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Dokumentenidentifikation DE4304635A1 18.08.1994
Titel Eisenbahn-Niederflurwagen einer Sonderbauart
Anmelder FMB Fahrzeug- und Maschinenbau Beratungsgesellschaft mbH, 7000 Stuttgart, DE
Erfinder Schopf, Jörg, 7000 Stuttgart, DE
Vertreter Wolff, M., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 70619 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 16.02.1993
DE-Aktenzeichen 4304635
Offenlegungstag 18.08.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.08.1994
IPC-Hauptklasse B61D 3/18
IPC-Nebenklasse B61D 47/00   
Zusammenfassung Gegenstand der Erfindung ist ein Eisenbahn-Niederflurwagen einer Soderbauart.
Stand der Technik ist ein Wagen (DE 3313211 A1) mit motorisch seitenverschiebbarer Ladefläche, die auf einer ortsfesten Rampe mit Fahrbahn oberhalb des Schienenniveaus gelagert wird.
Nachteil dieses Wagens ist das Erfordernis einer befahrbaren Rampe neben dem Gleis, als Unterlage für die zur Seite geschobene Ladefläche.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen reinen Horizontalumschlag ohne Rampe zwischen Schiene und Straße zu ermöglichen, ohne Verwendung von Road-Railers oder des Abroll-Container-Transport-Systems.
Lösung dieser Aufgabe ist die neue Sonderbauart, die Wagen-Plattform zum Aufstellen von Lkw als untersten, aus dem Wagenrahmen herauslösbaren Wagenteil mit Ladefläche auf Schienenniveau auszubilden und dabei für die seitliche Fahrbarkeit der Plattform sowie für den Zusammenhalt der übrigen Wagenteile zu sorgen, während die Plattform zur direkten Befahrung durch Lkw in Umschlagposition auf der Fahrbahn neben dem Gleis liegt.
Vorteil dieser Lösung ist der Wegfall einer befahrbaren Verladerampe neben dem Gleis und die Vergrößerung der zulässigen Lkw-Höhe (Lichtraumprofil).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Eisenbahn-Niederflurwagen einer Sonderbauart zum Schienentransport von Automobilen, insbesondere Lkw, die eine Straße auf Schienenniveau befahren und im wesentlichen horizontal zwischen Straße und Schiene umgeschlagen werden; gemäß Oberbegriff des Anspruches 1.

Bei einem aus der DE 33 13 211 A1 bekannten, gleichartigen "Niederflurwagen mit motorisch seitenverschiebbarer Ladefläche", die auf einer ortsfesten Rampe mit Fahrbahn oberhalb des Schienenniveaus gelagert wird, ist der ein Wagenuntergestell bildende Rahmen, hauptsächlich aus Längs- und Querträgern, an beiden Wagenenden hochgezogen, wo er sich über Drehgestelle auf den Schienen abstützt. In den eine Befahrfläche bildenden Boden der Plattform mit zwei Seitenwangen sind zwischen rahmenfesten Führungsstegen mehrere reihenweise angeordnete Lagerrollen eingelassen, die auf Rahmen-Querträgern (Doppel-T-Profil) laufen. Als Antrieb zum Verschieben der Plattform sind mehrere Einheiten vorgesehen, je bestehend aus Getriebemotor, Antriebskette, Lenkritzel, Antriebsritzel und sogenannter Triebstockverzahnung (als Zahnstangenersatz), die sich im Plattformboden befindet. Mittels pneumatischer Verriegelungszylinder wird die Transportposition der Plattform am Rahmen gesichert.

Da bei dem bekannten Niederflurwagen zwischen Ladefläche der Plattform und Schienen sowie zwischen den beiden Drehgestellen der Rahmen als tiefliegendes Wagenuntergestell ausgebildet ist, benötigt die Plattform in ihrer Umschlagposition eine befahrbare Rampe als Unterlage, damit der vorgesehene Horizontalumschlag stattfinden kann. Eine befahrbare Rampe benötigt auch der aus der DE 36 44 411 A1 bekannte ähnliche "Eisenbahn-Güterwagen mit Vorrichtung zum Auf- und Abladen von Straßenfahrzeugen", dessen Untergestell durch Herunterklappen auf die Rampen-Fahrbahn verlängerbare U- Schienen für Plattform-Rollen trägt.

Nach Bild 3 (Seite 122) eines Aufsatzes von G. Grossmann in der Z "Internationales Verkehrswesen" 44 (1992) 4. Heft April (ab Seite 121) ist ein Horizontalumschlag Straße-Schiene ohne Rampen bisher nur mittels sogenannter Road-Railer oder des Abroll-Container-Transport-Systems möglich.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen reinen Horizontalumschlag ohne Rampe zwischen Straße und Schiene auf eine vorteilhafte andere Weise zu ermöglichen.

Diese Aufgabe ist durch den Gegenstand des Anspruches 1 gelöst, da die Plattform nun anders als bei den bekannten Wägen so tief wie aus schienentechnischen Erfordernissen noch möglich im Schienenfahrzeugrahmen angebracht werden kann, weil weder unter noch seitlich der Plattform feststehende Rahmenteile störend vorhanden sind, die bisher verhinderten, daß die Plattform den Schienen möglichst nahe kommt und dadurch eine Rampe neben dem Gleis überflüssig wird. - Die Grundidee der Erfindung besteht also darin, die Plattform als (von den Spurkranzrädern abgesehen) untersten herauslösbaren Wagenteil mit Ladefläche auf Schienenniveau auszubilden und dabei für die Fahrbarkeit der Plattform sowie für den Zusammenhalt der übrigen Wagenteile zu sorgen.

Im einzelnen ist hierzu zu bemerken: da eine der beiden Seitenwangen der Plattform, die andere aber dem nichtverschiebbaren Teil des Schienenfahrzeug-Rahmens zugeordnet ist, sind dessen beide Enden durch eine Seitenwange ständig verbunden. Diese Verbindung wird durch die Seitenwange der Plattform versteift, wenn sich diese in ihrer Transportposition am Rahmen befindet. Dank beiderseitiger Anlenkung der Hydraulikzylinder zum Rollen der Plattform über die Fahrbahn werden deren unvermeidliche Unebenheiten ausgeglichen. Die Versenkbarkeit der Laufrollen oder -räder der Plattform ist erforderlich, um dem erfindungsgemäßen Wagen die nötige Bodenfreiheit zwischen den beiden Schienen eines Gleises zu geben. Um die Konstruktionshöhe der Plattform durch die auf- oder abfahrenden Kraftfahrzeuge mit nur geringen Steigungen überwinden zu können, werden die Klappen an den Plattformenden für den Be- und Entladevorgang auf die Fahrbahn abgesenkt, wonach sie die Plattform zusätzlich zu den Laufrollen oder -rädern auf der Fahrbahn abstützen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wagens ist die Plattform mit einer in deren Transportposition neben der rahmenfesten Seitenwange angeordneten Hilfswange parallel zur plattformfesten Seitenwange versehen. Diese Hilfswange der Plattform ersetzt die rahmenfeste Seitenwange, solange die Plattform aus ihrer Transportposition entfernt ist.

Bei der bevorzugten Ausführungsform weist die plattformfeste Seitenwange an jedem ihrer beiden Enden einen in der Transportposition der Plattform das benachbarte Rahmenende überlappenden Überstand auf, der mit diesem Rahmenende, insbesondere hydraulisch, verriegelbar ist. Die Verriegelung der zwei Überstände mit den Rahmenenden stabilisiert den Wagen nach Einnahme der Transportposition der Plattform und sichert diese Position.

Bei der bevorzugten Ausführungsform verläuft jeder, gegebenenfalls teleskopische, Hydraulikzylinder in einem mindestens U-förmig profilierten, unten geschlossenen, gegebenenfalls teleskopischen, Arm zur biegesteifen Verbindung der Plattform außerhalb ihrer Transportposition mit der rahmenfesten Seitenwange. Trotz dieser biegesteifen Verbindung müssen die Hydraulikzylinder an Plattform und Rahmen angelenkt sein, da sie Verbiegungen nicht vertragen, welche die Verbindung von Plattform und rahmenfester Seitenwange trotz ihrer Biegesteifigkeit noch aufnehmen kann.

Bei der bevorzugten Ausführungsform ist jeder, gegebenenfalls teleskopische, Hydraulikzylinder einerseits an der rahmenfesten Seitenwange angelenkt, welche die einzige Verbindung der beiden Rahmenenden bildet, solange die entriegelte Plattform ihre Transportposition am Rahmen verlassen hat.

Bei der bevorzugten Ausführungsform sind die Laufrollen oder -räder in mindestens einer sich in Längsrichtung der Plattform erstreckenden Reihe angeordnet und reihenweise oder einzeln in je einer, gegebenenfalls gemeinsamen, Ausnehmung der Plattform kardanisch gelagert sowie mittels einer, gegebenenfalls hydraulischen, Einrichtung um 90° schwenkbar. Diese Schwenkeinrichtung wird im Sinne der Bereitstellung der Laufrollen oder -räder betätigt, wenn die Plattform am Rahmen entriegelt wird, bevor sie ihre Transportposition verläßt und in Umschlagposition fährt.

Bei der bevorzugten Ausführungsform ist eine mittige Haupt- Ausnehmung durch einen, gegebenenfalls U-förmig profilierten, mindestens stellenweise unten offenen Kanal über der Standfläche der Plattform erhöht, welcher die, gegebenenfalls mehrfach vorhandene, Schwenkeinrichtung aufnimmt. In diesen Kanal der Plattform können die zentral angeordneten Laufrollen oder -räder versenkt werden.

Bei der bevorzugten Ausführungsform sind die Verbindungsarme plattformseitig an dem Kanal senkrecht befestigt. Dadurch ist die Plattform an mindestens zwei Punkten ihrer längeren Mittellinie mit der rahmenfesten Seitenwange verbunden, so daß sich ein seitliches Kippen der Plattform nur minimal auf die im wesentlichen biegesteifen Verbindungsarme auswirken kann.

Bei der bevorzugten Ausführungsform ist der Kanal auf jeder Klappe mit einer Verlängerung versehen und nehmen beide wenigstens einen Hydraulikzylinder zum Schwenken der Klappe auf, welcher an der Wand des Kanals bzw. seiner Verlängerung angelenkt ist. Dadurch sind die Hydraulikzylinder zum Schwenken der Klappen verdeckt angeordnet.

Bei der bevorzugten Ausführungsform weist die Unterfläche jeder Klappe zu deren Auflage auf die Fahrbahn eine Schräge auf, die während der Transportposition der Plattform auf einer Komplementär-Schräge der Stütze des der Klappe benachbarten Rahmenendes ruht, wobei Schräge und Komplementär- Schräge je einen Gleitbelag aufweisen. Dadurch erfährt die hochgezogene (oder hochgedrückte) Klappe beim Positionswechsel der Klappe eine deren Bewegung stabilisierende Führung und die niedergezogene (bzw. niedergedrückte) Klappe eine breite Auflage auf der Fahrbahn, die infolgedessen mit einem geringeren Druck belastet wird.

Im folgenden ist die Erfindung anhand der durch die Zeichnung beispielhaft dargestellten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Eisenbahn-Niederflurwagens im einzelnen erläutert. Es zeigt

Fig. 1a und b eine Seitenansicht bzw. Draufsicht des Wagens mit Plattform in Umschlagposition,

Fig. 2a und b eine Seitenansicht bzw. Draufsicht des Wagens mit Plattform in Transportposition,

Fig. 3 einen Querschnitt des Wagens mit Plattform in Umschlagposition,

Fig. 4 einen Querschnitt des Wagens mit Plattform in Transportposition (und, strichpunktiert gezeichnet: in Umschlagposition),

Fig. 5a und b eine beidseitig abgebrochene, zum Teil längsgeschnittene Seitenansicht eines Wagenendes mit Klappe in waagrechter bzw. schräger Lage,

Fig. 6a und b je einen Querschnitt der Plattform in Transport- bzw. Umschlagposition,

Fig. 7 eine perspektivische Ansicht eines Ausschnittes der Plattform (mit schwenkbarem Fahrbahn-Rad).

Im Ausführungsbeispiel ist der erfindungsgemäße Eisenbahn- Niederflurwagen so bemessen, daß er einen Lkw 10 mit Anhänger aufladen kann.

Der Wagen weist einen Schienenfahrzeug-Rahmen 12 auf, der im wesentlichen aus zwei spiegelbildlichen Endstücken mit Spurkranzrädern und einer Seitenwange besteht, welche die beiden Endstücke auf einer Gleisseite miteinander verbindet.

Zur Vervollständigung des Wagens ist eine seitlich verschiebbare Plattform 14 vorgesehen, die eine waagrechte Standfläche für den Lkw 10 bietet. Die Plattform 14 ist zwischen einer Umschlagposition außerhalb des Rahmens 12 sowie auf einer Fahrbahn auf Schienenniveau, und einer Transportposition innerhalb des Rahmens 12 verlagerbar.

An den beiden Enden der Plattform 14 befindet sich je eine von zwei spiegelbildlichen Klappen 16, die durch den Lkw 10 befahrbar sind. Jede Klappe 16 kann aus einer waagrechten Lage, die sie in der Transportposition der Plattform einnimmt, in eine schräge Lage, die sie in der Umschlagposition der Plattform einnimmt, abgeschwenkt und wieder zurückgeschwenkt werden. Die Plattform 14 ist längs ihrer gleisparallelen Mittellinie mit mittigen Lauf-Rädern 18 (ohne Spurkranz) versehen, die gleichzeitig zwischen einer waagrechten Ruhelage mit vertikaler Drehachse und einer vertikalen Betriebsstellung mit waagrechter Drehachse schwenkbar sind, wobei sie in ihrer Ruhelage in der Plattform 14 versenkt und in ihrer Betriebsstellung unten aus der Plattform herausragend angeordnet sind.

Zwei parallele waagrechte teleskopische Arme 20 sorgen für eine hinreichend biegesteife Verbindung der Plattform 14 außerhalb ihrer Transportposition mit dem Rahmen 12. In den Armen 20 liegt je ein hydraulischer teleskopischer Verschiebe-Zylinder 21, der einenends an der Plattform 14 und andernends am Rahmen 12 so angelenkt ist, daß er auch bei Unebenheiten der Fahrbahn für die Plattform-Räder 18 verbiegungsfrei ungefähr waagrecht liegenbleibt.

Von zwei parallelen waagrechten Seitenwangen 22 befindet sich die eine auf einer Gleisseite des Rahmens 12, dessen beide Endstücke sie miteinander verbindet, und die andere auf der gegenüberliegenden Gleisseite am einen seitlichen Rand der Plattform 14, mit der sie von der rahmenfesten Seitenwange entfernbar ist.

Eine im Profil ungefähr L-förmige Stütze 24 an jedem Endstück des Rahmens 12 nimmt mit ihrem ungefähr waagrechten Schenkel die in der Transportposition der Plattform 14 waagrecht liegende zugeordnete Klappe 16 auf; um bei seitlicher Verschiebung der Klappe 16 die Reibung an der zugeordneten Stütze 24 zu verringern, sind beide mit einem Gleitbelag 26versehen, der das Verschieben der Plattform 14 aus ihrer Transportposition und in diese hinein erleichtert. Ein nach unten offener Kanal 28 mit rechteckig profiliertem Hohlraum zur Aufnahme der Räder 18 verläuft längs der gleisparallelen Mittellinie der Plattform 14 und unterteilt deren Standfläche für die linken bzw. rechten Räder des Lkw 10. Beim Kanal 28 sind die andernends an der rahmenfesten Seitenwange 22 befestigten Verbindungs-Arme 20 an der Plattform 14 befestigt.

Zwei Drehgelenke 30 sind an den beiden Enden der Plattform 14 zur Anlenkung der beiden Klappen 16 so angeordnet, daß deren Schwenkachsen an der Unterseite der Plattform 14 quer zu deren gleisparalleler Mittellinie liegen.

Für jede Klappe 16 ist zum Schwenken derselben mindestens ein Hydraulikzylinder 32 vorgesehen, der einerseits an der Wand des der Klappe benachbarten Endes des Kanales 28 oberhalb des zugeordneten Drehgelenkes 30 angelenkt ist. In zwei gleisparallelen seitlichen Reihen beidseits der Mittellinie der Plattform 14 sind den Rädern 18 entsprechende kleinere Räder 34 bzw. 36 angeordnet, die ein Kippen der Plattform 14 um deren gleisparallele Mittellinie verhindern sollen. Auch diese Räder 34 und 36 sind in der Transportposition der Plattform 14 in diese versenkbar.

Eine Hilfswange 37 an dem der rahmenfesten Seitenwange 22 näher liegenden Rand der Plattform 14 bildet zusammen mit der plattformfesten Seitenwange 22 eine beidseitige Begrenzung der Standfläche der Plattform 14 und ersetzt zum Teil die rahmenfeste Seitenwange, so lange sich die Plattform außerhalb ihrer Transportposition befindet.

Je ein Überstand 38 an beiden Enden der plattformfesten Seitenwange 22 greift in der Transportposition der Plattform 14 in die beiden Endstücke des Rahmens 12 ein, wobei die vorgesehene hydraulische Verriegelung vor dem Ausfahren der Plattform in ihre Umschlagposition gelöst werden kann.

Längs ihrer gleisparallelen Mittellinie ist die Plattform 14 mit einer vertikal durchgehenden Ausnehmung 40 versehen, die durch den Kanal 28 überdeckelt ist und wie dieser die mittigen Räder 18 aufnimmt, von denen jedes mittels einer Schwenkeinrichtung zwischen seiner Ruhelage und seiner Betriebsstellung bewegbar ist.

Bei der mehrfach vorhandenen Schwenkeinrichtung für jedes mittige Rad 18 handelt es sich hauptsächlich um einen Hydraulikzylinder 41 und eine kardanische Radlagerung mit einem das Rad 18 aufnehmenden rahmenartigen Gehäuse 42, an dem die Radachse 43 gelagert ist. Der Zylinder 41 ist einenends an diesem Gehäuse 42 und andernends an der Wandung der Ausnehmung 40 gelagert, und zwar so, daß durch Verlängerung und Verkürzung des Zylinders das Rad 18 in seine Betriebsstellung bzw. Ruhelage gelangt.

Jede Klappe 16 ist mit einer Verlängerung 44 des Kanals 28 versehen, welche über dem zugeordneten Drehgelenk 30 unterbrochen sind. Das in die Kanal-Verlängerung 44 hineinragende Ende des der Klappe 16 zugeordneten Hydraulikzylinders 32 ist an der Wand der Verlängerung 44 angelenkt.

Der Gleitbelag 26 an jeder rahmenfesten Stütze 24 befindet sich auf einer Komplementär-Schräge 45 zu einer Schräge 46 an der Unterseite des freien Endes der zugeordneten Klappe 16, wo sich der andere Gleitbelag 26 befindet. Mit ihren Schrägen 46 liegen die Klappen 16 in ihrer waagrechten oder schrägen Lage auf den Komplementär-Schrägen 45 der Stützen 24 bzw. auf der Fahrbahn neben dem Gleis auf.

Zwei fluchtende waagrechte Lagerbolzen 48, die als Achsstummel am Gehäuse 42 jeder kardanischen Radlagerung außen in einander entgegengesetzte Richtungen weisend befestigt sind, lagern in den beiden seitlichen Wandungen der Ausnehmung 40 der Plattform 14 derart, daß die Radachse 43 um die gemeinsame Bolzenachse herum schwenkbar ist.

Für die seitlichen Räder 34 und 36 sind der mittigen Ausnehmung 40 entsprechende seitliche Ausnehmungen und Schwenkeinrichtungen vorgesehen, die der Schwenkeinrichtung für jedes Rad 18 entsprechen.

Die seitlichen Ausnehmungen für die kleineren Räder 34 und 36 sind nicht mit einem Kanal überdeckelt, sondern bündig geschlossen, damit die Standfläche der Plattform 14 für den Lkw 10 nicht unterbrochen wird. - Unter Umständen können die seitlichen Räder 34 und 36 weggelassen werden; jedenfalls ist ihre Anzahl pro Reihe erheblich geringer als die Anzahl der mittigen Räder 18, welche die Hauptlast nahezu vollständig zu tragen haben, während die seitlichen Räder nur ein hauptsächlich von der Beladung des Lkw abhängiges Kippmoment aufnehmen müssen.


Anspruch[de]
  1. 1. Eisenbahn-Niederflurwagen einer Sonderbauart zum Schienentransport von Automobilen, insbesondere Lkw, die eine Straße auf Schienenniveau befahren und im wesentlichen horizontal zwischen Straße und Schiene umgeschlagen werden; mit einem Schienenfahrzeug-Rahmen (12) und einer seitlich verschiebbaren Plattform (14), die mit mindestens zwei spurkranzlosen Rollen oder Rädern (18) für den Lauf der Plattform (14) auf einer ortsfest verlegten Fahrbahn neben dem Bahngleis versehen ist; und mit einem wagengebundenen Antrieb (Zylinder 21) zum Verschieben der Plattform (14) zwischen einer Transportposition am Rahmen (12) und einer Umschlagposition neben dem Rahmen (12), der an seinen zwei Enden mit je mindestens einer Radachse und zwischen diesen zwei Enden beidseitig mit je einer Seitenwange (22) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß für eine Fahrbahn und ein Bahngleis mit gleich hoch liegenden Laufflächen
    1. 1.1 je eine der beiden Seitenwangen (22) die beiden Rahmenenden starr verbindet bzw. an der Plattform (14) angebracht ist
    2. 1.2 die Seitenwange (22) an der Plattform (14) in deren Transportposition entriegelbar mit den beiden Rahmenenden verriegelt ist
    3. 1.3 die Plattform (14) und der Rahmen (12) durch beiderseits angelenkte Hydraulikzylinder (21) zum Ausschieben und Einziehen der Plattform (14) aus dem bzw. in den Rahmen (12) verbunden sind
    4. 1.4 die Laufrollen oder -räder (18) in der Transportposition der Plattform (14) in diese versenkbar sind
    5. 1.5 an den zwei Enden der Plattform (14) je eine befahrbare Klappe (16) angelenkt ist, die zwischen einer Lage auf der Fahrbahn während der Umschlagposition der Plattform und einer Lage auf einer Stütze (24) des der Klappe benachbarten Rahmenendes während der Transportposition der Plattform schwenkbar ist.
  2. 2. Wagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattform (14) mit einer in deren Transportposition neben der rahmenfesten Seitenwange (22) angeordneten Hilfswange (37) parallel zur plattformfesten Seitenwange (22) versehen ist.
  3. 3. Wagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die plattformfeste Seitenwange (22) an jedem ihrer beiden Enden einen in der Transportposition der Plattform (14) das benachbarte Rahmenende überlappenden Überstand (38) aufweist, der mit diesem Rahmenende, insbesondere hydraulisch, verriegelbar ist.
  4. 4. Wagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder, gegebenenfalls teleskopische, Hydraulikzylinder (21) an einem mindestens U-förmig profilierten, unten geschlossenen, gegebenenfalls teleskopischen, Arm (20) zur biegesteifen Verbindung der Plattform (14) außerhalb ihrer Transportposition mit der rahmenfesten Seitenwange (22) verläuft.
  5. 5. Wagen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder, gegebenenfalls teleskopische, Hydraulikzylinder (21) einerseits an der rahmenfesten Seitenwange (22) angelenkt ist.
  6. 6. Wagen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufrollen oder -räder (18; 34, 36) in mindestens einer sich in Längsrichtung der Plattform (14) erstreckenden Reihe angeordnet und reihenweise oder einzeln in je einer, gegebenenfalls gemeinsamen, Ausnehmung (40) der Plattform (14) kardanisch gelagert (Fig. 7) sowie mittels einer, gegebenenfalls hydraulischen, Einrichtung (Fig. 7) um 90° schwenkbar sind.
  7. 7. Wagen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine mittige Haupt-Ausnehmung durch einen, gegebenenfalls U-förmig profilierten, mindestens stellenweise unten offenen Kanal (28) über der Standfläche der Plattform (14) erhöht ist, welcher die, gegebenenfalls mehrfach vorhandene, Schwenkeinrichtung (41) aufnimmt.
  8. 8. Wagen nach Anspruch 7 mit 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsarme (20) plattformseitig an dem Kanal (28) senkrecht befestigt sind.
  9. 9. Wagen nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (28) auf jeder Klappe (16) mit einer Verlängerung (44) versehen ist und beide wenigstens einen Hydraulikzylinder (32) zum Schwenken der Klappe (16) aufnehmen, welcher an der Wand des Kanals (28) bzw. seiner Verlängerung (44) angelenkt ist.
  10. 10. Wagen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterfläche jeder Klappe (16) zu deren Auflage auf die Fahrbahn eine Schräge (46) aufweist, die während der Transportposition der Plattform (14) auf einer Komplementär-Schräge (45) der Stütze (24) des der Klappe (16) benachbarten Rahmenendes ruht, wobei Schräge (46) und Komplementär-Schräge (45) je einen Gleitbelag (26) aufweisen.






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