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Dokumentenidentifikation DE68915398T2 12.01.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0369565
Titel Gummituchreinigungsvorrichtung in einer Druckmaschine.
Anmelder Baldwin Technology Corp., Stamford, Conn., US
Erfinder Gasparrini, Charles R., Rye New York 10580, US;
Arnolds, Carl, Stamford Connecticut 06905, US
Vertreter Betten, J., Dipl.-Ing.; Resch, M., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 80469 München
DE-Aktenzeichen 68915398
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 18.01.1989
EP-Aktenzeichen 893004135
EP-Offenlegungsdatum 23.05.1990
EP date of grant 18.05.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.1995
IPC-Hauptklasse B41F 35/06

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Druckpressen und insbesondere eine Trocken- Saugvorrichtung zum Reinigen eines Drucktuch-Zylinders in einer Offset- Druckpresse, ohne den Druckbetrieb zu unterbrechen oder zu verlangsamen.

Im Vergleich zum Drucken nach dem Druckerpresse-Verfahren ist das Offset- Drucken in der Zeitungsindustrie das vorherrschende Druckverfahren geworden. Dies ist teilsweise auf die erhöhte Schärfe der gedruckten Bilder und die Fähigkeit zurückzuführen, auf Oberflächen zu drucken, die nicht so glatt sind, wie dies beim Druckerpresse-Verfahren benötigt wird. Darüber hinaus ist ein weiterer wichtiger Grund dafür, daß das Offset-Drucken bevorzugt wird, die niedrigeren Kosten der Druckplatten, die bei Offset-Pressen verwendet werden.

Offset-Druckpressen verwenden normalerweise einen Drucktuch-Zylinder, das heißt einen Gummizylinder oder einen mit Gummi überzogenen Zylinder, der dazu dient, von einer Druckplatte Farbbilder zu erhalten. Die Farbbilder werden dann durch Offset-Drucken auf ein Papier aufgebracht, das zwischen den Drucktuch- Zylindern oder einem Druckzylinder hindurchläuft. Ein kontinuierliches Drucken wird dadurch möglich gemacht, daß eine Druckplatte oder eine Mehrzahl von Druckplatten um die Oberfläche eines Plattenzylinders gewickelt werden, der so konstruiert ist, daß er rotiert, wenn er mit dem Druckzylinder in Kontakt ist.

Beim Betrieb von Drucktuch-zu-Drucktuch-Pressen läuft eine Papierbahn zwischen zwei Drucktuch-Zylindern hindurch, die so angebracht sind, daß der eine Drucktuch-Zylinder als Druckzylinder für den anderen dient, wodurch beide Seiten der Papierbahn gleichzeitig bedruckt werden.

Ein kontinuierliches Offset-Drucken wird durch Staub und Flusen von der Papierbahn beeinträchtigt die sich auf dem/den Drucktuch-Zylinder(n) ansammeln. Dieser Staub und diese Flusen vermindern die Qualität des bedruckten Produktes.

Eine Ansammlung von Staub, Flusen oder Druckerschwärze auf einem Drucktuch- Zylinder ist daher sehr ärgerlich und macht unerwünschte Ausfallzeiten für Säuberungen notwendig. Dieses Problem macht sich besonders in der Zeitungsindustrie bemerkbar, wo in Reaktion auf die steigenden Kosten des Zeitungsdruckpapier- Materials oft billigere Papiersorten mit höherem Flusengehalt die teureren Papiersorten ersetzen.

Bereits bekannte Saugvorrichtungen zum Reinigen von Drucktuch-Zylindern sind beispielsweise Naß-Saugsysteme zum Entfernen von Schmutz. Bei diesen Systemen werden Abschnitte des Drucktuch-Zylinders ständig in ein Lösungsmittel eingetaucht und durch dieses gereinigt. Das überschüssige Lösungsmittel wird dann durch einen Wischer entfernt, wobei sich ein Saugkopf neben dem Wischerblatt befindet. Ein Beispiel ist das US-Patent Nr. 3 835 779 von Ross et al.

Im Gegensatz dazu wird ein Trocken-Reinigungssystem für mechanische Zylinder im Dokument CH-359 719 offenbart, das folgendes umfaßt: eine Zylinderkontaktierungseinrichtung, um den Zylinder zu kontaktieren und so Schmutz und Flusen zu entfernen; eine Einrichtung, um die Zylinderkontaktierungseinrichtung zwischen einer Ruhestellung vom Zylinder entfernt und einer Arbeitsstellung in unmittelbarer Nähe des Zylinders hin und her zu bewegen, um so die Entfernung von Schmutz und Flusen von der Oberfläche des Zylinders zu veranlassen; ein Gehäuse, an dem die Zylinderkontaktierungseinrichtung befestigt ist; und eine Vakuumquelle, die mit dem Gehäuse gekoppelt ist, um Schmutz und Flusen zu entfernen. Der Zylinder wird von einer Schaber-Anordnung in Form von Drähten kontaktiert.

Im Hinblick auf das Ziel einer verbesserten Trockenreinigung des Drucktuch- Zylinders ist die vorliegende Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderkontaktierungseinrichtung eine Bürsteneinrichtung umfaßt, die zu dem Zweck angebracht ist, sich innerhalb des Gehäuses so zu bewegen, daß das Gehäuse mit dem Zylinder in der Arbeitsstellung eine Kammer bildet, aus der mittels der Vakuumquelle die Luft teilweise abgesaugt werden kann, wobei die Kammer die Bürsteneinrichtung zumindest teilweise umgibt; und eine Einrichtung, um die Bewegung der Bürsteneinrichtung relativ zum Gehäuse zu veranlassen, während sie sich in der Arbeitsstellung befindet, wodurch die Entfernung von Schmutz und Flusen vom Zylinder gefördert wird.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden für den Fachmann aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Zusammenhang mit den bei liegenden Zeichnungen deutlich, in denen:

Fig. 1 eine perspektivische Seitenansicht und teilweise einen Querschnitt eines Drucktuch-Saug-Reinigungssystems darstellt, das gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist;

Fig. 2 eine Seitenansicht des Drucktuch-Saug-Reinigungssystems darstellt, und zwar in der im Eingriff befindlichen Position;

Fig. 3 eine Seitenansicht des Drucktuch-Saug-Reinigungssystems darstellt, und zwar in der nicht im Eingriff befindlichen Position;

Fig. 4 eine perspektivische Seitenansicht und teilweise einen Querschnitt eines Drucktuch-Saug-Reinigungssystems darstellt, dessen Aufbau eine zylindrische Bürste umfaßt;

Fig. 5 eine perspektivische Seitenansicht und teilweise einen Querschnitt eines Drucktuch-Saug-Reinigungssystems darstellt, dessen Aufbau eine spiralförmige Bürste umfaßt;

Fig. 6 eine perspektivische Seitenansicht und teilweise einen Querschnitt eines Drucktuch-Saug-Reinigungssystems darstellt, dessen Aufbau eine Bürstenanordnung und einen Schwenkmotor umfaßt;

Fig. 7 eine perspektivische Seitenansicht und einen Querschnitt eines Drucktuch- Saug-Reinigungssystems darstellt, dessen Aufbau einen Schaber umfaßt; Fig. 8 eine perspektivische Seitenansicht und teilweise einen Querschnitt eines Drucktuch-Saug-Reinigungssystems darstellt, dessen Aufbau ein aufblasbares Druckkissen umfaßt; und

Fig. 9 eine vergrößerte Seitenansicht und einen Querschnitt eines Drucktuch- Saug-Reinigungssystems darstellt, das gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist.

Nun wird auf die Zeichnungen und insbesondere auf Fig. 1 Bezug genommen. In dieser Figur wird eine Drucktuch-Trockenreinigungsvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung gezeigt. Die allgemein mit der Bezugsziffer 20 bezeichnete Drucktuch-Reinigungsvorrichtung umfaßt eine Bürstenanordnung 22, die aus zumindest einer zylindrischen Bürste 24 und einer Saugeinrichtung (nicht dargestellt) aufgebaut ist.

Die Drucktuch-Reinigungsvorrichtung gemäß diesem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist so angebracht, daß sie in Zusammenhang mit einem Drucktuch-Zylinder 28 arbeitet, und zwar im allgemeinen parallel zur Längsachse des Drucktuch-Zylinders. Am Druckpresserahmen (nicht gezeigt) sind Befestigungsträger 30 für den Drucktuch-Reiniger im allgemeinen außerhalb der beiden Enden des Drucktuch-Zylinders 28 befestigt. Schwenkarme 34 verbinden die Drucktuch-Reinigungsvorrichtung 20 mit den Befestigungsträgern 30. Diese Schwenkarme 34 dienen dazu, die Drucktuch-Reinigungsvorrichtung 20 zu tragen und sie können um den Stift 36 geschwenkt werden.

Der Drucktuch-Reiniger ist im allgemeinen zwischen zwei Arbeitspositionen verschwenkbar. Das Schwenken der Arme 34 zwischen diesen Positionen wird durch eine Mehrzahl von Betätigungsorganen 38 ausgeführt, die an den Schwenkarmen 34 befestigt sind. Vorzugsweise ist das verwendete Betätigungsorgan ein pneumatisches Betätigungsorgan, obwohl auch elektrische oder hydraulische Betätigungsorgane verwendet werden können, falls dies gewünscht wird. Herkömmlicherweise wird Druckluft verwendet, da diese üblicherweise in Druckereien zu Verfügung steht, während dies bei Flüssigkeitsquellen nicht der Fall ist. In der ersten Arbeitsposition (Fig. 3) steht der Drucktuch-Reiniger 20 vom Drucktuch-Zylinder 28 ab, um beispielsweise das Ersetzen der Bürsten, Reparaturen oder Wartungen der Maschine und/oder ein Auswechseln der Papierbahn oder der Drucktücher zu erleichtern.

In der zweiten Arbeitsposition (Fig. 2) wird der Drucktuch-Reiniger 20 in Kontakt mit der Oberfläche des Drucktuch-Zylinders 28 gehalten. In dieser zweiten Position kann der Drucktuch-Reiniger für die Reinigung und die Entfernung von Flusen und Schmutzteilchen vom Drucktuch-Zylinder sorgen.

Bei einem Ausführungsbeispiel besteht der Saugabschnitt des Drucktuch- Reinigers 20 im allgemeinen aus einem im wesentlichen U-förmigen Gehäuse 40, das sich über die Länge des Drucktuch-Zylinders und der zylindrischen Bürste 24 erstreckt. Die zylindrische Bürste 24 ist innerhalb des Gehäuses 40 angebracht, welches wiederum an den Schwenkarmen 34 befestigt ist. Die zylindrische Bürste 24 kann durch einen Motor 80 (Fig. 4) in beide Richtungen rotiert werden. Die Rotationsgeschwindigkeit liegt im Bereich von 0 Umdrehungen pro Minute bis zu einer bestimmten Höchstumdrehungszahl pro Minute. Die maximale Umdrehungszahl pro Minute sorgt für eine tangentiale Bürstengeschwindigkeit, die größer ist als die des Drucktuches. Der Motor 80 kann zusätzlich für eine Schwenkung der zylindrischen Bürste 24 sorgen.

In dem in Fig. 5 gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine spiralförmige Bürste 82 innerhalb des Gehäuses 40 angebracht, welches wiederum an den Schwenkarmen 34 befestigt ist. Die spiralförmige Bürste 82 kann durch einen Motor 80 in beide Richtungen rotiert werden. Die Rotationsgeschwindigkeit und die Schwenkung der spiralförmigen Bürste 82 ist die gleiche wie im letzten Ausführungsbeispiel. Darüber hinaus ist eine Schwenkung nicht unbedingt notwendig, da die spiralförmige Bürste für eine Bewegung sorgt die das Äquivalent einer Schwenkung darstellt.

In dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Bürstenanordnung 22 innerhalb des Gehäuses 40 angebracht, welches wiederum an den Schwenkarmen 34 befestigt ist. Das Gehäuse 40 umfaßt Bürsten 90, die vom Bürstenhalter 92 festgehalten werden, wobei der Bürstenhalter in jeder gewünschten Weise abnehmbar am Gehäuse 40 befestigt und problemlos ersetzt werden kann, wenn dies erforderlich ist. Der Bürstenhalter 92 ist in Abschnitte unterteilt, um eine Anhebung der einzelnen Abschnitte zu ermöglichen, damit der Drucktuch-Zylinder während des Reinigungsvorganges nicht berührt wird. Eine Unterteilung in Abschnitte kann wünschenswert sein, da Drucktuch-Zylinder für Zeitungspapier in Viertel oder Seiten unterteilt sind; d. h., eine Papierbahn kann die doppelte Breite (gesamtes Drucktuch) oder die einfache Breite (halbes Drucktuch) aufweisen. Die Unterteilung der Bürsten in vorzugsweise vier Abschnitte ermöglicht es, daß die Bürsten im nichtbenutzten Bereich angehoben werden können. Die Bürstenanordnung 22 wird vom Motor 80 geschwenkt.

Für die zylindrische Bürste 24, die spiralförmige Bürste 82 oder die Bürsten 90 kann eine Vielzahl von Materialien verwendet werden, vorausgesetzt, daß diese nicht die Oberfläche des Drucktuch-Zylinders 28 beschädigen. Diese Materialien umfassen sowohl natürliche als auch synthetische Fasern sowie dünne Metallborsten.

In dem in Fig. 7 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Schaber 94 vom Gehäuse 40 umschlossen. Der Schaber kann mit oder ohne eine vom wahlweise vorhandenen Motor 80 veranlaßten Schwenkbewegung in Eingriff gebracht werden.

Bei dem in Fig. 8 gezeigten Ausführungsbeispiel wird das aufblasbare Druckkissen 110 vom Gehäuse 40 umschlossen. Das aufblasbare Druckkissen 110 umfaßt ein aufblasbares Gummikissen 112 und eine Schaberspitze oder vorstehenden Steg 114, der aus Gummi bestehen kann. Das aufblasbare Druckkissen kann durch Luftdruck mit oder ohne eine vom wahlweise vorhandenen Motor 80 veranlaßten Schwenkbewegung in Eingriff gebracht werden.

Das in Fig. 9 gezeigte Gehäuse 40 in Form eines umgekehrten, U-förmigen Profils weist eine Oberfläche 44 und parallele Seiten 46 bzw. 48 auf. Das Gehäuse 40 ist zwischen den Schwenkarmen 34 in einer nach unten gerichteten Position befestigt, wobei das offene Ende dem Drucktuch-Zylinder 28 gegenüberliegt. Wahlweise kann das U-förmige Profil 40 je nach Wunsch in Bezug auf die Mitte des Drucktuch-Zylinders 28 nach vorne oder hinten versetzt angebracht sein. Fig. 4 zeigt beispielsweise eine Ausführungsform, bei der Bürsten vor der Mitte des Drucktuch-Zylinders angebracht sind.

Flexible Wischer 50 (Fig. 9) sind an den Enden der Seiten 46 bzw. 48 des Gehäuses 40 positioniert und dienen dazu, die Oberfläche des Drucktuch-Zylinders 28 zu kontaktieren, um, wenn der Drucktuch-Reiniger in Gang gesetzt ist, in Kontakt mit der Drucktuch-Walzeabgedichtete Oberflächen zu schaffen. Diese Wischer 50 dienen auch einem zweiten Zweck, nämlich dem Lockern und Entfernen von Flusen und Schmutzteilchen 52 von der Oberfläche des Drucktuch-Zylinders 28.

Die gelockerten Flusen und Schmutzteilchen 52 werden mittels eines geeigneten Saug-Systems aus dem Inneren des Gehäuses 44 entfernt. Eine (nicht gezeigte) Saugluft-Erzeugungsmaschine ist durch einen Schlauch 56 mit der Druckluft- Durchgangsöffnung 58 im Gehäuse 40 verbunden. Flusen und Schmutzteilchen 52 werden mittels der Saugluft durch den Schlauch 56 transportiert, um von einer geeigneten (nicht gezeigten) Schmutzaufnahmeeinrichtung aufgenommen zu werden.

Es wird nun auf Fig. 1, 2, 3 und 9 Bezug genommen. In diesen Figuren wird der allgemeine Betrieb des Drucktuch-Reinigers gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung gezeigt, welches eine Drucktuch-an-Drucktuch- Presse darstellt. Eine Bahn aus Druckmaterial 60 läuft zwischen zwei entgegengesetzt rotierenden Drucktuch-Zylindern 28 hindurch, wobei die Bahn sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite bedruckt wird. Im Verlauf dieses Druckbetriebs sammeln sich Flusen und Schmutzteilchen 52 von der Bahn 60 auf der Oberfläche des Drucktuch-Zylinders 28 an, die, wenn man sie nicht entfernt, zu einer geringeren Gesamtqualität des bedruckten Produkts führen.

Um diese Flusen und Schmutzteilchen von der Oberfläche des Drucktuch- Zylinders zu entfernen, werden Drucktuch-Reiniger 20, die im allgemeinen über den Drucktuch-Zylindern 28 positioniert sind, durch eine druckausübende Einrichtung in der Form von Betätigungsgliedern 38 gegen die Zylinder gedrückt. Im allgemeinen ist es nicht nicht notwendig, daß die Druck-Reiniger 20 während des gesamten Druckbetriebs ständig in Kontakt mit den Drucktuch-Zylindern 28 sind. Wenn sich jedoch ziemlich schnell eine übermäßige Menge an Flusen und Schmutzteilchen ansammelt, kann es wünschenswert sein, sie während des Betriebs der Presse in der im Eingriff befindlichen Position zu belassen. Unter normalen Betriebsbedingungen werden die Druck-Reiniger 20 in periodischen Abständen eine vorgegebene Zeitlang gegen die Drucktuch-Zylinder gedrückt, um die Reinigung der Oberfläche durchzuführen.

Der periodische Betrieb der Drucktuch-Reiniger dieser Erfindung kann durch herkömmliche Einstellungsmechanismen gesteuert werden, die entweder auf die Rotation der Pressen oder auf einen Befehl der Bedienungsperson hin reagieren. Der Betrieb des Betätigungsgliedes wird auf alle Fälle so gesteuert, daß, wenn eine Reinigung des Drucktuches erwünscht ist, das Betätigungsglied 38 betätigt wird, so daß der Reiniger von der nicht im Eingriff befindlichen Position (Fig. 3) zu der im Eingriff befindlichen Position (Fig. 2) bewegt wird. 1n der im Eingriff befindlichen Position wird die rotierende zylindrische Bürste 24 der Bürstenanordnung 22 in Kontakt mit der Oberfläche des Drucktuch-Zylinders 28 gebracht. Die rotierende, zylindrische Bürste 24 wird dazu verwendet, den Drucktuch-Zylinder 28 abzuwischen, und nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitdauer wird das Betätigungsglied 38 betätigt, um die Bürstenanordnung 22 außer Eingriff zu bringen, wie dies in Figur 3 gezeigt ist.

Während der im Eingriff befindlichen Position werden Flusen und Schmutzteilchen, die von den Bürsten 24 und teilweise durch die Wischer gelöst und entfernt werden, durch das Saugsystem abgesaugt und beseitigt. So werden während des Druckbetriebs Flusen und Schmutzteilchen in effektiver Weise vom Drucktuch- Zylinder entfernt.

Das soeben beschriebene spezielle Ausführungsbeispiel ist deshalb ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel, weil durch den beschriebenen Aufbau eine problemlose Installation und Einstellung ermöglicht wird. Die verschiedenen Arbeitsteile sind beispielsweise körperlich über dem Drucktuch-Zylinder 28 positioniert und somit sowohl bei der Installation als auch bei der Wartung leicht zugänglich. Andere Positionierungen sind im breiteren Anwendungsbereich unserer Erfindung ebenfalls möglich. Es ist jedoch klar, daß durch die Verwendung der Bürstenanordnung 22 in Verbindung mit der Saugeinrichtung 56 die im Stand der Technik verwendete Flusen-Auffangeinrichtung überflüssig gemacht wird.

Zahlreiche Variationen, die im Rahmen der beigefügten Ansprüche liegen, sind für den Fachmann im Zusammenhang mit der vorangegangen Beschreibung sowie den beiliegenden Zeichnungen offensichtlich. Wie bereits angegeben, können auch andere, auf Flüssigkeiten basierende Einrichtungen oder andere Einstellungsmechanismen verwendet werden, um den Betrieb der offenbarten Betätigungsglieder zu variieren. Der Ablauf des Betriebsmechanismus kann verändert werden, wenn dies gewünscht wird.


Anspruch[de]

1. Offset-Druckpresse mit einem Gummizylinder (28) und einem mechanischen Trockenreinigungssystem (20) für den Zylinder, wobei das Reinigungssystem eine Zylinderkontaktierungseinrichtung (24) zum Kontaktieren des Zylinders umfaßt, um hiervon Schmutz und Fussel zu entfernen, eine Einrichtung (38), um die Zylinderkontaktierungseinrichtung (24) zwischen einer Ruheposition weg vom Zylinder und einer Funktionsposition dicht beim Zylinder liegend zu bewegen, um das Entfernen von Schmutz und Fusseln von der Oberfläche des Zylinders zu bewirken, ein Gehäuse (40), an dem die Zylinderkontaktierungseinrichtung (24) befestigt ist, und eine Vakuumquelle (56), die mit dem Gehäuse gekoppelt ist, um hiervon Schmutz und Fusseln zu entfernen, dadurch gekennzeichnet, daß

die Zylinderkontaktierungseinrichtung (24) eine Bürsteneinrichtung (24, 82, 92, 94, 110, 120) umfaßt, die innerhalb des Gehäuses derart beweglich angeordnet ist, daß das Gehäuse mit dem Zylinder in der Funktionsstellung eine Kammer bildet, die mittels der Vakuumquelle teilweise evakuierbar ist, wobei die Kammer die Bürsteneinrichtung zumindest teilweise umgibt, sowie eine Einrichtung (80), um in der Funktionsstellung eine Bewegung der Bürsteneinrichtung relativ zum Gehäuse zu bewirken, wodurch das Entfernen von Schmutz und Fusseln vom Zylinder gefördert wird.

2. Presse nach Anspruch 1 mit einer Dichteinrichtung (50), um zwischen Umfangskanten des Gehäuses (40) und dem Zylinder (28) eine Dichtung zu schaffen.

3. Presse nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Bürsteneinrichtung (82) innerhalb des Gehäuses (40) drehbar gelagert ist.

4. Presse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Bürsteneinrichtung (92, 94, 110, 120) innerhalb des Gehäuses (40) periodisch hin- und herbewegbar gelagert ist.

5. Presse nach Anspruch 3 oder 4, bei der die Bürsteneinrichtung (24) zylindrische Form hat und axial drehbar gelagert ist.

6. Presse nach Anspruch 3 oder 4, bei der die Bürsteneinrichtung (82) eine Spiralform aufweist.

7. Presse nach Anspruch 4 mit einem aufblasbaren Druckkissen (110) zum Hin- und Herbewegen der Bürsteneinrichtung (114).

8. Presse nach Anspruch 4, bei der die Bürsteneinrichtung einen langgestreckten Bürstenhalter umfaßt, in welchem Bürsten (90) befestigt sind.







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