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Dokumentenidentifikation DE4418226A1 01.12.1994
Titel Neue Herbizide
Anmelder Ciba-Geigy AG, Basel, CH
Erfinder Kunz, Walter, Dr., Oberwil, CH;
Zeller, Martin, Dr., Baden, CH;
Wenger, Jean, Dr., Wallbach, CH
Vertreter Zumstein, F., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Klingseisen, F., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 80331 München
DE-Anmeldedatum 25.05.1994
DE-Aktenzeichen 4418226
Offenlegungstag 01.12.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.12.1994
IPC-Hauptklasse A01N 43/84
Zusammenfassung 3-Aryluracil-Derivate der Formel I
<formula>
worin
-W- die Gruppe
<formula>
bedeutet, wobei die Bindung an das Ring-Stickstoffatom über das C-Atom erfolgt;
R1 Wasserstoff, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Halogenalkyl, C3- oder C4-Alkenyl oder C3- oder C4-Alkinyl;
R2 Halogen oder Cyano;
R3 Wasserstoff oder Halogen;
R4 Wasserstoff, Halogen oder C1-C4-Alkyl;
R5 C1-C4-Alkyl oder C1-C4-Halogenalkyl, bedeutet; oder
R4 und R5 zusammen -(CH2)n- sind;
n 3 oder 4;
R6 Wasserstoff, Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Halogenalkyl, C3-C6-Cycloalkyl oder Cyano;
R7 Wasserstoff, C1-C6-Alkyl oder C3-C6-Cycloalkyl bedeutet; oder
R6 und R7 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 3- bis 6gliedrigen carbocyclischen Ring bilden;
R8 C1-C4-Alkyl, C3- oder C4-Alkenyl oder C3- oder C4-Alkinyl; und
Q einen unbsubstituierten oder mit Halogen, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Halogenalkyl, C1-C3-Alkoxy, C1-C3-Alkylthio, Nitro und/oder Cyano ein- oder mehrfach substituierten 2-, 3- oder 4-Pyridyl- oder 2-, 3- oder 4-Chinolyl-Rest bedeutet; und
ihre agrochemisch verträglichen kationischen Salze, und sofern R1 Wasserstoff ist, auch ihre agrochemisch verträglichen anionischen Salze,
eignen sich als Wirkstoffe in Unkrautbekämpfungsmitteln.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft neue, herbizid wirksame 3-Aryluracile, Verfahren zu ihrer Herstellung, Mittel, die diese Verbindungen enthalten, sowie ihre Verwendung zum Bekämpfen von Unkräutern, vor allem in Nutzpflanzenkulturen, insbesondere Getreide und Reis, oder zum Hemmen des Pflanzenwachstums.

3-Aryluracile mit herbizider Wirkung sind bekannt und beispielsweise in EP-A-0 195 346, WO 88/10254 und WO 91/00278 beschrieben.

Es wurden nun neue 3-Aryluracile mit herbiziden und wuchshemmenden Eigenschaften gefunden.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind somit Verbindungen der Formel I



worin

-W- die Gruppe



bedeutet, wobei die Bindung an das Ring-Stickstoffatom über das C-Atom erfolgt;

R&sub1; Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, C&sub1;-C&sub4;-Halogenalkyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkenyl oder C&sub3;- oder C&sub4;-Alkinyl;

R&sub2; Halogen oder Cyano;

R&sub3; Wasserstoff oder Halogen;

R&sub4; Wasserstoff, Halogen oder C&sub1;-C&sub4;-Alkyl;

R&sub5; C&sub1;-C&sub4;-Alkyl oder C&sub1;-C&sub4;-Halogenalkyl, bedeutet; oder

R&sub4; und R&sub5; zusammen -(CH&sub2;)n- sind;

n 3 oder 4;

R&sub6; Wasserstoff, Halogen, C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub1;-C&sub6;-Halogenalkyl, C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl oder Cyano;

R&sub7; Wasserstoff, C&sub1;-C&sub6;-Alkyl oder C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl bedeutet; oder

R&sub6; und R&sub7; zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 3- bis 6gliedrigen carbocyclischen Ring bilden;

R&sub8; C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkenyl oder C&sub3;- oder C&sub4;-Alkinyl; und

Q einen unsubstituierten oder mit Halogen, C&sub1;-C&sub3;-Alkyl, C&sub1;-C&sub3;-Halogenalkyl, C&sub1;-C&sub3;-Alkoxy, C&sub1;-C&sub3;-Alkylthio, Nitro und/oder Cyano ein- oder mehrfach substituierten 2-, 3- oder 4-Pyridyl- oder 2-, 3- oder 4-Chinolyl-Rest bedeutet; und

ihre agrochemisch verträglichen kationischen Salze, und sofern R&sub1; Wasserstoff ist, auch ihre agrochemisch verträglichen anionischen Salze.

In den Formeln I der erfindungsgemäßen 3-Aryluracile bedeutet Halogen in den Definitionen der Reste R&sub2;, R&sub3;, R&sub4; und R&sub6; oder als Substituent am Pyridyl- oder Chinolyl-Rest Fluor, Chlor, Brom und Jod, vorzugsweise Fluor, Chlor und Brom.

Die Alkyl-, Alkenyl- und Alkinyl-Reste R&sub1;, R&sub4;, R&sub5;, R&sub6;, R&sub7; und R&sub8; können geradkettig oder verzweigt sein, wobei dies auch für den Alkyl-Teil der Halogenalkyl- und Alkoxy-Gruppen gilt. Als Beispiele solcher Alkyle seien Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sek.-Butyl, tert.-Butyl, sowie die Isomeren von Pentyl und Hexyl, vorzugsweise Alkylgruppen mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen; als Beispiele für Alkenyle seien Allyl, Methallyl oder But-2-en-1-yl und als Beispiele für Alkinyle seien Propargyl, But-2-in-1-yl, und But-3-in-2-yl genannt.

Alkoxy in der Definition von Q bedeutet beispielsweise Methoxy, Ethoxy, n-Propyloxy oder iso-Propyloxy.

Alkylthio in der Definition von Q bedeutet beispielsweise Methylthio, Ethylthio, n-Propylthio oder iso-Propylthio.

Eine Halogenalkyl-Gruppe kann ein- oder mehrere (gleiche oder verschiedene) Halogenatome wie z. B. Fluor, Chlor oder Brom aufweisen, wobei als Beispiele einer mehrfach halogenierten Alkylgruppe Trifluormethyl und Pentafluorethyl genannt seien.

Bei dem als Substituent in Betracht kommenden Cycloalkyl-Rest in den Definitionen von R&sub6; und R&sub7; handelt es sich beispielsweise um Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl.

Bei den anionischen Salzen der Verbindungen der Formel I handelt es sich insbesondere um Alkalimetallsalze, z. B. Natrium- und Kaliumsalze; Erdalkalimetallsalze, z. B. Calcium- und Magnesiumsalze; Ammoniumsalze, d. h. unsubstituierte Ammoniumsalze und mono- oder mehrfach-substituierte Ammoniumsalze, z. B. Triethylammonium- und Methylammoniumsalze, sowie um Salze mit anderen organischen Basen, z. B. mit Pyridin oder Chinuclidin.

Unter den Alkali- und Erdalkalimetallhydroxiden als Salzbildner sind die Hydroxide von Lithium, Natrium, Kalium, Magnesium oder Calcium hervorzuheben, insbesondere aber die von Natrium oder Kalium.

Als Beispiele für zur Ammoniumsalzbildung geeignete Amine kommen sowohl Ammoniak wie auch primäre, sekundäre und tertiäre C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkylamine, C&sub1;-C&sub4;-Hydroxyalkylamine und C&sub2;-C&sub4;-Alkoxyalkylamine in Betracht, beispielsweise Methylamin, Ethylamin, n-Propylamin, iso-Propylamin, die vier isomeren Butylamine, n-Amylamin, iso-Amylamin, Hexylamin, Heptylamin, Octylamin, Nonylamin, Decylamin, Pentadecylamin, Hexadecylamin, Heptadecylamin, Octadecylamin, Methyl-ethylamin, Methyl-iso-propylamin, Methyl-hexylamin, Methyl-nonylamin, Methyl-pentadecylamin, Methyl-octadecylamin, Ethyl-butylamin, Ethyl-heptylamin, Ethyl-octylamin, Hexyl-heptylamin, Hexyl-octylamin, Dimethylamin, Diethylamin, Di-n-propylamin, Di-iso-propylamin, Di-n-butylamin, Di-n-amylamin, Di-iso-amylamin, Dihexylamin, Diheptylamin, Dioctylamin, Ethanolamin, n-Propanolamin, iso-Propanolamin, N,N-Diethanolamin, N-Ethylpropanolamin, N-Butylethanolamin, Allylamin, n-Butenyl-2-amin, n-Pentenyl-2-amin, 2,3-Dimethylbutenyl-2-amin, Di-butenyl-2-amin, n-Hexenyl-2-amin, Propylendiamin, Trimethylamin, Triethylamin, Tri-n-propylamin, Tri-iso-propylamin, Tri-n-butylamin, Tri-iso-butylamin, Tri-sek.-butylamin, Tri-n-amylamin, Methoxyethylamin und Ethoxyethylamin; heterocyclische Amine wie z. B. Pyridin, Chinolin, iso-Chinolin, Morpholin, N-Methylmorpholin, Thiomorpholin, Piperidin, Pyrrolidin, Indolin, Chinuclidin und Azepin; primäre Arylamine wie z. B. Aniline, Methoxyaniline, Ethoxyaniline, o,m,p-Toluidine, Phenylendiamine, Benzidine, Naphthylamine und o,m,p-Chloraniline; insbesondere aber Triethylamin, iso-Propylamin und Di-iso-propylamin.

Bei den kationischen Salzen der Verbindungen der Formel I handelt es sich insbesondere um die Protonierung des Pyridyl- bzw. Chinolyl-Restes Q mit Mineralsäuren und organischen Säuren wie z. B. Salzsäure, Salpetersäure und Schwefelsäure bzw. Ameisensäure, Essigsäure, p-Toluolsulfonsäure, Zitronensäure und Oxalsäure.

Das mögliche Vorhandensein mindestens eines asymmetrischen Kohlenstoffatom in den Verbindungen der Formel I hat zur Folge, daß die Verbindungen sowohl in optisch aktiven Einzelisomeren als auch in Form von racemischen Gemischen auftreten können. In der vorliegenden Erfindung sind unter den Wirkstoffen der Formel I sowohl die reinen optischen Antipoden als auch die Racemate zu verstehen. Liegt eine aliphatische C=C-Doppelbindung vor, so kann auch geometrische Isomerie auftreten. Zudem ist bei denjenigen Verbindungen der Formel I, in denen R&sub1; Wasserstoff bedeutet, nicht

ausgeschlossen, daß Keto-Enol-Tautomerie



auftritt. Die Formel I soll alle diese möglichen Isomeren sowie Gemische davon umfassen.

Bevorzugt sind die 3-Aryluracil-Derivate der Formel Ia



worin R&sub8; Methyl, Ethyl, Allyl oder Propargyl ist; und R&sub2; bis R&sub7; und Q die unter Formel I angegebenen Bedeutungen besitzen; und worin insbesondere R&sub2; Fluor, Chlor, Brom oder Cyano; R&sub3; Wasserstoff oder Fluor; R&sub4; Wasserstoff, Fluor oder Methyl; R&sub5; Methyl, Trifluormethyl oder Pentafluorethyl; R&sub6; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub1;- oder C&sub2;-Halogenalkyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Cycloalkyl oder Cyano; R&sub7; Wasserstoff oder C&sub1;- oder C&sub2;-Alkyl; oder R&sub6; und R&sub7; zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 3- bis 6gliedrigen carbocyclischen Ring bilden; und Q einen unsubstituierten oder durch Fluor, Chlor, Brom, C&sub1;-Halogenalkyl oder C&sub1;- oder C&sub2;-Alkoxy einfachsubstituierten 2-, 3- oder 4-Pyridyl- oder 2-, 3- oder 4-Chinolyl-Rest bedeutet.

Bevorzugt sind ebenfalls die 3-Aryluracil-Derivate der Formel Ib



worin R&sub1; Wasserstoff oder geradkettiges C&sub1;-C&sub4;-Alkyl ist; und R&sub2; bis R&sub7; und Q die unter Formel I angegebenen Bedeutungen besitzen.

Besonders bevorzugt sind hiervon jene 3-Aryluracil-Derivate der Formel Ib, worin R&sub2; Fluor, Chlor, Brom oder Cyano; R&sub3; Wasserstoff oder Fluor; R&sub4; Wasserstoff, Fluor oder Methyl; und R&sub5; Methyl, Trifluormethyl oder Pentafluorethyl bedeutet; insbesondere worin R&sub2; Chlor ist; R&sub3; und R&sub4; Wasserstoff sind; und R&sub5; Trifluormethyl ist.

Ebenfalls bevorzugt sind 3-Aryluracil-Derivate der Formel I, worin R&sub6; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub1;- oder C&sub2;-Halogenalkyl, C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl oder Cyano; und R&sub7; Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub3;-Alkyl ist; insbesondere worin R&sub6; C&sub1;-C&sub3;-Alkyl, Trifluormethyl, Cyclopropyl oder Cyano; und R&sub7; Wasserstoff oder Methyl ist.

Wichtig sind auch die 3-Aryluracil-Derivate der Formel I, worin Q einen unsubstituierten oder mit Fluor, Chlor, Brom, C&sub1;- oder C&sub2;-Alkyl, C&sub1;-Halogenalkyl, C&sub1;- oder C&sub2;-Alkoxy, C&sub1;- oder C&sub2;-Alkylthio, Nitro und/oder Cyano ein- oder mehrfach substituierten 2-, 3- oder 4-Pyridyl- oder 2-, 3- oder 4-Chinolyl-Rest bedeutet.

Besonders bevorzugt sind 3-Aryluracil-Derivate der Formel Ib, worin R&sub1; Wasserstoff oder Methyl; R&sub2; Fluor, Chlor, Brom oder Cyano; R&sub3; Wasserstoff oder Fluor; R&sub4; Wasserstoff, Fluor oder Methyl; R&sub5; Methyl, Trifluormethyl oder Pentafluorethyl; R&sub6; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub1;- oder C&sub2;-Halogenalkyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Cycloalkyl oder Cyano; R&sub7; Wasserstoff oder C&sub1;- oder C&sub2;-Alkyl; und Q einen unsubstituierten oder durch Fluor, Chlor, Brom, C&sub1;-Halogenalkyl oder C&sub1;- oder C&sub2;-Alkoxy einfachsubstituierten 2-, 3- oder 4-Pyridyl- oder 2-, 3- oder 4-Chinolyl-Rest bedeutet.

Hiervon sind insbesondere diejenigen der Formel Ic



besonders wichtig, worin R&sub6; C&sub1;-C&sub3;-Alkyl, Trifluormethyl, Cyclopropyl oder Cyano; R&sub7; Wasserstoff oder Methyl; und Q einen unsubstituierten oder durch Chlor einfachsubstituierten 2-, 3- oder 4-Pyridyl- oder einen unsubstituierten 2-, 3- oder 4-Chinolyl-Rest bedeutet.

Ganz besonders bevorzugt sind 3-Aryluracil-Derivate der Formel Id



worin R&sub6; C&sub1;-C&sub3;-Alkyl ist.

Hiervon sind von ganz besonderer Wichtigkeit diejenigen 3-Aryluracil-Derivate, worin das Kohlenstoffatom *C die (S)-Konfiguration besitzt.

Die Verbindungen der Formel I können über an sich bekannte Verfahren hergestellt werden, und sind dadurch gekennzeichnet, daß man

  • a) zwecks Herstellung derjenigen 3-Aryluracil-Derivate der Formel I, in denen R&sub1; Wasserstoff bedeutet, sowie gegebenenfalls von Metallsalzen dieser Verbindungen, eine Verbindung der Formel IIa oder IIb



    in Gegenwart einer Base B⊖M⊕&sub1; zu einem Salz der Formel IIc



    cyclisiert, wobei in den Formeln IIa, IIb und IIc die Reste R&sub2; bis R&sub7; und Q die unter Formel I angegebenen Bedeutungen besitzen; B⊖ ein Anion, insbesondere Hydroxyd, Carbonat, Alkoholat oder Hydrid; M⊕&sub1; ein Kation, z. B. Alkalimetallion, insbesondere Natrium- oder Kaliumkation; und R&sub9; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, insbesondere C&sub1;-C&sub4;-Alkyl ist; und gegebenenfalls die erhaltenen Salze mit einer Säure in die Verbindungen der Formel I, worin R&sub1; in der Gruppe -W- Wasserstoff, oder in Gegenwart eines Alkylierungsmittels in die Verbindungen der Formel I, worin R&sub1; in der Gruppe -W- entweder C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkenyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkinyl oder C&sub1;-C&sub4;-Halogenalkyl bedeutet, überführt. Als weiteres Produkt kann auch das O-Alkylierungsprodukt der Formel Ia erhalten werden, wobei R&sub2; bis R&sub8; und Q die unter Formel I angegebenen Bedeutungen besitzen;
  • b) zwecks Herstellung derjenigen 3-Aryluracil-Derivate der Formel I, in denen R&sub1; bis R&sub8; und der Rest Q die unter Formel I angegebenen Bedeutungen haben, eine Verbindungen der Formel III



    worin die Gruppe -W- und R&sub2; bis R&sub5; die unter Formel I angegebenen Bedeutungen besitzen, wobei R&sub1; in der Gruppe -W- entweder C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkenyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkinyl oder C&sub1;-C&sub4;-Halogenalkyl bedeutet, und Z Hydroxyl, das entsprechende Alkali- oder Erdalkali-Metallsalz oder das tertiäre Ammoniumsalz des Hydroxyls, oder eine geeignete Abgangsgruppe, vorzugsweise Halogen, insbesondere Chlor, oder Benzoat, Imidazolid, Triazolid, N-Hydroxyphthalimid oder O-Acyl-1,3-dicyclohexylisoharnstoff ist, mit einer Verbindung der Formel IV



    worin R&sub6;, R&sub7; und Q die unter Formel I angegebenen Bedeutungen besitzen, und X Hydroxyl, Halogen, vorzugsweise Brom oder Jod, insbesondere Chlor, oder eine Abgangsgruppe, insbesondere Sulfat, Mesylat oder Tosylat bedeutet, unter üblichen Bedingungen verestert;
  • c) zwecks Herstellung derjenigen 3-Aryluracil-Derivate der Formel I, in denen R&sub1; bis R&sub8; und der Rest Q die unter Formel I angegebenen Bedeutungen besitzen, eine Verbindung der Formel V



    worin die Gruppe -W- und R&sub2; bis R&sub5; die unter Formel I angegebenen Bedeutungen besitzen, wobei R&sub1; in der Gruppe -W- entweder C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkenyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkinyl oder C&sub1;-C&sub4;-Halogenalkyl bedeutet, und R&sub1;&sub0; C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkenyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkinyl oder C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy-C&sub1;-C&sub4;-alkyl bedeutet, einer Umesterungsreaktion mit einer Verbindung der Formel IVa



    worin R&sub6;, R&sub7; und Q die unter Formel I angegebene Bedeutung haben, gegebenenfalls in Gegenwart eines Katalysators, z. B. Orthotitanat, unterwirft, wobei die Hydroxyverbindung der Formel IVa einen höheren Siedepunkt als der Alkohol R&sub1;&sub0;-OH besitzt;
  • d) zwecks Herstellung derjenigen 3-Aryluracil-Derivate der Formel I, worin -W- die Gruppe



    bedeutet, und R&sub2; bis R&sub8; und der Rest Q die unter Formel I angegebenen Bedeutungen haben, eine Verbindung der Formel Ie



    zuerst zur Verbindung der Formel VI



    halogeniert, worin Y Halogen, insbesondere Chlor, bedeutet, und anschließend basenkatalytisch mit einem Alkohol der Formel VII

    R&sub8;-OH (VII)

    oder mit dem entsprechenden Alkoholat der Formel VIIa

    R&sub8;-O⊖M⊕&sub2; (VIIa)

    worin M⊕&sub2; ein Alkalimetall- oder Erdalkalimetall-Ion ist, umsetzt, wobei in der Gruppe -W- und in den Formeln Ie, VI, VII und VIIa die Reste R&sub2; bis R&sub8; und Q die unter Formel I angegebenen Bedeutungen haben.


Die Cyclisierung nach Verfahrensvariante a) erfolgt analog zu US-A-4 746 352.

Nach Beendigung der Cyclisierung liegt das Produkt im Falle der Verwendung einer der in US-A-4 746 352 erwähnten oder verwandten Basen in Form des entsprechenden Alkalimetallsalzes vor. Dieses kann in an sich bekannter Weise isoliert und gereinigt werden, oder man kann das Gemisch ansäuern, um die jeweilige Verbindung der Formel I, worin R&sub1; Wasserstoff ist, zu isolieren. Zu diesem Zwecke verwendet man vorzugsweise eine Mineralsäure, wie Salzsäure, oder eine starke organische Säure, wie Essigsäure oder p-Toluolsulfonsäure.

Als Alkylierungsmittel wird zweckmäßigerweise ein C&sub1;-C&sub4;-Alkyl-, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkenyl- oder C&sub3;- oder C&sub4;-Alkinylhalogenid, insbesondere das diesbezügliche Chlorid oder Bromid, oder -sulfat bzw. ein mehrfach halogeniertes C&sub1;-C&sub4;-Alkan, wie beispielsweise Chlordifluormethan, oder ein mono- oder mehrfach halogeniertes Alken, wie beispielsweise Tetrafluorethen verwendet.

Die Umsetzung nach Verfahrensvariante b) erfolgt nach den Methoden wie sie in S. Patai, "The Chemistry of Carboxylic Acids and Esters", Interscience Publishers, London, 1969; Houben-Weyl, Band VIII, Seite 508 ff.; Synthesis 1981, 333; J. Med. Chem. 17, 337 (1974); Synth. Communic. 1984, 353; und Chemistry Lett. 1985, 123 beschrieben sind.

Die Umesterung eines 3-Aryluracil-Derivats der Formel V, worin R&sub1;&sub0; die angegebene Bedeutung hat, mit einem Alkohol der Formel IVa gemäß Verfahrensvariante c) erfolgt zweckmäßigerweise nach den üblichen säure- oder basenkatalysierten Methoden wie z. B. unter Verfahrensvariante b) angegeben, wobei der leichter flüchtige Alkohol R&sub1;&sub0;-OH laufend aus dem Reaktionsgemisch abdestilliert wird.

Die Halogenierung nach Verfahrenvariante d) der Verbindung der Formel Ie zur Verbindung der Formel VI, worin Y die angegebene Bedeutung hat, und die anschließende Umsetzung mit einem Alkohol der Formel VII oder dem entsprechenden Alkoholat der Formel VIIa, worin R&sub8; die angegebene Bedeutung hat und M⊕&sub2; für ein Alkalimetallion, z. B. Natrium- oder Kaliumkation, oder ein Erdalkalimetallion, z. B. Calcium- oder Magnesiumkation, insbesondere aber für Natriumkation steht, erfolgt analog zu WO 88/10254.

Die Salze der so erhaltenen Verbindungen der Formel I, in denen R&sub1; Wasserstoff bedeutet, können in an sich bekannter Weise hergestellt werden, wie beispielsweise durch Auflösen der Verbindungen der Formel I in einer Lösung einer diesbezüglichen anorganischen oder organischen Base. Die Salzbildung erfolgt in der Regel innert kurzer Zeit bei Raumtemperatur. In einer Ausführungsform wird das Natriumsalz durch Auflösen des Uracilderivats der Formel I in wäßriger Natriumhydroxidlösung bei Raumtemperatur hergestellt, wobei äquivalente Mengen des Uracilderivats und des Natriumhydroxids verwendet werden. Das feste Salz kann dann durch Fällen mit einem geeigneten inerten Lösungsmittel oder durch Abdampfen des Lösungsmittels isoliert werden. Eine weitere Ausführungsform besteht darin, eine wäßrige Lösung eines Alkalimetallsalzes des Uracilderivats der Formel I in eine wäßrige Lösung eines Salzes, das ein anderes Metallkation als ein Alkalimetallkation aufweist, einzuführen, wobei das zweite Metallsalz des Uracilderivats hergestellt wird. Diese Ausführungsform dient im allgemeinen zur Herstellung von Uracil-Metallsalzen, die in Wasser unlöslich sind.

Die erhaltenen Verbindungen der Formel I sowie deren Salze können nach an sich bekannten Methoden isoliert und gereinigt werden. Ferner ist dem Fachmann geläufig, in welcher Reihenfolge gewisse Umsetzungen unter den Verfahrensvarianten a) bis d) zweckmäßig durchzuführen sind.

Sofern keine gezielte Synthese zur Isolierung reiner Isomerer durchgeführt wird, kann das Produkt als Gemisch zweier oder mehrerer Isomerer anfallen. Die Isomeren können nach an sich bekannten Methoden, z. B. analog J. Chromatogr. 595, 63 (1992), aufgetrennt werden. Gewünschtenfalls können beispielsweise reine optisch aktive Isomere auch durch Synthese aus entsprechenden optisch aktiven Ausgangsmaterialien wie z. B. R(+)-1-(4-Pyridyl)-ethanol oder S(-)-1-(4-Pyridyl)-ethanol, beschrieben in EP-A-0 336 619, oder analog zu Heterocycles 30, 871 (1990) oder Chem. Ber. 122, 1375 (1989), hergestellt werden.

Die Ausgangsverbindungen der Formeln IIa und IIb sind neu; sie wurden speziell für die Synthese der erfindungsgemäßen Wirkstoffe der Formel I in Analogie zu bekannten Verfahren, wie z. B. in EP-A-0 260 621 und WO 88/10254 beschrieben, hergestellt.

Die in den Verfahrenvarianten b) bis d) benötigten Ausgangsverbindungen der Formeln III, IV, IVa, V, VII und VIIa sind vorbekannt, z. B. aus EP-A-0 195 346 und WO 88/10254, oder können analog zu bekannten Verfahren hergestellt werden.

Für die erfindungsgemäße Verwendung der Verbindungen der Formel I oder diese enthaltende Mittel kommen alle in der Landwirtschaft üblichen Applikationsmethoden wie z. B. preemergente Applikation, postemergente Applikation und Saatbeizung, sowie verschiedene Methoden und Techniken in Betracht, wie beispielsweise die kontrollierte Wirkstoffabgabe. Dazu wird der Wirkstoff in Lösung auf mineralische Granulatträger oder polymerisierte Granulate (Harnstoff/Formaldehyd) aufgezogen und getrocknet. Gegebenenfalls kann zusätzlich ein Überzug aufgebracht werden (Umhüllungsgranulate), der es erlaubt, den Wirkstoff über einen bestimmten Zeitraum dosiert abzugeben.

Die Verbindungen der Formel I können in unveränderter Form, d. h. wie sie in der Synthese anfallen, eingesetzt werden, vorzugsweise verarbeitet man sie aber auf übliche Weise mit den in der Formulierungstechnik gebräuchlichen Hilfsmitteln z. B. zu emulgierbaren Konzentraten, direkt versprühbaren oder verdünnbaren Lösungen, verdünnten Emulsionen, Spritzpulvern, löslichen Pulvern, Stäubemitteln, Granulaten oder Mikrokapseln. Die Anwendungsverfahren wie Versprühen, Vernebeln, Verstäuben, Benetzen, Verstreuen oder Gießen werden gleich wie die Art der Mittel den angestrebten Zielen und den gegebenen Verhältnissen entsprechend gewählt.

Die Formulierungen, d. h. die den Wirkstoff der Formel I bzw. mindestens einen Wirkstoff der Formel I und gegebenenfalls einen oder mehrere feste oder flüssige Zusatzstoffe enthaltenden Mittel, Zubereitungen oder Zusammensetzungen werden in bekannter Weise hergestellt, z. B. durch inniges Vermischen und/oder Vermahlen der Wirkstoffe mit den Zusatzstoffen wie z. B. Lösungsmittel oder festen Trägerstoffe. Feiner können zusätzlich oberflächenaktive Verbindungen (Tenside) bei der Herstellung der Formulierungen verwendet werden.

Als Lösungsmittel können in Frage kommen: Aromatische Kohlenwasserstoffe, insbesondere die Fraktionen C&sub8; bis C&sub1;&sub2;, wie Mischungen von Alkylbenzolen, z. B. Xylolgemische oder alkylierte Naphthaline; aliphatische und cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe wie Paraffine, Cyclohexan oder Tetrahydronaphthalin; Alkohole, wie Ethanol, Propanol oder Butanol; Glykole sowie deren Ether und Ester, wie Propylenglykol oder Dipropylenglykolether, Ketone wie Cyclohexanon, Isophoron oder Diacetonalkohol, starke polare Lösungsmittel wie N-Methyl-2-pyrrolidon, Dimethylsulfoxid oder Wasser; Pflanzenöle sowie deren Ester, wie Raps-, Ricinus- oder Sojaöl; gegebenenfalls auch Silikonöle.

Als feste Trägerstoffe, z. B. für Stäubemittel und dispergierbare Pulver, werden in der Regel natürliche Gesteinsmehle verwendet, wie Calcit, Talkum, Kaolin, Montmorillonit oder Attapulgit. Zur Verbesserung der physikalischen Eigenschaften können auch hochdisperse Kieselsäure oder hochdisperse saugfähige Polymerisate zugesetzt werden. Als gekörnte, adsorptive Granulatträger kommen poröse Typen wie z. B. Bimsstein, Ziegelbruch, Sepiolit oder Bentonit, als nicht sorptive Trägermaterialien z. B. Calcit oder Sand in Frage. Darüber hinaus kann eine Vielzahl von vorgranulierten Materialien anorganischer oder organischer Natur wie insbesondere Dolomit oder zerkleinerte Pflanzenrückstände verwendet werden.

Als oberflächenaktive Verbindungen kommen je nach der Art des zu formulierenden Wirkstoffes der Formel I nichtionogene, kation- und/oder anionaktive Tenside mit guten Emulgier-, Dispergier- und Netzeigenschaften in Betracht. Unter Tensiden sind auch Tensidgemische zu verstehen.

Geeignete anionische Tenside können sowohl sog. wasserlösliche Seifen wie wasserlösliche synthetische oberflächenaktive Verbindungen sein.

Als Seifen seien die Alkali-, Erdalkali oder gegebenenfalls substituierten Ammoniumsalze von höheren Fettsäuren (C&sub1;&sub0;-C&sub2;&sub2;), wie z. B. die Na- oder K-Salze der Öl- oder Stearinsäure, oder von natürlichen Fettsäuregemischen genannt, die z. B. aus Kokosnuß- oder Talgöl gewonnen werden können. Ferner sind auch die Fettsäure-methyl-taurinsalze zu erwähnen.

Häufiger werden jedoch sog. synthetische Tenside verwendet, insbesondere Fettalkoholsulfonate, Fettalkoholsulfate, sulfonierte Benzimidazolderivate oder Alkylarylsulfonate.

Die Fettalkoholsulfonate oder -sulfate liegen in der Regel als Alkali-, Erdalkali- oder gegebenenfalls substituierte Ammoniumsalze vor und weisen einen Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen auf, wobei Alkyl auch den Alkylteil von Acylresten einschließt, z. B. das Na- oder Ca-Salz der Ligninsulfonsäure, des Dodecylschwefelsäureesters oder eines aus natürlichen Fettsäuren hergestellten Fettalkoholsulfatgemisches. Hierher gehören auch die Salze der Schwefelsäureester und Sulfonsäuren von Fettalkohol-Ethylenoxid- Addukten. Die sulfonierten Benzimidazolderivate enthalten vorzugsweise 2 Sulfonsäuregruppen und einen Fettsäurerest mit 8-22 C-Atomen. Alkylarylsulfonate sind z. B. die Na-, Ca- oder Triethanolaminsalze der Dodecylbenzolsulfonsäure, der Dibutylnaphthalinsulfonsäure, oder eines Naphthalinsulfonsäure-Formaldehydkondensationsproduktes.

Ferner kommen auch entsprechende Phosphate wie z. B. Salze des Phosphorsäureesters eines p-Nonylphenol-(4-14)-Ethylenoxid-Adduktes oder Phospholipide in Frage.

Als nichtionische Tenside kommen in erster Linie Polyglykoletherderivate von aliphatischen oder cycloaliphatischen Alkoholen, gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren und Alkylphenolen in Frage, die 3 bis 30 Glykolethergruppen und 8 bis 20 Kohlenstoffatome im (aliphatischen) Kohlenwasserstoffrest und 6 bis 18 Kohlenstoffatome im Alkylrest der Alkylphenole enthalten können.

Weitere geeignete nichtionische Tenside sind die wasserlöslichen, 20 bis 250 Ethylenglykolethergruppen und 10 bis 100 Propylenglykolethergruppen, enthaltenden Polyethylenoxidaddukte an Polypropylenglykol, Ethylendiaminopolypropylenglykol und Alkylpolypropylenglykol mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette. Die genannten Verbindungen enthalten üblicherweise pro Propylenglykol-Einheit 1 bis 5 Ethylenglykoleinheiten.

Als Beispiele nicht ionischer Tenside seien Nonylphenolpolyethoxyethanole, Ricinusölpolyglykolether, Polypropylen-Polyethylenoxidaddukte, Tributylphenoxypolyethoxyethanol, Polyethylenglykol und Octylphenoxypolyethoxyethanol erwähnt.

Ferner kommen auch Fettsäureester von Polyoxyethylensorbitan wie das Polyoxyethylensorbitan-trioleat in Betracht.

Bei den kationischen Tensiden handelt es sich vor allem um quartäre Ammoniumsalze, welche als N-Substituenten mindestens einen Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen enthalten und als weitere Substituenten niedrige, gegebenenfalls halogenierte Alkyl-, Benzyl- oder niedrige Hydroxyalkylreste aufweisen. Die Salze liegen vorzugsweise als Halogenide, Methylsulfate oder Ethylsulfate vor, z. B. das Stearyltrimethylammoniumchlorid oder das Benzyldi-(2-chlorethyl)-ethylammoniumbromid.

Die in der Formulierungstechnik gebräuchlichen Tenside, die auch in den erfindungsgemäßen Mitteln verwendet werden können, sind u. a. in folgenden Publikationen beschrieben:

  • - "Mc Cutcheon&min;s Detergents and Emulsifiers Annual", Mc Publishing Corp., Glen Rock, New Jersey, 1988.
  • - M. and J. Ash, "Encyclopedia of Surfactants", Vol. I-III, Chemical Publishing Co., New York, 1980-1981.
  • - Dr. Helmut Stache "Tensid-Taschenbuch", Carl Hanser Verlag, München/Wien 1981.


Die herbiziden Zubereitungen enthalten in der Regel 0,1 bis 99%, insbesondere 0,1 bis 95%, Wirkstoff der Formel I, 1 bis 99% eines festen oder flüssigen Formulierungshilfsmittels und 0 bis 25%, insbesondere 0,1 bis 25% eines Tensides.

Während als Handelsware eher konzentrierte Mittel bevorzugt werden, verwendet der Endverbraucher in der Regel verdünnte Mittel.

Die Mittel können auch weitere Zusätze wie Stabilisatoren z. B. gegebenenfalls epoxydierte Pflanzenöle (epoxydiertes Kokosnußöl, Rapsöl oder Sojaöl), Entschäumer, z. B. Silikonöl, Konservierungsmittel, Viskositätsregulatoren, Bindemittel, Haftmittel sowie Dünger oder andere Wirkstoffe zur Erzielung spezieller Effekte enthalten.

Insbesondere setzen sich bevorzugte Formulierungen folgendermaßen zusammen (% = Gewichtsprozent):

Emulgierbare Konzentrate: Aktiver Wirkstoff: 1 bis 90%, vorzugsweise 5 bis 50% oberflächenaktives Mittel: 5 bis 30%, vorzugsweise 10 bis 20% Lösungsmittel: 15 bis 94%, vorzugsweise 70 bis 85% Stäube: Aktiver Wirkstoff: 0,1 bis 50%, vorzugsweise 0,1 bis 1% festes Trägermittel: 99,9 bis 90%, vorzugsweise 99,9 bis 99% Suspensions-Konzentrate: Aktiver Wirkstoff: 5 bis 75%, vorzugsweise 10 bis 50% Wasser: 94 bis 24%, vorzugsweise 88 bis 30% oberflächenaktives Mittel: 1 bis 40%, vorzugsweise 2 bis 30% Benetzbare Pulver: Aktiver Wirkstoff: 0,5 bis 90%, vorzugsweise 1 bis 80% oberflächenaktives Mittel: 0,5 bis 20%, vorzugsweise 1 bis 15% festes Trägermaterial: 5 bis 95%, vorzugsweise 15 bis 90% Granulate: Aktiver Wirkstoff: 0,1 bis 30%, vorzugsweise 0,1 bis 15% festes Trägermittel: 99,5 bis 70%, vorzugsweise 97 bis 85%


Die Wirkstoffe der Formel I werden in der Regel mit Aufwandmengen von 0,001 bis 4 kg/ha insbesondere 0,005 bis 2 kg/ha erfolgreich eingesetzt. Die für die erwünschte Wirkung erforderliche Dosierung kann durch Versuche ermittelt werden. Sie ist abhängig von der Art der Wirkung, dem Entwicklungsstadium der Kulturpflanze und des Unkrauts sowie von der Applikation (Ort, Zeit, Verfahren) und kann, bedingt durch diese Parameter, innerhalb weiter Bereiche variieren.

Die Verbindungen der Formel I zeichnen sich durch selektive herbizide Eigenschaften aus, die sie ausgezeichnet zum Einsatz in Kulturen von Nutzpflanzen, insbesondere in Getreide und Reis befähigen.

Unter Kulturen sind auch solche zu verstehen, die durch konventionelle züchterische oder gentechnologische Methoden gegen Herbizide bzw. Herbizidklassen tolerant gemacht worden sind.

Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung weiter, ohne sie zu beschränken.

Herstellungsbeispiele Beispiel H1: (R,S)-2-Chlor-5-[3,6-dihydro-2,6-dioxo-3-methyl-4-trifluormethyl- 1(2H)-pyrimidinyl]-benzoesäure-1-(4-pyridyl)-ethylester


Ein Gemisch aus 6,9 g Triethylamin, 0,1 g 4-Dimethylaminopyridin und 8,5 g (R,S)-1-(4-Pyridyl)-ethanol wird in 100 ml Dimethoxyethan vorgelegt. Dazu tropft man innerhalb einer Stunde eine Lösung von 23,1 g 2-Chlor-5-[3,6-dihydro-2,6-dioxo- 3-methyl-4-trifluormethyl-1-(2H)-pyrimidinyl]-benzoesäurechlorid, gelöst in 400 ml Dimethoxyethan langsam zu. Die Reaktion wird während 2 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, über Nacht stehengelassen und auf 1000 ml Eiswasser gegossen. Die organische Phase wird abgetrennt und die wäßrige Phase mit 500 ml Essigsäureethylester extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden neutralgewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Das erhaltene Rohprodukt wird über 600 g Kieselgel mit Essigsäureethylester/n-Hexan 7/3 als Elutionsmittel chromatographiert. Das gewünschte Produkt (R,S)-2-Chlor-S-[3,6-dihydro-2,6-dioxo-3-methyl-4-trifluormethyl- 1(2H)-pyrimidinyl]-benzoesäure-1-(4-pyridyl)-ethylester wird als amorphes Pulver erhalten.

¹H-NMR. (300 MHz; CDCl&sub3;): 8,6 ppm (d, 2H); 7,8 ppm (d, 1H); 7,6 ppm (d, 1H); 7,3 ppm (m, 3H); 6,4 ppm (s, 1H); 6,1 ppm (q, 1H); 3,6 ppm (s, 3H); 1,65 ppm (d, 3H).

MS.: m/e 453.

Auf analoge Weise können die in der folgenden Tabelle 1 zusammengestellten Verbindungen der Formel Ic hergestellt werden. Tabelle 1 Verbindungen der Formel Ic



Formulierungsbeispiele für Wirkstoffe der Formel I (% = Gewichtsprozent)



Aus solchen Konzentraten können durch Verdünnung mit Wasser Emulsionen jeder gewünschten Konzentration hergestellt werden.



Die Lösungen sind zur Anwendung in Form kleinster Tropfen geeignet.



Der Wirkstoff wird mit den Zusatzstoffen gut vermischt und in einer geeigneten Mühle gut vermahlen. Man erhält Spritzpulver, die sich mit Wasser zu Suspensionen jeder gewünschten Konzentration verdünnen lassen.



Der Wirkstoff wird in Methylenchlorid gelöst, auf den Träger aufgesprüht und das Lösungsmittel anschließend im Vakuum abgedampft.



Der fein gemahlene Wirkstoff wird in einem Mischer auf das mit Polyethylenglykol angefeuchtete Trägermaterial gleichmäßig aufgetragen. Auf diese Weise erhält man staubfreie Umhüllungs-Granulate.



Der Wirkstoff wird mit den Zusatzstoffen vermischt, vermahlen und mit Wasser angefeuchtet. Dieses Gemisch wird extrudiert und anschließend im Luftstrom getrocknet.



Man erhält anwendungsfertige Stäubemittel, indem der Wirkstoff mit den Trägerstoffen vermischt und auf einer geeigneten Mühle vermahlen wird.



Der feingemahlene Wirkstoff wird mit den Zusatzstoffen innig vermischt. Man erhält so ein Suspensions-Konzentrat, aus welchem durch Verdünnen mit Wasser Suspensionen jeder gewünschten Konzentration hergestellt werden können.

Biologische Beispiele Beispiel B1: Herbizidwirkung vor dem Auflaufen der Pflanzen (pre-emergent)

Monokotyle und dikotyle Testpflanzen werden in Kunststofftöpfen in Standarderde angesät. Unmittelbar nach der Saat werden die Prüfsubstanzen in wäßriger Suspension, hergestellt aus einem 25% Spritzpulver (Beispiel F3, b)), entsprechend der Dosierung von 0,5-4 kg AS/ha aufgesprüht (500 l Wasser/ha). Anschließend werden die Testpflanzen im Gewächshaus unter optimalen Bedingungen kultiviert. Nach 3 Wochen Testdauer wird der Versuch mit einer neunstufigen Notenskala (1 = vollständige Schädigung, 9 = keine Wirkung) ausgewertet. Boniturnoten von 1 bis 4 (insbesondere 1 bis 3) bedeuten eine gute bis sehr gute Herbizidwirkung.

Testpflanzen: Avena, Setaria, Sinapis, Stellaria.

In diesem Versuch zeigen die Verbindungen der Tabelle 1 starke Herbizidwirkung.

Beispiele für die gute Herbizidwirkung sind in Tabelle B1 aufgeführt. Tabelle B1 Pre-emergente Wirkung



Dieselben Resultate werden erhalten, wenn man die Verbindungen der Formel I gemäß den Beispielen F1, F2 und F4 bis F8 formuliert.

Beispiel B2: Post-emergente Herbizid-Wirkung (Kontaktherbizid)

Monokotyle und dikotyle Testpflanzen werden im Gewächshaus in Kunststofftöpfen mit Standarderde angezogen und im 4- bis 6-Blattstadium mit einer wäßrigen Suspension der Prüfsubstanzen der Formel I, hergestellt aus einem 25%igen Spritzpulver (Beispiel F3, b)), besprüht, entsprechend einer Dosierung von 0,5-4 kg AS/ha (500 l Wasser/ha). Anschließend werden die Testpflanzen im Gewächshaus unter optimalen Bedingungen weiterkultiviert. Nach ca. 18 Tagen Testdauer wird der Versuch ausgewertet mit einer neunstufigen Notenskala (1 = vollständige Schädigung, 9 = keine Wirkung). Boniturnoten von 1 bis 4 (insbesondere 1 bis 3) bedeuten eine gute bis sehr gute Herbizidwirkung.

Testpflanzen: Avena, Setaria, Sinapis, Stellaria.

Auch in diesem Versuch zeigen die Verbindungen der Formel I gemäß den Beispielen in Tabelle 1 starke Herbizidwirkung.

Beispiele für die gute Herbizidwirkung sind in Tabelle B2 aufgeführt. Tabelle B2 Post-emergente Wirkung



Dieselben Resultate werden erhalten, wenn man die Verbindungen der Formel I gemäß den Beispielen F1, F2 und F4 bis F8 formuliert.


Anspruch[de]
  1. 1. Verbindungen der Formel I



    worin

    -W- die Gruppe



    bedeutet, wobei die Bindung an das Ring-Stickstoffatom über das C-Atom erfolgt;

    R&sub1; Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, C&sub1;-C&sub4;-Halogenalkyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkenyl oder C&sub3;- oder C&sub4;-Alkinyl;

    R&sub2; Halogen oder Cyano;

    R&sub3; Wasserstoff oder Halogen;

    R&sub4; Wasserstoff, Halogen oder C&sub1;-C&sub4;-Alkyl;

    R&sub5; C&sub1;-C&sub4;-Alkyl oder C&sub1;-C&sub4;-Halogenalkyl, bedeutet; oder

    R&sub4; und R&sub5; zusammen -(CH&sub2;)n- sind;

    n 3 oder 4;

    R&sub6; Wasserstoff, Halogen, C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub1;-C&sub6;-Halogenalkyl, C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl oder Cyano;

    R&sub7; Wasserstoff, C&sub1;-C&sub6;-Alkyl oder C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl bedeutet; oder

    R&sub6; und R&sub7; zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 3- bis 6gliedrigen carbocyclischen Ring bilden;

    R&sub8; C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkenyl oder C&sub3;- oder C&sub4;-Alkinyl; und

    Q einen unsubstituierten oder mit Halogen, C&sub1;-C&sub3;-Alkyl, C&sub1;-C&sub3;-Halogenalkyl, C&sub1;-C&sub3;-Alkoxy, C&sub1;-C&sub3;-Alkylthio, Nitro und/oder Cyano ein- oder mehrfach substituierten 2-, 3- oder 4-Pyridyl- oder 2-, 3- oder 4-Chinolyl-Rest bedeutet; und

    ihre agrochemisch verträglichen kationischen Salze, und sofern R&sub1; Wasserstoff ist, auch ihre agrochemisch verträglichen anionischen Salze.
  2. 2. Verbindungen nach Anspruch I der Formel Ia



    worin R&sub8; Methyl, Ethyl, Allyl oder Propargyl ist; und R&sub2; bis R&sub7; und Q die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen.
  3. 3. Verbindungen nach Anspruch 2, worin R&sub2; Fluor, Chlor, Brom oder Cyano; R&sub3; Wasserstoff oder Fluor; R&sub4; Wasserstoff, Fluor oder Methyl; R&sub5; Methyl, Trifluormethyl oder Pentafluorethyl; R&sub6; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub1;- oder C&sub2;-Halogenalkyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Cycloalkyl oder Cyano; R&sub7; Wasserstoff oder C&sub1;- oder C&sub2;-Alkyl; oder R&sub6; und R&sub7; zusammen mit dem Kohlenstoffatom an das sie gebunden sind, einen 3- bis 6gliedrigen carbocyclischen Ring bilden; und Q einen unsubstituierten oder durch Fluor, Chlor, Brom, C&sub1;-Halogenalkyl oder C&sub1;- oder C&sub2;-Alkoxy einfachsubstituierten 2-, 3- oder 4-Pyridyl- oder 2-, 3- oder 4-Chinolyl-Rest bedeutet.
  4. 4. Verbindungen nach Anspruch 1 der Formel Ib



    worin R&sub1; Wasserstoff oder geradkettiges C&sub1;-C&sub4;-Alkyl ist; und R&sub2; bis R&sub7; und Q die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen.
  5. 5. Verbindungen nach Anspruch 4, worin R&sub2; Fluor, Chlor, Brom oder Cyano; R&sub3; Wasserstoff oder Fluor; R&sub4; Wasserstoff, Fluor oder Methyl; und R&sub5; Methyl, Trifluormethyl oder Pentafluorethyl bedeutet.
  6. 6. Verbindungen nach Anspruch 5, worin R&sub2; Chlor ist; R&sub3; und R&sub4; Wasserstoff sind; und R&sub5; Trifluormethyl ist.
  7. 7. Verbindungen nach Anspruch 1, worin R&sub6; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub1;- oder C&sub2;-Halogenalkyl, C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl oder Cyano; und R&sub7; Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub3;-Alkyl ist.
  8. 8. Verbindungen nach Anspruch 7, worin R&sub6; C&sub1;-C&sub3;-Alkyl, Trifluormethyl, Cyclopropyl oder Cyano; und R&sub7; Wasserstoff oder Methyl ist.
  9. 9. Verbindungen nach Anspruch 1, worin Q einen unsubstituierten oder mit Fluor, Chlor, Brom, C&sub1;- oder C&sub2;-Alkyl, C&sub1;-Halogenalkyl, C&sub1;- oder C&sub2;-Alkoxy, C&sub1;- oder C&sub2;-Alkylthio, Nitro und/oder Cyano ein- oder mehrfach substituierten 2-, 3- oder 4-Pyridyl- oder 2-, 3- oder 4-Chinolyl-Rest bedeutet.
  10. 10. Verbindungen nach Anspruch 4, worin R&sub1; Wasserstoff oder Methyl; R&sub2; Fluor, Chlor, Brom oder Cyano; R&sub3; Wasserstoff oder Fluor; R&sub4; Wasserstoff, Fluor oder Methyl; R&sub5; Methyl, Trifluormethyl oder Pentafluorethyl; R&sub6; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub1;- oder C&sub2;-Halogenalkyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Cycloalkyl oder Cyano; R&sub7; Wasserstoff oder C&sub1;- oder C&sub2;-Alkyl; und Q einen unsubstituierten oder durch Fluor, Chlor, Brom, C&sub1;-Halogenalkyl oder C&sub1;- oder C&sub2;-Alkoxy einfachsubstituierten 2-, 3- oder 4-Pyridyl- oder 2-, 3- oder 4-Chinolyl-Rest bedeutet.
  11. 11. Verbindungen nach Anspruch 10 der Formel Ic



    worin R&sub6; C&sub1;-C&sub3;-Alkyl, Trifluormethyl, Cyclopropyl oder Cyano; R&sub7; Wasserstoff oder Methyl; und Q einen unsubstituierten oder durch Chlor einfachsubstituierten 2-, 3- oder 4-Pyridyl- oder einen unsubstituierten 2-, 3- oder 4-Chinolyl-Rest bedeutet.
  12. 12. Verbindungen nach Anspruch 11 der Formel Id



    worin R&sub6; C&sub1;-C&sub3;-Alkyl ist.
  13. 13. Verbindungen nach Anspruch 12, worin das Kohlenstoffatom *C die (S)-Konfiguration besitzt.
  14. 14. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der Formel IIa oder IIb



    in Gegenwart einer Base B⊖M⊕&sub1; zu einem Salz der Formel IIc



    cyclisiert, wobei in den Formeln IIa, IIb und IIc die Reste R&sub2; bis R&sub7; und Q die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen; B⊖ ein Anion, insbesondere Hydroxyd, Carbonat, Alkoholat oder Hydrid; M⊕&sub1; ein Kation, insbesondere Natrium- oder Kaliumkation; und R&sub9; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, insbesondere C&sub1;-C&sub4;-Alkyl ist; und gegebenenfalls die erhaltenen Salze mit einer Säure in die Verbindungen der Formel I, worin R&sub1; in der Gruppe -W- Wasserstoff, oder in Gegenwart eines Alkylierungsmittels in die Verbindungen der Formel I, worin R&sub1; in der Gruppe -W- entweder C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkenyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkinyl oder C&sub1;-C&sub4;-Haloalkyl bedeutet, überführt.
  15. 15. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der Formel III



    worin die Gruppe -W- und R&sub2; bis R&sub5; die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen, wobei R&sub1; in der Gruppe -W- entweder C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkenyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkinyl oder C&sub1;-C&sub4;-Halogenalkyl bedeutet, und Z Hydroxyl, das entsprechende Alkali- oder Erdalkali-Metallsalz oder das tertiäre Ammoniumsalz des Hydroxyls, oder eine Abgangsgruppe, vorzugsweise Halogen, insbesondere Chlor, oder Benzoat, Imidazolid, Triazolid, N-Hydroxyphthalimid oder O-Acyl-1,3-dicyclohexylisoharnstoff ist, mit einer Verbindung der Formel IV



    worin R&sub6;, R&sub7; und Q die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen, und X Hydroxyl, Halogen, vorzugsweise Brom oder Jod, insbesondere Chlor, oder eine Abgangsgruppe, insbesondere Sulfat, Mesylat oder Tosylat bedeutet, unter üblichen Bedingungen verestert.
  16. 16. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der Formel V



    worin die Gruppe -W- und R&sub2; bis R&sub5; die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen, wobei R&sub1; in der Gruppe -W- entweder C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkenyl, C&sub3;- oder C&sub4;-Alkinyl oder C&sub1;-C&sub4;-Halogenalkyl bedeutet, und R&sub1;&sub0; C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkenyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkinyl oder C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy-C&sub1;-C&sub4;-alkyl bedeutet, einer Umesterungsreaktion mit einer Verbindung der Formel IVa



    worin R&sub6;, R&sub7; und Q die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben, gegebenenfalls in Gegenwart eines Katalysators, vorzugsweise Orthotitanat, unterwirft, wobei die Hydroxyverbindung der Formel IVa einen höheren Siedepunkt als der Alkohol R&sub1;&sub0;-OH besitzt.
  17. 17. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I gemäß Anspruch 1, worin -W- die Gruppe



    bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der Formel Ie



    zuerst zur Verbindung der Formel VI



    halogeniert, worin Y Halogen, insbesondere Chlor, bedeutet, und anschließend basenkatalytisch mit einem Alkohol der Formel VII

    R&sub8;-OH (VII)

    oder mit dem entsprechenden Alkoholat der Formel VIIa

    R&sub8;-O⊖M⊕&sub2; (VIIa)

    worin M⊕&sub2; ein Alkalimetall- oder Erdalkalimetall-Ion ist, umsetzt, wobei in der Gruppe -W- und in den Formeln Ie, VI, VII und VIIa die Reste R&sub2; bis R&sub8; und Q die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen haben.
  18. 18. Ein herbizides und den Pflanzenwuchs hemmendes Mittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem oder mehreren Verbindungen der Formel I, gemäß Anspruch 1.
  19. 19. Mittel gemäß Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß es zwischen 0,1% und 95% Verbindung der Formel I gemäß Anspruch 1 enthält.
  20. 20. Verfahren zur Bekämpfung unerwünschten Pflanzenwachstums, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der Formel I, gemäß Anspruch 1, oder ein diese Verbindung enthaltendes Mittel in einer wirksamen Menge auf die Pflanzen oder deren Lebensraum appliziert.
  21. 21. Verfahren gemäß Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der Formel I in Mengen zwischen 0,001 und 4 kg pro Hektar appliziert.
  22. 22. Verfahren gemäß Anspruch 20 zur selektiven pre- oder post-emergenten Bekämpfung von Unkräutern in Nutzpflanzenkulturen, insbesondere Getreide und Reis.
  23. 23. Verwendung eines Mittels gemäß Anspruch 18 zur selektiven pre- oder post-emergenten Bekämpfung von Unkräutern in Nutzpflanzenkulturen, ins besondere Getreide und Reis.






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