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Dokumentenidentifikation DE4336342A1 17.11.1994
Titel Ecken-Verstärkungskonstruktion für Textilstoff
Anmelder Kyoha Industrial Co., LTD., Pajukun, Kyoung, KR
Erfinder Lee, Young Sup, Seoul/Soul, KR
Vertreter Grünecker, A., Dipl.-Ing.; Kinkeldey, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Stockmair, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Ae.E. Cal Tech; Schumann, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Jakob, P., Dipl.-Ing.; Bezold, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Meister, W., Dipl.-Ing.; Hilgers, H., Dipl.-Ing.; Meyer-Plath, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Ehnold, A., Dipl.-Ing.; Schuster, T., Dipl.-Phys.; Goldbach, K., Dipl.-Ing.Dr.-Ing.; Aufenanger, M., Dipl.-Ing.; Klitzsch, G., Dipl.-Ing.; Vogelsang-Wenke, H., Dipl.-Chem. Dipl.-Biol.Univ. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 80538 München
DE-Anmeldedatum 25.10.1993
DE-Aktenzeichen 4336342
Offenlegungstag 17.11.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.11.1994
IPC-Hauptklasse B68F 1/00
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Ecken-Verstärkungskonstruktion für einen Textilstoff, wobei die Konstruktion ein einstückig durch Spritzgießen aus Kunststoff hergestelltes Verstärkungsteil aufweist, welches mit einer oberen Platte und einer unteren Platte versehen ist, wobei die obere Platte und die untere Platte eine Konstruktion in Form eines gleichschenkligen Trapezes mit einem dazwischen ausgebildeten Spalt ausbildet, um eine Positionierung einer Textilstoffecke darin zu ermöglichen, wobei beide Platten jeweils eine Öffnung zum Einpassen einer Öse in diese aufweisen, und die Öse derart ausgebildet ist, daß ein Seil durch diese gezogen werden kann und die Öse einer Zugkraft ausgesetzt werden kann, und wobei ein Paar von Öffnungen auf der linken und rechten Seite der vorgenannten Öffnung vorgesehen sind, um einen festen Eingriff in die Textilstoffecke zu verwirklichen und diese so in ihrer Position zu halten. Durch die Erfindung wird eine Konstruktion zum Verstärken der Ecke eines Textilstoffs geschaffen, womit die Lebensdauer des Textilstoffs verlängert werden kann und eine große Stabilität und Sicherheit erreicht wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft grundsätzlich eine Verstärkung für Textilstoffe oder Folien, im einzelnen eine Ecken- Verstärkungskonstruktion für Textilstoff, besonders für Zelte, wobei diese Verstärkungskonstruktion die Textilstoffecke verstärken kann und so Zugkräfte aufnehmen kann, welche durch ein Zugseil, welches an ein Stützelement gebunden ist, auf die Textilstoffecke übertragen werden, wobei durch die Verstärkung die Lebensdauer des Textilstoffs verlängert wird.

Im allgemeinen besteht bei gewebtem Textilstoff, welcher aus Kett- und Schußfäden gewebt ist, die Neigung, daß der Textilstoff an den Ecken ausfranst und so die Kett- und Schußfäden auseinanderfallen. Herkömmlicherweise werden zum Verhindern des Lösens der Kettfäden und Schußfäden an den Ecken voneinander die Ecken des gewebten Textilstoffs umgeschlagen und dann mit Stichen versehen, um so einen Verstärkungsteil auszubilden. Die Kunststoffaser-Textilstoffe und Naturfaser- Textilstoffe für verschiedene Zelte, d. h. die Zeltplanen, werden stets durch eine Kraft gespannt, um die gewünschte Form beizubehalten, wobei zum Zwecke des Verhinderns eines Ausfransens an den Textilstoffecken aus gewebten Textilstoff diese umgeklappt oder umgefaltet und mit Stichen verstärkt werden, wobei eine kreisrunde Öffnung in der Ecke vorgesehen ist und eine Öse in dieser Ecke befestigt wird, um zu ermöglichen, daß ein Seil durch die Öse gezogen werden kann und an einem Befestigungselement festgeknüpft werden kann. Weil jedoch diese Öffnung die Gewebestruktur aus Kett- und Schußfäden zerstört, passiert es häufig, daß wenn ein Zug auf die Ösen ausgeübt wird, ein Ausfransen im Bereich der Öffnung des Textilstoffs und schließlich ein Ausreißen auftritt. Beispielsweise wird ein Zelt mit Hilfe einer Mehrzahl von Zeltstangen und Seilen derart aufgespannt, daß die Zeltstangen aufrechtgerichtet sind, wobei die Spannseile an den einzelnen Ecken des Zelts befestigt werden und diese Spannseile an Zelthäringen befestigt werden. Um die Seile mit den Ecken des Zelts zu verbinden, ist das Zelt im allgemeinen an seinen Ecken mit runden Öffnungen zum Aufnehmen des jeweiligen Seils versehen, wobei diese Öffnungen mit Ösen verstärkt sind, welche vorzugsweise aus Metall oder Kunststoff hergestellt sind. Jedoch wird jedes der Seile stets in eine Richtung gezogen, um die auf gespannte Form des Zelts beizubehalten, wobei die Öse jeweils in die gleiche Richtung gezogen wird, was eine Verformung und ein Ausfransen des gewebten Textilstoffs in der Nähe der runden Öffnung zum Aufnehmen des Seils zur Folge hat. In diesem Zusammenhang hat diese Art von Seilöffnung insoweit einen Nachteil, daß die Verstärkungsöse, welche bei der Öffnung zum Aufnehmen des Seils vorgesehen ist, leicht herausgerissen werden kann.

Um dieses Problem zu lösen, wird in dem US-Patent Nr. 4,777,071 eine Ecken-Verstärkungskonstruktion für Textilstoff ohne Stiche vorgeschlagen. Wie in diesem US-Patent vorgeschlagen wird, ist eine zusammenklappbare Ecken-Verstärkungskonstruktion an einer Ecke des gewebten Textilstoffs vorgesehen, um zu verhindern, daß die Kett- und Schußfäden des Textilstoffs bei der Seilöffnung und in der Umgebung davon deformiert und voneinander gelöst werden. Für das Anbringen dieser Ecken- Verstärkungskonstruktion wird diese gegen eine Unterseitenfläche der Ecke des gewebten Textilstoffs angelegt und danach werden zwei Lappen davon hochgeklappt, um eine obere Fläche der Ecke derart zu bedecken, daß die beiden Seilöffnungen der Konstruktion sich mit den zugehörigen Löchern in dem Textilstoff überlappen. In diesem Zustand wird eine herkömmliche Verstärkungsöse an den überlappten Öffnungen bzw. Löchern angebracht.

Diese Ecken-Verstärkungskonstruktion kann zwar dazu beitragen, ein Ausreißen zu verhindern, hat jedoch den Nachteil, daß sie eine Faltkonstruktion ist, bei welcher befürchtet werden muß, daß ein Lösen bei möglicher übermäßig starker Kraft auftritt, und hat den weiteren Nachteil, daß separate Verstärkungsösen erforderlich sind, was die Wirtschaftlichkeit beeinträchtigt.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Konstruktion zum Verstärken der Ecke eines Textilstoffs zu schaffen, womit die Lebensdauer des Textilstoffs verlängert werden kann und eine große Stabilität und Sicherheit erreicht wird.

Dies wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale im Patentanspruch 1 erreicht.

Als weiterer Vorteil wird durch die Erfindung erreicht, daß die oben genannten Nachteile überwunden werden und ohne Stiche eine Verbesserung der Festigkeit erreicht wird, und zugleich eine wirtschaftlichere Herstellung ermöglicht wird.

Weiter wird durch die erfindungsgemäße Ecken- Verstärkungskonstruktion für Textilstoff erreicht, daß wenn ein Seil an einer Ecke des Textilstoffs angreift und einer Zugkraft ausgesetzt ist, um eine gewünschte Form durch Spannen des Textilstoffs aufrechtzuerhalten, die Seilkraft gleichmäßig auf den Textilstoff verteilt werden und so die Lebensdauer des Textilstoffs verlängert werden kann.

Als weiterer Vorteil der Erfindung wird erreicht, daß der Textilstoff leicht in der Ecken-Verstärkungskonstruktion positioniert werden kann, um dann mit dieser Konstruktion fest in Eingriff zu erlangen.

Erfindungsgemäß werden die vorgenannten Vorteile dadurch erreicht, daß die Ecken-Verstärkungskonstruktion für Textilstoff eine obere und eine untere Platte zum Bedecken der oberen und unteren Fläche der Ecke aufweist, um diese Ecke zu verstärken. Diese obere und untere Platte sind einstückig miteinander verbunden und durch Spritzgießen aus Kunststoff hergestellt, wobei beide Platten die Form eines gleichschenkligen Dreiecks aufweisen. Diese trapezförmige Konstruktion ist an den beiden Grundlinien offen, aber an den beiden Schenkelseiten geschlossen, wodurch die Textilstoffecke darin positioniert werden kann und verhindert wird, daß die Textilstoffecke aus der Struktur wieder herausrutschen kann, nachdem die Ecken-Verstärkungskonstruktion an der Textilstoffecke befestigt wurde.

Sowohl die obere, als auch die untere Platte sind jeweils mit einer Öffnung zum Einpassen einer Öse versehen, durch welche ein Seil gezogen werden kann, um eine Zugkraft auszuüben, wobei weiter ein Paar von Öffnungen links und rechts der vorgenannten Öffnung für die Öse angeordnet sind, um durchgriffen zu werden und so eine sichere Fixierung der positionierten Textilstoffecke zu erreichen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels, bei welchem die Montage an den Textilstoff vorgenommen ist; und

Fig. 2 eine perspektivische Darstellung des bevorzugten Ausführungsbeispiels im von dem Textilstoff gelösten Zustand.

In Fig. 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform eines für Textilstoff verwendeten Verstärkungsteils 1 dargestellt. Dieses Verstärkungsteil 1 ist aus Kunststoffmaterial hoher Festigkeit einstückig durch Spritzgießen hergestellt. Ein Spalt 11, welcher eine Gestalt in Form eines gleichschenkligen Trapezes aufweist, umrandet das Verstärkungsteil 1 und übt eine Positionierfunktion zum Einstellen der Befestigungsstellung des Verstärkungsteils 1 relativ zu einem Textilstoff 2 aus. Eine kreisrunde Öffnung ist in der Mitte des Verstärkungsteils 1 ausgebildet, um eine Öse 3 einzupassen, welche Zugkräften ausgesetzt ist, welche aufgrund eines durch die Öse geführten Seils aufgebracht werden, welches gespannt wird, um so beispielsweise eine Abstützung eines Zelts zu erreichen. Ein Paar von Ausnehmungen zum Aufnehmen von Einschnappteilen 4 und 4&min; sind links und rechts der vorgenannten runden Öffnungen angebracht, um die Textilstoffecke in dieser Stellung festzuhalten.

In der Darstellung nach Fig. 2 ist das bevorzugte Ausführungsbeispiel des Verstärkungsteils von dem Textilstoff gelöst. Nachfolgend wird eine detaillierte Beschreibung gegeben, um das Verstärkungsteil zum Verstärken der Textilstoffecke zu verwenden.

Ein Verstärkungsteil 1 in Form einer Ecken- Verstärkungskonstruktion, welcher einstückig aus festem Kunststoffmaterial hergestellt ist, besteht im wesentlichen aus zwei Platten, nämlich einer oberen Platte 1A und einer unteren Platte 1B, wobei ein Spalt 11 zwischen den beiden Platten ausgebildet ist. Kreisrunde Öffnungen 12 und 13 sind in einem mittleren Teil der oberen Platte 1A bzw. der unteren Platte 1B ausgebildet, wobei eine mit einer Lippe versehene Öse 3 im montierten Zustand in die Öffnungen 12 und 13 eingepaßt ist. Ein Paar von weiteren Öffnungen 14 und 16 sind auf der linken bzw. rechten Seite der Öffnung 12 in der oberen Platte 1A ausgebildet. Mit einem entsprechenden Paar von Öffnungen 15 und 17 ist die untere Platte 1B versehen. Nachfolgend wird beschrieben, wie die Ecken-Verstärkungskonstruktion für Textilstoff verwendet wird. Um ein Ausfransen oder Auflösen der Textilstoffecke 2 zu vermeiden, welche aus Kett- und Schußfäden gewebt ist, wird üblicherweise ein im Nähverfahren verstärkter Teil im Bereich der aneinander angrenzenden Kanten dieser Ecke vorgesehen, wobei ein rundes Loch 21 an einem geeigneten Platz in dem Textilstoff 2 zum Aufnehmen einer Öse 3 darin ausgebildet ist. Das Loch 21 entspricht in seiner Größe den kreisrunden Öffnungen 12 und 13. Zwei weitere Löcher 22 und 23, welche den Öffnungen 14 und 16 entsprechen, sind auf der linken bzw. rechten Seite des runden Lochs 21 in dem Textilstoff 2 ausgebildet. Die Ecken des Textilstoffs 2 sind zwischen die obere und untere Platte 1A und 1B des Verstärkungsteils derart eingesetzt, daß die Öffnungen 14, 15, das Loch 22 bzw. 23 und die Öffnungen 16 bzw. 17 eng und deckungsgleich aufeinanderliegen, sowie die kreisrunden Öffnungen 12, 13 des Verstärkungsteils und die Öffnung 21 des Textilstoffs genau aufeinander ausgerichtet sind.

Der Spalt 11, welcher zwischen der oberen Platte 1A und der unteren Platte 1B ausgebildet ist, ermöglicht, daß die Textilstoffkante in dem Verstärkungsteil leicht positioniert werden kann, d. h. auch bezüglich der Ausrichtung der Öffnung 12 und des Lochs 21, sowie der Öffnungen 14, 16 und der Löcher 22 und 23 zueinander. Danach wird die Öse 3, welche die Lippe aufweist, in die übereinanderliegenden Öffnungen 12, 13 und 21 eingepaßt, um mittels eines O-Rings durch Pressen der Lippe miteinander fest verbunden zu werden. Gleichzeitig wird ein Einschnappteil 4 mit seinem eigenen O-Ring durch das Loch 22 hindurch verriegelt, welches zwischen den Öffnungen 14 und 15 angeordnet ist, wodurch die Textilstoffecke in dem Verstärkungsteil befestigt wird. Entsprechendes gilt für den anderen Einschnappteil 4&min;. Das bedeutet, daß die Textilstoffecke in der Ecken-Verstärkungskonstruktion gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel zusätzlich mittels des Einschnappteils 4&min; befestigt wird, welches durch die übereinanderliegenden Öffnungen 16, 17 und 23 dringt, wobei dieser Einschnappteil 4&min; ebenfalls mit seinem zugehörigen O- Ring verriegelt wird.

Weil wie oben beschrieben die Öse 3 fest in den kreisrunden Öffnungen 12 und 13 des Verstärkungsteils befestigt ist, greift eine Zugkraft nicht direkt an dem in dem Textilstoff ausgebildeten Loch 21 an, wobei die Zugkraft dazu dient, den Textilstoff in die gewünschte Form zu ziehen und mittels eines durch die Öse 3 gezogenen Seils aufgebracht wird. Aus diesem Grund tritt aufgrund dieser Kraft kein Lösen der Kett- und Schußfäden der Textilstoffecke voneinander auf und infolgedessen wird die Öse 3 nicht herausgerissen. Darüber hinaus ist die Ecken-Verstärkungskonstruktion in der Hinsicht vorteilhaft, daß die Zugkraft gleichmäßig verteilt wird und die Zugfestigkeit des Textilstoffs stark vergrößert wird.


Anspruch[de]
  1. Ecken-Verstärkungskonstruktion für einen Textilstoff (2), wobei die Konstruktion ein einstückig durch Spritzgießen aus Kunststoff hergestelltes Verstärkungsteil (1) aufweist, welches mit einer oberen Platte (1A) und einer untere Platte (1B) versehen ist, wobei die obere Platte und die untere Platte eine Konstruktion in Form eines gleichschenkligen Trapezes mit einem dazwischen ausgebildeten Spalt ausbildet, um eine Positionierung einer Textilstoffecke darin zu ermöglichen, wobei beide Platten (1A bzw. 1B) jeweils eine Öffnung (12 bzw. 13) zum Einpassen einer Öse (3) in diese aufweisen, und die Öse (3) derart ausgebildet ist, daß ein Seil durch diese gezogen werden kann und die Öse (3) einer Zugkraft ausgesetzt werden kann, und wobei ein Paar von Öffnungen (14, 15 bzw. 16, 17) auf der linken und rechten Seite der vorgenannten Öffnung vorgesehen sind, um einen festen Eingriff in die Textilstoffecke zu verwirklichen und diese so in ihrer Position zu halten.






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