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Dokumentenidentifikation DE4413427A1 03.11.1994
Titel Von außen kuppelbare, vorzugsweise automatisch kuppelbare Überlastkupplung
Anmelder Chr. Mayr GmbH + Co KG, 87665 Mauerstetten, DE
Erfinder Vogl, Norbert, 83543 Rott, DE
Vertreter Ruschke, H., Dipl.-Ing., 81679 München; Ruschke, O., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 10707 Berlin
DE-Anmeldedatum 18.04.1994
DE-Aktenzeichen 4413427
Offenlegungstag 03.11.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.11.1994
IPC-Hauptklasse F16D 43/204
IPC-Nebenklasse F16D 7/06   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Überlastkupplung für zwei miteinander zu kuppelnde Elemente, zwischen denen Drehmoment-Übertragungskörper eingesetzt sind, die zur Lösung der Aufgabe, eine Kupplung zu schaffen, die sowohl als Überlastkupplung arbeitet als auch durch äußere Einwirkung, vorzugsweise automatisch, ein- und auszukuppeln ist, dadurch gekennzeichnet ist, daß eines der beiden Elemente durch äußere Einwirkung in Achsrichtung verschiebbar ist.

Beschreibung[de]

Bisher sind kuppelbare, d. h. durch äußere mechanische Einwirkung ein- und auszukuppelnde Kupplungen bekannt, daneben Überlastkupplungen, die bei Erreichen eines vorgegebenen Drehmomentes selbsttätig auskuppeln bzw. ausrasten oder freischalten.

In der Automatisierungstechnik und vorzugsweise in fahrerlosen Transport-Systemen, bei Handhabungsgeräten, Industrierobotern, bei Trägerfahrzeugen und Systemen und in der Landtechnik bei zapfwellengetriebenen Geräten sind die Aggregate so aufgebaut, daß an einem Grundgerät häufig wechselnde Arbeitsgeräte, Lastaufnahmemittel usw. an- und abgebaut werden müssen, die ihrerseits mit Leistung zu versorgen sind.

Die dabei auftretenden Problemstellungen werden wie folgt gelöst:

  • 1. Direkt in jedem Arbeitsgerät befinden sich ein oder mehrere separate Antriebsaggregate bestehend aus Motor, ggf. Getriebe, Überlastkupplung usw., die über beispielsweise elektrische Steckkontakte oder Hydraulikkupplungen ihre Energie aus dem Grundgerät beziehen. Es handelt sich hierbei um eine hinsichtlich der Investitionskosten sehr aufwendige Lösung.
  • 2. Es sind nur Antriebseinheiten im Grundgerät vorhanden, die beispielsweise aus Motor, Getriebe und Überlastkupplung bestehen und die über Gelenkwellen oder vergleichbare Einrichtungen auf manuelle Weise mit dem Arbeitsgerät gekoppelt werden. Hier sind die Probleme vor allem in längeren Stillstandszeiten und Gefährdungen der Bediener zu sehen. Außerdem kann es zu Schwierigkeiten führen, da alle Arbeitsgeräte, die unterschiedlichst aufgebaut sein können, mit demselben an der Überlastkupplung eingestellten Drehmoment abgesichert werden.


Demgemäß sind an die verwendeten Kupplungen folgende Anforderungen zu stellen:

  • 1. Es muß ein automatisiertes Kuppeln zwischen Grund- und Arbeitsgerät ohne direktes manuelles Zutun möglich sein, wobei eine drehmomentübertragende Verbindung hergestellt wird.
  • 2. Beim automatisierten Kuppeln müssen zwischen Grund- und Arbeitsgerät zu einem gewissen Grad vorhandene Versätze in allen Richtungen ausgeglichen werden können.
  • 3. In die Kupplung muß ein mechanischer Überlastschutz gegen überhöhte Drehmomente integriert sein.
  • 4. Die am jeweiligen Arbeitsgerät abzusichernden Überlastdrehmomente müssen sich zum einen automatisch beim Ankuppeln an das jeweilige Gerät ergeben und zusätzlich durch einen separaten Mechanismus variiert werden können.
  • 5. Die Lösung muß gegenüber konventionellen Aggregaten zu deutlichen Einsparungen sowohl hinsichtlich der Investitions- als auch hinsichtlich der Betriebskosten führen.


Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kupplung zu schaffen, die sowohl als Überlastkupplung arbeitet als auch durch äußere Einwirkung, vorzugsweise automatisch, ein- und auszukuppeln ist.

Die Erfindung geht zur Lösung dieser Aufgabe aus von einer Überlastkupplung für zwei miteinander zu kuppelnde Elemente, zwischen denen Drehmoment-Übertragungskörper angeordnet sind.

Die Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß eines der beiden miteinander zu kuppelnden Elemente durch äußere Einwirkung in Achs- oder Schrägrichtung verschiebbar ist.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Mit der Erfindung werden folgende Vorteile erzielt:

  • 1. Die Kupplung bietet die Möglichkeit, ohne direktes manuelles Zutun an ein Grund- ein Arbeitsgerät anzukuppeln.
  • 2. Durch die mechanische Tragkonstruktion ergeben sich aus deren Fertigungsungenauigkeiten und Deformationen infolge mechanischer Belastung Versätze zwischen den Drehmomentkuppelpunkten an Grund- und Arbeitsgerät in Form von Axial-, Lateral- und Winkelverlagerungen. Diese Versätze können durch geeignete federnde Anordnung der Kuppelpunkte ausgeglichen werden.
  • 3. Ein mechanischer Überlastschutz ist durch eine spezielle Ausführung der Kupplungsklauen gegeben, die im Betrieb in axialer, radialer oder diagonaler Richtung gegen entsprechende Federkräfte belastet werden und bei Überlast in die entsprechende Richtung ausweichen können.


Die DE-PS 30 12 783 zeigt eine Überlastkupplung für zwei miteinander zu verbindende Elemente, zwischen denen Drehmoment-Übertragungskörper von zylindrischer Form mit auf der Eingriffsseite kegeligen oder kugeligen Enden in Eingriffsrichtung unter Federdruck stehen, die bei Überschreiten des vorgegebenen Drehmomentes selbständig auf Durchlauf schaltet und ohne manuellen Eingriff, z. B. durch einfaches Absenken der Drehzahl wieder in Drehmoment-Übertragungs-Position zurückschaltet. Dazu dienen Steuerleisten, die bei Überschreiten des vorgegebenen Drehmoments auswandern, wodurch die Drehmoment-Übertragungskörper nicht wieder in Eingriff kommen können. Bei Unterschreiten der Drehzahl gleiten die Steuerleisten in eine Stellung, in der durch das Widereinrasten der Drehmoment-Übertragungskörper unter Federdruck die Drehmomentübertragung wieder aufgenommen wird. Das Widereinrasten geschieht durch einen inneren Vorgang, und die miteinander zu verbindenden Elemente verschieben sich gegeneinander nicht in Achs- oder Schrägrichtung.

Die DE-AS 24 12 987 betrifft eine Überlastkupplung, bei der zylindrische Drehmoment-Übertragungskörper Verwendung finden, die durch einen elastischen Ring federbelastet sind.

Aus der DE-OS 33 03 732 ist es bekannt, eine Kupplung zur Begrenzung eines Drehmomentes mit zwei miteinander zu verbindenden Elementen mit kugelförmigen, unter Federdruck stehenden Drehmoment-Übertragungskörpern zu versehen, wobei außerdem eines der zu verbindenden Elemente mit einem einstückigen Führungszapfen zur Zentrierung ausgestattet ist.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungsblätter beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1a ein erstes Ausführungsbeispiel im eingekuppelten Zustand, im Längsschnitt,

Fig. 1b dasselbe im ausgekuppelten Zustand,

Fig. 1c eine Ansicht in Richtung A-A in Fig. 1a und

Fig. 1d eine Einzelheit des ersten Ausführungsbeispiels;

Fig. 2a ein zweites Ausführungsbeispiel im eingekuppelten Zustand im Längsschnitt,

Fig. 2b dasselbe im ausgekuppelten Zustand, und

Fig. 2c eine Ansicht in Richtung A-A in Fig. 2b,

Fig. 3a ein drittes Ausführungsbeispiel im eingekuppelten Zustand im Längsschnitt, und

Fig. 3b im Querschnitt nach Linie A-A in Fig. 3a,

Fig. 4 ein viertes Ausführungsbeispiel im eingekuppelten Zustand im Längsschnitt,

Fig. 5 ein fünftes Ausführungsbeispiel im Längsschnitt im ausgekuppelten Zustand,

Fig. 6 eine Einzelheit zu den Fig. 1 bis 5,

Fig. 7 ein sechstes Ausführungsbeispiel, und zwar

Fig. 7a im Längsschnitt im eingekuppelten Zustand,

Fig. 7b im aus gekuppelten Zustand und

Fig. 7c eine Ansicht in Richtung A-A in Fig. 7a,

Fig. 8 mit Fig. 8a und 8b dasselbe Beispiel im Längsschnitt im eingekuppelten Zustand bei verschiedenen Überlast-Drehmomenten,

Fig. 9 ein Einbaubeispiel für eine Kupplung nach einer der vorhergehenden Figuren,

Fig. 10 eine Einzelheit zu Fig. 9 und

Fig. 11 eine radial elastische Anordnung einer Kupplung nach einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele.

Nach den Fig. 1a bis 1c hat ein erstes zu kuppelndes Element in Form einer Nabe 1 einen Bund 7, in dessen axialen Bohrungen 3 axial verschiebliche Kugeln 2 als Drehmoment-Übertragungskörper untergebracht sind. Die Bohrungen 3 weisen an der dem zweiten zu kuppelnden Element 11 zugewandten Seite Verengungen 4 auf, um ein Heraus fallen der Kugeln im entkuppelten Zustand zu verhindern. Auf der anderen Seite der Nabe 1 befindet sich ein Federpaket 5, das sich über eine Scheibe 6 an den Kugeln 2 oder am Bund 7 abstützt. Rückseitig ist die Vorspannung des Federpaketes 5 durch einen Sicherungsring 8 gesichert, der auch durch eine verstellbare Mutter oder dergleichen ersetzt werden kann, wodurch das maximale Drehmoment eingestellt werden kann. Im zweiten zu kuppelnden Element 11, das einen Flansch 13 aufweist, befinden sich kegelige Senkungen 12, in die die Kugeln 2 im eingekuppelten Zustand zur Drehmomentübertragung eingreifen. In besonders bevorzugter Weise kann durch Variation der Senkwinkel oder der Tiefe der kegeligen Senkungen 12 bei unverändert er Vorspannung des Federpaketes 5 (oder durch andere geeignete Maßnahmen in diesem Bereich) das abzusichernde Drehmoment beim Kuppelvorgang automatisch dem zweiten zu kuppelnden Element zugeordnet werden, d. h. allein durch das Ankuppeln eines entsprechend vorbereiteten anzukuppelnden Elementes 11 wird ein diesem angemessenes Grenzdrehmoment eingestellt. Im ersten zu kuppelnden Element 1 ist ein Zentrierkegel 9 untergebracht, der in eine kegelige Zentrierbohrung 10 des Elementes 11 eingreift und der über ein Lager 9&min; in der Nabe 1 gelagert sein kann, um die Relativdrehung im Überlastfall zu erleichtern. Beim Einkuppeln wird dadurch eine Vorzentrierung erreicht. Die Vorgänge des Ein- und Auskuppelns erfolgen im Sinne des Pfeiles X in axialer Richtung.

In den folgenden Ausführungsbeispielen sind gleiche Teile mit gleichen, einander entsprechende aber ungleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern mit dem Zusatz a, b . . . gekennzeichnet.

Nach den Fig. 2a bis 2c befinden sich im Bund 7a prismatische Ausnehmungen 3a mit darin axial verschieblichen prismatischen Formkörpern 2a als Drehmoment- Übertragungskörper. Die Formkörper 2a greifen in entsprechende prismatisch geformte Senkungen 12a des Flansches 13a des Elementes 11a ein, um das Drehmoment zu übertragen.

Gemäß den Fig. 3a und 3b bestehen die Drehmoment- Übertragungskörper 2b in Stiften mit kegeligem Ende, die in Bohrungen 12b des Flansches 13b des Elementes 11b eingreifen und so das Drehmoment übertragen. Rückwärtige Flansche 20 sichern die Stifte 2b gegen Herausfallen im entkuppelten Zustand. Der Zentrierkegel 9b setzt sich nach außen in einem Ring 19 fort, der die in Längsnuten 17 verschieblichen walzenförmigen Körper 14 aufnimmt, die über Stempel 15 durch Federn 16 beaufschlagt mit passenden Ausnehmungen 18 im Bund 7b in Eingriff stehen und die bei Erreichen des eingestellten maximalen Drehmoments an den Ausnehmungen 18 abrollend aus diesen ausrasten. Der Zentrierkegel 9b gleitet beim Einkuppeln an der kegeligen oder gerundeten Fase 10b eines Einsatzes 18 aus Gleitlagerwerkstoff im Element 11b und bewirkt so die Vorzentrierung.

Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist die Scheibe 6c hülsenförmig nach rechts verlängert und umgibt das Federpaket 5. Ein Zwischenring 31 umgibt den Bund 7c des Elementes 1c. Sowohl die Scheibe 6c als auch der Zwischenring 31 weisen kegelförmige Ansenkungen 32 auf, in denen Kugeln 33 liegen, die bei Erreichen des maximalen Drehmomentes die Kupplung ausrasten lassen. Als Drehmoment-Übertragungskörper dienen wieder vorne kegelig zulaufende Stifte 2c, die mit einem Flansch 35 versehen sind, an dem eine Feder 34 angreift, die den Stift in Richtung auf das andere Element 11c vorspannt. Beide sind in Bohrungen 3c des Zwischenringes 31 untergebracht. Um ein Herausfallen der Stifte 2c im entkuppelten Zustand zu verhindern, sind in die Bohrungen 3c Ringe 4c eingepreßt. Die Stifte 2c greifen in entsprechend geformte Bohrungen 12c des Flansches 13c des Elementes 11c ein. Ein Axiallager 36 ist zwischen dem Zwischenring 31 und dem Bund 7c eingelegt. Die Scheibe 6c greift über eine Mitnehmerverzahnung 6&min; in eine entsprechende Verzahnung der Nabe 1c ein. Dies dient der Drehmomentübertragung bei gleichzeitiger Verschiebemöglichkeit der Teile 1c, 6c gegeneinander.

Bei der Ausführungsform nach der Fig. 5 ist konzentrisch um den Bund 7d des Elementes 1d ein Kupplungsring 41 angeordnet, der eine vorne offene Ausnehmung 3d trägt, in die Kugeln 2d als Drehmomentübertragungskörper eingelegt sind. Ein eingezogener Flansch 4d verhindert das Herausfallen der Kugeln 2d im entkuppelten Zustand. Die Kugeln 2d greifen in eine radiale Verzahnung des Bundes 7d ein und im gekuppelten Zustand in eine axiale Verzahnung 12d des Elementes 11d. Damit wird eine Verdrehspielfreiheit erreicht.

Fig. 6 zeigt eine Einzelheit der Ausführungsform nach Fig. 1a, nämlich eine Feder, vorzugsweise eine Tellerfeder 51, die den Zentrierkegel 9 in Richtung auf einen Eingriff in die Zentrierbohrung 10 vorspannt.

Bei dem sechsten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7a bis 7c sind in dem Element 1e mehrere axiale Bohrungen 3e auf einem Kreis angeordnet, in die als Drehmoment- Übertragungskörper vorne kegelig zulaufende Stifte 2e eingelegt sind, die in Eingriffsrichtung durch Federn 5e vorgespannt sind. Diese Stifte sind in Lagern 61 gelagert und gegen ein Herausfallen im entkuppelten Zustand durch Verengungen 4e gesichert. Sie greifen in eine flache radiale Außenverzahnung 12e des Elementes 11e ein und übertragen so das Drehmoment. Bei Erreichen des maximalen Drehmomentes rasten sie durch eine radial nach außen erfolgende elastische Verbiegung aus der Verzahnung 12e aus und entkuppeln somit.

Die Fig. 8a und 8b zeigen die Kupplung nach Fig. 7 für verschieden große Drehmomente, und zwar Fig. 8a für ein hohes Drehmoment mit einem kleinen Abstand "b" zwischen den Elementen 1e und 11e und Fig. 8b für ein geringeres Drehmoment mit einem größeren Abstand "b".

Nach Fig. 9 kann eine erfindungsgemäße Kupplung K mit ihrer einen Hälfte mit dem Zentrierkegel Zk in ein Grundgerät G und mit der anderen Hälfte mit der Zentrierbohrung Zb in ein Arbeitsgerät A eingesetzt werden. Die beiden Geräte G und A werden durch Stangen St am Grundgerät G, die in Nuten N des Arbeitsgerätes A eingreifen, mechanisch miteinander verbunden bzw. aufeinander ausgerichtet.

Wie Fig. 10 zeigt, kann die Kupplung K durch Federn F allseitig federnd abgestützt werden, um einen Ausgleich eines Achsversatzes zu ermöglichen.

Eine Abänderung zu Fig. 10 zeigt Fig. 11. Danach wird einem Motor M eine Hälfte der Kupplung K zugeordnet, die auf dessen Welle fest montiert ist. Dazwischen ist ein Flansch Fl angeordnet, der mittels Schrauben S am Motor M befestigt ist. In Durchbrüchen D sind Elastomerkörper E einvulkanisiert, eingeklebt oder anders befestigt. Diese Elastomerkörper E ermöglichen einen Ausgleich von Versatz der beiden Achsen der beiden Hälften der Kupplung K.

Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1, 2, 5 und 7 dienen die Drehmoment-Übertragungskörper gleichzeitig zum Auslösen der Kupplung bei Erreichen des maximalen Drehmomentes, bei denen nach den Fig. 3 und 4 sind für die Drehmoment-Übertragung und für das Auslösen bei Erreichen des maximalen Drehmomentes verschiedene Körper vorgesehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Überlastkupplung für zwei miteinander zu kuppelnde Elemente, zwischen denen Drehmoment-Übertragungskörper angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß eines der beiden zu kuppelnden Elemente durch äußere Einwirkung in Achs- oder Schrägrichtung verschiebbar ist.
  2. 2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung automatisch erfolgt.
  3. 3. Kupplung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eines der zu kuppelnden Elemente (1) konzentrisch einen vorzugsweise durch ein Lager in diesem Element (1) gelagerten Zentrierkegel (9) aufweist, der in eine Zentrierbohrung (10) des anderen Elementes (11) eingreift.
  4. 4. Kupplung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierbohrung durch einen ringförmigen Einsatz (18) aus Gleitlagerwerkstoff gebildet ist, der auf der dem Zentrierkegel (9b, 9c) zugewandten Seite mit einer kegeligen oder abgerundeten Fase (10b, 10c) versehen ist (Fig. 3, 4).
  5. 5. Kupplung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentrierkegel (9) durch eine Feder (51) in Richtung auf die Zentrierbohrung (10) vorgespannt ist (Fig. 6).
  6. 6. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Drehmoment-Übertragungskörper Kugeln (2, 2d) dienen (Fig. 1, 5).
  7. 7. Kupplung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln (2) in axialen Bohrungen (3) eines Bundes (7) des einen Elementes (1) untergebracht sind (Fig. 1).
  8. 8. Kupplung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln im eingekuppelten Zustand in kegelige Senkungen (12) in einem Flansch (13) des anderen Elementes (11) eingreifen (Fig. 1).
  9. 9. Kupplung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur selbsttätigen Einstellung des dem anderen Element (11) angemessenen Grenzdrehmomentes der Senkwinkel oder die Tiefe der Senkungen (12) je nach Element (11) variabel ist bei unveränderter Federvorspannung (5).
  10. 10. Kupplung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln (2) durch Verengungen (4) der Bohrungen (3) gegen Herausfallen im entkuppelten Zustand gesichert sind (Fig. 1).
  11. 11. Kupplung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln (2d) in eine zu dem anderen Element (11d) hin offene Ausnehmung (3d) eines einen Bund eines Elementes (1d) umgebenden Kupplungsringes (41) eingelegt sind (Fig. 5).
  12. 12. Kupplung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln (2d) durch einen eingezogenen Flansch (4d) des Kupplungsringes (41) am Herausfallen im entkuppelten Zustand gehindert sind (Fig. 5).
  13. 13. Kupplung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln (2d) in einer radial gerichteten Verzahnung (42) am Bund (7d) eingreifen (Fig. 5).
  14. 14. Kupplung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln im eingekuppelten Zustand in eine axial gerichtete Verzahnung (12d) am anderen Element (11d) eingreifen (Fig. 5).
  15. 15. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Drehmoment-Übertragungskörper prismatische Körper (2a) dienen (Fig. 2).
  16. 16. Kupplung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die prismatischen Körper (2a) in prismatischen Ausnehmungen (3a) eines Bundes (7a) des einen Elementes (1a) untergebracht sind (Fig. 2).
  17. 17. Kupplung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die prismatischen Körper (2a) im eingekuppelten Zustand in prismatische Ausnehmungen (12a) eines Flansches (13a) des zweiten Elementes (11a) eingreifen (Fig. 2).
  18. 18. Kupplung nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die prismatischen Körper (2a) durch Verengungen (4a) des Bundes (7a) gegen Herausfallen im entkuppelten Zustand gesichert sind (Fig. 2).
  19. 19. Kupplung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Drehmoment-Übertragungskörper Stifte (2b, 2c, 2e) dienen, die an der Eingriffseite kegelig sind (Fig. 3, 4. 7).
  20. 20. Kupplung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (2b, 2c, 2e) in Bohrungen (3b, 3c, 3e) entsprechender Teile (19, 31, 1e) untergebracht sind (Fig. 3, 4, 7).
  21. 21. Kupplung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (2b) durch rückwärtige Flansche (20) gegen Herausfallen im entkuppelten Zustand gesichert sind (Fig. 3).
  22. 22. Kupplung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (2c) durch eingepreßte Ringe (4c) gegen Heraus fallen im entkuppelten Zustand gesichert sind (Fig. 4).
  23. 23. Kupplung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (2e) in Lagern (61) gelagert und gegen Herausfallen im entkuppelten Zustand durch Verengungen (4e) der Bohrungen (3e) gesichert sind (Fig. 7).
  24. 24. Kupplung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (2e) in eine flache radial gerichtete Verzahnung (12e) des anderen Elementes (11e) eingreifen und zum Entkuppeln durch radiale Biegung aus der Verzahnung (12e) ausrasten (Fig. 2).
  25. 25. Kupplung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu den Drehmoment-Übertragungskörpern eigene Körper (14, 33) zum Auslösen bei Erreichen des maximalen Drehmomentes vorgesehen sind (Fig. 3, 4).
  26. 26. Kupplung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Körper (14) durch Federn (16) in Richtung des kuppelnden Eingriffs vorgespannt sind (Fig. 3).
  27. 27. Kupplung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Körper (14) Walzenform haben und in Längsnuten (17) eines einen Zentrierkegel (9b) nach außen fortsetzenden Ringes (19) angeordnet sind (Fig. 3).
  28. 28. Kupplung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die walzenförmigen Körper (14) in Ausnehmungen (18) eines den Ring (19) konzentrisch umgebenden Bundes (7b) des ersten Elementes (1b) liegen (Fig. 3).
  29. 29. Kupplung nach einem der Ansprüche 25 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn (16) über Stempel (15) an den walzenförmigen Körpern (14) angreifen (Fig. 3).
  30. 30. Kupplung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Körper Kugeln (33) sind (Fig. 4).
  31. 31. Kupplung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln (33) in kegelige Ansenkungen (32) in einer Scheibe (6c), die als Gegenlager für ein Federpaket (5) dient, sowie einem Zwischenring (31), der die Drehmoment-Übertragungskörper (2c) aufnimmt, eingreifen (Fig. 4).
  32. 32. Einbau einer Kupplung (K) nach einem der Ansprüche 1 bis 31, mit je einer Hälfte in einem Grundgerät (G) und einem Arbeitsgerät (A), welche Geräte (G, A) durch am Grundgerät (G) angebrachte Stangen (St), die in Nuten (N) am Arbeitsgerät (A) eingreifen, verbunden sind (Fig. 9).
  33. 33. Kupplung im Einbau nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß sie radial allseits abgefedert ist (Fig. 10).
  34. 34. Kupplung nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch eine Mehrzahl von - vorzugsweise vier - radial wirkenden Federn (F) radial abgefedert ist (Fig. 10).
  35. 35. Kupplung nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch Elastomerkörper (E) radial abgefedert ist (Fig. 11).






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