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Dokumentenidentifikation DE69005269T2 08.09.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0429184
Titel Dickenmessapparat für blattförmiges Material.
Anmelder De La Rue Systems Ltd., London, GB
Erfinder Hosking, Steven Michael, East Cosham, Portsmouth, GB;
Munn, Ernest Alfred, Bedhampton, Havant, Hants, GB
Vertreter Knoblauch, U., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Knoblauch, A., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anwälte, 60320 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 69005269
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.10.1990
EP-Aktenzeichen 903116986
EP-Offenlegungsdatum 29.05.1991
EP date of grant 15.12.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.09.1994
IPC-Hauptklasse B65H 7/12

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Blattdickenmeßgerät mit einer ersten und einer zweiten bewegbaren Führungsfläche, die einen Spalt begrenzen, durch den ein Blatt während der Benutzung hindurchläuft, und einem Fühler zum Erfassen einer Relativtrennbewegung der Führungsflächen. Derartige Meßgeräte werden nachstehend als "von der beschriebenen Art" bezeichnet

Ein Beispiel eines Dickenmäßgeräts von der beschriebenen Art ist in der EP-A-013 0824 dargestellt. Dieses Meßgerät hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, doch kann unter Umständen ein Problem auftreten, wenn die Dicke von Blättern, wie Geldscheinen, gemessen wird, die eine langgestreckte Markierung mit einer Dicke aufweisen, die größer als die des Blattes ist. Beispielsweise tragen Geldscheine häufig Sicherheitsfäden, die selbst eine Dicke haben, die derjenigen der Banknote entspricht, mit der Folge, daß, wenn der Sicherheitsfaden durch den Spalt läuft, die doppelte Dicke gemessen wird. Dies könnte entweder zur Einstellung eines Dickenwertes für ein "einzelnes Blatt", das falsch wäre, verwendet werden oder würde bewirken, daß der von dem Meßgerät Gebrauch machende Apparat das Blatt als ein Doppelblatt zurückweist. Ähnliche Probleme entstehen mit Blättern, wie Scheinen, die mit einem Band, zum Beispiel Klebeband, versehen sind.

Erfindungsgemäß ist ein Blattdickenmeßgerät der beschriebenen Art dadurch gekennzeichnet, daß die erste Fläche eine Rippe trägt, die sich im wesentlichen längs, jedoch unter einem Winkel zur Bewegungsrichtung der Fläche erstreckt, so daß sich die Rippe im Spalt seitlich relativ zur zweiten Führungsfläche bewegt und irgendein sich in Bewegungsrichtung des Blattes erstreckender Blatteil mit einer Dicke, die größer als der größte Bereich desjenigen Blattabschnitts ist, der durch den Spalt hindurchläuft, wobei die Dicke des Teils nicht größer als die Tiefe der Rippe ist, im wesentlichen keine Änderung der relativen Trennung der Flächen bewirkt, ausgenommen dann, wenn der Teil zwischen der Rippe und der zweiten Fläche liegt.

Wir haben eine modifizierte Form eines Meßgeräts entwickelt, bei dem die eine der bewegbaren Führungsflächen eine Rippe trägt, die irgendeine zusätzliche Dicke aufgrund einer langgestreckten Markierung auf dem Blatt, zum Beispiel eines Sicherheitsfadens, wirksam ausgleicht, ausgenommen dann, wenn dieser Faden unmittelbar unter der Rippe hindurchläuft. Dies bewirkt eine plötzliche oder kurzzeitige Zunahme der relativen Trennung der Flächen, die durch den Fühler festgestellt und dadurch ausgeglichen werden kann.

Vorzugsweise sind die Führungsflächen durch jeweils eine Rolle bestimmt, von denen die eine eine vorgegebene Lage oder Bezugslage definiert und die andere in Abhängigkeit vom Durch lauf eines Blattes durch den Spalt bewegbar ist. Vorzugsweise ist die Rippe auf der Bezugsrolle vorgesehen. Es sind jedoch auch andere zusammenwirkende Führungsflächen möglich, zum Beispiel Förderer

Obwohl eine einzige Rippe ausreichend sein kann, sind bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel eine Anzahl von Rippen vorgesehen und in Abständen längs der Führungsfläche angeordnet, und typischerweise überlappt das Ende der einen Rippe den Anfang der nächsten Rippe in der Bewegungsrichtung. Im allgemeinen bilden die Rippen wenigstens einen Teil einer Wendel- oder Schraubenlinie.

Die Erfindung ist besonders bei Geldschein-Überwachungssystemen anwendbar, zum Beispiel bei Geldscheinausgabe-, Geldscheinzähl- oder Geldscheinsortier- Automaten, um Schwierigkeiten mit den Sicherheitsfäden u.dgl. zu vermeiden.

Nachstehend werden Beispiele von erfindungsgemäßen Meßgeräten anhand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Vorderansicht des Meßgeräts,

Fig. 2 eine schematische Seitenansicht des Meßgeräts nach Fig. 1,

Fig. 3 ein Beispiel einer profilierten Bezugsrolle,

Fig. 4 das Ausgangssignal des Meßgeräts mit der Bezugsrolle nach Fig. 3

Fig. 5 das Ausgangssignal eines herkömmlichen Meßgeräts und

Fig. 6 und 7 zwei weitere Ausführungsbeispiele von Bezugsrollen.

Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Meßgerät kann einen Teil eines ansonsten herkömmlichen Blattverarbeitungssystems bilden, zum Beispiel eines Geldschein-Zählers oder -Sortierers, bei dem die Blätter dem Meßgerät nacheinander zugeführt werden. Das in Fig. 1 dargestellte Meßgerät enthält zwei Bezugsrollen 1, 2, die drehfest auf einer Welle 3 gelagert sind, die ihrerseits durch einen (nicht dargestellten) Motor gedreht wird. Jede Bezugsrolle 1, 2 liegt jeweils an einer Meßrolle 4, 5 an, die drehfest auf einer Welle 6 gelagert sind. Die Wellen 3 und 6 sind durch ein (nicht dargestelltes) Getriebe miteinander verbunden. Jede Meßrolle 4, 5 kann zur betreffenden Bezugsrolle 1, 2 hin oder von dieser weg bewegt werden und wird durch zugeordnete Federn 9, 10 gegen die betreffende Bezugsrolle gedrückt, um Spalte 7, 8 zu begrenzen, oder die Spalte können durch intern gefederte Meßrollen 4, 5 erzielt werden, so daß die Federn 9, 10 lediglich eine Nachlaufrolle spielen. Wie der Fig. 2 zu entnehmen ist, drückt jede Feder, zum Beispiel die Feder 9 nach Fig. 2, eine zugeordnete schwenkbar gelagerte Stange 11, 12 gegen die zugeordnete Meßrolle 4, 5. Die geradlinige Bewegung der Stange 11 wird in herkömmlicher Weise gemessem, beispielsweise so, wie es in der WO-A- 82/01698 beschrieben ist. Die Stange 11 ist bei 30 schwenkbar gelagert und an dem von der Rolle 4 abgekehrten Ende mit einem Kern 31 eines linear variablen Differentialtransformators (LVDT) 32 verbunden, der durch einen Oszillator 33 gespeist wird. Der LVDT 32 erzeugt ein den Drehwinkel darstellendes Spannungssignal und führt es einem Mikroprozessor 13 zu, der das Signal überwacht, um den Abstand zwischen den jeweiligen Meß- und Bezugsrollenpaaren und den Durchlauf eines Geldscheins durch die Spalte 7, 8 festzustellen. Ein Beispiel eines Geldscheins 14 ist schematisch in Fig. 1 dargestellt, und wie man sieht, trägt dieser Geldschein einen Sicherheitsfaden 15, der auf den Spalt 7 ausgerichtet ist

Bei einer (nicht dargestellten) herkömmlichen Anordnung haben die Bezugs- und Meßrollen 1, 2, 4, 5 jeweils glatte äußere Oberflächen. Dies bedeutet, daß, wenn ein Sicherheitsstreifen den Spalt zwischen zwei Rollen durchläuft, sie während des gesamten Durchlaufs des Geldscheins um einen Betrag ausgelenkt werden, der der Gesamtdicke von Faden und Geldschein entspricht. Dies würde bei dem durch die Rollen 1, 4 begrenzten Spalt ein einziges Profil in der in Fig. 5 dargestellten Form ergeben, bei der t die Dicke des Geldscheins 14, T die Dicke des Sicherheitsfadens und L die Länge des Geldscheins 14 in Vorschubrichtung darstellt. In diesem herkömmlichen Falle erhält der Mikroprozessor 13 natürlich den Eindruck, daß ein überdickes Blatt durch den Spalt gelaufen ist, was zur Erzeugung einer Fehlermeldung führt.

Um dieses Problem zu lösen, ist jede Bezugsrolle 1, 2 profiliert. Ein einfaches Profil ist in Fig. 3 dargestellt, bei dem die Rolle eine wendel- oder schraubenlinienförmige Rippe 16 trägt, die sich vollständig um ihren Umfang herum erstreckt, wie es auch in Fig. 6 dargestellt ist. Obwohl im vorliegenden Beispiel die Rippe auf der Bezugsrolle vorgesehen ist, kann sie alternativ auch auf der Meßrolle ausgebildet sein. Wenn sich die Bezugsrolle nach Fig. 3 zusammen mit einer entsprechenden Meßrolle dreht, scheint die Rippe 16 vorauszulaufen, wobei sie über die seitliche Breite des Spaltes zyklisch hin- und herläuft und damit über den durch den Spalt laufenden Bereich des Blattes, der gemessen wird. Wenn der Sicherheitsfaden daher am Spalt ankommt, zum Beispiel am Spalt 7 in Fig. 1, an einer Stelle, an der die Rippe seitlich von dem Faden verschoben ist, dann wird ein Teil des Blattes zwischen der Rippe und der Meßrolle aufgenommen und die Meßrolle gezwungen, sich von der Bezugsrolle um einen Betrag zu trennen, der der Dicke allein des Blattes entspricht. Dadurch wird ein entsprechendes Ausgangssignal erzeugt, das dem Mikroprozessor 13 zugeführt wird, derjenige Teil des Signals, der dem Abschnitt "a" in Fig. 4 entspricht. Die Rippe 16 läuft so lange über den Spalt vor, bis sie den Sicherheitsfaden erreicht. An dieser Stelle läuft sie auf den Sicherheitsfaden auf, so daß ein größerer Abstand zwischen der Meß- und der Bezugsrolle entsteht. Dies hat eine Zunahme des linearen Auslenkungssignals zur Folge, wie es bei "b" in Fig. 4 dargestellt ist. Diese zusätzliche Auslenkung dauert jedoch nur eine kurze Zeit an, während die Rippe über den Sicherheitsfaden hinwegläuft, und dann kehrt die Rippe zur Anlage am Hauptteil des Geldscheins zurück mit der Folge, daß der Abstand zwischen Bezugs- und Meßrolle abnimmt und das Ausgangssignal auf den in Fig. 4 bei "c" dargestellten Pegel zurückfällt.

Man sieht daher, daß es erfindungsgemäß möglich ist, die Anwesenheit des Sicherheitsfadens festzustellen und ihn zu kompensieren. Der Mikroprozessor 13 ist so programmiert, daß er kurzzeitige Abweichungen der Ausgangssignale von einem Mittelwert feststellt und in seinem Entscheidungsverfahren unberücksichtigt läßt.

In einer abgewandelten Ausführungsform kann die Bezugsrolle mehrere schraubenlinienförmige Rippen oder Gewindeabschnitte 17 aufweisen, zum Beispiel vier Gewindeabschnitte, wie sie in Fig. 7 dargestellt sind. Vorzugsweise liegt stets eine Überlappung in seitlicher Richtung zwischen aufeinanderfolgenden, in Umfangsrichtung auseinanderliegenden Gewindeabschnitten oder Rippen vor.


Anspruch[de]

1. Blattdickenmeßgerät mit einer ersten und einer zweiten bewegbaren Führungsfläche (1, 4; 2, 5), die einen Spalt (7, 8) begrenzen, durch den ein Blatt während der Benutzung hindurchläuft, und einem Fühler (32) zum Erfassen einer Relativtrennbewegung der Führungsflächen, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Fläche eine Rippe (16, 17) trägt, die sich im wesentlichen längs, jedoch unter einem Winkel zur Bewegungsrichtung der Fläche erstreckt, so daß sich die Rippe im Spalt seitlich relativ zur zweiten Führungsfläche bewegt und irgendein sich in Bewegungsrichtung des Blattes erstreckender Blattteil mit einer Dicke, die größer als der größte Bereich desjenigen Blattabschnitts ist, der durch den Spalt hindurchläuft, wobei die Dicke des Teils nicht größer als die Tiefe der Rippe ist, im wesentlichen keine Änderung der relativen Trennung der Flächen bewirkt, ausgenommen dann, wenn der Teil zwischen der Rippe und der zweiten Fläche liegt.

2. Meßgerät nach Anspruch 1, bei dem die Führungsflächen durch Rollen (1, 4, 2, 5) bestimmt sind.

3. Meßgerät nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die erste Führungsfläche eine Anzahl längs der Führungsfläche auseinanderliegender Rippen (17) trägt.

4. Meßgerät nach Anspruch 3, bei dem sich das Ende jeder Rippe in seitlicher Richtung mit einem Ende derselben oder einer anderen Rippe überlappt.







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