date of grant 05.01.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.07.1994
IPC-Hauptklasse D02G 3/04
IPC-Nebenklasse D01F 6/60   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine flammfeste Stapelfasermischung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Im einzelnen betrifft die vorliegende Erfindung eine flammfeste Stapelfasermischung, welche für flammfeste Kleidung usw. für Leute, die Flammen ausgesetzt sind, wie beispielsweise Feuerwehrmänner, Flieger, Rennfahrer und Personal in Kraftwerken und Chemiefabriken, zweckdienlich ist.

Eine flammfeste Stapelfasermischung der oben angegebenen Art ist aus US-A-4 120 914 bekannt. Dieses Schriftstück offenbart eine Fasermischung mit einem p-Aramidfasergehalt von 45 bis 55 Gewichtsprozent. Jedoch lehrt dieses Schriftstück nicht die Beschränkung auf m-Aramidfasern mit einer thermischen Schrumpfspannung von 130 mg/den (1 den = 1,1 dtex) oder weniger bei 350º C.

Gleichfalls enthalten die Patentschriften US-A-4 198 494, welche eine Fasermischung mit 15 oder mehr Gewichtsprozent an m-Aramidfasern und 3 bis 20 Gewichtsprozent an p-Aramidfasern offenbart, und EP-A-0 237 451, welche ebenfalls eine Fasermischung offenbart, nichts bezüglich der spezifischen charakteristischen Eigenschaften der beanspruchten Erfindung gemäß Anspruch 1.

Allgemein bekannt ist, daß flammhemmend ausgerüstete Baumwoll-, Wollfasern und flammhemmende Polyvinylalkoholfasern und Rayonfasern gegen Flammen beständig und thermisch nicht schmelzbar und daher zweckdienlich für die Herstellung von flammfester Kleidung sind.

Einige der obengenannten Fasern sind jedoch insofern von Nachteil, als sie bei der Verwendung für flammfeste Kleidung keine befriedigende Flammfestigkeit bzw. Wärmebeständigkeit aufweisen, wenn sie hohen Temperaturen von 200º C oder mehr über längere Zeit ausgesetzt werden.

Ebenfalls bekannt ist, daß karbonisierte Rayonfasern und Polybenzimidazolfasern eine ausgezeichnete Hitze- und Flammfestigkeit aufweisen und zur Verwendung für hitze- und flammfeste Kleidung von Nutzen sind. Diese Fasern haben jedoch den Nachteil, daß ihre Färbbarkeit schlecht ist, und daher sind solche Fasern bei der Verwendung für Kleidung nicht zufriedenstellend. Außerdem besitzen sie keine(n) befriedigenden Griff und mechanische Festigkeit.

Demgemäß werden gegenwärtig Poly-(m-phenylenisophthalamid)- Fasern, welche eine befriedigende Hitze- und Flammfestigkeit und mechanische Festigkeit aufweisen und in jeder Farbe eingefärbt werden können, weitverbreitet für flammfeste Kleidung verwendet. Die m-Aramidpolymer-Fasern sind jedoch insofern von Nachteil, als Kleidung aus m-Aramidpolymer-Fasern leicht thermisch geschrumpft oder perforiert wird und reißt, wenn sie Flammen ausgesetzt ist.

Um die obengenannten Nachteile der m-Aramidpolymer-Fasern zu überwinden wird in JP-A-49-110,921 ein flammfester Gegenstand aus Fasern offenbart, umfassend 20 bis 90 Gew.-% vollaromatische Polyamidfasern und 10 bis 80 Gew.-% flammhemmende Fasern, welche karbonisiert werden, während die Form der Fasern desselben beibehalten wird, wenn er Flammen ausgesetzt wird.

Die vollaromatischen Polyamidfasern sind dieselben wie die m-Aramidpolymer-Fasern.

Die Hitze- und Flammfestigkeit des in der obengenannten japanischen Veröffentlichung offenbarten Artikels aus flammfesten Fasern ist immer noch insofern nicht befriedigend, als der Faserartikel, wenn er Flammen ausgesetzt wird, seine gegenständliche Form nicht über den Zeitraum beibehalten kann, welcher dafür benötigt wird, ihn aus den Flammen zu ziehen, ohne durch- und aufzubrechen. Das heißt, daß der herkömmliche Artikel aus flammfesten Fasern unter bestimmten Bedingungen bzw. in einer bestimmten Umgebung nicht verwendbar ist.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer flammfesten Stapelfasermischung, welche zum Herstellen von Kleidung aus flammfesten Fasern von Nutzen ist, wobei die Kleidung über einen für das Herausziehen aus den Flammen benötigten Zeitraum hinweg ihre Gestalt und Größe unverändert beibehält, ohne durch- und aufzubrechen.

Die obengenannte Zielsetzung kann durch die flammfeste Stapelfasermischung des oben angegebenen Typs erreicht werden, wobei die Mischung gemäß der vorliegenden Erfindung durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gekennzeichnet ist.

Daher umfaßt die erfindungsgemäße Mischung:

(A) 80 bis 97 Gewichtsteile Stapelfasern, welche ein m-Aramidpolymer-Material umfassen und eine thermische Schrumpfspannung von 130 mg/denier (1 den = 1,1 dtex) oder weniger bei einer Temperatur von 350º C aufweisen; und

(B) 3 bis 20 Gewichtsteile Stapelfasern, welche ein p-Aramidcopolymer-Material mit einer höheren Flammfestigkeit als die der m-Aramid-Stapelfasern (A) umfassen und gleichmässig mit den m-Aramid-Stapelfasern (A) vermischt sind.

Gegebenenfalls umfaßt die erfindungsgemäße flammfeste Stapelfasermischung ferner 240 Gewichtsteile oder weniger der zusätzlichen Stapelfasern (C), welche nicht schmelzbar sind und eine niedrigere thermische Schrumpfspannung haben als die der m-Aramid-Stapelfasern (A) und welche gleichmäßig mit den Stapelfasern (A) und (B) vermischt sind.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Die Mischung aus flammfesten Stapelfasern (kurz oder geschnitten) der vorliegenden Erfindung umfaßt 80 bis 97 Gewichtsteile m-Aramidpolymer-Stapelfasern (A) und 3 bis 20 Gewichtsteile p-Aramidcopolymer-Stapelfasern (B), welche gleichmäßig mit den m-Aramidpolymer-Stapelfasern (A) vermischt sind.

Die m-Aramidpolymer-Stapelfasern (A) weisen bei einer Temperatur von 350º C eine thermische Schrumpfspannung von 130 mg/de nier (1 den = 1,1 dtex) oder weniger auf.

Die in den Fasern erzeugte thermische Schrumpfspannung wird auf die folgende Weise bestimmt.

Eine Faserprobe mit einem Titer von 50 bis 200 denier wird aus einem Bündel aus einer Vielzahl von Fasern, welche parallel zueinander angeordnet sind und eine Länge von 200 mm aufweisen, hergestellt.

Ein Ende der Probe wird in einem Testgerät befestigt und das andere Ende der Probe mit einer Last beaufschlagt. Die die Probe umgebende Atmosphäre wird allmählich mit einer Temperaturanstiegsgeschwindigkeit von 10º C/min auf eine Temperatur von 350º C aufgeheizt und die Länge der Probe bei 350º C gemessen. Eine Veränderung der Länge der Probe bei 350º C unter Last wird bestimmt. Dieselbe Messung wie oben beschrieben wird mindestens dreimal wiederholt, wobei die auf die Probe wirkende Last mindestens dreimal verändert wird.

Die resultierenden Daten werden in Rechteckkoordinaten eingetragen, worin die Ordinate die Veränderung (Zunahme oder Abnahme) der Länge der Probe und die Abszisse die auf die Probe wirkende Last anzeigen, um eine Kurve zu erhalten, die die Abhängigkeit zwischen der Last und der Längenänderung der Probe darstellt. Die Kurve wird bis zum Schnittpunkt mit der Abszisse verlängert. Der Schnittpunkt mit der Abszisse zeigt eine Last an, bei welcher die Längenänderung der Probe bei einer Temperatur von 350º C Null ist. Die Last entspricht einer thermischen Schrumpfspannung der Probe bei der Temperatur von 350º C.

Dann wird die Veränderung in der Probenlänge tatsächlich unter einer Last bei 350º C gemessen, um zu prüfen, ob die bestimmte Last korrekt ist oder nicht. Falls sie korrekt ist, wird die thermische Schrumpfspannung der Probe bei 350º C als der bestimmte Wert der Last angenommen.

Die m-Aramidpolymer-Stapelfasern mit einer thermischen Schrumpfspannung von 130 mg/denier (1 den = 1,1 dtex) oder weniger bei einer Temperatur von 350º C kann durch verschiedene Verfahren hergestellt werden. Beispielsweise wird die Zusammensetzung des m-Aramidpolymer-Materials durch Vermischen von mindestens einem Typ von Poly-m-phenylenisophthalamid-Copolymer mit einem Poly-m-phenylenisophthalamid-Homopolymer verändert, und die erhaltene Polymermischung mit modifizierter Zusammensetzung wird in Stapelfasern umgewandelt. In einem anderen Beispiel wird die Eigenschaft der thermischen Schrumpfspannung der m-Aramidpolymer-Stapelfasern verändert, indem die Bedingungen der Faserherstellung, beispielsweise die Spinngeschwindigkeit, das Verstreckungsverhältnis, die Bedingungen für die Wärmebehandlung und für die Entspannungsbehandlung verändert werden.

Die als die Stapelfasern (A) der vorliegenden Erfindung verwendbaren m-Aramidpolymer-Stapelfasern umfassen die Polymermischungen von Poly-m-phenylenisophthalamid-Homopolymer mit wenigstens einem der folgenden aromatischen Polyamidpolymere.

(a) Aromatische Polyamidpolymere, umfassend eine aus einer aromatischen Dicarbonsäure bestehenden Säurekomponente, beispielsweise Isophthalsäure oder Terephthalsäure, und eine Aminkomponente, bestehend aus 35 bis 100 Mol% Xyloldiamin und 0 bis 65 Mol% eines aromatischen, von dem Xyloldiamin verschiedenen Diamins, z.B. m-Phenylendiamin oder p-Phenylendiamin, wie beispielsweise in JP-A-55-21406 offenbart.

(b) Aromatische Polyamidpolymere, umfassend eine aus einer aromatischen Dicarbonsäure bestehenden Säurekomponente, beispielsweise Isophthalsäure oder Terephthalsäure, und eine Aminkomponente, bestehend aus 40 bis 100 Mol% eines substituierten Phenylendiamins mit mindestens einem aus einem Alkylradikal bestehenden Substituenten mit 1 bis 4 C-Atomen und 0 bis 60 Mol% eines von dem alkylsubstituierten Phenylendiamin verschiedenen aromatischen Diamins, z.B. m-Phenylendiamin oder p-Phenylendiamin, wie in JP-A-55-21407 offenbart.

(c) Aromatische Polyamidpolymere, umfassend eine aus einer aromatischen Dicarbonsäure bestehenden Säurekomponente, beispielsweise Isophthalsäure oder Tetraphthalsäure, und eine Aminkomponente, bestehend aus 40 bis 100 Mol% eines substituierten Phenylendiamins mit 1 bis 4 jeweils aus einem Halogenatom, beispielsweise einem Chloratom, bestehenden Substituenten und 0 bis 60 Mol% eines von dem halogensubstituierten Phenylen diamin verschiedenen aromatischen Diamins, z.B. m-Phenylendiamin oder p-Phenylendiamin, wie in JP-A-55-29516 offenbart.

Das zur Verwendung als die Stapelfasern (A) verwendbare m-Aramidpolymer-Material umfaßt 85 bis 100 Mol% von sich wiederholenden Einheiten der Formel:

und besitzt vorzugsweise eine Eigenviskosität von 0,8 bis 4,0, welche in einem aus einer konzentrierten Schwefelsäure mit einer Konzentration von 0,5 g/100 ml bestehenden Lösemittel bei einer Temperatur von 30º C bestimmt wurde.

Die m-Aramidpolymer-Stapelfasern (A) können gegebenenfalls mindestens einen Zusatzstoff enthalten, beispielsweise ein flammhemmendes Mittel, Färbemittel, Mittel zur Verstärkung der Lichtechtheit, Mattierungsmittel und elektrisch leitfähige Mittel, solange die Erfüllung der Aufgabe der vorliegenden Erfindung nicht dadurch beeinflußt wird.

Die für die vorliegende Erfindung verwendbaren Stapelfasern (B) umfassen ein p-Aramidcopolymer.

Das p-Aramidcopolymer umfaßt wenigstens einen Typ oder wenigstens zwei Typen von sich wiederholenden Einheiten der Formel -NH-Ar&sub1;-NH- und wenigstens zwei Typen oder wenigstens einen Typ von sich wiederholenden Einheiten der Formel -CO-Ar&sub2;-Co-, wobei Ar&sub1; und Ar&sub2; jeweils und unabhängig voneinander ein Mitglied der aus:

bestehenden Gruppe repräsentieren, worin X ein Mitglied der aus:

umfaßt.

Beispielsweise ist das p-Aramidcopolymer ein Copoly-p-phenylen/3,4'-Oxydiphenylenterephthalamid.

Die p-Aramidcopolymer-Stapelfasern (B) müssen eine höhere Flammfestigkeit aufweisen als die der m-Aramidpolymer-Stapel fasern (A).

Die Flammfestigkeit der Fasern wird auf die folgende Weise bestimmt.

Eine bandförmige Gewebeprobe, welche aus den zu testenden Fasern besteht, wird horizontal in das Testgerät eingelegt und eine Spannung von 30 mg/denier auf die Probe angewendet. Eine Flamme mit einer Temperatur von 75º C wird gegen die untere Oberfläche der Probe in einem rechten Winkel zu der horizontalen Probe angewendet und die Zeit, die notwendig ist, um die Probe zu verbrennen, in Sekunden gemessen. Die Flammfestigkeit der Probe wird durch die für das Verbrennen benötigte Zeit dargestellt.

Üblicherweise weisen die m-Aramidpolymerfasern (A) eine Flammfestigkeit von 4 Sekunden oder weniger auf. Die für die vorliegende Erfindung verwendbaren p-Aramidcopolymerfasern (B) müssen eine höhere Flammfestigkeit als die der m-Aramidpolymerfasern (A) aufweisen.

Die p-Aramidcopolymer-Stapelfasern (B) können zusätzlich wenigstens einen Zusatzstoff, beispielsweise ein flammhemmendes Mittel, Färbemittel, Mittel zur Verstärkung der Lichtechtheit, oder Mattierungsmittel in einer vorgegebenen Menge enthalten, solange die Zielsetzung der Erfindung nicht beeinträchtigt wird.

Die m-Aramidpolymer-Stapelfasern (A) und die p-Aramidcopolymer-Stapelfasern (B) haben vorzugsweise eine Länge von 25 bis 200 mm und werden gleichmäßig durch ein herkömmliches Mischverfahren, beispielsweise das Airblow-Mischverfahren oder die Methode des gleichzeitigen Schneidens und Vermischens, vermischt.

Wenn die Fasermischung für einen Spinnprozess verwendet wird, weisen die Stapelfasern (A) und (B) vorzugsweise eine Kräuselungszahl von 4 bis 20 Kräuselungen/25,4 mm auf.

Aufgrund der Mischung der m-Aramidpolymer-Stapelfasern (A) mit geringer thermischer Schrumpfspannung und den p-Aramidcopolymer-Stapelfasern (B) mit einer hohen Flammfestigkeit weist die erhaltene Fasermischung eine verbesserte Beständigkeit gegen Flammdurchbruch auf, wenn eine Flamme mit einem die Fasermischung umfassenden Gegenstand in Kontakt gebracht wird.

Die Beständigkeit der Fasermischung gegen das Durchbrechen von Flammen (Flammdurchbruchbeständigkeit) wird auf die folgende Weise bestimmt.

Ein aus der zu testenden Stapelfasermischung hergestelltes Gewebe mit einer Länge von 12 cm und einer Breite von 12 cm wird auf einem quadratischen, mit Nadeln versehenen Rahmen mit einer Länge von 10 cm, einer Breite von 10 cm und einer Dicke von 0,5 cm befestigt.

Der Rahmen mit dem Gewebe wird horizontal auf einen Dreifuß mit einer Höhe von 22,5 cm gelegt.

Eine Flamme mit einer Höhe von ungefähr 13 bis 15 cm und einer Höchsttemperatur von 1100º C bis 1200º C wird von einem Bunsenbrenner mit einem Innendurchmesser von 1,15 cm, einem Augendurchmesser von 1,6 cm und einer Höhe von 16 cm erzeugt. Die Flamme wird in eine Position unmittelbar unter dem Gewebe gebracht, bei welcher die Entfernung zwischen dem oberen Ende des Bunsenbrenners und der unteren Oberfläche des Gewebes 7 cm beträgt, um das Gewebe mittels der Flamme zu erhitzen. Die Zeit, die benötigt wird, um in dem Gewebe Durchbrüche oder Risse zu erzeugen, nachdem die Flamme in die obengenannte Position gebracht wurde, wird gemessen und die Flammdurchbruchbeständigkeit des Gewebes wird durch die gemessene Zeit (in Sekunden) dargestellt.

Die Flamindurchbruchzeit des Gewebes entspricht einer Zeitspanne, die das Gewebe in der Flamme verbringt bevor es perforiert oder verbrannt wird. Je höher die Beständigkeit gegen Flammdurchbruch, desto länger ist die Zeitspanne, in welcher das Gewebe unperforiert bleibt bzw. nicht verbrennt.

Bei der erfindungsgemäßen Stapelfasermischung muß das Mischungsverhältnis der m-Aramidpolymer-Stapelfasern (A) zu den p-Aramidcopolymer-Stapelfasern (B) von 80:20 bis 97:3 betragen.

Wenn das Mischungsverhältnis mehr als 97:3 beträgt, so zeigt das erhaltene Gewebe aus der Fasermischung eine schlechte Flammdurchbruchbeständigkeit von 20 Sekunden oder weniger.

Beträgt das Mischungsverhältnis weniger als 80:20, so weist das erhaltene Gewebe aus der Fasermischung eine übermäßige Biegesteifigkeit und einen unerwünschten ungleichmäßigen Glanz auf.

Die erfindungsgemäße Stapelfasermischung kann ferner gegebenenfalls 240 Gewichtsteile oder weniger, vorzugsweise 25 bis 125 Gewichtsteile, zusätzlicher Stapelfasern (C) umfassen, welche nicht schmelzbar sind, eine geringere Schrumpfspannung als die der m-Aramidpolymer-Stapelfasern (A) aufweisen und gleichmäßig mit den Stapelfasern (A) und (B) vermischt sind. Die zusätzlichen Stapelfasern (C) verbessern wirkungsvoll die Eigenschaften der Kleidung und die Flammfestigkeit der erfindungsgemäßen Stapelfasermischung.

Die zusätzlichen Stapelfasern (C) sind nicht schmelzbar, selbst wenn sie Flammen ausgesetzt sind, und haben eine niedrigere thermische Schrumpfspannung als diejenige der Stapelfasern (A), und somit verbessern sie die thermische Schrumpfspannung der Fasermischung.

Die zusätzlichen Stapelfasern (C) werden vorzugsweise aus flammhemmend ausgerüsteten Baumwollfasern, Wollfasern, und flammhemmenden Rayonfasern ausgewählt.

Diese nicht schmelzbaren Stapelfasern weisen im wesentlichen keine thermische Schrumpfspannung auf.

Üblicherweise weisen die nicht schmelzbaren Fasern mit einer geringeren thermischen Schrumpfspannung als diejenige der m-Aramidpolymerfasern eine schlechtere Hitzebeständigkeit auf und werden bei einer Temperatur von 200º C oder mehr leichter thermisch zersetzt. Daher können die nicht schmelzbaren Fasern als solche nicht über längere Zeit bei einer hohen Temperatur von 200º C oder mehr verwendet werden.

Wenn die nicht schmelzbaren zusätzlichen Stapelfasern (C) gleichmäßig vermischt mit den Stapelfasern (A) und (B) in spezifischen Anteilsverhältnissen wie oben genannt verwendet werden, weist die erhaltene Fasermischung bei hohen Temperaturen über einen längeren Zeitraum hinweg trotzdem eine ausgezeichnete Flamm- und Hitzebeständigkeit auf.

Die aus der Stapelfasermischung der vorliegenden Erfindung hergestellten Faserartikel weisen nicht nur eine befriedigende Hitze- und Flammfestigkeit und Beibehalten der mechanischen Festigkeit, sondern auch eine befriedigende Feuchtigkeitsaufnahme, Anti-Pillbildungseigenschaften und Griff auf und sind daher als flammfestes Material für verschiedene Verwendungszwecke von Nutzen.

BEISPIELE

Die vorliegende Erfindung wird anhand von spezifischen Beispielen genauer erläutert, wobei diese lediglich repräsentative Funktion haben und den Anwendungsbereich der vorliegenden Erfindung in keiner Weise einschränken.

Beispiel 1

Ein Poly-m-xylylenisophthalamid wurde auf folgende Weise hergestellt.

Isophthalsäurechlorid in einer Menge von 152,5 Gewichtsteilen wurde in 2500 Gewichtsteilen Tetrahydrofuran gelöst und die erhaltene Lösung bei einer Temperatur von 0º C gekühlt.

Unabhängig davon wurden 102,3 Gewichtsteile m-Xylylendiamin und 111,3 Gewichtsteile wasserfreies Natriumcarbonat in 2500 Gewichtsteilen Wasser gelöst und die erhaltene wäßrige Lösung bei einer Temperatur von 5º C gekühlt.

Die wäßrige Lösung wurde mit der Tetrahydrofuranlösung vermischt, wobei die Mischung kräftig bewegt wurde. Drei Minuten nach dem Vermischen wurden der Mischung 2500 Gewichtsteile Wasser zugegeben und die erhaltene Beimischung weitere 5 Minuten bewegt. Das erhaltene Polymer wurde durch Filtrieren abgetrennt, mit 2500 Gewichtsteilen Wasser dreimal gewaschen und dann bei einer Temperatur von 100º C und unter vermindertem Druck getrocknet.

Das resultierende Poly-m-xylylenisophthalamid besaß eine Eigenviskosität von 1,0.

Eine Spinnlösung wurde durch Lösen von 20 Gewichtsteilen des Poly-m-Xylylenisophthalamids und 80 Gewichtsteilen des Poly-m- Phenylenisophthalamids mit einer Eigenviskosität von 1,8 in N-methyl-2-pyrrolidon hergestellt. Die Spinnlösung hatte einen Gesamtgehalt an Polymeren von 20 Gew.-%.

Der Spinnlösung wurden 2 %, bezogen auf das Gesamtgewicht der Polymere, eines braunen organischen Färbstoffs (CI Vat Brown 3) beigemischt. Die gefärbte Spinnlösung wurde bei einer Spinngeschwindigkeit von 4,0 m/min durch eine Spinndüse mit 10000 Öffnungen mit 0,08 mm Durchmesser in ein wäßriges, hauptsächlich Calciumchlorid enthaltendes Fällbad extrudiert. Die koagulierten in-Aramidpolymer-Filamente wurden mit Wasser gewaschen, bei einem Verstreckungsverhältnis von 2,30 in kochendem Wasser verstreckt, auf einer Heizplatte bei einer Temperatur von 320º C und einem Verstreckungsverhältnis von 1,82 noch weiter verstreckt, gekräuselt und dann geschnitten.

Die resultierenden m-Aramidpolymer-Stapelfasern hatten einen Titer von 1,5 den (1,65 dtex), eine Länge von 51 mm, eine Kräuselungszahl von 11 Kräuseln/25,4 mm, eine Reißfestigkeit von 3,6 g/denier (1 den = 1,1 dtex), eine Bruchdehnung von 40 %, eine thermische Schrumpfung von 9 % bei einer Temperatur von 300º C, eine thermische Schrumpfspannung von 35 mg/denier bei einer Temperatur von 300º C und eine Flammfestigkeit von 3,4 Sekunden.

Die m-Aramidpolymer-Stapelfasern wurden in einer Menge von 95 Gew.-% mit 5 Gew.-% p-Aramidcopolymerfasern (Copoly-p- phenylen/3,4'-Oxydiphenylenterephthalamid)-Stapelfasern, welche unter dem Warenzeichen "Technola" von Teijin Ltd. erhältlich waren und einen Titer von 1,5 denier (1,65 dtex), eine Länge von 51 mm, eine Kräuselungszahl von 10 Kräuseln/25,4 mm, eine Reißfestigkeit von 25 g/denier und eine höhere Flammfestigkeit als die der m-Aramidpolymer-Stapelfasern aufwiesen, mittels eines herkömmlichen Verfahrens vermischt. Die Stapelfasermischung wurde gesponnen und gezwirnt, wodurch gesponnene Garne mit einer Garnnummer von 30 S/2 erhalten wurden.

Die gesponnenen Garne wurden in Gewebe mit Leinwandbindung mit der folgenden Struktur umgewandelt.

Kettfäden Schußfäden

Das Gewebe wurde mittels eines herkömmlichen Verfahrens vorgewaschen und veredelt. Das veredelte Gewebe hatte ein Gewicht von 183 g/cm².

Das Gewebe wurde dem Flammdurchbruchtest unterzogen, dabei betrug die Flammdurchbruchzeit 52 Sekunden und im Gewebe bildeten sich Risse.

Vergleichsbeispiel 1

Aus den in Beispiel 1 erwähnten m-Aramidpolymer-Stapelfasern wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 ein Gewebe für Vergleichszwecke hergestellt. Als Ergebnis des Flammdurchbruchtests wurde eine Flammdruchbruchzeit von 3 Sekunden und die Bildung eines großen Durchbruchs im Gewebe festgestellt.

Beispiel 2

Durch Lösen von 10,995 g von gemischten Toluylendiaminen, welche zu 80 Gew.-% aus 2,4-Diaminotoluol und 20 Gew.-% aus 2,6- Diaminotoluol bestanden, in 150 ml Tetrahydrofuran wurde eine Lösung hergestellt. Die Lösung wurde allmählich einer durch Lösen von 18,253 g Terephthalsäurechlorid in 150 ml Tetrahydrofuran hergestellten Lösung zugetropft und bei einer Temperatur von 0º C gekühlt.

Die entstandene Aufschlämmung wurde einer durch Lösen von 13,4 g wasserfreiem Natriumcarbonat in 300 ml Wasser hergestellten wäßrigen Lösung zugegeben und bei einer Temperatur von 0º C gekühlt, wobei die Mischung kräftig gerührt wurde. Drei Minuten nach dem Vermischen wurden der Mischung 300 ml Wasser zugegeben und die erhaltene Beimischung weitere 5 Minuten lang gerührt. Das erhaltene Polymer wurde durch Filtrieren gesammelt und mit ungefähr 500 ml Wasser gewaschen. Das Filtrieren und nachfolgende Waschen wurde dreimal wiederholt und das gewaschene Polymer wurde dann bei einer Temperatur von 100º C und unter vermindertem Druck getrocknet.

Das resultierende m-Aramidcopolymer besaß eine Eigenviskosität von 1,45.

Eine Spinnlösung wurde durch Lösen von 22,0 g des m-Aramidcopolymers und 124,7 g von Poly-m-Phenylenisophthalamid mit einer Eigenviskosität von 1,80 in 552,0 g N-methyl-2-pyrrolidon hergestellt. Die Spinnlösung wurde bei einer Spinngeschwindigkeit von 4,0 m/min durch eine Spinndüse mit 100 Öffnungen mit 0,08 mm Durchmesser extrudiert und die resultierenden Spinnlösungsströme in ein wäßriges, hauptsächlich Calciumchlorid enthaltendes Fällbad eingeführt und darin koaguliert.

Die koagulierten Filamente wurden mit Wasser gewaschen, bei einem Verstreckungsverhältnis von 2,30 in kochendem Wasser verstreckt, auf einer Heizplatte bei einer Temperatur von 340º C und einem Verstreckungsverhältnis von 1,82 noch weiter verstreckt und dann mittels einer Wickelmaschine aufgewickelt, wodurch ein m-Aramidpolymer-Filamentgarn erhalten wurde.

Ein durch Bündeln von 100 Fäden der Filamentgarne hergestellter Strang mit einem Titer von 200000 den (1 den= 1,1 dtex) wurde gekräuselt und geschnitten.

Die erhaltenen m-Aramidpolymer-Stapelfasern hatten einen Titer von 2,0 den (1 den = 1,1 dtex), eine Länge von 51 mm, eine Kräuselungszahl von 11 Kräuseln/25,4 mm, eine Reißfestigkeit von 4,3 g/denier (1,1 dtex),eine Bruchdehnung von 47 %, eine thermische Schrumpfung von 13,5 % bei 300º C, eine thermische Schrumpfspannung von 45 mg/denier (1,1 dtex) bei 350º C und eine Flammfestigkeit von 3,1 Sekunden.

Eine Stapelfasermischung wurde zu 95 Gew.-% aus den m-Aramidpolymer-Stapelfasern und zu 5 Gew.-% aus denselben p-Aramidcopolymer-Stapelfasern (Technola ) wie in Beispiel 1 erwähnt durch ein herkömmliches Verfahren hergestellt und durch herkömmliche Mischspinn-, Verzwirnungs- und Webverfahren in ein Gewebe mit Leinwandbindung mit der Struktur

Kettfäden Schußfäden

umgewandelt.

Nach den üblichen Vorwasch- und Veredelungsprozessen hatte das veredelte Gewebe ein Gewicht von 180 g/cm². Als Ergebnis des Flammdurchbruchtests wurden die Bildung von Rissen im Gewebe und eine Flammdurchbruchzeit von 40 Sekunden festgestellt.

Beispiel 3

Eine Lösung von 17,8 g 4-Chloro-m-phenylendiamin in 125 ml Tetrahydrofuran wurde allmählich einer durch Lösen von 25,4 g Isophthalsäurechlorid in 125 ml Tetrahydrofuran hergestellten Lösung unter Kühlen bei 0º C zugetropft und mit ihr vermischt, wobei die Mischung gerührt wurde.

Die resultierende Aufschlämmung wurde einer durch Lösen von 21,2 g wasserfreiem Natriumcarbonat in 250 ml Wasser und Kühlen bei einer Temperatur von 0º C hergestellten wäßrigen Lösung zugegeben, wobei die Mischung kräftig gerührt wurde. Drei Minuten nach der Zugabe wurden der Mischung ungefähr 300 ml Wasser zugegeben und die erhaltene Mischung weitere 5 Minuten lang gerührt.

Das resultierende Polymer wurde durch Filtrieren gesammelt, mit ungefähr 500 ml Wasser dreimal gewaschen und bei einer Temperatur von 100º C und vermindertem Druck getrocknet. Das resultierende m-Aramidpolymer wies eine Eigenviskosität von 0,24 auf.

Eine Spinnlösung wurde durch Lösen von 4,0 g des obengenannten Polymers und 20,0 g von Poly-m-Phenylenisophthalamid mit einer Eigenviskosität von 1,80 in 80 ml N-methyl-2-pyrrolidon hergestellt. Die Spinnlösung wurde bei einer Spinngeschwindigkeit von 4,0 m/min durch eine Spinndüse mit 200 Öffnungen mit 0,08 mm Durchmesser extrudiert und die extrudierten filamentartigen Spinnlösungsströme in ein wäßriges, hauptsächlich Calciumchlorid enthaltendes Fällbad eingeführt und darin koaguliert. Die resultierenden Filamente wurden mit Wasser gewaschen, bei einem Verstreckungsverhältnis von 2,30 in kochendem Wasser verstreckt und auf einer Heizplatte bei einer Temperatur von 350º C und einem Verstreckungsverhältnis von 1,80 noch weiter verstreckt und die verstreckten Filamente dann mittels einer Wickelmaschine aufgewickelt, wodurch ein m-Aramidpolymer-Filamentgarn erhalten wurde.

Ein durch Bündeln von 100 Fäden des Filamentgarns hergestellter Filamentstrang mit einem Titer von 30000 den (1 den = 1,1 dtex) wurde auf die übliche Weise gekräuselt und geschnitten.

Die erhaltenen m-Aramidpolymer-Stapelfasern hatten einen Titer von 1,5 den (1,65 dtex), eine Länge von 51 mm, eine Kräuselungszahl von 11 Kräuseln/25,4 mm, eine Reißfestigkeit von 4,1 g/denier (1,1 dtex), eine Bruchdehnung von 53 %, eine thermische Schrumpfung von 7,5 % bei einer Temperatur von 300º C, eine thermische Schrumpfspannung von 40 mg/denier (1,1 dtex) bei einer Temperatur von 350º C und eine Flammfestigkeit von 3,5 Sekunden.

Eine Mischung aus 90 Gew.-% der obengenannten m-Aramidpolymer- Stapelfasern und 10 Gew.-% derselben p-Aramidcopolymer-Stapelfasern (Technola ) wie in Beispiel 1 erwähnt wurde gesponnen und die entstandenen gesponnenen Garne wurden zweifach gezwirnt und in ein Gewebe mit Leinwandbindung mit der folgenden Struktur umgewandelt.

Kettfäden Schußfäden

umgewandelt.

Das Gewebe wurde auf eine übliche Weise vorgewaschen und veredelt. Das veredelte Gewebe hatte ein Gewicht von 185 g/cm².

Bei dem auf das Gewebe angewandten Flammdurchbruchtest wurde die Bildung von Rissen im Gewebe und eine Flammdurchbruchzeit von 52 Sekunden festgestellt.

Beispiel 4

Das selbe wie in Beispiel 1 erwähnte Gewebe wurde durch Zirkulieren in heißem Wasser bei einer Temperatur von 130º C unter Druck 30 Minuten lang entspannt. Das entspannte Gewebe hatte ein Gewicht von 197 g/m².

Aus dem Flammdurchbruchtest ergab sich eine Flammdurchbruchzeit von 71 Sekunden.

Beispiel 5 und Vergleichsbeispiele 2 und 3

Bei jedem der Beispiele 5 und Vergleichsbeispiele 2 und 3 wurde eine Spinnlösung durch Lösen von 20 Gewichtsteilen eines durch Polymerisieren von m-Phenylendiamin mit Isophthalsäurechlorid hergestellten Poly-m-phenylenisophthalamids mit einer Eigenviskosität von 1,8 in 80 Gewichtsteilen N'N-Dimethylacetamid und durch Entfernen der Blasen aus der Lösung bei einer Temperatur von 50º C hergestellt. Die Spinnlösung war frei von Blasen.

Die Spinnlösung wurde bei einer Spinngeschwindigkeit von 8 m/min durch eine Spinndüse mit 7000 Öffnungen mit 0,12 mm Durchmesser extrudiert und die extrudierten filamentartigen Spinnlösungsströme in einem wäßrigen Fällbad koaguliert.

Die resultierenden Filamente wurden mit Wasser gewaschen, in kochendem Wasser und dann auf einer Heizplatte bei einer Temperatur von 360º C und einem in der Tabelle angegebenen Gesamt- Verstreckungsverhältnis verstreckt, mittels einer stauchkammerartigen Kräuselungsvorrichtung gekräuselt und mittels eines Schneidegeräts auf eine Länge von 51 mm geschnitten.

Die erhaltenen m-Aramidpolymer-Stapelfasern wiesen die in Tabelle 1 angegebene Reipfestigkeit, Bruchdehnung, thermische Schrumpfung bei einer Temperatur von 300º C, thermische Schrumpfspannung bei einer Temperatur von 350º C und Flammfestigkeit auf.

Tabelle 1
Vergleichsbeispiel Beispiel Nr. Beispiel Gegenstand Gesamt-Verstreckungsverhältnis Reißfestigkeit (g/d) (1 den = 1,1 dtex) Bruchdehnung (%) Thermische Schrumpfung bei 300º C (%) Thermische Schrumpfspannung bei 350º C (mg/d) (1 den = 1,1 dtex) Flammfestigkeit (Sekunden)

Eine Stapelfasermischung wurde aus 95 Gew.-% der obengenannten m-Aramidpolymer-Stapelfasern und 5 Gew.-% derselben p-Aramidcopolymer-Stapelfasern (Technola ) wie in Beispiel 1 erwähnt hergestellt und in ein Gewebe mit Leinwandbindung mit der folgenden Struktur umgewandelt.

Kettfäden Schußfäden

Die Flammdurchbruchzeit des Gewebes ist in Tabelle 2 gezeigt.

Tabelle 2
Vergleichsbeispiel Beispiel Nr. Beispiel Gegenstand Flammdurchbruchzeit (Sekunden) Anmerkung: * ... Bei den Vergleichsbeispielen 2 und 3 bildeten sich kleine Löcher in den Geweben.

Vergleichsbeispiel 4

Aus den selben m-Aramidpolymer-Stapelfasern wie in Vergleichsbeispiel 3 wurde zu Vergleichszwecken ein Gewebe mit Leinwandbindung hergestellt. Die Struktur des Gewebes war dieselbe wie in Vergleichsbeispiel 3 erwähnt.

Bei dem Flammdurchbruchtest wurde für das Vergleichsgewebe eine Flammdurchbruchzeit von 3 Sekunden und die Bildung eines großen Lochs festgestellt.

Beispiele 6 bis 9 und Vergleichsbeispiel 5

Bei jedem der Beispiele 6 bis 9 und Vergleichsbeispiel 5 wurder dieselben Verfahren zur Herstellung von m-Aramidpolymer-Stapelfasern wie die in Beispiel 1 beschriebenen durchgeführt, außer daß 100 Gewichtsteile Poly-m-phenylenisophthalamid mit 4 Gewichtsteilen eines organischen blauen Pigments (C1 Vat Blue 4) und 5 Gewichtsteilen eines aus tris-(2,4-Dichlorophenyl)-phosphat bestehenden flammhemmenden Mittels vermischt wurden.

Die erhaltenen m-Aramidpolymer-Stapelfasern hatten einen Titer von 2 den, eine Länge von 51 mm, eine Kräuselungszahl von 11 Kräuseln/25,4 mm, eine Reißfestigkeit von 5,0 g/denier (1 den = 1,1 dtex) und eine Bruchdehnung von 38 %, eine thermische Schrumpfung von 6 % bei einer Temperatur von 300º C, eine thermische Schrumpfspannung von 100 mg/denier (1 den = 1,1 dtex) bei einer Temperatur von 350º C, einen LOI-Wert von 39 und eine Flammfestigkeit von 3,8 Sekunden.

Die m-Aramidpolymer-Stapelfasern wurden mit den in Tabelle 3 gezeigten Verhältnissen mit denselben p-Aramidcopolymer-Stapelfasern (Technola ) wie in Beispiel 1 erwähnt vermischt.

Die Stapelfasermischung wurde in ein Gewebe mit Leinwandbindung mit derselben Struktur wie in Beispiel 1 erwähnt und auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 erwähnt umgewandelt.

Das Gewebe wies die in Tabelle 3 dargestellte Flammdurchbruchzeit auf.

Tabelle 3
Beispiel Vergleichsbeispiel Beispiel Nr. Gegenstand Mischungsverhältnis (Gew. -%) m-Aramidpolymer-Stapelfasern p-Aramidcapolymer-Stapelfasern Flammdurchbruchzeit (Sek.) Griff Glanz Allgemeine Beurteilung weich gleichmäßig befriedigend

Beispiel 10

Dieselben verstreckten m-Aramidpolymer-Filamente wie in Beispiel 1 genannt wurden einer Thermoschrumpfbehandlung bei einer Schrumpfung von 5 % auf einer Heizplatte bei einer Temperatur von 350º C unterzogen und dann gekräuselt und schräg geschnitten.

Die erhaltenen m-Aramidpolymer-Stapelfasern hatten einen Titer von 2 den (2,2 dtex), eine Länge von 76 bis 102 mm, eine Reißfestigkeit von 4,9 g/denier (1,1 dtex), eine Bruchdehnung von 46 %, eine thermische Schrumpfung von 3 % bei einer Temperatur von 300º C, eine thermische Schrumpfspannung von 30 mg/denier (1,1 dtex) bei einer Temperatur von 350º C und eine Flammfestigkeit von 3,4 Sekunden.

Eine Fasermischung wurde aus 50 Gew.-% der obengenannten m-Aramidpolymer-Stapelfasern, 5 Gew.-% derselben p-Aramidcopolymer- Stapelfasern (Technola ) wie in Beispiel 1 erwähnt, außer daß diese einen Titer von 2 den (2,2 dtex) und eine Länge von 76 mm hatten, und 45 Gew.-% Merinowollefasern mit einer mittleren Dicke von 21 um und einer Länge von 60 bis 130 mm auf übliche Weise hergestellt. Die Merinowollefasern waren nicht schmelzbar.

Die Fasermischung wurde gesponnen und gewoben, worauf ein 2/2-Twillgewebe mit der folgenden Struktur erhalten wurde.

Kettfäden Schußfäden

Das Gewebe wurde auf eine übliche Weise gewaschen, das Gewebe einer Behandlung zur flammhemmenden Ausrüstung der Wollefasern unterzogen und danach das Gewebe veredelt.

Das Gewebe hatte ein Gewicht von 265 g/m² und wies eine Flammdurchbruchzeit von 35 Sekunden auf.

Vergleichsbeispiel 6

Ein Wollgewebe mit einem Gewicht von 334 g/m² wurde mit einem flammhemmenden, unter dem Warenzeichen "Zapro" erhältlichen Mittel behandelt. Das flammhemmend ausgerüstete Wollgewebe wies eine Flammdurchbruchzeit von 4 Sekunden auf.

Beispiele 11 bis 13 und Vergleichsbeispiele 7 bis 9

Bei jedem der Beispiele 11 bis 13 und Vergleichsbeispiele 7 bis 9 wurde eine Fasermischung aus denselben m-Aramidpolymer- Stapelfasern wie in Beispiel 5, denselben p-Aramidcopolymer- Stapelfasern (Technola ) wie in Beispiel 1 und flammhemmend ausgerüsteten Viskose-Rayon-Stapelfasern (Warenzeichen: Tafvan, hergestellt von Toyobo Co.) mit einem Titer von 1,4 den (1,54 dtex), einer Länge von 44 mm und einer Kräuselungszahl von 5 bis 12/25,4 mm, mit dem in Tabelle 4 angegebenen Mischverhältnis geschaffen. Die flammhemmend ausgerüsteten Viskose- Rayon-Fasern waren nicht schmelzbar.

Die Fasermischung wurde wie in Tabelle 4 angegeben auf eine übliche Weise gesponnen und gewoben, die Rayonfasern in dem erhaltenen Gewebe gefärbt und das Gewebe auf eine herkömmliche Weise veredelt.

Das erhaltene Gewebe wies die in Tabelle 4 gezeigte Flammdurchbruchzeit auf.

Tabelle 4
Beispiel (*)&sub1; Vergleichsbeispiel Gegenstand Beispiel Nr. Mischungsverhältnis (Gew.-%) Gewebe Flammdurchbruchzeit (Sek.) m-Aramidpolymer-Stapelfasern p-Aramidcopolymer-Stapelfasern Viskose-Rayon-Stapelfasern Strukturtyp Gewicht (g/m²) Leinwandbindung 2/1-Twill

Anmerkung:

(*)&sub1; Die Gewebe der Beispiele 11 bis 13 wurden durch 30minütiges Zirkulieren in heißem Wasser bei einer Temperatur von 120º C entspannt.

(*)&sub2; Die m-Aramidpolymer-Stapelfasern in Vergleichsbeispiel 8 waren dieselben wie in Beispiel 5.

(*)&sub3; Die m-Aramidpolymer-Stapelfasern in Vergleichsbeispiel 9 waren dieselben wie in Vergleichsbeispiel 3.

Beispiel 14

Eine farbige Spinnlösung wurde geschaffen, indem eine Lösung von 20 Gew.-% eines Poly-m-phenylenisophthalamids mit einer Eigenviskosität von 1,8 in N-Methyl-2-pyrrolidon mit 2 %, bezogen auf das Gewicht des obengenannten Polymers, eines organischen roten Pigments (C.1. Pigment Red 44) und 5 %, bezogen auf das Gewicht des Polymers, eines aus 2-(2'-Hydroxy-3'-tert- butyl-5'-methyl)-5-chlorobenzotriazol bestehenden UV-Absorber- Lichtschutzmittels vermischt wurde.

Die Spinnlösung wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 in m-Aramidpolymer-Stapelfasern umgewandelt. Die erhaltenen m-Aramidpolymer-Stapelfasern hatten einen Titer von 1,5 den (1,65 dtex), eine Länge von 51 mm, eine Kräuselungszahl von 11 Kräuseln/25,4 mm, eine Reißfestigkeit von 4,8 g/denier (1,1 dtex), eine Bruchdehnung von 38 %, eine thermische Schrumpfung von 6 % bei einer Temperatur von 300º C, eine thermische Schrumpfspannung von 35 mg/denier bei einer Temperatur von 350º C und eine Flammfestigkeit von 3,8 Sekunden.

Eine Stapelfasermischung wurde zu 50 Gew.-% aus den obengenannten m-Aramidpolymer-Stapelfasern und zu 5 Gew.-% aus denselben p-Aramidcopolymer-Stapelfasern (Technola ) wie in Beispiel 1 und zu 45 Gew.-% aus amerikanischen Baumwollfasern mit einem Titer von 1,9 den (2,1 dtex) bis 3,0 und einer Länge von 20 bis 30 mm hergestellt. Die amerikanischen Baumwollfasern waren nicht schmelzbar.

Danach wurde die Fasermischung gesponnen und gewebt, wodurch ein Gewebe mit Leinwandbindung mit derselben Struktur wie in Beispiel 1 erwähnt erhalten wurde.

Das Gewebe wurde vorgewaschen und die Baumwollfasern in dem Gewebe auf eine übliche Weise gefärbt und flammhemmend ausgerüstet. Das resultierende Gewebe hatte ein Gewicht von 200 g/m² und wies eine Flammdurchbruchzeit von 29 Sekunden auf.

Vergleichsbeispiel 10

Ein mit einem flammhemmenden Mittel (erhältlich unter dem Warenzeichen Provan) behandeltes Baumwollgewebe für Vergleichszwecke mit einem Gewicht von 287 g/m² wies eine Flammdurchbruchzeit von 14 Sekunden auf.

Alle Gewebe der Beispiele 1 bis 10 und der Vergleichsbeispiele 1 bis 10 bestanden die Tests zur Bestimmung der flammhemmenden Eigenschaften gemäß der japanischen Industrienorm JIS L1091, A-1-Methode und A-4-Methode.


Anspruch[de]

1. Flammfeste Stapelfasermischung, umfassend:

(A) 80 bis 97 Gewichtsteile Stapelfasern, welche ein m-Aramidpolymer-Material umfassen; und

(B) 3 bis 20 Gewichtsteile Stapelfasern, welche ein p-Aramidcopolymer-Material umfassen, gleichmäßig vermischt mit den m-Aramid-Stapelfasern (A),

dadurch gekennzeichnet, daß die m-Aramidpolymer-Fasern (A) eine thermische Schrumpfspannung von 117 mg/dtex (130 mg/denier) oder weniger bei einer Temperatur von 350º C aufweisen, und dap die p-Aramidcopolymer-Fasern (B) eine höhere Flammfestigkeit als die der m-Aramidpolymer-Fasern (A) aufweisen, wobei die thermische Schrumpfspannung der m-Aramidpolymer-Fasern (A) in der Weise bestimmt wird, daß eine m-Aramidpolymer-Material-Faserprobe mit einem Titer von 56 bis 222 dtex (50 bis 200 denier), hergestellt aus einem Bündel aus einer Vielzahl von Fasern, welche parallel zueinander angeordnet sind und eine Länge von 200 mm aufweisen, mit einem Ende in einem Testgerät befestigt wird und das andere Ende mit einer Last beaufschlagt wird, wobei die die Probe umgebende Atmosphäre allmählich mit einer Temperaturanstiegsgeschwindigkeit von 10º C/min auf eine Temperatur von 350º C aufgeheizt wird, wobei die Länge der Probe bei der Temperatur von 350º C gemessen und die Längenänderung der Probe bei 350º C unter Last bestimmt wird, daß dieselbe Messung - wie oben beschrieben - mindestens dreimal wiederholt wird, wobei die auf die Probe wirkende Last mindestens dreimal verändert wird, daß die resultierenden Daten in Rechteckkoordinaten eingetragen werden, wobei die Ordinate die Änderung der Länge der Probe und die Abszisse die auf die Probe wirkende Last anzeigen, um eine Kurve zu erhalten, die die Abhängigkeit zwischen der Last und der Längenänderung der Probe darstellt, dar die Kurve bis zum Schnittpunkt mit der Abszisse verlängert wird, wobei der Schnittpunkt mit der Abszisse eine Last anzeigt, bei welcher die Längenänderung der Probe bei 350º C Null ist und welcher einer thermischen Schrumpfspannung der Probe bei 350º C entspricht und wobei die Flammfestigkeit der m-Aramidpolymer-Fasern (A) und der p-Aramidcopolymer-Fasern (B) in der Weise festgestellt wird, daß ein bandförmiges Probengewebe, welches aus den zu testenden Fasern (A) oder (B) besteht, horizontal in das Testgerät eingelegt wird und eine Spannung von 30 mg/denier (1 denier = 1,1 dtex) auf die Probe angewendet wird, dar eine Flamme mit einer Temperatur von 750º C gegen die untere Oberfläche der Probe in einem rechten Winkel angewendet wird und die Zeit, die notwendig ist, um die Probe zu verbrennen, in Sekunden gemessen wird und die Flammfestigkeit der Probe darstellt.

2. Stapelfasermischung nach Anspruch 1, worin die m-Aramid-Stapelfasern (A) ein m-Aramidpolymer mit 85 bis 100 mol % der Struktureinheit gemäß der Formel

umfassen und eine Eigenviskosität von 0,8 bis 4,0 aufweisen, bestimmt in einem Lösemittel aus konzentrierter Schwefelsäure mit einer Konzentration von 0,5 g/100 ml und bei einer Temperatur von 30º C.

3. Stapelfasermischung nach Anspruch 1, worin die m-Aramid-Stapelfasern (A) ein m-Aramidpolymer-Material umfassen, ausgewählt aus Mischungen von Poly-m-Phenylenisophthalamidpolymeren mit mindestens einem zusätzlichen Aramidpolymer, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus:

(a) aromatisches Polyamid mit einer aus einer aromatischen Dicarbonsäure bestehenden Säurekomponente und einer aus 35 bis 100 mol % Xylylendiamin und 0 bis 65 mol % eines von Xylylendiamin verschiedenen aromatischen Diamins bestehenden Aminkomponente;

(b) aromatisches Polyamid, umfassend eine aus einer aromatischen Dicarbonsäure bestehenden Säurekomponente und eine aus 40 bis 100 mol % eines substituierten Phenylendiamins mit mindestens einem aus einem Alkylradikal bestehenden Substituenten mit 1 bis 4 C-Atomen und 0 bis 60 mol % eines von dem alkylsubstituierten Phenylendiamin verschiedenen aromatischen Diamins bestehende Aminkomponente; und

(c) aromatischen Polyamiden, umfassend eine aus einer aromatischen Dicarbonsäure bestehenden Säurekomponente und einer aus 40 bis 100 mal % eines substituierten Phenylendiamins mit 1 bis 4 Substituenten, von denen jeder aus einem Halogenatom besteht, und 0 bis 60 mol % eines von dem halogensubstituierten Phenylendiamin verschiedenen aromatischen Diamins bestehenden Aminkomponente.

4. Stapelfasermischung nach Anspruch 1, worin die p-Aramidcopolymer-Stapelfasern (B) mindestens zwei Arten an Struktureinheiten der Formel -NH-Ar&sub1;-NH- umfassen und mindestens eine Art der Struktureinheiten der Formel -CO-Ar&sub2;-CO, worin Ar&sub1; und Ar&sub2; jeweils unabhängig voneinander ein Mitglied der aus

-O-, -S-, - -, -CH&sub2;- und

bestehenden Gruppe repräsentieren, worin X ein Mitglied aus der aus

bestehenden Gruppe repräsentiert.

5. Stapelfasermischung nach Anspruch 1, worin das p-Aramidcopolymer ein Copoly-p-phenylen/3,4'-Oxidiphenylenterephthalamid ist.

6. Stapelfasermischung nach Anspruch 1, welche umfaßt:

(C) 240 Gewichtsteile oder weniger von zusätzlichen Stapelfasern, die nicht-schmelzend sind, gleichförmig vermischt mit den Stapelfasern (A) und (B).

7. Stapelfasermischung nach Anspruch 6, worin die zusätzlichen Stapelfasern (C) in einer Menge von 25 bis 125 Gewichtsteilen vorhanden sind.

8. Stapelfasermischung nach Anspruch 6, worin die zusätzlichen Stapelfasern (C) ausgewählt sind aus flammhemmend ausgerüsteten Baumwollfasern, Wollfasern und regenerierten Zellulosefasern.







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