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Dokumentenidentifikation DE69010993T2 24.11.1994
EP-Veröffentlichungsnummer 0400348
Titel Warmhalteofen für metallurgische Produkte.
Anmelder Iritecna Società per l'Impiantistica Industriale e l'Assetto del Territorio per Azioni, Genua/Genova, IT
Erfinder Bocci, Giorgio, I-16148 Genova, IT;
Deplano, Stefano, I-16147 Genova, IT;
Millone, Robert, I-16154 Genova, IT;
Patrone, Maurizio, I-16164 Genova, IT
Vertreter Stracke, A., Dipl.-Ing.; Loesenbeck, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 33613 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 69010993
Vertragsstaaten AT, BE, DE, ES, FR, GB, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 03.05.1990
EP-Aktenzeichen 901083394
EP-Offenlegungsdatum 05.12.1990
EP date of grant 27.07.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.11.1994
IPC-Hauptklasse F27B 9/24
IPC-Nebenklasse F27B 9/02   C21D 9/00   F27B 9/30   F27B 9/36   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Warmhalteofen für metallurgische Produkte, insbesondere für Barren, Stangen oder dergleichen, mit einem Förderweg mit Rollen, von denen wenigstens einige angetrieben sind, der sich durch einen thermisch-isolierten Tunnel erstreckt, der aus einer Aufeinanderfolge von Modulen besteht, die jeweils eine untere Platte (Feuerraum) und einer oberen Platte (Abdeckung oder Dach des Ofens) aufweisen, das angehoben und abgesenkt werden kann und das einen Querschnitt in Form eines umgekehrten U hat, wobei der Tunnel ein erstes, passives Gebiet aufweist, das lediglich dazu dient, das Abkühlen der metallurgischen Produkte zu verhindern oder zu verringern, sowie ein aktives, sich daran anschließendes Gebiet, das dazu dient, die metallurgischen Produkte wiederaufzuheizen, und zwar durch Wärmeübertragung mit Hilfe von Brennern, die in der Wölbung der oberen Platten (aktive obere Platten) angeordnet sind, und zwar im aktiven Gebiet des Ofens, wobei die Flammen der Brenner nach unten zu den metallurgischen Produkten auf dem Rollengang gerichtet sind.

Ein Warmhalteofen mit diesen Merkmalen ist Stand der Technik bei der Anmelderin und weiterhin beschrieben in der US-A-2 638 333 und in der US-A-3 374 995.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Warmhalteöfen mit diesen Merkmalen zu verbessern, so daß das Anheben und Absenken der oberen Platten erleichtert wird, daß gleichzeitig die Zufuhr des Brennöls und die Zufuhr der die Verbrennung unterstützenden bzw. bewirkenden Luft zu den Brennern für die oberen Platten erleichtert wird.

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß dadurch, daß jede aktive obere Platte mit Hilfe von Stützarmen an einer schwenkbaren Welle befestigt ist, die drehbar in stationären Lagern montiert sind, und daß die die Verbrennung unterstützende Luft den Brennern für jede aktive obere Platte mit Hilfe einer axialen Leitung an der drehbaren Welle zugeführt wird sowie durch einen Hohlraum in der Welle, und durch stützende Hohlarme für eine obere Platte, und ferner durch Förderleitungen, die an der Platte vorgesehen sind, während das Brennöl den Brenner für jede aktive obere Platte mit Hilfe einer axialen Leitung an der sich drehenden Welle für eine Platte zugeführt wird und durch gemeinsame Leitungen und Verteilerleitungen, die mit der sich drehenden Welle fest verbunden sind, und durch die Stützarme für eine Platte, sowie durch Förderleitung, die an der Platte vorgesehen sind.

Die Brenner im Dach oder in der Wölbung der aktiven Platten im erfindungsgemäßen Ofen können auf geeignete Weise hergestellt werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden Düsenbrenner eingesetzt, die eine sehr kompakte Flamme und einen intensiven Wärmeübergang erzeugen.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, die atmosphärische Verschmutzung im Gebiet um den Warmhalteofen zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Zu diesem Zweck ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung das aktive Gebiet des vorstehend beschriebenen Ofens mit einem Rauchabzugssystem versehen, das wenigstens einen Auslaß aufweist, und vorzugsweise zwei oder mehr Auslässe, die geeignet über die Länge des aktiven Bereichs des Ofens verteilt angeordnet sind1 und die an eine Abzugsleitung für den Rauch angeschlossen sind. Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind der Rauchauslaß oder die Rauchauslässe im Feuerraum des Ofens vorgesehen, und zwar unter dem Rollengang, zwischen zwei aufeinander folgenden Rollen des Rollengangs, und sie sind unter dem Ofen an eine Abzugsleitung für den Rauch angeschlossen. Bei einem weiter bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind eine oder mehrere Platten (aktive Platten) im aktiven Gebiet des Warmhalteofens jeweils mit einem Raucheinlaß versehen, der an eine Auslaßleitung angeschlossen ist, die an der betreffenden aktiven oberen Platte befestigt ist und die mit der Platte zusammen zwischen einer Position beweglich ist, die der abgesenkten Position der betreffenden Platte entspricht, wobei das Auslaßende der Auslaßleitung mit dem Einlaß der stationären Abzugsleitung für den Rauch übereinstimmt und damit in Verbindung steht, und zwischen einer Position entsprechend der angehobenen Position der betreffenden Platte, wobei das Auslaßende der Auslaßleitung vom Einlaß der Abgabeleitung getrennt ist.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Rollen des Rollengangs so zu konstruieren, daß sie fühlbaren Temperaturen und/oder Temperaturschwankungen widerstehen können, denen sie ausgesetzt werden, wobei jedwede thermische Belastung ihrer Endwellen vermieden werden soll. Zu diesem Zweck schlägt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung einen besonderen Rollentyp vor, der von einem rohrförmigen Körper gebildet wird, der an beiden Enden mit Hilfe von konischen, hohlen Kopfstücken geschlossen ist, die die der Drehung dienenden Wellen der Rolle tragen und die mit wärmeisolierendem Material gefüllt sind. Entsprechend einem weiteren Kennzeichen der vorliegenden Erfindung sind die beiden Kopfstücke einer Rolle äußerlich durch Wasserströme gekühlt, und zwar jedes Kopfstück mit Hilfe von wenigstens einem Wasserstrahl, der in den Raum zwischen zwei äußere Rippen des betreffenden Kopfstücks gerichtet ist.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung und die sich daraus ergebenden Vorteile werden zusammen mit weiteren Details aus der nachfolgenden Beschreibung deutlich, wobei auch Bezug auf die beigefügten Zeichnungen genommen wird.

Darin zeigt:

Fig. 1 schematisch eine Draufsicht auf das aktive Gebiet eines erfindungsgemäßen Warmhalteofens;

Fig. 2 in demgegenüber vergrößerten Maßstab eine Draufsicht auf eine der aktiven oberen Platten des Warmhalteofens nach Figur 1;

Fig. 3 schematisch eine Drauf sicht auf einen Teil des Rollengangs, der sich durch den Warmhalteofen nach Figur 1 und 2 erstreckt, wobei auch eine erste Ausführungsform des Systems für den Rauchabzug aus der aktiven Region dargestellt ist;

Fig. 4 in vergrößertem Maßstab einen Axialschnitt durch eine Rolle des Rollengangs nach Figur 3;

Fig. 5 ebenfalls in vergrößertem Maßstab einen Axialschnitt durch die Schwenkachse einer aktiven oberen Platte nach Figur 2;

Fig. 6 einen Schnitt durch das aktive Gebiet des Warmhalteofens am Einlaß des Rauchabzugssystems;

Fig. 7 schematisch eine Ansicht einer Querreihe von Brennern, die in der Wölbung einer aktiven oberen Platte nach Figur 2 angeordnet sind;

Fig. 8 einen einzelnen Brenner einer Querreihe der Brenner, die in der Wölbung einer aktiven oberen Platte angeordnet sind, und zwar in einem Vertikalschnitt längs der Linie VIII-VIII von Figur 7;

Fig. 9 eine abgeänderte Ausführungsform des Rauchabzugssystems in einen Vertikal schnitt durch den Warmhalteofen, und zwar in dessen aktivem Gebiet.

Der zeichnerisch dargestellte Warmhalteofen ist so konstruiert, daß er beispielsweise in einen Rollengang eines Ofens eines Streifenwalzwerks eingesetzt werden kann, und zwar in as den Abschnitt zwischen dem Blockwalzwerk und der Rotationsschere, stromauf dem Nachwerk. Die Erfindung ist aber selbstverständlich auf diese Anordnung des Warmhalteofens nicht beschränkt, der vielmehr für jedweden anderen Zweck benutzt werden kann und der hauptsächlich dazu dient, die Temperatur von metallischen Barren oder Stangen (B) bei deren Transport beizubehalten und/oder zu vergleichmäßigen, während die Barren bearbeitet werden.

Der dargestellte Warmhalteofen weist im wesentlichen eine thermisch-isolierte, tunnelförmige Struktur auf, die einen Rollengang 1 einschließt, der sich durch die Struktur erstreckt. Die einzelnen Rollen 2 des Rollengangs werden mit Hilfe von geeigneten Antrieben 3 angetrieben, die in den Figuren 3 und 9 schematisch gezeigt sind.

Um den Rollen 2 die genügende Widerstandsfähigkeit gegenüber der Temperatur der Barren B mitzuteilen, die längs des Rollengangs transportiert werden, und um die Temperatur der Rollen 2 im wesentlichen konstant und gleichförmig zu halten, obgleich jeder Sektor der Rollen 2 den heißen Barren nur zeitweise und intermetierend berührt, sieht die Erfindung eine bevorzugte Ausführungsform von Rollen 2 vor, die als nicht beschränkendes Beispiel in Figur 4 gezeigt ist. Bei dieser Ausführungsform weist jede Rolle 2 des Rollengangs 1 einen rohrförmigen Körper 4 auf, der an beiden Enden durch konische Kopfstücke 5 geschlossen ist, die Wellen 6 tragen, die die Rollen stützen und zu ihrer Drehung dienen, so daß die Rollen 2 in ihren Lagern 7 drehbar gelagert sind.

Die Kopfstücke 5 sind schüsselförmig und sie sind mit thermischem lsoliermaterial 8 gefüllt. Der Hohlraum jedes Kopfstücks 5 ist zur zylindrischen Bohrung des rohrförmigen Körpers 4 der Rolle 2 mit Hilfe einer Scheibe 9 abgeschlossen. Die konischen Kopfstücke 5 sind vorzugsweise mit dem rohrförmigen Körper 4 der betreffenden Rolle 2 verschweißt und sie können von außen mit Hilfe von Wasser gekühlt werden, und zwar jedes Kopfstück mit Hilfe wenigstens einer Sprühdüse 10, die einen kühlenden Wasserstrahl in den Ringraum 11 richtet, der zwischen zwei radialen Rippen 12 ausgebildet ist, die an der Außenseite des betreffenden Kopfstücks 5 vorgesehen sind.

Zwischen den Rollen 2 des Rollengangs 1 sind stationäre Führungen 40 vorgesehen, die sich längs des Rollengangs 1 erstrecken. Die Oberseite der Führungen befindet sich auf einem Niveau kurz unterhalb des Gleitniveaus der Barren B, das durch die Oberseiten der Rollen definiert wird. Die stationären Führungen 40 verhindern, daß das Vorderende des Barren B sich zwischen zwei Rollen 2 des Rollengangs 1 verkantet. In Figur 3 sind nur einige der Führungen 40 gezeigt.

Der Warmhalteofen weist längs des Rollengangs 1 einen ersten, passiven Abschnitt auf, der zeichnerisch nicht dargestellt ist, und der lediglich dazu dient, das Abkühlen der Barren zu vermeiden oder zu verringern, welches Abkühlen darauf beruht, daß die Barren die Wärme in die Umgebung abstrahlen. Daran schließt sich ein aktives Gebiet an, das dazu dient, die Barren durch die Zufuhr von Wärme wieder auf zuheizen und zu diesem Zweck sind hier Brenner vorgesehen. Alle Figuren beziehen sich auf dieses aktive Gebiet des Warmhalteofens.

Das aktive Gebiet des Warmhalteofens weist eine Aufeinanderfolge von Modulen auf, die jeweils eine untere Platte 13 aufweisen, die in Figur 9 in einer abgeänderten Ausführungsform gezeigt ist. Außerdem weist jedes Modul eine entsprechende obere Platte oder auch obere Deckplatte 14 auf, die im Querschnitt die Form eines umgekehrten U oder ein ähnliches Profil hat. Diese beiden Platten schließen zwischen sich ähnlich wie ein Tunnel den Rollengang 1 ein. Die Konstruktion der Platten 13,14 wird im Detail nicht beschrieben, weil die Konstruktion in Bezug auf die vorliegende Erfindung nicht wichtig ist. Es sei aber darauf hingewiesen, daß die unteren Platten 13 und die oberen Platten 14 des Ofens aus Profilen und Platten hergestellt werden können, die mit Isoliermaterial ausgekleidet sind, und zwar an derjenigen Seite, die zum Inneren des Ofens weist.

Die oberen Platten 14 sind so befestigt, daß sie winkelig aus einer abgesenkten Betriebslage hochgeschwenkt werden können. Die abgesenkte Betriebslage ist in ausgezogenen Linien in den Figuren 6 - 9 gezeigt. Eine teilweise geöffente Position 14' dient zum Entfernen beschädigter Barren und es gibt auch eine vollständig aufgeschwenkte Position 14", die zu Wartungszwecken dient. Beide geöffneten Position 14' und 14" sind gestrichelt in Figur 6 angedeutet. Zu diesem Zweck hängt jede obere Platte 14 an einem Paar Arme 15 und ist an den Armen befestigt, die ihrerseits an einer schwenkbar gelagerten Welle befestigt sind, deren Enden 116 drehbar in entsprechenden Lagern 17 gelagert sind. Die Welle 16 jeder oberen Platte 14 kann begrenzt verschwenkt werden, und zwar mit Hilfe eines zugehörigen Betätigungszylinders 18, der schwenkbar um die Schwenkachse 19 am Rahmen des Ofens befestigt ist und der an einen Hebelarm 20 der Welle 16 angelenkt ist. Jede obere Platte 14 kann unabhängig von den anderen Platten angehoben bzw. abgesenkt werden.

Die einzelnen Module des passiven Gebiets des Ofens können ähnlich wie vorstehend beschrieben konstruiert werden, wobei die oberen und unteren Platten der passiven Region geeignet isoliert sind.

Jede obere Platte 14 der aktiven Region des Ofens weist eine Vielzahl von einzelnen Brennern 21 auf, die in der Wölbung der betreffenden Platte 14 angeordnet sind und die im wesentlichen vertikal nach unten gerichtet sind auf den darunter befindlichen Rollengang 1, d. h. in Richtung zum Barren B, der längs des Rollengangs 1 gefördert wird. Die Brenner 21 jeder aktiven oberen Platte 14 sind in einer Vielzahl von Reihen parallel zueinander ausgerichtet und quer zum Rollengang 1 gerichtet. Die Brenner 21 in jeder Querreihe der Brenner sind in Bezug auf die Brenner 21 der benachbarten Reihe oder der benachbarten Reihen der Brenner versetzt angeordnet. Jede Querreihe von Brennern 21 kann sich über die gesamte Betriebsbreite des Ofens oder doch fast über die gesamte Betriebsbreite des Ofens erstrecken. Bei der zeichnerisch dargestellten Ausführungsform hat jede aktive obere Platte 14 vier Reihen von Brennern 21, wobei jede Reihe durch acht Brenner 21 gebildet wird, die in zwei Gruppen zu jeweils vier Brennern 21 unterteilt sind. Eine Reihe von Brennern 21 ist an beiden Seiten jedes Arms 15 angeordnet, der die aktive obere Platte 14 trägt.

Die Brenner 21 sind vorzugsweise Brenner mit einer kompakten Flammenbildung, die einen intensiven Wärmeübergang erzeugen, beispielsweise eine Flamme ähnlich wie bei einem Schweißbrenner. Eine beispielsweise Ausführungsform eines Brenners 21 dieses Typs ist in Figur 8 gezeigt. Bei diesem Brenner 21 tritt das Brennöl am Eingang 121 ein und fließt durch eine Wirbelvorrichtung und in eine Kammer 23, in die auch die Verbrennungsluft eingeführt wird, und zwar über Löcher 24, die vorzugsweise ebenfalls geneigt angeordnet sind, so daß eine Wirbelbewegung erzeugt wird. Die Flamme tritt aus der Düse 25 koaxial mit der Kammer 23 aus und steht damit in Verbindung. Bei der zeichnerisch dargestellten Ausführungsform ist jede Gruppe der Brenner 21 mit einem Luftkasten 26 verbunden, der abgedichtet an der Platte 14 befestigt ist und der mit den Löchern 24 kommuniziert, um die Verbrennungsluft zuzuführen. Innerhalb des Luftkastens 26 über den Brennern und längs der Brennerreihe befindet sich eine Leitung 27 für die Zufuhr und Verteilung von Brennöl, die über Löcher 127 mit dem Brennöleinlaß 121 jedes Brenners 21 in Verbindung steht.

Die Brennluft wird den einzelnen Luftkästen 26, die mit den Gruppen der Brenner 21 jeder aktiven oberen Platte 14 in Verbindung stehen, durch eine Leitung 28 zugeführt, die axial in einem Endteil der Welle 16 der betreffenden Platte 14 vorgesehen ist, wie es teilweise in den Figuren 2 und 5 gezeigt ist. über die axiale Leitung 28 tritt die Brennluft in den geschlossenen rohrförmigen Körper der Welle 16 ein und strömt dann in die Luftkästen 26 der Gruppen der Brenner 21 durch die Arme 15, die die Platten 14 tragen, wobei die Arme 15 hohl konstruiert sind und an einem Ende über Löcher 115 mit dem rohrf örmigen Körper der Welle 14 in Verbindung stehen und am anderen Ende über Leitungen 29 mit den Luftkästen 26 der Gruppen der Brenner 21 an den aktiven oberen Platten 14. Die Leitungen 29 für die Brennluft öffnen sich beispielsweise seitlich in die jeweiligen Luftkästen 26 und den Luftstrom teilende Leitbleche 30 sind vor ihren Auslässen vorgesehen.

Brennöl wird in Gruppen der Brenner 21 jeder aktiven oberen Platte 14 durch eine Leitung 31 zugeführt, die axial im anderen Endteil der Welle 16 der betreffenden Platte vorgesehen ist. Vergleiche die Figuren 2 und 5. Die Leitung 31 ist über eine radiale gemeinsame Leitung 32 an eine Leitung 33 angeschlossen, die sich außen längs der Welle erstreckt und die mit Leitungen 34 in Verbindung steht, die sich längs der Arme 15 erstrecken, die die aktive obere Platte 14 stützen. Von den gegenüberliegenden Seiten der Leitungen oder Rohre 34 gehen Querleitungen 35 ab, die an die das Brennöl verteilende Leitungen 27 für die Gruppen der Brenner 21 angeschlossen sind.

Die Kammer 23 für die Düsen 25 der Brenner 21 bilden eine Reihe oder eine Gruppe von Brennern, d. h. die vier Brenner 21, die demselben Luftkasten 26 zugeordnet sind, sind miteinander über Querleitungen 36 verbunden und nur einer dieser Brenner 21 hat eine Zündvorrichtung oder einen Zündstopfen 37. Alle Brenner 21 derselben Reihe oder derselben Gruppe können also gleichzeitig über die einzige Zündvorrichtung 37 gezündet werden.

Das aktive Gebiet des Warmhalteofens hat ein Rauchabzugssystem. Bei der beispielsweisen Ausführungsform nach Figur 3 und 6 sind in vorbestimmten Abständen längs des aktiven Gebiets des Ofens, beispielsweise zwischen den einzelnen unteren Platten 13, die den Feuerraum des Ofens ausbilden, Rauchauslässe vorgesehen, die jeweils mit Hilfe von zwei Öffnungen 38 ausgebildet werden, die zwischen zwei Rollen 2 des Rollengangs 1 angeordnet sind, und zwar an beiden Seiten des Führungspaars 40. Die beiden Öffnungen 38 sind über Fülltrichter 39 an eine Leitung 41 angeschlossen, die sich unter dem Ofen quer zum Rollengang 1 erstreckt und die an eine Ausgangsleitung 42 für den Rauchabzug angeschlossen ist, die sich parallel zum Rollengang 1 erstreckt. Die Abzugsleitung 42 für den Rauch kann an eine Abzugsvorrichtung (Naturabzug oder unterstützter Abzug) angeschlossen sein.

Bei der in Figur 9 gezeigten abgeänderten Ausführungsform sind wenigstens einige der oberen Platten 14 des aktiven Gebiets des Ofens mit einer Rauchabzugsleitung 43 ausgerüstet, die mit der oberen Platte 14 einstückig ausgebildet ist und die einen nach oben gerichteten Auslaß 143 hat. In der abgesenkten Position der aktiven oberen Platte 14 paßt der Auslaß 143 der Rauchabzugsleitung 43 zum nach unten gerichteten Einlaß 144 einer stationären Rauchabzugsleitung 44. Wenn die aktive obere Platte 14 angehoben ist und sich zusammen mit der Leitung 43 um die Achse der Welle 16 dreht, so bewegt sich der Auslaß 143 der Leitung 43 hinweg nach unten vom Einlaß 144 der Rauchabzugsleitung 44, so daß das Verschwenken der aktiven oberen Platte 14 mit Hilfe einer sehr einfachen Konstruktion verwirklicht wird.

Die besondere Anordnung und Konstruktion der Brenner beim erfindungsgemäßen Warmnalteofen ermöglichen ein bevorzugtes Wiedererwärmen quer zum Rollengang von den Seiten zur Mitte und umgekehrt.


Anspruch[de]

1. Warmhalteofen für metallurgische Produkte, insbesondere für Barren, Stangen (B) oder dergleichen, mit einem Förderweg (1) mit Rollen (2), von denen wenigstens einige angetrieben sind, der sich durch einen thermisch-isolierten Tunnel erstreckt, der aus einer Aufeinanderfolge von Modulen besteht, die jeweils eine untere Platte (13 - Feuerraum) und einer oberen Platte (14 - Abdeckung oder Dach des Ofens) aufweisen, das angehoben und abgesenkt werden kann und das einen Querschnitt in Form eines umgekehrten U hat, wobei der Tunnel ein erstes, passives Gebiet aufweist, das lediglich dazu dient, das Abkühlen der metallurgischen Produkte (B) zu verhindern oder zu verringern, sowie ein aktives, sich daran anschließendes Gebiet, das dazu dient, die metallurgischen Produkte (B) wiederaufzuheizen, und zwar durch Wärmeübertragung mit Hilfe von Brennern (21), die in der Wölbung der oberen Platten (aktive obere Platten 14) angeordnet sind, und zwar im aktiven Gebiet des Ofens, wobei die Flammen der Brenner nach unten zu den metallurgischen Produkten (B) auf dem Rollengang gerichtet sind, dadurch gekennzeichnet, daß jede aktive obere Platte (14) mit Hilfe von Stützarmen (15) an einer schwenkbaren Welle (16) befestigt ist, die drehbar in stationären Lagern (17) montiert sind, und daß die die Verbrennung unterstützende Luft den Brennern (21) für jede aktive obere Platte (14) mit Hilfe einer axialen Leitung (28) an der drehbaren Welle (16) zugeführt wird sowie durch einen Hohlraum in der Welle, und durch stützende Hohlarme (15) für eine obere Platte, und ferner durch Förderleitungen (29), die an der Platte vorgesehen sind, während das Brennöl den Brenner (21) für jede aktive obere Platte (15) mit Hilfe einer axialen Leitung (21) an der sich drehenden Welle (16) für eine Platte zugeführt wird und durch gemeinsame Leitungen (32) und Verteilerleitungen (33, 34), die mit der sich drehenden Welle (16) fest verbunden sind, und durch die Stützarme (15) für eine Platte, sowie durch Förderleitungen (35), die an der Platte (14) vorgesehen sind.

2. Warmhalteofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede aktive obere Platte (14) mit wenigstens einer Reihe einer Vielzahl von Brennern (21) versehen ist, die miteinander quer zum Rollengang (1) ausgerichtet sind.

3. Warmhalteofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede aktive obere Platte (14) zwei oder mehr Reihen von Brennern (21) aufweist, wobei die Brenner in jeder Reihe in Bezug auf die Brenner in der oder den benachbarten Reihen versetzt angeordnet sind.

4. Warmhalteofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Brenner (21) in derselben Reihe der Brenner einen gemeinsamen Luftkasten (26) haben, der mit einer Leitung (29) für die Zufuhr der die Verbrennung unterstützenden Luft in Verbindung steht, während die Löcher (24) für die Zufuhr der die Verbrennung unterstützenden Luft in die einzelnen Brenner (21) mit dem Luftkasten (26) in Verbindung stehen.

5. Warmhalteofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Brenner (21) in derselben Reihe der Brenner in dem zugehörigen Luftkasten (26) untergebracht sind, wobei ihre Löcher (24) für die Zufuhr der die Verbrennung unterstützenden Luft direkt in den Luftkasten (26) öffnen.

6. Warmhalteofen nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennöleinlässe (121) in die Brenner (21), die einem Luftkasten (26) zugehören und die darin angeordnet sind, an eine Verteilerleitung (27) angeschlossen sind, die sich im Luftkasten (26) längs der Reihe der Brenner (21) erstreckt und die an eine Zufuhrleitung (35) für das Brennöl angeschlossen sind.

7. Warmhalteofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Wölbung der aktiven oberen Platten (14) angeordneten Brenner (21) durch eine sehr kompakte Flamme ausgezeichnet sind.

8. Warmhalteofen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Brenner (21) eine Kammer (23) aufweist, in die das Brennöl und die die Brennung unterstützende Luft eingegeben werden, vorzugsweise koaxial und mit einer Wirbelbewegung, wobei die Kammer (23) mit einer koaxialen Düse (25) zum Verstärken der Flamme in Verbindung steht.

9. Warmhalteofen nach den Patentansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet daß die Düsen (25) von zwei oder mehr Brennern (21) in derselben Reihe der Brenner miteinander über Querleitungen (36) in Verbindung stehen, und daß einer der Brenner an eine Zündvorrichtung (37) angeschlossen ist.

10. Warmhalteofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das aktive Gebiet des Ofens mit einem Rauchabzugssystem versehen ist, das einen oder mehrere Auslässe (38) aufweist, die längs des aktiven Gebiets des Ofens verteilt sind und die mit einer Abzugsleitung (42) für den Rauch verbunden sind.

11. Warmhalteofen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Rauchauslässe (38) im Feuerraum des Ofens unter dem Rollengang angeordnet sind, und zwar zwischen zwei aufeinanderfolgenden Rollen (2) des Rollengangs und daß sie unter dem Ofen über Fülltrichter (39) und Verbindungsleitungen (41) an die Abzugsleitung (42) für den Rauch angeschlossen sind.

12. Warmhalteofen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet daß eine oder mehrere aktive obere Platten (14) jeweils mit wenigstens einem Rauchauslaß versehen sind, der an eine Auslaßleitung (43) für den Rauch angeschlossen ist, die an der betreffenden Platte (14) befestigt ist, und die damit zusammen beweglich ist, und zwar zwischen einer Position entsprechend der abgesenkten Position der betreffenden Platte (14), wobei der Auslaß (143) der Auslaßleitung (43) mit dem Einlaß (144) einer stationären Rauchabzugsleitung (44) zusammenpaßt und damit in Verbindung steht, und andererseits zwischen einer Position entsprechend der angehobenen Position der betreffenden Platte (14), wobei der Auslaß (143) der Auslaßleitung (43) sich vom Einlaß (144) der stationären Abgabeleitung (44) hinwegbewegt.

13. Warmhalteofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (2) des Rollengangs (1) jeweils durch einen rohrförmigen Körper (4) ausgebildet sind, der an beiden Enden mit Hilfe von hohlen, konischen Köpfen (5) geschlossen ist, die die Drehwellen (6) der Rolle tragen und die mit thermisch-isolierendem Material gefüllt sind.

14. Warmhalteofen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Köpfe (5) der Rollen (2) von außen durch Wasserstrahlen gekühlt sind, und zwar jeder von wenigstens einem Wasserstrahl (Sprühdüse 10), der in den Raum (11) zwischen zwei äußeren radialen Rippen (12) des jeweiligen Kopfes gerichtet wird.

15. Warmhalteofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung und Konstruktion der Brenner so getroffen ist, daß ein Erwärmungseffekt quer zum Rollengang von den Seiten zur Mitte des Rollengangs und umgekehrt erhalten wird.







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