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Dokumentenidentifikation DE69102010T2 15.09.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0453973
Titel Offsetdruckmaschine für veränderliche Formate mit automatischem Laden und Entladen des Zylinders.
Anmelder Bobst S.A., Lausanne, CH
Erfinder Borel, Edouard, CH-1374 Corcelles-sur-Chavornay, CH
Vertreter Weickmann, H., Dipl.-Ing.; Fincke, K., Dipl.-Phys. Dr.; Weickmann, F., Dipl.-Ing.; Huber, B., Dipl.-Chem.; Liska, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Prechtel, J., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Böhm, B., Dipl.-Chem.Univ. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69102010
Vertragsstaaten AT, BE, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LU, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 19.04.1991
EP-Aktenzeichen 911062792
EP-Offenlegungsdatum 30.10.1991
EP date of grant 18.05.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.09.1994
IPC-Hauptklasse B41F 13/44
IPC-Nebenklasse B41F 31/30   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft den bahnweisen Offsetdruck mit variablem Format.

Fig. 1 der beigefügten Zeichnung veranschaulicht mittels eines vereinfachten Schemas die Funktionsweise einer Offsetdruckmaschine mit :

- einem Zylinder PP mit einer Metallplatte P, auf welcher das Druckklischee eingraviert ist;

- einem Zylinder PB mit einer Gummiplatte, die Drucktuch B genannt wird und dazu dient, das Klischeebild in der Form einer Farbschicht auf den Bahn F genannten, entsprechenden Teil des durchlaufenden Kartons oder eines ähnlichen Werkstoffs zu übertragen;

- einem Gegendruckzylinder CC zum Anpressen der Bahn F an den Gummiplattenzylinder PB;

- einem Einfärbwerk E, das eine Farbwanne E&sub1; mit einstellbaren Rakeln, eine Tauchwalze E&sub2;, Verteilwalzen E&sub3; und Leckwalzen E&sub4; umfasst;

- einem Feuchtwerk M (für Wasser oder Alkohol), das eine Wanne M&sub1;, eine Tauchwalze M&sub2;, Verteilwalzen M&sub3; und Leckwalzen M&sub4; umfasst.

Damit die Leistungsfähigkeit der Offsetmaschine voll ausgenützt werden kann, müssen die drei Zylinder PP, PB und CC in bekannter Weise den gleichen Umfang, der der Länge des zu bedruckenden Formats entspricht, aufweisen.

Besonders beim Vorschub der Bahn F kann jedes Druckformat ein oder mehrere Druckmotive, die der späteren Verpackung entsprechen, umfassen. Bei grossen Waschpulverschachteln kann der Aufdruck zum Beispiel einem Zylinderumfang oder einem Druckformat (unter Abzug der zum Befestigen der Druckplatten und Drucktücher vorgesehenen Zone) entsprechen; bei Flüssigkeitspackungen dagegen sind auf dem Zylinderumfang mehrere Druckmotive erforderlich.

Dieser Unterschied fällt jedoch beim Drucken nicht in Betracht, sondern erst später, wenn das Format bei der Verpackung als solcher in mehrere Teile, das heisst, sogenannte Nutzen, mit je einem einzigen Druckmotiv zur Bildung eines Verpackungsexemplars aufgeteilt wird. Demzufolge müssen die drei Zylinder PP, PB und CC bei jeder neuen Auflage mit unterschiedlicher Formatlänge in bezug auf die vorangehende Auflage ausgewechselt werden. Da eine Druckmaschine bis zu zehn Gruppen mit den Zylindern PP, PB und CC, das heisst, je eine Zylindergruppe pro Farbe, aufweisen kann, ergibt sich die Tatsache, dass für jede neue Auflage bis zu dreissig Zylinder ausgewechselt werden müssen. Eine bekannte Vorgehensweise besteht im Einbau von drei Zylindern pro Auflage und Gruppe in eine Kassette (siehe zum Beispiel Veröffentlichung FR-A2443930) mit versteiften Rahmen, Hochqualitätszahnrädern, Querträgern, Lagern, Achsabstandreguliervorrichtungen und den drei Zylindern PP, PB, CC (um nur das Wichtigste zu nennen). Bei wechselndem Format ist somit die Kassette jeder Gruppe auszuwechseln.

Diesbezüglich sind folgende Nachteile zu erwähnen :

- hohe Kosten bei Arbeitswechseln;

- längere Planungsfristen für neue Auflagen (Zahnradschneiden, Härten, Nachbearbeitung);

- längere Stillstandzeiten bei Arbeitswechseln.

- bedeutende in Lagerhaltung eingefrore Geldbeträge.

Die vorliegende Erfindung hat somit zum Zweck, den Arbeitsaufwand und die zum Laden und Entladen der Druckzylinder bei Formatwechsel in einer Offsetdruckmaschine auf ein Minimum zu beschränken.

Dieses Ziel wird dank einer Maschine gemäss Patentanspruch 1 erreicht.

Weitere Charakteristiken und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der Realisierungsweise, die nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben wird, in welchen :

- Fig. 1, wie bereits oben erwähnt, das Funktionsschema einer Offsetmaschine gemäss dem früheren Stand der Technik,

- Fig. 2 und 3 je eine schematische Seitenansicht eines Druckwerks einer Offsetmaschine gemäss der Erfindung,

- Fig. 4 eine schematische Seitenansicht einer Offsetmaschine mit vier Druckwerken,

- Fig. 5 eine schematische Ansicht eines Teils einer Offsetmaschine mit Druckzylinderlade- und entladevorrichtung,

- Fig. 6 eine die verschiedenen Arbeitsschritte beim Laden und Entladen gemäss Fig. 5 veranschaulichendes Funktionsschema,

- Fig. 7 eine vereinfachte Ansicht eines Wagens zum Laden und Entladen der Druckzylinder,

- Fig. 8 eine Teildraufsicht im Schnitt E - E der Fig. 9 eines Druckwerks mit einer Druckzylinderlade- und entladevorrichtung,

- Fig. 9 eine Ansicht gemäss C der Fig. 8,

- Fig. 10 eine Schnittansicht gemäss A - A der Fig. 8, und

- Fig. 11 und 11A bis 11D eine Schnittansicht der Art und Weise, wie die Enden der Druckzylinder in eine Offsetmaschine eingebaut werden, darstellen.

Die durch Fig. 2 dargestellte Offsetdruckmaschine umfasst somit in einer Art und Weise, ähnlich wie die oben beschriebene Fig. 1, einen oberen Druckplattenzylinder PP, einen dazwischen angeordneten Drucktuchzylinder PB, ein unteren Gegenzylinder CC, einen Einfärbwerk E mit seiner Farbwanne E&sub1; und seinen Walzen E&sub2; bis E&sub4;, ein Feuchtwerk M mit seiner Wanne M&sub1; und seinen Walzen M&sub2; bis M&sub4;, ein Waschaggregat L (in Fig. 1 nicht dargestellt) für Drucktuchzylinder PB.

Die Maschine umfasst einen unteren Teil, das heisst, ein festes Gestell Ba, sowie einen vertikal beweglichen oberen Teil, genannt Einfärbekassette CE. An beiden Enden sind die beiden Zylinder PP und CC drehbar an einem Ende eines Kipphebel 8, bzw. 8' angebracht, während das andere Ende entsprechend einer am Gestell Ba befestigten Horizontalachse 81, 81' mit vorgespannten Kugellagern drehbar montiert ist. Andererseits ist der Drucktuchzylinder PB fest mit seinen beiden Enden am Gestell Ba angebracht. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, je nach Winkelstellung der Kipphebel 8, 8' die Zylinder PP und CC verschiedener Durchmesser entsprechend der Länge des zu druckenden Formats in Arbeitsstellung zu bringen. In Fig. 2 entsprechen die mit Vollstrichen dargestellten Zylinder PP, PB, CC dem Maximalformat und die gestrichelten dem Minimalformat.

Das Einfärbwerk E und das Feuchtwerk M mit den Bauteilen E&sub1; - E&sub4; bzw. M&sub1; - M&sub4; sind unmittelbar in der Einfärbekassette CE angeordnet. Unter den Verteilwalzen E&sub3; oder M&sub3; sind die Verreiberwalzen in Breitstrichen dargestellt.

Sämtliche Leckwalzen E&sub4; oder M&sub4; sind an Kipphebeln befestigt. Entsprechend Fig. 2 besteht auch die Möglichkeit, dass die Einfärbwerke E und die Feuchtwerke M dank der vertikalen Verschiebemöglichkeit der Kassette CE und der auf die Kippehebel montierten Leckwalzen E&sub4; oder M&sub4; stets, das heisst ungeacht der Abmessung der Zylinder PP, PB und CC im Rahmen der vorgesehenen Maximal- und Minimalformate eine Stellung einnehmen können, die ihnen die Erfüllung ihrer Einfärbe- oder Befeuchtungsfunktion ermöglicht. Das Waschaggregat L ist horizontal verschiebbar damit es dem Format des Drucktuchzylinders PB angepasst werden kann.

Fig. 3 veranschaulicht den Moment, in welchem sich die Kassette CE am obersten Punkt befindet, damit der Zylinder PP auch bei Maximalformat der Zylinder PB und PP (in dieser Beziehung fällt der Zylinder CC nicht in Betracht) aus den Leckwalzen E&sub4; und M&sub4; ganz ausgerückt werden kann. Da der Zweck dieser Ausrückung, wie noch zu sehen sein wird, darin besteht, die Auswechslung der Zylinder leichter zu gestalten, hat es sich erwiesen, dass bei der Kassette CE in oberster Stellung eine Distanz von wenigstens 50 cm zwischen dem Zylinder PP und der an nächsten gelegenen Leckwalze E&sub4; oder M&sub4; vorzusehen ist.

In Fig. 4 werden vier Druckwerke G&sub1; bis G&sub4;, die je einer Farbe für den Offsetdruck entsprechen, von der Bahn von rechts nach links durchlaufen, wobei auch die Richtung links-rechts vorgesehen werden kann. Das erste Druckwerk E&sub1; ist für Widerdruck auf der Bahn F und die drei nachfolgen Druckwerke G&sub2; bis G&sub4; für Schöndruck vorgesehen. Zu diesem Zweck sind um das erste Druckwerk G&sub1; Führungsrollen R&sub2; vorgesehen, die die von rechts kommende Bahn F über und hinter das Druckwerk G&sub1; lenken, welch letzteres hierauf in der Richtung links-rechts durchfahren wird, damit die Schönseite vom Drucktuchzylinder PB bedruckt werden kann. Weitere Führungsrollen R&sub3; lenken die aus dem ersten Druckwerk G&sub1; herausfahrende Bahn F um 180º nach unten, um sie von neuem in die Richtung rechts-links zu lenken und sie damit durch den Unterteil des ersten Druckwerks G&sub1; den im zweiten Druckwerk G&sub2; vorgesehenen Führungsrollen R&sub4; zuzuführen. Die Führungsrollen R&sub4; sind so angeordnet, dass die Bahn F auf die Höhe und in Richtung des Zylinders PP des Druckwerks G&sub2; geführt werden kann. Die Bahn F durchfährt hierauf horizontal die drei Druckwerke G&sub2; - G&sub4;. Am Ausgang der Maschine führen die Führungsrollen R&sub5; die Bahn F einer anschliessenden Bearbeitungsmaschine, zum Beispiel einer Bogenschneidmaschine, zu. Zu bemerken ist diesbezüglich, dass die Offsetdruckmaschine entweder am Ausgang des ersten Druckwerks G&sub1; zum Trocknen des Widerdrucks der Bahn F oder am Ausgang des letzten Druckwerks G&sub4; zum Trocknen des Schöndrucks oder auch zwischen den Druckwerken zum teilweisen Trocknen versehen werden kann.

Auf beiden Seiten der Bahn F sowie am Gestell Ba der einzelnen Druckwerke G&sub1; - G&sub4; sind vertikale Führungen 2 zum Abstützen und Führen der Tragarme einer Lade- und Entladevorrichtung für die Zylinder PP, PB und CC vorgesehen.

In der Nähe der einzelnen Druckwerke G&sub1; - G&sub4; besteht ein freier Raum zum Einsetzen eines Wagens 3, auf welchem die drei Austauschdruckzylinder PP', PB' und CC' für eine neue Auflage, wie durch die Fig. 4 dargestellt, angeordnet werden können. Mit anderen Worten ausgedrückt, hat der Wagen 3 die Funktion, die drei Austauschzylinder PP', PB' und CC' vom Einlagerungsort herauszufahren und sie rechtwinklig zur Bahn und in der Nähe der bereits vorhandenen Zylinder PP, PB und CC anzuordnen. Zu diesem Zweck besteht der Wagen 3 (Fig. 7) aus einer Basis 31 ungefähr gleicher Länge wie diejenige der Druckzylinder und einer vertikalen Stütze 32, die an einem Ende mit der Basis 31 verbunden ist. Die Basis 31 ist mit vier drehbaren Rädern 33 ausgerüstet, damit der Wagen 3 frei bewegt werden kann. Vorgesehen sind an der Basis 31 auch Aussparungen 34 zur Verschiebung des Wagens 3 mittels Hubstapler. Der Wagen 3 umfasst drei horizontale Träger 35a, 35b, 35c, die vertikal mit Zwischenräumen versehen und dazu vorgesehen sind, für je einen der drei Zylinder PP, PB und CC als Auflager dienen. Alle horizontalen Träger 35a - 35c besitzten an beiden Enden eine Stützstange 36 mit einer nach oben geöffneten Rundkerbe 36a, in welcher ein freies Ende der zentralen Welle 14 eines Druckzylinders PP, PB oder CC Platz finden kann. In seiner Oberteil ist der Wagen 3 für leichtere Handhabung mit einem Rahmen 37 versehen. Die horizontal en Träger 35a - 35c sind vertikal übereinander angeordnet, damit die zu bedruckende Bahn F auf einer horizontalen Strecke zwischen dem unteren Träger 35a und dem Zwischenträger 35b durchlaufen und zwischen den beiden Zylindern PP und CC einlaufen kann. In gleicher Weise ist zwischen dem unteren Träger 35a und der Basis 31 eine freier Raum für den Durchlauf der Bahn F, wie zum Beispiel im Falle des Druckwerks G&sub1; gemäss Fig. 4, vorgesehen. Wie aus Fig. 7 hervorgeht, kann bei laufender Bahn, das heisst, bei produzierender Offsetmaschine, nach jedem Druckwerk G&sub1; - G&sub4; ein Wagen 3 durch senkrechte Verschiebung in bezug auf die laufende Bahn F eingesetzt werden. Da keine Notwendigkeit besteht, zwischen dem oberen Träger 35c und dem Zwischenträger 35b einen Durchlauf für die Bahn F vorzusehen, ist gemäss Fig. 7 zu bemerken, dass die freien Enden der beiden vorerwähnten Träger zwecks Versteifung mittels einer vertikalen Querstrebe 38 miteinander verbunden sind. Fig. 5 veranschaulicht das zweite und das dritte Druckwerk G&sub2;, bzw. G&sub3;, beim Widerdruck auf der Bahn F. Nachstehend erfolgt die Erläuterung des Ladens und Entladens der Druckzylinder PP, PB und CC im zweiten Druckwerks G&sub2;, wobei der gleiche Vorgang auch bei den übrigen Druckwerken G&sub1;, G&sub3; und G&sub4; stattfindet.

In Fig. 5 sind die Austauschzylinder PP', PB' und CC' in der gleichen Reihenfolge angeordnet, wie die Zylinder PP, PB und CC im Druckwerk G&sub2;, wobei die Austauschzylinder PP', PB' und CC' die Stellung entsprechend derjenigen im Druckwerk G&sub2; und umgekehrt einnehmen sollen. Wie bereits oben erwähnt sind zu diesem Zweck auf beiden Seiten der Bahn F an den Seitenwänden des Gestells Ba des Druckwerks G&sub2; befestigte vertikale Führungen 2 vorgesehen. Entlang der einzelnen Führungen 2 gleitet ein beweglicher Halter 25 mit einer horizontalen Achse, um welche das erste Ende eines Auslegerarms 26 drehen kann. Die vertikale Verschiebung des Halters 25 wird durch eine Kugelspindel 23 gewährleistet, deren oberes und unteres Ende freidrehend mit den Lagerschalen 22a, bzw. 22c, am Gestell Ba des Druckwerks G&sub2; angeordnet ist. Die unteren Enden der bei den Kugelspindeln 23 sind miteinander durch Transmissionsmittel (nicht dargestellt) verbunden und werden gleichzeitig durch den gemeinsamen Motor N&sub1; angetrieben. Die Kugelspindel 23 steht mit einer entsprechenden Mutter 25a im beweglichen Halter 25 im Eingriff, um den letzteren durch Drehen der Kugelspindel 23 zu verschieben. Auf diese Weise ergibt sich ein gleichzeitiges Verschieben und Einstellen der beiden beweglichen Halter 25. Das Drehen der einzelnen Auslegerarme 26 um die horizontale Achse des entsprechenden Halters 25 ergibt sich durch die Mitwirkung einer Nutenwelle 24, deren oberes und unteres Ende ebenfalls mit den Lagerschalen 22a, bzw. 22c, am Gestell Ba des Druckwerks G&sub2; freidrehend befestigt ist. Auf gleiche Weise sind die unteren Enden der beiden Nutenwellen 24 miteinander durch Transmissionsmittel (nicht dargestellt) verbunden, damit sie gleichzeitig und mit der gleichen Geschwindigkeit durch den gemeinsamen Motor N&sub2; angetrieben werden können. Im Innern des beweglichen Halters 25 sind bekannte Mittel (nicht dargestellt) vorgesehen, um die Drehbewegung der Nutenwelle 24 in eine Kippbewegung des Auslegerarms 26 um die vorerwähnte horizontale Achse umzuwandeln. Das freie Ende der einzelnen Auslegerarme 26 ist mit teleskopischen Greifern 26a versehen, deren Öffnung und Schliessung durch einen Antrieb mit pneumatischen Druckkolben bewirkt wird.

Jeder Greifer 26a hat zum Zweck, das entsprechende freie Ende der zentralen Welle eines der drei Druckzylinder PP, PB und CC zu fassen. Ein nach unten gerichteter, horizontaler und fest angeordneter Hilfshalter 21 ist an einem Ende am Gestell Ba des Druckwerks G&sub2; in der Nähe des oberen Endes der Führungen 2 angeordnet, wobei das freie Ende ebenfalls mit einer halbkreisförmigen, nach oben offenen Kerbe 21a versehen ist.

Das Entladen und Laden, das heisst, das Austauschen zum Beispiel der kleinformatigen Zylinder PP, PB und CC im Druckwerk G&sub2; (in Fig. 5 und 6 weiss dargestellt) gegen die grossformatigen Zylinder PP', PB' und CC' (in Fig. 5 und 6 schwarz dargestellt) auf dem Wagen 3, vollzieht sich auf folgende Weise (die Beschreibung betrifft nur eine Seite, da die andere Seite identisch ist) :

- das freie Ende des Auslegerarms 26 wird durch Verschieben des beweglichen Halters 25 und Kippen des Auslegerarms 26 in die Nähe der zentralen Welle 14 des Zylinders PP gebracht, damit der Greifer 26a diese Welle 14 fassen kann.

- nach dem Fassen der Welle 14 des Zylinders PP durch den Greifer 26a wird der letztere durch die vorerwähnten pneumatischen Kolben geschlossen, worauf der Zylinder PP durch Verschieben des Halters 25 nach oben und durch Kippen des Auslegerarms 26 ebenfalls nach oben in eine entsprechende Stellung gebracht wird, in welcher seine zentrale Welle 14 in der Kerbe 21a des Hilfshalters 21 eine Abstützung findet. In diesem Moment gibt der Greifer 26a die zentrale Welle 14 des Zylinders PP frei und wird durch Verschieben des beweglichen Halters 25 nach unten und Kippen des Auslegerarms 26 in die Nähe der zentralen Welle des durch den Wagen 3 getragenen, grossformatigen Austauschzylinders PP' gebracht. In diesem Moment kann der Auslegerarm 26 den Austauschzylinder PP' fassen und ihn in das Druckwerk G&sub2; einzusetzen. Der weitere Vorgang des Entladens und Ladens mit Hilfe des Auslegerarms 26 kann wie folgt zusammengefasst werden :

- Entladen des Drucktuchzylinders PB durch seinen Transfer auf die Stützstange 36 des oberen Halters 35c am Wagen 3 (siehe auch Fig. 7),

- Laden, bzw. Einsetzen des Zylinders PB' in das Druckwerk G&sub2;,

- Entladen des Zylinders CC durch seinen Transfer in die Wartestellung (in Fig. 5 gestrichelt dargestellt; auch wenn diese Mittel nicht dargestellt sind, lässt sich leicht ersehen, dass Bauteile 21', 21'a mit Kerben, die ähnlich gestaltet sind, wie die Kerben 21a des festen Hilfshalters 21, am Gestell Ba des Druckwerks G&sub2; zum Festhalten des Zylinders CC in seiner Wartestellung vorgesehen werden können),

- Laden, bzw. Einsetzen, des Zylinders CC' in das Druckwerk G&sub2;,

- Transfer des Zylinders CC von der Wartestellung auf die Stützstange 36 des unteren Halters 35a am Wagen 3,

- Transfer des Drucktuchzylinders PB von der Stützstange 36 des oberen Halters 35c auf die Stützstange 36 des Zwischenhalters 35b,

- Transfer des Zylinders PP vom festen Hilfshalter 21 des Druckwerks G&sub2; auf die Stützstange 36 des oberen Halters 35c am Wagen 3.

Durch eine geeignete Wahl der Kurve, die im Raum den Lade- und Entladeweg der Zylinder PP, PB, CC, PP', PB' und CC' beschreibt, kann die erforderliche Zeit für das Laden und Entladen auf ein Minimum begrenzt werden. Dementsprechend wird die Abfolge der aus der Zylinderübertragungen oben nur als Beispiel aufgezeigt. Es ist somit möglich, den festen Hilfshalter 21 direkt auf die Oberseite des Wagens 3 zu montieren und zuerst den Zylinder CC in Wartestellung, anschliessend den Zylinder CC' in das Druckwerk G&sub2; und schliesslich den Zylinder CC auf die Stützstange 36 des unteren Halters 35a usw. zu bringen.

Die Zylinder PP, PB und CC müssen Selbstverständlich so in das Druckwerk G eingebaut sein, dass jeder Greifer 26a einen freien Teil der zentralen Welle 14 der Zylinder PP, PB und CC fassen kann. Vorzusehen sind sogar Mittel für die Loslösung dieser zentralen Welle 14 aus ihrem in das Gestell Ba des Druckwerks eingebauten Drehlager, wobei diese Mittel ungefähr gleich gestaltet sind, wie die bisher verwendeten, damit ein Formatwechsel solcher Zylinder ermöglicht wird. Da die Zylinder PP und CC ausserdem im Druckwerk G&sub2; auf Kipphebel 8, bzw. 8' montiert sind, ergibt sich hieraus die Möglichkeit, sie vom festen Drucktuchzylinder PB (auch bei Grossformaten) genügend weit entfernt zu halten, um ein leichteres Entladen und Laden zu gewährleisten.

Selbstverständlich werden sämtliche aufeinanderfolgenden Entlade- und Ladevorgänge durch eine vorprogrammierte Kontrolle der beiden Motoren N&sub1; und N&sub2; elektronisch gesteuert und jede Bewegung überwacht und quittiert, damit der nächstfolgende Vorgang freigegeben und dadurch die Sicherheit gewährleistet werden kann.

Aus Fig. 6 geht ausserdem hervor, dass keine Notwendigkeit besteht, die Offsetmaschine im Stillstand zu halten, bis alle aufeinanderfolgenden Vorgänge des Entladens und Ladens durchgeführt sind.

Bei Widerdruck kann das Druckwerk unmittelbar nach dem Einsetzen der drei Zylinder PP', PB' und CC' in dasselbe mit dem neuen Format zum Einsatz gelangen.

Selbstverständlich sind auch Teilsequenzen, das heisst, im ganzen ungefähr zehn wie der Austausch des Zylinders PP allein, der Austausch des Drucktuchzylinders PB allein, der Austausch der Zylinder PP und PB, usw. vorgesehen.

Diese Sequenzen werden automatisch von der Präsenzkontrolle der Einsatzteile ' beim Einfahren des Wagens gewählt. Diese Kontrolle erfolgt mittels Leseköpfen, Annäherungsschaltern oder ähnlichen Mitteln.

Fig. 8 bis 10 veranschaulichen, wie der Auslegerarm 26 und seine Antriebsmittel ausgeführt werden können. Auch hier soll nur eine Seite beschrieben werden, da die andere mit der erwähnten identisch ist.

Der bewegliche Halter 25 ist entlang und auf der aussen Seite eines Winkels von 90º am Gestell Ba des Druckwerks G&sub2; vertikal verschiebbar. Zu diesem Zweck besitzt der beweglicher Halter 25, von oben gesehen, die Form eines rechtwinkligen Stücks, das sich in den Winkel von 90º des Gestells Ba einfügt, ohne ihn jedoch zu berühren. Der bewegliche Halter 25 ist mit einer Führungsnut 51 versehen, die in einer entsprechenden vertikalen Schiene 50 läuft, die mit Hilfe von Schrauben 52 vorn am Gestell Ba befestigt ist. Die vertikale Verschiebung des Halters 25 wird somit, wie bereits erwähnt, mit Hilfe von Kugelspindeln 23 bewerkstelligt, die mit der entsprechenden Mutter 25a (siehe Fig. 10 ) im Eingriff steht. Ein Ende des Auslegerarms 26 ist an einer horizontalen Achse 80 befestigt, die senkrecht zur Seite des Gestells Ba angeordnet und mit Hilfe von Kugellagern 81 am beweglichen Halter 25 drehbar angebracht ist. Der Auslegerarm 26, dessen Dicke auf ein Minimum verringert werden muss, damit er leicht in den engen Zwsichenraum zwischen dem Ende des Zylinders PP, PB oder CC und der ihn im Druckwerk G&sub2; haltenden Spindel 100 eingeführt werden kann, besteht aus einer ersten und zweiten Platte 61, bzw. 62, die gleicher Ausführung sind und parallel sowie mit Hilfe einer dritten Zwischenplatte 60 auseinander gehalten werden. Die zur Bildung eines festen Ganzen in der Form eines Auslegerarms 26 gewählte gemeinsame Befestigung der drei Platten 60, 61, 62 kann mit allen bekannten Mitteln, zum Beispiel durch Verschweissung, ausgeführt werden. Die Blockierung der Drehbewegung des Auslegerarms 26 auf der Achse 80 wird mit Hilfe eines bekannten Systems mit Konus und Druckschraube 84 erzielt, welch letztere eine Friktionskoppelung ermöglichen.

Die Zwischenplatte 60 ist kürzer als die beiden anderen Platten 61, 62, damit zwischen den freien Enden der besagten Platten ein freier Raum besteht, welcher durch den oberen und unteren beweglichen Greifer 26a eingenommen wird. Beide Greifer 26a, die gleich, jedoch symmetrisch zueinander gestaltet sind (siehe Fig. 9) funktionieren simultan, auch wenn, wie in Fig. 9 dargestellt, der untere Greifer 26a zur besseren Verständlichkeit so dargestellt ist, dass sein Ende 60a aus dem freien Ende der beiden Platten 61, 62, das heisst, des Auslegerarms 26, herausragt und mit Hilfe einer halbrunden nach oben offenenen Kerbe 60g mit der zentralen Welle 14 eines Zylinders im Eingriff steht.

Jeder Greifer 26a besitzt die Form einer Platte, deren Dicke etwas geringer ist als diejenige der Zwischenplatte 60, damit sie zwischen den beiden Platten 61, 62 leicht hin und her gleiten kann. Jeder Greifer 26a besteht somit aus dem Vorderteil 60a mit einer Kerbe 60g, einem hinteren Teil 60c und einem mittleren Teil 60e. Auf dem mittleren Teil 60e sind zwei Führungszapfen 60f, 60h befestigt, die mit den entsprechenden Nuten 61a, 62a, bzw. 61c, 62c der beiden Platten 61, 62 in Eingriff kommen sollen. Die Form und Anordnung des Greifers 26a, der Nuten 61a, 62a und 61c, 62c und der Zapfen 60f und 60h sind so gewählt, dass die Kerbe 60g bei Verschiebung nach vorn des Greifers 26a mittels eines Druckkolbens V&sub1;, dessen Abtriebsstange mit der hinteren Teil 60c des Greifers 26a im Eingriff steht, mit dem unteren (oder oberen) Hälfte der Welle 14 eingerückt wird. Zu bemerken ist, dass der Auslegerarm 26 so ausgeführt ist, dass sein freies Ende, das heisst, dasjenige der beiden Platten 61, 62 bis in die unmittelbare Nähe der Welle 14 gelangt, ohne die letztere 14, ungeachtet seiner Kippstellung, zu berühren. Wenn die Kerbe 60g mit der Welle 14 eingerückt ist, gelangt ein beweglicher Verriegelungszapfen 90, der durch eine Feder 91 geschlossen und durch einen pneumatischen Kolben V&sub2; auf der ersten Platte 61 geöffnet werden kann, mit der entsprechenden Öffnung 60m des Greifers 26a in Eingriff. In diesem Moment, zum Beispiel beim Entladen, wird die mit dem Druckwerk G&sub2; durch das Ende der Welle 14 im Eingriff stehende Spindel 100 axial so verschoben, dass die besagte Welle aus dem Druckwerk G&sub2; ausgerückt wird und das Gewicht des Zylinders PP, PB oder CC unmittelbar auf den Auslegerarm 26 verlagert wird.

Damit der Auslegerarm 26 eine unbegrenzte Drehbewegung ausführen kann, umfasst die Speisung der Druckkolben V&sub1; mit pneumatischem Druckmittel einen konzentrisch zur Achse 80 angeordneten Kranz 70 mit Drehdichtungen. Der feste Kranz 70 besitzt zahlreiche Öffnungen 71, die einerseits mit einer Speiseleitung C&sub1; für das pneumatische Druckmittel und andererseits mit Leitungen 64 im Innern der ersten (drehbaren) Platte 61 verbunden ist. Die Leitungen 64, die auf eine freie Kante der Platte 61 ausmünden, sind anschliessend durch entsprechende Leitungen C&sub2; an die vier pneumatischen Druckkolben V&sub1;, V&sub2; angeschlossen. Der Kranz 70 ist auf einen konzentrisch zur Achse 80 und mit den Schrauben 75 am beweglichen Halter 25 angebrachten Deckel 74 befestigt. Wie aus Fig. 8 ersichtlich, hat der Deckel 74 auch zur Aufgabe, in sukzessiver Zusammenwirkung mit einem Spannring 86, einem ersten Kugellager 81, einer Unterlagsscheibe 87, einem (nachstehend beschriebenen) Zahnkranz 88, einem Anschlagkranz 82, einem zweiten (in den Deckel 74 eingebauten) Kugellager 81 die axiale Befestigung der Achse 80 im Innern des beweglichen Halters 25 zu gewährleisten. Der Kranz 70 wird nur gegen den Auslegerarm 26 gedrückt, wenn dieser stillsteht, da nur dann die Druckkolben betätigt werden sollen. Bei Drehendem Ausleger sind alle Druckwirkungen aufgehoben, wodurch die Abnützung der Dichtungen des Kranzes 70 vermieden werden können.

Die Antriebsmittel zum Drehen der Achse 80 umfassen ein erstes Ritzel 10 (siehe Fig. 10), das mit Mutter 25c befestigt ist und mit einem zweiten, auf einer Achse 12 nichtdrehenden Ritzel 11 im Eingriff steht. Auf dieser Rotationsachse 12, deren Enden mit auf Kugellagern 13a, 13b drehend im Innern des beweglichen Halters 25 montiert sind, ist eine Spindel 44 angeordnet, die mit dem entsprechenden Zahnkranz 88 im Eingriff steht und mit Hilfe der mit dem Anschlag 82 im Eingriff stehenden Zapfen 82a drehend auf der Achse 80 befestigt ist. Es versteht sich von selbst, dass die Ausführungsart des vorgängig beschriebenen Auslegerarms 26 nur als Beispiel aufgeführt ist, da ja zahlreiche Varianten in Betracht gezogen werden können. So zum Beispiel kann der Auslegerarm 26 nur aus einer Platte bestehen, in welcher für die Greifer 26a ein freier Raum vorgesehen ist. Falls der Auslegerarm 26 keine volle Drehbewegung ausführen soll, kann die Speisung der Druckkol ben mit Druckluft unmittelbar aus Schläuchen, das heisst, ohne Verwendung des Drehkranzes mit Dichtungsringen, erfolgen. Die Betätigung der Greifer 26a kann elektrisch oder auf andere Weise erfolgen. Zu beachten ist, dass die als Beispiel aufgeführte Anordnung den Vorzug hat, bei Unterbrechung des pneumatischen Drucks oder Stromausfall, sich selbsttätig zu blockieren. Des weiteren ist sie so klein wie möglich gebaut.

Die Fig. 11 sowie 11A bis 11D veranschaulichen als Beispiel die Ausführung der die einzelnen Zylinder PP, PB, CC in einem der Druckwerke G&sub1; bis G&sub4; tragenden Spindel 100. Die Spindel 100 besteht aus einem Kranz 101 mit untereinander mittels Gelenken verbundenen Kurbelpaaren 102, 103, wobei die einzelnen Kurbelpaare in entsprechenden Winkeln um die Achse der Welle 14 eines der Zylinder PP, PB, CC angeordnet sind. Die aus dem Kranz 101 und den Kurbeln 102, 103 bestehende Einheit ist zwischen einer ersten (in der oberen Hälfte der Fig. 11 dargestellten) Stellung, in welcher ein hakenartiger Teil 102a einer Kurbel 102 mit einer entsprechende Nutte 14a der Welle 14 gehalten wird, und einer zweiten (in der unteren Hälfte der Fig. 11 dargestellten) Stellung, in welcher die Kurbeln 102, 103 genügend weit von der Welle 14 entfernt sind, um das Abheben der Zylinder PP, PB, CC, wie oben beschrieben, zu ermöglichen, verschiebbar. Zur Ermöglichung der Verschiebung der Kurbeln 102, 103 sind die Kurbel 103 mittels Gelenk an einem Kranz 101 und die Kurbel 102 mittels Gelenk an einem im Gestell Ba der Maschine angeordneten, drehbaren Zylinder 400, befestigt. Die Achse des Zylinders 400 entspricht derjenigen der Welle 14. In den Zylinder 400 eingebaut ist eine Welle 401, die mit Hilfe eines Druckkolbens (auf der Seite des nicht sichtbaren Endes des Zylinders 400) zwischen den beiden durch Fig. 11 dargestellten Stellungen, das heisst, zwischen einer ersten Stellung, in welcher das konische Ende 401a aus dem Zylinder 400 herausragt und mit dem entsprechenden konischen Teil 14b der Welle 14 im eingriff steht, und einer zweiten Stellung, in welcher das besagte konische Ende 401a ganz in den Zylinder 400 eingezogen ist, verschiebbar. Der konzentrisch eingebaute und auf dem Zylinder 400 gleitend angeordnete Kranz 101 ist mit den Schrauben 105 am durchgehenden Drehzapfen 402, der mit der unteren Welle 401 so im Eingriff steht, dass die Welle 401 und der Kranz 101 gleichzeitig verschoben werden können, befestigt. Die Fig. 11A bis 11D veranschaulichen die verschiedenen Stellungen der Kurbeln 102, 103 entsprechend derjenigen des Kranzes 101. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die konischen Teile 401a, 14b eine radiale und die Haken 102a und die Nute 14a eine axiale Verbindung der Welle 14 in bezug auf dem Zylinder 400 herstellen.

Eine Besonderheit besteht darin, dass der Schub für die Verbindung mit den konischen Enden 401a, 14b nicht direkt auf die Welle 401, sondern zuerst auf eine spezielle Buchse 411 und hierauf auf ein Zwischenstück 412, eine Buchse 410 und erst von dort aus auf die Welle 401 über die Abschulterung 401b einwirkt. Wenn das konische Ende 401a in seiner Vorwärtsbewegung durch das Ende 14b des durch die Haken und den Zylinder 400 gehaltenen Zylinders 14 gestoppt wird, bewirkt der weiterbestehende Schub ein radiales konzentrisches Anschwellen der Buchsen 410, 411 zur Folge und beseitigt damit das radiale Spiel, das für die axiale Verschiebung erforderlich ist. Das Ende des einer etwaigen radialen Dehnung unterworfenen Zylinders 400 wird durch den Kranz 101 versteift.

Bei voller Montage, besteht somit ein spielfreies Ganzes. Wird jedoch im gegenteiligen Sinne auf die Welle 401 eine unmittelbare Zugwirkung ausgeübt, nehmen die Buchsen 410, 411 ihre usprüngliche Form wieder ein und bilden so wieder das geringe radiale Spiel zwischen den Bauteilen 400/411, 400/410.


Anspruch[de]

1. Offsetbahndruckmaschine mit variablem Format und wenigstens einem Druckwerk (G&sub1; - G&sub4;) mit :

- je einem unteren, festen Gestell (Ba) zum Einbau eines Druckplattenzylinders (PP), eines Drucktuchzylinders (PB) und eines Gegendruckzylinders (CC), deren Durchmesser entsprechend dem Druckformat ändert, wobei die drei Zylinder (PP, PB, CC) in einer vornehmlich vertikalen Linie und in einer Anordnung bei welcher die Druckplattenzylinder (PP) zuoberst angeordnet sind,

- je einem oberen, beweglichen Teil, bzw. einer Kassette (CE), die ein Einfärbwerk (E) mit einer Farbwanne (E&sub1;) und Tauchwalzen (E&sub2;), Verteilwalzen E&sub3;) und Leckwalzen (E&sub4;) sowie gegebenenfalls einem Feuchtwerk (M) mit einer Wanne (M&sub1;) und Tauchwalzen (M&sub2;), Verteilwalzen (M&sub3;) und Leckwalzen (M&sub4;) und gegebenenfalls einer auf das besagte Gestell (Ba) montierten Wascheinheit (L) für den Drucktuchzylinder (PB) umfasst,

wobei

- die Kassette (CE) zwischen einer ersten, unteren Stellung, in welcher die Leckwalzen (E&sub4;, M&sub4;) mit dem Druckplattenzylinder (PP) im Falle eines Minimalformats in Berührung kommen und einer zweiten oberen Stellung, in welcher die Leckwalzen (E&sub4;, M&sub4;) genügend weit vom Druckplattenzylinder (PP) entfernt sind, um im Falle eines Maximalformats das Entladen und Laden der Druckzylinder (PP, PB, CC) zu ermöglichen, verschiebbar ist, und

- die auf beiden Seiten des Gestells (Ba) angeordneten beweglichen Mittel (26a) mit den beiden Enden der zentralen Welle (14) der einzelnen auf dem Druckwerk (G&sub1; - G&sub4;) vorhandenen Zylinder (PP, PB, CC) zum Entladen auf die Stützstangen (36), welche unmittelbar weiter vorn dem entsprechenden Druckwerk (G&sub1; - G&sub4;) nachgestellt sind, in Eingriff kommen sollen, während die beweglichen Mittel (26a) auch dazu vorgesehen sind, beim Entladen in ähnlicher Weise mit den beiden Enden der zentralen Welle der Zylinder (PP', PB', CC') mit dem neuen Format auf den Stützstangen (36) ebenfalls unmittelbar weiter vorn im entsprechenden Druckwerk (G&sub1; - G&sub4;) zum Laden auf dasselbe in Eingriff kommen sollen, wozu die Steuerung und die Verschiebung der beweglichen Mittel (26a) ausschliesslich durch einen Mikroprozessor gewährleistet werden.

2. Maschine gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass :

- die beweglichen Mittel aus sich öffnenden und schliessenden teleskopischen Greifern (26a) am freien Ende wenigstens eines Auslegerarms (26) bestehen, dessen anderes Ende entsprechend einer horizontalen Achse (80) an einem beweglichen Halter (25) kippbar ist, welch letzerer vornehmlich vertikal entlang von zu diesem Zweck am Gestell (Ba) vorgesehenen Führungen (2) verschiebbar ist,

- die besagten Stützstangen (36) in der Nähe des Druckwerks (G&sub1; - G&sub4;) so auf einem unabhängig verschiebbaren Wagen (3) angeordnet sind, dass die Zylinder mit dem neuen Format (PP', PB' und CC') durch eine vornehmlich rechtwinklig zur Durchlaufrichtung der Bahn (F) erfolgende Verschiebung des Wagens (3) in die Nähe und ungefähr vor die im Druckwerk (G&sub1; - G&sub4;) vorhandenen Zylinder (PP, PB, CC) gebracht werden können, damit die Greifer (26a) durch entsprechendes Kippen und Verschieben des Auslegerarms (26), bzw. des beweglichen Halters (25), die Entladung der im Druckwerk (G&sub1; - G&sub4;) vorhandenen Zylinder (PP, PB, CC) und das Laden der Zylinder (PP', PB', CC') mit dem neuen Format vollziehen können.

3. Maschine gemäss Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass :

- die vertikale Verschiebung der einzelnen beweglichen Halter (25) mittels einer vertikalen Kugelspindel (23) erzielt wird, die mit einer entsprechenden Mutter (25a) des beweglichen Halters (25) im Eingriff steht, wobei der Antrieb zur Drehung der beiden Kugelspindeln (23) auf jeder Seite des Gestells (Ba) mittels eines einzigen Motors (N&sub1;) erfolgt, damit ein gleichzeitiges und identisches Verschieben und Einstellen der beiden entsprechenden beweglichen Halter (25) gewährleisten werden kann,

- das Kippen der einzelnen Auslegerarme (26) mit Hilfe einer vertikalen geriffelten oder ähnlichen Welle (24) gewährleistet wird, die mit den entsprechenden Mitteln (25c) am beweglichen Halter (25) zur Umwandlung der Drehbewegung der geriffelten Welle (24) in eine Kippbewegung des Auslegerarms (26) um die besagte horizontale Achse im Eingriff steht, wobei der Antrieb zur Drehung der beiden geriffelten Wellen (24) auf beiden Seiten des Gestells (Ba) durch einen einzigen Motor (N&sub2;) erfolgt, damit ein gleichzeitiges und identisches Kippen und Einstellen der beiden entsprechenden Auslegerarme (26) gewährleistet werden kann.

4. Maschine gemäss Patentanspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Wagen (3) :

- eine horizontale Basis (31), die ungefähr die gleiche Länge wie diejenige der Druckzylinder (PP, PB, CC) aufweist und mit drehbaren Rädern (33) und/oder Nuten (34) zum Verschieben mit Hilfe des Gabelstaplers versehen ist,

- eine vertikale Stütze (32), die an einem Ende der Basis (31) befestigt ist,

- wenigstens drei vertikal voneinander getrennte, parallel zur Basis (31) angeordnete horizontale Träger (35a, 35b, 35c), die an einem Ende an der vertikalen Stütze (32) befestigt und an beiden Enden mit einer Stützstange (36), die eine nach oben geöffnete Rundkerbe (36a) aufweist, in welcher das entspreche Ende der zentralen Welle 14 eines Druckzylinders (PP, PB oder CC) Platz finden kann, versehen ist, so dass durch eine Verschiebung des Wagens (3) rechtwinklig zur Durchlaufrichtung der Bahn (F) die Drucktuchzylinder (PB') und der Druckplattenzylinder (PP') sowie der Gegendruckzylinder (CC') in der besagten Nähe des Druckwerks (G&sub1; - G&sub4;) eine Stellung oberhalb, bzw. unterhalb der Bahn (F) einehmen können, umfasst.

5. Maschine gemäss Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass :

- ein einziges bewegliches Mittel (26a) auf beiden Seiten des Gestells (Ba) vorgesehen ist,

- Hilfshalter (21, 21a oder 21', 21'a) auf dem Gestell (Ba) des Druckwerks oder auf dem Wagen (3) vorgesehen sind, wobei die besagte Verschiebung des beweglichen Mittels (26a) durchgeführt wird, damit dies das aufeinanderfolgende Entladen und Laden der Druckzylinder (PP, PB, CC, PP', PB', CC') erfolgen kann, wozu gegebenenfalls die Hilfshalter (21, 21a oder 21', 21'a) als zwischengelagerte Wartestation für einen der besagten Druckzylinder verwendet werden kann.

6. Maschine gemäss Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Wagen (3) auch dazu ausgerüstet ist, den Durchlauf der Bahn zwischen der Basis (31) und dem Gegendruckzylinder (CC) bei Schön- und Widerdruck zu gewährleisten.

7. Maschine gemäss Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein oberer Hilfshalter (21, 21a) oberhalb und ein unterer (21', 21'a) unterhalb des Druckzylinders angeordnet sind, wobei der Druckplattenzylinder (PP oder PP') und der Gegendruckzylinder (CC, CC') während des Entlade- und Ladevorgangs auf dem oberen Hilfshalter (21, 21a) bzw. unteren Hilfshalter (21', 21'a), in Wartestellung gehalten werden können, wenn auf dem Wagen (3), bzw. auf dem Druckwerk (G&sub1; - G&sub4;), kein freier Raum verfügbar ist.

8. Maschine gemäss einem der vorerwähnten Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucktuchzylinder (PP) ortsfest ist und dass der Druckplattenzylinder (PP) und der Gegendruckzylinder (CC) mit ihren beiden Enden am einen Ende eines Kipphebels (8, bzw. 8') angeordnet sind, dessen anderes Ende drehbar an einer Horizontalachse (81, bzw. 81') drehbar ist, welch letzere am Gestell (Ba) befestigt ist.

9. Maschine gemäss einem der vorerwähnten Patentansprüche, deren Druckwerke (G&sub1; - G&sub4;) für gleichzeitiges Entladen und Geladen ausgelegt sind.

10. Maschine gemäss einem der Patentansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslegerarm (26) in der Form wenigstens einer Platte (60, 61, 62) verwendet wird, von welcher ein Ende um eine Achse (80) drehbar angeordnet und das freie Ende mit zwei Greifern (26a) versehen ist, die eine erste Stellung, in welcher sie beim Kippen des Auslegerarms (26) mit der zentralen Welle (14) der Druckzylinder (PP, PB, CC) nicht in Berührung kommen können, sowie eine zweite Stellung, in welcher sie mit derselben Welle (14) in Eingriff kommen können, einnehmen.

11. Maschine gemäss Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Greifer (26a) identisch, jedoch zueinander symmetrisch angeordnet sind und jeweils Führungsmittel (60f, 60h) besitzen, die mit entsprechenden Mitteln (61a, 62a, bzw. 61c, 62c) des Auslegerarms (26) im Eingriff stehen und beim Übergang von der ersten erwähnten auf die zweite erwähnte Stellung die Führung, das Öffnen und das Schliessen der beiden Greifer (26a) gewährleisten, wobei Mittel (90) zum Festhalten der Greifer (26a) in bezug auf dem Auslegerarm (26) wenn sie mit der zentralen Welle (14) im Eingriff stehen, vorgesehen sind.

12. Maschine gemäss Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung und das Festhalten der Greifer (26a) durch pneumatische Kolben (V&sub1;, bzw. V&sub2;) gewährleistet werden.

13. Maschine gemäss Patentanspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine konzentrisch auf der Drehachse (80) angeordnete Drehdichtung (70) die Verteilung des pneumatischen Druckmittels zwischen den Leitungen (71) an der festen Drehdichtung (70) und den Leitungen (64) am drehbaren Auslegerarm (26), welch letztere mit den pneumatischen Kolben (V&sub1;, V&sub2;) verbunden sind, gewährleistet.

14. Maschine gemäss einem der Patentansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Umwandlung der Drehbewegung der geriffelten oder ähnlich beschaffenen Welle (24) in eine Drehbewegung der Achse (80) ein erstes Ritzel (10) auf der Mutter (25c), das mit einem zweiten Ritzel (11) im Eingriff steht, welch letzeres auf eine Drehachse (12) mit einem Schneckenritzel (44) drehbar montiert ist, wobei das Schneckenritzel mit einem entsprechenden Zahnkranz (88) drehbar mit der Achse (80) verbunden ist, umfassen.

15. Maschine gemäss einem der vorerwähnten Patentansprüche mit versenkbaren Mitteln zum Abstützen der beiden Enden einer derhenden zentralen Welle (14) des Druckzylinders (PP, PB, CC), dadurch gekennzeichnet, dass die besagten versenkbaren Mittel :

- einen Drehzylinder (400) auf dem Gestell (Ba) der Maschine,

- eine Welle (401), die im Innern des Zylinders (400) zwischen einer ersten Stellung, in welcher eines der beiden Enden (401a) aus dem Zylinder (400) herausragt und radial mit einem entsprechenden Teil (14b) der Welle (14) im Eingriff steht, und einer zweiten Stellung, in welcher das besagte Ende (401a) durch axiale Verschiebung aus der zentralen Welle (14) gelöst wird, verschiebbar ist, und

- Mittel (102a), die in bezug auf die untere Welle (401) zwischen einer ersten Stellung, in welcher sie axial mit entsprechenden Mitteln (14a) auf der zentralen Welle (14) im Eingriff stehen, und einer zweiten Stellung, in welcher sie von der besagten Welle (14) gelöst werden, verschiebbar ist, wobei eine Vorrichtung zum Aufheben des Radialspiels in der Form zweier Buchsen (411, 410), die sich unter der Einwirkung einer axialen Kraft konzentrisch erweitern, das Radialspiel reversibel beseitigen, umfassen.







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