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Dokumentenidentifikation DE4304632A1 18.08.1994
Titel Vorrichtung zum Montieren eines Wälzlagers
Anmelder SMS Schloemann-Siemag AG, 40237 Düsseldorf, DE
Erfinder Brausten, Johannes, 4047 Dormagen, DE
Vertreter Hemmerich, F., 40237 Düsseldorf; Müller, G., Dipl.-Ing.; Große, D., 57072 Siegen; Pollmeier, F., Dipl.-Ing., 40237 Düsseldorf; Valentin, E., Dipl.-Ing., 57072 Siegen; Gihske, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 40237 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 16.02.1993
DE-Aktenzeichen 4304632
Offenlegungstag 18.08.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.08.1994
IPC-Hauptklasse B21B 31/08
IPC-Nebenklasse F16C 13/02   F16C 43/06   
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zum Montieren eines Wälzlagers (6) auf einen Walzenzapfen (1), insbesondere auf der Antriebsseite eines Walzgerüstes, erlaubt es, trotz beengter Bauverhältnisse solche Wälzlager auf den Walzenzapfen aufzuziehen, bei denen die vor dem Einbau oberen Wälzkörper (7a) in ihrem Käfigsitz etwas nach unten fallen, wenn der Walzenzapfen (1) mit einem Einführring (3) versehen ist, dessen Kontur verschiedene Querschnitte (10a, 10b) aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Montieren eines Wälzlagers auf einen Walzenzapfen, insbesondere auf der Antriebsseite eines Walzgerüstes.

Bei der Montage von Einbaustücken, z. B. für die Arbeitswalzenlagerung in Walzgerüsten, sind als Zylinderrollenlager ausgebildete Wälzlager bekannt, deren Gestaltung des Rollenkäfigs es mit sich bringt, daß die in der Einbaulage oberen Wälzkörper des Wälzlagers etwas - etwa 6 mm - nach unten fallen. Auf der Bedienungsseite des Walzgerüstes, wo ein ausreichender Platz zur Verfügung steht, bereitet die Montage des Einbaustückes bzw. des mehrreihigen Zylinderrollenlagers keine Probleme, da sich dort ein breiter (ca. 70 mm) Einführring mit einer entsprechend langen Einführschräge einsetzen läßt. Dieser Platz steht allerdings auf der Antriebsseite fegen des sich dem Zylinderrollenlager anschließenden Axiallagers - in Form eines Kegelrollenlagers - nicht zur Verfügung; mit einem etwa lediglich 15 mm breiten Montagering kann keine solch ausgeprägte Einführschräge vorgesehen werden, die während des Aufziehens des Wälzlagers die Wälzkörper in die richtige Lage bringt. Das Einbaustück läßt sich daher nur mit demontiertem Axiallager und mit Hilfe einer Montagehülse montieren, was aber sehr aufwendig ist.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der sich Wälzlager, bei denen die vor dem Einbau oberen Wälzkörper in ihrem Käfigsitz etwas nach unten fallen, trotz beengter Bauverhältnisse auf den Walzenzapfen aufziehen lassen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Walzenzapfen mit einem Einführring versehen ist, dessen Kontur verschiedene Querschnitte aufweist. Damit läßt sich auf einfache Weise, nämlich durch Drehen des vorzugsweise fest auf den Walzenzapfen aufgeschrumpften Einführringes, der somit auf der Walze verbleibt, erreichen, daß die Wälzkörper in eine Lage gebracht werden, die das problemlose Aufschieben des Lagers erlaubt.

Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die Außenringfläche des Einführrings mit einer über den Ringumfang exzentrisch verlaufenden Schräge ausgebildet ist. Hierbei sollte die dem Wälzlager schnäbelnd zugewandte Schräge des Einführringes beim Aufschieben des Wälzlagers bzw. des Einbaustückes mit der großen Schräge nach oben stehen, das heißt mit dem die größte Länge der Einführschräge aufweisenden Abschnitt des Einführringes den nach unten verlagerten oberen Wälzkörpern des Wälzlagers zugewandt sein. Aus dieser Position heraus werden die Wälzkörper jetzt zunächst über die Schräge aufgeschoben und - da dieser Verschiebeweg nicht ausreicht, um die Wälzkörper in eine für das endgültige Aufschieben notwendige, ausgerichtete Lage zu bringen - wird die Walze danach um 180° gedreht, wobei die Wälzkörper aufgrund des zunehmend größer werdenden Außendurchmessers des Einführringes in entsprechender Weise angehoben werden, bis sie so ausgerichtet sind, daß das Lager in seine endgültige Position aufgeschoben werden kann.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung, in der ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung näher erläutert ist.

Es zeigt

Fig. 1 im Teilschnitt als Einzelheit ein Einbaustück mit einem darin angeordneten, als Zylinderrollenlager ausgeführten Radiallager vor dem Aufschieben auf den Walzenzapfen einer Walzwerkswalze eines nicht dargestellten Walzgerüstes, in der Montagelage bei Berührung eines auf den Walzenzapfen aufgeschrumpften, erfindungsgemäßen Einführringes gezeigt;

Fig. 2 eine Montagelage des Einbaustückes, in der die vorderen Zylinderrollen des Wälzlagers mit ihren voreilenden Enden den Einführring bereits passiert haben;

Fig. 3 als Einzelheit den erfindungsgemäßen Einführring mit den ihn umschließenden Zylinderrollen des Wälzlagers, in der Vorderansicht dargestellt;

Fig. 4 den erfindungsgemäßen Einführring von der Seite her gesehen; und

Fig. 5a, 5b als Einzelheit die in Fig. 4 mit "X" bzw. "Y" gekennzeichneten Ringabschnitte.

Von einem nicht dargestellten Walzgerüst sind in Fig. 1 der Walzenzapfen 1 mit einem darauf aufgeschrumpften Lagerinnenring 2 und einem diesen vorgeschalteten, ebenfalls aufgeschrumpften Einführring 3 gezeigt. Auf den Walzenzapfen 1 soll ein vorne und - nicht dargestellt - hinten mit einer Bordscheibe 4 versehenes Einbaustück 5 auf den Walzenzapfen 1 bzw. den Lagerinnenring 2 aufgeschoben werden. Das Einbaustück weist ein mehrreihiges Zylinderrollenlager 6als Radiallager auf, von dem in Fig. 1 die Wälzkörper 7 der - bezogen auf die Einbaurichtung - beiden vorderen Reihen dargestellt sind. Die Wälzkörper 7 sind in einem Rollenkäfig 8 so angeordnet, daß sich die jeweils oberen Wälzkörper 7a (vgl. auch Fig. 3) aus ihrem Käfigsitz nach unten absenken.

Damit sich das Einbaustück 5 mit dem Zylinderrollenlager 6 dennoch problemlos auf den Walzenzapfen 1 bzw. den Lagerinnenring 2 aufschieben läßt, ist die Außenringfläche 9 des Einführringes 3 mit einer über den Ringumfang exzentrisch verlaufenden Schräge 10 (vgl. Fig. 4) ausgebildet. Zum Aufschieben des Einbaustückes 5 ist die Walze soweit gedreht worden, daß der Einführring 3 mit seiner großen Schräge 10a (vgl. Fig. 5a) oben und mit seiner kleinen Schräge 10b (vgl. Fig. 5b) unten steht.

Beim Aufschieben des Einbaustückes 5 schnäbeln die voreilenden Kanten der Wälzkörper 7a der vorderen Zylinderrollenreihe an die große Schräge 10a des Einführringes 3 an, wie in Fig. 1 gezeigt. Die dabei erreichte Verschiebung der Wälzkörper 7a reicht jedoch nicht aus, um das Zylinderrollenlager 6 mit dem Einbaustück 5 vollständig aufziehen zu können. Die Walze bzw. der Walzenzapfen 1 wird deshalb um 180° gedreht, wobei die Wälzkörper 7a in einen zunehmend größer werdenden Durchmesserbereich des Einführringes 3 gelangen und sich dabei aus ihrer in Fig. 2 in durchgezogenen Linien dargestellten Ausgangslage allmählich anheben und ausrichten, bis sie letztendlich die in Fig. 2 in strichpunktierten Linien dargestellte Endposition einnehmen, in der sie sich dann problemlos weiter auf den Lagerinnenring 2 aufschieben lassen. Bei den nachfolgenden Wälzkörperreihen läuft das Anheben und Ausrichten der Wälzkörper 7a in gleicher Weise ab. Die Montage des Einbaustückes 5 läßt sich dabei sogar bei dauernd drehender Walze erreichen, da der auf den Walzenzapfen 1 aufgeschrumpfte Einführring 3 dabei die notwendigen Stellungen stets durchläuft.

Bezugszeichenliste

1 Walzenzapfen

2 Lagerinnenring

3 Einführring

4 Bordscheibe

5 Einbaustück

6 Zylinderrollenlager

7, 7a Wälzkörper

8 Rollenkäfig

9 Außenringfläche

10, 10a, 10b Schräge


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Montieren eines Wälzlagers auf einen Walzenzapfen, insbesondere auf der Antriebsseite eines Walzgerüstes, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenzapfen (1) mit einem Einführring (3) versehen ist, dessen Kontur verschiedene Querschnitte aufweist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenringfläche (9) des Einführringes (3) mit einer über den Ringumfang exzentrisch verlaufenden Schräge (10; 10a, 10b) ausgebildet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Einführring (3) fest auf dem Walzenzapfen (1) aufgeschrumpft ist.






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