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Dokumentenidentifikation DE4323225C1 11.08.1994
Titel Zeichengerät
Anmelder Schwan-Stabilo Schwanhäußer GmbH & Co, 90409 Nürnberg, DE
Erfinder Möck, Gerhard, 91356 Kirchehrenbach, DE
Vertreter Louis, D., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 83700 Rottach-Egern; Pöhlau, C., Dipl.-Phys., 90489 Nürnberg; Lohrentz, F., Dipl.-Ing., 82319 Starnberg; Segeth, W., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 90489 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 12.07.1993
DE-Aktenzeichen 4323225
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.08.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.08.1994
IPC-Hauptklasse B43L 13/18
IPC-Nebenklasse G03B 21/00   
IPC additional class // G03B 23/10  
Zusammenfassung Es wird ein zum Zeichnen- oder Malenlernen geeignetes Zeichengerät (10) für Vorschul- bzw. Schulkinder mit einer Zeichenunterlage (12) für ein Zeichenblatt beschrieben, wobei die Zeichenunterlage (12) mit einem Bildprojektor (14) versehen ist, der zur Projektion mindestens eines Bildes auf die Zeichenunterlage (12) bzw. das darauf befindliche Zeichenblatt vorgesehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zeichengerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein solches Zeichengerät ist aus der FR 25 18 021 bekannt. Dieses sehr einfach und somit preisgünstig ausgebildete Zeichengerät ermöglicht es zwar Orginalvorlagen nachzuzeichnen, jedoch sind Vorkehrungen, die in irgendeiner Art auf das Anleiten zum Zeichnen gerichtet sind, nicht gegeben, so daß die Anregung zum Zeichnen mittels dieses bekannten Zeichengerätes insbes. für Kinder im Vorschul- und im Schulalter noch Wünsche offen läßt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Zeichengerät der eingangs genannten Art zu schaffen, das insbesondere für Kinder im Vorschul- und Schulalter, d. h. für Kinder von ca. 4 bis 12 Jahre, vorgesehen ist, um den besagten Kindern auf einfache Art und Weise das freihändige Zeichnen bzw. Malen beizubringen, bzw. die Kinder im Zeichnen und Malen zu unterweisen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Zeichengerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles diese Anspruchs gelöst.

Das erfindungsgemäße Zeichengerät ist dabei insbesondere dazu vorgesehen, auf ein auf der Zeichenunterlage befindliches Zeichenblatt nach Motiven sortierte Konturbilder zu projizieren. Das das Zeichengerät benutzende Kind kann diese Konturbilder nachmalen. Die besagten Konturbilder können selbstverständlich auch flächig ausgemalt werden. Dabei sind Gestaltungsmöglichkeiten in weiten Grenzen dadurch gegeben, daß der Bildprojektor in Bezug auf die Zeichenunterlage verstellbar ist. Hierdurch ist es nämlich möglich, die Größe eines auf die Zeichenunterlage bzw. das auf der Zeichnungsunterlage befindliche Zeichenblatt projizierten Bildes wunschgemäß einzustellen. Ein in bezug auf eine Zeichenunterlage verstellbarer Bildprojektor ist an sich bekannt.

In der DE-Z "VR 1955" beschreibt Wittke einen optischen Pantograph -ANTISKOP II-, der zur Projektion eines Originales auf einen Zeichentisch vorgesehen ist. Der Bildprojektor des erfindungsgemäßen Zeichengerätes kann in einfacher Ausbildung dazu vorgesehen sein, nacheinander jeweils nur ein einziges Bildmotiv aufzunehmen. Es ist jedoch auch möglich, daß der Bildprojektor mit einer Magazineinrichtung für eine Anzahl Bilder ausgebildet ist. Bei der besagten Magazineinrichtung kann es sich um ein Stapelmagazin mit einzelnen nebeneinander gestapelten Bildern bzw. Bildmotiven handeln, eine andere Möglichkeit besteht darin, die Magazineinrichtung z. B. als Scheibe auszubilden, die eine Anzahl Bildmotive enthält.

Wie bereits erwähnt worden ist, dient der Bildprojektor insbesondere zur Projektion von Konturbildern; es sind auch Farbeinstellungen möglich, um die Konturbilder flächig auszumalen. Desgleichen kann beispielsweise mittels Farbfiltern durch Kombination entsprechender Farbeinstellungen eine Farbmischung erfolgen.

Der Spieltrieb eines Kindes wird mit dem erfindungsgemäßen Zeichengerät insbesondere dann zum Malenlernen ausgenutzt, wenn nach einer Weiterbildung das Zeichengerät bzw. dessen Bedienmittel einen Mikroprozessor mit einem Akustik-IC-Baustein und einer Tonausgabeeinrichtung aufweisen (vergl. Anspruch 2). Mit Hilfe des Mikroprozessors und des Akustik-IC-Bausteins und der zugehörigen Tonausgabeeinrichtung ist es möglich, dem das Zeichengerät benutzenden Kind geeignete akustische Anweisungen im Sinne einer Bedienerführung zu geben, um das Kind zum richtigen Zeichnen bzw. Malen anzuweisen. Mit Hilfe eines Akustik-IC- Bausteines erzeugte gesprochene Anweisungen sind an sich bereits vorgeschlagen worden.

So beschreibt z. B. die DE-Z "Blick durch die Wirtschaft", 4.1.1980 einen sprechenden Kühlschrank. Um ein Kind zum richtigen Zeichnen bzw. Malen anzuregen, kann das erfindungsgemäße Zeichengerät bzw. dessen Bedienmittel mit einer mit dem Mikroprozessor verbundenen Displayeinrichtung versehen sein (vergl. Anspruch 3), bei der es sich beispielsweise um eine an sich bekannte Flüssigkristall-Anzeige handeln kann. Hierdurch kann das Kind außer zum Zeichnen bzw. Malen auch zum Lesenlernen angeregt werden, wobei das Lesenlernen mit dem Zeichnen bzw. Malen auf spielerische Art und Weise kombiniert ist.

Bei einem Zeichengerät der zuletzt genannten Art ist es zweckmäßig, wenn der Mikroprozessor mit einer Eingabetastatur verbunden ist (vergl. Anspruch 4). Eine Betätigung der besagten Eingabetastatur kann zur Abgabe von zeitlich aufeinanderfolgenden Anleitungen dienen, wie und was zeitlich aufeinanderfolgend von dem das Zeichengerät benutzenden Kind getan werden soll. Diese Anleitungen können also akustisch und/oder optisch gegeben werden. Der Mikroprozessor mit dem Akustik-IC-Baustein kann hierbei derartig programmiert sein, daß er zur akustischen und/oder optischen Ausgabe humorvoller Anmerkungen, Fragen, Hinweise oder dergleichen geeignet ist. Hierdurch kann mit dem erfindungsgemäßen Zeichengerät der Spieltrieb eines Kindes gefördert werden, um dem Kind auf diese Weise entsprechende Fertigkeiten zu vermitteln.

Zweckmäßig ist es, wenn die Zeichenunterlage mit mindestes einem Abteil zur Lagerung von Zeichenutensilien ausgebildet ist (vergl. Anspruch 5). Bei diesen Zeichenutensilien handelt es sich z. B. um Zeichen- bzw. Malstifte, um wenigstens einen Becher für Wasser und wenigstens einen zugehörigen Malpinsel oder dergleichen. Die Zeichenunterlage kann zur Halterung eines einzelnen Zeichenblattes oder vorzugsweise zur Halterung eines ganzen Malblockes vorgesehen sein (vergl. Anspruch 6). Eine weitere Möglichkeit besteht darin, daß das entsprechende Zeichenblatt von einer am Zeichengerät gelagerten Zeichenpapierrolle abziehbar ist. Zu dem jeweiligen Zweck kann die Zeichenunterlage mit einer Vorschub- und/oder Spanneinrichtung für ein Zeichenblatt ausgebildet sein. Im einfachsten Fall ist die zuletzt erwähnte Einrichtung als Klemmleiste ausgebildet.

Das erfindungsgemäße, insbesondere durch seine Weiterbildungen beanspruchte Zeichengerät macht sich die Kombination handelsüblicher elektronischer Möglichkeiten mit der manuellen Tätigkeit des Zeichnens bzw. Malens zunutze, wobei in vorteilhafter Weise ein handelsüblicher und relativ preisgünstig zur Verfügung stehender "sprechender Computer" für Übungs- und Lernzwecke genutzt wird. Das geschieht erfindungsgemäß sehr kindergerecht durch programmierte Unterweisungen, bestehend beispielsweise aus aufeinanderfolgenden Schritten zum Malenlernen, Tips zu den diversen Malmethoden sowie durch humorvolle Anmerkungen, Fragen bzw. Hinweise. Bei diesen Hinweisen handelt es sich z. B. darum, dem Kind darzulegen, daß es durch Verschieben der Vorlage möglich ist, auf einer Zeichenunterlage Mehrfachfiguren darzustellen.

Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Zeichengerätes ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.

Die Figur zeigt in einer räumlichen Darstellung eine Ausbildung des Zeichengerätes 10 mit einer Zeichenunterlage 12, von der ein Bildprojektor 14 wegsteht. Der Bildprojektor 14 weist einen ersten Arm 16 und einen zweiten Arm 18 auf, die miteinander verschwenk- und arretierbar verbunden sind. Die Verschwenkbarkeit der beiden Arme 16 und 18 in Bezug aufeinander ist durch die beiden bogenförmigen Doppelpfeile 20 und 22 angedeutet. Die gegenseitige Arretierung der beiden Arme erfolgt beispielsweise mittels einer Klemmschraube 24. Der Arm 16 ist an der Zeichenunterlage 12 schwenkbar gelagert.

In der Zeichnungsfigur ist der Bildprojektor 14 in zwei verschiedenen Positionen dargestellt, um die Verstellbarkeit des Bildprojektors in Bezug auf die Bildunterlage 12 zu verdeutlichen. Der zweite Arm 18 ist relativ zum ersten Arm 16 außerdem linear verstellbar, was durch den Doppelpfeil 25 angedeutet ist.

Der Bildprojektor 14 weist einen Einschub bzw. ein Magazin 26 für mindestens ein zu projizierendes Bild auf und ist mit einer Fokussiereinrichtung 28 versehen, mit deren Hilfe es möglich ist, das im Magazin 26 befindliche Bild scharf auf die Zeichenunterlage 12 bzw. auf ein auf der Zeichenunterlage 12 befindliches Zeichenblatt abzubilden.

Zum Fixieren eines Zeichenblattes auf der Zeichenunterlage 12 ist diese zumindest mit einer Spanneinrichtung 30 versehen, die beispielsweise als Papier-Klemmleiste ausgebildet ist. Auf der der Spanneinrichtung 30 gegenüberliegenden Seite ist an der Zeichenunterlage 12 eine Displayeinrichtung 32 vorgesehen. In der Nachbarschaft der Spanneinrichtung 30 ist an der Zeichenunterlage 12 eine Eingabetastatur 34 vorgesehen, die mit einem (nicht gezeichneten) Mikroprozessor mit Akustik-IC-Baustein verbunden ist, der selbst mit einer Tonausgabeeinrichtung 36 zusammengeschaltet ist. Bei dieser handelt es sich beispielsweise um einen Lautsprecher.

Die Zeichenunterlage 12 ist mit Abteilen 38, 40, 42 ausgebildet, die zur Lagerung von Zeichenutensilien wie Farb- bzw. Malstiften 44, eines Wasserbechers 46 oder dgl. dienen.

Das erfindungsgemäße Zeichengerät 10 wird beispielweise wie folgt benutzt: Zuerst wird die Taste "Ein" der Eingabetastatur 34betätigt, wonach aus der Tonausgabeeinrichtung 36 eine Stimme erschallt: "Malst Du gerne?" Daraufhin drückt das das Zeichengerät 10 benutzende Kind die entsprechende Antworttaste "Ja" oder "Nein". Wird die "Nein " -Taste betätigt, so erschallt aus der Tonausgabeeinrichtung 36 beispielweise "Schade, ich hätte Dir gerne geholfen". Drückt das Kind die "Ja"-Taste, so erschallt aus der Tonausgabeeinrichtung 36 beispielsweise "also dann kann es ja losgehen. Hast Du einen Bleistift?" Nun betätigt das Kind wieder entweder die Antworttaste "Nein" oder "Ja". Wird die "Nein"-Taste betätigt, so erschallt aus der Tonausgabeeinrichtung 36 z. B. "hole Dir einen Bleistift". Wird die "Ja"-Taste betätigt, so erschallt aus der Tonausgabeeinrichtung 36 z. B. "leg ein Motivbild in den Bildprojektor ein und schalte dann das Licht ein". Auf diese Weise erfolgt zwischen dem Kind und dem Zeichengerät 10 ein Dialog, mittels welchem das Kind zum Zeichnen bzw. Malen auf spielerische Weise angeregt wird. Gleichzeitig erlernt das Kind hierbei die Bedienung der Eingabetastatur 34. Der Dialog mit dem Kind kann auch über die Displayeinrichtung 32 erfolgen, so daß das Kind zum Lesen bzw. Lesenlernen angeregt werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichengerät mit einer Zeichenvorlage für mindestens die Konturen eines zu zeichnenden Bildes und einer Zeichenunterlage (12) für ein Zeichenblatt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bildprojektor (14) für die Aufnahme der Zeichenvorlage dient, indem dieser (14) die Projektion mindestens eines Bildes auf die Zeichenunterlage (12) vornimmt, wobei der Bildprojektor (14) durch zueinander verschieb- und drehbare Führungsarme (16, 18) in bezug auf die Zeichenunterlage (12) verstellbar ist, und ferner Bedienmittel (32, 34, 36) vorgesehen sind, daß die zeichnende Person sowohl in der Ausführung der Zeichnung hinsichtlich Kontur und Farbe als auch in der Bedienung des Zeichengerätes unterstützt wird.
  2. 2. Zeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedienmittel einen Mikroprozessor mit einem Akustik- IC-Baustein und eine Tonausgabeeinrichtung (36) aufweisen.
  3. 3. Zeichengerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedienmittel eine mit dem Mikroprozessor versehene Displayeinrichtung (32) aufweisen.
  4. 4. Zeichengerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedienmittel eine mit dem Mikroprozessor verbundene Eingabetastatur (34) aufweisen.
  5. 5. Zeichengerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeichenunterlage mit mindestens einem Abteil (38, 40, 42) zur Lagerung von Zeichenutensilien (44, 46) ausgebildet ist.
  6. 6. Zeichengerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeichenunterlage (12) mit einer Vorschub- und/oder Spann- bzw. Halteeinrichtung für ein Zeichenblatt ausgebildet ist.






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