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Luftkissenfahrzeug. - Dokument DE69101717T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69101717T2 04.08.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0438190
Titel Luftkissenfahrzeug.
Anmelder Naamloze Vennootschap Koninklijke Maatschappij "De Schelde", Vlissingen, NL
Erfinder Ludolphij, Johannes Wilhelmus Lubbertus, NL-4384 HL Vlissingen, NL
Vertreter Blumbach, P., Dipl.-Ing., 65193 Wiesbaden; Weser, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 81245 München; Bergen, P., Dipl.-Ing. Dr.jur., Pat.-Ass., 65193 Wiesbaden; Kramer, R., Dipl.-Ing., 81245 München; Zwirner, G., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., 65193 Wiesbaden; Hoffmann, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 82166 Gräfelfing
DE-Aktenzeichen 69101717
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 08.01.1991
EP-Aktenzeichen 912000270
EP-Offenlegungsdatum 24.07.1991
EP date of grant 20.04.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.08.1994
IPC-Hauptklasse B60V 1/16

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Luftkissenfahrzeug, das an seiner Unterseite mit einem Luftkissenraum versehen ist der unter Druck gesetzt wird, wobei der Raum an seiner Stirnseite durch eine Schürze aus einem flexiblen Material, wie beispielsweise Gummi oder Segeltuch bestimmt ist, wobei die Schürze in der Form eines oder mehrerer trogförmiger Segmente ausgebildet ist, und jedes trogförmige Segment einen unteren Teil der Vorderwand aufweist, der von vorne nach hinten schräg abfällt.

Ein derartiges Luftkissenfahrzeug ist in der GB-A-1 308 195 beschrieben. Ist es mit innerem Überdruck versehen, pressen die Seitenwände der benachbarten, trogförmigen Segmente gegeneinander und ergeben eine lecksichere Abdichtung. Es wird angenommen, daß, da der untere Teil jedes trogförmigen Segments von vorne nach hinten schräg abfällt, die Spitzen oder der untere Bereich der Schürzensegmente an einer seitlichen Ablenkung gehindert werden, wodurch ein Leckpfad für das das Gaskissen füllende Gas blockiert wird. Aus dem oben erwähnten Patent kann entnommen werden, daß die Schräge des unteren Bereichs der trogförmigen Segmente in einem Bereich von 0º bis maximal 13º zur Horizontalen variiert.

Es hat sich herausgestellt, daß Fahrzeuge, bei denen die Schürze an der Vorderseite wie oben beschrieben gefertigt ist, die Tendenz haben während der Fahrt vorne einzutauchen. Dieses Phänomen ist im technischen Bereich als der "Pflüg-Effekt" ("plough-in effect") bekannt. Ein bei schlechten Bedingungen (hohe Geschwindigkeit, hohe Wellen) vorne ein tauchendes Luftissenfahrzeug kann unter der Wasseroberfläche verschwinden. Außerdem wird ein leicht eintauchendes Luftkissenfahrzeug auf einen größeren Gleitwiderstand stoßen und weniger schnell fahren Die Ursache dieses nachteiligen Effekts liegt darin, daß wegen des Luftverlusts durch die oben erwähnte Schürze trotz des schräg abfallenden unteren Teils der trogförmigen Segmente der Luftdruck an der Vorderseite des Luftkissens geringer ist als an der Rückseite.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den oben beschriebenen "Plüg-Effekt" auf einfache Weise zu vermeiden, und ein Luftkissenfahrzeug des in der Einleitung beschriebenen Typs zu schaffen, das einem geringeren Reibungswiderstand während der Fahrt ausgesetzt ist und weiterhin eine geringere Neigung zeigt vorne einzutauchen.

Gemäß der Erfindung ist ein Luftkissenfahrzeug für diese Zwecke dadurch gekennzeichnet, daß inindestens der untere Teil der Vorderwand der trogförmigen Segmente von vorne nach hinten mit einem Winkel α in einem Bereich von 20 - 35º gegenüber der Horizontalen in Richtung der unteren Kante der Schürze schräg abfällt.

Diese einfache Maßnahme bedeutet überraschenderweise, daß während der Fahrt Luft durch einen schmalen Spalt zwischen der unteren Kante der Schürze und dem Wasser in den Luftkissenraum gepreßt wird, so daß in dem vorderen Abschnitt dieses Raumes der Druck relativ zu dem hinteren Abschnitt leicht vergrößert wird, und daß eine Luftschicht, die zu einer Verringerung des Reibungswiderstandes führt, zwischen der Schürze und dem Wasser gebildet wird. Die Neigung des Luftkissenfahrzeugs vorne einzutauchen wird reduziert und das Füllen des Lufthssenraums wird verbessert. Zusätzlich wird mit einer geringen Deformation der hintere Teil der Schürze wegen dem größeren Druck in dem Luftkissen unter Zugspannung gesetzt. Die Schürze verschieißt weniger.

Der oben erwähnte Winkel α beträgt vorzugsweise ca. 25º.

Eine einfache, solide Befestigung jedes Segments ist möglich, wenn die Vorderwand jedes Segments um ein Befestigungsteil an der Oberseite erweitert wird.

Es ist möglich, nicht nur den unteren Teil der Vorderwand der Schürzensegmente, sondern die gesamte Vorderwand mit einem Winkel in dem Bereich von 20º - 35º relativ zur Horizontalen schräg abfallend auszuführen. Im allgemeiner wird es aus praktischen Gründen für den oben erwähnten unteren Teil der Vorderwand günstiger sein über eine Biegung in den oberen Teil überzugchen der von vorne nach hinten mit einem Winkel größer als 45º schräg abfällt. Die Kapazität des Luftkissens wird dadurch verbessert.

Die Erfindung wird nun genauer an Hand der Zeichnungen erklärt, in denen ein Beispiel einer Ausführiingsform gezeigt wird.

Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht des vorderen Teils eines Luftkissenfahrzeuges nach der Erfindung.

Figur 2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines trogförmigen Schürzensegments.

Figur 3 zeigt einen Längsschnitt eines Schürzensegments.

Der Luftkissenraurn des gezeigten Luftkissenfahrzeuges, der durch bekannte Mittel unter Druck gesetzt wird, wird an den Seiten durch Seitenschürzen 1 und an der Vorderseite durch eine Schürze 2 aus einem flexiblen Material wie beispielsweise Gummi oder Segeltuch bestimmt. Die Schürze 2 besteht aus einer Anzahl von trogförmigen Segmenten 3, die nebeneinander angeordnet sind.

Jedes Segment umfaßt eine Vorderwand 4, zwei Seitenwände 5, ein Oberteil 6 und ein Befestigungsteil 7, das an der Oberseite der Vorderwand hervorspringt.

Ein Teil jeder Seitenwand 5 eines Segments 3 preßt während des Betriebs auf Grund des Überdrucks in dem Luftkissenraum gegen einen Teil der Seitenwand eines benachbarten Segments oder gegen eine Seitenschürze 1. Die Befestigungsteile 7 der Segmente sind an dem Luftkissenfahrzeug befestigt.

Der untere Teil 4a der Vorderwand 4 jeder Schürze 3 fällt mit einem Winkel α von max. 35º relativ zu der Horizontalen schräg nach hinten ab, mit anderen Worten von dem oberen Ende aus in der rückwärtigen Richtung nach unten zu der unteren Kante 8 der Schürze 2 hin.

Der bevorzugte Wert von α liegt bei ungefähr 25º, wobei α größer als 20º sein muß.

Obwohl während des Betriebs der Druck innerhalb des Luftkissenraums höher als Atmosphärendruck ist, verursacht die Geschwindigkeit des Luftkissenfahrzeuges, daß Luft in den Luftkissenraum durch einen schmalen Spalt zwischen der unteren Kante 8 der Schürze 2 und der Oberfläche des Wassers gepreßt wird, mit dem Ergebnis, daß der Druck örtlich leicht ansteigt. Der Druckanstieg. in dem vorderen Teil des Luftkissenraums stellt sicher, daß das Luftkissenfahrzeug weniger Neigung zeigt in das Wasser einzutauchen, wodurch die Sicherheit vergrößert wird. Die Luftschicht zwischen der Schürze 2 und der Oberfläche des Wassers führt zu einer Verringerung des Reibungswiderstands. Die Luftkissenfüllüng wird verbessert und die Geschwindigkeit wird größer. Zusätzlich ist es ein wesentlicher Vorteil, daß die Schürzensegmente weniger verschleißen. Die Segmente werden einer Zugspann ung ausgesetzt, wenn kleine Deformationen auftreten.

Natürlich kann die gesamte Vorderwand 4 der Segmente nach hinten mit einem Winkel α schräg abfallen. Um eine größere Luftkissenfüllung zu erreichen, ist es günstiger den unteren Teil 4a über eine Abbiegung in einen oberen Teil 4b übergehen zu lassen, der einen geringeren Neigungswinkel aufweist. Ein schmaler Abschnitt des unteren Teils 4a könnte einen anderen Neigungswinkel aufweisen. Zusätzlich kann sich der untere Teil 4a über die untere Kante 8 der Schürze 2 hinaus sowohl horizontal als auch aufwärts geneigt, gegebenenfalls in einer gekrümmten Weise, zu beispielsweise dem Umfang der Seitenwand 5 erstrecken, wie es in der Fig. 3 dargestellt ist

Zahlreiche Abänderungen sind innerhalb des Rahmens der Erfindung möglich. So ist es für die Schürze 2 möglich, daß sie nur aus einem trogförmigen Segment gebildet wird. Der Gebrauch von mehreren trogförmigen Elementen ist vorzuziehen.


Anspruch[de]

1. Luftkissenfahrzeug, das an der Bodenseite mit einem unter Druck setzbaren Luftkissenraum versehen ist, der Raum an der Vorderseite durch eine Schürze aus flexiblem Material, beispielsweise Gummi oder Segeltuch, bestimmt ist, die Schürze ein oder mehrere trogförmige Segmente aufweist, und jedes trogförmige Segment einen unteren Feil (4a) der Vorderwand (4) aufweist, der von vorne nach hinten schräg äbfällt, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der untere Teil (4a) der Vorderwand (4) jedes trogförmigen Segments (3) von vorne nach hinten mit einem Winkel α in dem Bereich von 20º - 35º zur Horizontalen in Richtung der unteren Kante (8) der Schürze (2) schräg abfällt.

2. Luftkissennfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel α ungefähr 25º beträgt.

3. Luftkissenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderwand (4) jedes Segments (3) an der Oberseite durch ein Befestigungsteil (7) verlängert ist.

4. Luftkissenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzechnet, daß der oben erwähnte untere Teil (4a) der Vorderwand über eine Biegung in ein oberes Teil (4b) übergeht, das von vorne nach hinten mit einem Winkel größer als 45º schräg abfällt.







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