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Dokumentenidentifikation DE4143318C2 05.01.1995
Titel Montageeinheit zur Verwendung in einer Einrichtung zum Zeichnen und Schreiben
Anmelder Gerber Garment Technology, Inc., Tolland, Conn., US
Erfinder Gerber, Heinz Joseph, West Hartford, Conn., US;
Bakoledis, Andrew George, Clinton, Conn., US
Vertreter Schaumburg, K., Dipl.-Ing.; Thoenes, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 81679 München
DE-Anmeldedatum 12.04.1991
DE-Aktenzeichen 4143318
File number of basic patent 41120337
Offenlegungstag 17.10.1991
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.01.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.1995
IPC-Hauptklasse B43L 13/00
Zusammenfassung Eine Montageeinheit zur Verwendung in einer Einrichtung zum Zeichnen und Schreiben auf eine Unterlage, insbesondere in einem Plotter, hat einen Schreibstift (30) mit einem Tubus (62), der an einem Ende ein Tintenübertragungsmittel und am gegenüberliegenden Ende eine Öffnung hat. In einem Tintengefäß (50) mit einem Entnahmeabschnitt (80) zur Tintenentnahme und einen Einlaßabschnitt (82) zur Luftzuführung sowie mit einer Kammer (78) zwischen dem Entnahmeabschnitt (80) und dem Einlaßabschnitt (82) ist ein Element (86) angeordnet, das in der Kammer (78) axial beweglich ist, den Entnahmeabschnitt (80) vom Einlaßabschnitt (82) dichtend abteilt und die Kammer (78) in einen Tintenabschnitt (88), in dem sich Tinte befindet und der mit dem Entnahmeabschnitt (80) in Verbindung steht, und in einen Luftabschnitt (92) unterteilt, in dem sich Luft befindet und der mit dem Einlaßabschnitt (82) in Verbindung steht. Zwischen dem Entnahmeabschnitt (80) und der Öffnung des Tubus (62) verläuft eine Versorgungsleitung (66). Die Versorgungsleitung (66), der Schreibstift (30) und das Tintengefäß (50) bilden eine austauschbare Baueinheit, wobei die Versorgungsleitung (66) mit dem Entnahmeabschnitt (80) und der Öffnung des Tubus (62) dauerhaft verbunden ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Montageeinheit zum Einsetzen in Geräte zum Zeichnen und Schreiben, insbesondere in einen Plotter.

Für Plotter und andere Schreib- oder Zeicheneinrichtungen werden Schreibstifte verwendet, die nach dem Kugelschreiberprinzip oder nach dem Prinzip der kapillaren Röhre arbeiten. Für diese Schreibstifte ist es erforderlich, einen angemessenen Tintenvorrat während des Zeichnens vorzusehen, damit Linien mit hoher Qualität und ohne Lücken erzeugt werden. Zum Zeichnen mit hoher Geschwindigkeit erfordert dies im allgemeinen, daß die dem Schreibstift zugeführte Tinte mit Druck beaufschlagt wird.

In der Vergangenheit sind zahlreiche Versuche unternommen worden, die die Versorgung des Schreibstiftes mit Tinte unter Druck betreffen. Bei einem bekannten Gegenstand hat ein Schreibstift einen Schreibstifttubus, der eine bestimmte Menge Tinte enthält und der mit einer kleinen Kapsel, die Preßluft oder ein anderes Gas enthält, verbunden wird, die die Tinte im Schreibstifttubus während der Lebensdauer eines Schreibstiftes unter Druck setzt. Nachteilig ist hierbei, daß der Schreibstifttubus nur eine kleine Tintenmenge enthalten kann, so daß die Lebensdauer des Schreibstiftes kurz ist und die Zeicheneinrichtung häufig angehalten werden muß, um den Schreibstift auszutauschen. Auch wenn die Zeicheneinrichtung aufmerksam beobachtet wird, kann es vorkommen, daß sie noch weiterarbeitet, obwohl die Tinte aufgebraucht ist. In einem solchen Fall ist es erforderlich, daß ein Neustart des Zeichnens erfolgen und die bereits geleistete Arbeit nach dem Austauschen des leeren Schreibstiftes gegen einen neuen Schreibstift wiederholt werden muß, was erheblichen Aufwand bedeutet.

Bei einem anderen bekannten Gegenstand wird ein separater Tintenbehälter, der wiederauffüllbar ist und eine große Tintenmenge aufnehmen kann, verwendet. Das Tintengefäß wird mit einer bestimmten Menge an Preßluft oder einem anderen Gas aufgefüllt, das sich dann im Tintenbehälter oberhalb der Tinte befindet. Bei diesem Gegenstand ist nachteilig, daß beim Wiederauffüllen des Tintenbehälters mit der Tinte selbst hantiert werden muß. Auch wenn dies sehr sorgfältig geschieht, können Verschmutzungen entstehen oder die Tinte verschüttet werden. Ferner ist es bei diesem Gegenstand schwierig, auf eine andere Tintensorte oder eine andere Tintenfarbe umzusteigen sowie Schreibstifte auszutauschen, was wünschenswert ist, wenn mit verschiedenen Tinten gezeichnet werden soll oder wenn Linien verschiedener Breiten erzeugt werden sollen.

Eine Montageeinheit nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der DE 27 58 916 A1 bekannt.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Montageeinheit anzugeben, die die zuverlässige Versorgung des Schreibstifts mit Tinte gewährleistet und flexibel anwendbar ist.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Gemäß der Erfindung wird ein Tintenbehälter verwendet, der eine relativ große Tintenmenge aufnehmen kann. Der Schreibstift kann somit für eine lange Zeit mit Tinte versorgt werden und hat dadurch eine große Zeichenleistung. Die einzelnen Teile können zu einer Montageeinheit verbunden werden, die auf einfache Weise in einer Zeicheneinrichtung verwendet werden kann. Die Montageeinheit ist schnell austauschbar, so daß auf diese Weise für die Zeicheneinrichtung verschiedene Tintensorten und/oder Schreibstiftarten verfügbar sind.

Dem Tintengefäß wird von außen Druckluft zugeführt, die bewirkt, daß der Schreibstift auch bei hohen Zeichengeschwindigkeiten ausreichend mit Tinte versorgt wird. Da weiterhin vorgesehen ist, daß das Tintengefäß nicht mehrfach aufgefüllt werden kann, sind die im Zusammenhang mit dem Hantieren von Tintenbehälter und Tinte auftretenden Probleme nicht vorhanden. Die zur Realisierung der Erfindung verwendeten Mittel sind einfach aufgebaut, so daß sie kostengünstig hergestellt werden können und die Teile, die eine Montageeinheit bilden, nach dem Gebrauch weggeworfen werden können.

Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen erläutert. Darin zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Plotters, bei dem die Erfindung verwendet wird, wobei verschiedene Abschnitte gebrochen dargestellt sind, um weitere Einzelheiten sichtbar zu machen,

Fig. 2 eine Teilansicht des Schreibkopfes nach Fig. 1, in Richtung des Pfeiles B in Fig. 1 betrachtet,

Fig. 3 eine Teildraufsicht des Schreibkopfes nach Fig. 2, wobei die Schreibkopfabdeckung entfernt worden ist,

Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch den Schreibkopf längs den Linien 4-4 nach Fig. 3,

Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch den Schreibkopf längs den Linien 5-5 nach Fig. 3,

Fig. 6 eine perspektivische Ansicht des Schreibstiftes und des Tintengefäßes nach Fig. 4,

Fig. 7 eine Draufsicht der Tintengefäßhalterung des Trägers nach Fig. 2,

Fig. 8 eine Teildraufsicht der Schreibstiftabdeckung nach Fig. 2,

Fig. 9 einen Senkrechtschnitt durch die Tintengefäßhalterung längs den Linien 9-9 nach Fig. 7,

Fig. 10 eine teilweise geschnittene Ansicht der Montageeinheit nach Fig. 6, die an eine Luftpumpe angeschlossen ist, die das Tintengefäß, bevor es mit dem Schreibkopf verbunden wird, mit Preßluft vorlädt,

Fig. 11 einen Vertikalschnitt durch ein Tintengefäß gemäß einer Weiterbildung der Erfindung,

Fig. 12 einen Vertikalschnitt durch ein Tintengefäß nach einer anderen Weiterbildung,

Fig. 13 einen Querschnitt längs den Linien 13-13 nach Fig. 12,

Fig. 14 einen Teilschnitt längs den Linien 14-14 nach Fig. 13, und

Fig. 15 eine Draufsicht auf die Rückhaltescheibe des Tintengefäßes nach Fig. 12.

Die Erfindung kann in Verbindung mit verschiedenen Einrichtungen verwendet werden, bei denen jeweils ein Schreibstift eingesetzt wird, um Linien, Striche oder Punkte auf einer Schreibfläche zu zeichnen. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist eine solche Einrichtung ein X, Y-Plotter, bei dem ein Schreibstift in zwei Koordinatenrichtungen über eine Fläche bewegt werden kann, die einen Bogen aus Papier hält, der als Schreibfläche oder Aufzeichnungsträger dient.

In Fig. 1 ist ein derartiger Plotter 10 dargestellt, in dem die Erfindung angewendet wird. Mit Ausnahme des Schreibkopfes, des Schreibstiftes und der zusammen mit dem Schreibkopf verwendeten Montageeinheit für das Tintengefäß ist dieser Plotter 10 der gleiche, wie der in der US-Patentanmeldung mit der Serien-Nummer 07/40,958 vom 15. September 1989 beschriebene Plotter. Ferner stimmt der Plotter 10 mit Ausnahme der Pumpe und damit zusammenhängende Teile zur Zuführung von Druckluft zum Tintengefäß, dessen Tinte vom Schreibstift des Plotters verwendet wird, mit dem in der US- Patentanmeldung mit der Serien-Nummer 07/195,128 vom 17. Mai 1988 gezeigten überein. Hinsichtlich weiterer, hier nicht beschriebener Merkmale wird hiermit auf die vorgenannten Anmeldungen Bezug genommen.

Der Plotter 10 umfaßt einen Tisch 12, der eine nach oben zeigende horizontale Auflagefläche 14 hat, um einen Abschnitt 16 einer Papierbahn 18 zu halten, die mit ihrer nach oben zeigenden Fläche eine Schreibfläche 17 bildet, auf der Linien, Striche oder Punkte durch einen Schreibstift 30 gezeichnet werden können. Damit wird es möglich, grafische Darstellungen, wie beispielsweise eine Vorlage oder ein Schnittmuster, zu erzeugen, das in der Textilindustrie verwendet wird, um die Form und die Anordnung von Musterstücken darzustellen, die von einer Lage aus mehreren Flachmaterialstücken für Kleidung geschnitten werden. Das Papier 18 wird von einer Zuführrolle 20 zugeführt und wird auf einer Aufnahmerolle 22 aufgerollt. Die Zuführrolle 20 und die Aufnahmerolle 22 sind auf geeignete Weise für die Drehung relativ zum Plotterrahmen 24 um die Achsen 26 bzw. 28 gelagert.

Der Plotter 10 zeichnet mit Hilfe des Schreibstiftes 30 grafische Darstellungen auf die Schreibfläche 17 des Abschnitts 16 der von der Auflagefläche 14 gehaltenen Papierbahn. Der Schreibstift 30 ist Teil eines Schreibkopfes 32, der in den dargestellten X- und Y-Koordinatenrichtungen bewegbar ist. Er ist in Richtung der X-Koordinate relativ zu einem Wagen 34 verschiebbar, der in der X-Richtung verläuft. Er ist ferner in Y-Richtung längs zweier seitlicher Schienen 36, 36 bewegbar, die in Y-Richtung auf einander gegenüberliegenden Seiten des Tisches 12 verlaufen. Die Stromversorgung, elektrische Signale und die Druckluft für die Druckluftbeaufschlagung der Tinte, die vom Schreibstift 30 verwendet wird, werden zwischen dem Schreibkopf 32 und dem Plotter 10 mittels eines flexiblen Kabels 38 übertragen, das an einem Ende schwenkbar am Schreibkopf 32 und am anderen Ende schwenkbar an einem Verbindungsstück 40 angeschlossen ist, das an einer der Schienen 36 befestigt ist, wie in Fig. 1 gezeigt wird.

Die Papierbahn 18 bewegt sich von der Zuführrolle 20 zur Aufnahmerolle 22 über die Auflagefläche 14. Die Vorwärtsbewegung der Papierbahn 18 über die Auflagefläche 14, um einen neuen Papierabschnitt der Auflagefläche 14 zuzuführen, bewirkt ein Antriebsmotor 42, der die Aufnahmerolle 22 in Richtung des Pfeils A dreht, wodurch Papier auf die Aufnahmerolle 22 gewickelt wird. Der Transport des Papiers über die Auflagefläche 14 kann im Zusammenhang mit der Zeichenoperation des Schreibkopfes auf verschiedene Weise koordiniert werden. Üblicherweise wird der Schreibkopf 32 so betätigt, daß er einen Abschnitt einer grafischen Darstellung auf dem Abschnitt 16 des Papiers auf der Auflagefläche 14 zeichnet. Das Papier wird dann weitertransportiert, um einen neuen Abschnitt auf die Auflagefläche 14 zu bringen. Anschließend wird die Zeichenoperation fortgesetzt, um einen weiteren Abschnitt der grafischen Darstellung auf den neuen Abschnitt des Papiers zu zeichnen. Diese abwechselnden Phasen von Zeichnen und Weitertransportieren werden fortgesetzt, bis eine komplette grafische Darstellung hergestellt ist.

Der Plotter 10 nach Fig. 1 enthält ferner eine Luftpumpe 44, um den Schreibkopf 32 mit Preßluft zu versorgen. Dies dient dazu, die vom Schreibstift 30 verwendete Tinte mit einem Druck zu beaufschlagen, wie im folgenden noch näher beschrieben wird. Die Luftpumpe 44 ist so angeordnet, daß sie durch denselben Motor 42 angetrieben wird, der auch die Aufnahmerolle 22 antreibt. Dies bedeutet, daß die Luftpumpe in gleicher Weise intermittierend angetrieben wird, wie das Papier 18 intermittierend weiterbefördert wird.

Im folgenden werden die Fig. 2 bis 9 beschrieben. Der Schreibkopf 32 umfaßt einen Träger 46, der in geeigneter Weise so gelagert und angetrieben wird, daß dieser längs der Länge des Wagens 34 bewegbar ist. Wie am besten in Fig. 4 zu sehen ist, trägt der Träger 46 einen Schreibstifthalter 48, in dem der Schreibstift 30 angeordnet ist, ein Tintengefäß 50 und einen elektromechanischen Hubmagneten 52. Wie am besten in Fig. 5 dargestellt ist, umfaßt der Träger 46 ferner einen senkrecht verlaufenden Bolzen 54, an dessen oberen Ende das angrenzende Ende der flexiblen Verbindung 38 schwenkbar angeschlossen ist. An einem weiteren, vom Träger 46 nach oben ausgehenden röhrenförmigen Bolzen 58 ist die Preßluftversorgungsleitung 60 der flexiblen Leitung 38 angeschlossen.

Der Schreibstift 30 kann in unterschiedlicher Weise ausgebildet sein. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 umfaßt der Schreibstift 30 einen Schreibstifttubus 62, der durch den Schreibstifthalter 48 in einer vertikalen Lage gehalten wird. Der Schreibstifttubus 62 ist an seinem unteren Ende mit einer Tintenübertragungsvorrichtung versehen, die die Tinte vom Schreibstifttubus auf die Schreibfläche 17 überträgt. Im vorliegenden Fall ist der Schreibstift 30 als Kugelschreibstift ausgeführt, wobei die Tintenübertragungsvorrichtung aus einer Kugel besteht, die drehbar im unteren Ende des Schreibstifttubus 62 gehalten wird. Es können jedoch auch Schreibstifte mit anderen Tintenübertragungsvorrichtungen verwendet werden, die beispielsweise nach dem Prinzip der Kapillarröhren arbeiten. Der Schreibstifthalter 48 umfaßt ein röhrenförmiges Teil 64, das den Schreibstifttubus 62 verschiebbar aufnimmt. Das obere Ende des Schreibstifttubus 62 ist offen, ragt über den Schreibstifthalter 48 und ist an eine Versorgungsleitung 66 angeschlossen, die Tinte aus dem Tintengefäß 50 zum Schreibstift 30 zuführt. Der Schreibstifttubus 62 ist zwischen seinen Enden durch Krimpen oder Quetschen so geformt, daß zwei radial verlaufende Auflager 68 gebildet werden. Eine Kappe 70 ist durch Gewinde am oberen Ende des Schreibstifthalters 64 verbunden.

Eine spiralförmige Druckfeder 72, die den Schreibstifttubus 62 umgibt, ist in einem zusammengedrückten Zustand zwischen der Kappe 70 und den oberen Enden der Auflager 68 angeordnet, um den Schreibstifttubus 62 relativ zum Schreibstifthalter 64 nach unten bis zu einer nach unten begrenzten Stellung, wie in Fig. 4 gezeigt, zu drücken, in der die unteren Enden der Auflager 68 gegen eine Metallhülse 74 in der Bohrung des Schreibstifthalters 64 anschlagen.

Der Schreibstifthalter 48 ist durch den Träger 46 so gehalten, daß er in vertikaler Richtung verschiebbar ist, wobei ein von ihm radial abstehender Arm 73 mit einer Kolbenstange 76 des Hubmagneten 52 verbunden ist, um ihn zwischen einer angehobenen Stellung, in der nicht gezeichnet wird, und einer abgesenkten Stellung, in der gezeichnet wird, zu bewegen. In Fig. 4 sind mit ausgezogenen Linien der Schreibstifthalter 48 sowie der Schreibstift 30 in ihrer angehobenen Stellung dargestellt, in der nicht gezeichnet wird. Aus dieser Stellung wird der Schreibstifthalter 48 durch eine nach unten gerichtete Bewegung der Kolbenstange 76 nach unten bewegt, bis die nach unten begrenzte Zeichenstellung des Schreibstifthalters 48 erreicht wird. Wenn der Tisch 12 nicht vorhanden ist, um die nach unten gerichtete Bewegung des Schreibstifts 30 zu begrenzen, so würde dieser eine Stellung erreichen, die mit unterbrochenen Linien in Fig. 4 eingezeichnet ist, falls der Schreibstifthalter 48 seine vollständige untere Position erreichte. Bei der Abwärtsbewegung des Schreibstifthalters 48 trifft jedoch das untere Ende des Schreibstifts 30 auf das Papier 18 auf dem Tisch 12, noch bevor der Schreibtischhalter 48 seine unterste Stellung erreicht. Nachdem also das untere Ende des Schreibstifts 30 gegen das Papier 18 anschlägt, bewirkt eine weitere Abwärtsbewegung des Schreibstifthalters 48 in Richtung seiner untersten Stellung eine nach unten gerichtete Bewegung des Schreibstifthalters 48 relativ zum Schreibstift 30, wodurch die Druckfeder 72 zusammengedrückt wird und eine Vorspannkraft auf den Schreibstift 30 ausübt, so daß dieser federnd mit dem Papier 18 in Eingriff steht.

Das Tintengefäß 50 besteht, wie am besten in Fig. 4 dargestellt ist, aus einem Hauptkörper 72, der eine Kammer 78 bildet, die einen oberen Endabschnitt 80 für die Tintenentnahme und einen unteren Endabschnitt 82 für die Luftzuführung hat. Das Tintengefäß 50 ist lösbar mit einer Gefäßhalterung 84 verbunden, die am Träger 46 ausgebildet ist. Das Tintengefäß 50 wird durch die Gefäßhalterung 84 so gehalten, daß die Längsachse der Kammer 78 vertikal verläuft, wobei das Ende, aus dem Tinte entnommen werden kann, den oberen Endabschnitt 80 und das Ende, bei dem Luft zugeführt wird, den unteren Endabschnitt 82 bilden. In der Kammer 78 ist ein Dichtelement 86 angeordnet, das relativ zum Hauptkörper 77 in axialer Richtung bewegbar ist und das die Kammern 78 in einen mit Tinte 90 gefüllten oberen Bereich 88 sowie einen die Luft aufnehmenden unteren Bereich 92 unterteilt. Das Dichtelement 86 kann eine elastische Membran sein, jedoch auch andere Formen annehmen.

Wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel dargestellt, hat die Kammer 78 eine zylindrische Form, und das Dichtelement ist als zylindrischer Kolben 86 ausgebildet, der in axialer Richtung in der Kammer 78 verschiebbar ist. Wenn das Tintengefäß völlig mit Tinte 90 gefüllt ist, befindet sich der Kolben 86 am unteren Ende der Kammer 78. Während des Schreibens des Schreibstiftes 30 wird in den unteren Bereich 92 der Kammer 78 Preßluft zugeführt, die den Kolben 86 zwangsweise nach oben bewegt, um die Tinte 90 im oberen Bereich 80, in der Versorgungsleitung 66 und im Schreibstifttubus 62 mit Druck zu beaufschlagen, um die angemessene Zufuhr von Tinte 90 vom Schreibstift 30 auf die Schreibfläche 17 während des Zeichnens sicherzustellen.

Wenn die Tinte 90 aus dem Tintengefäß 50 verbraucht wird, bewegt sich der Kolben 86 nach oben, um den Druck auf die verbleibende Tinte 90 aufrechtzuerhalten. Zu diesem Zweck sind der Kolben 86 und die zylindrische Kammer 78 so ausgelegt, daß eine luftdichte Abdichtung zwischen dem Kolben 86 und der Kammerwand über im wesentlichen den gesamten Weg des Kolbens 86 nach oben aufrechterhalten wird. Vorzugsweise sind jedoch Mittel vorgesehen, daß, wenn der Kolben 86 den oberen Endabschnitt 80 der Kammer 78 erreicht, Luft aus dem Bereich 92 der Kammer 78 um den Kolben 86 herum strömen kann, um die Druckbeaufschlagung auf die Tinte in der Versorgungsleitung 86 und im Schreibstifttubus 62 fortzusetzen, bis die gesamte Tinte im Schreibstifttubus 62 verbraucht ist. Ferner wird dadurch erreicht, daß ein Tintenverbrauchssignal erzeugt wird, wenn die Tinte im Schreibstifttubus 62 völlig aufgebraucht ist, wie im folgenden noch genauer beschrieben wird.

Der Kolben 86 und die Mittel, die den Luftfluß um den Kolben 86 beim Erreichen des oberen Endabschnitts 80 der zylindrischen Kammer 78 ermöglichen, können auf verschiedene Art und Weise konstruiert sein. Im vorliegenden Fall besteht der Kolben 86, wie in Fig. 4 dargestellt ist, aus einem tassenförmigen, gepreßten oder spritzgußgegossenen Kunststoffteil mit einer oberen kreisförmigen Platte 94 und einem ringförmigen Rand 96, der von der Peripherie der Platte 94 ausgeht und sich nach unten erstreckt. Der Rand 96 hat eine leicht konisch geformte Außenfläche mit einem geringfügig unterhalb der oberen Platte 94 angeordneten Abschnitt 98 mit maximalem Durchmesser. Die Innenfläche des Randes 96 ist im allgemeinen zylindrisch, und innerhalb eines von der Innenfläche und der oberen Platte 94 gebildeten Hohlraums ist eine zylindrische Scheibe 100 oder Stöpsel aus Neopren oder ähnlichem nachgiebigen Material angeordnet. Die Scheibe 100 ist in einem zusammengedrückten Zustand im Kolben 86 gehalten und drückt somit den Abschnitt 98 des Randes 96 nach außen, so daß dieser gut mit der Innenwand des Tintengefäßes 50abdichtet. Weiterhin ist im oberen Endabschnitt 80 die Innenwand des Tintengefäßes 50 trichterförmig abgeschrägt, wie in Fig. 4 mit Bezugszeichen 102 angedeutet ist. Die Abschrägung ist von der Art, daß, wenn der Kolben 86 den oberen Endabschnitt 80 der zylindrischen Kammer 78 erreicht, der Abschnitt 98 des Randes 96 mit maximalem Durchmesser sich in den durch die Abschrägung 102 erweiternden Abschnitt der Kammer 78 bewegt und so Luft um den Kolben 86 herum strömt und die Versorgungsleitung 66 und den Schreibstifttubus 62 belüftet.

Der obere Endabschnitt 80 der zylindrischen Kammer 78 ist mit einer Kappe 104 abgeschlossen. Diese ist mit dem Hauptkörper 77 dauerhaft luftdicht verbunden, beispielsweise durch Ultraschallschweißen oder durch Kleben. Die Kappe 104 hat eine Entnahmeöffnung 106 für die Tintenentnahme, die mit der Versorgungsleitung 66 verbunden ist. Der für die Zuführung der Luft vorgesehene untere Endabschnitt 82 ist durch eine Platte oder Deckel 105 abgeschlossen, der zentrisch eine Zuführöffnung 108 für die Luftzuführung hat.

Das Tintengefäß 50 ist vorzugsweise mit einem Einwegventil ausgestattet, welches die Zuführung von Luft in den die Luft aufnehmenden unteren Abschnitt 92 der Kammer 78 durch dessen Zuführöffnung 108 ermöglicht. Gleichzeitig wird das Entweichen der Preßluft aus dem unteren Abschnitt 92 vermieden. Dadurch ist es möglich, falls dies gewünscht wird, den unteren Abschnitt 92 der Kammer 78 mit Preßluft zu versehen, noch bevor das Tintengefäß 50 an den Träger 46 angeschlossen wird. Ferner wird dadurch die Preßluftschwankung im Tintengefäß 50 abgefangen. Eine solche kann auftreten, wenn das Tintengefäß 50 vom Träger 46 entfernt wird, bevor es leer ist, so daß die Tinte bei der späteren Wiederverwendung des Tintengefäßes 50 im Schreibkopf 32 noch unter Druck steht und der Schreibstift sofort benutzt werden kann.

Das Einwegventil kann auf verschiedene Art und Weise ausgeführt sein. Beim vorliegenden Tintengefäß 50 besteht es gemäß Fig. 4 aus einer kreisförmigen Scheibe 110 aus flexiblem Material, wie beispielsweise aus Neopren. Diese Scheibe 110 kann im wesentlichen frei beweglich in der Nähe des Deckels 105 angeordnet sein, wobei Mittel vorgesehen sind, die sie nahe des Deckels 105 halten, wenn sich im unteren Abschnitt 92, welche zur Aufnahme der Preßluft vorgesehen ist, keine Preßluft befindet. Im vorliegenden Fall ist die Scheibe 110 an einer Stelle 112 an die Innenfläche des Deckels 105 einerseits befestigt, beispielsweise durch Kleben, und liegt andererseits frei beweglich über dem verbleibenden Abschnitt des Deckels 105 sowie der Einlaßöffnung 108.

Das Tintengefäß 50 und die Gefäßhalterung 84 des Trägers 46 umfassen Mittel zum lösbaren Verbinden des Tintengefäßes 50 an den Träger 46, so daß dieses auf einfache Weise mit der Gefäßhalterung 84 verbunden und von dieser wieder gelöst werden kann. Dabei ist das Tintengefäß 50, wenn es mit der Gefäßhalterung 84 verbunden ist, auch mit der Preßluft verbunden, welche dem Schreibkopf 32 über die flexible Verbindung 60 zugeführt wird, so daß die Preßluft der Einlaßöffnung 108 zugeführt wird. Eine solche lösbare Verbindung kann auf vielfältige Art und Weise ausgebildet sein, ohne daß vom Erfindungsgedanken abgewichen werden muß. Beispielsweise wird im vorliegenden Fall eine Bajonettverbindung zwischen dem Tintengefäß 50 und der Gefäßhalterung 84 verwendet. Der Aufbau dieser Verbindung ist in den Fig. 4, 6, 7 und 9 dargestellt. Gemäß Fig. 4 ragt aus dem unteren Endabschnitt 82 des Hauptkörpers 77 nach unten ein Teil 114 mit einer zentrischen Bohrung 116, die mit der Einlaßöffnung 108 in Verbindung steht und in einer ringförmigen Vertiefung einen O- Ring 118 hält. Das Teil 114 hat ferner in seinem unteren Abschnitt auf einander gegenüberliegenden Seiten zwei radial von ihm ausgehende Verriegelungsnasen 120.

Die Gefäßhalterung 84 hat in ihrem oberen Endabschnitt eine erste zylindrische Bohrung 122 (Fig. 7), die in einer nach oben zeigenden ringförmigen Schulterfläche 124 endet, die eine Sitzfläche für die untere Fläche des Deckels 105 des Hauptkörpers 77 bildet. Von dieser Schulterfläche 124 nach unten ausgehend befinden sich zwei diametral einander gegenüberstehende bogenförmige Verriegelungsabschnitte 126, 126, die einen derartigen geschwungenen Verlauf und voneinander einen solchen Abstand haben, daß sich zwischen ihnen zwei Lücken 128 bilden, wie genauer in Fig. 7 zu sehen ist. Die Gefäßhalterung 84 hat unterhalb dieser Verriegelungsabschnitte 126 eine zweite Bohrung 130 mit kleinerem Durchmesser als die der Bohrung 122. Von der Mitte dieser Bohrung 130 verläuft nach oben eine Luftzuführnase 132 (Fig. 9). Jeder Verriegelungsabschnitt 126 ist mit einer von ihm nach unten ausgehenden Anschlagfläche 134 versehen. Gegen diese schlägt jeweils eine entsprechende Nase 120 an, um die Drehung des Hauptkörpers 77 im Uhrzeigersinn zu begrenzen, wie in Fig. 7 zu sehen ist.

Die Fig. 7 und 9 zeigen die Gefäßhalterung 84 ohne Tintengefäß 50. Um dieses in die Gefäßhalterung 84 einzusetzen, wird es nach unten in die Halterung 84 eingeführt, wobei das Ende für die Luftzuführung nach unten zeigt. Das Tintengefäß 50 hat dabei bezüglich seiner Längsachse eine solche Winkelstellung, daß die Nasen 120 durch die Lücken 128 in die Gefäßhalterung 84 eingeführt werden. Zur Unterstützung der Einführbewegung umfassen das Tintengefäß 50 und eine Schreibkopfabdeckung 133, durch die das Tintengefäß 50 eingeführt wird, vorzugsweise ineinandergreifende Führungselemente, die das Einführen des Tintengefäßes 50 durch die Abdeckung 133 nur dann gestatten, wenn das Tintengefäß 50 die richtige Winkelstellung hat, bei der die Nasen 120 durch die Lücken 128 der Gefäßhalterung 84 eingeführt werden können. Wie in den Fig. 6 und 8 dargestellt ist, umfassen diese Führungselemente eine längliche Führungsleiste 138, die an der Außenfläche des Tintengefäßes 50 befestigt ist, sowie eine entsprechende Nut 140 in der Öffnung 142 der Schreibkopfabdeckung 133, durch welche das Tintengefäß 50 eingeführt wird. Die Länge der Führungsleiste 138 ist so bemessen, daß ihr oberes Ende unter die Schreibkopfabdeckung 133 paßt, wenn die Nasen 120 in die Lücken 128 geführt werden, so daß das Tintengefäß 50 danach, ohne gegen die Führungsleiste 38 anzustoßen, verdreht werden kann. Nachdem das Tintengefäß 50 seine unterste Position erreicht hat, bei der der Deckel 105 auf der Schulterfläche 124 aufsitzt, wird es im Uhrzeigersinn um den Teil einer Umdrehung gedreht, wie aus Fig. 7 zu sehen ist. Dabei werden die Nasen 120 unter die gewölbten Verriegelungsabschnitte 126 geführt und verriegeln das Tintengefäß 50 mechanisch mit der Gefäßhalterung 84. Vorzugsweise sind die miteinander im Eingriff stehenden Flächen der Nasen 120 und die der Verriegelungsabschnitte 126 schraubenförmig oder schräg geneigt, so daß beim Drehen im Uhrzeigersinn ein Klemmvorgang stattfindet, wodurch das Tintengefäß 50 fest mit der Gefäßhalterung 84 verbunden wird. Ein Überdrehen des Tintengefäßes 50 wird dabei vermieden, da die Nasen 120 gegen die Anschlagflächen 134 anschlagen. Das Entfernen des Tintengefäßes 50 aus der Halterung 84 findet auf umgekehrte Weise statt, wobei es zunächst im Gegenuhrzeigersinn gedreht und dann nach oben aus der Gefäßhalterung 84 durch die Öffnung 142 der Schreibkopfabdeckung 133 gehoben wird.

Wenn das Tintengefäß 50 an der Gefäßhalterung 84 befestigt ist, wie in Fig. 4 dargestellt ist, so wird die Luftzuführnase 132 in der Bohrung 116 aufgenommen und gegen Luftverlust durch den O-Ring 118 abgedichtet, so daß Preßluft aus der Luftzuführnase 132 in den unteren Kammerabschnitt 92 zugeführt werden kann.

Wie in Fig. 5 dargestellt ist, ist die Luftleitung 60 der flexiblen Verbindung 38 am oberen Ende des Bolzens 58 an einem Anschlußstutzen 144 befestigt, der mit einer Öffnung 146 im Bolzen 58 in Verbindung steht. Diese Öffnung 146 ist mit einem Durchgang 148 im Träger 46 verbunden. Der Durchgang 148 wiederum steht in Verbindung mit einem Verbindungsgang 150, der mittig in der Luftzuführnase 132 verläuft. Der Durchgang 148 ist mit einer Platte 152 abgeschlossen, die durch Ultraschallschweißen oder auf andere Weise mit dem Träger 46 dichtend verbunden ist. Demgemäß strömt die von der flexiblen Versorgungsleitung 60 zugeführte Preßluft über den Anschlußstutzen 144, die Öffnung 146, den Durchgang 148 und den Verbindungsgang 150 zur Einlaßöffnung 108 des Tintengefäßes 50, wenn dieses in die Gefäßhalterung 84 eingesetzt ist.

Wie in Fig. 6 zu sehen ist, sind der Schreibstift 30 und das Tintengefäß 50 vorzugsweise dauerhaft miteinander sowie mit der Versorgungsleitung 66, der Kappe 70 und der Druckfeder 72 verbunden, so daß sie zusammen eine Montageeinheit oder Modul 153 bilden. Dieses Modul 153 kann insgesamt auf einfache Weise mit dem Schreibkopf 32 verbunden und von diesem wieder gelöst werden, so daß es möglich wird, derartige Module 153 schnell auszutauschen, um ein mit Tinte aufgefülltes Modul 153 gegen ein leeres oder nahezu leeres Modul zu ersetzen. Alternativ ist es auch möglich, auf diese Weise die Tintenfarbe, die Tintensorte oder den zu verwendenden Schreibstift 30 zu wechseln. Beispielsweise ist es möglich, den gerade in einem Modul 153 verwendeten Schreibstift 30 gegen ein Modul 153 mit einem Schreibstift 30 mit unterschiedlicher Linienbreite auszutauschen. Es ist noch darauf hinzuweisen, daß beim Befestigen eines Moduls 153 an den Schreibkopf 32 das Tintengefäß 50 mit dem Träger 46 in der oben beschriebenen Weise verbunden wird und daß gleichzeitig der Schreibstift 30 am Schreibstifthalter 48 befestigt wird, wobei der Schreibstifttubus 62 in den Schreibstifthalter 48 geschoben und dann die Kappe 70 mit dem oberen Ende des Schreibstifthalters verschraubt wird. Beim Entfernen des Moduls 153 wird der Schreibstift 30 aus dem Schreibstifthalter 48 genommen, wobei zunächst die Kappe 70 vom Schreibstifthalter 48 geschraubt und dann der Schreibstift nach oben aus diesem entfernt wird.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung ragt das Tintengefäß 50, wenn es an der Gefäßhalterung 84 befestigt ist, nach oben über die Oberseite der Schreibkopfabdeckung 133 hinaus (Fig. 4). Der Hauptkörper 77 des Tintengefäßes 50 besteht aus einem transparenten oder durchscheinenden Material. Wenn sich nun der Kolben 86 nach oben über die Oberseite der Schreibkopfabdeckung 133 hinaus bewegt, sind er und die restliche Tinte im Tintengefäß 50 außerhalb vom Schreibkopf 32 sichtbar. Durch einfaches Beobachten des Tintengefäßes 50 kann eine Bedienungsperson eine genaue Anzeige des restlichen Tintenvorrats erhalten. Der Bedienungsperson ist es somit möglich, das Modul 153 gegen ein mit Tinte aufgefülltes Modul bei einer passenden Gelegenheit während der Betätigung des Plotters 10 auszutauschen, bevor der Schreibstift 30 wegen fehlender Tinte ausfällt.

Der Schreibkopf 32 ist ferner vorzugsweise mit einer Vorrichtung ausgestattet, die automatisch ein elektrisches Signal erzeugt, wenn keine Tinte mehr vorhanden ist. Dieses Signal kann dafür benutzt werden, das Zeichnen des Plotters zu verhindern. Wie oben bereits erwähnt, läßt es die Konstruktion des Kolbens 86 in Verbindung mit der konischen Abschrägung 102, die im oberen Endabschnitt 80 der zylindrischen Kammer 78 vorgesehen ist, zu, daß Luft aus dem unteren, die Luft aufnehmenden Abschnitt 92 um den Kolben 86 herum strömt, wenn dieser das obere Ende des Tintengefäßes 50 erreicht. Wenn dieser Fall eintritt, so strömt Luft in die Versorgungsleitung 66 und in den Schreibstifttubus 62, bis zunächst die restliche Tinte völlig aus diesem entleert ist. Danach tritt Preßluft über die Kugel des Schreibstifts 30 oder über andere tintenübertragende Vorrichtungen am unteren Ende des Schreibstiftes 30 aus. Die Luftpumpe 44 ist nun von der Art, daß beim Auftreten eines solchen Lecks der von ihr abgegebene Luftdruck oberhalb eines sonst üblichen vorgegebenen Wertes nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Gemäß Fig. 5 ist ein Luftdrucksensor 154 vorgesehen, der den von der Luftpumpe 44 abgegebenen Luftdruck erfaßt und ein elektrisches Signal mit der Bedeutung "Tinte ist aufgebraucht" erzeugt, wenn dieser Druck unter den vorgegebenen Wert fällt. Dieses Signal wird dann von der Plottersteuerung 137 verwendet, um das Zeichnen des Plotters 10 zu unterbrechen und/oder eine sichtbare Anzeige über den Leerzustand einzuschalten, die Teil eines mit dem Plotter 10 verbundenen Displays 158 ist.

Wie bereits oben beschrieben, ist das Tintengefäß 50 so aufgebaut, daß es mit Preßluft beaufschlagt werden kann, bevor die Montageeinheit oder das Modul 153 am Schreibkopf 32 befestigt wird. Dies bedeutet, daß der Schreibstift 30 und das Modul 153 hergestellt, ausgeliefert und gelagert werden kann, ohne daß die Tinte in jedem Tintengefäß 50 unter Druck steht. Dieses wird dann mit einer Preßluftladung geladen, kurz bevor das betreffende Modul in den Schreibkopf 32 eingesetzt wird. Diese zeitlich hinausgeschobene Druckbeaufschlagung der Tinte bis kurz vor dem Einsetzen in den Schreibkopf minimiert die Möglichkeit einer Tintenleckage während des Auslieferns und des Lagerns der Module. Das Vorladen eines Moduls mit Preßluft, kurz bevor es am Schreibkopf befestigt wird, bewirkt, daß die Tinte und der Schreibstift 30 für das Zeichnen sofort einsatzbereit sind, sobald das Modul 153 am Schreibkopf 32 angeschlossen ist. Beim Fehlen einer solchen Vorladung benötigt die Luftpumpe 44 eine gewisse Zeit, um eine wirksame Luftmenge im unteren Abschnitt 92 der Kammer 78 aufzubauen. Während dieser Zeit ist die Tinte nicht in dem Maße mit einem Druck beaufschlagt, der eine hohe Zeichenqualität bei der Arbeitsgeschwindigkeit des Plotters gewährleistet.

Das Vorladen eines Tintengefäßes 50 kann auf verschiedene Weise erfolgen. Im vorliegenden Fall wird das Vorladen durch eine handbetätigte Luftpumpe 160 nach Art einer Spritze vorgenommen, wie in Fig. 10 dargestellt ist. Diese Luftpumpe 160 hat einen zylindrischen Körper mit einer Luftauslaßnase 62 sowie eine zylindrische Kammer 164, die einen Druckkolben 166 aufnimmt. Die Luftpumpe 160 ist vorzugsweise so konstruiert, daß zum Vorladen eines komplett mit Tinte gefüllten Tintengefäßes 50 ein einziger voller Kolbenhub des Druckkolbens 166 nötig ist, um dem Tintengefäß 50 die gewünschte Menge an Preßluft zuzuführen. Wie in Fig. 10 zu sehen ist, werden zum Vorladen die Luftpumpe 160 und das Tintengefäß 50 miteinander verbunden, wobei die Luftauslaßnase 162 in der mittleren Öffnung 116 des Tintengefäßes 50 aufgenommen wird. Das untere Ende des Druckkolbens 166 ruht dabei auf einer Auflagefläche 168. Die Bedienungsperson drückt dann das Tintengefäß 50 nach unten, um einen vollen Kolbenhub des Druckkolbens 166 auszuführen, wodurch das Tintengefäß 50 mit der gewünschten Druckvorspannung beaufschlagt wird. Das Einwegventil 110 hält diesen Druck im Tintengefäß 50 aufrecht, so daß dieses von der Luftpumpe 160 entfernt und nachfolgend an den Schreibkopf 32 angeschlossen werden kann, ohne daß die Druckvorspannung verlorengeht.

Anstelle einer anfänglichen Druckbeaufschlagung der Tinte durch ein Vorladen mit Preßluft, kann diese Druckbeaufschlagung auch durch Anordnen einer Feder im unteren Abschnitt 92 der Kammer 78 erreicht werden, wobei diese Feder den Kolben 86 in Richtung des oberen Endabschnitts 80 während des ersten Abschnitts der vom unteren Endabschnitt 82 weggerichteten Kolbenbewegung vorspannt. Ein derartiger Aufbau des Tintengefäßes 50&min; ist in Fig. 11 dargestellt, wobei gleiche Teile wie in den vorhergehenden Figuren gleiche gestrichene Bezugszeichen haben. Der untere Endabschnitt 92&min; der Kammer 88&min; enthält eine spiralförmige Druckfeder 170, die im Zustand mit aufgefüllter Tinte zwischen dem Kolben 86&min; und dem benachbarten Deckel 105&min; zusammengedrückt wird, wie in Fig. 11 dargestellt ist. Die Druckfeder 170 drückt demgemäß den Kolben 86&min; nach oben in Richtung des oberen Endabschnitts 80 und beaufschlagt somit die Tinte 90&min; mit Druck. Durch diese vorgenannten Maßnahmen ist die Vorspannung mit Preßluft nicht mehr erforderlich, um die Tinte unter Druck zu setzen.

Die Fig. 12 bis 15 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Rückhaltemittel für die Ventilscheibe anders ausgebildet sind und bei dem kein Luftaustritt vorgesehen ist, wenn der Kolben das obere Ende der Kammer des Tintengefäßes erreicht. Die in den Fig. 12 bis 15 verwendeten gleichen Teile wie in den vorhergehenden Figuren sind mit zweifach gestrichenen Bezugszeichen versehen. Das Tintengefäß 50&min;&min; nimmt in seinem unteren Endabschnitt 92&min;&min; eine flache Scheibe 110&min;&min; auf, die geeignet ist, sich flach gegen den Deckel 105&min;&min; zu legen. Wenn sich im unteren Abschnitt 92&min;&min; keine Preßluft befindet, ist die Ventilscheibe 110&min;&min; relativ zum Deckel 105&min;&min; frei beweglich. Sie wird jedoch durch eine Rückhaltescheibe 172 nahe am Deckel 105&min;&min; und im allgemeinen parallel zu diesem gehalten. Wie in Fig. 15 dargestellt ist, hat die Rückhaltescheibe 172 eine kreisförmige Gestalt und enthält mehrere Öffnungen 174. Die Rückhaltescheibe 172 liegt gegen einen ringförmigen Lagersitz 176 an und wird durch eine Schnappverschlußverbindung lagerichtig zum Tintengefäß 50&min;&min; gehalten.

In den Fig. 13 und 14 sind die konstruktiven Mittel dargestellt, die die Schnappverschlußverbindung zwischen dem Tintengefäß 50&min;&min; und der Rückhaltescheibe 172 bewirken. Diese Mittel umfassen insbesondere vier längere bogenförmige Rippen 178, die abwechselnd zusammen mit vier kürzeren Schnappfingern 180 angeordnet sind. Die bogenförmigen Rippen 178 haben innenflächen 182, die längs einer Kreislinie verlaufen, die einen nur geringfügig größeren Durchmesser als der der Rückhaltescheibe 172 hat. Die Innenflächen 182 nehmen somit die Rückhaltescheibe 172 auf und halten diese mittig bezüglich des Tintengefäßes 50&min;&min;. Die Schnappfinger 180 haben an ihren freien Enden nach innen zeigende Wirkflächen 184, die längs eines Kreises verlaufen, der einen geringfügig kleineren Durchmesser als der der Rückhaltescheibe 172 hat.

Die freien Enden der Schnappfinger 180 halten somit die Rückhaltescheibe axial im Tintengefäß 50&min;&min; in richtiger Lage. Die freien Enden der Schnappfinger 180 haben ferner passend geneigte obere Flächen, so daß die Schnappfinger 180 durch die Keilwirkung zwischen der Rückhaltescheibe 172 und den oberen Flächen der Schnappfinger 180 federnd ausgelenkt werden. Die Rückhaltescheibe 172 kann somit in ihre Endstellung eingeführt werden.

Das Tintengefäß 50&min;&min; nach Fig. 12 nimmt ferner einen Kolben 86&min;&min; auf, der eine solche axiale Länge hat und in bezug auf das gesamte Tintengefäß 50&min;&min; so konstruiert ist, daß, wenn der Kolben 86&min;&min; das obere Ende des Tintengefäßes 50&min;&min; erreicht, wie dies in Fig. 12 durch unterbrochene Linien dargestellt ist, die Luft nicht um den Kolben 86&min;&min; herum in die Versorgungsleitung 66&min;&min; strömen kann. Demgemäß ist die Tinte nicht mehr mit einem Druck beaufschlagt, nachdem der Kolben 86&min;&min; die mit unterbrochenen Linien dargestellte Position erreicht hat. Da aber die Bedienungsperson während der Betätigung des Plotters die Stellung des Kolbens 86&min;&min; im Tintengefäß 50&min;&min; beobachten kann, wird er das vorhandene Modul gegen ein neues Modul austauschen, bevor der Kolben 86&min;&min; seine absolute oberste Endposition im Tintengefäß 50&min;&min; erreicht hat.


Anspruch[de]
  1. 1. Montageeinheit zur Verwendung in einer Einrichtung zum Zeichnen und Schreiben auf eine Unterlage, insbesondere in einem Plotter, mit einem Schreibstift (30) mit einem Tubus (62), der an einem Ende ein Tintenübertragungsmittel und an dessen gegenüberliegendem Ende eine Öffnung hat, mit einem Tintengefäß (50) mit einem Entnahmeabschnitt (80) zur Tintenentnahme und einen Einlaßabschnitt (82) zur Luftzuführung sowie mit einer Kammer (78) zwischen dem Entnahmeabschnitt (80) und dem Einlaßabschnitt (82), mit einem Element (86), das in der Kammer (78) axial beweglich ist, den Entnahmeabschnitt (80) vom Einlaßabschnitt (82) dichtend abteilt und die Kammer (78) in einen Tintenabschnitt (88), in dem sich Tinte befindet und der mit dem Entnahmeabschnitt (80) in Verbindung steht, und in einen Luftabschnitt (92) unterteilt, in dem sich Luft befindet und der mit dem Einlaßabschnitt (82) in Verbindung steht, und mit einer vom Entnahmeabschnitt (80) zur Öffnung des Tubus (62) verlaufenden Versorgungsleitung (66), dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungsleitung (66), der Schreibstift (30) und das Tintengefäß (50) eine austauschbare Baueinheit bilden, wobei die Versorgungsleitung (66) mit dem Entnahmeabschnitt (80) und der Öffnung des Tubus (62) dauerhaft verbunden ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tintengefäß (50) aus transparentem oder durchscheinendem Material besteht, so daß die im Gefäß vorhandene Tinte sichtbar, die verbleibende Tintenmenge anzeigbar und die Position des Elements (86) in der Kammer (78) wahrnehmbar ist.
  3. 3. Montageeinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (78) eine zylindrische Form hat, und daß als Element (86) ein in axialer Richtung der Kammer (78) verschiebbarer Kolben (86) vorgesehen ist.
  4. 4. Montageeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Tintengefäß (50) im Einlaßabschnitt (82) eine Einlaßöffnung (108), die mit einem Einwegventil (110) zusammenwirkt, so daß Luft durch die Einlaßöffnung (108) in den Luftabschnitt (92) strömen kann, jedoch nicht umgekehrt.
  5. 5. Montageeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Einlaßabschnitt (82) des Tintengefäßes (50) ein Deckel (105) mit einer Einlaßöffnung (108) vorgesehen ist, daß das Einwegventil (110) eine Ventilscheibe (110) umfaßt, die nahe des Deckels (105) angeordnet ist und über der Einlaßöffnung (108) liegt, und daß eine Haltevorrichtung (112, 172) vorgesehen ist, die die Ventilscheibe (110) festhält.
  6. 6. Montageeinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung (112, 172) eine Rückhaltescheibe (172) umfaßt, die in axialer Richtung der Kammer (78) einen Abstand vom Deckel (105) hat, daß die Ventilscheibe (110) frei beweglich zwischen der Rückhaltescheibe (172) und dem Deckel (105) gehalten wird, und daß Mittel vorgesehen sind, die eine Schnappverschlußverbindung zwischen der Rückhaltescheibe (172) und dem Tintengefäß (50) bilden, so daß die Rückhaltescheibe (172) in axialer Richtung im allgemeinen ortsfest relativ zum Tintengefäß (50) gehalten wird.
  7. 7. Montageeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schreibstift (30) von einem im allgemeinen röhrenförmigen Schreibstifthalter (48) gehalten wird, durch dessen oberes Ende der Schreibstift (30) einführbar ist, daß der Tubus (62) ein radial verlaufendes Auflager (68) hat, das zwischen seinen Enden angeordnet ist, daß der Schreibstifthalter (48) an seinem oberen Ende eine mit diesem lösbar verbundene Kappe (70) hat, durch deren Öffnung die Versorgungsleitung (66) hindurchgeführt ist, und daß eine spiralförmige Druckfeder (72) vorgesehen ist, welche den Tubus (62) und/oder die Versorgungsleitung (66) umgibt und zwischen dem Auflager (68) und der Kappe (70) angeordnet ist, so daß sie den Tubus (62) relativ zum Schreibstifthalter (48) nach unten drückt, nachdem sie lösbar mit dem Schreibstifthalter (48) verbunden ist.
  8. 8. Montageeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Einlaßabschnitt (82) des Tintengefäßes (50) Mittel (132, 118, 114, 176) vorgesehen sind, die mit Verbindungsmitteln einer Halterung (84) für das Tintengefäß (50) zusammenwirken, so daß das Tintengefäß (50) mit der Halterung (84) mechanisch verbunden und der Einlaßabschnitt (82) mit einer Preßluftquelle (44) verbunden wird.






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