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Dokumentenidentifikation DE69008013T2 17.11.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0391027
Titel Zirkel, insbesondere für Zeichner.
Anmelder Ilca S.p.A., Cremona, IT
Erfinder Bergonzi, Roberto, I-26100 Cremona, IT
Vertreter Frhr. von Schorlemer, R., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 34117 Kassel
DE-Aktenzeichen 69008013
Vertragsstaaten CH, DE, ES, FR, GB, LI, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 24.01.1990
EP-Aktenzeichen 901013797
EP-Offenlegungsdatum 10.10.1990
EP date of grant 13.04.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.11.1994
IPC-Hauptklasse B43L 9/22

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zirkel, insbesondere einen Zeichnerzirkel von der Art, die gewöhnlich als Bogen- oder Nullenzirkel bezeichnet wird.

Der Nullenzirkel ist ein Zirkel, der geeignet ist, Kreise oder Kreisbögen mit kleinem Radius zu ziehen, und er wird im allgemeinen in zwei Grundtypen hergestellt.

Eine erste Art des Nullenzirkels hat zwei gelenkig verbundene Schenkel, die beide an ihrem unteren Ende eine Spitze tragen. Eine der Spitzen kann durch einen Bleiminenhalter oder durch eine Ziehfeder ersetzt sein.

Eine Gewindespindel ist mit ihrem einen Ende im Mittelbereich eines der Schenkel befestigt und greift in eine Hülse ein, die dem anderen Schenkel zugeordnet ist, aber gedreht werden kann, um den Abstand zwischen den beiden Schenkeln fein einzustellen.

Bei der anderen Art eines Nullenzirkels weist ein Schenkelelement eine Längsbohrung auf, in der eine Spitze in ihrer Längsachse beweglich ist. Dem Schenkelelement ist ein federndes Glied zugeordnet, dessen Abstand vom Schenkelelement selbst, d.h. die Öffnungsweite des Zirkels, mittels einer Schraube eingestellt wird. Am federnden Glied kann ein Bleiminenhalter oder eine Ziehfeder befestigt werden.

Das britische Patent Nr. 448 202 offenbart einen Zeichenzirkel, bei dem die Schenkel durch ein Verbindungsglied verbunden sind, das mit einem Ende in einen Schlitz in einem der Schenkel eingreift.

Die Nullenzirkel nach dem Stand der Technik bedürfen der Weiterentwicklung hinsichtlich ihrer mechanischen Zuverlässigkeit und ihrer Bedienung, insbesondere wenn ihr Aufbau beispielsweise aus Kunststoff anstelle der üblichen metallischen Materialien vorgesehen ist.

Die traditionellen Nullenzirkel sind auch ziemlich schwer ausgeführt, um im Interesse des genauen Arbeitens einen festen Aufbau sicherzustellen.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Zeichnerzirkels, insbesondere eines Nullenzirkels, der infolge einer besonderen geometrischen Anordnung die Handhabung beim Zeichnen erleichtert und zugleich eine absolute Präzision sichert.

Im Rahmen dieses Zieles ist es eine Aufgabe der Erfindung, einen Nullenzirkel zu schaffen, der konstruktiv einfach ausgeführt und leicht zu handhaben ist.

Eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, einen Nullenzirkel mit geringen Herstellungskosten zu schaffen.

Eine weitere Aufgabe ist es, einen Zirkel mit neuer gefälliger Formgestaltung zu schaffen.

Das oben genannte Ziel wie auch diese und andere, später deutlicher werdende Aufgaben werden durch einen Zirkel, insbesondere einen Zeichnerzirkel, erreicht, der ein erstes und ein zweites Schenkelelement enthält, die an ihren oberen Enden gelenkig miteinander verbunden sind, wobei dem unteren Ende des ersten Schenkelelements eine Spitze, dem unteren Ende des zweiten Schenkelelements ein Befestigungsmittel für ein Zeichenmittel zugeordnet ist und wobei ein Gleitstück mit dem ersten Ende gleitend in einer im ersten Schenkelelement ausgebildeten Laufrille gelagert ist, und der dadurch gekennzeichnet ist, daß das Gleitstück ein zweites Ende hat, das gleitend in einer zweiten, im zweiten Schenkelelement ausgebildeten Läufrille gelagert ist, und daß ein dem ersten Schenkelelement zugeordnetes Schraubelement zum Zusammenwirken mit einer Gewindebohrung derart geeignet ist, daß einer Drehung des Schraubelements eine axiale Verschiebung des Gleitstücks entspricht.

Weitere Merkmale und Vorzüge der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, beispielhaft illustriert durch die beigefügten Zeichnungen, noch deutlicher werden, wobei letztere darstellen:

Fig. 1 ist eine Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen Nullenzirkels.

Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Nullenzirkels.

Fig. 3 ist eine geschnittene Seitenansicht des Nullenzirkels.

Fig. 4 ist eine Perspektivansicht des Gleitelements.

Fig. 5 und 6 sind Seitenansichten des Nullenzirkels in geschlossener und teilweise geöffneter Stellung.

Fig. 7 ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Nullenzirkels.

Unter Bezugnahme auf die oben genannten Figuren wird ein Zeichnerzirkel 1 von der Art beschrieben, die gewöhnlich als Nullenzirkel bezeichnet wird und zum Zeichnen von Kreisen mit kleinem Radius geeignet ist.

Der Nullenzirkel 1 umfaßt ein erstes Schenkelelement 2, das mit einem zweiten Schenkelelement 3 über einen oberen Kopf 4 gelenkig verbunden ist.

Das untere Ende des ersten Schenkelelements 2 weist eine Spitze 5 auf, während das untere Ende des zweiten Schenkelelements 3 ein Befestigungsmittel 6 für ein Zeichenmittel wie beispielsweise einen in den Zeichnungen zur Vereinfachung nicht dargestellten Bleiminenhalter oder einer Ziehfeder aufweist.

Im ersten Schenkelelement 2 ist eine erste Läufrille in Gestalt zweier geradliniger Nuten 7 vorgesehen, die auf gegenüberliegenden Seiten des ersten Schenkelelements und parallel zur Achse desselben angelegt sind.

Eine zweite Laufrille ist im zweiten Schenkelelement 3 in Gestalt zweier Nuten 8 ausgebildet, die wiederum auf gegenüberliegenden Seiten desselben, jedoch geneigt unter einem vorgegebenen Winkel zur Achse desselben angeordnet sind.

In die Läufrillen des ersten und des zweiten Schenkelelements greifen die Enden eines Gleitelements 9 ein, das einen Kern 10 und zwei Platten 11 mit Stiften 12 enthält, die zum Gleiten in den Nuten 7 und 8 geeignet sind.

Im Kern 10 ist eine Gewindebohrung 13 vorgesehen, in die ein Schraubelement 14 eingreift, das sich auf dem ersten Schenkelelement 2 abstützt.

Wie in der Fig. 7 besser dargestellt, ist das Schraubelement 14 im wesentlichen in der Achse des ersten Schenkelelements 2 angeordnet und nach oben in den Handgriff 15 des Nullenzirkels eingesetzt.

Am oberen Ende des Schraubelements ist ein Knopf 16 befestigt, um das Schraubelement selbst manuell zu drehen.

Die Arbeitsweise des Nullenzirkels ist sehr einfach. Es reicht tatsächlich aus, den Knopf 16 zu drehen, um das Gleitstück 9 axial zu verlagern und dadurch wegen der relativen Anordnung der Nuten 7 und 8 die Schenkelelemente 2,3 zu öffnen oder zu schließen und den Öffnungswinkel des Zirkels einzustellen.

In der Praxis ist festgestellt worden, wie die Erfindung das konzipierte Ziel und die Aufgaben derselben durch Schaffung eines Zirkels mit hoher mechanischer Präzision bei gleichzeitig einfacher Bedienung erreicht. Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, daß der Handgriff auf der Drehachse des Nullenzirkels selbst vorgesehen ist und zugleich den Knopf zur Einstellung des Öffnungswinkels aufweist.

Ein anderer Vorteil des speziellen Aufbaus des erfindungsgemäßen Nullenzirkels besteht darin, daß er den Einsatz verschiedener Materialien erlaubt und dabei dennoch eine bemerkenswerte mechanische Zuverlässigkeit bewahrt.

Die verwendeten Materialien sowie die Dimensionen können entsprechend den speziellen Anforderungen und dem Stand der Technik gewählt werden.

Wo in den Ansprüchen genannte technische Merkmale mit Bezugszeichen versehen sind, dienen diese Bezugszeichen dem einzigen Zweck, das Verständnis der Ansprüche zu vergrößern, und die Bezugszeichen haben daher keinerlei einschränkende Wirkung auf den Schutzumfang jedes durch ein derartiges Bezugszeichen beispielsweise identifizierten Elements.


Anspruch[de]

1. Zirkel (1), insbesondere Zeichnerzirkel, enthaltend ein erstes (2) und ein zweites (3) Schenkelelement, die an ihren oberen Enden gelenkig miteinander verbunden sind, wobei dem unteren Ende des ersten Schenkelelements (2) eine Spitze (5), dem unteren Ende des zweiten Schenkelelements (3) ein Befestigungsmittel (6) für ein Zeichenmittel zugeordnet ist und wobei ein Gleitstück (9) mit einem ersten Ende (12) gleitend in einer im ersten Schenkelelement (2) ausgebildeten Laufrille (7) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitstück (9) ein zweites Ende (12) hat, das gleitend in einer zweiten, im zweiten Schenkelelement (3) ausgebildeten Aufrille (8) gelagert ist, und daß ein dem ersten Schenkelelement (2) zugeordnetes Schraubelement (14) zum Zusammenwirken mit einer Gewindebohrung (13) des Gleitstücks (9) derart geeignet ist, daß einer Drehung des Schraubelements (14) eine axiale Verschiebung des Gleitstücks (9) entspricht.

2. Zirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schraubelement (14) mittels eines am Handgriff (15) des Zirkels (1) angeordneten Knopfs (16) betätigt wird.

3. Zirkel nach Ansprnch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Laufrille (7) geradlinig ausgebildet und parallel zur Achse des ersten Schenkelelements (2) angeordnet und die zweite Laufrille (8) geradlinig ausgebildet und unter einem Winkel relativ zur Achse des zweiten Schenkelelements (3) geneigt angeordnet ist.

4. Zirkel nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Schenkelelement (2) eine Achse aufweist, die sich longitudinal erstreckt und die Spitze (5) und den Handgriff (15) enthält, und das Schraubelement (14) im wesentlichen in dieser Achse angeordnet ist.







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