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Dokumentenidentifikation DE69010581T2 20.10.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0402597
Titel Blatt und Etikett für das Bilden eines Musters durch Einbrennung.
Anmelder Nitto Denko Corp., Ibaraki, Osaka, JP
Erfinder Nakatsuka, Hiroshi, c/o Nitto Denko Corporatio, Ibaraki-shi, Osaka, JP;
Tajiri, Kazuhiro, c/o Nitto Denko Corporation, Ibaraki-shi, Osaka, JP;
Sakuramoto, Takahumi, c/o Nitto Denko Corporation, Ibaraki-shi, Osaka, JP;
Oishi, Yozo, c/o Nitto Denko Corporation, Ibaraki-shi, Osaka, JP
Vertreter Grünecker, A., Dipl.-Ing.; Kinkeldey, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Stockmair, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Ae.E. Cal Tech; Schumann, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Jakob, P., Dipl.-Ing.; Bezold, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Meister, W., Dipl.-Ing.; Hilgers, H., Dipl.-Ing.; Meyer-Plath, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Ehnold, A., Dipl.-Ing.; Schuster, T., Dipl.-Phys.; Goldbach, K., Dipl.-Ing.Dr.-Ing.; Aufenanger, M., Dipl.-Ing.; Klitzsch, G., Dipl.-Ing.; Vogelsang-Wenke, H., Dipl.-Chem. Dipl.-Biol.Univ. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69010581
Vertragsstaaten AT, DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 26.04.1990
EP-Aktenzeichen 901079434
EP-Offenlegungsdatum 19.12.1990
EP date of grant 13.07.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.1994
IPC-Hauptklasse B41M 1/34
IPC-Nebenklasse B44C 1/17   G09F 3/02   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters, welche unter Verwendung von anorganischem Pulver auf Mika-Basis und Glaspulver hergestellt wird, und welche verwendet wird, um einen gebrannten Körper zu bilden, der bezüglich der Deckkraft (covering power) und dem Reflexionsgrad hervorragend ist, und ein Etikett zur Bildung eines aufgebrannten Musters, welches die obengenannte Folie umfaßt.

Mit der Umstellung des Produktionssystems auf die Herstellung einer Vielzahl von Produkten, jedoch in kleiner Stückzahl, ist z.B. eine Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters, wie sie durch Bildung einer Folie unter Verwendung von Glaspulver und einem Wachsbinder erhalten wird, als ein Kennzeichnungsetikett zur Verwendung bei der Verwaltung von aus Metall, Glas, gesinterten Keramiken usw. hergestellten Produkten, Halbzeugen oder Teilen vorgeschlagen worden, da die herkömmlichen Kennzeichnungsetiketten vom Substrat-Typ, welche gesinterte Keramiken, Metall oder Emaille umfassen, verschiedene Nachteile haben, wie z.B. den Nachteil, daß Zeit zum Befestigen mit einer Schraube usw. aufgewendet werden muß, den Nachteil, daß die Befestigung auf einer gekrümmten Oberfläche aufgrund der Steifheit unzureichend ist, und den Nachteil, daß die unmittelbare Bildung des Kennzeichnungsetiketts durch Anbringen eines Musters auf einem Kennzeichnungspunkt in der gewünschten Weise nicht möglich ist. Diese Folien sind so gestaltet, daß sie eine Fähigkeit zur Bildung eines flexiblen und angemessenen Etiketts besitzen, und der daraus entstehende gebrannte Körper, der durch Brennen auf einer Haftgrundlage (adherent member) befestigt wird, ist bezüglich Wetterbeständigkeit, Hitzebeständigkeit und chemischer Beständigkeit hervorragend.

Jedoch haben solche konventionellen Folien zur Bildung eines aufgebrannten Musters die Nachteile, daß deren gebrannter Körper eine schwache Deckkraft und einen unzureichenden Reflexionsgrad besitzt, und daß die Farbe des Untergrundes der Haftgrundlage reflektiert wird, und daher ist es schwierig, einen ausreichenden Kontrast zwischen dem Muster und dem Untergrund zu erhalten.

Um die obengenannten Nachteile zu beseitigen versuchten die Erfinder der vorliegenden Erfindung, ein Keramikpulver in die konventionellen Folien einzuarbeiten, wie in JP-A-1- 73086 und JP-A-2-50191 beschrieben (der hierin verwendete Ausdruck "JP-A" bedeutet eine ungeprüfte veröffentlichte japanische Patentanmeldung). Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Deckkraft des gebrannten Körpers manchmal nicht verbessert wird. Weiterhin variiert der Reflexionsgrad mit den Brennbedingungen, und daher ist eine strenge Kontrolle der Brennbedingungen erforderlich.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters und ein Etikett zur Bildung eines aufgebrannten Musters bereitzustellen, deren gebrannt er Körper eine hervorragende Deckkraft und einen hervorragenden Reflexionsgrad besitzt, und welcher dauerhaft erhalten werden kann, ohne die Brennbedingungen streng kontrollieren zu müssen.

Andere Aufgaben und Wirkungen der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung ersichtlich.

Als Ergebnis umfangreicher Untersuchungen mit dem Ziel, eine Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters zu entwickeln, aus der ein gebrannter Körper mit hervorragender Deckkraft und hervorragendem Reflexionsgrad beständig gebildet werden kann, haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung herausgefunden, daß diese Aufgabe gelöst werden kann, wenn Mika- Pulver, welches mit einer keramischen Verbindung vom Oxidtyp überzogen ist, verwendet wird.

Die vorliegende Erfindung stellt eine Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters bereit, welche umfaßt:

Eine Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters, umfassend eine formbeibehaltende Schicht, welche ein organisches Bindemittel und Glaspulver, welches durch das organische Bindemittel in einer Folienform gehalten wird, umfaßt, wobei die formbeibehaltende Schicht weiterhin mit einer keramischen Verbindung vom Oxidtyp überzogenes Mika-Pulver umfaßt.

Die vorliegende Erfindung stellt weiterhin ein Etikett bereit, welches die obengenannte Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters umfaßt, welche mit einem Muster versehen ist.

Die obengenannte Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters ist flexibel und kann leicht auf die gekrümmte Oberfläche einer Haftgrundlage aufgebracht werden, und kann unmittelbar ein Muster, eine Identifikationsform oder dergleichen in der gewünschten Weise durch ein Gravierverfahren, ein Stempelverfahren oder ein geeignetes Drucksystem, wie z.B. mit einem Thermoumdruckdrucker, liefern.

Die Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters wird beim Brennen in einen gebrannten Körper überführt, während das aufgebrachte Muster oder die Form beibehalten wird, und zu diesem Zeitpunkt dient der geschmolzene Glasbestandteil als ein Klebstoff, um die Befestigung an der Haftgrundlage zu bewerkstelligen. Als Ergebnis kann ein hervorragend hitzebeständiges, wetterbeständiges und chemikalienbeständiges aufgebranntes Muster gebildet werden. Weiterhin ist das aufgebrannte Muster frei von Verfärbung durch das Brennen des Glaspulvers, da das aufgebrannte Muster Mika-Pulver enthält, welches mit einer keramischen Verbindung vom Oxidtyp überzogen ist, und wird kaum durch das Ausmaß des Brennens wie z.B. das Ausmaß der Schmelzfixierung beeinflußt. Daher besitzt das aufgebrannte Muster beständig einen hohen Reflexionsgrad und eine hervorragende Deckkraft, und besitzt einen guten Kontrast relativ zum Muster.

Bei der Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters entsprechend der vorliegenden Erfindung enthält die formbeibehaltende Schicht, wie sie durch Formen von Glaspulver in eine Folienform, unter Zuhilfenahme eines organischen Bindemittels, erhalten wird, weiterhin mit einer keramischen Verbindung vom Oxidtyp überzogenes Mika-Pulver. Die Form der Folie kann so sein, daß: die Folie allein aus der formbeibehaltenden Schicht besteht; die formbeibehaltende Schicht auf einem Trägersubstrat aufgebracht ist; die formbeibehaltende Schicht mit einer Verstärkungsschicht, wie z.B. einer Harzschicht, einer Filmschicht usw., verstärkt ist; oder daß die Folie eine Klebstoffschicht besitzt. Auf jeden Fall ist die obengenannte formbeibehaltende Schicht ausreichend, um in Form einer Folie vorzuliegen.

Das Mika-Pulver, welches bei der Bildung der formbeibehaltenden Schicht verwendet wird, kann natürlicher Mika oder synthetischer Mika sein. Das Mika-Pulver liegt gewöhnlich in Form von Schuppen vor, bevorzugt mit einer Größe von 5 bis 200 um, bevorzugter 6 bis 50 um, insbesondere bevorzugt 6 bis 20 um, und einer Dicke von etwa dem 1/50 bis 1/100 der Größe, und ist mit einer keramischen Verbindung vom Oxidtyp überzogen. Bezüglich der Beschichtungsform wird gewöhnlich Pulver einer keramischen Verbindung vom Oxidtyp auf die Oberfläche des Mika-Pulvers aufgebracht, und zwar bevorzugt in einer Menge von nicht mehr als 20 Gew.-%, bevorzugter 5 bis 15 Gew.-%, bezogen auf das Mika-Pulver. Die Größe des Pulvers der keramischen Verbindung vom Oxidtyp, welches aufgebracht wird, variiert in Abhängigkeit von der Größe des Mika-Pulvers und beträgt gewöhnlich nicht mehr als 1 um, und bevorzugt 0,1 bis 0,5 um.

Der Ausdruck "keramische Verbindung vom Oxidtyp", welcher hierin verwendet wird, bedeutet nicht nur Keramiken vom Oxidtyp selbst, sondern auch eine Verbindung wie z.B. ein Karbonat, Nitrat oder Sulfat, welche in der Lage ist, zum Zeitpunkt des Brennens durch Oxidation in Keramiken vom Oxidtyp überführt werden zu können.

Die Keramikverbindung vom Oxidtyp, welche vermischt wird, kann entsprechend in Abhängigkeit der gewünschten Farbe für den gebrannten Körper gewählt werden. Für eine Einfärbung z.B. in Weiß können Keramiken vom Oxidtyp wie z.B. Silicamaterial, Zirkonoxid, Titandioxid, Aluminiumoxid, Zinkweiß und Calciumoxid oder Verbindungen wie z.B. ein Karbonat, Nitrat und Sulfat, die in solche Keramiken vom Oxidtyp durch Oxidation überführt werden, verwendet werden. Unter diesen sind Titandioxid, Zirkonoxid und Aluminiumoxid besonders bevorzugt.

Als Verfahren, um das Keramikpulver vom Oxidtyp auf dem Mika-Pulver aufzubringen, kann jedes konventionelle Verfahren in der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Zum Beispiel werden das Keramikpulver vom Oxidtyp und das Mika- Pulver durch Scheren (shearing) mit hoher Geschwindigkeit bei einer Temperatur gemischt, die geringer als deren Schmelzpunkte ist, um so das Keramikpulver vom Oxidtyp auf dem Mika-Pulver durch mechanisch-chemische Wirkung auf zubringen.

Als Glaspulver kann Glaspulver verwendet werden, welches bei einer vorherbestimmten Brenntemperatur erweicht oder schmilzt, und sich fest mit der Haftgrundlage verbindet. Daher können beliebige bekannte Glaspulver verwendet werden. Die Brenntemperatur beträgt gewöhnlich 400 bis 850ºC, obwohl sie abhängig von der Hitzebeständigkeit usw. der Haftgrundlage geeignet bestimmt werden kann. Beispiele für das Glaspulver, welches im Fall der Brenntemperatur in dem obengenannten Bereich verwendet werden kann, umfassen Bleiglas (bevorzugte Brenntemperatur: 400 bis 600ºC), Borsilikat- Bleiglas (bevorzugte Brenntemperatur: 500 bis 850ºC), und Sodaglas (bevorzugte Brenntemperatur: 500 bis 850ºC). Das Glaspulver kann einzeln oder in Kombination verwendet werden, abhängig von der Brenntemperatur und der Haftgrundlage.

Als verwendete Glaspulver werden solche, die nach dem Brennen eine ähnliche Farbe besitzen wie die Keramik, welche das obengenannte Mika-Pulver überzieht, bevorzugt verwendet. Die Form des Glaspulvers ist bevorzugt unregelmäßig oder sphärisch. Der mittlere Durchmesser des Glaspulvers beträgt bevorzugt 1,5 bis 10 um.

Als organische Bindemittel werden solche verwendet, die beim Brennen zum Zeitpunkt des Brennens verlorengehen, und solche, die eine hervorragende Fähigkeit zum Beibehalten der Form und Fähigkeiten zum Verleihen von Flexibilität besitzen, werden bevorzugt verwendet. Beispiele für bevorzugt verwendete organische Bindemittel umfassen Kohlenwasserstoffharze, Vinylharze, Styrolharze, Acetalharze, Butyralharze, Acrylharze, Polyesterharze, Urethanharze und Celluloseharze. Vom Gesichtspunkt der Brenneigenschaften aus betrachtet sind Kohlenwasserstoffharze, Acetalharze, Acrylharze und Celluloseharze bevorzugt, wobei Acrylharze insbesondere bevorzugt sind. Bevorzugte Beispiele der Acrylharze umfassen Polymethylmethacrylat, Polyethylmethacrylat, Polybutylmethacrylat und Copolymere von diesen Polymeren und Acrylsäure. Wenn die oben beschriebene Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters auf der Oberfläche oder innerhalb der formbeibehaltenden Schicht mit einer Verstärkungsschicht versehen ist, wird die Verstärkungsschicht bevorzugt mit dem zuvor genannten Harz oder seinem Film gebildet. Die Dicke der Verstärkungsschicht beträgt bevorzugt 10 bis 50 um.

Als Trägersubstrat werden solche Materialien verwendet, die beim Brennen nicht verlorengehen, sondern mit der formbeibehaltenden Schicht vereinigt werden. Beispiele davon umfassen Glasgewebe, Glasvlies, Keramikpapier usw..

Die Bildung der formbeibehaltenden Schicht kann z.B. mit einem Verfahren ausgeführt werden, worin mit einer keramischen Verbindung vom Oxidtyp überzogenes Mika-Pulver mit Glaspulver und einem oder mehreren organischen Bindemitteln unter Verwendung eines Lösungsmittels in einer Kugelmühle usw. gemischt wird, und das erhaltene Gemisch wird auf einem Trägersubstrat wie z.B. einem Separator mit einem geeigneten Verfahren verteilt und dann getrocknet.

Bezüglich des Verhältnisses des Mika-Pulvers und des Glaspulvers ist es bevorzugt, daß der Anteil des Mika-pulvers im Bereich von 3 bis 90 Gew.-% und der Anteil des Glaspulvers im Bereich von 97 bis 10 Gew.-% liegt, bezogen auf die Gesamtmenge des Mika-Pulvers und des Glaspulvers, und insbesondere bevorzugt liegt der Anteil des Mika-Pulvers im Bereich von 5 bis 40 Gew.-% und der Anteil des Glaspulvers im Bereich von 95 bis 60 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Mika-Pulvers und des Glaspulvers. Die Menge des verwendeten Bindemittels liegt bevorzugt im Bereich von 20 bis 80 Gewichtsteilen, insbesondere bevorzugt im Bereich von 25 bis 40 Gewichtsteilen, pro 100 Gewichtstei1e der Gesamtmenge des Mika-Pulvers und des Glaspulvers.

Für das verwendete Lösungsmittel zur Herstellung des Gemisches gibt es keine besondere Beschränkung. Beispiele des Lösungsmittels umfassen Butylcarbitol, Ethylacetat, Butylcellosolveacetat, Methylethylketon, Methylisobutylketon, Toluol und dergleichen. Das Lösungsmittel wird bevorzugt in solch einer Menge verwendet, daß die Konzentration des organischen Bindemittels im Bereich von 5 bis 40 Gew.-% liegt.

Bei der Herstellung des Gemisches können, falls erforderlich, bekannte Additive wie z.B. ein Weichmacher, ein Dispersionsmittel, eine Verbrennungshilfe, ein Entschäumungsmittel und dergleichen zugesetzt werden, gewöhnlich in einer Menge im Bereich von 0,5 bis 20 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des Bindemittels. Andere Bestandteile zur Bildung des gebrannten Körpers als das Mika-Pulver und das Glaspulver, wie z.B. ein anorganisches Pulver oder Fasern, z.B. Keramiken, Metalle oder Legierungen, oder deren Oxide, Pigmente und Füllstoffe können, falls erforderlich, in Kombination verwendet werden. Die Größe des anorganischen Pulvers liegt bevorzugt im Bereich von 0,1 bis 20 um, und im Falle der anorganischen Faser beträgt deren Länge nicht mehr als 100 um. Die Menge der anderen verwendeten Bestandteile zur Bildung des gebrannten Körpers beträgt gewöhnlich nicht mehr als 50 Gew.-% des Mika-Pulvers. Andere Bestandteile zur Bildung des gebrannten Körpers als das Glaspulver und das Mika-Pulver werden in den gebrannten Körper eingebracht, während das Glaspulver zum Zeitpunkt des Brennens in erweichtem oder geschmolzenen Zustand gehalten wird.

Als Verfahren zum Verteilen des Gemisches wird bevorzugt ein Verfahren verwendet, das hervorragend bezüglich der Genauigkeit für die Steuerung der Schichtdicke ist, z.B. ein Verfahren mit einem Rakelmesser (doctor blade method). Die Dicke der formbeibehaltenden Schicht, die gebildet wird, kann zweckmäßigerweise in Abhängigkeit vom Verwendungszweck bestimmt werden, und sie beträgt bevorzugt 10 um bis 5 mm, und insbesondere bevorzugt 20 um bis 1 mm.

Falls erforderlich, kann eine Klebstoff schicht auf der Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters aufgebracht werden, um die vorläufige Befestigung auf der Haftgrundlage zu bewerkstelligen. Die Klebstoffschicht wird so gebildet, daß sie zum Zeitpunkt des Brennens verlorengeht. Entsprechend muß das Mittel zur Bildung der Klebstoffschicht so beschaffen sein, daß es eine ausreichende Klebekraft für die vorläufige Befestigung an der Haftgrundlage besitzt, und es durch thermische Zersetzung bei einer Temperatur unterhalb der Brenntemperatur verlorengeht. Gewöhnlich werden ein Gummiklebstoff, ein Acrylklebstoff, ein Vinylalkyletherklebstoff und dergleichen verwendet. Bevorzugt werden ein Gummiklebstoff, umfassend natürliches Gummi oder synthetisches Gummi, mit einer ähnlichen Beschaffenheit wie natürliches Gummi; ein Gummiklebstoff, zusammengesetzt aus einem der Polymere wie z.B. Butyl-Gummi, Polyisobutyl-Gummi, Styrol-Butadien-Gummi, Styrol-Isobutylen-Styrol Blockcopolymer-Gummi und Styrol-Butadien-Styrol Blockcopolymer-Gummi; ein Gummiklebstoff, wie er durch Zugabe von 10 bis 300 Gewichtsteilen eines Haftung verleihenden Harzes wie z.B. einem Petroleumharz, einem Cumaronlnden-Harz oder einem Xylolharz, und anderen Additiven wie z.B. einem Weichmacher, einem Alterungsmittel, einem Farbstoff und einem Füllstoff zu 100 Gewichtsteilen des obengenannten Polymers erhalten wird; oder ein Acrylklebstoff, welcher ein Polymer eines Alkylesters von Acrylsäure oder Methacrylsäure enthält, als Hauptbestandteil verwendet.

Die Klebstoffschicht kann mit einem geeigneten Verfahren entsprechend einem konventionellen Verfahren zur Bildung eines Klebstoffbandes usw. aufgetragen werden, wie z.B. mit einem Verfahren, bei dem die Klebstoffschicht, die auf einem Separator durch einen Umkehrbeschichter (reverse coater), einen Tiefdruckbeschichter (gravure coater) usw. aufgebracht wurde, übertragen wird, und ein Verfahren, bei dem die Klebstoffschicht unter Verwendung einer Beschichtungsmaschine auf der formbeibehaltenden Schicht oder der Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters aufgebracht wird. Die Dicke der Klebstoffschicht, die aufgetragen wird, kann zweckmäßigerweise in Abhängigkeit vom Verwendungszweck bestimmt werden, und liegt bevorzugt im Bereich von 1 bis 500 um.

Die Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters der vorliegenden Erfindung kann z.B. in solch einer Weise verwendet werden, daß die Folie vorläufig auf der Haftgrundlage befestigt und dann gebrannt wird. Beim Brennen wird der gebrannte Körper auf der Haftgrundlage befestigt. In diesem Fall kann ein Verfahren verwendet werden, in dem eine Haftgrundlage mit der Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters versehen und dann gebrannt wird, um so die Haftgrundlage mit dem gebrannten Körper der Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters zu verbinden. Das Brennen kann unter geeigneten Heizbedingungen durchgeführt werden, abhängig von der Art des verwendeten Glaspulvers.

Eine Ausführungsform des Etiketts zur Bildung eines aufgebrannten Musters entsprechend der vorliegenden Erfindung wird hergestellt, indem ein Muster, umfassend eine hitzebeständige Tinte, oder ein Muster, hergestellt aus Poren oder Unregelmäßigkeiten, auf der obengenannten Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters aufgebracht wird. Das Etikett in einer anderen Ausführungsform wird durch Stempeln der Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters in eine gewünschte Form hergestellt. Natürlich kann das Etikett zur Bildung eines aufgebrannten Musters eine Kombination von zwei oder mehreren der obengenannten Ausführungsformen sein.

Als hitzebeständige Tinte, welche zur Bildung eines Musters auf der Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters verwendet wird, kann eine Tinte in Form einer Paste, wie sie durch Mischen von Glaspulver, einem anorganischen Pigment usw. mit einem Bindemittel erhalten wird, verwendet werden. Typische Beispiele umfassen hitzebeständige Tinten für das Brennen bei niederer Temperatur (bei 1000ºC oder weniger), welche im Direktbeschichtungssystem mit dem konventionellen Siebdrucksystem oder dem Umdrucksystem eines beschichteten Musters, gebildet auf einem Umdruckpapier, verwendet werden. Bezüglich der Zusammensetzung der hitzebeständigen Tinte nach dem Brennen umfaßt sie gewöhnlich 0 bis 95 Gew.-% Glaspulver, 100 bis 5 Gew.-% einer Farbstoffkomponente, wie z.B. ein anorganisches Pigment, und 5 bis 50 Gew.-% eines Brennrückstandbestandteils des Bindemittels, welches erforderlichenfalls verwendet wird.

Für das Verfahren zur Bildung eines Musters unter Verwendung der hitzebeständigen Tinte gibt es keine Beschränkung. Es können ein Handschreibverfahren, ein Beschichtungsverfahren durch eine ein Muster bildende Maske, ein Verfahren zur Übertragung eines Musters, welches auf einem Übertragungspapier aufgebracht ist, ein Verfahren zur Bildung eines Musters mit einem Drucker, oder ein ähnliches geeignetes Verfahren zur Bildung eines Musters verwendet werden. Für das zu bildende Muster gibt es keine Beschränkung. Jedes gewünschte Muster wie z.B. ein gedrucktes Muster, ein übertragenes Muster, ein Bildmuster oder ein Barcode-Muster kann gebildet werden.

Ein Tintenblatt wie z.B. ein Druckband, welches bei der Bildung eines Musters mit einem Drucker wie z.B. einem XY-Plotter, einem Nadeldrucker, einem Wärmeumdruckdrucker oder einem Anschlagdrucker benötigt wird, kann hergestellt werden, indem eine hitzebeständige Tinte auf einem Trägersubstrat wie z.B. einem Film oder einem Tuch mit Techniken wie z.B. einem Beschichtungsverfahren und einem Tauchverfahren aufgebracht wird. Die Bildung eines Musters mit einem Drucker hat den Vorteil, daß ein geeignetes Muster mit hoher Genauigkeit und hoher Effizienz gebildet werden kann.

Im Falle der Bildung eines Kennzeichnungsetiketts unter Verwendung des Etiketts der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, daß eine hitzebeständige Tinte verwendet wird, die unter Verwendung eines Farbstoffbestandteils wie z.B. einem Pigment hergestellt wird, welcher verschieden von dem der formbeibehaltenden Schicht der Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters ist, so daß ein guter Kontrast oder ein unterschiedlicher Farbton zwischen dem Untergrund und dem Muster gebildet wird.

Eine Beschränkung für das Verfahren zur Bildung eines gebrannten Etiketts durch Eingravieren eines Musters aus Poren oder Unregelmäßigkeiten in die Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters besteht nicht. Ebenso besteht keine Einschränkung für das gebildete Muster. Bei der Bildung des Porenmusters kann jedes geeignete Darstellungsverfahren verwendet werden, wie z.B. ein Verfahren, worin die Porenteile den anzuzeigenden Inhalt zum Ausdruck bringen, und ein Verfahren, worin die restliche Folie, die nicht den Porenteilen entspricht, den anzuzeigenden Inhalt zum Ausdruck bringt. Zusätzlich kann ein Verfahren verwendet werden, in dem ein Porenlinienmuster des gestempelten Musters in der Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters gebildet wird, und im Endzustand verbleibt nur ein innerer Teil in dem Porenlinienmuster in der Haftgrundlage. Dieses Verfahren kann bevorzugt bei der Bildung eines Barcode-Musters oder eines Bildmusters verwendet werden. Es ist ebenfalls in dem Fall vorteilhaft, wo das Stempeln schwierig durchzuführen ist, weil das gestempelte Produkt leicht zerbricht. Das Muster aus Unregelmäßigkeiten kann sowohl bei der Bildung eines Kennzeichnungsetiketts, wie z.B. einem Barcode-Muster, welches einem Sensor zur Erfassung von reflektiertem Licht zugeführt wird, als auch für Dekorationszwecke verwendet werden.

Ein Muster oder eine Form kann auf der Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters vor oder nach der vorläufigen Befestigung der Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters auf der Haftgrundlage aufgebracht werden, um dabei das zuvor genannte gebrannte Etikett zu bilden. Im erstgenannten Fall wird ein gebranntes Etikett zuvor gebildet, und daraus ergibt sich der Vorteil, daß ein Muster mit hoher Genauigkeit unter Verwendung eines geeigneten Apparates aufgebracht werden kann. Im letztgenannten Fall wird ein gebranntes Etikett gebildet, indem man die Folie zur Bildung einer gebrannten Folie, die vorläufig an der Haftgrundlage befestigt worden ist, behandelt, und daraus ergibt sich der Vorteil, daß ein unregelmäßiges Muster bei der vorläufigen Befestigung gebildet werden kann, oder der Vorteil, daß eine Deformation des unregelmäßigen Musters infolge der vorläufigen Befestigung verhindert werden kann, d.h., das Muster wird leicht beibehalten.

In der vorliegenden Erfindung kann eine Überzugsschicht, die ein organisches Bindemittel und Glaspulver umfaßt, welches durch das organische Bindemittel in einer Folienform gehalten wird, auf der oben beschriebenen Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters aufgebracht werden, und die so erhaltene kombinierte Folie mit einer Zweischichtstruktur kann als die Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters entsprechend der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Die Überzugsschicht kann Additive wie z.B. Pigmente enthalten. Die Dicke der Überzugsschicht beträgt bevorzugt 50% oder weniger, insbesondere bevorzugt 5 bis 30% der Dicke der formbeibehaltenden Schicht.

Wenn die obengenannte Überzugsschicht aufgebracht wird, wird die Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters entsprechend der vorliegenden Erfindung vorläufig an der Haftgrundlage in solch einer Weise befestigt, daß die Überzugsschicht außerhalb liegt, worauf das Brennen folgt.

Beispiele des organischen Bindemittels und des Glaspulvers, welche in der Überzugsschicht verwendet werden, umfassen solche, die oberhalb für die Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters der vorliegenden Erfindung genannt wurden. Wenn ein Muster mit der Folie, welche die obengenannte Zweischichtstruktur besitzt, aufgebracht wird, kann ein Muster auf der Überzugsschicht oder zwischen der Überzugsschicht und der formbeibehaltenden Schicht auf die oben beschriebene Art und Weise aufgebracht werden. Durch das Aufbringen der Überzugsschicht, d.h. unter Verwendung der Folie mit Zweischichtstruktur, können die Abrutscheigenschaft und Anti- Kontaminationseigenschaft des erhaltenen gebrannten Körpers und die Befestigungseigenschaft der Tinte, die als Muster verwendet wird, verbessert werden.

Beim Brennen des Etiketts zur Bildung eines aufgebrannten Musters, welches vorläufig auf der Haftgrundlage befestigt ist, wird es als gebrannter Körper bei einer vorherbestimmten Temperatur an der Haftgrundlage befestigt.

Entsprechend kann das Etikett bevorzugt verwendet werden, um ein Bild oder ein Kennzeichnungsetikett auf Porzellan- oder Glasprodukte und Emailleprodukte aufzubringen. Zusätzlich kann das Etikett bevorzugt verwendet werden, um ein Kennzeichnungsetikett aufzubringen, welches den Namen der Firma, die Chagenzahl, den Namen des Produktes, die Person, zu der die Waren geliefert werden sollen, das Exportland, andere gewünschte Kennzeichnungen, eine Farbe oder ein Farbmuster, oder einen Barcode auf Produkten aus Glas, Keramiken oder Metallen, oder die Transportpaletten umfaßt, insbesondere bei Keramiksubstraten oder Mustern.

Wenn die Haftgrundlage aus Keramiken hergestellt ist, die noch nicht gesintert wurden, kann das Brennen der Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters oder des Etiketts zur Bildung eines aufgebrannten Musters gleichzeitig mit dem Sintern oder der Wärmebehandlung der Haftgrundlage durchgeführt werden.

Die Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters oder das Etikett der vorliegenden Erfindung ist flexibel, kann leicht auf ein Material mit verschiedenartigen Oberflächen wie z.B. einer gekrümmten Oberfläche aufgebracht werden, und kann unmittelbar ein Muster in der gewünschten Art und Weise liefern.

Die Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters oder das Etikett der vorliegenden Erfindung ist bezüglich der Fähigkeit, die Form oder das Muster zum Zeitpunkt des Brennens beizubehalten, hervorragend, und der erhaltene gebrannte Körper ist bezüglich Wetterbeständigkeit, Hitzebeständigkeit und Chemikalienbeständigkeit hervorragend, und ebenso bezüglich der Befestigungskraft auf der Haftgrundlage.

Da zusätzlich die Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters oder das Etikett Mika-Pulver enthält, ist sie/es bezüglich der Deckkraft und dem Reflexionsgrad hervorragend, und hervorragend bezüglich der Identifizierung des Musters, da sie/es kaum die Farbe und feine Unregelmäßigkeiten der Haftgrundlage reflektiert.

Die vorliegende Erfindung wird genauer mit Bezug auf die folgenden Beispiele beschrieben, aber die vorliegende Erfindung ist nicht so zu verstehen, als daß sie darauf beschränkt wäre.

BEISPIEL 1

85 Teile (bezogen auf das Gewicht; im folgenden sind alle Teile auf das Gewicht bezogen) Glaspulver (mittlerer Durchmesser: 3,5 um), enthaltend PbO (75 Gew.-%), SiO&sub2; (10 Gew.-%), B&sub2;O&sub3; (10 Gew.-%) und Al&sub2;O&sub3; (5 Gew.-%) als Hauptbestandteile, 15 Teile Mika-Pulver mit einem mittleren Teilchendurchmesser von 10 um und einer mittleren Dicke von 3,0 um, überzogen mit Titandioxidpulver mit einem mittleren Teilchendurchmesser von 0,3 um, und 20 Teile eines Bindemittels (Polybutylmethacrylat mit einem Molekulargewicht von 20.000) wurden gleichmäßig unter Verwendung von 40 Teilen Toluol in einer Kugelmühle gemischt, um eine Paste herzustellen. Die Menge an Titandioxid betrug 12 Gew.-%, bezogen auf die Menge des Mikas. Diese Paste wurde auf einem Polyesterfilm, der mit einem Ablösemittel behandelt war, mit einem Beschichter vom Rakelmesser-Typ verteilt, und dann getrocknet, um eine etwa 100 um dicke formbeibehaltende Schicht zu bilden. Mit dieser Schicht wurde ein etwa 20 um dicker Acrylklebstoff, gebildet auf einem Separator (ein Polyethylenterephthalatfilm mit einer Dicke von 50 um, beschichtet mit einem Silicon-Trennmittel), mit einer Tiefdruck-Beschichtungsmaschine verbunden, und dann wurde der mit dem Ablösemittel behandelte Polyesterfilm abgezogen, um eine Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters zu erhalten.

Auf der Oberfläche der formbeibehaltenden Schicht der obengenannten Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters wurde ein vorherbestimmter Barcode unter Verwendung eines Wärmeumdruckdruckers durch ein Tintenblatt gebildet, um dabei ein Etikett zu erhalten. Das Tintenblatt wurde durch Beschichten eines Polyesterfilms mit einer hitzebeständigen Tinte, umfassend eine gemischte Paste aus 20 Teilen eines schwarzen Pigments auf Chromoxid/Eisenoxid/Kobaltoxid-Basis, 20 Teilen Paraffinwachs und 60 Teilen Toluol, gefolgt von Trocknen, hergestellt.

Das Etikett zur Bildung eines aufgebrannten Musters wurde auf einer Glasplatte durch die Klebstoffschicht vorläufig befestigt, und der Separator wurde von dem obengenannten Etikett abgezogen. Das Etikett wurde dann 30 Minuten lang bei 450ºC, 500ºC oder 550ºC gebrannt. Als Ergebnis des Brennens gingen die organischen Bestandteile wie z.B. das Acrylharz-Bindemittel beim Brennen verloren.

Mit den obengenannten Verfahrensschritten wurde eine Glasplatte erhalten, mit der das Etikett zur Bildung eines aufgebrannten Musters mit einem deutlichen schwarzen Barcode-Muster auf dem weißen Untergrund fest verbunden war. Der Reflexionsgrad von Licht auf dem weißen Untergrund des Etiketts wurde gemessen. Die erhaltenen Ergebnisse sind unterhalb in Tabelle 1 gezeigt. Die Wellenlänge für die Messungen betrug 400 bis 800 nm.

BEISPIEL 2

Unter Verwendung von 85 Teilen Glaspulver (mittlerer Durchmesser: 4,0 um), enthaltend PbO (60 Gew.-%), B&sub2;O&sub3; (20 Gew.-%) und ZnO (20 Gew.-%) als Hauptbestandteile, 15 Teilen Mika-Pulver mit einem mittleren Teilchendurchmesser von 15 um, überzogen mit Aluminiumoxidpulver mit einem mittleren Teilchendurchmesser von 0,8 um und einer mittleren Dicke von 4,0 um, 20 Teilen eines Bindemittels (Polyethylmethacrylat mit einem Molekulargewicht von 150.000) und 40 Teilen Toluol wurde ein Etikett zur Bildung eines aufgebrannten Musters in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 hergestellt. Die Menge des Aluminiumoxids betrug 15 Gew.-%, bezogen auf die Menge des Mikas. Es wurde dann durch Brennen in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 auf einer Glasplatte befestigt.

Mit den obengenannten Verfahrensschritten wurde eine Glasplatte erhalten, mit der das Etikett mit einem deutlichen schwarzen Barcode-Muster auf dem weißen Untergrund fest verbunden war. Der Reflexionsgrad des weißen Untergrundes des Etiketts wurde gemessen. Die erhaltenen Ergebnisse sind unterhalb in Tabelle 1 gezeigt. Die Wellenlänge für die Messung betrug 400 bis 800 nm.

BEISPIEL 3

Eine Form mit einem vorherbestimmten Muster, hergestellt aus Unregelmäßigkeiten, wurde auf eine Folie zur Bildung eines aufgebrannten Musters (30 mm x 50 mm), wie in Beispiel 1 erhalten, aufgepreßt, um ein Etikett zur Bildung eines aufgebrannten Musters zu erhalten. Nach Abziehen des Separators wurde das Etikett vorläufig durch die Klebstoffschicht an der Glasplatte befestigt, und dann 30 Minuten lang bei 500ºC gebrannt.

Mit den obengenannten Verfahrensschritten wurde eine Glasplatte erhalten, mit der das weiße Etikett mit dem obengenannten Muster fest verbunden war.

BEISPIEL 4

Ein Etikett zur Bildung eines aufgebrannten Musters wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, daß eine Überzugsschicht mit einer Dicke von 20 um auf der formbeibehaltenden Schicht durch Heißverpressen aufgebracht wurde. Die Überzugsschicht war aus 70 Gewichtsteilen des Glaspulvers und 30 Gewichtsteilen des Bindemittels, beide die gleichen wie in Beispiel 1, zusammengesetzt. Es wurde dann durch Brennen in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 auf einer Glasplatte befestigt.

Mit den obengenannten Verfahrensschritten wurde eine Glasplatte erhalten, mit der das Etikett mit einem deutlichen schwarzen Barcode-Muster auf dem weißen Untergrund fest verbunden war. Der Reflexionsgrad des weißen Untergrundes des Etiketts wurde gemessen. Die erhaltenen Ergebnisse sind unterhalb in Tabelle 1 gezeigt. Die Wellenlänge für die Messung betrug 400 bis 800 nm.

VERGLEICHSBEISPIEL 1

Ein Etikett zur Bildung eines aufgebrannten Musters wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, daß Titandioxidpulver mit einem mittleren Teilchendurchmesser von 0,2 um anstelle des mit einem Überzug behandelten Mika-Pulvers verwendet wurde, und dann durch Brennen in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 an einer Glasplatte befestigt. Der Reflexionsgrad auf dem weißen Untergrund des Etiketts wurde gemessen. Die erhaltenen Ergebnisse sind unterhalb in Tabelle 1 gezeigt. Die Wellenlänge für die Messung betrug 400 bis 800 nm.

Tabelle 1 Reflexionsarad (%)
Brenntemperatur Beispiel Vergleichsbeispiel

Aus den Ergebnissen von Tabelle 1 ist ersichtlich, daß die Etiketten zur Bildung eines aufgebrannten Musters unter Verwendung von Mika-Pulver entsprechend der vorliegenden Erfindung nur eine geringe Abweichung des Reflexionsgrades infolge der Brennbedingungen zeigten.


Anspruch[de]

1. Folie zur Bildung eines aufgebrannnten Musters, umfassend eine formbeibehaltende Schicht, welche ein organisches Bindemittel und Glaspulver, welches durch das organische Bindemittel in einer Folienform gehalten wird, umfaßt, wobei die formbeibehaltende Schicht weiterhin mit einer keramischen Verbindung vom Oxidtyp überzogenes Mika-Pulver umfaßt.

2. Etikett zur Bildung eines aufgebrannten Musters, welches eine Folie zur Bildung eines gebrannten Musters, umfassend eine formbeibehaltende Schicht, welche ein organisches Bindemittel und Glaspulver, welches durch das organische Bindemittel in einer Folienform gehalten wird, umfaßt, wobei die formbeibehaltende Schicht weiterhin mit einer keramischen Verbindung vom Oxidtyp überzogenes Mika-Pulver umfaßt, wobei die Folie mit einem Muster versehen ist, umfaßt.

3. Etikett zur Bildung eines aufgebrannten Musters nach Anspruch 2, worin das Muster eine hitzebeständige Tinte umfaßt.

4. Etikett zur Bildung eines aufgebrannten Musters nach Anspruch 2, worin das Muster aus Poren oder Unregelmäßigkeiten hergestellt wird.

5. Etikett zur Bildung eines aufgebrannten Musters nach Anspruch 2, worin das Muster durch Stempeln der Folie zur Bildung eines gebrannten Musters erhältlich ist.

6. Folie zur Bildung eines gebrannten Musters, umfassend eine formbeibehaltende Schicht, welche ein organisches Bindemittel und Glaspulver, welches durch das organische Bindemittel in einer Folienform gehalten wird, umfaßt, wobei die formbeibehaltende Schicht weiterhin mit einer keramischen Verbindung vom Oxidtyp überzogenes Mika-Pulver umfaßt, wobei die Folie auf einer Seite davon mit einer Überzugsschicht versehen ist, welche ein organisches Bindemittel und Glaspulver, welches durch das organische Bindemittel in einer Folienform gehalten wird, umfaßt.

7. Etikett zur Bildung eines aufgebrannten Musters, welches eine Folie zur Bildung eines gebrannten Musters, umfassend eine formbeibehaltende Schicht, welche ein organisches Bindemittel und Glaspulver, welches durch das organische Bindemittel in einer Folienform gehalten wird, umfaßt, wobei die formbeibehaltende Schicht weiterhin mit einer keramischen Verbindung vom Oxidtyp überzogenes Mika-Pulver umfaßt, wobei die Folie auf einer Seite davon mit einer Überzugsschicht versehen ist, umfassend ein organisches Bindemittel und Glaspulver, welches durch das organische Bindemittel in einer Folienform gehalten wird, wobei die Überzugsschicht mit einem Muster versehen ist, umfaßt.







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