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Dokumentenidentifikation DE68914530T2 24.11.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0351341
Titel Zulenkeinrichtung für Fäden, insbesondere für eine Hohlspindelmaschine.
Anmelder N. Schlumberger & Cie., Guebwiller, Haut-Rhin, FR
Vertreter Ostertag, U., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Ostertag, R., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 70597 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 68914530
Vertragsstaaten BE, DE, GB, IT
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 10.07.1989
EP-Aktenzeichen 894400696
EP-Offenlegungsdatum 17.01.1990
EP date of grant 13.04.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.11.1994
IPC-Hauptklasse D02G 3/36
IPC-Nebenklasse D01H 13/04   B65H 57/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet des Spinnens und hat insbesondere zum Gegenstand Fadenauslenkelemente, von denen jedes zum Auslenken eines Fadens bezüglich eines Fadenrollelementes dient, welches den Faden um sich selbst dreht, insbesondere zur Verwendung in einer Maschine mit hohlen Spindeln, z. B. einer Umspinnmaschine.

Derartige Maschinen bestehen in erster Linie aus unterschiedlichen Umspinn-Modulen, die parallel zueinander angeordnet sind und jeweils Zylinder umfassen, die den Faden abgeben, der zunächst in einer Röhre verläuft, und dann im Inneren einer hohlen Spindel verläuft, wo er die Faser empfängt, die um ihn herumgewickelt wird, wodurch der umsponnene Faden erhalten wird, also das Produkt, das aus der Umspinnmaschine herauskommt.

Derzeit sind diese Maschinen zusätzlich mit Mitteln zum Erzeugen einer falschen Torsion versehen, die noch "Rotafil" genannt werden und eine Gleichförmigkeit der Spannung und der Umspinnung unabhängig von der Spinngeschwindigkeit gewährleisten. Diese "Rotafil" sind jeweils am Ausgang einer jeden der hohlen Spindeln angeordnet, und der Faden wird ständig durch ein Auslenkelement gegen die innenliegende Oberfläche eines jeden "Rotafil" gehalten, z. B. durch eine Rolle oder dergleichen (GB-A-1 603 717). Jeder "Rotafil" hat somit eine innenliegende Oberfläche, deren Form und Material gestatten, den Faden um seine eigene Achse zu rollen. Dieser "Rotafil" besteht z. B. aus elastomerem Polyurethan oder einem Metall, welches mit einer granulierten Oberfläche bedeckt ist, wie sie typischerweise bei der Elektroerosion erhalten wird, oder auch mit Riefen bedeckt ist, ähnlich wie sie auf Rotorausgangs-Elementen vorgesehen sind, die beim offenendigen Spinnen verwendet werden.

Die Gegenwart eines derartigen "Rotafil" ist auch deshalb unerläßlich, damit man das sogenannte amerikanische Verbinden durchführen kann, also indem man den Faden der umwickelten Spule bis hinter die Druckbeule des Streckzylinders zurückführt. In der Tat begünstigt dieser "Rotafil" in großem Ausmaße das Sichverbinden der gestreckten Fasern und des Andrehfadens. Indem man provisorisch die Stange betätigt, welche den Faden gegen den "Rotafil" drückt, erhält man exakt einen das Andrehen begünstigenden Effekt.

Die Mittel zum Erzeugen einer falschen Torsion, die noch "Rotafil" genannt werden, haben jedoch einerseits den Nachteil, daß sie sehr schnell verschleißen, insbesondere im Bereich ihrer innenliegenden Oberflächen, was ein sehr häufiges Ersetzen mit sich bringt, andererseits den Nachteil, daß das Garn zerzaust wird und der Faden grob behandelt wird, was bis zu einem vollständigen Verstopfen der Spindel führen kann, wenn sie, wie dies fast immer der Fall ist, stromab derselben angeordnet ist.

Es wurde nun festgestellt, daß man diese falschen Torsion nur während der drei Phasen der Beschleunigung, der Verzögerung und des Stillstandes der Maschine benötigt. Während des normalen Arbeitens der Maschine ist dagegen eine derartige auf jeden Faden ausgeübte falsche Torsion absolut unnütz.

Das durch die vorliegende Erfindung zu lösende allgemeine Problem liegt folglich darin, eine Vorrichtung zu schaffen, welche die Verwendung eines jeden "Rotafil" auf die drei Phasen der Beschleunigung, der Verzögerung und des Stillstandes der Maschine beschränkt, was bedeutet, daß der Faden nur vorübergehend gegen die innenliegende Oberfläche eines jeden "Rotafil" gelegt wird, der in der Regel am Ausgang der Spindel angeordnet ist. Auf diese Weise wird die Lebensdauer eines jeden "Rotafil" erheblich verlängert. Darüber hinaus wird das Garn nicht mehr zerzaust und der Faden nicht mehr grob beansprucht, was jegliche Gefahren des Verstopfens der Spindel ausräumt.

Hierzu hat die vorliegende Erfindung zum Gegenstand Fadenauslenkelemente, von denen jedes zum Auslenken eines Fadens bezüglich eines Fadenrollelementes dient, welches den Faden um sich selbst dreht, insbesondere zur Verwendung in einer Maschine mit hohlen Spindeln, wobei die Element dadurch gekennzeichnet sind, daß sie für Translationsbewegung und Drehbewegung durch Verlagerungsmittel bewegbar sind, von denen jedes jeweils die Form eines Verbindungselementes hat, durch welches die Fadenauslenkelemente untereinander verbunden sind und welches durch ein Betätigungsmittel zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung bewegbar ist und durch eine elektrische Überwachungseinrichtung gesteuert wird, wobei die erste Stellung beim normalen Arbeiten der Maschine eingestellt wird und in ihr jeder Faden nicht mehr in Berührung mit dem zugeordneten Fadenauslenkelement und damit auch nicht mehr mit dem entsprechenden Fadenrollelement steht, und wobei die zweite Stellung bei Beschleunigungsphasen, bei Verzögerungsphasen und beim Stillstand der Maschine eingestellt wird und in ihr jeder Faden durch das mit ihm in Berührung stehende Fadenauslenkelement gegen das zugeordnete Fadenerollelement gedrückt wird, derart, daß der Faden nur innerhalb dieser drei Phasen die falsche Torsion erhält, die ihm gewährleistet, daß er in diesem Moment unabhängig von der Spinngeschwindigkeit eine Gleichförmigkeit der Spannung und der Umwindung erhält, und daß eines der beiden Enden des Verbindungselementes mit einem Betätigungsmittel verbunden ist und das andere Ende mit der elektrischen Überwachungseinrichtung verbunden ist, wobei ein Haltemittel der letzteren einen elektrischen Kontakt während der drei Phasen der Beschleunigung, der Verzögerung und des Stillstandes der Maschine betätigt, derart, daß die letztere nicht in Gang gesetzt werden kann, wenn nicht dieser elektrische Kontakt betätigt ist, wobei dieser Kontakt freigegeben wird, wenn die Maschine normal läuft.

Die Erfindung wird anhand der nachstehenden Beschreibung besser verstanden werden, die sich auf ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel bezieht, welches unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung erläutert wird und als nicht einschränkendes Beispiel angegeben wird. In der Zeichnung zeigt

Fig. 1 eine seitliche Ansicht und Schnittansicht einer Umspinneinheit, die unmittelbar unterhalb des "Rotafil" mit erfindungsgemäßen in Translation beweglichen Fadenauslenkelementen versehen ist, welche die Form von Zylindern haben;

Fig. 2 eine in unterschiedlichem Maßstab gezeichnete Aufsicht der Verlagerungsmittel für die Fadenauslenkelemente in Form von Haken, gemäß der vorliegenden Erfindung, gezeigt beim normalen Arbeiten der Maschine;

Fig. 3 eine in gleichem Maßstab wie Fig. 2 gezeichnete Aufsicht der Verlagerungsmittel für die erfindungsgemäßen Fadenauslenkelemente, gezeigt während der drei Phasen der Beschleunigung, der Verzögerung und des Stillstandes der Maschine;

Fig. 4 eine in anderem Maßstab gezeichnete seitliche Ansicht eines Verlagerungselementes, welches die Form eines Hebels hat und eines erfindungsgemäßen Fadenauslenkelementes in Form eines Zylinders, gezeigt während der drei Phasen der Beschleunigung, der Verzögerung und des Stillstandes der Maschine; und

Fig. 5 eine Aufsicht auf das in Fig. 4 gezeigte Verlagerungselement.

Erfindungsgemäß sind die Fadenauslenkelemente 1 für den Faden 2 translatorisch und rotatorisch beweglich. Hierzu sind Verlagerungsmittel 5 vorgesehen, von denen jedes die Form eines Verbindungselementes 8 hat, durch welches alle Fadenauslenkelemente 1 miteinander verbunden sind und welches durch ein Betätigungsmittel 9 bewegt und durch eine elektrische Überwachungseinrichtung 12 gesteuert wird. Das Bewegen erfolgt zwischen einer ersten Stellung 6, die beim normalen Arbeiten der Maschine eingenommen wird, wobei dann jeder Faden 2 nicht mehr in Berührung mit dem zugeordneten Fadenauslenkelement und damit mit dem entsprechenden Fadenrollelement steht, und einer zweiten Stellung 7, die in den Phasen der Beschleunigung, der Verzögerung und des Stillstandes der Maschine eingenommen wird und in welcher jeder Faden 2 dann durch das Fadenauslenkelement 1, mit welchem er in Berührung steht, gegen das entsprechende Fadenrollelement 3 gedrückt wird. Auf diese Weiser erhält man ausschließlich in diesen drei Phasen die falsche Torsion, die notwendig ist, um dem Faden in diesem Moment eine Gleichförmigkeit der Spannung und der Umspinnung unabhängig von der Spinngeschwindigkeit zu geben. Dabei ist das eine Ende 10 der beiden Enden 10, 11 des Verbindungselementes 8 mit dem Betätigungsmittel 9 verbunden, während das andere Ende 11 mit der elektrischen Überwachungseinrichtung 12 verbunden ist, die ein Haltemittel 13 aufweist, das einen elektrischen Kontakt 14 innerhalb der drei Phasen der Beschleunigung, der Verzögerung und des Stillstandes der Maschine betätigt. Auf diese Weise kann letztere nur dann in Gang gesetzt werden, wenn der elektrische Kontakt 14 betätigt ist, wobei der letztere freigegeben wird, wenn die Maschine normal läuft.

Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung haben die Verlagerungsmittel 5 die Form eines Verbindungsmittels 8, durch welches alle Fadenauslenkelemente 1 untereinander verbunden sind, welches durch ein Betätigungsmittel 9 bewegt wird und durch eine elektrische Überwachungseinrichtung 12 gesteuert wird.

Wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich, ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung das eine Ende 10 der beiden Enden 10 und 11 des Verbindungsmittels 8 mit dem Betätigungsmittel 9 verbunden, während das andere Ende 11 mit der elektrischen Überwachungseinrichtung 12 verbunden ist, die ein Haltemittel 13 aufweist, durch welches ein elektrischer Kontakt 14 während der drei Phasen der Beschleunigung, der Verzögerung und des Stillstandes der Maschine betätigt wird, das Ganze derart, daß die letztere nicht in Gang gesetzt werden kann, es sei denn der elektrische Kontakt 14 wäre betätigt, wobei letzterer freigegeben wird, wenn die Maschine normal läuft.

Das Haltemittel 13 kann z. B. ein Mitnehmer sein.

Wie in den Fig. 2 und 3 dargestellt, kann das Verbindungsmittel 8 die Form einer Stange haben, die an ihrem Ende 10 mit einem Arbeitszylinder 9 verbunden ist, so daß sie sich gemäß einer Translationsbewegung hin- und herbewegen kann.

Die Fadenauslenkelemente können z. B. die Form eines Hakens 1 haben, der in der Nachbarschaft des Fadenrollelementes 3 für den Faden 2 angeordnet ist (Fig. 2 und 3) oder auch die Form mindestens eines Zylinders, der in der Nachbarschaft des genannten Fadenrollelementes 3 für den Faden 2 angeordnet ist (Fig. 1).

Während des normalen Arbeitens der Maschine, also bei der Herstellung umsponnener Fäden 2, läuft jeder Faden in der Mitte des "Rotafil" 3 und wird durch die Zylinder 15 gezogen und aufgerollt. In der Tat befindet sich die Stange 8 während des normalen Arbeitens der Maschine in der in Fig. 2 gezeigten Stellung, d. h., daß die Haken 1 von jeden umsponnenen Faden 2 entfernt sind, der durch die Mitte des "Rotafil" 3 hindurchläuft und so die innenliegende Oberfläche 16 des "Rotafil" 3 nicht berührt, was zur Folge hat, daß es keinerlei Einwirkung auf den umsponnenen Faden 2 mehr gibt.

Während der drei Phasen der Beschleunigung, der Verzögerung und des Stillstandes der Maschine wird dagegen der umsponnene Faden 2 gegen die innenliegende Oberfläche 16 des "Rotafil" gedrückt, was genauer gesagt durch die Haken 1 erfolgt. Während dieser drei Phasen wird die Stange 8 hierzu durch den Arbeitszylinder 9 in Richtung des Pfeiles 17 bewegt und befindet sich dann in der in Fig. 3 wiedergegebenen Stellung.

Damit stehen die Haken 1 in einer solchen Stellung, in welcher sie ein Auslenken der umsponnenen Fäden 2 herbeiführen. Diese finden sich so in Anlage gegen die innenliegende Oberfläche 16 des "Rotafil" 3, wodurch sie die falsche Torsion erhalten, die ihnen gewährleistet, daß sich in diesem Moment die gewünschte Gleichförmigkeit der Zugspannung und der Umspinnung erhalten. Wenn die Maschine wieder auf normales Arbeiten zurückgestellt wird, drückt der Arbeitszylinder 9 die Stange 8 längs des Pfeiles 18 wieder in die in Fig. 2 gezeigte Stellung zurück, das ist diejenige Stellung, in welcher der umsponnene Faden 2 nicht mehr in Berührung zum "Rotafil" 3 steht.

Der Hub der Translation der Fadenauslenkelemente 1 kann z. B. zwischen 10 und 4 mm, vorzugsweise 20 mm betragen.

Um den gesamten Arbeitsablauf zu steuern hält die am Ende der Stange 8 angebrachte elektrische Überwachungseinrichtung 12 über den Mitnehmer 3 den elektrischen Kontakt 14 während der drei Phasen der Beschleunigung, der Verzögerung und des Stillstandes der Maschine betätigt, das Ganze derart, daß die letztere nicht in Gang gesetzt werden kann, außer dann, wenn der elektrische Kontakt 14 betätigt ist. Es versteht sich, daß bei normalem Lauf der Maschine der elektrische Kontakt 14 freigegeben ist.

Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist jedes Verlagerungsmittel 5 direkt mit jedem Fadenauslenkelement 1 verbunden.

Gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung haben die Verlagerungsmittel 5 jeweils die Form eines Betätigungsmittels 9, wobei letzteres z. B. durch einen Arbeitszylinder realisiert sein kann, der mit der elektrischen Überwachungseinrichtung 12 verbunden ist.

Bei dieser Ausführungsform hat es somit keine Verbindungselement 8 zwischen den genannten Fadenauslenkelement 1 mehr. Letztere werden jeweils für sich betätigt, jedes z. B. durch einen Arbeitszylinder 9.

Die Verlagerungsmittel 5 können auch gleichermaßen direkt die Form z. B. eines Hebels haben, der für sich allein und von Hand mittels eines Griffes 19 (Fig. 4 und 5) betätigbar ist.

Eine derartige Variante wird verwendet, wenn man eine sogenannte amerikanische Verbindung durchführen muß. Damit steht der Faden 2 bei normalem Betrieb der Maschine nicht in Kontakt mit dem Fadenauslenkelement l und auch nicht mit dem Rollelement 3. Während der Phasen der Beschleunigung, der Verzögerung und des Stillstandes der Maschine wird jeder Hebel 5 abgesenkt und das an ihm befestigte Fadenauslenkelement 1 führt eine Auslenkung des Fadens 2 herbei, der sich auf diese Weise in Anlage an den "Rotafil" 16 bringt.

Die Hebel 5 können alle gleichzeitig angehoben oder abgesenkt werden, oder statt dessen könne sie auch, was die vorliegende Variante ausmacht, einzeln über den Griff 19 verstellt werden.

Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt sind, die hier beschrieben wurden und in den beigefügten Zeichnungen wiedergegeben sind. Abwandlungen bleiben möglich, insbesondere im Hinblick auf den Aufbau der verschiedenen Bauteile oder das Ersetzen durch äquivalente technische Maßnahmen, ohne daß in so weit der Schutzbereich der Erfindung verlassen wird.


Anspruch[de]

1. Fadenauslenkelemente (1), von denen jedes zum Auslenken eines Fadens (2) bezüglich eines Fadenrollelementes (3) dient, welches den Faden um sich selbst dreht, insbesondere zur Verwendung in einer Maschine mit hohlen Spindeln (4), z. B. einer Umspinnmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß sie für Translationsbewegung und Drehbewegung durch Verlagerungsmittel (5) bewegbar sind, von denen jedes jeweils die Form eines Verbindungselementes (8) hat, durch welches die Fadenauslenkelemente (1) untereinander verbunden sind und welches durch ein Betätigungsmittel (9) zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung bewegbar ist und durch eine elektrische Überwachungseinrichtung (12) gesteuert ist, wobei die erste Stellung (6) beim normalen Arbeiten der Maschine eingestellt wird und in ihr jeder Faden (2) nicht mehr in Berührung mit dem zugeordneten Fadenauslenkelement und damit auch nicht mit dem entsprechenden Fadenrollelement (3) steht, und wobei die zweite Stellung (7) bei Beschleunigungsphasen, bei Verzögerungsphasen und beim Stillstand der Maschine eingestellt wird und in ihr jeder Faden (2) durch das mit ihm in Berührung stehende Fadenauslenkelement (1) gegen das zugeordnete Fadenrollelement (3) gedrückt wird, derart, daß der Faden nur innerhalb dieser drei Phasen die falsche Torsion erhält, die ihm gewährleistet, daß er in diesem Moment unabhängig von der Spinngeschwindigkeit eine Gleichförmigkeit der Spannung und der Umwindung erhält, und daß eines (10) der beiden Enden (10, 11) des Verbindungselementes (8) mit einem Betätigungsmittel (9) verbunden ist und das andere Ende (11) mit der elektrischen Überwachungseinrichtung (12) verbunden ist, wobei ein Haltemittel der letzteren einen elektrischen Kontakt (14) während der drei Phasen der Beschleunigung, der Verzögerung und des Stillstandes der Maschine betätigt, derart, daß die letztere nicht in Gang gesetzt werden kann, wenn nicht dieser elektrische Kontakt (14) betätigt ist, wobei dieser Kontakt freigegeben wird, wenn die Maschine normal läuft.

2. Fadenauslenkelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (8) die Form einer Stange hat, die an ihrem Ende (10) mit einem Arbeitszylinder (9) verbunden ist, so daß sie sich translatorisch bin- und herbewegen kann.

3. Fadenauslenkelemente (1), von denen jedes zum Auslenken eines Fadens (2) bezüglich eines Fadenrollelementes (3) dient, welches den Faden (2) um sich selbst dreht, insbesondere zur Verwendung in einer Maschine mit hohlen Spindeln (4), z. B. einer Umspinnmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch Verlagerungsmittel (5) in Translation und Rotation zwischen einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung bewegbar sind, wobei die Verlagerungsmittel entweder durch ein Betätigungsmittel (9) bewegt werden, welches durch eine elektrische Überwachungseinrichtung (12) gesteuert wird, oder durch einen Hebel bewegt werden, der mittels eines Griffes (19) individuell betätigbar ist, und wobei die erste Stellung (6) beim formalen Arbeiten der Maschine eingestellt wird und in ihr jeder Faden (2) nicht mehr in Berührung mit dem zugeordneten Fadenauslenkelement und damit auch nicht mit dem entsprechenden Fadenrollelement (3) steht, und wobei die zweite Stellung (7) bei Beschleunigungsphasen, Verzögerungsphasen und beim Stillstand der Maschine eingestellt wird und in ihr jeder Faden (2) durch das mit ihm in Berührung stehende Fadenauslenkelement (1) gegen das zugeordnete Fadenrollelement (3) gedrückt wird, derart, daß der Faden nur innerhalb dieser drei Phasen die falsche Torsion erhält, die ihm gewährleistet, daß er in diesem Moment unabhängig von der Spinngeschwindigkeit eine Gleichförmigkeit der Spannung und der Umwindung erhält, und daß das Betätigungsmittel (9) einen Arbeitszylinder umfaßt, der mit der elektrischen Überwachungseinrichtung (12) verbunden ist, wobei ein Haltemittel (13) der letzteren einen elektrischen Kontakt (14) während der drei Phasen der Beschleunigung, der Verzögerung und des Stillstandes der Maschine betätigt, derart, daß die letztere nicht in Gang gesetzt werden kann, wenn nicht dieser elektrische Kontakt betätigt ist, wobei dieser Kontakt freigegeben wird, wenn die Maschine normal läuft.

4. Fadenauslenkelemente nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Verlagerungsmittel (5) direkt mit jedem Fadenauslenkelement (1) verbunden ist.

5. Fadenauslenkelemente nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Haltemittel (13) die Form eines Daumens hat.

6. Fadenauslenkelemente nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie jeweils die Form eines Hakens (1) aufweisen, der in der Nähe des Fadenrollelementes (3) angeordnet ist.

7. Fadenauslenkelemente nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie jeweils die Form eines Zylinders (1) haben, der in der Nähe des Fadenrollelementes (3) angeordnet ist.

8. Fadenauslenkelemente nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub der Translationsbewegung der Fadenauslenkelemente (1) vorteilhafterweise zwischen 10 und 40 mm, vorzugsweise 20 mm beträgt.







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