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Dokumentenidentifikation DE69102454T2 10.11.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0445835
Titel Verfahren und Apparat zum Kontrollieren von einer Funktion zum Erfassen von mehrfachen Blättern.
Anmelder Komori Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Yamauchi, Makoto, c/o Toride Plant, Toride-shi, Ibaraki, JP;
Kurata, Yoshiaki, c/o Toride Plant, Toride-shi, Ibaraki, JP;
Ichinose, Tadashi, c/o Toride Plant, Toride-shi, Ibaraki, JP
Vertreter Kahler, K., Dipl.-Ing., 87719 Mindelheim; Käck, J., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., 86899 Landsberg; Fiener, J., 87719 Mindelheim; Sturm, H., Dr. phil., Pat.-Anwälte, 81667 München
DE-Aktenzeichen 69102454
Vertragsstaaten AT, CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 08.03.1991
EP-Aktenzeichen 911035806
EP-Offenlegungsdatum 11.09.1991
EP date of grant 15.06.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.11.1994
IPC-Hauptklasse B65H 7/12
IPC-Nebenklasse B65H 7/14   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und einen Apparat zur Steuerung des Benutzungs- oder Nichtbenutzungszustandes einer Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion.

Ein Mehrfachblatt-Detektor wird zur Durchführung der Mehrfachblatt-Erfassung verwendet, wenn Blätter (Papierbögen) einer herkömmlichen Bogenmaschine zugeführt werden.

Genauer gesagt, wenn ein Bogen von einem Bogenanleger einer Bogenmaschine (nachfolgend Druckerpresse genannt) zugeführt wird, wird eine Vorderkante eines Blattes mit einem Stopper in Kontakt gebracht, der Frontmeßeinrichtung genannt wird und am abliegenden Endabschnitt einer Stapelplatte an der Seite der Druckerpresse angeordnet ist, und dann wird das Blatt zur Druckerpresse gefördert. In diesem Fall ist zur Verhinderung einer gleichzeitigen Zufuhr von zwei oder mehr Blättern ein Licht aussendendes Element an der Unterseite der Stapelplatte neben der Frontmeßeinrichtung angeordnet, ist ein Durchgangsloch an einem vorbestimmten Abschnitt der Stapelplatte gegenüber einem Licht aussendenden Abschnitt des Licht aussendenden Elementes ausgebildet, und ist ein Licht empfangendes Element auf der Oberseite des Einlegetisches an einer Position gegenüber diesem Durchgangsloch angeordnet. Insbesondere wird von dem Licht aussendenden Element ausgesandtes Licht in einer Dickenrichtung eines zuzuführenden Blattes projiziert, durch das Blatt hindurch übertragenes Licht wird von dem Licht empfangenden Element empfangen, und ein Ausgang von dem Licht empfangenden Element wird in ein elektrisches Signal umgewandelt. Ein Ausgangspegel, der einem von dem elektrischen Signal dargestellten Lichtbetrag entspricht, wird mit einem vorbestimmten Unterscheidungspegel verglichen und dadurch eine Mehrfachblatt-Erfassung auf der Basis eines Vergleichsergebnisses durchgeführt.

In einem derartigen Mehrfachblatt-Detektor, wie er in der GB-A-2 194 040 offenbart ist, die dem Oberbegriff von Anspruch 1 und 4 entspricht, kann die Benutzung oder Nichtbenutzung einer Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion für Blätter bei einem Arbeitsgang mit einem Schalter oder dergleichen geschaltet werden. Insbesondere ist es oft erwünscht, je nach Blattypen und Druckbedingungen das Drucken ohne Benutzung der Mehrfachblatt- Erfassung durchzuführen. Um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, kann die Benutzung oder Nichtbenutzung der Mehrfachblatt- Erfassung geschaltet werden.

Wenn jedoch bei einem herkömmlichen Mehrfachblatt-Detektor die Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion bei vorausgehendem Drucken auf einen Nichtbenutzungszustand eingestellt wird und eine Bedienperson vergißt, die Funktion auf den Benutzungszustand umzuschalten, kann die nächste Bedienperson oft vergessen, den Benutzungszustand der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion beim gegenwärtigen Drucken einzustellen.

Wenn die Bedienperson vergißt, die Benutzung der Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion einzustellen und das Drucken beginnt, kann die Mehrfachblatt-Erfassung nicht durchgeführt und eine Mehrfachblatt-Zufuhr nicht verhindert werden, obwohl die Mehrfachblatt-Zufuhr von der Standard-Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion erfaßt werden kann.

Wenn die Bedienperson vergißt, die Benutzung der Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion einzustellen und das Drucken beginnt, wird kein Alarm bei der Zufuhr von zwei oder mehr Blättern erzeugt, obwohl die Mehrfachblatt-Zufuhr von der Standard-Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion erfaßt werden kann. Daher verzögert sich eine Gegenmaßnahme gegen die Mehrfachblatt-Zufuhr, da die Bedienperson nicht von dieser Mehrfachblatt-Zufuhr in Kenntnis gesetzt wird.

Die Zufuhr von zwei oder mehr Bögen beim Druckvorgang ist eines der Hauptübel. Wenn dieser Mißstand auftritt, kann man keine normalen Druckerzeugnisse erhalten, oder das Drucken wird unterbrochen, wodurch sich der Druckvorgang verzögert. Wenn das Drucken weitergeht, während die Bedienperson nicht bemerkt, daß die Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion nicht eingestellt ist, können Leerblätter unter die Druckprodukte gemischt werden oder in der Druckerpresse selbst ein Fehler auftreten. Dies kann zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Reklamation wegen fehlerhafter Liefererzeugnisse führen.

Wesen der Erfindung

Es ist die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und einen Apparat zur Steuerung der Benutzung oder Nichtbenutzung einer Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion zu schaffen und so zu verhindern, daß aufgrund von Einstellfehlern zwei oder mehr Blätter zugeführt werden.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und einen Apparat zu schaffen, die das durch Einstellfehler verursachte Vorkommen einer Zufuhr von zwei oder Blättern bewältigen können.

Es ist noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und einen Apparat zu schaffen, die eine Belastung einer Bedienperson vermindern und menschliche Einstellfehler ausschalten können.

Die obigen Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden gelöst mit einem Verfahren gemäß dem Anspruch 1.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird auch ein Apparat gemäß Anspruch 4 geschaffen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bestimmt, ob eine Zufuhr von zwei oder mehr Blättern von einer Standard-Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion unterschieden werden kann. Wenn entschieden wird, daß eine derartige Zufuhr von der Standard-Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion erfaßt werden kann, wird die Benutzungs- oder Nichtbenutzungsfunktion der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion überprüft. Ist die Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion auf den Nichtbenutzungszustand eingestellt, wird ein Alarm erzeugt oder die Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion automatisch in den Benutzungszustand versetzt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bestimmt, ob eine Zufuhr von zwei oder mehr Bögen von einer Standard-Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion unterschieden werden kann. Falls entschieden wird, daß eine derartige Zufuhr von der Standard-Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion erfaßt werden kann, wird die Benutzung oder Nichtbenutzung der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion überprüft. Ist die Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion auf den Nichtbenutzungszustand eingestellt, wird bei Mehrfachblatt- Erfassung ein Alarm erzeugt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bestimmt, ob eine Zufuhr von zwei oder mehr Bögen von einer Standard-Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion unterschieden werden kann. Falls entschieden wird, daß eine derartige Zufuhr von der Standard-Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion erfaßt werden kann, wird die Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion automatisch auf den Benutzungszustand eingestellt. Wird entschieden, daß einer derartige Zufuhr von der Standard-Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion nicht erfaßt werden kann, wird die Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion in den Nichtbenutzungszustand versetzt.

Wenn gemäß der vorliegenden Erfindung entschieden wird, daß eine Mehrfachblatt-Erfassung von der Standard-Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion durchgeführt werden kann, falls die Mehrfachblatt-Förderfunktion nicht auf den Benutzungszustand eingestellt ist, d. h. falls die Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion auf den Nichtbenutzungszustand eingestellt ist, wird automatisch ein Einstellversäumnis der Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion gemeldet.

Wenn gemäß der vorliegenden Erfindung entschieden wird, daß eine Mehrfachblatt-Erfassung von der Standard-Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion durchgeführt werden kann, falls die Mehrfachblatt-Förderfunktion nicht auf den Benutzungszustand eingestellt ist, d. h., falls die Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion auf den Nichtbenutzungszustand eingestellt ist, werden bei Mehrfachblatt-Erfassung die Zufuhr von zwei oder mehr Blättern und ein Einstellversäumnis der Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion automatisch gemeldet.

Wenn gemäß der vorliegenden Erfindung entschieden wird, daß eine Mehrfachblatt-Erfassung von der Standard-Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion durchgeführt werden kann, wird die Mehrfachblatt-Förderfunktion automatisch in den Benutzungszustand versetzt. Andernfalls wird die Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion automatisch in den Nichtbenutzungszustand versetzt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist ein Blockdiagramm und zeigt einen Apparat, der die vorliegende Erfindung einsetzt;

Fig. 2 ist ein Flußdiagramm zur Darstellung der Verarbeitung der zentralen Verarbeitungseinheit CPU dieses Apparates gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und

Fig. 3 ist ein Flußdiagramm zur Darstellung der CPU- Verarbeitung dieses Apparates gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Nachfolgend werden ein Verfahren und ein Apparat zur Steuerung des Benutzungs- oder Nichtbenutzungszustandes einer Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion gemäß der vorliegenden Erfindung näher beschrieben.

Fig. 1 zeigt eine Systemanordnung des Apparates, der die vorliegende Erfindung einsetzt. Bezugnehmend auf Fig. 1 bezeichnet das Bezugszeichen 1 ein Licht aussendendes Element; 2 ein Licht empfangendes Element; 3 einen Verstärker zum Verstärken eines elektrischen Ausgangssignals (Analogsignals), das einem von dem Licht empfangenden Element 2 ausgehenden Lichtempfangswert entspricht; 4 einen A/D-Wandler zum Umwandeln des über den Verstärker 3 gelieferten verstärkten elektrischen Signales in ein Digitalsignal und Ausgeben des Digitalsignals als Ausgangspegel Vein an einen Mikroprozessor (nachfolgend CPU genannt) 5; 6 einen D/A-Wandler zum Umwandeln eines von der CPU 5 ausgegebenen Steuerpegels (Digitalsignals) Vaus in ein Analogsignal; und 7 einen Verstärker zum Verstärken des von dem D/A-Wandler 6 ausgegebenen Analogsignals in ein Stromsignal und Zuführen des Stromsignals an das Licht aussendende Element 1.

Die CPU 5 ist verbunden mit Tasten 8, mit denen eine Bedienperson Befehle eingibt, einem Erfassungstaktgeber 9 zum Erzeugen einer Blatt-Erfassungszeitzählung, einem Monitor 10, um die Bedienperson vom Verarbeiten von Information der CPU 5 zu unterrichten, und einem Alarmgerät 14 zur Meldung eines Einstellversäumnisses der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion. Die CPU 5, ein Nur-Lese-Speicher ROM 11 zum Speichern von Programmen zur Betätigung der CPU 5 und ein Speicher mit beliebigem Zugriff RAM 12 zum Durchführen der Speicherung und Ausgeben verschiedener Arten von Informationen bilden einen zentralen Verarbeitungssektor.

Das Licht aussendende Element 1 und das Licht empfangende Element 2 sind so an der Frontmeßeinrichtung der Stapelplatte einer Druckerpresse (nicht dargestellt) angeordnet, daß ein Blatt (Bogen) 13 dazwischengelegt werden kann, wie beim Stand der Technik beschrieben.

Fig. 2 zeigt die Wirkungsweise der CPU 5 gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Verarbeitungsabläufe werden mit Bezug auf das Flußdiagramm von Fig. 2 erläutert.

Bei Strom-EIN-Betrieb wird ein Blatt 13 der Frontmeßeinrichtung zugeführt und zu einem Abschnitt zwischen dem Licht aussendenden Element 1 und dem Licht empfangenden Element 2 weitertransportiert. Wenn über die Tasten 8 oder den Gleichrichtungstaktgeber 9 ein "Daten einholen"-Befehl eingespeist wird, holt die CPU 5 die Eingabedaten ein, die den Papiertyp und die Papierqualität darstellen (Schritt 201). Auf der Grundlage der eingeholten Daten wird eine rechnerische Verarbeitung durchgeführt, um Referenzdaten (Doppelblatt-Daten) zur Durchführung der Mehrfachblatt-Erfassung (nachfolgend Doppelblatt-Erfassung genannt) zu erhalten, damit bestimmt werden kann, ob die Doppelblatt-Daten eingestellt werden können (Schritt 202). Insbesondere wird in Schritt 202 bestimmt, ob eine Doppelblatt-Erfassung der Blätter 13 von der Standard- Doppelblatt-Erfassungsfunktion durchgeführt werden kann. Falls JA in Schritt 202, d. h. falls festgestellt wird, daß Doppelblatt-Daten eingestellt werden können, werden die sich ergebenden Doppelblatt-Daten automatisch eingestellt (Schritt 203). Das Einholen von dem Papiertyp und der Papierqualität entsprechenden Daten in Schritt 201 und das rechnerische Verarbeiten von Doppelblatt-Daten in Schritt 202 entspricht einem Vorgang, bei dem "man einen optimalen Wert Vod des Steuerpegels Vout und einen optimalen Wert VL des Unterscheidungspegels in Übereinstimmung mit der Papierqualität auf der Basis des Ausgangspegels Vout erhält, der durch Verwendung des Steuerpegels Vout als definierter Pegelwert Vos erhalten wird", wie in der japanischen Patentanmeldung 63-333505 vom 29. Dezember 1988 derselben Anmelderin offenbart.

Nach dem automatischen Einstellen der Doppelblatt-Daten in Schritt 203 wird die Benutzung oder Nichtbenutzung der Blatt- Erfassungsfunktion überprüft (Schritt 204). Die Benutzung oder Nichtbenutzung der Doppelblatt-Erfassungsfunktion wird der CPU 5 von der Bedienperson über die Tasten 8 als Befehl zugeführt. Wird die Doppelblatt-Erfassungsfunktion in den Benutzungszustand versetzt, d. h. in einen EIN-Zustand, erfolgt eine normale Doppelblatt-Erfassungsverarbeitung auf der Basis der in Schritt 203 (Schritt 206) automatisch eingestellten Doppelblatt- Daten. Ist im Gegensatz dazu die Doppelblatt-Erfassungsfunktion in den Nichtbenutzungszustand versetzt, d. h. in einen AUS- Zustand, wird das Alarmgerät 14 betätigt, um ein Einstellversäumnis der Doppelblatt-Erfassungsfunktion zu melden (Schritt 205).

Gemäß des Mehrfachblatt-Erfassungsapparates dieser Ausführungsform wird der Bedienperson automatisch ein Einstellversäumnis der Doppelblatt-Erfassungsfunktion gemeldet, wenn beim Einholen der Daten, die den Papiertyp und die Papierqualität der Blätter 13 darstellen, festgestellt wird, daß ein Mehrfachblatt-Zustand von der Standard-Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion unterschieden werden kann, wenn die Doppelblatt-Erfassungsfunktion nicht auf den EIN-Zustand eingestellt ist, d. h. wenn die Doppelblatt-Erfassungsfunktion auf den AUS-Zustand eingestellt ist. Daher kann eine gleichzeitige Zufuhr von zwei Blättern (Bögen) im voraus verhindert werden, eine durch einen Bedienungsfehler verursachte Verzögerung im Druckablauf auf ein Minimum herabgesetzt werden und Reklamationen wegen fehlerhaft ausgelieferter Erzeugnisse ausgeschaltet werden.

Fig. 3 zeigt die Verarbeitung der CPU 5 gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. In diesem Fall wird ein Blatt 13 bei Strom-EIN-Betrieb einem Abschnitt zwischen dem Licht aussendenden Element 1 und einem Licht empfangenden Element 2 zugeführt. Wenn über die Tasten 8 oder den Erfassungstaktgeber 9 ein "Daten einholen"-Befehl eingegeben wird, holt die CPU 5 die Daten ein, die den Typ und die Qualität des Blattes 13 darstellen. Es wird eine Rechenoperation durchgeführt, um auf der Grundlage der eingeholten Daten Doppelblatt-Daten zur Bestimmung zu erhalten, ob die Doppelblatt-Daten eingestellt werden können. Genauer gesagt, es wird bestimmt, ob ein Doppelblatt-Zustand der Blätter 13 von der Standard-Doppelblatt-Erfassungsfunktion unterschieden werden kann. Falls JA, werden die erhaltenen Doppelblatt-Daten automatisch eingestellt (Schritt 303).

Wenn die Doppelblatt-Daten in Schritt 303 automatisch eingestellt sind, wird die Benutzung oder Nichtbenutzung der Doppelblatt-Erfassungsfunktion überprüft (Schritt 304). Die Überprüfung der Benutzung oder Nichtbenutzung der Doppelblatt- Erfassungsfunktion wird bei Zufuhr jedes Blattes 13 wiederholt.

Ist die Doppelblatt-Erfassungsfunktion auf den EIN-Zustand eingestellt, geht der Fluß weiter zur Doppelblatt- Erfassungsverarbeitung (Schritt 306), um den aktuellen Papier- Förderzustand zu überprüfen (Schritt 307). Wird eine Doppelblatt-Zufuhr entdeckt, geht der Fluß weiter zu Schritt 308, um das Drucken durch Entkuppelung der Zylinder zu stoppen. Der Doppelpapier-Förderzustand wird zur Mitteilung an die Bedienperson auf dem Monitor 10 angezeigt. Ist im Gegensatz dazu die Doppelblatt-Erfassung auf den AUS-Zustand eingestellt, wird die Doppelblatt-Erfassungsgrundfunktion benützt, um den aktuellen Papier-Förderzustand zu überprüfen (Schritt 309). Wird ein Doppelblatt-Förderzustand entdeckt, geht der Fluß weiter zu Schritt 310. Der Doppelblatt-Förderzustand wird auf dem Monitor 10 angezeigt. Gleichzeitig wird das Einstellversäumnis der Doppelblatt-Erfassungsfunktion durch Betätigung des Alarmgerätes 14 gemeldet.

Bei dem Doppelpapier-Erfassungsapparat dieser Ausführungsform werden die Daten eingeholt, die den Typ und die Qualität des Blattes 13 darstellen. Wenn festgestellt wird, daß eine Doppelblatt-Zufuhr von der Standard-Doppelblatt- Erfassungsfunktion unterschieden werden kann und wenn die Doppelblatt-Erfassungsfunktion nicht in den EIN-Zustand versetzt ist, d. h. wenn die Doppelblatt-Erfassungsfunktion auf den AUS- Zustand eingestellt ist, können die Doppelblatt-Zufuhr und das Einstellversäumnis der Doppelblatt-Erfassungsfunktion bei Doppelblatt-Erfassung unter Verwendung der Doppelblatt- Erfassungsgrundfunktion automatisch der Bedienperson gemeldet werden. Doppelblatt-Zufuhr und Einstellversäumnis der Doppelblatt-Erfassungsfunktion können gleichzeitig und auf der Stelle korrigiert werden. Es können gleichmäßiges Drucken und eine Abnahme der Belastung der Bedienperson erreicht werden. Eine durch die Bedienungsfehler verursachte Verzögerung im Druckablauf kann unterdrückt werden, und Reklamationen wegen fehlerhaft gelieferter Erzeugnisse können ebenfalls ausgeschaltet werden.

Bei allen oben beschriebenen Ausführungsformen wird automatisch bestimmt, ob Doppelblatt-Daten eingestellt werden können. Aus diesem Grund kann als noch eine weitere Ausführungsform bei Verwendung eines Bogens, bei dem das Einstellen von Doppelblatt- Daten möglich ist, die Doppelblatt-Erfassungsfunktion automatisch in den EIN-Zustand versetzt werden. Andernfalls kann die Doppelblatt-Erfassungsfunktion automatisch in den AUS- Zustand versetzt werden. Die Bedienperson kann frei von Arbeiten sein, die mit dem Einstellen der Doppelblatt-Erfassungsfunktion zu tun haben. Insbesondere brauchen Benutzung oder Nichtbenutzung der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion zum Zeitpunkt der Papierzufuhr nicht manuell eingestellt werden. Daraus ergibt sich, daß ein durch menschliche Einstellfehler verursachtes Weglassen der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion beseitigt werden kann.

In jeder oben beschriebenen Ausführungsform wird die Mehrfachblatt-Erfassung bei den einer Druckerpresse zuzuführenden Blättern durchgeführt. Die vorliegende Erfindung ist jedoch auf verschiedene Maschinentypen anwendbar, die eine Mehrfachblatt-Erfassung erfordern.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird, wie oben beschrieben, ein Einstellversäumnis der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion automatisch gemeldet, wenn festgestellt wird, daß die Doppelblatt-Zufuhr von der Standard-Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion erfaßt werden kann und wenn die Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion nicht in den Benutzungszustand versetzt ist, d. h. die Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion auf den Nichtbenutzungszustand eingestellt ist. Eine Mehrfachblatt- Zufuhr kann verhindert werden, eine durch Bedienungsfehler verursachte Verzögerung im Druckablauf kann auf ein Minimum beschränkt werden, und Reklamationen wegen fehlerhafter Liefererzeugnisse können ausgeschaltet werden.

Gemäß der vorliegenden Erfindung werden, wie oben beschrieben, Mehrfachblatt-Zufuhr und ein Einstellversäumnis der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion bei einer Mehrfachblatt- Erfassung automatisch der Bedienperson gemeldet, wenn festgestellt wird, daß eine Doppelblatt-Zufuhr von der Standard- Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion erfaßt werden kann und wenn die Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion nicht in den Benutzungszustand versetzt ist, d. h. die Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion auf den Nichtbenutzungszustand eingestellt ist. Mehrfachblatt-Zufuhr und Einstellversäumnis der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion können gleichzeitig und auf der Stelle korrigiert werden und gleichmäßiges Drucken und eine Abnahme der Belastung der Bedienperson erreicht werden. Eine durch Bedienungsfehler beim Einstellen der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion verursachte Verzögerung im Druckablauf kann auf ein Minimum beschränkt werden, und Reklamationen wegen fehlerhafter Liefererzeugnisse können ausgeschaltet werden.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion automatisch in den Benutzungszustand versetzt, wenn festgestellt wird, daß eine Mehrfachblatt-Zufuhr von der Standard-Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion erfaßt werden kann. Andernfalls wird die Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion automatisch auf den Nichtbenutzungszustand eingestellt. Die Benutzung oder Nichtbenutzung der Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion braucht nicht manuell verändert werden, und ein durch einen menschlichen Fehler verursachtes Einstellversäumnis der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion kann beseitigt werden.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Steuerung des Benutzungs- oder Nichtbenutzungszustands einer Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion, umfassend das Einstellen der Benutzung oder Nichtbenutzung der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion und gekennzeichnet durch:

- Einholen von Blattdaten von dem ersten Blatt, das zugeführt wird;

- Bestimmen auf der Grundlage der eingeholten Blattdaten, ob eine Mehrfachblatt-Zufuhr von der Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion unterschieden werden kann;

- Überprüfen des Benutzungs- oder Nichtbenutzungszustands der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion, wenn eine Mehrfachblatt-Zufuhr unterschieden werden kann; und wenn das Überprüfungsergebnis den Nichtbenutzungszustand ergibt:

- automatisches Einstellen des Benutzungszustands der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion oder Erzeugen eines Alarms sofort oder nur, wenn eine Mehrfachblatt-Zufuhr erfaßt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, worin der Schritt "Bestimmen" den Schritt "Berechnen von Referenzdaten" auf der Grundlage der eingeholten Blattdaten und "Unterscheiden" auf der Grundlage der Referenzdaten umfaßt, ob eine Mehrfachblatt- Zufuhr unterschieden werden kann.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, worin die Blattdaten der Papiertyp und/oder die Papierqualität sind.

4. Apparat zum Steuern des Benutzungs- oder Nichtbenutzungszustands einer Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion mit Einrichtungen (8) zum Einstellen der Benutzung oder Nichtbenutzung der Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion und gekennzeichnet durch:

- eine Einrichtung zum Einholen von Blattdaten von dem ersten Blatt, das zugeführt wird;

- eine Einrichtung zum Bestimmen auf der Grundlage der eingeholten Blattdaten, ob eine Mehrfachblatt-Zufuhr von der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion unterschieden werden kann;

- eine Einrichtung zum Überprüfen des Benutzungs- oder Nichtbenutzungszustands der Mehrfachblatt- Erfassungsfunktion, wenn eine Mehrfachblatt-Zufuhr unterschieden werden kann; und

- eine Einrichtung zum automatischen Einstellen des Benutzungszustandes der Mehrfachblatt-Erfassungsfunktion oder zum Erzeugen eines Alarms sofort oder nur, wenn eine Mehrfachblatt-Zufuhr erfaßt wird, wenn das Überprüfungsergebnis den Nichtbenutzungszustand ergibt.

5. Apparat nach Anspruch 4, worin die Einrichtung zum Bestimmen Referenzdaten auf der Grundlage der eingeholten Blattdaten errechnet und auf der Grundlage der Referenzdaten unterscheidet, ob eine Mehrfachblatt-Zufuhr unterschieden werden kann.

6. Apparat nach Anspruch 5, weiter aufweisend eine automatische Einstellvorrichtung zum automatischen Einstellen der errechneten Referenzdaten.

7. Apparat nach einem der Ansprüche 4 bis 6, weiter aufweisend ein Licht aussendendes Element (1) und ein Licht empfangendes Element (2), die so an einer Frontmeßeinrichtung einer Stapelplatte angeordnet sind, daß ein Blatt (13) dazwischengelegt werden kann.







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