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Dokumentenidentifikation DE69008831T2 25.08.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0434573
Titel Vorrichtung für die automatische Ernte von Früchten oder Beeren bei Reihenpflanzen, insbesondere bei der Traubenernte.
Anmelder Germain, Pierre, Lozanne, FR
Erfinder Germain, Pierre, Lozanne, FR
Vertreter Freischem, I., Dipl.-Ing.; Freischem, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 50667 Köln
DE-Aktenzeichen 69008831
Vertragsstaaten AT, CH, DE, ES, FR, IT, LI
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 13.11.1990
EP-Aktenzeichen 904204872
EP-Offenlegungsdatum 26.06.1991
EP date of grant 11.05.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.08.1994
IPC-Hauptklasse A01D 46/28

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine verbesserte Vorrichtung, welche automatisch das Einsammeln oder die Ernte von Früchten oder Beeren, die auf in Reihen angeordneten Pflanzen gezüchtet werden, insbesondere die Durchführung der Ernte von Weintrauben, ermöglicht.

In der folgenden Beschreibung wird die Erfindung für den Vorgang einer Weinlese beschrieben, jedoch ist es offensichtlich, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung nicht auf eine derartige Anwendung beschränkt ist und daß sie auf jedem anderen Gebiet eingesetzt werden kann, in dem sich ähnliche Probleme stellen.

Um die Ernte von Weintrauben auszuführen, wurde seit sehr langer Zeit vorgeschlagen, die manuell durchgeführten Vorgänge der Weinlese durch Vorrichtungen, die ein automatisches Sammeln ermöglichen, zu ersetzen, welche Vorrichtung entweder an selbstangetriebenen Maschinen oder an das Gestell eines Stelzradschleppers, welches sich oberhalb der zu bearbeitenden Weinstockreihe entlangbewegt, oder an einer beliebigen anderen geeigneten Maschine montiert ist.

Neben den Lösungsvorschlägen, die praktisch die Durchführung des Pressens der Weintrauben nach ihrer Abnahme von den Weinstöcken ermöglichen, wie sie aus der FR-A-2 423 133 hervorgehen, werden insbesondere zwei prinzipielle Maschinentypen benutzt, wenn es erwünscht ist, die Ernte der Früchte durchzuführen und dabei soweit wie möglich deren Beschädigung zu vermeiden.

Die Maschinen des ersten Typs sind mit Schüttlern in Form von "Stöcken" (FR-A2 605 487, FR-A 2 575 896 oder FR-A2 511 837) ausgerüstet, die zu einer Vor- und Zurückbewegung in Längsrichtung (oder einer entsprechenden Bewegung) angetrieben sind, welche eine hohe Wirksamkeit bezüglich des Ablösens ergeben. Diese Schüttler umgreifen die fruchttragende Zone und versetzen sie in eine sinusförmige, horizontale Bewegung mit einer Frequenz und einer Amplitude, die zum Ablösen der Trauben geeignet sind. Indessen weisen diese Maschinen einen wesentlichen Nachteil auf, nämlich daß während des Vorwärtsbewegens die Schüttler an dem Pflanzenbewuchs und den Weintrauben entlang gleiten und so Schäden an den Reben (Bruch, Entblätterung. .) erzeugen und vorallem sehr häufig ein Zerplatzen der Früchte aufgrund des direkten Kontakts zwischen den aktiven Elementen der Schüttler und den Früchten bewirken. Folglich erntet man mit derartigen Maschinen bestenfalls zwischen 25 und 40 % ganzer Trauben mit erheblichen Unterschieden in Abhängigkeit von den Rebenarten und den Anbauarten des Weinbergs.

Ein anderer Maschinentyp weist Mittel auf, die den Stamm der Weinrebe umgreifen und in Vibration versetzen. Bei diesen Maschinen befinden sich der Pflanzenbewuchs und die Früchte folglich oberhalb der Schüttelelemente, wodurch jeder direkte Kontakt der aktiven Elemente mit den Früchten vermeidbar ist. Indessen erfordern diese Vorrichtungen sehr hohe unbewachsene Stämme, um die Wurzeln der Reben nicht zu zerstören. Ihre Anwendung ist daher sehr eingeschränkt.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Vorrichtung zu entwickeln, die die Ernte der Trauben (oder anderer Früchte) auf wirkungsvolle Weise ermöglicht, die nicht den Bewuchs beschädigt und nicht die Trauben zerdrückt, und die gleichzeitig bei Anpflanzungen mit unbewachsenen Rebstämmen von geringer Höhe verwendet werden kann.

In allgemeiner Weise betrifft die Erfindung also eine verbesserte Vorrichtung, welche die Ernte von in Reihen angebauten Früchten oder Beeren durch Ablösen der Früchte ohne sie zu beschädigen, insbesondere die Vorgänge der Weinlese, ermöglicht, wobei die genannte Vorrichtung entweder mit eigenen Antriebsmitteln versehen ist oder dazu geeignet ist, an das Gestell eines konventionellen Stelzradschleppers befestigt zu werden, und wobei die Vorrichtung in einer mit den Lehren der FR-A-2 511 837 vergleichbaren Weise zwei symmetrische Einheiten aufweist, die auf einem brückenförmigen Rahmen angeordnet sind, welcher dazu geeignet ist, sich oberhalb der Reihen von Weinreben oder jedem anderen entsprechenden Baum entlangzubewegen, so daß die beiden Einheiten ihre Wirkung von beiden Seiten aus auf die genannten Pflanze ausüben, um eine horizontale Bewegung hervorzurufen, die eine Frequenz und eine Amplitude aufweist, welche das Loslösen der Trauben oder der anderen Früchte während des Vorwärtsbewegens der Maschine ermöglichen, wobei die zwei auf beiden Seiten des brückenförmigen Rahmens angeordneten Einheiten aus zwei kreisförmigen Elementen oder Rädern gebildet sind, die parallel und einander gegenüber angebracht sind, und wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß

- die symmetrischen Einheiten aus zwei kreisförmigen Elementen gebildet sind, die durch einfachen Kontakt mit der Rebenreihe in Drehung um ihre Tragachse versetzbar sind und die an einer exzenterartigen Einheit angebracht sind, so daß ihr Umfang nach beiden Seiten bezüglich der Mittelebene XX des brückenförmigen Rahmens ausgelenkt wird;

- die genannten kreisförmigen Elemente auf zwei geringfügig unterschiedlichen Höhen angeordnet sind und eine gewisse radiale Nachgiebigkeit oder einen variablen Radius aufweisen.

Vorteilhafterweise und in der Praxis weisen die beiden kreisförmigen Elemente bei einer Ausführungsform der Erfindung die Form von Rädern auf, die frei drehbar auf einer drehbaren Scheibe angebracht sind, welche einen Exzenter bildet, wobei die genannten Räder an ihrem Umfang mit einem elastischen Reifen versehen sind und/oder an ihrer Tragachse über Verbindungsmittel angebracht sind, die eine radiale Verschiebung ermöglichen.

Gemäß einer Ausführungsform ist jedes dieser Räder in exzentrischer Weise bezüglich einer um ihre zentrale Antriebsachse drehbaren Scheibe angebracht, wogegen gemäß einer Variante jedes Rad konzentrisch um die genannte drehbare Scheibe herum unter Zwischenschaltung eines Lagers montiert ist, wobei die genannte drehbare Scheibe nun selbst exzentrisch zu ihrer Antriebswelle angebracht ist.

Dank einer derartigen Bauart der Maschine erreicht man ein horizontales, laterales und longitudinales Schütteln der Weinreben, welches das Loslösen der Trauben (oder jeder anderen Frucht) hervorruft, indem es der Weinrebenreihe eine Vor- und Zurückbewegung aufprägt. Diese Vor- und Zurückbewegung kann entweder von großer Amplitude und langsam sein, was ein Loslösen der ganzen Weintrauben ermöglicht, oder von kleiner Amplitude und schnell sein, wodurch ein Loslösen der einzelnen Beeren ohne Stiele ermöglicht wird, wobei selbstverständlich die Möglichkeit der Regelung zwischen diesen beiden Extremen besteht.

Die kreisförmigen Elemente in Form von Rädern, die bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendet werden und die frei auf der Rebenreihe abrollen, verursachen keine Beschädigungen des Pflanzenbewuchses.

Zur Information: Mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, die die auf jeder Seite der Reihe ein Rad aufweist, ist es möglich die Amplitude von zwei bis drei Zentimetern bis mehr als zwanzig Zentimetern variieren zu lassen. Die Drehgeschwindigkeit des Exzenters, der die Drehachsen der Räder auslenkt, wird in Abhängigkeit von dem gewünschten Ergebnis reguliert um die Beeren oder die ganzen Trauben abfallen zu lassen.

Die Drehbewegung der Scheiben, die die Exzenter der erfindungsgemäßen Maschine bilden, weisen den Vorteil auf, daß sie sich einfach gegenseitig auswuchten können, wodurch praktisch sämtliche Vibrationen, die mit Materialbeschädigungen gleichbedeutend sind, unterdrückt werden.

Bei der Ausführungsform, bei der das freie Rad direkt um die drehbare Exzenterscheibe herum angebracht ist, erreicht man außerdem eine bessere Führung und es ist auch einfacher, Anordnungen zu realisieren, die mehrere übereinander angeordnete Radpaare aufweisen.

Die Erfindung und die Vorteile, die sie mit sich bringt, werden anhand der Ausführungsbeispiele besser verständlich, welche nachfolgend beispielhaft aber nicht limitativ beschrieben werden und in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind, von denen

- die Figur 1 eine schematische Darstellung der Anordnung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in Vorderansicht ist, wobei die Zugmaschine nicht dargestellt ist; in dieser Figur sind die aktiven Elemente der derartigen Vorrichtung in ihren beiden extremen Positionen dargestellt, einerseits in durchgehenden Linien und andererseits in gestrichelten Linien, wobei die Darstellung in zwei getrennten Ebenen ausgeführt ist um klarer zu sein;

- die Figur 2 eine Draufsicht ist, die die Art zeigt, in der sich die Wirkung der kreisförmigen Elemente in Form von Rädern überträgt, die bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendet werden;

- die Figur 3 die Ansicht einer Einzelheit ist, die den Aufbau eines aktiven Elementes (Exzenter und Rad) zeigt, welches besonders geeignet ist, an einer erfindungsgemäßen Maschine bei der Weinlese zum Einsatz zu kommen;

- die Figur 4 eine Kurve ist, die in schematischer Weise in Draufsicht die Bewegungen der aktiven Elemente (Exzenter und Räder) entlang der Weinrebenreihe zeigt;

- die Figur 5 eine Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung darstellt, bei der das kreisförmige Element in Form eines Rades konzentrisch um eine exzentrische Scheibe herum angebracht ist.

Unter Bezugnahme auf die beigefügten Darstellungen und insbesondere auf die Figuren 1 und 2 weist die erfindungsgemäße Vorrichtung die Form einer Baueinheit auf, die mit dem allgemeinen Bezugszeichen (1) bezeichnet ist und die dazu vorgesehen ist, an einem herkömmlichen Stelzradschlepper angebracht zu werden, der aus Vereinfachungsgründen weder dargestellt noch beschrieben ist. Eine derartige Vorrichtung setzt sich im wesentlichen aus zwei symmetrischen Einheiten zusammen, die mit den allgemeinen Bezugszeichen (2a,2b) bezeichnet sind und die an einem brückenförmigen Rahmen (3) angeordnet sind, dessen Abmessungen derart sind, daß er oberhalb der Pflanzenreihe (Weinrebenreihe) entlangbewegt werden kann, die abgeerntet werden soll, und zwar in der Weise, daß die beiden Einheiten (2a,2b) ihre Wirkung auf beide Seiten der Pflanzen (P) ausüben, um eine horizontale Bewegung zu erzeugen, die eine Frequenz und eine Amplitude hat, die es ermöglichen, die Weintrauben während der Vorwärtsbewegung der Maschine abzulösen. Offensichtlich kann die erfindungsgemäße Vorrichtung selbständig sein und auch an jeder anderen, einem Stelzradschlepper ähnlichen Maschinenart angebracht werden.

Die beiden aktiven Einheiten oder Elemente (2a,2b) sind an den unteren Enden der beiden vertikalen Arme (3a,3b) des brückenförmigen Rahmens (3) angebracht und werden im wesentlichen von zwei kreisförmigen Elementen oder Rädern (4a,4b) gebildet, die durch einfachen Kontakt mit der Weinrebenreihe in Drehung um ihre Stützachse (7a,7b) versetzt werden und eine seitliche Auslenkung durch Exzenter (5a,5b) erfahren, so daß ihre Umfangsflächen sich in beide Richtungen bezüglich der Ebene XX der zu bearbeitenden Rebstämme (P) verlagern; weiterhin sind die beiden kreisförmigen Elemente (Räder) (4a,4b) auf zwei geringfügig unterschiedlichen Höhen angeordnet, deren Abstand zueinander im Bereich von einigen Zentimetern liegt, wodurch es ermöglicht wird, das Zerdrücken der Weintrauben, die sich zwischen der Rädern befinden, zu vermeiden.

Wie es aus den beigefügten Zeichnungen und insbesondere aus den Figuren 1 und 3, hervorgeht, sind die Räder (4a,4b) an den Exzentern (5a,5b) angebracht, wobei sie eine Struktur haben, die eine gewisse radiale Nachgiebigkeit aufweisen kann und die es ihnen ermöglicht, einen variablen Radius zu haben.

Bei der in den beigefügten Zeichnungen dargestellten Ausführungsform sind die Räder (4a) (oder 4b) mit einer freilaufenden Nabe (6a, 6b), die an einer Achse (7a) (oder 7b) angebracht ist, über elastische Spannglieder (oder jedem anderen gleichwirkenden Element) verbunden, die mit dem allgemeinen Bezugszeichen (8) bezeichnet sind und die es ermöglichen, die Räder (4a,4b) so zu positionieren, daß sie horizontal wirken. Diese Räder sind durch zwei innere Flansche (9,10) verstärkt, wobei der obere Flansch (9) flach ist und der untere Flansch (10) die Form eines Trichters aufweist, wodurch es ermöglicht wird, alle Früchte, die sich oberhalb dieser Räder befinden, einzusammeln und so die genannten Früchte direkt in eine Fördervorrichtung der Erntemaschine zu leiten. Eine derartige Ausführungsform ermöglicht eine Reduzierung der Risiken des Verlustes von Früchten.

Der Aufbau und die Funktionsweise einer konkreten erfindungsgemäßen Ausführungsform sind in den Figuren 1, 2 und 3 dargestellt, wobei die Figur 4 eine Kurve ist, die die Bewegungen der aktiven Elemente bei ihrem Einsatz zeigt.

Eine erfindungsgemäße Einheit ist mit der Hebevorrichtung eines Stelzradschleppers verbunden, welche es ermöglicht, das System horizontal sowie in der gewünschten Arbeitshöhe zu regulieren.

Zwei Arme (11a,11b) (ausschließlich in der Figur 2 sichtbar) sind an einer vertikalen Achse (12a,12b) angelenkt, die an dem Geräteträger des Schleppers befestigt sind, und tragen den brückenförmigen Rahmen (3), an dem die aktiven Elemente (2a,2b) befestigt sind, die im wesentlichen aus den zwei Rädern (4a,4b) und den beiden kreisförmigen Scheiben (5a,5b), die die Exzenter für die Achsen (7a,7b) der genannten Räder (4a,4b) bilden, bestehen. Die über vertikale Achsen (12a,12b) an dem Schlepper und an dem brückenförmigen Rahmen angelenkten Arme (11a,11b) ermöglichen eine automatische Ausrichtung der Erntemittel zur Reihe. An dem brückenfärmigen Rahmen (3) sind Lager (13a,13b;14a,14b) angebracht, die die beiden Achsen (15a,15b) tragen, welche über eine Kette (16) miteinander verbunden sind, die in zwei Ritzel (17a,17b) eingreift. Die Verbindung der beiden vertikalen Achsen (15a,15b) über eine Kette (16) ermöglicht es, die beiden aktiven Elemente (4a,4b) während des Betriebs in Phase zu halten.

Die Drehbewegung der Achsen (15a,15b) wird durch einen hydraulischen Motor (18) erzeugt, dessen Drehgeschwindigkeit mittels eines Ventiles mit variablem Durchsatz geregelt wird.

An dem Ende jeder der Achsen (15a,15b) sind die mit den Bezugszeichen (2a,2b) bezeichneten, aktiven Elemente angebracht, die erfindungsgemäß zwei kreisförmige Scheiben (5a,5b) umfassen, die die Exzenter bilden, welche die beiden kreisförmigen Elemente (4a,4b) mitnehmen. Diese kreisförmigen Scheiben (5a,5b) sind von (in den beigefügten Zeichnungen nicht sichtbaren) Löchern oder Schlitzen durchbrochen, die in verschiedenen Abständen von dem Mittelpunkt der Scheibe angeordnet sind, wodurch es ermöglicht wird, die Amplitude der Vor- und Zurückbewegung zu regeln. An den beiden Scheiben sind die Wellen (7a,7b) befestigt, die zum Tragen der kreisförmigen Elemente (4a,4b) vorgesehen sind, wodurch es ermöglicht wird, von der Drehbewegung der Scheiben (5a,5b) ausgehend eine Vor- und Zurückbewegung zu erhalten. An den beiden exzentrischen Wellen (7a,7b) sind die auf die Weinreben wirkenden Räder (4a,4b) über freilaufende Naben (6a,6b) befestigt, wodurch es ermöglicht wird, eine Drehbewegung der genannten Element (4a,4b) während der Vorwärtsbewegung der Maschine und beim Kontakt mit der Vegetation zu erhalten.

In der dargestellten Ausführungsform werden die kreisförmigen Elemente (4a,4b) von zwei Rädern gebildet, die mit Flanschen der Naben (6a,6b) über Spannglieder (Gummi) (8) verbunden sind, welche gleichzeitig die Spannung und die Nachgiebigkeit des Systems sicherstellen.

Der Umfang des Rades weist ein dämpfendes Element auf, wie zum Beispiel einen Wulst aus Gummi, einen Wulst in Form eines "Reifens", der das Dämpfen von Stößen ermöglicht, eine größere Amplitude der Auslenkungen ermöglicht und gleichzeitig ein "Verletzen" der Weinreben verhindert.

Weiterhin sind die Umfangswülste (20a,20b) vorzugsweise mit zwei Flanschen (9,10) verbunden, von denen der obere Flansch (9) eben ist, wogegen der untere Flansch (10) die Form eines Trichters aufweist. Der obere, ebene Flansch (9) vermeidet, daß die Früchte seitlich des Rades fallen, wogegen es der untere Flansch (10) in Form eines Trichters ermöglicht, die geernteten Früchte in Richtung eines Aufnahmesystems (Fördervorrichtung) zu führen.

Dank einer derartigen Einheit erhält man bei normaler Funktionsweise eine Mitnahme der Räder (4a,4b) entlang eines Kreises, so daß ihr Umfang alternierend zur einen und zur anderen Seite der Arbeitsebene XX ausgelenkt wird, wobei die extremen Positionen in zwei verschiedenen Ebenen in der Figur 1 dargestellt sind, einerseits mit durchgezogenen Linien und andererseits mit gestrichelten Linien.

Eine derartige Auslenkung der peripherischen Räder erfolgt gemäß der in der Figur 4 dargestellten Kurve.

Dank einer derartigen Einheit ist es möglich, ein horizontales, laterales und longitudinales Schütteln der Weinreben zu erhalten, welches das Loslösen der Weintrauben bewirkt, ohne sie zu zerstören.

Die Figur 5 zeigt eine Variante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei diese Figur eine schematische Darstellung eines der aktiven Elemente (2a im vorliegenden Fall) im Schnitt ist.

Bei dieser Variante, bei der die gleichen Bezugszeichen zur Bezeichnung der Elemente, die die gleichen Funktionen wie in dem vorstehend beschriebenen Beispiel erfüllen, verwendet worden sind, ist das mit dem Bezugszeichen (4a) bezeichnete Rad, das an seinem Umfang auch einen elastischen Reifen (20a) aufweist, in konzentrischer Weise um die Tragscheibe (5a) herum angebracht, und zwar unter Zwischenschaltung einer Wälzlagereinheit (30). Die Scheibe (5a) ist fest mit der Welle (15a) des Antriebsmotors verbunden, und zwar derart, daß sie bezüglich der Drehachse dieser Welle exzentrisch verschoben ist. Die Montage der Tragscheibe (5a) wird mittels eines Flansches (31) verwirklicht, wobei die Verbindung mit herkömmlichen Verriegelungselementen (Bolzen oder Schrauben) verwirklicht ist, welche lediglich durch ihre Achsen (32,33) dargestellt sind. Es ist bei dieser Ausführungsform möglich, den Abstand (D) zwischen der mit dem Bezugszeichen (15a) versehenen Drehachse und der Achse der drehbaren Scheibe (5a) zu verändern, so daß die laterale Auslenkung der Einheit verändert wird. Wie vorher weist das kreisförmige Element (4a) (freies Rad) eine gewisse radiale Nachgiebigkeit auf, die durch ein System aus Federn (34,35) oder gleichwirkenden Elementen erreicht wird.

Eine derartige Ausführungsform weist im Vergleich zu der vorher beschriebenen Lösung den Vorteil auf, daß mehrere Paare aktiver Elemente einfacher übereinander montiert werden können.

Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das konkrete, zuvor beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern deckt alle in der gleichen Weise ausgeführten Varianten ab.

So könnte in Betracht gezogen werden, die Exzenter durch andere Systeme zu ersetzen, die es ermöglichen, eine Vor- und Zurückbewegung zu erhalten, zum Beispiel durch Hebelsysteme; derartige Lösungen weisen jedoch den Nachteil auf, daß sie im Hinblick auf die Vibrationsrisiken weniger leistungsfähig als ein System mit Exzentern sind.

Es kann auch in Betracht gezogen werden, den Abstand zwischen den zwei Rädern (4a,4b) durch die Anpassung der Breite des brückenförmigen Rahmens zu regeln.

Man könnte weiterhin die Tragarme (11a,11b) weglassen und die gleichen Ergebnisse durch vertikales Aufhängen des brückenförmigen Rahmens (3) an einer Schwingarmanordnung erhalten.

Darüberhinaus kann, wie bereits erwähnt, bezüglich der Höhe der zu behandelnden Zone in Betracht gezogen werden, auf jeder vertikalen Achse in Reihe mehrere drehbare Vorrichtungen (4a,4b) anzubringen; in diesem Fall kann insbesondere bei der durch die Figuren 1, 2 und 3 dargestellten Ausführungsform in Betracht gezogen werden, die kreisförmigen Scheiben (5a,5b), die die Exzenter bilden, durch eine Kurbelwelle zu ersetzen.

Eine derartige Vorrichtung kann nicht nur für die Weinlese benutzt werden, sondern kann in gleicher Weise an jede Ernte kleiner Früchte und Beeren (Erdbeeren, schwarze und rote Johannisbeeren), die auf fruchttragenden Pflanzenreihen kultiviert werden, angepaßt werden.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung, welche automatisch die Ernte von Früchten oder Beeren auf Pflanzenkulturen in Reihen durch Loslösen der Früchte ohne sie zu beschädigen ermöglicht, und welche insbesondere die Vorgänge der Weinlese von den Weinstöcken ermöglicht, wobei die genannte Vorrichtung (1) entweder mit eigenen Antriebsmitteln versehen ist oder an das Gestell eines herkömmlichen Stelzradschleppers anbringbar ist und zwei symmetrische Einheiten (2a,2b) aufweist, die auf einem brückenförmigen Rahmen (3) angeordnet sind, welcher oberhalb der Reihe von Weinreben oder allen anderen entsprechenden Bäumen entlang bewegbar ist, so daß die beiden Einheiten (2a,2b) ihre Wirkung von beiden Seiten der genannten Pflanze ausüben, um eine horizontale Bewegung zu bewirken, die eine Frequenz und eine Amplitude hat, welche das Loslösen der Trauben oder anderer Früchte während der Vorwärtsbewegung der Maschine ermöglichen, wobei die zwei auf beiden Seiten des brückenförmigen Rahmen (3) angeordneten Einheiten (2a,2b) aus zwei kreisförmigen Elementen oder Rädern gebildet sind, die parallel und einander gegenüber angebracht sind, und wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß

- die symmetrischen Einheiten aus zwei kreisförmigen Elementen (4a,4b) gebildet sind, die durch einfachen Kontakt mit der Reihe von Weinreben in Drehung um ihre Tragachse versetzbar sind und die an einer exzenterartigen Einheit (5a,5b) angebracht sind, so daß ihr Umfang nach beiden Seiten bezüglich der Mittelebene XX des brückenförmigen Rahmens ausgelenkt wird;

- die genannten kreisförmigen Elemente (4a,4b) auf zwei geringfügig unterschiedlichen Höhen angeordnet sind und eine gewisse radiale Nachgiebigkeit oder einen variablen Radius aufweisen.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden kreisförmigen Elemente (4a,4b) die Form von Rädern aufweisen, die frei drehbar an einer drehbaren Scheibe (5a,5b), die einen Exzenter bildet, angebracht sind, wobei die genannten Räder an ihrem Umfang mit einem elastischen Reifen versehen sind und/oder an ihrer Tragachse (7a,7b) über einen Verbindungsarm (8) angebracht sind, welcher eine radiale Verschiebung und daher einen variablen Radius ermöglicht.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes kreisförmige Element oder Rad (4a,4b) in exzentrischer Weise an einer drehbaren, durch eine Mittelachse (15a,15b) angetriebenen Scheibe (5a,5b) angebracht ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes kreisförmige Element oder Rad (4a,4b) über ein Lager konzentrisch um eine drehbare Scheibe (5a,5b) herum angebracht ist, wobei die drehbaren Scheiben (5a,5b) ihrerseits exzentrisch an ihrer Antriebswelle (15a,15b) angebracht sind.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Räder (4a,4b) durch zwei innere Flansche (9,10) verstärkt sind, wobei der obere Flansch (9) flach ist, wogegen der untere Flansch (10) die Form eines Trichters aufweist, wodurch es ermöglicht wird, einen großen Teil der Ernte direkt in das Innere einer Fördervorrichtung zu leiten.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die kreisförmigen Scheiben (5a,5b) von Löchern oder Schlitzen durchbrochen sind, die in unterschiedlichen Abständen von dem Mittelpunkt angeordnet sind und so das Einstellen der Amplitude der auf die kreisförmigen Elemente (4a,4b) übertragenen Vor- und Zurückbewegung ermöglichen.







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