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Dokumentenidentifikation DE4315809A1 17.11.1994
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Aufbringung eines Lackbildes, Beschriftungs- oder Dekorelementes auf strukturierte Untergründe, sowie hiermit hergestellter Dekorträger
Anmelder plus werbung Martin Bruckner GmbH, 74211 Leingarten, DE
Erfinder Bruckner, Martin, 784211 Leingarten, DE
Vertreter Ratzel, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 68165 Mannheim
DE-Anmeldedatum 12.05.1993
DE-Aktenzeichen 4315809
Offenlegungstag 17.11.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.11.1994
IPC-Hauptklasse B44C 1/16
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbringung eines Lackbildes, Beschriftungs- oder Dekorelementes auf strukturierte Untergründe, wobei das Lackbild, das Beschriftungs- oder Dekorelement aus einer mit Kleber und Abziehfolie versehenen Trägerfolie oder Lackschicht besteht, welche mittels einer Anpreßrolle auf den Untergrund aufgedrückt wird, wobei die von der Abziehfolie zumindest partiell befreite Trägerfolie oder Lackschicht mit ihrer auf den Untergrund gerichteten Klebeschicht auf den fettfreien Untergrund aufgelegt oder angesetzt wird und unter einwirkendem Anpreßdruck und gleichzeitiger Heißluftbeaufschlagung auf die Lackbild- oder Dekorschicht, auf den Untergrund blasenfrei angedrückt wird.
Ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Aufbringung eines, aus Trägerfolie oder Lackschicht mit Klebeschicht und Abziehfolie bestehenden Lackbildes, Beschriftungs- oder Dekorelementes auf strukturierte Unterlagen mit einer Anpreßwalze, zur Durchführung des Verfahrens bei der der Anpreßwalze (2) eine, auf die Folie (11) oder Lackschicht gerichtete Heißluftquelle (6) zugeordnet ist.
Des weiteren betrifft die Erfindung einen Dekorträger der erfindungsgemäßen Vorrichtung und der nach dem vorgeschlagenen Verfahren hergestellt ist, und aus einer strukturierten Unterplatte, die mit einem Lackbild-, Beschriftungs- oder Dekorelement belegt ist, besteht, welche aus einer von einer Klebefolie befreiten mit einer Klebeschicht versehenen Trägerfolie oder Lackschicht ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Aufbringung eines Lackbildes, Beschriftungs- oder Dekorelementes auf strukturierte Untergründe, sowie ein mit dieser Vorrichtung und nach diesem Verfahren hergestellter Dekorträger.

Zum Zwecke der dekorativen Gestaltung von Oberflächen werden die verschiedensten Verfahren eingesetzt. Einerseits ist es möglich, die zu gestaltenden Oberflächen direkt zu lackieren. Hierbei sind die besonderen Maßnahmen, die in der Lackierungstechnik bekannt sind, zu beachten. Schwierigkeiten ergeben sich, wenn solche Lackierungen auf mehreren Objekten nahezu identisch zu gestalten sind. Hier besteht zwar die Möglichkeit mit Schablonen zu arbeiten, trifft man jedoch auf unebene, gegebenenfalls gar strukturierte Untergründe, kann mit Schablonen nicht sauber gearbeitet werden, da die Schablone selbst nur auf den höchsten Stellen der strukturierten Unterlage aufliegt und sich in den Einbuchtungen und Vertiefungen ungenaue Übergänge zeigen.

Für diesen Einsatzbereich ist man daher dazu übergegangen, Folien, dies sind Lackbilder oder Beschriftungs- oder Dekorelemente folienartig gestaltet, auf die zu behandelnden Oberflächen aufzubringen. Das technische Problem hierbei besteht darin, die aufzubringende Dekorfolie blasen- und faltenfrei auf den strukturierten Untergrund aufzubringen.

Aus der DE-OS 33 33 009 ist zur Verbesserung der bekannten Verfahrensweisen vorgeschlagen, ein Lackbild nach Art eines Abziehbildes auf die Oberfläche, z. B. eines Hammerschlagbleches aufzubringen und nach dem Abziehen seines Materialträgers mittels einer mit einem Moosgummibelag versehenen Weichgummiwalze an die Oberfläche des Hammerschlagbleches anzudrücken, so daß das Lackbild örtliche Dehnungen erfährt und unter plastischer Verformung in die Vertiefungen der Oberfläche eindringt, mit der sich das Lackbild ganzflächig verbindet. Hierzu muß ein wasserdurchlässiger Flachmaterialträger verwendet werden, welcher mit einem aus Kunstharz bestehendem Lackbild und einer Klebstoffschicht ein Abziehbild bildet, das unter Befeuchtung mit der Lackbildseite auf die Oberfläche geklebt wird, worauf der Flachmaterialträger durch Feuchtigkeit vom Lackbild gelöst und abgezogen wurde und das an der Oberfläche anhaftende dünnschichtige Lackbild von seiner Mitte zum Rand mit einer Weichgummiwalze angedrückt und dabei unter plastischer Verformung in die Oberflächenvertiefungen verlagert und ganzflächig angeklebt wurde. Die Klebstoffreste wurden dann vom Lackbild entfernt.

Mit diesem Verfahren wurden bereits gute Ergebnisse erzielt. Jedoch erwies sich dieses Verfahren als relativ aufwendig, wobei hin und wieder noch immer Lufteinschlüsse anzutreffen waren, was die zu gestaltende Fläche im Gesamtbild negativ beeinflußt und darüber hinaus zu Witterungsunbeständigkeiten führen kann.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lackbild- Beschriftungs- oder Dekorelementaufbringung von Foliengestalt auf strukturierte, nicht glatte Oberflächen zu ermöglichen, mit der die verwendete Folie oder Lackschicht weitestgehend blasenfrei und verarbeitungsfreundlich, d. h. unaufwendig beaufschlagbar ist, wobei eine weitere Aufgabe der Erfindung in der Schaffung einer geeigneten Vorrichtung und der Erhalt eines qualitativ hochwertigen Dekorträgers ist.

Der Erfindung liegt hierbei die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß zur Erreichung eines qualitativ zufriedenstellenden Ergebnisses nicht nur die Verarbeitungsweise individuell auf Untergrund und Folie bzw. Lackschicht ausgerichtet sein muß, sondern auch die Folie oder Lackschicht selbst sowie die zur Anpressung verwendeten Werkzeuge bestimmte, aufeinander abgestimmte Eigenschaften aufweisen müssen, um das gewünschte qualitativ hochwertige Produkt zu erhalten.

Vorgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gemäß des vorgeschlagenen Anspruchs 1 gelöst.

Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens wird im Anspruch 8 vorgeschlagen, während der erfindungsgemäße Dekorträger in Anspruch 22 beschrieben ist.

Besondere Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Unter Lackbildern und Beschriftungs- oder Dekorelementen wird erfindungsgemäß verstanden, daß es sich entweder um ein Lackbild, d. h. einer Lackschicht mit entsprechender Schrift oder Dekor handelt, welches auf seiner Unterseite eine Klebeschicht mit einer abziehbaren Schutzfolie besitzt, oder um eine Trägerfolie mit Dekor oder Beschriftung, welche ebenfalls auf der Unterseite eine mit einer abziehbaren Folie versehenen Klebeschicht aufweist.

Erfindungsgemäß wird nun eine Folie oder ein Lackbild verwendet, welche mehrschichtig ausgebildet ist, wobei eine Lackfolie mit einer Lackbildschicht oder ein folienartiges Beschriftungs- und Dekorelement, die die dekorative Eigenschaften aufweisen, mit einer Klebeschicht und einer Abziehfolie versehen, besteht. Die Lackfolie sowie der Kleber besitzen hierbei eine Koexistenz, die es erlaubt, daß die Folie unter Heißlufteinwirkung eine relative Erweichungseigenschaft aufweist, so daß sich diese unter Ausbreitung der Klebeschicht an die Gipfel und Täler der strukturierten Unterlage einlegt und anschmiegt, so daß sich die Folie oder die Lackschicht der Struktur dreidimensional anpaßt. Hierbei ist es von großer Wichtigkeit, daß die Folie oder die Lackschicht entsprechende Flexibilität bei der Erwärmung aufweist, wobei durch den ausgeübten Anpreßdruck mittels einem Andrückwerkzeug diese Anpassungsfähigkeit unterstützt wird. Weiter ist es von Bedeutung, daß die so angepreßte und verklebte Folie bzw. Lackschicht nach Temperaturrückgang sich nicht von ihren Einbettungen und eingedrückten Positionen abhebt.

Erfindungsgemäß wird das Lackbild oder die Folie zumindest partiell von ihrer Abziehfolie befreit und mit ihrer auf den Untergrund gerichteten Klebeschicht auf den fettfreien Untergrund aufgelegt oder angesetzt und unter einwirkendem Anpreßdruck und gleichzeitiger Heißluftbeaufschlagung auf den Untergrund blasenfrei angedrückt. Hierbei ist die Heißluftbeaufschlagung auf die Lackbild- oder Dekorschicht gerichtet. Die Einwirktemperatur der Heißluft muß so gewählt sein, daß die Affinität der Klebeschicht erhalten bleibt, wobei eine leichte Verflüssigung zur gleichmäßigen Verteilung des Klebers von Vorteil ist, während die Lackschicht bzw. die Trägerfolie einen geringen, zum Einfallen bzw. Anschmiegen in die Vertiefungsohlen der strukturierten Unterlage geeignete Erweichung bzw. eine bleibende Verformung unterzogen wird.

Der Anpreßdruck, die Heißlufteinwirkung und die Vorschubgeschwindigkeit der Anpreßrolle ist hierbei kontinuierlich zu betreiben. Individuell auf das zu gestaltende Objekt und die verwendeten Materialien sollten auch vorgenannte Parameter eingestellt sowie der Heißluftstrom gerichtet sein.

Um diese Verfahrensweise und Aufbringung des Lackbildes bzw. der Folie zu gewährleisten, weist die erfindungsgemäße Vorrichtung eine, der Anpreßrolle zugeordnete und auf das Lackbild oder die Trägerfolie richtbare Heißluftquelle auf, wobei die Anpreßrolle drehbar an einem Fahrgestell angeordnet ist, welche mit Anpreßbügel zur manuellen Betätigung versehen sein kann. Oberhalb der Anpreßrolle ist am Fahrgestell dann die Heißluftquelle befestigt, wobei die Vorrichtung allgemein manuell oder auch maschinell betrieben werden kann.

Bei der maschinellen Ausführung sind dann vorgenannte Parameter, wie Vorschubbewegung der Anpreßkraft etc. automatisiert.

Bei der manuellen Ausführungsform kann der durch Körperkraft oder Vorrichtungsgewicht ausgeübte Anpreßdruck durch einen Antriebsmotor für die Anpreßrolle halbautomatisiert werden.

Die Anpreßwalze ist bevorzugterweise auswechselbar am Fahrgestell angeordnet, so daß hier Rollen verschiedenster Shorhärte einsetzbar sind.

Das somit gefertigte Produkt, der sogenannte Dekorträger, besteht also aus der sogenannten Dekorträgerunterplatte, welche eine strukturierte Oberfläche aufweist und die auf dieser blasenfrei aufgebrachten Folie bzw. dem Lackbild mit Dekormitteln, wie Beschriftung oder Bild. Die gesamte strukturierte Oberfläche der Dekorträgerunterplatte, welche zu gestalten ist, bildet hierbei die Kontaktfläche zur Trägerfolie, wobei sich die gesamte Trägerfolienunterfläche bzw. die Unterfläche des Lackbildes unter Anpassung an die strukturierte Oberfläche der Dekorunterplatte frei von Lufteinschlüssen und Brückenbildung zwischen den Strukturscheiteln durch Anpressung mit einem Werkzeug unter Wärmeeinwirkung einbettet und anschmiegt.

Anhand den beigefügten Zeichnungen, die eine besonders bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigen, wird diese nun näher beschrieben.

Dabei zeigen:

Fig. 1 die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Seitenansicht;

Fig. 2 die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Stirnansicht;

Fig. 3 ein erfindungsgemäßer, mit der verwendeten Folie belegter Dekorträger;

Fig. 4 einen Querschnitt eines fertigen erfindungsgemäßen Dekorträgers in einer vergrößerten Darstellung und

Fig. 5 einen Querschnitt durch die verwendete Folie in einer vergrößerten Darstellung.

Die Fig. 1 und 2 zeigen die erfindungsgemäße Vorrichtung, mit welcher das vorgeschlagene Verfahren durchgeführt wird.

Die Vorrichtung besteht aus einem Fahrgestell 1 mit einer Anpreßwalze 2, welche beidseits in einem entsprechenden Lager 5 drehbar angeordnet ist. An beiden Läger 5 setzen sich Stützbügel 4 fort, welche an ihren Enden entsprechende Anpreßbügel 3 aufweisen. Die Ausrichtung der Anpreßbügel 3 bzw. deren Stützbügel 4 ist dabei so gewählt, daß diese als überdehntes "V" auseinanderführen, so daß die Anpreßbügel 3 mit den Händen ergriffen werden können. Der Lagerpunkt der Stützbügel 4 befindet sich in etwa über der Anpreßwalze 2, so daß der manuell ausgeübte Druck sich in die Anpreßwalze 2 fortsetzt. Ebenfalls über der Anpreßwalze 2 ist eine Heißluftquelle 6 vorgesehen, die mittels einer Lagerung 7 gegebenenfalls höhen- und neigungsverstellbar positioniert ist. Hierbei ist der Düsenkopf 8 der Heißluftquelle 6 so ausgerichtet, daß der Heißluftstrom die Anpreßwalze 2 tangiert. Die verfahrensgemäß angestrebte Erwärmung und gegebenenfalls Erweichung der Folie bzw. des Lackbildes erfolgt somit unmittelbar vor der Anpreßwalze 2.

Die Fig. 3 und 4 zeigen ein Hammerschlagblech 10, welches mit der Folie 11 belegt werden soll. Die Anpreßwalze 2 ist hierbei ohne Anpreßbügel und Heißluftquelle dargestellt. Nachdem zumindest im Randbereich die Abziehfolie 14 (siehe Fig. 5) entfernt wurde, kann die Folie 11 mit ihrer Klebeschicht 13 (siehe Fig. 5) auf das Hammerschlagblech 10 angesetzt werden. Entsprechend der Anpreßkraft und der Vorschubbewegung sowie im Einfluß des Heißluftstromes wird die von ihrer Shorhärte und Durchmesser auf das Produkt ausgewählte Anpreßwalze 2 die Folie blasenfrei auf das Hammerschlagblech 10 aufwalzen, da sich die Klebeschicht 13 durch die Heißlufteinwirkung teilweise verflüssigt und in die Wellentäler 15 sowie auch über die Wellengipfel 16 zieht. Die Folie 11 bzw. die Lackträgerschicht 12 unterliegt während der Heißlufteinwirkung gegebenenfalls einer relativen Erweichung und zumindest einer bleibenden Verformung und schmiegt sich an den Verlauf der Wellentäler 15 und Wellengipfel 16 an, wobei die Zwischenräume 17 zwischen einem Wellental 15 und einem Wellengipfel 16 nicht überbrückt werden, sondern sich auch hier die Lackträgerschicht 12 mit Klebeschicht 13 dem konturgenauen Verlauf anpaßt.

Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch die verwendete Folie 11, aus der der Schichtaufbau deutlich hervorgeht. Als erste, oberste Schicht ist die Lackträgerschicht 12 zu erkennen, welche von einer Klebeschicht 13 untersetzt ist. Auf die Bodenseite der Klebeschicht 13 ist eine Abziehfolie 14 aufgebracht.

Mit der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren vorgeschlagen sowie eine Vorrichtung und ein mit dieser nach dem vorgeschlagenen Verfahren gefertigter Dekorträger geschaffen, mittels dem strukturierte Untergründe mit einer Farb- oder Dekorgestaltungsfolie qualitativ hochwertig beaufschlagt werden können.

Bezugszeichenliste

1 Fahrgestell

2 Anpreßwalze

3 Anpreßbügel

4 Stützbügel für 3

5 Lager für 2

6 Heißluftquelle

7 Heißluftquellenlagerung

8 Düsenkopf von 6

9 Achse von 6

10 Hammerschlagblech

11 Folie

12 Lackträgerschicht

13 Klebeschicht

14 Abziehfolie

15 Wellental

16 Wellengipfel

17 Zwischenraum zwischen 15 und 16.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Aufbringung eines Lackbildes, Beschriftungs- oder Dekorelementes auf strukturierte Untergründe, wobei das Lackbild, das Beschriftungs- oder Dekorelement aus einer mit Kleber und Abziehfolie versehenen Trägerfolie oder Lackschicht besteht, welche mittels einer Anpreßrolle auf den Untergrund aufgedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Abziehfolie zumindest partiell befreite Trägerfolie oder Lackschicht mit ihrer auf den Untergrund gerichteten Klebeschicht auf den fettfreien Untergrund aufgelegt oder angesetzt wird und unter einwirkendem Anpreßdruck und gleichzeitiger Heißluftbeaufschlagung auf die Lackbild- oder Dekorschicht, auf den Untergrund blasenfrei angedrückt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Einwirktemperatur der Heißluftbeaufschlagung derart gewählt ist, daß die Haftaffinität der Klebeschicht erhalten bleibt, während die Trägerfolie oder Lackschicht einer geringen, zum Einfallen bzw. Anschmiegen in die Vertiefungssohlen der strukturierten Unterlagen geeignete Erweichung unterzogen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Klebeschicht während der Heißlufteinwirkung relativ verflüssigt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein kontinuierlicher Anpreßdruck ausgeübt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine kontinuierliche Heißlufteinwirkung vorgenommen wird.
  6. 6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine kontinuierliche Vorschubgeschwindigkeit der Anpreßrolle ausgeübt wird.
  7. 7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Heißluftstrom in Abrollrichtung gesehen hinter die jeweilige Klebestelle gerichtet ist.
  8. 8. Vorrichtung zur Aufbringung eines, aus Trägerfolie oder Lackschicht mit Klebeschicht und Abziehfolie bestehenden Lackbildes, Beschriftungs- oder Dekorelement auf strukturierte Unterlagen mit einer Anpreßwalze, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Anpreßwalze (2) eine, auf die Folie (11) oder Lackschicht gerichtete Heißluftquelle (6) zugeordnet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpreßwalze (2) drehbar auf einem Fahrgestell (1) angeordnet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrgestell (1) beidseits ausragende Anpreßbügel (3) aufweist.
  11. 11. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Fahrgestell (1) oberhalb der Anpreßwalze (2) die Heißluftquelle (6) angeordnet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anpreßwalze (2) ein Antriebsmotor zugeordnet ist.
  13. 13. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anpreßwalze (2) Anpreßmittel zugeordnet sind.
  14. 14. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpreßwalze (2) am Fahrgestell (1) auswechselbar angeordnet ist.
  15. 15. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpreßwalze (2) aus einem hitzebeständigen Material geschaffen ist.
  16. 16. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpreßwalze (2) aus einem chemikalienresistenten Material besteht.
  17. 17. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpreßwalze (2) aus Gummi besteht.
  18. 18. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Shorhärte der Anpreßwalze (2) zwischen 15 bis 45 Shore beträgt.
  19. 19. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Heißluftwärme regulierbar ist.
  20. 20. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dimension der Walze d (Durchmesser) auf das verwendete Material (Folie und Untergrund) ausgelegt ist.
  21. 21. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Heißluftquelle (6) am Fahrgestell (1) höhen- und neigungsverstellbar angeordnet ist.
  22. 22. Dekorträger, welcher mit einer Vorrichtung gemäß Anspruch 8 und nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 hergestellt ist, und aus einer strukturierten Unterplatte, die mit einem Lackbild-, Beschriftungs- oder Dekorelement belegt ist, besteht, welche als eine von einer Klebefolie befreiten mit einer Klebeschicht versehenen Trägerfolie oder Lackschicht bestehen und auf die Unterplatte aufgepreßt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte zu gestaltende strukturierte Oberfläche der Dekorträgerunterplatte die Kontaktfläche zur Trägerfolie oder Lackschicht bildet, wobei sich die gesamte Trägerfolienunterfläche unter Anpassung an die strukturierte Oberfläche der Dekorunterplatte frei von Lufteinschlüssen und Brückenbildungen zwischen den Strukturscheiteln durch Anpressung unter Wärmezufuhr einbettet und anschmiegt.






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