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Dokumentenidentifikation DE3827677C2 17.11.1994
Titel Abreißgerät für Hopfenreben
Anmelder Soller, Josef, 85290 Geisenfeld, DE;
Soller, Anton, 84048 Mainburg, DE
Erfinder Soller, Josef, 85290 Geisenfeld, DE;
Soller, Anton, 84048 Mainburg, DE
Vertreter Glöser, O., Pat.-Anw., 85107 Baar-Ebenhausen
DE-Anmeldedatum 16.08.1988
DE-Aktenzeichen 3827677
Offenlegungstag 22.02.1990
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 17.11.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.11.1994
Addition 39165078
IPC-Hauptklasse A01D 46/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Abreißgerät für Hopfenreben, das seitlich an einem einen Ladewagen ziehenden Schlepper vorgesehen ist und aus einer die Hopfenreben von den Wurzelstöcken trennende Abschneidevorrichtung, einer Längstransportvorrichtung für die abgeschnittenen Hopfenreben zum Ladewagen und einer Quertransportvorrichtung für die unteren Rebenenden besteht, wobei die Quertransportvorrichtung von einer gegenüber dem Längstransport langsamer laufenden, in der Quertransportebene liegenden, einer Riemenscheibe ähnelnden Scheibe und von einem diese etwa zur Hälfte umgebenden bandförmigen und angetriebenen sowie mit Rollen umgelenkten Gegendruckmittel gebildet ist, wobei sowohl die Scheibe als auch das Gegendruckmittel in Längs- bzw. Umlaufrichtung ineinanderfassende Profile besitzen, die zwischen sich die quer zur Transportrichtung liegenden Reben- und ihre Steigdrahtenden verformend festlegen.

Bei Abreißgeräten für Hopfenreben hat es sich gezeigt, daß es entscheidend darauf ankommt, nicht nur die abgeschnittenen Rebenenden, sondern auch die Steigdrahtenden so festzuhalten, daß ein Abreißen der Reben und der Steigdrähte von den oben vorgesehenen Spanndrähten mit Sicherheit erfolgt. Geschieht dies nicht, muß von Hand nachgearbeitet werden, was heute nicht mehr tragbar ist.

Ursprünglich hat man als Gegendruckmittel mehrere Keilriemen verwendet, welche die abgeschnittenen Reben- und Steigdrahtenden gegen die mehr oder weniger glatte Fläche der Scheibe gedrückt haben, so daß durch den Quertransport, durch den langsameren Lauf der Scheibe und durch die Fahrbewegung Zugkräfte wirksam wurden, die aber meistens nicht ausgereicht haben, das Abreißen zu bewirken.

Durch die DE 84 19 960 U1 ist ein Gerät bekannt geworden, bei dem die Scheibe selbst oder auf einem aufgezogenen, beispielsweise zähelastischen Ring einen, zwei oder mehrere, im Querschnitt z. B. trapezförmige Wülste aufweist und das als elastisches Band ausgebildete Gegendruckmittel mit Wülsten in die wulstfreien Zonen der Scheibe eingreift, wodurch die Reben- und Steigdrahtenden etwa wellenförmig oder zahnartig verformt werden. Dieses Gerät hat sich in der Praxis als recht brauchbar erwiesen, jedoch ist nicht auszuschließen, daß insbesondere bei krankhaften und/oder schwachen Reben letztere über den Profilen abreißen und die gesamte Zugkraft allein auf den zwischen den Rebenresten liegenden Steigdraht einwirkt und diesen aus der Profilverzahnung herauszieht, ohne daß ein Abreißen vom Spanndraht erfolgt ist.

In der DE 24 05 805 A1 ist eine Klemm- und Transportvorrichtung bei Erntemaschinen, insbesondere für Hopfen, beschrieben, die für das Erfassen der abgeschnittenen Reben und Steigdrähte zwei Ketten aufweist, die endlos und derart geführt sowie angetrieben sind, daß sie zwischen parallel zueinander laufenden Kettentrümern einen Spalt bilden, der die abgeschnittenen Enden aufnimmt und weitertransportiert. Mit dieser bekannten Bauart läßt sich aber ein sicheres Klemmen der Steigdrähte und der Reben bzw. ihrer Enden nicht erreichen, da gewissermaßen nur eine Punktklemmung vorliegt, die nicht ausreicht, um die Enden mit einer solchen Kraft festzuhalten, daß zuverlässig ein Abreißen des Reben-Drahtstranges vom Spanndraht erfolgt. Die zuvor erwähnten Nachteile lassen sich daher mit dieser Vorrichtung nicht beseitigen, nicht zuletzt deshalb, weil die bevorzugt zur Anwendung kommenden Rundstahl- Gliederketten die Punktklemmung ungünstig beeinflussen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher darin zu sehen, ein Abreißgerät für Hopfenreben zu schaffen, dessen Haltekräfte für die Rebenenden und insbesondere für die Steigdrahtenden so groß sind, daß selbst bei ungünstigen Verhältnissen, insbesondere bei krankhaften oder sonstwie geschwächten, z. B. brüchigen Reben ein Abreißen der Reben und vor allem der Steigdrähte von den Spanndrähten gesichert ist.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die Maßnahme gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1. Durch das weitere Gegendruckmittel unterhalb des Profils der Scheibe ergibt sich eine zusätzliche Haltekraft, die eine Gewähr dafür bietet, daß ein Herausrutschen der Spanndrahtenden aus dem Quertransport ausgeschlossen erscheint. Diese hervorragende Wirkung ist vor allem darauf zurückzuführen, daß das zusätzliche, in einer weiteren Nut der Scheibe laufende Gegendruckmittel wegen seiner Querfestigkeit die pflanzlichen Bestandteile des Reben-Drahtstranges zerstört, so daß das Gegendruckmittel die Steigdrahtenden unmittelbar gegen die Stützflächen der Scheibennut preßt und sicher festhält, was die Profilierung der Scheibe mit dem ersten Gegendruckmittel nicht zu leisten vermag. Für das Festhalten der Rebenenden ist das erste Gegendruckmittel ohne weiteres ausreichend, so daß, wie schon angedeutet, die erfindungsgemäße Ausführung allen Ansprüchen zum Abreißen der Hopfenreben und der Steigdrähte von den Spanndrähten gewachsen ist, was vor allem darauf beruht, daß im vorteilhaften Gegensatz zu den bekannten Ausführungen zwei Gegendruckmittel mit unterschiedlichen Eigenschaften miteinander kombiniert werden.

Ein besonders wirkungsvolles Festklemmen der Spanndrahtenden ist dann gegeben, wenn man nach Anspruch 2 vorgeht. Die bevorzugte Paketausführung verbürgt gewissermaßen einen großflächigen "Angriff" auf den Spanndraht, was sich auf die Haltekraft günstig auswirkt.

Um zu vermeiden, daß das weitere Gegendruckmittel, also eine Kette zum Kippen neigt, wird vorgeschlagen, sich der Lehre nach Anspruch 3 zu bedienen. Eine breitere Kette ist mit einem Riemen zu vergleichen, von dem keine Kippmomente ausgehen.

Alternativen für eine Kette als weiteres Gegendruckmittel ergeben sich aus den Ansprüchen 4, 5 und 6. Dabei geben die Ausführungen nach den Ansprüchen 4 und 5 Mittel an, die ein Aufdrallen eines Seiles zu verhindern vermögen. Einmal ist dies im Gegendrall zu sehen und zum anderen bietet eine Stabilisierung, die radial nach außen in eine Umhüllung übergehen kann, eine Verfestigung, die ein reibungsloses Arbeiten des Quertransportes ermöglicht. Die Stahlbandausführung wiederum ähnelt einem Riementrieb, der jedoch durch seine Festigkeit die Steigdrahtenden so in die "Zange" nimmt, daß ein Herausrutschen ausgeschlossen erscheint.

Bei eckigen Querschnittsformen des zusätzlichen Gegendruckmittels empfiehlt es sich, die Lehre nach Anspruch 7 zur Anwendung zu bringen. Diese Bauart gewährleistet ein sicheres Festhalten der Steigdrahtenden, ohne eine Abschergefahr heraufzubeschwören, die ein sicheres Abreißen der Steigdrähte in Frage stellen würde.

Damit das weitere oder zusätzliche Gegendruckmittel auch verläßlich umläuft, wird empfohlen, sich der Maßnahme nach Anspruch 8 zu bedienen.

Um die vorteilhafte Wirkung eines zusätzlichen Gegendruckmittels als Seil noch weiter zu verbessern, empfiehlt es sich, die Maßnahme nach Anspruch 9 einzusetzen. Die Ausbildung der Nuten nach Art von Keilriemennuten bringt nämlich eine erhöhte Flächenpressung auf den eingezogenen Mischstrang mit sich, so daß die pflanzlichen Bestandteile völlig zerquetscht werden und letztendlich metallische Werkstoffe aufeinander zu liegen kommen, wobei der Draht sozusagen eingekeilt wird und erst dann wieder freikommt, wenn das Seil die Nut der Scheibe verläßt.

Bei der Verwendung einer Kette als zusätzliches Gegendruckmittel ist es im Hinblick darauf, daß keine Hohlräume zwischen Kette und Lauffläche entstehen, zweckmäßig, nach Anspruch 10 vorzugehen.

Da das Zerstören der pflanzlichen Bestandteile der eingeführten Reben- und Drahtenden, also der Mischstränge, zu einer Verschmutzung aller Nuten führt, was zu Störungen im Betriebsablauf führen könnte, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, nach den Ansprüchen 11 und 12 vorzugehen. Dadurch werden nicht nur die Nuten für eine ordnungsgemäße Klemmung und für einen ordnungsgemäßen Antrieb freigehalten, sondern es wird auch das Gegendruckmittel gesäubert, das sonst als Transportmittel von Verunreinigungen zu den Nuten werden könnte.

Wenn man die Maßnahmen nach Anspruch 13 in Anspruch nimmt, ergeben sich durch die durchmesserkleineren Nuten unterschiedliche Laufgeschwindigkeiten, d. h., das zusätzliche Gegendruckmittel läuft langsamer, wodurch einmal die Rückhaltekraft der Kette, des Seiles, des Bandes o. dgl. gegenüber der Bandklemmung anwächst und zum anderen durch die Reibung bzw. Relativbewegung in Umlaufrichtung die Rebenenden von den Spanndrahtenden gewissermaßen abgeschält werden, so daß letztendlich die schon zuvor erwähnte starke bzw. feste Klemmung der Spanndrahtenden zweifelsfrei eintritt. Die haftungsintensiven Rollen wirken dabei dahingehend, daß das jeweilige Gegendruckmittel in der Nut der Scheibe zwingend rutschen muß, wodurch das Durchtrennen bzw. Zerstören der pflanzlichen Bestandteile des Mischstranges erleichtert wird.

In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht; es zeigen:

Fig. 1 ein an einen Schlepper seitlich angebautes Abreißgerät für Hopfenreben, das sich nach rückwärts oben bis über einen Ladewagen erstreckt;

Fig. 2 die gleiche Anordnung in Oberansicht;

Fig. 3 den sich an den Längstransport anschließenden Quertransport des Abreißgerätes in Oberansicht, teilweise aufgebrochen und gegenüber den Fig. 1 und 2 stark vergrößert;

Fig. 4 einen vergrößerten Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3;

Fig. 5 einen Schnitt längs dem Linie V-V der Fig. 3;

Fig. 6 eine vergrößerte Einzelheit im Kreis I der Fig. 3;

Fig. 7 eine weitere vergrößerte Einzelheit im Kreis II der Fig. 3;

Fig. 8 eine Einzelheit an einem zusätzlichen Gegendruckmittel;

Fig. 9 ein besonders breit ausgelegtes zusätzliches Gegendruckmittel mit einer Nebendarstellung für ein bandartiges Gegendruckmittel;

Fig. 10 und 11 gegenüber den Fig. 4 und 5 geänderte Bauarten und

Fig. 12 einen Querschnitt durch ein besonderes Seil als zusätzliches Gegendruckmittel.

Gemäß den Fig. 1 und 2 ist ein Abreißgerät 1 seitlich an einem Schlepper 2 angeordnet und es erstreckt sich von der Frontseite des Schleppers 2 bis zu dem vorderen Ende eines an den Schlepper 2 angehängten Ladewagens 3. Das Abreißgerät 1 trennt mit ihrem vorderen Ende 4 die an oberen Spanndrähten 5 hängenden Reben 6 mit ihren Steigdrähten 7 von den Wurzelstöcken.

Die abgeschnittenen Rebenenden 8 und die ebenfalls abgeschnittenen Enden der Steigdrähte 7 werden mit Hilfe eines Längstransportes 9 von vorn nach rückwärts befördert, und zwar mit der Fahrgeschwindigkeit des Schleppers 2. Bei 10 werden die Rebenenden 8 mit ihren Steigdrähten 7 einem Quertransport 11 übergeben, der sich besonders gut der Fig. 3 entnehmen läßt.

Der Längstransport 9 besteht aus einer ortsfesten Schiene 12 und einer endlosen Kette 13, so daß die die Steigdrahtenden 7 umrankenden Rebenenden 8 in der Bahn 14 von vorn nach rückwärts befördert werden. Der Quertransport 11 nimmt in einem halbmondförmigen Gehäuse 15 eine Scheibe 16 auf, die riemenscheibenähnlich ausgeführt ist und an ihrem Umfang bzw. an einem Belag mindestens zwei trapezförmige Wülste 17 (vgl. Fig. 5) aufweist, die mit einem endlosen Band 18 zusammenwirken, das mit mindestens zwei Wülsten 19 ausgestattet ist, die außen keilriemenartig verstärkt sind. Das Band 18 läuft über Umlenkrollen 20, 21, 22 und 23, von denen die Rolle 23 eine lageveränderbare Spannrolle darstellt, wie dies mit den Pfeilen 24, 25 angedeutet ist. Die keilriemenartige Verstärkung des Bandes 18 ergibt gleichzeitig eine verbesserte Führung auf den Umlenkrollen 20 bis 23. Der Quertransport 11 liegt etwas höher als der Längstransport 9, so daß sich die beiden Transporte 9 und 11 bei 26 gewissermaßen überschneiden, also die Rebenenden 8 und ihre Steigdrahtenden 7 mit Sicherheit von dem Längstransport 9 in den Quertransport 11 gelangen.

Damit die Rebenenden 8 und die Steigdrahtenden 7 erfassungsgerecht in den Quertransport 11 einzulaufen vermögen, ist eine Leitleiste 27 vorgesehen, die von der Vorrichtung 9 zum Quertransport 11 hin ansteigt und in etwa dem Gehäuserand 28 folgt und dort wegen ihres gerundeten Querschnittes verhindert, daß die Rebenenden 8 mit ihren Steigdrahtenden 7 an der Kante bzw. dem Rand 28 des Gehäuses 15 durchgescheuert werden, wodurch die Abreißkraft des Quertransportes 11 verloren gehen würde.

Die Fig. 4 und 5 zeigen deutlich neben dem bandförmigen Gegendruckmittel 18 besondere Nuten 29, 30 in der Scheibe 16 bzw. in den Umlenkrollen 20 (vgl. auch 23), in denen eine Lastkette 31 läuft.

Aus Fig. 5 ist deutlich die Wirkung der Lastkette 31 in der Nut 29 zu erkennen, d. h. man sieht, daß zwischen der Lauffläche 32 der Nut 29 und der Kette 31 die pflanzlichen Bestandteile 33 der Rebenenden 8 zerquetscht werden und das Festhalten des Steigdrahtes 7 nicht behindern bzw. diesen so festhalten, daß er mit Sicherheit zusammen mit den zwischen dem ersten Gegendruckmittel 18 und der Scheibe 16 festgehaltenen Reben 6 von den Spanndrähten 5 abgerissen wird.

In Fig. 6 wird die Kette 31 von zwei Seiten her von entsprechend ausgesparten Plättchen 34, 35 übergriffen, die federnd ausgeführt sein können und die Kette 31 von Rebenresten befreien. Diese Reinigungsvorrichtung ist in Fig. 3 mit einem Kreis I angedeutet.

Die Fig. 7 zeigt einen flachen Reinigungsfinger 36, der in die Nut 29 der Scheibe 16 eingreift. Die Stelle der Anordnung ist durch einen Kreis II in Fig. 3 und zum anderen bei der Rolle 23 angedeutet.

In Fig. 8 ist zu erkennen, daß die Laufseite 37 der Kette 31 so gestaltet ist, daß sie dem Krümmungsradius R der Nut 29 folgt, wozu auf die Fig. 3 zu verweisen ist. Zur Kette 31 selbst ist zu sagen, daß sie entweder aus paarweise hintereinandergereihten Einzelgliedern 38 besteht oder als echte Lastkette ausgeführt ist, indem die Einzelglieder 38 dicht beieinander liegen, wie dies die Fig. 4, 5 und 9 erkennen lassen. Es versteht sich, daß die Ausführung nach Fig. 9 besonders kippfest ist und ein Unterschreiten eines quadratischen Querschnittes zwar im Rahmen der Erfindung liegt, aber nicht besonders zu empfehlen ist. Mit 31a ist ein bandförmiges Gegendruckmittel bezeichnet, das Randverstärkungen aufweist.

In den Fig. 4 und 5 ist noch angegeben, daß die Breite b der Kette 31 geringer ist als die Breite B der Nut 29 der Scheibe 16. Dadurch ist vermieden, daß der Steigdraht 7 im Bereich der oberen Ecke abgeschert wird und von der darüberliegenden Verformung nicht mehr so festgehalten werden kann, daß ein sicheres Abreißen vom Steigdraht 5 gewährleistet erscheint. Die Kette 31 kann auch entgegen der Fig. 8 so gestaltet sein, wie dies die Fig. 6 erkennen läßt, d. h., der Radius R kann sowohl durch eine Gerade als auch durch die übliche Form jedes Einzelgliedes 38 ersetzt sein.

Die Ausführungsformen gemäß den Fig. 10 und 11 unterscheiden sich von denen nach den Fig. 4 und 5 vor allem dadurch, daß die Nuten 29, 30 zur Aufnahme eines Seiles 31b als zusätzliches Gegendruckmittel ausgeführt sind. Durch die keilförmige Gestalt ergibt sich eine gute Haftreibung zwischen der Scheibe 16 bzw. der Rolle 20, was insbesondere für die Nut 30 von Wichtigkeit sein kann, da sie ggf. das Seil 31b rutschfest antreiben muß. Wenn auch schon die Keilformen einen guten Antrieb gewährleisten, so kann dieser noch dadurch verbessert werden, wenn man die Umlenkrollen 20, 23 aus einem rutschfesten Kunststoff herstellt oder die Treibflächen der Nuten zumindest beschichtet, anrauht oder mit radialen Rillen profiliert.

Aus Fig. 5 ist deutlich die Wirkung des Stahlseiles 31b in der Nut 29 zu erkennen, d. h. man sieht, daß das Seil 31b den Steigdraht 7 unmittelbar an die Nutwandungen preßt und mit Sicherheit festhält. Auch hier ist zu erkennen, daß die pflanzlichen Bestandteile 33 der Rebenenden 8 zerquetscht werden und das Festhalten des Steigdrahtes 7 nicht behindern, und dies auch dann nicht, wenn der beim Zerquetschen der pflanzlichen Teile 33 anfallende Rebensaft als Schmiermittel wirkt.

Die Fig. 12 schließlich zeigt, daß das Seil 31b aus einem rohrartigen Teil 39 und einem Kern 40 besteht, der gegenüber dem rohrartigen Teil 39 gegengedrallt ist. Damit ist die Gefahr beseitigt, daß das Seil 31b aufgedrallt wird. Dieser Gefahr kann auch damit begegnet werden, daß man das ganze Seil 31b zusätzlich mit einem Kunststoffbinder oder einem ähnlich wirkenden Material stabilisiert und das Seil auch noch mit einem Mantel 41 versieht.


Anspruch[de]
  1. 1. Abreißgerät für Hopfenreben, das seitlich an einem einen Ladewagen ziehenden Schlepper vorgesehen ist und aus einer die Hopfenreben von den Wurzelstöcken trennende Abschneidvorrichtung, einer Längstransportvorrichtung für die abgeschnittenen Hopfenreben zum Ladewagen und einer Quertransportvorrichtung für die unteren Rebenenden besteht, wobei die Quertransportvorrichtung von einer gegenüber dem Längstransport langsamer laufenden, in der Quertransportebene liegenden, einer Riemenscheibe ähnelnden Scheibe und von einem diese etwa zur Hälfte umgebenden bandförmigen und angetriebenen, sowie mit Rollen umgelenkten Gegendruckmittel gebildet ist, wobei sowohl die Scheibe als auch das Gegendruckmittel in Längs- bzw. Umlaufrichtung ineinanderfassende Profile besitzen, die zwischen sich die quer zur Transportrichtung liegenden Reben- und ihre Steigdrahtenden verformend festlegen, dadurch gekennzeichnet, daß dem umlaufenden, mit der profilierten Scheibe (16) der Quertransportvorrichtung zusammenwirkenden Gegendruckmittel (18) ein weiteres, in Richtung des Rebenendes unterhalb des Profils (17) der Scheibe (16) angeordnetes, eine hohe Längsstabilität aufweisendes und in Querrichtung festes Gegendruckmittel (31) zugeordnet ist, das in einer Nut (29) der Scheibe (16) und in Nuten (30) von Umlenkrollen (20-23) für das Gegendruckmittel (18) läuft, so daß die pflanzlichen Bestandteile des Reben- Drahtstranges (7, 8) zerstört und das Steigdrahtende unmittelbar gegen die Stützfläche der Scheibennut (29) gepreßt wird.
  2. 2. Abreißgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das längenstabile Gegendruckmittel von einer Lastkette (31) gebildet ist, deren in Laufrichtung gelenkig aneinandergereihten Einzelglieder (38) mindestens paarweise, bevorzugt jedoch im Paket vorgesehen sind.
  3. 3. Abreißgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelglieder (38) in Querrichtung in einer solchen Zahl aneinanderliegen und eine derartige radiale Höhe haben, daß der Querschnitt durch die Kette (31) einem Quadrat oder einem Rechteck gleicht, wobei letzteres parallel zur Scheibenachse liegt.
  4. 4. Abreißgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Gegendruckmittel aus einem Seil (31b) besteht, das einen gegengedrallten Kern (40) aufweist.
  5. 5. Abreißgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das aus verschiedenen Drahtstärken aufgebaute Seil (31b) mit gegengedralltem Kern (40) mit einem Kunststoffbinder oder einem ähnlich wirkenden Material stabilisiert ist, wobei der Stabilisator eine Hülle (41) bilden kann.
  6. 6. Abreißgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Gegendruckmittel von einem Stahlband (31a) gebildet ist, das Randverstärkungen aufweist.
  7. 7. Abreißgerät nach Anspruch 1 und/oder einem oder mehreren der Ansprüche 2-6, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem im Querschnitt eine viereckige Form aufweisenden Gegendruckmittel (31) die Nut (29) der Scheibe (16) und die Nuten (30) der Umlenkrollen (20-23) zylindrische Laufflächen (vgl. 32) für das Gegendruckmittel (31) aufweisen, von der aus die Flanken nach Art von Keilriemennuten ausgehen, wobei der geringste Abstand (B) zwischen den Flanken größer als die Breite (b) der Kette (31) ist.
  8. 8. Abreißgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufflächen (vgl. 32) für das weitere Gegendruckmittel (31), mindestens aber eine der Umlenkrollen (20) haftungsintensiv gestaltet ist, indem eine angetriebene Umlenkrolle aus rutschfestem Kunststoff besteht, angerauht oder sonstwie griffig ausgeführt ist.
  9. 9. Abreißgerät nach den Ansprüchen 1, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (29, 30) für ein Seil (31b) als weiteres Gegendruckmittel nach Art von Keilriemennuten mit hohlkehlartigem Grund ausgeführt sind und das zwischen den Flanken gehaltene Seil (31b) den hohlkehlartigen Grund der Nuten (29, 30) nicht berührt.
  10. 10. Abreißgerät nach Anspruch 1 und/oder einem oder mehreren der Ansprüche 2-9, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem als Kette (31) ausgeführten weiteren Gegendruckmittel die Einzelglieder (38) an ihren der Scheibe zugekehrten Seiten (37) dem Krümmungsradius (B) der Scheibe (16) in etwa angepaßt sind.
  11. 11. Abreißgerät nach Anspruch 1 und/oder einem der Ansprüche 2-10, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest in die Nut (29) der Scheibe (16) mindestens ein Reinigungsfinger (36) eingreift, der bevorzugt federnd ausgeführt ist.
  12. 12. Abreißgerät nach Anspruch 1 und/oder einem oder mehreren der Ansprüche 2-11, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Gegendruckmittel (z. B. 31) an beliebiger Stelle eine Reinigungsvorrichtung durchläuft, die aus zwei entsprechend ausgesparten, versetzt angeordneten und das Gegendruckmittel (z. B. 31) von einander gegenüberliegenden Seiten bündig übergreifenden, ortsfest gehaltenen Plättchen (34, 35) besteht.
  13. 13. Abreißgerät nach Anspruch 1 und/oder einem oder mehreren der Ansprüche 2-12, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die Nuten (30) der vom Gegendruckmittel (18) angetriebenen Umlenkrollen (20, 23) in ihrem Durchmesser kleiner als der Durchmesser der Laufflächen für das Gegendruckmittel (18) ausgeführt und für das Gegendruckmittel (31) haftungsintensiv gestaltet sind.






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