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Dokumentenidentifikation DE4323506A1 19.01.1995
Titel Keramisch beschichtete Farbgeberwalze
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Hauer, Horst-Walter, 97082 Würzburg, DE
DE-Anmeldedatum 14.07.1993
DE-Aktenzeichen 4323506
Offenlegungstag 19.01.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.01.1995
IPC-Hauptklasse B41N 7/06
IPC-Nebenklasse B41F 31/10   B41F 1/46   B41J 27/12   B41L 23/18   
IPC additional class // C23C 4/00,C25D 3/12,C23C 28/00  
Zusammenfassung Es wird ein Verfahren zur Herstellung einer mit keramischer Beschichtung versehenen Farbgeberwalze beschrieben, bei der auf einen Walzenkörper eine Schutzschicht und auf ihr eine poröse Schicht farbfreundlichen Materials aufgetragen ist, das sehr verschleißfest ist. Diese poröse Schicht weist eine Dicke auf, die das Mehrfache der Durchmesser der Hohlräume beträgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine keramisch beschichtete Farbgeberwalze und ein Verfahren zur Herstellung selbiger.

Aus Patentschriften sind verschiedene Walzenausführungen und Herstellverfahren bekannt.

Die Oberfläche derartiger Walzen ist gekennzeichnet durch regelmäßige geometrische Muster von Zellen und Wänden. Der Schichtaufbau ist meist mehrschichtig. Die Herstellung derartiger Walzen und die Bearbeitung der Oberfläche ist aufwendig und teuer.

Die Lebensdauer derartiger Walzen ist zum einen durch den Verschleiß des tragenden Anteiles der Oberfläche begrenzt. Nachdem die Zellwände abgetragen sind, ist das Zellvolumen zu gering und die Oberfläche muß, wenn möglich, nachgearbeitet werden.

Zum anderen ist die Dauer der Funktionsfähigkeit stark beeinflußt durch das Haftungsvermögen der Werkstoffpaarungen und deren Beständigkeit gegen die chemischen Einflüsse der verschiedenen Druckverfahren.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mit einer verschleißfesten Schicht versehene Farbgeberwalze und ein Verfahren zu deren Herstellung zu beschreiben, bei der durch einfachen Aufbau der Schicht und deren Oberflächenstruktur die Herstellkosten günstig sind und gleichzeitig eine höhere Lebensdauer durch höhere Verschleißfestigkeit und unempfindlichere Funktionsfähigkeit erreicht wird.

Fig. 1 zeigt den ersten Teilschritt zur Herstellung der Walze.

Auf den Walzenkörper (1) wird eine Schutzschicht (2), vorzugsweise Nickel, aufgebracht. Diese Schicht kann aufgespritzt, aufgedampft oder galvanisch aufgebracht werden.

Fig. 2 zeigt den zweiten Teilschritt zur Herstellung der Walze.

Auf die Schutzschicht (2) wird eine harte, verschleißfeste Schicht (3), z. B. aus Keramik, vorzugsweise im Plasmaspritzverfahren oder im Sinterverfahren, aufgebracht. Die Korngröße des aufgebrachten Materiales ist so gewählt, daß in der fertigen Schicht Hohlräume (4) entstehen.

Fig. 3 zeigt den dritten Teilschritt zur Herstellung der Walze.

Die Oberfläche der Schicht (3) wird durch Schliff und Politur geglättet, so daß um die Hohlräume tragende Wände entstehen.

Der Vorteil dieser Herstellungsweise besteht in dem einfachen Schichtaufbau und darin, daß keine weitere aufwendige Gravur der Oberfläche benötigt wird. Durch die fehlende thermische, mechanische, chemische Behandlung der Oberfläche wird der ursprüngliche verschleißfeste Charakter des Werkstoffes der Schicht (3) erhalten. Die Lebensdauer wird nur noch durch die zulässigen Durchmessertoleranzen in der Druckmaschine begrenzt. Ein Ausbau zur zwischenzeitlichen Regenerierung der Oberfläche durch Nachgravieren bzw. Nachätzen der Näpfchen ist nicht nötig. Durch Abarbeitung der Keramikoberfläche entstehen aus den geschlossenen Hohlräumen der Schicht (3) wieder neue offene Hohlräume. Die Abtragungsrate des Keramikmateriales ist wesentlich geringer, da die Keramikkörner aus hochfestem Reinmaterial bestehen und nicht beschichtungsbedingt poröse Einschlüsse enthält.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung einer vorzugsweise mit keramischer Beschichtung versehenen Farbgeberwalze, die dadurch gekennzeichnet ist, daß auf einen Walzenkörper (1) eine Schutzschicht (2) und darauf eine poröse Schicht farbfreundlichen Materiales, das sehr verschleißfest ist, deren Dicke das Mehrfache der Durchmesser der Hohlräume beträgt.
  2. 2. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß je nach dem Druckverfahren das Material der Schicht (2) gewählt wird.
  3. 3. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß je nach dem Druckverfahren das Material der Schicht (3) farbfreundlich eingestellt wird.
  4. 4. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die Korngröße der Schicht (3) so gewählt wird, daß nach der Endbearbeitung der Oberfläche das Verhältnis von Oberfläche der Hohlräume zur Oberfläche des Materiales in einem Verhältnis von 1 : 0,5 bis 1 : 2 sich ergibt.
  5. 5. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Körner aus hochfestem, sehr verschleißfestem, vorzugsweise Keramikmaterial hergestellt sind.
  6. 6. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß das Volumenverhältnis von Hohlraum zu Festanteil der Schicht (3) von der Oberfläche bis zur Schutzschicht (2) konstant ist.
  7. 7. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die unterschiedliche Größe der Hohlräume über Umfang und Breite statistisch gleichförmig verteilt ist.
  8. 8. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Hohlräume möglichst gleich ist.
  9. 9. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilung der Hohlräume über Umfang und Breite auch in einer bestimmten Vorzugsrichtung erfolgen kann.
  10. 10. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die Korngröße so gewählt ist, wie sie aufgrund der unterschiedlichen Druckverfahren an Feinheit und Schöpfvolumen benötigt wird.






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